Susanne Knecht Flora Tristan und Lady Callcott

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Inhaltsangabe zu „Flora Tristan und Lady Callcott“ von Susanne Knecht

"Die ungestüme Mrs. Graham verheißt dem guten Callcott eine trübe Zukunft." - Dieses Urteil - zufällig gefunden in einem Ausstellungskatalog - über Maria Graham, die Frau des angesehenen Landschaftsmalers Callcott, setzte Susanne Knecht auf die Spur einer Frau, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Südamerika bereist hatte. "Der Fund war ein Glücksfall, weil mich schon seit langem eine andere Frauenfigur mit Südamerika-Erfahrung fesselte: Flora Tristan ... Mein Vorhaben stand fest: Die zwei Einzelgängerinnen ... sollten nebeneinandergestellt, ihre Abenteuer, ihre Begegnungen mit Regierungschefs, Revolutionshelden, kolonialen Familienpatriarchen verknüpft werden. ... In Chile und Peru reiste ich Graham und Tristan nach, sah Städte und Straßen, wo sie gelebt, Landschaften, die ihre Texte geprägt hatten, versuchte mit heutigem Blick zu verstehen, was ihnen damals vertraut oder auch sehr fremd erschienen war." Flora Tristan, die Großmutter des Malers Paul Gauguin, stand mittendrin in den letzten Scharmützeln der peruanischen Unabhängigkeitskriege. Maria Graham, spätere Lady Callcott, beobachtete im Brennpunkt des Geschehens sowohl die chilenischen wie auch die brasiliansichen Revolutionswirren. Beide reisten allein und auf sich gestellt, beide berichteten scharfsinnig und scharfsischtig über das Chaos der untergehenden Kolonialreiche. Spannend und komisch, mit untrüglichem Blick für das charakteristische Detail und die Wirrungen des Alltags, verbinden sie eigene Erfahrungen, Abenteuer, Liebesgeschichten mit der Analyse der gesellschaftlichenund politischen Zustände zu einem faszinierenden Zeitbild- Ihre Berichte sind so geistreich und klug, so frisch und aktuell, dass sie noch heute die Titelseiten der Tageszeitungen bereichern könnten. Zurück in Europa wählten beide ungewöhnliche Pfade. Tristan begann ihre Karriere als Publizistin und Sozialreformerin. Es heißt, Marx und Engels hätten ihre Berichte als Beweismaterial genutzt. Später zog sie allein quer durch Frankreich und hielt - regelmäßig von der Polizei verfolgt - flammende Reden an die Arbeiterschaft5, sich gegen die Unterdrückung zu wehren. Ein Denkmal in Bordeaux erinnert an die Kämpferin. Maria Graham kehrt nach London zurück und widmete sich dem Schreiben, heiratete den Kunstmaler Sir Augustus Callcott und reiste mit ihm ein Jahr durch Europa. Ihr Vermächtnis, das Buch "Little Arthur's History of England", ist ihre ureigene Utopie und hat sich bis ins 20 .JAhrhundert mehr als eine Million mal verkauft.

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