Susanne Krones , Olaf Hintze Tonspur - Wie ich die Welt von gestern verließ

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Inhaltsangabe zu „Tonspur - Wie ich die Welt von gestern verließ“ von Susanne Krones

Was Freiheit ist, begreift man erst dann, wenn sie einem fehlt. Olaf Hintze hat während seiner Jugend in der DDR gespürt, was ihm dort gefehlt hat. Und er hatte den Mut, sein Land zu verlassen. Damals war er 25 und die Flucht aus der DDR noch immer mit Lebensgefahr verbunden. Niemand konnte absehen, dass wenige Wochen später die Berliner Mauer fallen würde, nach und nach brüchig gemacht von Menschen wie ihm. Seine Geschichte zeigt, welche Träume im Sommer 1989 auf den vollen Campingplätzen in Ungarn, in den überfüllten bundesdeutschen Botschaften und in den Aufnahmelagern in der Bundesrepublik geträumt wurden, wie Popmusik innerdeutsche Geschichte gemacht hat und wie ein einziges Buch die Kraft hatte, ein ganzes Leben zu verändern. * Jugendbuch des Monats der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, e.V., Juni 2014

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  • Buchverlosung zu "Tonspur - Wie ich die Welt von gestern verließ" von Susanne Krones

    Tonspur - Wie ich die Welt von gestern verließ

    myAvalon

    Hallo zusammen♥

    Auf meinem Blog verlose ich ein Exemplar von "Tonspur - Wie ich die Welt von gestern verließ"

    Weiter Infos gibt es hier auf meinem Blog:
    http://myavalon-blog.blogspot.de/2015/03/buchverlosung-tonspur-wie-ich-die-welt.html


    Ich wünsche Euch viel Spaß und hoffe, dass Euch die Idee gefällt♫
    Ganz liebe Grüße♥
    Jo

    • 3

    myAvalon

    31. March 2015 um 13:34
  • Rezension Tonspur

    Tonspur - Wie ich die Welt von gestern verließ

    Sonntagsschreiber

    26. May 2014 um 10:54

    „Von frühester Jugend an war nichts stärker gewesen als der instinktive Wunsch frei und unabhängig zu bleiben.“ (Stefan Zweig S.177) August 1989 versucht Olaf Hintze aus der DDR zu fliehen. Dabei verabschiedet er sich von seinen Freunden, während eines Urlaubes, um zurückzufahren. Doch sein Ziel ist nicht Erfurt, wo er lebt und arbeitet, sondern Sopran an der Grenze Österreichs. Von dort aus möchte er die Grenze überwinden und im Westen ein neues Leben anzufangen. Bis zu seiner Flucht lässt sich Olaf Hintze sein Leben durch den Kopf gehen. Der Protagonist wird in der auktorialen Erzählperspektive beschrieben, das heißt es kommen immer wieder Erläuterungen, die auf Gedanken oder Überlegungen der Person hinweisen, die aber erst in der heutigen Zeit aufgestellt wurden. Dadurch weiß der Leser mehr als die Person zu der Zeit in der das Buch spielt. Diese Art der Erzählweise macht das Buch spannend, da man weiß, dass es sich um eine Biografie handelt. Außerdem erhält man dadurch auf zwei Ebenen Informationen, auf der einen Wie und was die Person gedacht hat in der das Buch spielt und zum anderen wie Olaf Hintze nachträglich Sachen beurteilt. In Büchern die einen Historischen Zusammenhang haben, weiß man selbst immer mehr als der Protagonist, denn man hat einen Überblick über den Zeitraum und kennt Ereignisse die Später geschehen, wie hier im Buch das schon ein paar Monate später die Mauer fallen wird. Gerade dieses Ereignis ist mir beim Lesen immer wieder durch den Kopf gegangen. War es nicht vorhersehbar das die Mauer fallen wird? Gab es keinerlei Anzeichen? Auch das ist im Buch gut herüber gebracht worden. Es gab zwar Anzeichen von Lockerungen, wie zum Beispiel das die Selbstschussanlagen abgebaut werden sollen, aber trotzdem war es zu den damaligen Zeitpunkt nicht abzusehen, dass so etwas passieren könnte. Auch hielt Erich Honecker am Anfang des Jahres 1989 eine Rede, in dem er sagte die Mauer bliebe noch weitere 50 oder 100 Jahre bestehen. Olaf Hintze ist eine Kultur begeisterte Person. Er versucht so viel Kultur in sich aufzunehmen wie nur irgendwie möglich, dazu besucht er alle möglichen Konzerte, Opern und schreibt lange Listen in denen er seinen Wunsch Bücher festhält. Er Bereist Deutschland um etwa in Leipzig Bücher auszuleihen oder auf ein Konzert zu gehen. Denn an Kultur in der DDR heranzukommen ist schwierig, viele Sachen sind zensiert und werden in die sogenannten Giftschränke gepackt. Und Allgemein gibt es kaum Bücher zu kaufen, außer Bücher die den Prinzipien des Staates entsprechen. Um an Schallplatten oder Kassetten heranzukommen muss sich Olaf Hintze sie entweder tauschen oder sie auf seinen Reisen kaufen, um sie dann nach Erfurt zu schmuggeln. Das Buch wird durch den vom Protagonisten empfundenen Drang noch Kultur geprägt. Verdeutlich wird dies, durch lange Aufzählungen von besuchten Konzerten und Opern oder durch Bilder. Des Weiteren Spielt Stefan Zweig eine wichtige Rolle. Seine Bücher handeln von den Wunsch nach Freiheiten und werden immer wieder zitiert. Dabei fällt auf das Stefan Zweig es ähnlich gegangen sein muss wie Olaf Hintze nur zu einer anderen Zeit. Denn es geschieht mir oft, dass, wenn ich achtlos erwähne: „mein Leben“, ich mich unwillkürlich frage: „welches Leben?“ ( S.142 Stefan Zweig). Diese Stelle zeigt zwei Sachen, zum einen, dass sich Stefan Zweig sich ähnliche Fragen gestellt hat wie der Protagonist und zum anderen, dass ein Leben das man lebt nicht das sein muss das man leben möchte. Das Buch ist eher anspruchsvoll geschrieben, die Zitate von Stefan Zweig sind nicht immer auf Anhieb verständlich, tragen aber dennoch das Buch mit, da es den Kultur drang den Olaf Hintze beschäftigt unterstützt. Außerdem merkt man dadurch auch, dass der Charakter die Bücher die er bekommt, so oft liest bis er sie nahezu auswendig kann. Insgesamt ist das Buch für alle die mehr über die Kultur in der DDR wissen wollen empfehlenswert. Das Buch beleuchtet eine Geschichte, die aber vergleichbar mit vielen ist. Als Leser liest sich das Buch mit einen besonderen Reiz, da man weiß, dass die Geschichte so geschehen ist, wie sie aufgeschrieben wurde und nicht fiktiv ist. Das einzige was mich gestört hat war: dass die Aufzählungen von den Konzerten die er Besucht hat etwas zu lang waren. Dadurch ist an manchen Stellen die Spannung verloren gegangen, sodass sich manchmal zu schwerfällig gelesen hat.

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