Susanne Kliem Trügerische Nähe

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Inhaltsangabe zu „Trügerische Nähe“ von Susanne Kliem

In der Nähe von Berlin erfüllen sich zwei befreundete Ehepaare den Traum vom Landleben. Die Männer sind Studienfreunde, und auch Marlis und Nora verstehen sich gut. Doch als unerwartet Livia, Marlis‘ 20-jährige Tochter aus erster Ehe auftaucht, wird die Atmosphäre empfindlich gestört. Livia beginnt, die Männer mit ihrer Attraktivität gegeneinander auszuspielen. Das Idyll wird zu einem beklemmenden Ort des Misstrauens. Und plötzlich ist Livia spurlos verschwunden.

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  • Die tolle Sprecherin hat den 5. Stern gerettet

    Trügerische Nähe
    Antek

    Antek

    26. October 2015 um 18:17

    Es geht mit einem ergreifenden Prolog los, in dem in einem unheimlichen Waldstück eine Leiche entdeckt wird. Damit ist die Aufmerksamkeit sofort geweckt. Dann beginnt die Handlung mit Nora, die davon berichtet, dass sie sie nach langer Zeit endlich wieder glücklich ist. Diese Idylle trügt, auch wenn anfangs alles danach auszusehen scheint. Nach einem Burnout hat sie mit ihrem Ehemann Alexander und Sohn Lukas die Gelegenheit ergriffen, dem hektischen Stadtleben den Rücken zu kehren.  Marlies, die Ehefrau von Alexanders Jugendfreund Johannes, hat einen Hof in einem kleinen Dorf geerbt, der groß genug ist, um dort mit zwei Familien zu leben. Man merkt allerdings recht schnell, dass die wiederbelebte Jugendfreundschaft nicht die beste Grundlage für ein gemeinsames Leben auf solch engem Raum ist. Nicht nur Marlies und Nora sind immer öfter nicht einer Ansicht, sondern auch Johannes und Alexander haben oft verschiedene Meinungen. Auch wenn dies offen nicht wirklich angesprochen wird, sind die negativen Schwingungen deutlich zu spüren. Immer schlimmer wird dies, als Marlies Tochter Livia, für die die Schauspielschule doch nicht die Erfüllung des Lebenstraums war, auch auf dem Hof auftaucht und die schwelenden Konflikte immer mehr aufbrechen. Die Sprecherin Elisabeth Günther, die mir bisher unbekannt war, macht hier ihre Arbeit wirklich hervorragend. Sie stellt die einzelnen Charaktere, die alle durch unterschiedliche Perspektiven zu Wort kommen,  so gekonnt ins Bild, besser könnte es nicht gehen. Sie schafft es in ihren Vortrag die bedrohliche Stimmung zu legen und so ist man beim Hören wirklich gebannt. Zudem hat sie eine äußerst angenehme Stimmlage, sodass das Hören wirklich Freude bereitet. Ich denke sie hat damit der Handlung die entscheidende Spannung verliehen. Die Charaktere sind auf wenige begrenzt, dafür werden sie wirklich gelungen dargestellt. Nora wirkt nach  Burnout fast zerbrechlich, und schluckt ganz viel hinunter, was ihr auf dem Herzen liegt. Kummer bereitet ihr auch Sohn Lukas, bzw. viel mehr, dass sie an ihn überhaupt nicht mehr herankommt.  Marlies hat gern das Sagen, macht sich vielleicht auch einfach keine solch großen Gedanken um andere. So merkt sie auch nicht, dass die Schauspielschule wohl eher ihr eigener, als Livias Wunsch war. Livia versucht gekonnt alle gegeneinander auszuspielen, auch das bleibt Marlies natürlich verborgen. Nur Nora scheint bessere Antennen zu haben. Johannes und Alexander, gehen ja auch noch ihren Berufen in der Stadt nach, sehen das Offensichtliche wohl auch zu spät. Die Handlung hat mich in den Bann gezogen, was aber auch hauptsächlich der Verdienst der guten Sprecherin ist. Ich bin mit der Erwartung eines Krimis an dieses Hörbuch herangegangen und wenn man dies tut, wird man nach einem packenden Prolog erst einmal eine ganze Weile lang eher enttäuscht. Trügerische Nähe liefert tolle Charakterstudien, die einen fesseln, gar keine Rede, aber Mord und Ermittlungen gibt es eigentlich erst gegen Ende. Allerdings bekommt man auch tolle Einblicke ins Landleben. Ich bin überzeugt, dass ich beim Lesen sicher nur vier Sterne für die Geschichte vergeben hätte, aber als Hörbuch fand ich Trügerische Nähe wirklich gelungen, deshalb gibt es auch noch 5 Sterne.

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