Das Buch habe ich im Urlaub im Regal unseres Ferienhauses gefunden und einfach mal angefangen. Es hat mich von Beginn an zum Weiterlesen animiert, obwohl es weder literarisch noch inhaltlich nun wahnsinnig anspruchsvoll ist.
Aber – es ließ sich unglaublich leicht lesen, war sehr amüsant und stellenweise auch spannend – obwohl man als Leser(in) – ich denke, die passende Zielgruppe sind eindeutig junge Frauen – schon ahnt, dass am Ende (fast) alles gut wird!
Worum geht es? Rotrud, eine junge Burgherrin, die über die Sturheit eines Esels, die Attraktivität eines Suppenhuhns aber die Klugheit einer Eule verfügt – so ihre eigenen Worte – muss sich mit allerlei Widrigkeiten herumschlagen. Zuerst werden plötzlich menschliche Knochen in einer Truhe auf ihrer Burg gefunden, dann gerät ihr Vater unter Mordverdacht und sie ist ziemlich auf sich allein gestellt. Der Spielmann Trushard, den sie trotzig gegen ihres Vaters Willen beherbergt, gibt ihr außerdem Rätsel auf. Ist er ehrlich zu ihr?
Als ein weiterer Mord geschieht und auch auf Rotrud ein Anschlag verübt wird muss sie ihren durchaus vorhandenen Mut zusammennehmen und unbedingt herausfinden, wer hinter allem steckt. Dabei ist es nicht immer leicht, Freund und Feind auseinander zu halten...
Das Buch spielt im 12. Jahrhundert, zur Zeit Barbarossas, welcher eine große Rolle einnimmt. Rotrud, eine Art „Bridget Jones des Mittelalters“ wie eine andere Rezensentin zutreffend schrieb ist ungewöhnlich mutig, schlagfertig und klug – höchstens in Liebesdingen etwas naiv. Aus ihrer Sicht wird der Roman in der Ich-Form erzählt.
Im Grunde ist es ein mittelalterlicher Krimi, hat aber auch viel von einem Liebesroman und sehr viel Witz.
Ich habe Rotrud bei ihren Abenteuern sehr gern begleitet, darum bekommt das Buch obwohl – oder weil? - es kein typischer Historienroman ist, von mir 4 Sterne. Wer nicht zu hohe Ansprüche hat und das Genre mag wird nicht enttäuscht.










