Susanne Kaiser

 3,7 Sterne bei 47 Bewertungen
Autor*in von Riot Girl, Backlash - Die neue Gewalt gegen Frauen und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Susanne Kaiser, geboren 1980, ist Journalistin und politische Beraterin. Sie schreibt unter anderem für Die Zeit, die Neue Zürcher Zeitung und DER SPIEGEL.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Witch Hunt (ISBN: 9783805201179)

Witch Hunt

Erscheint am 17.04.2026 als Gebundenes Buch bei ROWOHLT Wunderlich.

Alle Bücher von Susanne Kaiser

Cover des Buches Riot Girl (ISBN: 9783805201162)

Riot Girl

(19)
Erschienen am 15.04.2025
Cover des Buches Backlash - Die neue Gewalt gegen Frauen (ISBN: 9783608501728)

Backlash - Die neue Gewalt gegen Frauen

(13)
Erschienen am 18.02.2023
Cover des Buches Politische Männlichkeit (ISBN: 9783518127650)

Politische Männlichkeit

(5)
Erschienen am 16.11.2020
Cover des Buches Von Mädchen und Drachen (ISBN: 9783518405956)

Von Mädchen und Drachen

(2)
Erschienen am 01.03.1994
Cover des Buches Im Schatten der Tosca (ISBN: 9783423404440)

Im Schatten der Tosca

(0)
Erschienen am 01.09.2010
Cover des Buches Witch Hunt (ISBN: 9783805201179)

Witch Hunt

(0)
Erscheint am 17.04.2026

Neue Rezensionen zu Susanne Kaiser

Cover des Buches Riot Girl (ISBN: 9783805201162)
D

Rezension zu "Riot Girl" von Susanne Kaiser

davekmckee
Lauwarmer Feminismus, schlecht geschrieben, schlecht konstruiert

Auf der allerersten Seite: Ermittlerin Obalski trifft im Münchner LKA ihren neuen Chef und denkt sich, das sei so einer, der den ganzen Abend im Späti abhängt. In einem Münchner Späti, also. Die berühmten bayerischen Spätis. Wer kennt sie nicht? Das ist also unsere Heldin, unsere Spürnase - und dann erfahren wir, dass diese Ermittlerin Gender-Studies studiert hat, und das klingt dann schon so, als wolle sich die Autorin in bester AfD-Manier über Gender-Studies lustigmachen. 

Schiefe Bilder, schlechte Konstruktionen und sprachlich wahnsinnig fade poltert dieses Buch halt so hin, und so sehr ich mir Gegengewicht zum Frauenfeind Fitzek wünschen würde - that's not it!  

Cover des Buches Riot Girl (ISBN: 9783805201162)
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Rezension zu "Riot Girl" von Susanne Kaiser

library_of_dennis
Krimi mit wichtiger Message

Obalski ist neu in München. Die gebürtige Berlinerin fängt beim LKA an und arbeitet direkt als verdeckte Ermittlerin der Sondereinheit XX im Jugendamt. Der Anlass? Eine Protestbewegung junger Frauen macht auf Social Media auf sich aufmerksam. Bis dato ungefährlich. Bis ein Taylor Swift-Konzert für ein Beben sorgt...

Zum einen finde ich die Idee, einer verdeckten Ermittlung in einem Jugendamt sehr interessant und spannend und zum anderen, das Kernthema Gewalt gegen Frauen, und wie die Gesellschaft damit eigentlich umgeht, so verdammt wichtig. Auch andere wichtige Themen kommen vor, die ich jedoch nicht vorweg greifen mag. Dieser Krimi trifft den Nerv der Zeit voll ins Schwarze und zeigt schonungslos die Realität. Wie weit muss man gehen, um sich Gehör zu verschaffen, damit sich endlich etwas ändert? Mittendrin Obalski, die nicht einfach nur in einem Fall ermittelt, sondern auch menschlich Herz und Einsatz zeigt. Dieser Krimi hat mich an der einen oder anderen Stelle kalt erwischt.

Auch wenn es Kritikpunkte gibt, wie, dass Szenenwechsel zu holprig daherkommen, die eine oder andere Social Media-Aktion zu gewollt und konstruiert scheint, kleinere Story-Elemente wie die private Nebenhandlung etwas deplatziert wirken, und ich manchmal den Überblick verloren habe, welches Mädchen welchen Namen trug und was ihre Geschichte war, treffen die Emotionen und die Message einen mit voller Breitseite.

Empfehlung, denen Feminismus und Kindeswohl wichtig ist. Und für alle anderen erst recht.

4 von 5 / 8 von 10

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Cover des Buches Riot Girl (ISBN: 9783805201162)
schillerbuchs avatar

Rezension zu "Riot Girl" von Susanne Kaiser

schillerbuch
Der Kampf der Influenzas

Riot Grrrl – so nannte sich eine feministisch-subkulturelle Bewegung, die Anfang der 90er Jahr in der Hardcore-Punkszene der USA entstand. Die männliche Dominaz sowohl bei den Musikern als auch bei vielen Teilen von Bühnenshows, die so empfunden wurden, bildete den Anlass für diese Bewegung. Das englische Riot bedeutet Aufruhr und der Titel dieses Debütromans von Susanne Kaiser stellt diese Bezüge her. "Riot Girl" ist zwar der erste Roman, aber nicht das erste Buch, das die Autorin veröffentlicht hat. Frühere Publikationen, vor allem Backlash, die neue Gewalt gegen Frauen beschäftigen sich mit den Machtverhältnissen zwischen Männern und Frauen in muslimischen und westlichen Gesellschaft. Und, wie sollte es auch anders sein – genau das ist auch das Thema ihres ersten Romans.

Die Polizei ist alarmiert: In Deutschland gibt es eine neue Bewegung, die Influenzas, die Deutschland mit Aktionen überzieht: Sie blockieren Gebäude, zünden Mülltonnen an und schreiben Drohbriefe. Das bayrische Landeskriminalamt schleust die Forensikerin Obalski als verdeckte Ermittlerin ins Jugendamt München ein. Dort soll sie undercover Informationen über die Bewegung, ihre Methoden und ihre Ziele beschaffen. Zuletzt wurde der bayrische Landtag bedroht: In einem Brief fordern die Influenzas, dass sofort Ermittlungen eingeleitet werden müssten in allen angezeigten Fällen von Gewalt gegen Mädchen. Wenn das nicht geschehe, würde eine Aktion durchgeführt, die das Land nachhaltig erschüttern könnte. Für Obalski ist es ihr erster Auftrag und sie hat wenig Zeit – 10 Tage gibt die Bewegung der Polizei. Sie ist eine sehr empathische Figur, hat Genderstudies studiert und danach eine Ausbildung beim BKA gemacht. Ihre Kolleginnen im Jugendamt, die sie für eine Quereinsteigerin halten und von ihrem eigentlichen Auftrag nichts wissen, stehen ihr skeptisch gegenüber, denn ihrer Meinung nach brauchen sie ausgebildete Sozialarbeiter. Es gelingt Obalski jedoch, nicht nur ihr Vertauen, sondern auch das der jugendlichen Klientel zu gewinnen. Sie taucht ein in die digitalen Kanäle, über die sich die Mädchen organisieren und im Laufe der Ermittlungen fragt sie sich, wer hier eigentlich die Täter und wer die Opfer sind.

Der Einstieg in diesen Krimi fiel mir nicht ganz leicht, vor allem, dass sich die Erwachsenen nur mit Nachnamen ohne Anrede ansprechen, hat mich zu Beginn irritiert. Aber im zweiten Anlauf war ich dann schnell gefangen in der Geschichte und der Welt, in die ich geraten war. Susanne Kaiser gelingt es hervorragend, den Sound der jungen Mädchen einzufangen und ihre Gedankenwelt zu vermitteln. Die Bewegung organisiert sich ausschließlich digital und obwohl mir diese Welt nicht ganz unbekannt ist, wusste ich vieles nur oberflächlich aus Zeitungberichten oder Filmen. In diesem Krimi jedoch erhielt ich einen lebendigen Einblick, der mir die Macht, die diese Kanäle vor allem bei Jugendlichen haben, noch einmal ganz anders bewusst machte. Macht geben die digitalen Kanäle aber auch dunklen Netzwerken von Männern, die sie nutzen, um junge Mädchen sexuell zu missbrauchen. So bezieht dieser Kriminalroman seine Spannung zum einen daraus, ob Obalski die richtigen Schlüsse zieht, um die angekündigte Aktion zu verhindern, zum anderen aber auch daraus, ob es ihr gelingt, vor den beiden Kolleginnen im Jugendamt zu verbergen, was ihre eigentliche Aufgabe ist.

Fazit: Spannende, vielschichtige Krimikost mit einer Hauptfigur, von der ich gerne noch mehr lesen möchte!

Ich danke dem Rowohlt Verlag, der mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte

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