Die Kalte Zeit

von Susanne Kliem 
4,0 Sterne bei17 Bewertungen
Die Kalte Zeit
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clary999s avatar

Spannend und rätselhaft!

Ein knisternder Weihnachtskrimi völlig ohne Engelshaar und Bratapfel, sondern mit Brandgeruch

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Inhaltsangabe zu "Die Kalte Zeit"

Weihnachten steht vor der Tür. Konrad Verhoeven, Christbaumproduzent in Neuss-Büttgen, will die ersten Tannen für den Verkauf schlagen. Doch über Nacht wurden bei tausenden Bäumen die Spitzen abgeschnitten die Ernte ist wertlos. Konrads Tochter Gesa ist verzweifelt, nicht nur über den drohenden Konkurs, sondern auch über das unerwartete Wiedersehen mit ihrer Jugendliebe, dem Polizisten Lars Schäffer. Gesa hat eine unkonventionelle Idee, um den Betrieb zu retten. Sie ahnt nicht, dass sie damit mächtige Feinde auf den Plan ruft. Bald darauf steht eine Tannenkultur in Flammen, und in ihrer Mitte verbrennt ein Mensch. Die Düsseldorfer Mordkommission nimmt Ermittlungen auf, doch interne Querelen erschweren die Arbeit der Kommissare. Wiebke Blessing wird ihren männlichen Kollegen als Chefin vor die Nase gesetzt. Nur Tom Zagrosek freut sich, denn sein alter Partner Werner Kleinschmidt kehrt ins Team zurück. Aber er kämpft mit den Folgen seiner Prostata-Operation, und die Zusammenarbeit wird auf eine harte Probe gestellt ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783936783407
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Geklebt
Umfang:272 Seiten
Verlag:Leda-Verlag
Erscheinungsdatum:01.10.2010

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein knisternder Weihnachtskrimi völlig ohne Engelshaar und Bratapfel, sondern mit Brandgeruch
    Wer stillhält, macht trotzdem Fehler

    Ein knisternder
    Weihnachtskrimi völlig ohne Engelshaar und Bratapfel, sondern mit Brandgeruch

    Inhalt:

    Kurz vor Weihnachten zerstören Unbekannte eine riesige Pflanzung Premium-Weihnachtsbäume. Der zuständige Ermittler – er ist beim geschädigten Konrad Verhoeven nicht wohlgelitten – findet keinen Täter. Wenig später geht eine Pflanzung Nordmanntannen in Flammen auf. Konrad Verhoeven kommt bei dem Feuer um, und es war kein Unfall. Was verbirgt sich hinter dem Besuch des Bürgermeisters bei Verhoeven, kurz bevor dieser starb? Warum hat Verhoevens Tochter Gesa nie eine eigene Entscheidung getroffen? Steht ihr Ehemann Wolf hinter ihr – oder sie seinen Plänen im Wege? Und warum wird die Familie heimlich beobachtet?

    Susanne Kliem zeichnet messerscharf einen Familien- und Nachbarschaftskonflikt, der bis nach Georgien reicht. Sie hat ein außergewöhnliches Thema gewählt – die Produktion von Weihnachtsbäumen. So lernt der Leser als Zugabe zur Krimispannung Wissenswertes!

    Das hat mir sehr gut gefallen:

    Die Charaktere haben Ecken, Kanten, Ängste und Ziele. Sie sind getrieben oder lassen sich treiben.

    Eine außergewöhnliche Handlung bietet mir (nun das zweite Mal binnen kürzester Zeit!) Abwechslung vom Mainstream. Insbesondere schätze ich, dass das Blut nicht sinnlos die Wände nach oben fließt. Wobei der Leser durchaus Gänsehaut bekommt: Die Wahrnehmung einer Brandleiche mit allen Sinnen ist nichts für Zarte.

    Außerdem scheut Susanne Kliem sich nicht, ein Tabu-Thema anzusprechen. Sie tut dies knallhart und direkt, sodass es richtig sitzt.

    Einzig Zagrosek hat mir zu wenig Ecken. Dass er ein guter Ermittler ist und dabei auch seine menschliche Seite zeigt – das ist klasse. Mir fehlen aber seine Kanten im privaten Leben. Er ist zu lieb, um wahr zu sein.

    Deswegen 4,5 Sterne, die 5 ergeben.

    Kommentare: 2
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    Wildponys avatar
    Wildponyvor 5 Jahren
    Spannender Krimi um Tannenbaumzucht und Geheimnisse

    Die kalte Zeit - Susanne Kliem

    Kurzbeschreibung Amazon:


    Weihnachten steht vor der Tür. Konrad Verhoeven, Christbaumproduzent in Neuss-Büttgen, will die ersten Tannen für den Verkauf schlagen. Doch über Nacht wurden bei tausenden Bäumen die Spitzen abgeschnitten die Ernte ist wertlos. Konrads Tochter Gesa ist verzweifelt, nicht nur über den drohenden Konkurs, sondern auch über das unerwartete Wiedersehen mit ihrer Jugendliebe, dem Polizisten Lars Schäffer. Gesa hat eine unkonventionelle Idee, um den Betrieb zu retten. Sie ahnt nicht, dass sie damit mächtige Feinde auf den Plan ruft. Bald darauf steht eine Tannenkultur in Flammen, und in ihrer Mitte verbrennt ein Mensch. Die Düsseldorfer Mordkommission nimmt Ermittlungen auf, doch interne Querelen erschweren die Arbeit der Kommissare. Wiebke Blessing wird ihren männlichen Kollegen als Chefin vor die Nase gesetzt. Nur Tom Zagrosek freut sich, denn sein alter Partner Werner Kleinschmidt kehrt ins Team zurück. Aber er kämpft mit den Folgen seiner Prostata-Operation, und die Zusammenarbeit wird auf eine harte Probe gestellt ...
     
    Mein Leseeindruck:
     
    Ein wirklich spannender und sehr gut geschriebener Reginonal-Krimi der schon auf den ersten Seiten den Leser einfängt und nachdenklich stimmt.
    Menschliche Gefühle und alte Fehler prägen die Leben der Hauptprotagonisten und man geht als Leser instinktiv mit auf Tätersuche als Konrad Verhoeven in seinem Tannenwald erst niedergeschlagen wird und dann im Brand umkommt.
    Ist der Täter der Nachbar, mit dem er schon seit langen Jahren im Streit als Konkurrent lag? Oder kommt der Mörder aus seiner eigenen Familie?
    Oder holten in die Schatten der Vergangenheit ein?
    Kommissar Zagrosek und seine Kollegen haben alle Hände voll zu tun, da auch die Baumkultur mit weiteren Anschlägen vernichtet und die Familie in den Ruin getrieben wird. Dabei ist auch der Polizist Lars, der mit der Tochter der Toten früher eine Beziehung hatte und dessen Liebe neu auffacht.
     
    Fazit:
     
    Super spannend - sehr autentische Protagonisten - unterhaltsame Lesestunden!
    Kann ich jeden Krimi-Freund nur empfehlen.
    Das Ende war mir ein wenig zu perfekt. Aber das sieht wohl jeder Leser anders. Absolut empfehlenswert.

     

    Kommentare: 1
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    Glanzleistungs avatar
    Glanzleistungvor 5 Jahren
    Rezension zu DIE KALTE ZEIT von Susanne Kliem

    Ein solider Krimi vom Niederrhein

     

    Konrad Verhoeven lebt mit seiner Frau Anna und seiner Tochter Gesa und deren Familie auf einem Bauernhof. Ihren Lebensunterhalt verdient die Familie durch die Aufzucht und den Verkauf von Nordmanntannen. Als der Vater eines Nachts bei einem Brand in einer Tannenplantage ums Leben kommt wird von der örtlichen Polizei in alle Richtungen ermittelt. Der Leser erfährt viel Wissenswertes über Tannenbäume, die Sorgen und Wünsche der Menschen und Zwistigkeiten innerhalb der Familie.

     

    Ich bin ein bisschen zweigeteilt was meinen Gesamteindruck betrifft. Zum einen hatte ich am Schreibstil und an der Technik überhaupt nichts auszusetzen. Das Ende und auch die Motive sind stimmig aber auch ein bisschen langweilig. Aus einigen Sachverhalten hätte man mehr herausholen können. Trotzdem nette Charaktere von nebenan, Träume, Sehnsüchte und die Probleme und Sorgen eines kleinen Privatunternehmens.

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    Gela_HKs avatar
    Gela_HKvor 5 Jahren
    Oh du schöne Weihnachtszeit - Mord zwischen Tannen

    Mitten im Weihnachtsgeschäft werden dem Christbaumproduzenten Konrad Verhoeven die Weihnachtsbäume unbrauchbar gemacht, bei tausenden Bäumen wurden die Spitzen abgeschnitten. Dem Betrieb droht der Konkurs. Fortschrittliche Ideen seiner Tochter Gesa, läßt das eigensinnige Familienoberhaupt nicht zu und auch die Neustrukturierungsgedanken seines Schwiegersohns verwirft Konrad. Kurz darauf stehen die Tannen in Flammen und die Mordkommission nimmt ihre Ermittlungen auf ...

    Der Schreibstil der Autorin Susanne Kliem ist sehr leicht und gut zu lesen. Die Entstehungsgeschichte der Christbäume, die ihren Ursprung 30 Jahre zuvor in Georgien hatten und die gegenwärtigen Geschehnisse werden sehr gut miteinander verbunden. Sehr detailliert recherchiert wurden von der Autorin auch die Aufgaben in einer Weihnachtsbaumkultur. Viele fachspezifischen Einzelheiten werden im Roman verarbeitet.
    Leider fehlt mir diese Genauigkeit bei der Beschreibung der einzelnen Protagonisten. Ein wirkliches Bild der Personen konnte ich mir deshalb nicht machen. Beschriebene Szenen werden nicht zu Ende geführt und gehen ruckartig in neue Geschehnisse über.

    Dabei ist die Story an sich sehr interessant und auch das Ende sehr schlüssig.

    Kommentare: 1
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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender Krimi, der in der Vorweihnachtszeit spielt und sich durch eine abwechslungsreiche, geschickt konstruierte Handlung auszeichnet.
    Wer fackelte warum die Tannen ab?

    In der Nacht des vierten Dezember geht Konrad in seinen Tannenwald, um von den Bäumen Abschied zu nehmen. Einst hatte er Samen aus Borshomi in Georgien geholt. Nun sind seine Nordmanntannen fast 25 m hoch. In wenigen Tagen sollen sie gefällt werden. Dazu wird es nicht mehr kommen. Konrad sieht, wie ein Pole Feuer legt und verschwindet. Dann erhält Konrad einen Schlag auf den Kopf.  

    Der Krimi beginnt spannend. Die Personen werden gut charakterisiert. Konrad war Herr in seinem Haus. Er bestimmte, wo es lang ging. Gesa, die Tochter, hat sich ihm untergeordnet. Sie hat es nie gelernt, eigene Entscheidungen zu fällen. Auch ihrem Mann Wolf widersetzt sie sich nicht.

    Begeistert hat mich schon auf den ersten Seiten, welch komplexes Beziehungsgeflecht die Autorin zwischen den handelnden Personen konstruiert hat. Neben der Familie gehört dazu Graupner, ein Nachbar, und sein Sohn Rocco. Jeder hat eigene Pläne für die Zukunft, und jeder hat ein Motiv. Hass und Rache, Unterordnung und subtile Formen des Widerstandes prägen das Familienleben. Hinzu kommt, dass Konrads letzte Reise nach Georgien zur Feindschaft mit dem Nachbarn geführt hat. Die Vergangenheit scheint Konrad eingeholt zu haben.

    Schon wenigen Wochen vorher gab es einen Anschlag auf  die Tannen. Damals wurden von den Bäumen, die als Weihnachtsbäume verkauft werden sollten, die Spitzen abgeschnitten. Der ermittelnde Kommissar war Lars, der Jugendfreund von Gesa. Damit greift eine weitere Person in das Spiel des Lebens ein.

    Die Ermittlung zum Mord liegt in den Händen von Kriminalkommissar Zagrosik und Wiebke Blessing. Auch auf dem Kommissariat geht nicht alles glatt. Mehrere hoffen auf die ausgeschriebene Stelle des Dienststellenleiters.

    Der Roman lädt geradezu zum Mitdenken und Miträtseln ein. Immer wieder gelingt es der Autorin, mich in die Irre zu führen. Neue Personen und Motive gelangen ins Blickfeld.

    Sehr gut gefallen hat mir, dass die Autorin vielfältige Informationen über das Thema Nordmanntanne in den Roman untergebracht hat. Dabei geht es nicht nur um die Gewinnung des Samens und den Handel damit. Auch die Verhältnisse im heutigen Georgien werden beleuchtet. Das alles wird so gekonnt in der Handlung verpackt, dass es keinesfalls den Lesefluss stört, sondern von mir als Leser nicht nur als nützliche, sondern auch notwendige Ergänzung empfunden wurde.

    Das Buch ließ sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen.

    Eine kurze Information zu Wahrheit und Phantasie im Roman findet sich am Ende der Geschichte.

    Das Cover der dunklen Tannen passt zum Inhalt des Buches.

    Der Kriminalroman hat mir sehr gut gefallen. Das lag an dem sympathischen Ermittlern, die ihre Ecken und Kanten hatten, an der abwechslungsreichen Handlung, den hohen Spannungsbogen und der konsequenten und logischen Abfolge der Handlung. Außerdem mag ich es, wenn mich ein Buch nicht nur gut unterhält, sondern mir neues Wissen vermittelt.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Unterhaltsamer Krimi zum Thema Weihnachtsbaumzucht, Konkurrenzkampf und Familientragödie

    Konrad Verhoeven, schlaflos wegen Schmerzen und Zukunftsängsten, schleicht nachts auf seine Weihnachtsbaum-Plantage und wird Augenzeuge, wie seine wertvollen 30 Jahre alten Nordmanntannen, die er aus Samen von einer Reise nach Georgien selbst großgezogen hat, in Flammen aufgehen. Am nächsten Tag wird seine Leiche gefunden. Er wurde ermordet. 

    Die Mordkommission beginnt zu Ermitteln und bald tummeln sich die Verdächtigen. Es scheint nämlich kein Unfall gewesen zu sein, dass die Bäume verbrannt sind, da wenige Tage vorher bereits von erntereifen Weihnachtsbäumen die Spitzen gekappt und somit wertlos gemacht wurden: Sabotage also. Doch wer sollte deswegen gleich einen Mord begehen?

    Gut geschriebene und unterhaltsame Geschichte. Bis zum Ende kann man gut miträtseln, wie die Zusammenhänge sind und wer der Mörder ist. Die Figuren sind sehr festgefahren in ihrem Denken und Handeln, das macht sie manchmal etwas unsympatisch, tut dem Lesespaß aber keinen Abbruch. 

    Auch die Infos über die Welt und Mafia der Weihnachtsbaumzucht finde ich gut verpackt und kritisch hinterfragt, was ich besonders an einem Krimi schätze, dass er neben der Krimihandlung auch noch tiefgründiger ist. Das ist also hier sehr gut gelungen, daher kann ich den Krimi sehr empfehlen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Krimi der auch die Geschichten der Ermittler nicht außen vor lässt, schnell zu lesen, gutes Ende
    Krimi für Zwischendurch

    Niederreihn, ein Tannenbaumproduzent ist tot, gestorben zwischen seinen Tannen, die jemand angezündet hat, nur war das Feuer nicht die Todesursache. Der Familienbetrieb wirkt nach Außen harmonisch doch schaut man mal etwas genauer, sieht es da ganz anders aus. Der Tote Besitzer war herrisch und wollte sein Zepter nicht aus der Hand geben, Schwiegersohn und Tochter hatten mit dem Betrieb ganz andere Pläne, um ihn wieder in die schwarzen Zahlen zu bekommen aber leider haben beide nicht die gleichen Ideen.  Grund für einen Mord? Und was will der Verflossene der Tochter auf dem Hof? 

    Langsam aber sicher laufen die Fäden ineinander und man erfährt auch eine ganze Menge über die Komissare und ihre persönlichen Probleme. Dies bremst, gerade zum Beginn, die Ermittlung im Auge des Lesers etwas aus, was aber im letzten Drittel wieder ausgeglichen wird mit einem wirklich gelungenen Finale in dem es noch einmal richtig spannend wird und man wirklich alle Fäden und Verbindungen verstehen kann. Ein gelungener Krimi für zwischendurch, rasch gelesen und stimmig, kann ich nur empfehlen. 

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    tweedledees avatar
    tweedledeevor 5 Jahren
    Geheimnisse aus der Vergangenheit


    Konrad Verhoeven stirbt bei einem Brand in seiner Weihnachtsbaumanpflanzung. Was hatte er mitten in der Nacht dort zu suchen? Bei der Obduktion stellt sich heraus dass er niedergeschlagen wurde und qualvoll im Rauch erstickt ist. Hat der Mord etwas mit dem Vorfall wenige Wochen zuvor zu tun, bei dem Unbekannte die Spitzen seiner wertvollsten Weihnachtsbäume in einer Nacht und Nebel Aktion kappten? Er und sein Nachbar sind erbitterte Konkurrenten und Feinde, hat er etwas damit zu tun? Oder ist der Täter im Bereich der Familie zu suchen? Tochter Gesa und Schwiegersohn Wolf haben jeweils eigene unterschiedliche Pläne für die Zukunft des Hofes. Kommissar Zagrosek und sein Team ermitteln.
     
    Die Autorin Susanne Kliem hat mit "Die kalte Zeit" einen atmosphärisch dicht gewebten Krimi geschrieben, der mit einer ungewöhnlichen Story aufwartet. Man blickt hinter die gutbürgerliche "Fassade" einer Familie und sieht Abgründe, die sich auftun. Im Mittelpunkt stehen die Ereignisse um die Familie Verhoeven,  die Tochter Gesa ist die Hauptprotagonistin. Die Ehe zwischen Gesa und Wolf ist abgekühlt, Wolf trinkt heimlich und träumt von Beziehungen zu anderen Frauen, Gesa trauert ihrem Jugendfreund nach, den sie damals wegen ihres Vaters aufgegeben hat und der jetzt plötzlich als Polizist wieder vor ihr steht. Ihre Gefühle geraden ins wanken. Die Beziehung zum Vater ist kühl und distanziert, genauso wie zur Mutter. Streit ist in der Familie an der Tagesordnung. Der nächtliche Anschlag auf die Tannenspitzen bringt den Hof nahe an den finanziellen Ruin, da die Versicherung bei Vandalismus nicht zahlt. Das Weihnachtsgeschäft ist geplatzt, die Suche nach den Tätern bleibt erfolglos.


    Als Leser erfährt man die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven, was das Lesen abwechslungsreich macht und ganz nebenbei lernt man noch etwas über den Weihnachtsbaumanbau. Letztlich ergeben sich immer wieder neue Wendungen, Geheimnisse werden gelüftet und das Ende ist stimmig, alle offenen Fragen werden geklärt.

    Die Ermittler wie auch die anderen Protagonisten sind schön beschrieben, es sind Menschen denen man im täglichen Leben begegnen könnte. Menschen mit Ecken und Kanten und ihren ganz eigenen Problemen. Manche sympathisch, andere absolut unsympathisch. Auch das Privatleben der Ermittler wird gestreift, aber nicht zu intensiv, für meinen Geschmack gerade richtig. Die Polizeiarbeit geht nicht so sehr ins Details, beschränkt sich auf Zeugenaussagen und Obduktionsergebnisse,  da es keine verwertbaren Spuren gibt. Dafür ist das Leben im Dorf und auf dem Hof, das Verhältnis zu den Nachbarn schön beschrieben, ich konnte mir das Landleben bildlich vorstellen.

     
    Fazit: "Die kalte Zeit" ist mal ein Krimi mit einem ganz anderen Thema, eindringlich und mit Gefühl geschrieben. Er hat mir sehr gut gefallen.

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    clary999s avatar
    clary999vor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend und rätselhaft!
    Die kalte Zeit – Tatort Niederrhein

    „der erste deutsche Weihnachtsbaum-Krimi“

    zum Inhalt: Der Tannenbaumproduzent Konrad Verhoeven kommt bei einem Brand in seiner Tannenbaumplantage um. Vor seinem Tod wurde er bewusstlos geschlagen. Wiebke Blessing und Tom Zagrosek übernehmen den Fall. Schnell fällt der Verdacht auf Verhoeven`s Nachbar und ehemaligen Freund Herbert Graupner. Allerdings stellt sich bei den Ermittlungen heraus, das es noch andere Verdächtige gibt. Verhoeven war bei vielen unbeliebt. Könnte ein Konkurrent oder sogar ein Familienmitglied der Täter sein? Bisher verschwiegenen Ereignisse, die sich vor 30 Jahren in Georgien zugetragen haben, scheinen auch eine Rolle zu spielen.

    Meine Meinung: Die spannende und interessante Schreibweise von Susanne Kliem hat mich sofort überzeugt.

    Die verschiedenen Charaktere, wie z.B. Gesa die ängstliche Tochter von Verhoeven, die sich nicht traut selbst mal die Initiative zu ergreifen und Wolf, der unsympathische, selbstsüchtige Schwiegersohn sind realitätsnah beschrieben. Die geheimnisvollen und rätselhaften Geschehnisse nach dem Todesfall und Rückblicke auf die Ereignisse 4 Wochen vorher haben sich fließend und fesselnd gelesen.

    Die Geschichte war für mich bis zum Schluss mit den zwischenmenschlichen Problemen und immer wieder neuen Verdachtsmomenten spannungsreich.

    Ich freue mich schon auf weitere Krimis und Thriller von Susanne Kliem.

    Klare Leseempfehlung für Krimi-Fans!

    4 Sterne

    Kommentare: 2
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    Ichbinswieders avatar
    Ichbinswiedervor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Kalte Zeit" von Susanne Kliem

    Das erste Kapitel schaffte es direkt, mich vollkommen gefesselt in der Geschichte versinken zu lassen. Ich hatte mit einem seichten Anfang gerechnet, doch weit gefehlt…. Dem entsprechend atemlos war ich schon nach den ersten Seiten, die ich sehr spannend fand.
    Die folgenden Kapitel waren von Abwechslung geprägt. Sie vermittelten mir ein Bild der Vorgeschichte des Kriminalfalls, brachten mir die Umgebung und beteiligte Personen der Geschichte näher und die Polizei suchte (natürlich) den Mörder. Durch die Datierung am Anfang der Kapitel blieb es aber immer sehr übersichtlich, ob man sich in der Gegenwart oder Vergangenheit bewegte.
    Der Roman rankt sich um einen Familienbetrieb, der in eher ländlicher Umgebung Tannenbäume anbaut, die vornehmlich als Weihnachtsbäume verkauft werden. Ich fand die Umgebung wunderbar plastisch dargestellt, so dass ich fast das Gefühl hatte vor Ort zu sein. Das Leben der Familie war sehr authentisch, die einzelnen Personen fand ich facettenreich und interessant. Für mich persönlich bot Gesa, die Tochter des Toten, ein hohes Maß an Identifikationspotential. Sie nahm gleichzeitig die sympathische, aber auch ein Stück weit die tragische Rolle ein. Mit ihr konnte man leiden, hoffen und lieben. Sie legte im Verlauf des Romans eine tolle Entwicklung hin, was mich persönlich sehr freute. Die anderen Personen bedienten den Rest der Gefühlspalette. Zuneigung, Verständnis, Abneigung, Erstaunen, Ungläubigkeit…. diese Liste kann man beliebig weiterführen.
    Die Beamten und ihre polizeiliche Arbeit wirkte sehr glaubhaft und nachvollziehbar. Es war spannend die Ermittlungsarbeit zu verfolgen und es machte einfach Spaß, sich mit auf die Mördersuche zu begeben. Die Polizeibeamten fand ich ebenfalls sehr gut, plastisch und authentisch dargestellt. Sie waren nicht nur für den Kriminalteil des Romans zuständig, sondern man las auch viel persönliches über Liebe, Leid, Freundschaft u.s.w. Sehr gut, stimmig und keineswegs aufdringlich in den Rest der Geschichte eingebettet.

    Abschließend kann ich sagen, dass dieser Roman eine wunderbare Mischung aus Kriminal- und Gesellschaftsroman ist. Eine spannende, erschütternde und bewegende Geschichte, mit Liebe, Leid und Zuversicht, abgerundet durch interessante, facettenreiche und authentische Charaktere.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Susanne_Kliems avatar

    Liebe Krimi-LeserInnen,
    habt ihr Lust auf spannende Lektüre, die zum nebligen November passt? In "Die kalte Zeit" geht es um die "Weihnachtsbaum-Mafia". Wer mal hinter die Kulissen der Weihnachtsbaumbranche schauen und zugleich eine dramatische Liebesgeschichte miterleben möchte, sollte sich für diese Leserunde bewerben. Ich freue mich auf euch!
    10 Leseexemplare
    Bewerbung bis Sonntag, 22.12.2013

    Preisfrage:
    Wie heißt die in Deutschland als Weihnachtsbaum beliebteste Tannenart?

    Pressestimme:

    "Die Art, wie die Autorin die Handlungsstränge zusammen fließen lässt, ist spannend und meisterhaft. ... Kliem selbst macht Krimi-Ladys wie Ruth Rendell oder Liza Marklund Konkurrenz. "Die kalte Zeit" ist das pure Vergnügen für Krimi-Liebhaber und Jahresend-Skeptiker."
    21.11.2010, ntv.de, Sabine Oelmann

    Inhalt: Rätselhafte Verbrechen reißen das friedliche Nest Herkenbroich bei Neuss aus dem Winterschlaf. Wer hat die Spitzen von tausenden Weihnachtsbäumen abgeschlagen und Tannenbaumproduzent Konrad Verhoeven an den Rand des Ruins getrieben? Kurz darauf stirbt Verhoeven qualvoll bei einem Brand. Ein schwieriger Fall für die Mordkommission: Stecken Konkurrenten dahinter? Oder jemand aus Verhoevens Familie? Welches Spiel treibt seine Tochter Gesa, die eigene Pläne verfolgt, um den Betrieb zu retten? 
    Da stoßen die Kommissare auf ein Geheimnis aus der Vergangenheit – eine Spur, die nach Osteuropa führt, in die Heimat der Tannensamen...

    Der zweite Fall für das Düsseldorfer Ermittler-Duo Tom Zagrosek und Wiebke Blessing – und der erste deutsche Weihnachtsbaum-Krimi.
    Die kalte Zeit, Leporello Verlag, Krefeld 2010 
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