Susanne Kronenberg Totengruft

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Inhaltsangabe zu „Totengruft“ von Susanne Kronenberg

Grit Blancke und ihre Freundin Marlies Hebisch führen ein Frauenhaus in Wiesbaden-Biebrich. Bei Umbauarbeiten erleiden sie einen Schock: Hinter der Wandverkleidung kommt eine mumifizierte Leiche zutage. Der Mann starb offenbar einen grausamen Tod. Grit, die sich um den Ruf des Frauenhauses sorgt, zieht die Wiesbadener Privatdetektivin Norma Tann hinzu. Deren Ermittlungen führen weit in die Vergangenheit, ins Kriegsjahr 1918, und zur Biebricherin Toni Sender, der Politikerin und Kriegsgegnerin.

Spannende Verwicklung von zwei Mordfällen, die beide geklärt werden, obwohl der erste Mord schon vor fast 100 Jahren stattfand.

— Isador

Unterhaltsamer Stadtteil-Krimi mit interessanten Informationen

— Buecherspiegel

beste Unterhaltung, eine gut durchdachte und – zumindest zum Schluss hin – hochspannende Story und facettenreiche Charaktere.

— Bellexr

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  • Krimi und Geschichte

    Totengruft

    sab-mz

    09. August 2014 um 15:51

    Susanne Kronenberg ist mit diesem Norma Tann - Krimi ein Buch gelungen, das einen spannenden Kriminalfall mit einer Person der Wiesbadener Geschichte und einem gehörigen Schuß Wiesbadener oder genauer Biebricher Lokalkolorit vereint. Die Expolizistin und Privatdetektivin Norma Tann, will sich nun endlich um sich selber kümmern. Sie möchte Ihre Probleme aufarbeiten, die ihr ihren Polizeijob unmöglich machen. Deshalb begibt sie sich bei der Psychotherapeutin Marlies Hebisch in Behandlung. Marlies Hebisch und Grit Blancke haben zusammen ein Frauenhaus gegründet, das, nach Grits Großvater, Dr.-Halbrock-Haus benannt wurde. Norma kommt ins Haus und erlebt den Trubel um die Sanierung. Es kommt wie es kommen musste, ein Kriminalfall kommt ins Spiel. Im Haus wird hinter einer Wandverkleidung eine mumifizierte Leiche entdeckt. Grit zieht Norma, in deren Eigenschaft als Privatermittlerin, zum Fall hinzu. Sie möchte nicht, dass die Polizei zuviel Wirbel macht. Das könnte schlecht sein für das Image des neuen Frauenhauses. Norma ermittelt und trifft auf ihre alten Kollegen. Sie helfen sich gegenseitig, es ist fast wie früher. Auch Timon, den Gerichtsmediziner, trifft sie wieder. Timon, der Norma nicht nur als Kollegin mochte, den sie aber immer abwies. Wird mehr daraus? Im Laufe der Ermittlungen trifft Norma auf Toni Sender, die einzige Person in diesem Buch, die real existiert hat. Und damit trifft sie auf ein Stück Wiesbadener und deutscher Geschichte. Toni Sender, die eigentlich Sidonie Zippora Sender hieß, wurde 1888 in Biebrich geboren. Sie war Jüdin, setzte schon in frühen Jahren ihren Kopf durch und machte eine Ausbildung in Frankfurt gegen den Willen der Eltern. Toni Sender kämpfte für den Frieden, arbeitete als Journalistin. Sie war SPD-Mitglied und Mitglied des Deutschen Reichstags. Sie flieht in die USA und arbeitet für die Vereinten Nationen. Diese mutige Frau spielt eine Rolle bei den Ermittlungen, die ins Jahr 1918 führen. Susanne Kronenberg ist mal wieder ein Krimi gelungen, der mehr ist als Fiktion. Das Einbinden von Toni Sender und die Geschichte dieser Frau lassen dieses Buch auch einen Teil deutscher Geschichte ins Visier des Lesers kommen. Man wird aufmerksam auf Dinge, die man sonst nicht so beachtet. Ein Krimi, der spannend ist bis zur letzten Seite.

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  • Krimi und Geschichte

    Totengruft

    sab-mz

    09. August 2014 um 15:51

    Susanne Kronenberg ist mit diesem Norma Tann - Krimi ein Buch gelungen, das einen spannenden Kriminalfall mit einer Person der Wiesbadener Geschichte und einem gehörigen Schuß Wiesbadener oder genauer Biebricher Lokalkolorit vereint. Die Expolizistin und Privatdetektivin Norma Tann, will sich nun endlich um sich selber kümmern. Sie möchte Ihre Probleme aufarbeiten, die ihr ihren Polizeijob unmöglich machen. Deshalb begibt sie sich bei der Psychotherapeutin Marlies Hebisch in Behandlung. Marlies Hebisch und Grit Blancke haben zusammen ein Frauenhaus gegründet, das, nach Grits Großvater, Dr.-Halbrock-Haus benannt wurde. Norma kommt ins Haus und erlebt den Trubel um die Sanierung. Es kommt wie es kommen musste, ein Kriminalfall kommt ins Spiel. Im Haus wird hinter einer Wandverkleidung eine mumifizierte Leiche entdeckt. Grit zieht Norma, in deren Eigenschaft als Privatermittlerin, zum Fall hinzu. Sie möchte nicht, dass die Polizei zuviel Wirbel macht. Das könnte schlecht sein für das Image des neuen Frauenhauses. Norma ermittelt und trifft auf ihre alten Kollegen. Sie helfen sich gegenseitig, es ist fast wie früher. Auch Timon, den Gerichtsmediziner, trifft sie wieder. Timon, der Norma nicht nur als Kollegin mochte, den sie aber immer abwies. Wird mehr daraus? Im Laufe der Ermittlungen trifft Norma auf Toni Sender, die einzige Person in diesem Buch, die real existiert hat. Und damit trifft sie auf ein Stück Wiesbadener und deutscher Geschichte. Toni Sender, die eigentlich Sidonie Zippora Sender hieß, wurde 1888 in Biebrich geboren. Sie war Jüdin, setzte schon in frühen Jahren ihren Kopf durch und machte eine Ausbildung in Frankfurt gegen den Willen der Eltern. Toni Sender kämpfte für den Frieden, arbeitete als Journalistin. Sie war SPD-Mitglied und Mitglied des Deutschen Reichstags. Sie flieht in die USA und arbeitet für die Vereinten Nationen. Diese mutige Frau spielt eine Rolle bei den Ermittlungen, die ins Jahr 1918 führen. Susanne Kronenberg ist mal wieder ein Krimi gelungen, der mehr ist als Fiktion. Das Einbinden von Toni Sender und die Geschichte dieser Frau lassen dieses Buch auch einen Teil deutscher Geschichte ins Visier des Lesers kommen. Man wird aufmerksam auf Dinge, die man sonst nicht so beachtet. Ein Krimi, der spannend ist bis zur letzten Seite.

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  • Unterhaltsamer Stadtteil-Krimi mit interessanten Informationen

    Totengruft

    Buecherspiegel

    02. April 2014 um 21:21

    Der Wiesbadener Stadtteil Biebrich steht im Mittelpunkt einer Kriminalgeschichte, die ihren Ausgangspunkt Anfang des letzten Jahrhunderts nimmt. Als Gaststar dieser Geschichte steht Toni Sender, einer Politikerin und Journalisten aus eben diesem Stadtteil, Patin für einen Mordfall, der 1918 begangen wurde. In einer alten Villa wird bei Sanierungsarbeiten eine Mumie entdeckt, ausgerechnet bei einer Kandidatin, Grit Blancke, die für den Toni-Sender-Preis vorgeschlagen wurde. Die zufällig anwesende Privatdetektivin Norma Tann wird von dieser beauftragt, den Fall aufzuklären, damit die in ihrer Villa untergebrachten und von Gewalt bedrohten Frauen wieder ruhig schlafen können. Denn das Haus wird als Zufluchtstätte für verfolgte Frauen genutzt, die von einer weiteren Kandidatin für den Preis mit betreut werden: die Psychotherapeutin Marlies Hebisch. Die dadurch entstehenden Verwicklungen zwischen verschiedenen Parteien sind einfallsreich entwickelt und locker beschrieben. Diesmal spielt der, einem bestimmten Stadtteil gewidmeten, Krimi, auch zum größten Teil in eben diesem, das habe ich schon anders gelesen. Die Ortsbeschreibungen treffen allesamt zu, einschließlich der wunderbaren Eiscafés! Leider sind die Charaktere der Protagonisten leicht durchschaubar und der Hinweis auf ein Detail lässt schnell auf die Lösung des Falles schließen. Trotzdem macht es einfach nur Spaß, diesen Krimi zu lesen, da die Rückblicke auf das vergangene Jahrhundert und die Einblicke in das Leben der Toni Sender interessante Informationen bieten.

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  • Ein 100 Jahre alter Mord

    Totengruft

    Bellexr

    08. February 2014 um 18:01

    Die Privatermittlerin Norma Tann beschließt, endlich etwas gegen ihre Panikattacken zu unternehmen und vereinbart einen Termin bei der Psychotherapeutin Marlies Hebach. Zusammen mit Grit Blancke führt die Therapeutin außerdem ein Frauenhaus in Wiesbaden-Biebrich. Bei Normas Termin ist die Renovierung der altherrschaftlichen Villa gerade in vollem Gange als beim Entfernen einer Wandverkleidung eine mumifizierte Leiche zum Vorschein kommt. Die Wiesbadener Mordkommission erscheint zwar in der Villa, doch die beiden Ex-Kollegen von Norma überlassen es der Privatdetektivin, in dem verzwickten Fall ohne Hoffnung auf Auflösung zu ermitteln. Und da Normas Neugier geweckt ist, begibt sie sich auf Spurensuche. Der Tote führt einen Brief mit Datum vom November 1918 bei sich, wie auch ein Foto der Politikerin und Kriegsgegnerin Toni Sender. Noch während Norma in die Vergangenheit eintaucht, geschieht ein weiterer Mord, was die Mordkommission wieder auf den Plan ruft. Für Norma ist sofort klar, dass der Mord aus der Vergangenheit eng mit dem in der Gegenwart in Verbindung steht.   Susanne Kronenberg baut ihren Mord aus dem letzten Kriegsjahr 1918 rund um die Biebricher Friedensaktivistin, Journalistin und Politikerin Sidonie „Toni“ Sender auf. Toni Sender wuchs in Wiesbaden-Biebrich auf und musste 1933 wegen ihrer jüdischen Wurzeln in die USA emigrieren. Dort arbeitete sie für die Vereinten Nationen. Die fiktive Geschichte rund um die Jugendjahre der Politikerin ist mit vielen Interessanten Fakten gespickt, was äußerst interessant ist. Und die Folgen dieser fiktiven Geschichte reichen bis in die Gegenwart. Inwieweit jedoch der gegenwärtige Mord mit dieser Geschichte in Verbindung steht, noch wer der Täter ist, verrät Susanne Kronenberg lange Zeit nicht. Die Autorin präsentiert ihren Lesern im Verlauf des Krimis einige Verdächtige, die durchaus ein Motiv für den Mord hätten, wodurch lange Zeit Rätselraten angesagt ist.   Gekonnt vermischt Susanne Kronenberg wieder die Ermittlungen von Norma mit deren Privatleben, was einen hohen Unterhaltungswert hat, aber auch die Neugier reizt, da man ja auch wissen möchte, wie es mit dem Fall weitergeht. Zwischendurch verlegt die Autorin ihren Roman aber auch immer wieder in die Vergangenheit zu den Jugendjahren von Toni Sender und der fiktiven Person Julian Hahlbrock, ein Jugendfreund der Politikerin und Großvater von Grit Blancke. Mit der Zeit laufen die losen Fäden zusammen, man erkennt Zusammenhänger und kann sich auch das ein oder andere Motiv vorstellen, doch so recht auf einen Verdächtigen festlegen, mag man sich dann doch nicht.   Bei ihren schwierigen Ermittlungen geht die sympathische Privatdetektivin gewohnt unkonventionell vor, nutzt ihre guten Beziehungen zur Wiesbadener Mordkommission und scheut auch nicht davor zurück, sich mal ungebeten etwas genauer in einer Wohnung umzusehen. Privat befindet sich Norma in einer Zwickmühle zu Doppeldoktor Timon Frywaldt. Bisher war ihre freundschaftliche Beziehung rein platonisch, doch als Norma per Zufall den Gerichtsmediziner in herzlicher Umarmung mit einer anderen Frau sieht, erwacht die Eifersucht in ihr.  Die sonst so direkte, unkomplizierte Norma reagiert ungewohnt verschlossen und patzig, dabei stößt sie Timon mehr als einmal ziemlich vor den Kopf, was dieser jedoch ziemlich gelassen hinnimmt.   Fazit: Auch der 5. Fall von Norma Tann bietet wieder alles, was ein guter Lokalkrimi benötigt: beste Unterhaltung, eine gut durchdachte und  – zumindest zum Schluss hin – hochspannende Story und facettenreiche Charaktere.

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