Susanne Kliem Das Scherbenhaus

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Inhaltsangabe zu „Das Scherbenhaus“ von Susanne Kliem

Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt ... Ein raffinierter Psychothriller, der in die Abgründe der menschlichen Psyche vordringt und den Leser bis zur letzten Seite in Bann hält.

Als Roman betrachtet okay, für einen Psychothriller zu lahm.

— SophieNdm
SophieNdm

Das Buch hatte so viel Potenzial und enttäuschte mich zum Ende hin sehr :(

— Kiritani
Kiritani

Mit Raffinesse und Feingefühl erzeugt die Autorin langsam eine Gänsehaut, die bis zum Ende bleibt.

— NicoleP
NicoleP

Eindimensionale Charaktere treffen auf einen unglaubwürdigen, langweiligen und vorhersehbaren Plot. Alles wirkt unecht und konstruiert.

— -Leselust-
-Leselust-

Tiefgründige Psychospannung! Präzise skizzierte Charaktere!

— bookweb
bookweb

Spannend und gut geschrieben, manchmal konnte man das Verhalten der Protagonistin nicht nachvollziehen. Schreibstil war etwas sprunhaft

— Zara89
Zara89

Durchaus spannend aber zum Teil leider auch etwas flach.

— MissRichardParker
MissRichardParker

Leider für mich ziemlich flach. Und ich wusste sofort, wer der Übeltäter war!

— PhantastischeBuchwesen
PhantastischeBuchwesen

Ein guter Psychothriller- nicht mehr und nicht weniger,,,

— Angie*
Angie*

Psychologisch clever gemacht, aber mit kleinen Längen

— SillyT
SillyT

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  • Safe Haven, kein sicherer Hafen

    Das Scherbenhaus
    SophieNdm

    SophieNdm

    24. July 2017 um 10:32

    Inhalt:Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt Meine Meinung:Der Klappentext war etwas irreführend. Es ist nämlich nicht so, dass sich Carla zu Ellen flüchtet, weil Sie Angst hat sondern weil Ellen Sie darum bittet zu kommen.Bis Carla endlich in die Gänge kommt und merkt, dass etwas nicht stimmt dauert es ziemlich lang.Generell war die Handlung sehr in die Länge gezogen und ziemlich unspektakulär für einen Psychothriller. Ich habe mir da mehr Spannung und Nervenkitzel erhofft.Etwas Spannung kommt lediglich auf den letzten 150 Seiten auf. Hier ist aber alles so plötzlich und wirkt sehr erzwungen und nicht richtig passend.Carla war mit eigentlich sympathisch, nur ihre Naivität hat mich etwas genervt.Sie vertraut fremden Menschen blind und auch Christians Verhalten will sie nicht als das erkennen was es ist.Die Idee hinter der Geschichte ist an sich gut aber zu unspektakulär für einen Psychothriller, ich würde das Buch eher als Roman einstufen.Wenn man sich nicht vom Klappentext beeinflussen lässt und zu viel erwartet ist das Buch ziemlich gut. Man sollte aber nicht in der Erwartung an diese Geschichte rangehen einen packenden Psychothriller zu lesen.Der Schreibstil war sehr bildhaft und plastisch, man konnte sich "Safe Haven" und die Bewohner gut vorstellen. Es kommen oft Duftbeschreibungen der Umgebung vor, was dazu führte dass die Geschichte für mich extrem lebhaft rüberkam.Fazit:Ganz nett, gute Idee, aber für mich definitiv kein Psychothriller. Kann man lesen, ist aber kein muss.Ich denke ich würde erstmal zu keinen weiteren Werken der Autorin greifen.Dennoch hat mich das Buch unterhalten und es war gut zu lesen.

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  • Langatmig

    Das Scherbenhaus
    ForeverAngel

    ForeverAngel

    14. July 2017 um 10:03

    Manchmal frage ich mich, ob Psychothriller früher wirklich spannender waren, oder ob sich meine Ansprüche mit der Zeit so nach obengeschraubt haben, dass kaum ein Buch ihnen noch gerecht werden kann. Doch dann lese ich die Rezensionen anderer und stelle fest: Nein, du bist nicht die einzige, die diesen Thriller langweilig fand. Also, wo sind sie geblieben, die nervenzerreißenden Psychothriller, bei denen man vor lauter Hezrklopfen nicht schlafen kann, bis man ihn zuende gelesen hat? Denn auch Das Scherbenhaus zählt leider nicht dazu. Das Scherbenhaus ist eines von zwei Büchern gewesen, dass ich mit in den Urlaub genommen habe. Jeden Abend habe ich mich an einem von beiden versucht, aber immer schon nach wenigen Seiten wieder abgebrochen. Jetzt, einige Wochen nach dem Urlaub, wollte ich es noch einmal mit Das Scherbenhaus probieren und habe ihn tatsächlich durchgelesen, aber es hat sehr lange gedauert und wirklich Spaß gemacht hat es auch nicht. Carla führt ein beschauliches Leben auf dem Land und arbeitet im Restaurant ihres Schwagers. Sie erlebt keine großen Abenteuer, aber sie ist zufrieden. Diese ländliche Idylle wird plötzlich zerstört, als ein Stalker anfängt, ihr beunruhigende Fotos zu schicken. Diese anfängliche bedrohliche Atmosphäre hat mich gepackt und ich hätte mir gewünscht, dass sie die ganze Geschichte über anhält, doch das tut sie leider nicht. Ganz im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, dass sie sehr schnell wieder verfliegt, weshalb ich auch so oft abgebrochen habe. Als die Briefe endlich aufhören, bekommt Carla einen Anruf aus Berlin. Ihre Schwester Ellen braucht Hilfe und Carla reist - dankbar für den Tapetenwechsel - zu der modernen Wohnanlage Safe Haven. Eine nette Erholung wird dieser Besuch aber nicht, denn Ellen verschwindet spurlos und wird später tot aufgefunden. Ab hier hatte ich so meine Schwierigkeiten mit Carla, die nämlich erst einmal beschließt, nach Stade zurückzukehren und nur, weil sie dort wieder Briefe ihres Stalker erhält, reist sie doch wieder nach Berlin, um herauszufinden, warum ihre Schwester ermordet wurde. Irgendwie habe ich Carlas Beweggründe nie so richtig verstanden und bin auch nicht mit ihr warm geworden. Da war immer diese gewissen Distanz, die verhindert hat, dass ich wirklich mit ihr mitfieber. Das Scherbenhaus hatte zwischendurch durchaus immer mal wieder spannende Abschnitte, aber im Großen und Ganzen hat mir doch das Tempo gefehlt. Wenn ich schon eine Protagonistin vor mir habe, mit der ich nicht viel anfangen kann, dann wünsche ich mir zumindest eine anhaltende Spannung, die mich mitreißt. Stattdessen hat Das Scherbenhaus viele Längen und ich habe mich immer wieder dabei ertappt, wie ich ganze Passagen nur quer gelesen habe. Und das ist für mich einfach nicht die Definition eines Psychothrillers. Nervenkitzel? Herzklopfen? Schweißausbrüche? Das alles habe ich beim Lesen vermisst, stattdessen sind mir immer wieder die Augen zugefallen. Ich kann gar nicht mehr sagen, wie oft ich über der Geschichte eingeschlafen bin, bis ich das Buch schließlich nach etlichen Tagen ausgelesen hatte. (c) Books and Biscuit

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  • Das Scherbenhaus

    Das Scherbenhaus
    Kiritani

    Kiritani

    13. July 2017 um 11:33

    Jedes Haus birgt Geheimnisse. Doch in diesem lauert der Tod. Carla erhält seit Monaten anonyme Drohbriefe und wird von Angstattacken geplagt. Als sich die Chance ergibt, in ein hochmodernes Wohnhaus nach Berlin zu ziehen, freut sie sich auf den Neuanfang. In Ihrem perfekt abgesicherten Smart Home und der engen Hausgemeinschaft fühlt sie sich beschützt. Doch dann gibt es immer mehr alarmierende Vorfälle, und Carla ahnt, dass der Feind gar nicht von außen kommt. Er ist schon längst bei ihr ... Der Klappentext hat mich total neugierig gemacht, da es sehr viel Potenzial bietet, wenn ein Haus voller Technik involviert ist. Beim Lesen überraschte es mich sehr, dass das Buch einen Teil in meiner Heimatstadt Stade spielte. In Hamburg spielen ja viele Werke, aber in Stade - das war auf der einen Seite komisch, auf der anderen wusste ich sofort, wie die Umgebung aussah und fühlte mich heimisch. Heute wohne ich nur ein paar Kilometer von meiner Heimatstadt entfernt (die auch Erwähnung in dem Buch fand). Ich muss gestehen, dass ich mit Carla überhaupt nicht warm geworden bin. Ich mag solche unsicheren, teils sehr naiven Charaktere nicht - natürlich darf sie verängstigt sein (sie wurde gestalkt, zwar nicht so extrem, wie man es nach dem Klappentext erwartete), aber sie bot keinen Nährboden für den kleinsten Funken Sympathie. Auch die Bewohner aus dem Haus ihrer Halbschwester fand ich alle furchtbar gekünstelt und unsympathisch - am Schlimmsten fand ich Milan Wagner. Dumm und platt. Jule wirkte sympathisch und kam mir immer als Einschub vor, damit man die Lust am Lesen nicht verlor. Jule hätte ich sehr gerne als Hauptcharakter gehabt :D Und Ellen ... nun ja. Von der Guten konnte ich mir so gar kein Bild machen, weil sie so schnell wie sie auftauchte, auch wieder verschwand. Den einzigen, den ich halbwegs sympathisch fand, war Christian - aber leider auch erst auf den letzten 20 Seiten des Buches. Vorher verhielt er sich einfach furchtbar. Noch nie habe ich beim Lesen so oft mit den Augen gerollt und ein Buch beiseite gelegt. Auch, wenn ich die Charaktere schwach fand, hatte Kliem ein gutes Gefühl für das Erschaffen der richtigen Atmosphäre. Es wirkte oft düster und bedrohlich, ohne das dies vieler Worte bedurfte. Ihre Beschreibungen waren präzise und zielgerichtet - aber ein aalglattes, perfektes Haus ist auch eine tolle Grundlage zum Unwohlfühlen :) und ein altes, knarrendes Reetdachhaus auch :D Leider nutzte sie das Haus so gar nicht für ihre Geschichte. Es wurde zwar oft erwähnt, was alles technisch gesteuert wurde, aber im Endeffekt spielte dies für den Verlauf der Geschichte kaum eine Rolle. Leider - da steckte sehr viel Potenzial drin für eine Menge Nervenkitzel. Alles in allem fand ich die Grundidee sehr gut, aber die Umsetzung gefiel mir nicht. Die Geschichte war mir zu langatmig, Carla war entweder zu ängstlich oder viel zu neugierig, sodass es nicht zu dem Charakter passte, den man für sie aufbaute. Und ihre Stärken gerieten durch ihre naiven Züge komplett in den Hintergrund. Irgendwann dachte man nur noch:"Oh, Carla ..." und wollte sie für ihre Naivität in den Arm nehmen. Alle anderen Charaktere aus dem Safe Haven reagierten immer unangemessen - auch mit der Auflösung am Ende kann ich mir viele Reaktionen nicht erklären oder nachvollziehen. Diese haben das Buch für mich nicht spannend gemacht, sondern auf Dauer genervt. Einzig und allein die Tatsache, dass mir nicht sofort klar war, wer hier der Bösewicht ist, hat mich das Buch beenden lassen. Einen weiteren Teil würde ich nicht lesen wollen. Was mir noch sauer aufgestoßen ist, ist die Pressestimme auf dem Buchrücken. Ich bin kein Fan davon, aber ich mag es gar nicht, wenn darauf ein Loblied zu einem vorherigen Werk der Autoren steht. Das hat meine Erwartungen ziemlich hochgesteckt, diese wurden mit diesem Buch ganz schön enttäuscht. Leider. Unter dem Genre Psychothriller würde ich das Buch nicht laufen lassen, da ich zu keinem Zeitpunkt beim Lesen dieses mulmige Gefühl hatte, was Thriller oft auslösen. Ich war regelrecht gelangweilt und wartete nur, dass endlich etwas Spannung aufkam. Das Potenzial war definitiv gegeben - dieses wurde von der Autorin durch die permanent komischen Verhaltensweisen der Charaktere allerdings gnadenlos niedergemäht. Als wäre zum Ende meine Langeweile der Geschichte gegenüber nicht schon groß genug gewesen, war das Ende auch noch unglaublich schlecht. Das war so ein typisches ARD-Tatort oder Spielfilm-Ende (und wenn es um sowas geht, stinken deutsche Filme gerne gegen bspw. amerikanische Filme ab - denn wir überspitzen es immer so und es wirkt alles so steif, unrealistisch und langweilig). Ich kann dieses Buch weder empfehlen, noch nicht-empfehlen. Da muss sich jeder selbst ein Bild von machen.

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  • Für mich war dieser Thriller leider ein totaler Reinfall

    Das Scherbenhaus
    -Leselust-

    -Leselust-

    07. July 2017 um 21:13

    Kurzmeinung:Platte Charaktere treffen auf einen unglaubwürdigen, langweiligen und vorhersehbaren Plot. Alles wirkt unecht und konstruiert. Ein Wunder, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe. Die Lesezeit kann man besser investieren.Meine Meinung: "Das Scherbenhaus" konnte mich nicht überzeugen. Die Charaktere sind eindimensional, unauthentisch und uninteressant. Die Bewohner des "Safe Haven" sollen wohl geheimnisvoll und mysteriös wirken. Das gelingt aber leider nicht und es kommt höchstens zu einiger Verwirrung beim Lesen.Spannung sucht man leider während eines Großteils der Handlung vergeblich. Der Plot ist langweilig und vorhersehbar. Er wirkt komplett konstruiert und das nicht mal gut, sondern sehr unglaubwürdig. Die Ereignisse plätschern nur so vor sich hin.Auch das Thema Stalking wird eher oberflächlich behandelt und die Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht, die ein Opfer empfindet, sind bei mir einfach nicht angekommen.Was macht einen guten Psychothriller -und so einer möchte dieses Buch ja offensichtlich sein- denn aus? Meiner Meinung nach sind das vielschichtige und komplexe Charaktere, eine dynamische Handlung mit vielen Verwicklungen, Irreführungen und Geheimnissen und eine düstrere Stimmung und rasante Ereignisse, die den Leser atemlos durch die Seiten fliegen lassen.Nichts davon hat dieses Buch auch nur ansatzweise geschafft und mein Lesevergnügen hielt sich einigermaßen in Grenze, wenn ich es mal nett formulieren soll.Fazit: Schwache Charaktere, langweilige Handlung und vorhersehbare Auflösung. Von der Lektüre von "Das Scherbenhaus" von Susanne Kliem würde ich eher abraten.

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  • Das Scherbenhaus

    Das Scherbenhaus
    NicoleP

    NicoleP

    02. July 2017 um 19:14

    Carla bekommt seit Monaten Fotos von menschlicher Haut und Messern geschickt. Hinzu kommt, dass sie von einem Unbekannten verfolgt wird. Als sie die Möglichkeit bekommt, zu ihrer Halbschwester Ellen nach Berlin zu fahren, nimmt sie diese wahr. Ellen lebt im „Safe Heaven“, ein von ihr entworfenes Haus, welches mit allen erdenklichen Raffinessen und Sicherheitseinstellungen ausgestattet ist. Doch kaum ist Carla in Berlin angekommen, hat Ellen einen tödlichen Unfall. Es geschehen weitere merkwürdige Dinge, und Carla vermutet, wer auch immer hinter all den Geschehnissen steckt, kann nicht von außen kommen – er ist im „Safe Heaven“.Susanne Kliems „Das Scherbenhaus“ hat mich anfangs enttäuscht. Alles erinnerte mehr an ein Drama. Der Stalker, Ellens Unfall und das Verhältnis der Hausbewohner untereinander. Kein „Psycho“, kein „Thrill“ – doch dann, plötzlich, war beides da. Als hätte die Autorin einen Schalter umgelegt.Nervosität und Spannung übernahmen die Gefühlswelt. Ein immer tieferes Eintauchen in die dunkle Täterseele und ihr Handeln. Wie Carla versucht der Leser hinter die wirkliche Wahrheit zu kommen. Geschickt baut die Autorin eine Brücke zwischen Carla und dem Leser.Ein guter Schreibstil führt den Leser durch die gesamte Geschichte. Die Figuren nehmen nur so viel Raum ein, wie es für das Verständnis und den Fortgang des Romans notwendig ist. Dadurch bleibt ein glatter roter Faden, ohne zu viele Abzweigungen von der eigentliche Geschichte, die ablenken könnten. Der Fokus liegt auf Clara und ihrer Suche nach der Wahrheit.Trotz der anfänglichen Probleme, welche ich mit „Das Scherbenhaus“ hatte, kann ich das Buch empfehlen. Mit Raffinesse und Feingefühl erzeugt die Autorin langsam eine Gänsehaut, die bis zum Ende bleibt.Ich danke dem Bloggerportal und dem carl’s books-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.Weitere Rezensionen unter www.nicole-plath.de

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  • Der neue Thriller von Susanne Kliem

    Das Scherbenhaus
    swanny

    swanny

    15. June 2017 um 11:10

    Nachdem ich von Susanne Kliem schon "Die Beschützerin" gelesen hatte, war ich sehr neugierig ob sie es mit "Das Scherbenhaus" erneut schafft, mich in ihren Bann zu ziehen. In dem Psychothriller, geht es um Carla, die seit einigen Monaten Drohbriefe erhält. Sie zieht sich immer mehr zurück und ohne ihre beste Freundin Jule wäre sie wohl gänzlich verloren. Als sich plötzlich ihre Halbschwester Ellen aus Berlin meldet, zu der sich seit längerem kaum Kontakt mehr hat, ist sie sehr verwundert, dass Ellen sie panisch bittet sie zu besuchen. Anfangs noch unsicher, packt Carla  aber schließlich ihre Sachen und tritt eine Auszeit in Berlin an. Als dann  allerdings Ellen verschwindet beginnt eine Geschichte, die meiner Meinung nach etwas abstrus ist.Carla findet sich in dem von Ellen konzipiertem Haus "Safe Haven" wieder und muss sich erstmal in dem hochmodernen Gebäude zurechtfinden und mit der sehr sonderbaren Hausgemeinschaft klarzukommen.  Als sie versucht aufzudecken, was Ellen einst herausgefunden hat, gerät sie in Schwierigkeiten und das Drama beginnt seinen Lauf!Die Story klang sehr spannend, mich hat sie allerdings enttäuscht. Ich fand die meisten Charaktere zu verquer. Auch das "Safe Haven" war mir persönlich zu abgespaced (wenn das die Zukunft ist - nein danke!).

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  • Tiefgründige Psychospannung: Das Scherbenhaus

    Das Scherbenhaus
    bookweb

    bookweb

    12. June 2017 um 18:19

    Klappentext: Jedes Haus birgt Geheimnisse. Doch in diesem lauert der Tod. Carla erhält seit Monaten anonyme Drohbriefe und wird von Angstattacken geplagt. Als sich die Chance ergibt, in ein hochmodernes Wohnhaus in Berlin zu ziehen, freut sie sich auf einen Neuanfang. In ihrem perfekt abgesicherten Smart Home und der engen Hausgemeinschaft fühlt sie sich beschützt. Doch dann gibt es immer mehr alarmierende Vorfälle, und Carla ahnt, dass der Feind gar nicht von außen kommt, er ist schon in ihr...Inhalt: Carla Brendel macht eine Schlimme Zeit durch. Sie wurde gestalkt und erhielt von ihrem Stalker Briefe und Emails mit Fotos von teilweise verletzter menschlicher Haut. Zu den terrorisierenden Briefen kommt noch hinzu dass ihre Schwester vor kurzem an Krebs verstorben ist. Seit diesen Vorfällen hat Carla panische Angst vor fremden Menschen. Ihre Halbschwester Ellen bittet Carla zu ihr nach Berlin zu kommen. Dieser Tapetenwechsel vom Land in die Großstadt scheint ihr auf den ersten Blick ganz gut zu tun. In Ellens Wohnanlage fühlt sich Carla durch die moderne Sicherheitstechnologie geschützt. Kurz nach Carlas Ankunft verschwindet Ellen jedoch spurlos und wird wenige Tage später tot aus der Spree geborgen. Carlas Suche nach dem waren Grund für den Tod ihrer Schwester beginnt.Meine Meinung: Schon die ersten Seiten haben mich an das Buch gefesselt! Äußerst Spannend und einfach nicht mehr aus der Hand zu legen bevor es zu Ende ist. Susanne Kliem versteht ihr Handwerk wirklich und erschafft eine tiefgründige Psychospannung. Im Safe Heaven scheint nichts wirklich. Fassade und Persönlichkeit einer Person sind oft nicht das selbe. Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft können geleugnet sein, genauso wie der unscheinbare, verschlossene Nachbar von nebenan der beste Freund sein kann. Freund entpuppt sich als Feind und der ehemalige Feind wird zu einer bedeutenden Person. Das Scherbenhaus thematisiert menschliche Abgründe in einer äußerst spannenden Form. Psychische Manipulation und die möglichen Gefahren eines Smart Home Systems werden präzise dargestellt und sehr bereichernd in den Spannungsbogen eingebaut. Dabei helfen auch die geheimnisvollen und präzise gewählten Charaktere. Einziger Wermutstropfen an diesem grandiosen Werk sind die teilweise großen Sprünge und die dadurch entstehenden Löcher in der Handlung. 4 von 5 Sternen

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  • Kein Thriller, aber fesselnd!

    Das Scherbenhaus
    NiliBine70

    NiliBine70

    26. May 2017 um 17:16

    Inhalt: Carla Brendel macht eine schwere Zeit durch. Ein Stalker hat sie lange mit perfiden Fotos von mit Messern verletzter Haut und kranken Zeilen tyrannisiert und so ganz kann sie nicht glauben, dass er auf einmal Ruhe gibt. Als ihre Halbschwester Ellen sie eindringlich bittet zu ihr nach Berlin zu kommen, ergreift Carla die Chance, um ein wenig aus ihrer angestammten Umgebung herauszukommen. Zumal Ellen ihr eine Zuflucht in der von ihr entworfenen luxuriösen Wohnanlage namens Safe Haven mitten in Berlin schmackhaft gemacht hat. Doch ist die Sicherheit in diesem Hafen nur von kurzer Dauer oder ist alles ein großes Schmierentheater und es steckt weitaus mehr hinter dem merkwürdigen Verhalten des ein oder anderen Hausbewohners, das muss Carla schnell herausfinden. Denn offenbar kann man in Safe Haven schnell die Sicherheit und sein Leben verlieren! Meine Meinung: Kein Thriller, aber fesselnd! Wenn man den Klappentext liest, möchte man am liebsten sofort loslesen! Zumindest als Thrillerfan! Und so ging es auch mir! Ich wurde tatsächlich getriggert, allein von dem Wort „Psychothriller“ auf Cover und dann diesen Fotos des Stalkers. Uuuh, da musste ja was ganz verrücktes hinter stecken... Deswegen habe ich mich auch mit Feuereifer in die Geschichte gestürzt und hab mich erst mal noch mehr gefreut, weil es absolut keine Schonzeit gibt, kein seichtes Vorgeplänkel. Man wird gleich mit diesen Bildern konfrontiert, mit den Ängsten von Carla. Und dann? Nun, für mich persönlich blieb das Spannungslevel dann gleichbleibend. Seichter als zu Beginn. Die Vorkommnisse in Safe Haven, die Todesfälle, da fehlte mir tatsächlich das thrillige etwas. Trotz diesem Manko für mich muss ich sagen, dass die Seiten nur so dahinflogen, nachdem ich mich einmal damit abgefunden hatte, dass es eben für mich kein Thriller ist, sondern ein echt gut und fesselnd geschriebener Krimi. Gut geschrieben in dem Sinne, dass man das Buch wirklich nicht aus den Händen legen mag. Die Sprache ist sehr gut lesbar, mitreißend, bildhaft. Das Safe Haven z.B. hat man wirklich gut vor Augen, dieses hochmoderne, für mich sehr steril wirkende Herzstück der Geschichte. Leider galt das nicht für die ein oder andere Figur, die ich doch etwas näher hätte kennen lernen wollen, aber da fehlte der Tiefgang. Andere, z.B. Carla selbst, sind gut ausgearbeitet. Auch wenn ich hier den Thriller vermisst habe, so hab ich das Buch doch tatsächlich in 3 Tagen ausgelesen :) Trotzdem ich arbeiten war! Gabs schon lange nicht mehr! Und deswegen ist „Das Scherbenhaus“ für mich auch alles in allem ein gutes Buch zum Wegschmökern. Grad jetzt vielleicht für den Sommer im Urlaub, wo man sowas gern mit hat! Fazit: Zwar für mich kein Thriller, aber trotzdem eine Geschichte, die einen mitreißt und die man nicht aus der Hand legen mag! Bewertung: 4 von 5 Nilpferden Danke an carl´s books für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! © Sabine Kettschau/Niliversum

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  • interessante Grundidee

    Das Scherbenhaus
    juliapeters

    juliapeters

    24. May 2017 um 12:00

    Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt …Ich habe wirklich lange keinen Thriller mehr gelesen, und war dementsprechend gespannt.Carla wird von einem Stalker belästigt, und als ihre Schwester sie bittet nach Berlin zu kommen, sagt sie spontan zu in der Hoffnung so ihrem Verfolger zu entkommen. Doch Flucht ist keine Lösung, und das muss Carla auf die harte Tour lernen.Ihre Schwester besitzt ein sehr modernes Haus mit mehreren vermieteten Wohnungen, das mit topakutellen Sicherheitsstandards ausgestattet ist.Der Scheibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, da man ihn flüssig und leicht lesen kann. Die Charaktere sind gut durchdacht und keinesfalls makellos, was sie authentisch macht.Auch die Thematik mit dem Stalker und wie sicher ist unsere Technik wirklich finde ich sehr interessant, so dass ich sehr hohe Erwartungen an das Buch gestellt habe. Diese wurden leider trotz all der bereits erwähnten Positiven Punkte enttäuscht. Das Buch nimmt sehr langsam fahrt auf, und wurde erst zum Ende hin wirklich spannend.Obwohl die Thematik viel Potential bereit hält, hat sich die Geschichte eher wie ein Roman lesen lassen, als wie ein Thriller.Das Ende konnte wieder ein bisschen was gut machen, dennoch konnte mich das Buch leider nicht zu hundert Prozent überzeugen.Sehr interessante Thematik, leider mit wenig Spannung. 3 Sterne

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  • Spannend und verwirrend

    Das Scherbenhaus
    MissRichardParker

    MissRichardParker

    19. May 2017 um 16:38

    Carla Brendel lebt in Angst. Sie wird von einem irren Stalker verfolgt und Carla fühlt sich massiv bedroht. Als Ihre Halbschwester Sie nach Berlin einlädt fährt Carla nur all zu gerne in die luxuriöse Wohnanlage "Safe Haven" wo Ihre Schwester Ellen wohnt. Doch kaum ist Carla in Berlin angekommen stirbt Ellen auf unerklärliche Weise. Kurz vor Ihrem Tod wollte Ellen Carla ein Geheimnis anvertrauen. Je mehr Fragen Carla im "Safe Haven" stellt, desto mehr fühlt sie die Bedrohung aufflammen vor der sie geflüchtet ist...Mir hat die Geschichte eigentlich gut gefallen. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, ich konnte mir die Schauplätze sehr gut vorstellen und fand die Personen und Umgebungen toll beschrieben. Die Spannung war auch stets da, hat mich aber jetzt nicht völlig vom Hocker gerissen.  Ich hatte sehr früh einen Verdacht und lag damit nicht falsch. Aber alles drum herum blieb lange eine Überraschung. Zum Teil fand ich die Geschichte aber etwas zu flach. Es wirkte fast etwas eilig geschrieben.Dennoch hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Es wird sicher nicht mein letztes Buch dieser Autorin sein.

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  • Nicht meins...

    Das Scherbenhaus
    PhantastischeBuchwesen

    PhantastischeBuchwesen

    17. May 2017 um 10:35

    Wisst ihr, was ich an Psychothrillern so mag? Die Spannung. Dass ich bis zum Ende nicht weiß, wer es war. Wer war der verrückte Stalker? Wer war der Mörder? Von daher gibt es für mich nichts schlimmeres, als den Moment, wenn ich weiß, wer es war. Und das, ohne noch mal Zweifel zu hegen.Es war einfach zu offensichtlich wer es in diesem Buch war. Und das hat mir sowas von den Spaß genommen. Ich konnte mich einfach nicht mehr dazu hinreißen lassen, das Buch in irgendeiner Weise spannend zu finden.Die Geschichte war für mich alles in allem ziemlich lau.Ich wurde mit der Protagonistin nicht warm, ich fand sie ziemlich unsympathisch. Und es war oft so, dass es viele Hinweise für eine Sache gab und sie sie einfach ignoriert hat. Das hat mich ziemlich genervt.Das ganze Setting war für mich etwas flach, denn man hat ja wohl von Anfang an gemerkt, dass in dieser Nachbarschaft irgendetwas nicht stimmen konnte. Und wie schon gesagt, hat mir das ziemlich die Stimmung versaut.Anhand es Klappentextes habe ich einen super spannenden Thriller mit einem Stalker erwartet, der nur darauf warten es Carla so richtig gruselig zu machen, in dem er auf das Smart Home in ihrem Safe Haven Zugriff nimmt und sie so langsam seelisch kaputt macht. Muhahaha.Also so denke ich, sollten Psychothriller sein. Das Ganze war für mich leider nur ein Krimi. Nichts mit gebrochenen Seelen a lá Fitzek.Das Cover finde ich persönlich von den Farben ganz schön.Der Schreibstil von Susanne Kliem war auch recht angenehm. Ich habe das Buch ja trotzdem in zwei Tagen durchgelesen.Ich persönlich würde das Buch nicht nochmal lesen. Und Leuten, die auf spannende Thriller stehen, würde ich das Ganze nicht empfehlen. Aber für Leute, die einen Krimi suchen, mit einer eigentlich guten Grundidee, denen kann ich das Buch empfehlen. Denn die Grundidee war wirklich gut. Und es war auch alles irgendwie gut durchdacht. Und eigentlich war die Aufdeckung der ganzen Sache auch wirklich, wirklich gut gemacht. Aber dadurch, dass ich von Anfang an wusste, wer es war, war das alles für mich nicht mehr ganz so gut..Nichts desto trotz, möchte ich einem anderen Buch von Susanne Kliem noch eine Chance geben. Denn wie gesagt, die Grundidee war super! Nur die Umsetzung nicht ganz so meins.

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  • Guter Psychothriller!

    Das Scherbenhaus
    Angie*

    Angie*

    17. May 2017 um 10:33

    INHALT/KLAPPENTEXT: Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt,,, Meine Meinung: Ich bin ziemlich schnell in diese spannende Geschichte hineingekommen. Der Schreibstil war sehr ansprechend, klar, flüssig und einprägsam. Die Autorin hat sofort in den ersten Seiten den Spannungsbogen sehr hoch angesetzt mit der unheimlichen Verfolgung Carlas durch einen Stalker über Facebook. Das hat mich beeindruckt, da es ja tatsächlich in unserem Leben real passieren kann. Auch die Verkettung von Technik und Datenapps in der Berliner Wohnanlage haben mir leichte Bauchschmerzen verursacht. Ein Haus, welches mit neuester Technik perfekt ausgestattet ist, löst bei mir sofort Unbehagen aus.  Mir erschien die Geschichte allerdings recht offensichtlich erzählt und mein schnell aufkommender Verdacht , wer hinter all diesen merkwürdigen Geschehnissen steckt, bestätigte sich tatsächlich am Ende des Romans. Obwohl ich keine echte Kennerin des Genre eines Psychothriller bin, war mir eigentlich von Anfang klar, wer diese Fäden zieht um Carla zu beeinflussen und zu verunsichern. Beeinflussung und eine immer mögliche gegenseitige Manipulation von Menschen haben diesem Roman sehr viel Raum und Entfaltungsmöglichkeiten gegeben. Richtig warm geworden bin ich mit den meisten Charakteren dieser Geschichte leider nicht wirklich. Carla zittert zum Beispiel  vor Angst , wenn der Briefträger kommt und imaginäre Briefe abliefert, ist aber gefasst und behält einen kühlen Kopf, wenn die Schwester vor ihren Augen bei einem gemeinsamen Abendessen in einem Lokal verschwindet und anschliessend tot aufgefunden wird. Dieses Verhalten erscheint mir einfach ein wenig unglaubwürdig. Auch die zarte Liebesgeschichte zwischen Carla und einem Hausbewohner empfand ich recht farblos, langweilig und ohne Esprit erzählt.  Für mich war dieser Roman ein sehr gutes Unterhaltungsbuch, welches einige nette Stunden beschert, aber keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.  

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  • Nicht gänzlich überzeugt

    Das Scherbenhaus
    SillyT

    SillyT

    14. May 2017 um 13:31

    Carla Brendel lebt in einem gemütlichen Haus in dem kleinen Ort Stade. Eigentlich liebt sie das Leben hier, aber seit einiger Zeit erhält sie Briefe von einem Stalker und diese Briefe beinhalten Motive, die einem kalte Schauer über den Rücken laufen lassen. Als ihre Halbschwester Ellen, die als erfolgreiche Architektin in Berlin lebt, sie mit einer dringlichen Bitte zu sich ruft, packt Carla schnell ihre Sachen. Doch kaum treffen sich die beiden Schwestern, verschwindet Ellen auch schon spurlos. Carla wartet in Ellens Wohnung, die in der hochmodernen Wohnanlage Safe Haven liegt, auf Nachrichten. Doch die Nachricht, die sie erhält, ist schrecklich, denn Ellen wurde gefunden, tot. Carla beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen und lernt die Nachbarn in Safe Haven kennen, doch diese scheinen alle etwas zu verbergen zu haben.Meine Meinung: Gleich mit dem Beginn des Psychothrillers gelang es Susanne Kliem mich mit ihrer doch schon sehr wirkungsvollen Atmosphäre einzufangen. Leider hielt diese nicht ganz so lange an, wie ich es mir gewünscht hätte und die Spannung flachte wieder etwas ab. So ging es dann auch immer weiter, die Spannung baute sich zwar immer wieder auf, doch Adrenalin und langatmig wirkende Passagen wechselten sich immer wieder ab, dabei kann die Autorin durchaus für das gewisse Gänsehautfeeling sorgen, wenn sie geschickt die Atmosphäre aufbaut. Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, denn das Buch lässt sich schnell und flüssig lesen, dank der sehr klaren und verständlichen Wortwahl. Doch was mir hier einfach gefehlt hat, waren unvorhersehbare Wendungen oder Überraschungen, denn wer hier der Täter ist, war mir einfach viel zu schnell klar. Zwar gelingt es der Autorin immer mal wieder, den Verdacht in eine andere Richtung zu lenken und ich habe auch ab und an mal kleinere Zweifel an "meinem" Täter gehabt und doch lag ich dann letzten Endes richtig. Interessant fand ich hier die Grundlage der Geschichte, die sehr gekonnt darstellt, wie schnell sich Menschen doch manipulieren lassen, leider ist dies einfach nicht bis ins kleinste Detail ausgefeilt und mir fehlte da einfach das Tempo.Die Geschichte wird durch einen personellen Erzähler wiedergegeben, der den Leser bei den Handlungen der Charaktere zuschauen lässt. Ich konnte mir das Setting an für sich sehr gut vorstellen und auch der Aufbau des ultramodernen Hauses war sehr lebendig dargestellt, so dass ich zwar den Luxus des Hauses, aber auch die Kälte, die es gleichzeitig ausstrahlte, spüren konnte.Die Charaktere waren recht authentisch, auch wenn ich eine ganze Weile benötigte, um mit Carla ein wenig warm zu werden. Sie ist schon eine Person, die es ruhig und beschaulich mag und mit ihrem Leben eigentlich zufrieden wäre, wäre da nicht der Stalker. Doch nachdem sie dann in Berlin lebt, beginnt sie sich auch deutlich weiter zu entwickeln und sie geht immer wieder aus sich heraus. Ab da mochte ich sie auch wesentlich lieber, denn sie wird hier durchaus zu einer Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Neben Carla gibt es noch weitere Personen, die hier mehr oder weniger intensive Rollen übernehmen. Gelungen fand ich die doch zum großen Teil sehr suspekt wirkenden Hausbewohner des Safe Havens, bei denen ich mir bei keinem sicher war, dass ich ihn oder sie mochte.Mein Fazit:Ein Thriller, bei dem ich lange Zeit zwischen Spannung und Langeweile hin und her wechselte, was ich eigentlich sehr schade finde, denn die Autorin kann durchaus intensive Atmosphäre aufbauen. Der Thriller zeigt gelungen auf, wie Menschen sich manipulieren lassen, allerdings hätte ich mir davon mehr noch in Richtung der Protagonistin gewünscht, die auf mich meist einen eher nüchternen Eindruck machte. Ich mag es bei Psychothrillern, wenn man mit den Protagonisten mitfühlen kann und das konnte ich hier leider nur bedingt. Teilweise war es ein wenig zu vorhersehbar, zumindest für jemanden, der sehr viele Bücher in diesem Bereich liest. So blieb es ein Buch, für zwischendurch, dass eine solide Unterhaltung bot.

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  • Das Scherbenhaus - S. Kliem

    Das Scherbenhaus
    Ripper_books

    Ripper_books

    08. May 2017 um 22:44

    Inhalt: Carla lebt im idyllischen Stade, hat einen traumhaften Job, unwahrscheinlich tolle Freunde und kann sich eigentlich nicht beklagen. Wenn da nicht ihr Stalker wäre. Unheimliche Briefe und Fotos schränken Carla komplett in ihrem Leben ein. Da kommt der Hilferuf ihrer Halbschwester aus Berlin gerade richtig. Vielleicht kann sie in der Anonymität der Großstadt untertauchen, an etwas anderes denken. Doch warum braucht ihre Halbschwester Hilfe? Carla reist nach Berlin und kommt vom Regen in die TraufeMeinung: An sich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die komplette Spannung wird durch Atmosphäre und Psychonervenkitzel aufgebaut. Ein echter Psychothriller eben. Auch kann man sich sehr gut in die bedrohliche Situation der Protagonistin hineinversetzen, ebenso entspannt fallen lassen als die vermeintliche Gefahr gebannt war. Die weiteren Figuren die eine wichtige Rolle spielen sind auch sehr gut in diesen Psychothriller eingebaut. Sie sind variabel, undurchschaubar und teilweise schwer einzuschätzen.Leider hat dieser Thriller jedoch eine Schwäche und für mich, die größte die es gibt. Ich wusste von Anfang an wer hier ein falsches Spiel spielt. Normalerweise habe ich eine Ahnung wer der "Täter" ist, werde dann aber zum Schluss hin eines besseren belehrt. Hier hat sich meine Vermutung jedoch einfach nur bestätigt, es gab keinen richtigen "AHA-Moment" für mich. Jedoch finde ich die Aufklärung, den Grund warum der "Täter" so handelt, wiederum gelungen weshalb sich das Weiterlesen gelohnt hat.Für mich ein gut gemachter Psychothriller mit sehr guten "Psycho-Ansätzen" aber einfach noch ausbaufähig.

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  • Wer im Glashaus wohnt...

    Das Scherbenhaus
    Biotante

    Biotante

    08. May 2017 um 22:00

    Eine Reise in den Süden und der neue Thriller von Susanne Kliem, das ist eine Kombination, die für mich fast schon Tradition hat. Trotz der angenehmen klimatischen Bedingungen meines Reiseziels, ließ mich der Lesestoff ziemlich schnell frösteln. Das lag nicht nur am winterlich und kalt-grau gezeichneten Berlin, in das sich die Hauptfigur dank einer willkommenen Gelegenheit flüchtet, sondern vor allem am packenden Thema Stalking. Susanne Kliems Stalking-Opfer ist eine junge Frau, frei von Glamour, dafür äußerst sympathisch und mit beiden Beinen fest im Leben stehend. Das genügt schon, um auf der psychologischen Ebene ein Gefühl von Beklommenheit entstehen zu lassen, das einen bis zum Ende nicht mehr verlässt. Denn: Gestalkt zu werden, das kann jedem passieren, jederzeit und überall. Bei der Entlarvung des Stalkers spielt  die Autorin mit starken Kontrasten: Altes Bauernhaus im Alten Land versus High-End-Architektur in  der hippen „Mitte“ von Berlin. Es ist faszinierend, als Leserin in diese unterschiedlichen Welten mitgenommen zu werden, zwischen ihnen zu pendeln und ihre jeweiligen Charaktere zu entschlüsseln. Beeindruckend ist übrigens auch die präzise Rechercheleistung der Autorin. „Das Scherbenhaus“ hat mich berührt, gefesselt und bestens unterhalten. Höchstpunktzahl!

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