Susanne Kliem Trügerische Nähe

(53)

Lovelybooks Bewertung

  • 45 Bibliotheken
  • 6 Follower
  • 0 Leser
  • 41 Rezensionen
(20)
(19)
(11)
(3)
(0)

Inhaltsangabe zu „Trügerische Nähe“ von Susanne Kliem

In einem Dorf vor den Toren Berlins erfüllen sich zwei Paare Mitte vierzig ihren Traum: Sie ziehen auf einen stilvoll renovierten Hof und freuen sich auf ein beschauliches, naturnahes Landleben. Die beiden Männer kennen sich aus Studienzeiten, auch ihre Partnerinnen Marlis und Nora verstehen sich gut. Als ganz unerwartet Livia, Marlis’ attraktive Tochter aus erster Ehe, auftaucht, setzt sie eine gefährliche Dynamik in Gang. Die junge Frau wirkt verzweifelt, scheint in etwas verstrickt, über das sie nicht sprechen möchte. Alle sorgen sich um sie. Doch Livia verfolgt ihre ganz eigenen abgründigen Interessen und spielt die Bewohner gnadenlos gegeneinander aus. In kürzester Zeit verwandelt sich der idyllische Hof in einen beklemmenden Ort: Eifersucht, Neid und Verdächtigungen vergiften alle Beziehungen und enden in erbitterter Feindschaft. Dann wird auf einer Waldlichtung eine Leiche gefunden. Und allen ist klar, dass der Täter nur einer von ihnen sein kann …

Psychologischer Spannungsroman, ein Buch der ruhigen, subtilen Töne

— Thommy28

Vor allem in der zweiten Hälfte ein grandioses Psychodrama.

— bookweb

Zum Ende hin ein bisschen vorhersehbar, aber trotzdem ein durchweg gelungener Thriller.

— AnnieLovesTheSky

Sehr langatmig bis es spannend wird.

— MaiPie80

War mir zu langweilig, keine Spannung und ohne Action...

— zessi79

Spannender und ausgefeilter Psychothriller mit viel Atmosphäre und Hochspannung trotz fehlender Action! Klasse!

— Seehase1977

Ein spannender Krimi über explosive und emotionale Nähe

— Nisnis

Kriminalroman: nein, eigentlich fast nicht. ...

— kvel

Mehr Schein als Sein! Das gilt jedoch nicht für die hochkarätige Umsetzung dieses klasse Krimis!

— Floh

Dieses Buch sei Fans von Spannungsliteratur wärmstens empfohlen!

— Biotante

Stöbern in Krimi & Thriller

Lass mich los

Eher ein Krimi-Drama Mix

Manuela_Pfleger

Zu viele Köche

Ein Klassiker in Neuauflage - amüsant

Bibliomarie

Die perfekte Gefährtin

Echt genial, hat mir sehr gut gefallen

Sassenach123

Hex

Wer hier Horror a la Blair Witch Project sucht, sucht vergeblich!

Ashimaus

Im Traum kannst du nicht lügen

Spannende Gerichtsverhandlung über die Schuld bei einem Amoklauf.

campino246

Kryptogramm

Sehr spannend und interessant geschrieben

brauneye29

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Psychologischer Spannungsroman, ein Buch der ruhigen, subtilen Töne

    Trügerische Nähe

    Thommy28

    14. September 2017 um 17:44

    Einen knappen Einblick in die Handlung gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:Wer einen hochspannenden Thriller mit vielen Leichen, literweise Blut und atemberaubendem Tempo sucht, der ist hier falsch.Dieser Roman ist ein Buch der leisen Töne, des subtilen, aber kontinuierlichen Spannungsaufbaus. Es entwickelt sich und  zieht den Leser in das Geschehen förmlich hinein. Es gelingt der Autorin hervorragend, die Idylle einzufangen, in der sich zunehmend Unsicherheit und Angst ausbreitet.Die Protagonisten sind wunderbar klar gezeichnet und auch die Beziehungsgeflechte wurden gut und plastisch heraus gearbeitet.Insgesamt ein Kriminalroman "der etwas anderen Art", aber schön zu lesen. Wobei Kriminalroman fast schon übertrieben ist, denn polizeiliche Ermittlungsarbeit kommt hier nur gegen Ende und auch da nur am Rande vor.Wie in der Überschrift schon gesagt, finde ich psychologischer Spannungsroman treffender.

    Mehr
  • Menschliche Abgründe und klirrende Spanung

    Trügerische Nähe

    bookweb

    13. August 2017 um 22:39

    Inhalt:Marlis und Johannes bilden mit Nora, Alexander und ihrem Sohn Lukas eine kleine „WG“ in einem renovierten Bauernhof vor den Toren Berlins. Alle träumen von einem Neuanfang, doch das plötzliche Auftauchen von Livia, Marlis Tochter aus erster Ehe bringt einige unerwartete und ungeliebte Veränderungen mit sich. Aus der Landidylle wächst ein Geflecht aus Lügen, Verrat, Neid und Eifersucht. Livia verfolgt ausschließlich ihre eigenen Interessen und spielt dabei die anderen Bewohner gegeneinander aus. Eines Tages wird sie Tod aufgefunden und allen verbleibenden Bewohnern ist klar, dass nur einer von Ihnen Livia umgebracht haben kann.Meine Meinung:Man taucht beim Lesen von der ersten Seite an in eine andere Welt ein. Das ganze Geschehen ist so detailgetreu beschrieben, als Leser fühlt man sich sofort in die Geschichte aufgenommen. Ich persönlich finde allerdings, dass es sich weniger um einen Kriminalroman handelt als um eine gute, sehr spannende Erzählung. Für einen Krimi fehlt das Ermittlungsgeschehen.Wie schon in Susanne Kliems Scherbenhaus sind auch hier wieder alle Personen sehr konkret und akribisch genau beschrieben. Dadurch kann man sich die Protagonisten und ihr Zusammenleben gut gut Vorstellen. Alle Standpunkte und somit auch die Handlung sind, aus menschlicher Sicht, gut nachvollziehbar.Alles in allem behandelt auch dieses Buch von Susanne Kliem menschliche Abgründe. Livia die keine Rücksicht auf das Paradies der vier Erwachsenen nimmt und selbstsüchtig einzig ihre eigenen Interessen verfolgt. Alexander der Livias Reizen nicht widerstehen kann. Nora, die misstrauisch ist und vor allem ihrem Mann in Sachen Seitensprünge nicht traut. Marlis die sich alles, wie durch eine Brille, schönredet und Probleme klein macht. Johannes mit seinen zwei Seiten.All das macht „Trügerische Nähe“ zu einem spannenden Buch und einem prickelnden Thriller. Der psychologische Aspekt trägt auf großartige Weise zur Spannung bei. Das einzige was ich persönlich, durch die Aufschrift als Kriminalroman, vermisse, sind polizeiliche Ermittlungen wie sie sonst in den anderen Krimis immer als Hauptbestandteil vorkommen.Trotzdem handelt es sich um eine solide Erzählung, die vor Spannung und intelligenter Konstruktion profitiert. Vor allem in der zweiten Hälfte ein grandioses Psychodrama.4 von 5 SternenMein Bücherblog: bookpageweb

    Mehr
  • Ein solider Krimi, von dem ich mir mehr Überraschung gewünscht hätte

    Trügerische Nähe

    Nirena

    07. July 2017 um 12:04

    Nachdem mir Susanne Kliems aktuelles Buch "Das Scherbenhaus" sehr gut gefallen hat, wollte ich auch etwas anderes von ihr lesen. Da "Trügerische Nähe", das ursprünglich bei carl's books erschien, nun im Penguin-Verlag neu aufgelegt wurde, habe ich die Chance genutzt und mich aufgemacht ins Berliner Umland.Auch in "Trügerische Nähe" finden sich sehr unterschiedliche Charaktere zusammen, die von der Autorin sehr individuell, bildhaft und menschlich nachvollziehbar charakterisiert werden.Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, wodurch der Leser, im Gegensatz zu den handelnden Personen, einen guten Überblick über das Geschehen erhält.Wenn man von einem Kriminalroman unfassende polizeiliche Ermittlungen erwartet, muss man bei "Trügerische Nähe" umdenken. Denn vorrangig geht es hier um die psychologische Komponente. Was passiert, wenn ein fragiles Gleichgewicht von außen gestört wird?Der Lesefluss ist gut, die Handlung baut sich nach und nach auf und der Leser ist gespannt, in welche Richtung sich alles entwickeln wird. Dort genau liegt für mich der Schwachpunkt des Buches: Es entwickelt sich alles genau so, wie man es als Leser vermutet, selbst Täter und Opfer liegen letztendlich auf der Hand. In der Hinsicht hätte ich mir gewünscht, von der Autorin überrascht zu werden.Insgesamt ist "Trügerische Nähe" ein solider Krimi mit Spannung und Unterhaltung, dem leider die Überraschung fehlt.

    Mehr
  • Trügerische Nähe

    Trügerische Nähe

    HarleyQuinnQueenofGotham

    22. May 2017 um 21:42

    Der Kriminialroman "Trügerische Nähe" von Susanne Kliem, erschienen 2015 im carl´s-books-Verlag handelt von mehreren Hauptpersonen. Nora, eine Fotografin, Alexander, ihr Mann, der als Parasitologe arbeitet, Marlis, einer Freiberuflerin und Johannes, ihrem Mann, einem Architekt. Diese 4 Charaktere beschlossen, nachdem Marlis einen Hof auf dem Land geerbt hatte, gemeinsam dorthin zu ziehen. Lukas, Nora´s und Alexander´s pubertierender Sohn, zieht deshalb auch dort ein. Sie hatten sich vor dem Einzug einmal zum Abendessen zu treffen, um alles zu besprechen. Alexander und Johannes kannten sich noch aus ihrer Studienzeit und auch Marlis und Nora verstanden sich auf Anhieb gut. So dauerte es nicht lange, bis sie alle dort einzogen. Vorerst scheint alles harmonisch zu sein, aber als Livia, Marlis´ Tochter aus erster Ehe, auf den Hof kommt, verschlechtern sich die Beziehungen zwischen den Personen. Livia spielt gekonnt alle Hofbewohner gegeneinander aus, unter anderem indem sie mit Alexander schläft und Marlis´ erzählt, sie wäre von Johannes schwanger. Diana Wolf, eine Ärztin, die in der Nachbarschaft wohnt, organisiert zur gleichen Zeit eine Theateraufführung und Marlis´ meldet Livia als professionelle Schauspielerin, die im Augenblick auch Schauspielerei studiert, für die Hauptrolle an. Sie weiß noch nicht, dass Livia in Wirklichkeit längst nicht mehr studiert, denn sie hat die Probezeit nicht bestanden. Das verschweigt sie allerdings und erzählt stattdessen, ihr Lehrer hätte sie sexuell belästigt. Widerwillig spielt sie die Rolle, aber so schrecklich, dass ihre Mutter es nicht mehr mitansehen kann. Anschließend ist sie aber überzeugt, sie wisse nun worauf es beim Schauspielern ankommt und wolle zurück nach Berlin, um weiter zu studieren. Doch dies wird niemals geschehen, denn Livia stirbt in dieser Nacht. Nora findet einige Tage später mit Hilfe von Hanna, einem geistig verwirrten Mädchen aus der Nachbarschaft, die Leiche. Allen ist klar, dass nur jemand von ihnen Livia getötet haben kann. Zu diesem Zeitpunkt machen sich alle auf eine bestimmte Art und Weise verdächtig, selbst Boris, ein pensionierter Polizist aus der Nähe. Zu allem Überfluss hat Alexander auch noch einen Herzanfall und kommt ins Krankenhaus. Er schwebt allerdings nicht in Lebensgefahr. Marlis bringt sich durch einen Mix aus Tabletten und Alkohol um und es stellt sich heraus, dass Johannes Livia getötet hat. Er versucht auch Nora zu töten, um nicht in Verdacht zu geraten, doch Hanna eilt ihr zu Hilfe. Im letzten Teil des Buches wird beschrieben, dass Nora und Alexander getrennt leben und Nora mit Lukas nach Charlottenburg gezogen ist. Boris und Nora fühlen sich zueinander hingezogen, sind aber noch nicht zusammen. Der Schreibstil ist sehr flüssig - man kann das Buch sehr gut lesen und es ist spannend geschrieben. Die Sprache im Buch ist sehr modern, man stolpert eigentlich nie über altmodische Wörter, was daran liegen mag, dass das Buch in diesem Jahr erschienen ist. Die Handlung war alles in allem sehr schlüssig, allerdings gab es eine Situationen, die etwas unrealistisch war, bei der Theateraufführung. Lukas ist dabei vollständig in den Hintergrund getreten, Nora hat sich nicht einmal Sorgen um ihn gemacht, als er nicht zuhause war. Von Anfang an wusste ich, dass dieses Buch much fesseln wird. Es hat Passagen, in denen die Atmosphäre sehr schön und genau beschrieben wird, aber hauptsächlich besteht das Buch aus Spannung. Dabei kommt es bis auf die letzten 60 Seiten ganz ohne Leiche aus - man konzentriert sich auf die kontinuirliche Verschlechterung der Beziehungen zwischen den Personen, was das Buch aber durchweg fesselnd hält. Im Prolog wird aber bereits beschrieben, dass es eine Leiche geben wird. Die gesamte Geschichte scheint eine Grundaussage zu haben: Menschen lassen sich so leicht beeinflussen.  Alles in allem lässt sich sagen, dass "Trügerische Nähe" von Susanne Kliem ein sehr gelungener Kriminalroman ist. Um ehrlich zu sein, ist es sogar einer der Besten, die ich je gelesen habe. Dieses Buch lässt einen nicht mehr los, egal wie viel man eigentlich zu tun hat. Selbst Menschen, die nicht besonders viel auf einmal lesen, werden dieses Buch in wenigen Tagen beendet haben, da es zu jedem Zeitpunkt spannend bleibt. Das Buch hat mir sehr gefallen und ich lege es allen Fans von Krimis und Psychothrillern ans Herz.

    Mehr
  • Leider keine Spannung - eher eine Erzählung als ein Thriller oder Krimi

    Trügerische Nähe

    zessi79

    06. September 2016 um 08:30

    Inhaltsangabe: In einem Dorf vor den Toren Berlins erfüllen sich zwei Paare Mitte vierzig ihren Traum: Sie ziehen auf einen stilvoll renovierten Hof und freuen sich auf ein beschauliches, naturnahes Landleben. Die beiden Männer kennen sich aus Studienzeiten, auch ihre Partnerinnen Marlis und Nora verstehen sich gut. Als ganz unerwartet Livia, Marlis’ attraktive Tochter aus erster Ehe, auftaucht, setzt sie eine gefährliche Dynamik in Gang. Die junge Frau wirkt verzweifelt, scheint in etwas verstrickt, über das sie nicht sprechen möchte. Alle sorgen sich um sie. Doch Livia verfolgt ihre ganz eigenen abgründigen Interessen und spielt die Bewohner gnadenlos gegeneinander aus. In kürzester Zeit verwandelt sich der idyllische Hof in einen beklemmenden Ort: Eifersucht, Neid und Verdächtigungen vergiften alle Beziehungen und enden in erbitterter Feindschaft. Dann wird auf einer Waldlichtung eine Leiche gefunden. Und allen ist klar, dass der Täter nur einer von ihnen sein kann … Meinung: Der Schreibstil war gut, man war sofort mitten im Geschehen. Leider hat mich das Buch nicht fesseln können und mir die Spannung im Buch gefehlt. Für mich gab es so gut wie keine spannenden Momente im Buch, vielleicht kam am Ende des Buches ein bisschen Spannung auf. Daher war das Buch für mich eher eine Erzählung als ein Thriller oder ein Krimi. Die Hauptprotagonisten waren zwar gut ausgearbeitet und man konnte sich jeden vorstellen, aber ich fand diese langweilig und vorhersehbar. Mir war schon vor dem Mord klar, wer den Mord begehen wird, das fand ich schade. Livia war mir total unsympathisch, aber das war sicherlich so gewollt. Wobei ich auch mit keinem der anderen Protagonisten wirklich warm wurde, aber auch hier denke ich, war dies so von der Autorin gewollt. Trotz der oben genannten Kritikpunkte fand ich die Geschichte an sich gut. mir hat diese ländliche Idylle sehr gut gefallen und ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Aber: Der Schein trügt, nicht alles ist so idyllisch wie es auf den ersten Blick aussieht. Man sollte immer mal hinter die Fassade schauen… Fazit: Bitte hier keinen Thriller oder Krimi erwarten, für mich war das eher eine Erzählung. Und als Erzählung betrachtet war es okay.

    Mehr
  • Susanne Kliem - Trügerische Nähe

    Trügerische Nähe

    Melanie_M

    Cover: Das Cover zeigt ein verlassenes Haus am See, alles ist relativ düster gehalten. Der Buchtitel prangt im unteren Drittel und ist in roten Großbuchstaben abgebildet. Inhalt: Die beiden befreundeten Paare Marlis und Johannes sowie Nora und Alexander ziehen zusammen als WG auf einen Hof in Seesendorf. Auch Lukas, der Sohn von Nora und Alex ist mit an Bord. Auf einmal taucht Marlis Tochter Livia aus einer früheren Ehe auf. Sie versucht, sich an die beiden Männer ranzumachen und bringt dabei die ruhige Idylle kräftig ins wanken. Wenig später wird Livias Tochter tot aufgefunden. Wurde Livias Spiel zu gefährlich? Sonstiges / Meinung: Ich hatte das Buch in drei Tagen durch. Ob es jedoch den Titel "Kriminalroman" tragen sollte, ist fraglich, denn der eigentlich Krimi beginnt erst relativ am Ende des Buches. Ansonsten finde ich die Unterteilung auf die verschiedenen Leute recht übersichtlich und somit lässt sich das Buch auch sehr schnell lesen. 5 Sterne

    Mehr
    • 3

    Seehase1977

    19. February 2016 um 14:25
  • Ein spannender Krimi über explosive und emotionale Nähe

    Trügerische Nähe

    Nisnis

    Für die befreundeten Paare, Marlis und Johannes, Nora und Alexander, geht ein kleiner Traum in Erfüllung, als sie ein stilvolles Landleben der Unruhe und Hektik der Großstadt vorziehen und auf einen renovierten Hof in einem kleinen beschaulichen Dorf ziehen. Dass Zusammenleben ist freundschaftlich und sehr harmonisch, bis Marlis attraktive Tochter Livia, aus erster Ehe, auf dem Hof auftaucht. Die eins gute Stimmung schwappt schnell in angespannte, vergiftete Befindlichkeiten der Bewohner über, die von Neid, Eifersucht und Verdächtigungen begleitet werden. Aus Freundschaften drohen Feindschaften zu werden und als eine Leiche in der Nähe des Hofes aufgefunden wird, ist jedem klar, der Täter muss unter ihnen sein. Meine Meinung: Dies ist mein erstes Buch von Susanne Kliem und es hat mich sofort sehr begeistert. Die Handlung war sehr gut durchdacht und von Anfang an fesselte mich dieser angenehme, leichte Schreibstil, der so schön flüssig zu lesen war. Zunächst vermisste ich die Elemente eines Kriminalromans, denn erst gegen Mitte des Buches war für mich Kriminalistisches präsent genug. Bis dahin aber faszinierten mich die ausgeprägt und interessant gezeichneten Charaktere, die mir so mit ihren Eigenschaften ein ausführliches Bild der Protagonisten vermittelten. Diese interessanten Charaktere und die eigentliche Geschichte versetzten mich in absolute Neugierde und in eine hohe Erwartungshaltung. Das Zusammenspiel der Charaktere mit ihren emotionalen Belastungen und die Verwandlungen der Protagonisten fand ich großartig in Szene gesetzt. Die Protagonisten, zunächst harmonisch zusammen lebend, verändern sich mit dem Besuch von Marlis Tochter Livia. Livia hat die Schauspielschule verlassen und verheimlicht dies zunächst. Sie ist äußerst attraktiv und gewohnt, stets bewundert zu werden. Als die Hofbewohner langsam erkennen, dass ihnen Livia etwas vorspielt, schenkt man ihr weniger Aufmerksamkeit. Livia versinkt in einem Gefühlschaos und entwickelt berechnende Pläne, um sich mit allen Mitteln erneut in Szene zu setzen. Die Spannungshöhepunkte waren punktuell geschickt gesetzt. Ich empfand höchste Spannung, als auf einer Lichtung eine Leiche aufgefunden wurde. Und es war klar, der Täter musste unter den Hofbewohnern zu finden sein. War es Galeristin Nora, die noch nicht ganz von einem Zusammenbruch genesen ist und von allen nur in Watte gepackt wird? Oder war es Alexander, der aalglatte und stets spöttische Architekt und vormals notorischer Fremdgänger, der die Ehe mit Nora im letzten Moment rettete? Auch Sohn Lukas, der pubertär schwierig zu handhaben ist, frisch verliebt in Livia, verhält sich aggressiv und unkontrollierbar. Marlis, stets einem harmonischen Inszenierungswahn erlegen und Johannes, stets als Gutmensch auftretend werden tief mit hinab gezogen, in den Strudel aus Missgunst, Neid, Verdächtigungen und Eifersucht. Als die verwirrte Tochter des Nachbarn mit einer geheimnisvollen Maske umhergeht und Livia eine tote Ratte in ihrem Koffer vorfindet, wird die Geschichte richtig gruselig. Mein Fazit: Diesen spannenden Kriminalroman empfehle ich sehr gern und wer es mag tief in die Gefühlswelt der Protagonisten abzutauchen, dem ist hier eine interessante Geschichte garantiert. Und ich werde sehr gern, hoffentlich bald, einen weiteren Krimi von Susanne Kliem lesen.

    Mehr
    • 4
  • Trügerische Nähe

    Trügerische Nähe

    Seehase1977

    Klappentext: In einem Dorf vor den Toren Berlins erfüllen sich zwei Paare Mitte vierzig ihren Traum: Sie ziehen auf einen stilvoll renovierten Hof und freuen sich auf ein beschauliches, naturnahes Landleben. Die beiden Männer kennen sich aus Studienzeiten, auch ihre Partnerinnen Marlis und Nora verstehen sich gut. Als ganz unerwartet Livia, Marlis’ attraktive Tochter aus erster Ehe, auftaucht, setzt sie eine gefährliche Dynamik in Gang. Die junge Frau wirkt verzweifelt, scheint in etwas verstrickt, über das sie nicht sprechen möchte. Alle sorgen sich um sie. Doch Livia verfolgt ihre ganz eigenen abgründigen Interessen und spielt die Bewohner gnadenlos gegeneinander aus. In kürzester Zeit verwandelt sich der idyllische Hof in einen beklemmenden Ort: Eifersucht, Neid und Verdächtigungen vergiften alle Beziehungen und enden in erbitterter Feindschaft. Dann wird auf einer Waldlichtung eine Leiche gefunden. Und allen ist klar, dass der Täter nur einer von ihnen sein kann … Zum Inhalt: In einem kleinen Dorf nahe Berlin verwirklichen sich die beiden Paare Johannes und Marlies, Nora und Alexander einen Traum. Das Leben auf dem Land, in einem schmucken, neu renovierten Bauernhaus. Die Männer sind Studienfreunde, die Frauen verstehen sich ganz gut. Nora erholt sich von einem Burn-Out und Marlies geht ganz in der Pflege und Gestaltung des alten Bauernhauses auf, der Garten ist eine Pracht aus Rosen und anderen Blumen, überall stehen kleine und größere Dekorationsgegenstände wie z.B. ein altes Wagenrad, welche den Garten und das Haus gemütlich und stilvoll wirken lassen. All das spiegelt die wahre Idylle des Landlebens wieder, doch unter der Decke des Bauernhauses brodelt es. Als ganz unerwartet die äußerst attraktive Livia auftaucht, Schauspielschülerin und Marlis Tochter aus erster Ehe, fängt die vorgetäuschte Idylle gefährlich an zu bröckeln. Die verzweifelt und am Boden zerstört wirkende junge Frau spielt die Bewohner geschickt und skrupellos gegeneinander aus, flirtet mit den Männern, verdreht Lukas, dem Sohn von Nora und Alexander gehörig den Kopf. Das Bauernhaus verwandelt sich Stück für Stück in einen Ort der Beklemmung, ein Ort an dem Eifersucht, Neid und Feindschaft bald alles zerstört. Auf dem Höhepunkt des Eklats wird auf eine Waldlichtung eine Leiche gefunden und schon bald ist jeder einzelne Bewohner des alten Bauernhauses tatverdächtig…. „Trügerische Nähe“ von Susanne Kliem ist ein hochspannender, tiefgründiger Psychothriller den man kaum aus der Hand legen kann. Mit einem tollen und flüssigen Schreibstil erzählt Kliem zuerst vom Landleben der Protagonisten, alles plätschert noch friedlich vor sich hin, man hat wunderbar idyllische Bilder im Kopf – bis Livia auftaucht. Dann nimmt der Thriller Fahrt auf, ein fein gewobenes Geflecht aus Intrigen und Verdächtigungen wird gesponnen, die Spannung steigt mit jeder Seite. Hierzu tragen vor allem die wunderbar gelungenen Charaktere bei, jeder hat irgendwo Dreck am Stecken und Livia schafft es, diese negativen Aspekte eines jeden gekonnt heraus zu kitzeln. Dennoch war mir die junge Frau absolut unsympathisch, was von der Autorin sicherlich gewollt war, hat sie mit Livia doch eine intrigante nur auf sich und ihren Vorteil bedachte Protagonistin geschaffen.  Susanne Kliem hat mit „Trügerische Nähe“ einen atmosphärischen, tiefgründigen und ausgefeilten Psychothriller geschrieben, der ohne jegliches Blutvergießen und spektakuläre Actionszenen dennoch absolute Hochspannung vermittelt und tief in die Psyche der beteiligten Protagonisten eintaucht. Hervorragend und gelungen!

    Mehr
    • 2
  • Regenbogen-Bücher-Challenge 2016

    Regenbogentänzer

    BlueSunset

    Regenbogen-Bücher-Challenge 2016 Hallo liebe Lesebegeisterte! Euch ist die Buchwelt zu trist? Kein Problem, wir helfen euch! Lest zusammen mit uns einen Regenbogen, damit das Jahr 2016 bunt und fröhlich wird! Ihr wollt dem Regenbogen noch einen Topf voll Gold verpassen? Das ist eine Herausforderung, aber auch die kann gemeistert werden!Wie auch in den vergangenen Jahren findet die Regenbogen-Challenge hier auf Lovelybooks statt. Das Besondere an dieser Challenge ist, dass wir hier nicht nur Bücher mit bestimmten Farben lesen, sondern auch die Herausforderung suchen und zusätzliche Aufgaben bearbeiten. Neugierig? Es gibt keine Anmeldefrist und ihr könnt jederzeit einsteigen! Allerdings wird nur die aktuelle Monatsaufgabe bearbeitet. Ihr braucht euch nicht über das Bewerbungsformular hier anzumelden. Erstellt einfach einen Sammelbeitrag in dem zugehörigen Unterthema.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere Farbe im Zentrum. Lest ein Buch dessen Cover zu mehr als 2/3 aus dieser Farbe besteht. Es gibt zudem noch Jahresaufgaben: Für diese Aufgaben habt ihr das ganze Jahr Zeit. Diese Aufgaben können nur mit Büchern der Monatsfarbe gelöst werden. Pro Buch kann eine Jahresaufgabe bearbeitet werden. Jeder der 6 Aufgaben sollte EINMAL gelöst werden (mehrfach gibt keine Punkte).Dann gibt es auch noch die Herausforderung!Jeden Monat gibt es eine Herausforderung, die gelöst werden sollte. Die Aufgabe wird einen Monat vorher angekündigt, sodass ihr Zeit habt ein passendes Buch zu finden. Die Herausforderung kann nur im jeweiligen Monat erfüllt werden! Eine Besonderheit ist, dass ihr diese Aufgabe auch mit einem zusätzlichen Buch, das nicht der Monatsfarbe entspricht, lösen könnt. Bitte verlinkt in eurem Sammelbeitrag auch eure Rezension oder den Lesestatus (mit Kurzmeinung). Es besteht keine Rezensionspflicht, aber ich möchte gerne einen "Nachweis" sehen, dass ihr das Buch gelesen habt. Eine Kurzmeinung reicht da. Es dürfen alle Bücher gelesen werden: vom SuB, neu gekauft, ausgeliehen, eBook und auch Hörbücher. Allerdings sollten die Bücher eine Mindestlänge von 80 Seiten haben! Manga, Comic und Graphic Novels zählen nicht! Die Aufgaben Monatsfarben:Januar: SchwarzFebruar: BraunMärz: Gelb April: OrangeMai: RotJuni: Lila / Rosa / PinkJuli: BlauAugust: Metallic / Gold / Silbern / GlitzerSeptember: WeißOktober: TürkisNovember: GrünDezember: BuntJahresaufgaben (nur mit dem Buch der richtigen Farbe zu erfüllen! Und jeweils nur 1x)Lese ein Buch, ……des Genres Fantasy oder Historisch oder Krimi....des Genres Liebesroman oder Thriller oder Dystopie…von einem Debütautor…das verfilmt wurde…das weniger als 300 Seiten hat…das mehr als 500 Seiten hat.► Hinweis zu "Debütautor": Hierbei beziehen wir uns auf den Autor und nicht auf das Buch. Das heißt der Autor hat zu dem Zeitpunkt, wenn ihr das Buch lest, nur dieses eine Buch veröffentlicht. Es darf sich auch nicht um ein Pseudonym eines Autors handeln, der bereits Bücher veröffentlicht hat. Sollte ein weiteres Buch des Autor bereits angekündigt sein, so kann dieser trotzdem gezählt werden, solange ihr das Buch tatsächlich vor dem Erscheinungstermin seines zweiten Buches erscheint. ► Hinweis zu Verfilmungen: Es zählen alle Bücher, die bereits als Serie oder Film verfilmt wurden oder 2016 ausgestrahlt werden (also so wie z.B. "ein ganzes halbes Jahr", "Girl on the Train", "Die Bestimmung 3", ...) . Bitte das Erscheinungsdatum angeben!Hier werden nach und nach die Monatsaufgaben/Herausforderungen gepostet:Januar: Lese ein Buch mit einer Stadt oder einem Haus auf dem CoverFebruar: Lese ein Buch mit 4 oder mehr Wörtern im Titel. Untertitel zählen auch. März: Lese ein Buch mit Blumen oder Blüten auf dem Cover.April: Lese ein Buch, dessen Titel kursiv oder in GROßSCHRIFT ist. Mai: Lese ein Buch, dessen Handlung außerhalb Deutschlands, den USA und Großbritannien stattfindet.  Punkte Hast du ein Buch mit der Monatsfarbe gelesen? Ja =1 PunktHast du die Herausforderung erfüllt? Ja, mit dem gleichen Buch, wie die Farbe = 2 Punkte. Ja, aber ich habe ein anderes Buch dafür genommen = 1 PunktHast du eine Jahresaufgabe erfüllt? Ja = 1 Punkt(In manchen Monaten wird es möglich sein zusätzliche Punkte zu sammeln)Am Ende des Jahres wird ein/e Gewinner/in ermittelt.  Teilnehmer:  Neue Regel: Falls ihr in einem Monat die Aufgaben nicht geschafft habt, schreibt das bitte dazu. Sollte ich 2 Monate in Folge keine Änderung eures Beitrages sehen wird in dieser Liste >inaktiv< neben eurem Namen stehen und ich gucke nicht mehr in eure Listen. Solltet ihr trotzdem noch dabei sein, dann schreibt mir bitte eine PN und aktualisiert euren Beitrag. WICHTIG Ihr habt jeweils bis zum 3. des Folgemonats Zeit eure Bücher und Links einzutragen. Anschließend mache ich die Monatsauswertung und trage die Punkte in meine Tabelle ein. Alles was noch später eingetragen wird kann erst bei der nächsten Wertung berücksichtigt werden.  Wichtig bei der Rezension/Lesestatus (inkl. Kurzmeinung) ist mir, dass ich sehe, dass ihr das Buch wirklich gelesen habt, zusätzlich kann ich da sehen, wann das Buch gelesen wurde. Solltet ihr also einen Monat versäumt haben, eure Links einzutragen ist das nicht so wild, solange ich sehen kann, dass das Buch trotzdem im richtigen Monat gelesen wurde.  STAND: JuniAnendien ........................ 14 Annlu  .............................. 24 ban-aislingeach  ............. 18BlueSunset ....................  11BookW0nderland .......... 23Buchgespenst  ............... 21 _Buchliebhaberin_ ......... 12 {INAKTIV} christarira ......12 ChubbChubb  ................. 16Code-between-lines ...... 21 ConnyKathsBooks ......... 19 czytelniczka73 ................ 23 {INAKTIV}DasBuchmonster .....1dia78 ............................... 11 fairybooks ...................... 11 Igela ................................ 16 {INAKTIV}janaka ..............7jenvo82 ........................... 17JuliB ................................. 21LadySamira091062 ....... 16Lesebiene27 ................... 15 Lisa11 .............................. 21{INAKTIV} littlebanshee ... 4Luzi92 .............................. 22louella2209 ..................... 21mabuerele ...................... 15{INAKTIV} MalinaIda ........8mareike91 ....................... 18marpije ............................ 23MissSnorkfraeulein ....... 17Mrs_Nanny_Ogg ............. 17PMelittaM ........................ 20QueenSize ........................ 21rainbowly ......................... 16Sansol ............................... 22schafswolke ..................... 17{INAKTIV} sternblut ..........11SomeBody ....................... 17suggar .............................. 16sursulapitschi ................. 18Tatsu ................................ 11Thalathiel ......................... 13Vucha ................................ 22Wolly ................................. 12

    Mehr
    • 1392
  • Toller Kriminalroman

    Trügerische Nähe

    Ichbinswieder

    09. December 2015 um 11:32

    Der Anfang las sich recht gruselig und ließ mich erst einmal wider Erwarten an einen Krimi denken. Doch um eins direkt vorweg zu nehmen: Diese Geschichte ist ein Kriminalroman, daher dem Genre entsprechend geschrieben, und sie sollte auch so gelesen werden. Der Romancharakter steht daher hier eindeutig im Vordergrund, was ich persönlich allerdings nicht tragisch fand. Man muss nur vorher wissen auf was man sich einlässt, sonst wird man wohl möglich etwas vermissen. Was die Geschichte selbst anbelangt, wurde ich keineswegs enttäuscht. In der Idylle des Landlebens findet sich eine Patchwork-WG ein. Ein Teil des Hauses wird von einem Ehepaar bewohnt, auf der anderen Seite wohnt eine Familie mit einem, gerade flügge werdendem Sohn. Die Erwachsenen sind befreundet, sonst hätten sie sich wohl kaum auf dieses Zusammenleben eingelassen. Doch dann hat die Autorin jede Menge zwischenmenschliches Konfliktpotential heraufbeschworen, und ich kam nicht umhin mich zu fragen, ob sich die Paare vorher wirklich gut gekannt haben. Ich fand die Figuren sehr gut dargestellt. Das betrifft sowohl ihre äußere Gestalt, als auch ihre Persönlichkeit, ihre Einstellungen und nicht zuletzt das Erleben und Verarbeiten von verschiedenen Situationen. Immer wieder wird die Perspektive geändert, und das macht einen großen Teil des Reizes der Geschichte aus. Doch auch die Nebenfiguren gefielen mir, weil sie aus der Masse heraus stachen. Darüber hinaus waren sie außergewöhnlich präsent, daher blieben auch sie mir im Gedächtnis haften. Nicht zuletzt, weil sie Teile der Geschichte entscheidend mitbestimmten und/oder mich letztlich überraschten.. Mord und Totschlag gibt es nur am Rande, hier überwiegen die psychologischen Aspekte. Ein hochinteressante Darstellung und ein sehr gutes Zusammenspiel zwischenmenschlicher Interaktionen, Missdeutungen, Unterstellungen, persönlicher Dramen und so manchem mehr. Ein interessanter, kurzweiliger und unterhaltsamer Roman mit Krimianteil.

    Mehr
  • Leserunde zu "Trügerische Nähe" von Susanne Kliem

    Trügerische Nähe

    Marina_Nordbreze

    Die Idylle trügt ...  Was, wenn sich der größte Traum in den größten Albtraum verwandelt? Wenn sich die friedliche Idylle in eine beklemmende Situation entwickelt? Wem kann man noch trauen, wenn alle Freunde aneinander zweifeln? In "Trügerische Nähe" verwandelt die Krimi-Autorin Susanne Kliem einen abgelegenen Bauernhof auf dem Lande in den Schauplatz eines perfiden Thrillers, bei dem Argwohn und Missgunst zuerst Beziehungen töten - und schlussendlich einen Menschen ...  Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid, bewerbt euch für diese fesselnde Leserunde mit Susanne Kliem. Mehr zum Buch: In einem Dorf vor den Toren Berlins erfüllen sich zwei Paare Mitte vierzig ihren Traum: Sie ziehen auf einen stilvoll renovierten Hof und freuen sich auf ein beschauliches, naturnahes Landleben. Die beiden Männer kennen sich aus Studienzeiten, auch ihre Partnerinnen Marlis und Nora verstehen sich gut. Als ganz unerwartet Livia, Marlis’ attraktive Tochter aus erster Ehe, auftaucht, setzt sie eine gefährliche Dynamik in Gang. Die junge Frau wirkt verzweifelt, scheint in etwas verstrickt, über das sie nicht sprechen möchte. Alle sorgen sich um sie. Doch Livia verfolgt ihre ganz eigenen abgründigen Interessen und spielt die Bewohner gnadenlos gegeneinander aus. In kürzester Zeit verwandelt sich der idyllische Hof in einen beklemmenden Ort: Eifersucht, Neid und Verdächtigungen vergiften alle Beziehungen und enden in erbitterter Feindschaft. Dann wird auf einer Waldlichtung eine Leiche gefunden. Und allen ist klar, dass der Täter nur einer von ihnen sein kann … Direkt zur Leseprobe Mehr zur Autorin: Susanne Kliem wurde 1965 am Niederrhein geboren. Sie arbeitete u.a. als Pressereferentin für Fernsehserien von ARD und ZDF und für das größte deutsche Theaterfestival "Theater der Welt". Ihre Krimis wurden bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet.Zuletzt erschien von ihr 2013 bei carl's books "Die Beschützerin". Zusammen mit carl's books vergeben wir 25 Exemplare von "Trügerische Nähe" unter allen, die sich bis zum 07.09. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bewerben* und folgende Frage beantworten: Gab es in eurem Leben schon einmal eine Situation, bei der ihr nahestehenden Menschen nicht mehr trauen konntet und wenn ja, warum? Wir drücken euch die Daumen und freuen uns auf eure Antworten! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde - am besten innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches - sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken können.

    Mehr
    • 549
  • Kriminalroman: nein, eigentlich fast nicht. ...

    Trügerische Nähe

    kvel

    04. December 2015 um 00:37

    Kriminalroman: nein, eigentlich fast nicht. Psychodrama: schon eher, aber auch nicht ganz. Inhalt (gemäß Umschlaginnenseite): Seesendorf, vor den Toren Berlins: Zwei Paare Mitte vierzig erfüllen sich ihren Traum und ziehen aus der Großstadt in einen stilvoll restaurierten Hof. Alle setzen große Hoffnungen in den Neuanfang und freuen sich auf ein harmonisches Zusammenleben. Die beiden Männer kennen sich aus ihren Studienzeiten, auch ihre Partnerinnen Nora und Marlis verstehen sich gut. Als unerwartet Livia, Marlis' attraktive Tochter aus der ersten Ehe, auftaucht, verändert sich die Atmosphäre schlagartig: Livia wirkt verzweifelt, scheint in etwas verstrickt, über das sie nicht sprechen will. Nora möchte der jungen Frau helfen – doch die unnahbare Livia verfolgt ihre eigenen abgründigen Interessen. In kürzester Zeit wird sie zum Mittelpunkt der Gemeinschaft und spielt alle Bewohner subtil gegeneinander aus. Misstrauen und Eifersucht vergiften alle Beziehungen. Nora will nicht zusehen, wie ihr neues Leben zerstört wird. Doch wem kann sie noch vertrauen? Und warum spüren die anderen nicht, welche Bedrohung von Livia ausgeht? Dann wird auf einer nahen Waldlichtung eine Leiche gefunden. Und allen ist klar, dass der Täter nur einer von ihnen sein kann ... Meine Meinung: Die Idylle zwischen den beiden Paaren und auch innerhalb der beiden Paaren zerfällt, für den Leser ersichtlich, sehr schnell. So dass ich mich u.a. fragte: Ja, wie naiv sind denn diese vier, mit ihren vierzig Jahren eigentlich lebenserfahrenen, Personen in dieses Abenteuer mit dem gemeinsamen Hof auf dem Lande eigentlich gestartet?!! Und was wussten diese vier Personen eigentlich vorher von einander?!! Als dann auch noch die jung-erwachsene Tochter Livia in der Zwei-Paares-Idylle auftaucht (sie hat sich selbst eine Auszeit aus ihrer Ausbildung in der Schauspielschule „genehmigt“ bzw. genommen) und sehr wohl bewusst durch ihr Verhalten zu den (gedanklichen) Verwirrungen der männlichen Protagonisten beiträgt, war es mir eigentlich schon zu viel. Dieses (zwischenmenschliche) Rumgezicke auf der einen Seite oder das penetrante Gutmenschentum (den anderen permanent helfen zu wollen) der Hauptpersonen auf der anderen Seite nervte mich, ehrlich gesagt. Ja, klar, Protagonisten müssen nicht unbedingt sympathisch sein; und hier war mir eigentlich niemand auch nur annähernd sympathisch. (Gedankliches) Innenleben (hier oftmals z.B. Selbstmitleid) der Protagonisten gibt es generell in anderen Romanen auch; aber in diesem Roman stimmte für meinen Geschmack die Mischung nicht, so dass mich das Lesen „anstrengte“ und mich innerlich grantig machte. Beispiel Livia's Bühnenauftritt (S. 234): „Noch waren die Scheinwerfer aus, aber sie konnte im Halbdunkel gut sehen. … Dabei warf sie immer wieder unauffällig Blicke ins Publikum. Wo war er? Sie ging Reihe für Reihe durch. Er war nicht da. Die Enttäuschung traf sie wie ein Schlag in den Magen. Alle waren gekommen. Nur Alexander, ausgerechnet er, interessierte sich nicht dafür, was sie machte. Das Licht über ihr erstrahlte, ihr Zeichen, mit dem Monolog zu beginnen. Da saß ihre Mutter, in der letzten Reihe. Sie litt schon jetzt, aber wie schlecht würde es ihr erst gehen, wenn das ganze Dorf darüber tuschelte, wie unbegabt ihre Tochter war. Livia sagte die ersten Sätze auf wie ein Kind, das einen Schulaufsatz herunterleiert. Ihr Blick fiel auf Diana, und ein schlechtes Gewissen überkam sie. Diana hatte sich so viel Mühe mit allem, gegeben. Nein, eben nicht mit allem. Nicht mit ihr. Ihre Wut kehrte zurück. Diana war selbst Schuld. Sie hatte Livia hängen gelassen, die Rolle nicht mit ihr erarbeitet. Nun bekam sie ihre Quittung.“ Somit war das Ganze (inhaltlich und vom Schreibstil her) nicht so ganz mein Fall.

    Mehr
  • Stille Wasser und trügerische Nähe. Ein Familienidyll zerfällt...

    Trügerische Nähe

    Floh

    Die ambitionierte Autorin Susanne Kliem, die sich im Genre Spannungsliteratur bereits einen bekannten Namen erschrieben hat, präsentiert hier in ihrem neuesten Werk „Trügerische Nähe“ einen Krimi, der seinem Namen und Titel aller Ehre macht. Harmonie und Idyll weilen nur kurz. Ein grausamer Mord bringt die Gemüter gegeneinander auf und eine explosive Mischung aus Charakteren, Hintergrund, Vergangenheit und Verrat entsteht. Hochspannend, unerwartet und mit tiefem Kern, der zum Sinnieren anregt. Wieder einmal wundere ich mich und kann es kaum glauben, dass die aufgebaute Idylle so trügerisch wirken kann, dass man alles Böse abwenden will und kaum das grausame Vergehen verstehen kann… Denn hier spüre ich die ländlichen Einflüsse, das Dorfleben, den Hof, die Freundschaft und Einheit, die Menschen und Vegetationen hautnah und mit jedem Wort. Die Autorin Susanne Kliem versetzt den Leser live und hautnah an einen Tatort, der so erschütternd und grausam ist, und wo man meint, seinen Nachbarn noch zu kennen und keine Geheimnisse verborgen bleiben...fast keine Geheimnisse... Erschienen im carl´s books Verlag (http://www.randomhouse.de/carlsbooks/) Zum Inhalt: "In einem Dorf vor den Toren Berlins erfüllen sich zwei Paare Mitte vierzig ihren Traum: Sie ziehen auf einen stilvoll renovierten Hof und freuen sich auf ein beschauliches, naturnahes Landleben. Die beiden Männer kennen sich aus Studienzeiten, auch ihre Partnerinnen Marlis und Nora verstehen sich gut. Als ganz unerwartet Livia, Marlis’ attraktive Tochter aus erster Ehe, auftaucht, setzt sie eine gefährliche Dynamik in Gang. Die junge Frau wirkt verzweifelt, scheint in etwas verstrickt, über das sie nicht sprechen möchte. Alle sorgen sich um sie. Doch Livia verfolgt ihre ganz eigenen abgründigen Interessen und spielt die Bewohner gnadenlos gegeneinander aus. In kürzester Zeit verwandelt sich der idyllische Hof in einen beklemmenden Ort: Eifersucht, Neid und Verdächtigungen vergiften alle Beziehungen und enden in erbitterter Feindschaft. Dann wird auf einer Waldlichtung eine Leiche gefunden. Und allen ist klar, dass der Täter nur einer von ihnen sein kann …" Handlung: Hier ist der Titel (leider) Programm und auch das Cover ist Teil des Inhalts von perfiden Machenschaften, Gelüsten und Verbrechen. Noch immer bin ich schockiert und gefesselt. Dieser Fall setzt nicht nur das Ehepaar Marlis und Johannes zu, sondern auch dessen Freunde Alexander und Nora mit Sohnemann Lukas. Ein bitteres Ereignis und eine tragische Offenbarung stellen die Freundschaft und das Zusammenleben der beiden Paare auf die Probe. Eine Herausforderung nicht nur für die Protagonisten im Buch, sondern auch für die Leser, die mit solchem Gräuel nicht zu rechnen scheinen. Eine inszenierte Leiche wird gefunden. Ein grausames Bild, ein verstörender Anblick. Dieser Fund wirft Fragen auf, besonders beim Leser. Wer ist diese tote Person und wer ihr Mörder? Welche Psychospielchen spielt die schöne und junge Livia, Marlis Tochter aus erster Ehe? Wer wagt einen solchen Schritt und zeigt solche perfiden Handlungen und Taten? Marlis erbt einen Hof in einem kleinen Dorf. Zusammen mit ihrem Ehemann Johannes und dessen Jugendfreund Alexander samt Ehefrau Nora und Sohn Lukas ziehen sie dort ein, um endlich ein ruhigeres Leben abseits des Städtetrubels am Rande Berlins zu führen. Doch dieses Idyll währt nur kurz. Mit dem plötzlichen Auftauchen von Tochter Livia aus erster Ehe von Marlis wendet sich das Blatt und ihre Person hitzt die Gemüter auf. Alle scheinen blind zu sein, geblendet und betört. Einzig Nora ist wachsam und behält Livia im Auge… Die Stimmung auf dem Hof wird zunehmend feindseliger, schwelende Konflikte brechen auf, wachsende Zwietracht und Intrigen verpesten den Traum vom friedlichen Landleben. Seinen Höhepunkt findet das Ganze in einem rätselhaften Mord … Als wäre der Fall an sich, und der Fund der Leiche, nicht erschütternd und aufrüttelnd genug, so gesellen sich weitere verstrickte Konflikte in die Gemeinschaft, die langsam aber sicher zu zerbröckeln beginnt und wirklich alle Taten und Intrigen möglich werden lässt. Morde und arge private Ungereimtheiten und eine Suche nach dem Warum. Hätte man früher hingeschaut, wäre vielleicht manches nicht passiert. Die Geschichte ist absolut logisch und nachvollziehbar aufgebaut, jedoch so verstörend, krass und beängstigend, dass man gar nicht glauben mag, wie viele Mitwisser und Mittäter es hier gibt. Stille Wasser sind tief und brackig…. Harmonische Idyllen sind trügerisch. Obwohl absolut nachvollziehbar, hatte ich mit diesem Ende bzw. der Aufklärung nicht gerechnet. Schreibstil: Die Autorin Susanne Kliem besitzt einen so bildhaften und eindringlichen Schreibstil, dass sie mich schon gleich mit ihren ersten Zeilen und Ausführungen im Prolog überrascht und neugierig gemacht hat. So viele erste Fragen kommen auf und viele weitere folgen noch… Ein Krimi, der den Leser sofort mitreißt, ihn sofort ins noch heile Idyll mitnimmt. Die Charaktere lernt man sehr früh sehr gut kennen und meint ein authentisches Bild von einzelnen zu bekommen. Doch wer zu welchen Taten und Gedanken fähig ist, das wird erst langsam im Verlauf der Handlung offenbart. Die Kapitel wechseln aus der Erzählperspektive zwischen Nora, Johannes, Livia und Boris (den man erst zum späteren Zeitpunkt kennelernt). Das macht die Geschichte sehr authentisch und erhöht auch den Spannungsbogen enorm. Susanne Kliem hat einen so herrlichen und mit Witz gespickten Schreibstil, dass sie gleich zu Beginn all meine Sympathiepunkte erhaschte und auch in einem so eindringlichen Krimi gnadenlos damit überzeugen kann. Mit ihrem erschütternden Prolog fesselt die Autorin den Leser an die Ereignisse und lässt diesen nicht mehr los, bis wirklich alle Fragen beantwortet und verknüpft sind. Sie nutzt unter anderem den typischen Schreibstil für einen gelungenen Krimi, denn sie legt unglaublich viele (falsche) Spuren, sorgt für Irrungen und Wirrungen, streut Handlungsstränge und lässt den Leser an den Ermittlungen aktiv teilhaben und mit den Protagonisten und Eheleuten an den Vorfällen verzweifeln, sowie an den privaten Problemen nagen. Susanne Kliem formt wunderbare Dialoge mit authentischem Wortlaut und eine ausgezeichneten klaren Sprache und mit wirklich realitätsnahen Bewohnern und Leuten im Dorf. Sehr gut gemacht und toll präsentiert, ohne zu viel Regionalcharakter abzuladen, hat die Autorin immer in den passenden Momenten und Situationen ihren lokalen brandenburgerischen Touch einfließen lassen, ohne vom Kern der Kriminalhandlung abzuweichen. Nichts überladen oder übertrieben, fein abgestimmt und wunderbar gewürzt. Krimiautorin Susanne Kliem wartet mit einem Krimi auf, der sehr emotional und beklemmend ist. Mutig, provozierend und erschütternd. Ihr Krimi unterhält und sorgt für Lesevergnügen, bietet unheimlich viel Spannung mit ganz viel Irrung und Wirrung in den Ermittlungen und sorgt mit Psychothrill und einer unglaublich erschütternden Handlung und Motivation für Entsetzen. Neben der lastenden Schwere des Falls und der Mordhintergründe, gibt es wahnsinnig viel zu entdecken und zu erleben. Viele besondere Charaktere und viele einzigartige Nebenhandlungen und Konstellationen. Sie schreibt flott, flüssig, humorig und trifft den Nerv der Zeit und lässt trotz aller Tragik und Betroffenheit an manchen Stellen die Bauchmuskeln zucken. Charaktere: Viel Geschick und Können beweist die Autorin wieder bei der Auswahl der Charaktere. Hier treffen wir auf zwei befreundete Ehepaare, die sich mit einem geerbten Hof ein beschauliches Leben unter Freunden ausmalen und verwirklichen. Die Harmonie scheint perfekt, bis die schöne und junge Livia auftaucht und das Leben auf dem Hof eine scharfe Note bekommt. Intrigen, Spielchen, Verrat und Vertuschung. Neben den Paaren Marlis und Johannes, sowie Alexander und Nora treffen wir aber auch immer wieder viele neue Nebenrollen und Figuren, deren Psychogramme ein Gefühl von Machtlosigkeit, Entsetzen und Erschütterung, sowie ein Schmunzeln, Sympathie und Harmonie erzeugen. Auch die arttypischen Dorfbewohner, mit ihren Lügen, Heimlichkeiten, Halbwahrheiten und Verschleierungen haben mir sehr gefallen. Dann gibt es hier eine geballte Anzahl Widerlinge, Unsympathen und Psychopathen. WOW. Nach und nach erfahren wir immer mehr über die tote Person und den Mordhintergründen. Zu ihrer Vergangenheit, ihrer Familie und den schrecklichen Tod. Eine Suche in der eigenen Vergangenheit, eine Ahnung möglicher Spuren. Auf dem Weg bis zum Täter, begegnen wir Leser noch vielen Charakteren aus Familie, Umfeld, Zeugen und Nebenrollen. Jeder könnte es gewesen sein. Wer hat was zu vertuschen? Wer hat eine alte Schuld offen? Wer fühlt sich verletzt, wer hätte ein eindeutiges Motiv? Wer ist hier eigentlich Opfer und wer ist Täter? Knifflige Konflikte entstehen hier. Wir treffen auf sympathische und unsympathische Figuren und dürfen manche Überraschungsmomente erleben. Autorin Susanne Kliem beweist großes Geschick, denn sie bringt die vielen Rollen und Nebenrollen in Einklang und lässt den Leser somit mitfühlen und ganz wichtig: Sie lässt den Leser an den bewegenden Ereignissen und Wendungen teilhaben! Im sagenhaften Showdown führt sie die Handlungsstränge und Puzzleteile zusammen...WOW. Bitte mehr davon und zwar schnell… Meinung: Das Treiben rund um die den Mord, der Suche nach dem Täter, die privaten Probleme, die Aufarbeitung der Vergangenheit, der erste große Streit, die Ermittlungsversäumnisse, die Mitwisser, all die Geheimnisse und Konstellationen um den Mordhergang, um den oder die Täter/in, um die Opfer, um die Mutmaßungen, um die Wendungen und Kuriositäten sind äußerst irr und wirr aber mehr als unterhaltsam und spannend dargestellt. Die Autorin Susanne Kliem ist sich ihrem Genre bewusst, sie hat eine geballte Menge an Facetten und Handlungsstücken geboten und verzettelt sich in keiner Zeile. Respekt und großes Lob. Da mich dieser Krimi absolut durch seine Charaktere, die Story, die Umstände, die ganzen Ideen, die Dialoge und vor allem die verschrobenen Konstellationen absolut überzeugt und unterhalten hat, gibt es von mir ohne Wenn und Aber wohl verdiente 4 Sterne +++. Einziger Kritikpunkt von mir sind die sehr ausladenden Ruheoasen, wo sehr lang sehr viel erzählt wird und wenig passiert.   Dieses Buch ist dennoch sehr nagend, thematisch schwer und sehr komplex, obwohl locker und mit Humor versehen. Pluspunkt ist auch hier der idyllische Landcharakter, sehr reizende Schauplätze und Menschen (naja, zum Teil zumindest). Die Autorin reizt den Leser zum Schubladendenken und lässt diesen gekonnt damit auflaufen. Gerade die schöne heile Welt bröckelt langsam vor sich hin und immer neue Abgründe tun sich auf. Psychische Störungen, Rache und Vergeltung, Lug und Betrug, Kaltherzigkeit und widerliche Machenschaften...Schließlich bringt es viel Potential für eine Kriminalhandlung gepaart mit verschrobenen Persönlichkeiten, dem Wahren der Idylle und des eigenen Ansehens, Verrat, Misstrauen und Lügen....all das vereint zaubert einen Krimigenuss wie er sein soll! Auch die Schauplätze sind gekonnt gewählt und machen das Geschehen lebendig und real. Manche Charaktere hat man als Leser so sehr ins Herz geschlossen, manche Personen und Handlungen sind einfach nur abscheulich und nicht zu entschuldigen. Grauenvoll und hochspannend. Cover: Titel und Cover passen hier einmalig stimmig und perfekt zum Inhalt. Versprochen. Auch der Titel ist Programm. Ein gelungenes Motiv, es passt zum Schauplatz, zum Lebensgefühl und zum Gesamtpacket: Krimigenuß! Die Kapiteleinteilung gefällt mir gut, das Schriftbild ist sehr angenehm und das Buch liegt bequem in der Hand. Die Autorin: "Susanne Kliem wurde 1965 am Niederrhein geboren. Sie arbeitete u.a. als Pressereferentin für Fernsehserien von ARD und ZDF und für das größte deutsche Theaterfestival »Theater der Welt«. Ihre Krimis wurden bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihr 2013 bei carl's books Die Beschützerin." Pressestimme: „Kliem erzählt ‚Trügerische Nähe‘ wie ein Kammerstück; das Böse erwächst aus der bürgerlichen Mitte. Charaktere, Naturbeschreibungen und Dialoge vermitteln ein äußerst alltagsnahes und atmosphärisch dichtes Bild über ein Milieu, das sich gerne auf der Siegerstraße wähnt.“ (Quelle: Verlagshomepage; Zitat: Märkische Allgemeine Oderzeitung) Fazit: Ein komplexer und ausgefeilter Krimi mit absolut unschlagbaren Protagonisten und persönlicher Spannung zwischen den Paaren. Ein Buch mit Suchtpotential für alle Spannungs- und Ermittlungsliebhaber und Leser anderer Familiengeschichten! 4 Sterne +++!

    Mehr
    • 8
  • Handlung plätschert dahin

    Trügerische Nähe

    aftersunblau

    26. November 2015 um 11:18

    Als Marlis einen Hof in einem kleinen Dorf erbt beschließen sie und ihr Mann Johannes mit einem befreundeten Ehepaar dort einzuziehen. Sie genießen dort die Idylle abseits des Stadtlebens und leben sich schnell ein. Doch dann kommt Marlies Tochter Livia dazu und mit der Ruhe ist es vorbei. Die 20 jährige spielt die anderen gegeneinander aus und spinnt eine Intrige ach der anderen. Ich mag den Schreibstil von Susanne Kliem sehr, ihre Storys lassen sich schnell lesen, wobei auch die kurzen Kapitel beitragen. von der Geschichte hier war ich jedoch enttäuscht. Die Handlung plätschert seicht dahin und das spannendste beim Lesen war darauf zu warten wann es denn endlich richtig losgeht. Darauf muss man sich bis auf die letzten 50 Seiten gedulden, da überschlagen sich dann die Ereignisse und es wird schon manchmal zu viel. Wer einen Krimi erwartet wird schwer enttäuscht sein, es ist eher ein Psychothriller, wobei Thriller auch das falsche Wort ist, denn der Thrill fehlt so gut wie ganz. Schade Frau Kliem, das haben sie schon besser gemacht.

    Mehr
  • Trau dem Frieden nicht!

    Trügerische Nähe

    Lienz

    Das Lob, das Elisabeth Herrmann diesem Krimi ausspricht, ist absolut gerechtfertigt. Es ist einige Zeit her, dass mich ein Buch derart begeistert hat. Ich will nicht lange reden, sondern auf den Punkt bringen, warum „Trügerische Nähe“ in meinen Augen so hervorragend ist: Die Charaktere haben mich tatsächlich in meinen Gedanken begleitet – und sie haben mich bis jetzt nicht losgelassen. Neun authentische Personen sind das – und wenn auch nicht alle gleichmäßig im Vordergrund stehen, so bewegt jeder der Neun die Handlung und treibt sie an. Mich beeindrucken dabei zwei Dinge: wie sauber und zielgerichtet die Handlungsfäden gesponnen und wie echt Nora, Alex, Marlis, Johannes, Lukas, Livia, Diana, Boris und Hanna sind. Susanne Kliem schreibt kein Wort zu viel – und auch keines zu wenig. Jedes ihrer Worte ist bewusst gewählt und trifft ins Schwarze. Die Handlung überzeugt bis ins kleinste Detail, denn ich und du – wir könnten einer der Charaktere sein. Jedes der Gefühle hat jeder von uns schon erlebt. Und daraus entsteht die einem Sog gleiche Spannung (wie bereits eine Kollegin hier gesagt hat) um den Plot, der ein klassisches Rätsel um die Identität des Mörders ist.   Trügerische Nähe ist zudem ein sprachlicher Hochgenuss, weil Susanne Kliem die deutsche Sprache meisterhaft beherrscht und einsetzt, beispielsweise eine Passivform an unerwarteter Stelle, was im Film einem Spezialeffekt gleich käme (S. 225). Dazu schöne Bilder aus Worten gemalt (z.B. S. 74 oder S. 274).   Ganz persönlich gesprochen, finde ich auch klasse, dass die rechtlichen Details vollkommen korrekt sind, insbesondere die Sache mit dem „Mord“ nach deutschem Recht. Zudem mag ich die zart am Rande anklingende Romanze, die dem Krimi das Tüpfelchen aufs i gibt.   Wenn ich als „Krimikonsument“ ein Mitspracherecht bei der Shortlist für den Deutsche Krimipreis hätte, würde ich „Trügerische Nähe“ auf die Liste setzen.   „Trügerische Nähe“ würde ich jedem empfehlen, der intelligente Spannung mag, egal ob Fan von Klassikern wie Agatha Christie oder eher von blutigen Thrillern. Intelligente Spannung zieht immer.

    Mehr
    • 8

    Arun

    28. October 2015 um 00:02
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks