Susanne Kerckhoff

 3,8 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Berliner Briefe, Die verlorenen Stürme und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Susanne Kerckhoff

Susanne Kerckhoff (1918-1950) spielte nach 1945 als Schriftstellerin, Publizistin und politische Stimme eine bedeutende Rolle im literarischen Diskurs der Nachkriegszeit. Die Tochter des Literaturhistorikers Walther Harich und der Musikerin Eta Harich-Schneider (ihr Halbbruder war der Philosoph Wolfgang Harich) wurde 1945 zunächst Mitglied der SPD, trat aber 1947 der SED bei und siedelte in den Ostsektor Berlins über. Sie arbeitete für die satirische Wochenzeitung Ulenspiegel und war ab 1948 bis zu ihrem frühen Tod Redakteurin und Feuilletonleiterin der Berliner Zeitung. Nach politischen Auseinandersetzungen mit Walter Ulbricht, Paul Wandel und Stephan Hermlin nahm sich Susanne Kerckhoff 1950 das Leben. In den wenigen Jahren zwischen Kriegsende und ihrem Tod erschienen vier Bücher. Während des Krieges hatte sie mit drei Unterhaltungsromanen reüssiert.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Berliner Briefe (ISBN: 9783608984903)

Berliner Briefe

Erscheint am 24.07.2021 als Taschenbuch bei Klett-Cotta.
Cover des Buches Die verlorenen Stürme (ISBN: 9783946990451)

Die verlorenen Stürme

Erscheint am 01.08.2021 als Hardcover bei Verlag Das Kulturelle Gedächtnis.

Alle Bücher von Susanne Kerckhoff

Cover des Buches Berliner Briefe (ISBN: 9783946990369)

Berliner Briefe

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Erschienen am 03.04.2020
Cover des Buches Die verlorenen Stürme (ISBN: 9783946990451)

Die verlorenen Stürme

 (0)
Erscheint am 01.08.2021
Cover des Buches Berliner Briefe (ISBN: 9783608984903)

Berliner Briefe

 (0)
Erscheint am 24.07.2021
Cover des Buches Berliner Briefe (ISBN: 9783906935454)

Berliner Briefe

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Erschienen am 15.10.2020
Cover des Buches Berliner Briefe (ISBN: 9783906935461)

Berliner Briefe

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Erschienen am 30.09.2020

Neue Rezensionen zu Susanne Kerckhoff

Cover des Buches Berliner Briefe (ISBN: 9783946990369)heinokos avatar

Rezension zu "Berliner Briefe" von Susanne Kerckhoff

Das Buch lässt mich vor verschlossenen Türen stehen
heinokovor 8 Monaten

 

Die Ankündigung des Verlages und die überschäumenden Lobeshymnen der Presse („Eine literarische Sensation“) haben mich auf das Büchlein aufmerksam gemacht. Aber ich habe keinen Zugang zum Inhalt gefunden trotz der lobenswerten Informationen des Herausgebers Peter Graf. Das mag an mir liegen, an meinen falschen Erwartungen, an meiner mangelnden politischen Bildung. 

 

Unter „Briefroman“ stelle ich mir etwas anderes als was, was ich vorfand. Die Sammlung von Briefen, die „Helene“ an ihren nach Paris emigrierten jüdischen Freund Hans gerichtet hat, bleiben ohne Antwort. Es gibt keine Schilderungen, keine Farbigkeit, keine Diskussion. Die Briefe sind im Grunde, so wie ich sie verstehe, lediglich theoretische Auseinandersetzungen mit Krieg und Freiheit, mit Feminismus und politischen Gesinnungen, eine Art innerer Selbstbefragung vielleicht, die aber leider für mich oft in allzu belehrender Weise formuliert ist. Da ich mangels detaillierter politischer Kenntnisse die Briefe/Meinungen von Helene nicht einordnen kann, bleibe ich bei dem Buch sozusagen vor verschlossenen Türen stehen. 

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Cover des Buches Berliner Briefe (ISBN: 9783946990369)kassandra1010s avatar

Rezension zu "Berliner Briefe" von Susanne Kerckhoff

Mut zur Wahrheit?
kassandra1010vor 9 Monaten

Susanne Kerckhoff ist mutig. Sie lässt sich auch, zumindest in einem Teil ihres kurzen Lebens, nichts vorschreiben. Im Gegenteil, sie dominiert die damalige Männerwelt der DDR.

 

1948 veröffentlicht Kerckhoff ihren halbfiktiven Roman. Für damalige Zeiten modern in kurzen Briefen verpackt, erzählt die junge Helene per Post ihrem Jungendfreund Hans ihre Sicht des Krieges.

 

Hans fehlende Antworten als emigrierter Jude aus Paris machen es dem Leser möglich, selbst auf Helenes Briefe zu antworten.

 

Aufrichtig und schonungslos offen berichtet Helene von der Sinnlosigkeit des Krieges und dem besonderen Ton, den die Nachkriegszeit vorgibt. Doch will man das so kurz nach der so schweren Kriegszeit lesen?

 

Kerckhoff beschließt, dass die Zeit reif für die Wahrheit ist. Sie hofft inständig auf den Sinneswandel der Menschen, nichtsahnend, dass sie mit ihrer journalistischen Art, gleichwohl erneut auf Gegenliebe stößt.

 

Sie muss sich wie Helene im Laufe der Zeit eingestehen, das Freiheit nicht wirklich Freiheit bedeutet und das auch in der DDR keineswegs der Feminismus frei gelebt werden kann.

 

Helene schreibt offen über ihre Hilflosigkeit an Hans. Dennoch leuchtet ein Innerer Funke, immer auf der Sehnsucht nach Freiheit und Hoffnung in ihr, der nur schwer zu löschen ist.

 

Helene, wie auch Susanne, gibt es keine Alternative. Während Susanne den Freitod wählt, bleibt Helenes Zukunft für den Leser offen. Man muss sich als Leser, wie auch schon bei Hans fehlenden Schreiben, die „Freiheit“ nehmen, selbst zu antworten.

 

Dank Peter Graf erfahren wir ein wenig mehr über diese mutige Frau, die ihren ganz eigenen Weg ging.

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