Susanne M. Rüster

 3 Sterne bei 15 Bewertungen
Autorin von Zu hoch hinaus.
Susanne M. Rüster

Lebenslauf von Susanne M. Rüster

Susanne M. Rüster studierte Jura und promovierte an der FU Berlin. Sie war als Staatsanwältin (Wirtschaftskriminalität) tätig und arbeitet jetzt als Richterin. Weil sie literarische Fremdgänge liebt, entstanden u. a. etliche, in Zeitschriften/Anthologien veröffentlichte Kriminalgeschichten. Dem Ermittlerkrimi hat sie sich verschrieben, weil sie auch gern mal in die Täterrolle schlüpft, um ihn dann kenntnisreich zu jagen. Ihr Debut-Krimi „Der letzte Tanz”, in dem sie sich dem Thema Immobilien-Modernisierung/Gentrifizierung widmet, ist 2012 im Literaturverlag edition karo, Verlag Josefine Rosalski, Berlin, erschienen. Im März 2015 erschien ihr zweiter Kriminalroman im Sutton Verlag GmbH, Erfurt. Titel: "Zu hoch hinaus".  Thema: Ehrgeiz und Lebenshunger einer jungen Russlanddeutschen, Managerin in einem Bauunternehmen, bringt den ihr nahestehenden Menschen Unglück und ihr den Tod. Die Spuren führen in die deutsch-deutsche Vergangenheit und zu aktuellen Immobiliengeschäften nach Russland.

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Susanne M. RüsterZu hoch hinaus
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Zu hoch hinaus
Zu hoch hinaus
 (15)
Erschienen am 18.02.2015

Neue Rezensionen zu Susanne M. Rüster

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Rezension zu "Zu hoch hinaus" von Susanne M. Rüster

58jährige Kriminal-Rätin ermittelt - ein Novum !
Bücherfüllhorn-Blogvor 3 Jahren

Auf diese Geschichte bin ich durch Zufall im Börsenblatt des Buchhandels gestoßen. Sofort war ich daran interessiert, die Location Berlin und als Hauptperson eine Kriminalrätin – dass versprach mir eine unterhaltsame Lektüre.

**** Vorsicht Spoiler *****

Kriminalrätin Marion Kraefft wechselt nach zehn Jahren Innenverwaltung in den aktiven Kriminaldienst in Berlin. Sie ist alleinerziehend, ihr 16jähriger Sohn geht noch zur Schule. Mit dem Vater ihres Sohnes versteht sie sich gut. Sie ist, und das ist ein Novum für Krimis, 58 Jahre alt, macht Yoga, sammelt Heilsteine und tönt sich ihre Haare damit sie keinen “Graukopf” hat.

Während eines Kartrennens stirbt die junge russische Architektin Polina Karova. Sie arbeitete für ein Berliner Bauunternehmen und war in Omsk, ihrer Heimatstadt, für ein Bauprojekt zuständig. Kriminalrätin Kraefft wird zum Tatort gerufen und schon beginnt erstes Kompetenzgerangel zwischen ihr und den Kollegen. Vor allem der ehrgeizige Hauptkommissar Beckmann beäugt sie kritisch.

So nach und nach enthüllen sich die menschlichen Strukturen in der Baufirma und auf einmal sind es dann auch mehrere Verdächtige. Selbst alte Stasi-Akten und DDR-Bespitzelung spielen eine Rolle. Neugierig haben mich außerdem die Tagebucheinträge von Polina Karova gemacht.

Die Geschichte wird in Kapiteln von Mittwoch 1. Juli bis Montag 6. Juli 2015 erzählt, mit jeweils einigen kleineren Unterkapiteln. Viele Protagonisten kommen zu Wort: Kriminalrätin Marion Kraefft, Hauptkommissar Beckmann, Kommissar Liwicki, Architektin Polina Karova, Geschäftsführer Arnold Karstaedt, Sekretärin Lotte Kraus, Juniorpartner Johann Ludwig Theissen, Michail Petrov (Freund von Polina Karova), Rechtsmedizinerin Dr. Howe, Rechtsanwältin Alexandra May.

Es kann etwas verwirrend sein, da auch aus fast jeder Sicht dieser Protagonisten erzählt wird. Das Positive daran ist, das ich als Leser eine Art Rundumsicht von den Beziehungen und den anderen Figuren erhalte. Dies ist durchaus interessant, wirkt aber manchmal etwas konstruiert. So z.B. auch als Kriminalrätin Kraefft mit ihrem Sohn telefoniert und ihn zu einem Bier einladen will (!). Das und ähnliche Telefonate erschienen mir oft „unpassend zu der gerade aktuellen Handlung.

Der Handlungsort Berlin war gut gewählt, auch wenn ich mir mehr Lokalkolorit gewünscht hätte. Es wurden zwar Straßen und Plätze benannt, das war mir aber zu wenig. Hingegen war die Beschreibung von Kriminalrätin Kraefft und ihren Befürchtungen, ob Notizbuch und Stift im Außendienst noch aktuell sind oder ob alle ihre Ermittlungsnotizen ins Smartphone eingeben werden, sehr nachvollziehbar. Überhaupt, ihre stellenweise unsichere oder auch „ungelenke Art“ nach zehn Jahren wieder an einem Tatort die Ermittlungen zu beginnen, sind sehr glaubhaft dargestellt. Nur fehlten mir die Beziehungen zu den Kollegen, was allerdings auch der Tatsache geschuldet ist, dass sie als Vorgesetzte neu anfängt.

Überhaupt, so richtige „Charakter-Typen“ fehlen irgendwie ganz. So lässt sich auch überhaupt nicht sagen, wie ein zweiter Band weitergehen würde, wenn die Figur der Kriminalrätin Kraefft in „Serie“ gehen soll. Ihre personelle Entscheidung nach der Aufklärung dieses Falls war überraschend. Ich bin mir nicht sicher, ob eine Fortsetzung geplant ist?

Fazit:

Für einen Berlin-Krimi hätte ich mir mehr Lokalkolorit gewünscht. Als Novum in diesem Genre würde ich das Alter der 58-jähringen Kriminalrätin ansehen, das findet man nicht oft. Die Geschichte war in sich schlüssig, allerdings fehlte mir persönlich noch der letzte „emotionale Kick“ und vielleicht auch noch ein kleiner Cliffhanger, die mich weiterlesen lassen würde.

Da andere bekannte Ermittlerfiguren auch mal „klein“ angefangen haben, möchte ich Kriminalrätin Kraefft gerne eine Chance geben und einen zweiten Band lesen. Allerdings weiß ich nicht, ob eine Fortsetzung geplant ist.

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B

Rezension zu "Zu hoch hinaus" von Susanne M. Rüster

" Zu hoch hinaus"
Blatschkavor 3 Jahren

Ein DDR Krimi, der besonders DDR-Kenner und Interessenten an dieser Zeit richtet. Ein wenig Hintergrundwissen zum Thema DDR ist empfehlenswert, doch nicht Voraussetzung. Ein Tip für Berliner Krimi-Fans!

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ChrischiDs avatar

Rezension zu "Zu hoch hinaus" von Susanne M. Rüster

Der Blick hinter die Fassade
ChrischiDvor 3 Jahren

Das Kartrennen sollte das große Event zum Firmenjubiläum von Karstaedt & Theissen darstellen, findet jedoch ein jähes Ende, als Polina Karova, Managerin der Baufirma, von der Bahn abkommt und stirbt. Was zunächst nach einem tragischen Unfall aussieht, zeichnet sich immer mehr als vorsätzlicher Mord ab, so dass die Kripo hinzugezogen wird. Kriminalrätin Marion Kraefft wird mit dem Fall betraut, doch sie hat es nicht leicht. Denn sie muss nicht nur versuchen bei Karstaedt & Theissen hinter die allzu glatte Fassade zu blicken, sondern auch ihr Team im Zaum halten, denn dieses arbeitet häufiger als ihr lieb ist, gegen sie anstatt mit ihr.

„Zu hoch hinaus“ startet, nicht nur auf Grund des Kartrennens zu Beginn, mit einiger Rasanz. Das Tempo ist deutlich auf höherem Niveau angesiedelt, so dass die Spannung quasi von Seite zu Seite steigt. Da der Einstieg mitten im Geschehen erfolgt muss man sich natürlich zunächst einmal zurecht finden, doch das klappt relativ schnell. Bald schon hat man einen ersten Überblick erlangt und kann bereits versuchen den ein oder anderen Charakter besser einzuschätzen. Mindestens genauso schnell ist man sich sicher, dass in der Baufirma etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Somit muss hinter die Fassade geblickt werden, um zu verstehen was genau vor sich geht.

Leider kann das Niveau vom Anfang nicht durchgängig gehalten werden. Nach dem ersten Drittel stürzt die Spannungskurve regelrecht ab in eine Versenkung, aus der sie nur mühsam wieder heraus kommen wird. So verringert sich verständlicherweise auch das Erzähltempo und die Handlung kommt schon beinahe zum Erliegen. Ereignisse, die separat betrachtet, eigentlich von erheblicher Brisanz sind, erscheinen langwierig, was mehr als schade ist. Man hofft inständig, dass die Autorin zu alter Form zurück findet, was schlussendlich im letzten Drittel zumindest annähernd glücklicherweise gelingt.

Es kommt zu einem wahren Showdown, der noch die ein oder andere Überraschung bereit hält, mit der man, trotz konzentrierter Verfolgung der Ereignisse, nicht gerechnet hätte. So schafft sie es doch noch einmal den Leser in den Bann zu ziehen und die vorliegenden Geschehnisse zu einem würdigen Abschluss zu bringen.

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Gespräche aus der Community

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katja78s avatar

Eifersucht, Rache oder steckt doch mehr dahinter?

Entdeckt in einer gemeinsamen Leserunde den neuen Roman von
Susanne M. Rüster.
Wir freuen uns schon auf einen spannenden Austausch & eure Meinungen zum Buch.
Die Autorin wird die Leserunde begleiten.

Rote Fahne. Das Kartrennen wird abgebrochen. Polina Karova hängt reglos über dem Lenkrad. Aus ihrer Nase rinnt Blut – Fremdverschulden nicht ausgeschlossen. Es ist das jähe Ende des Rennens, das die Berliner Baufirma Karstaedt & Theissen anlässlich ihres Geschäftsjubiläums veranstaltet hat. 

Kriminalrätin Marion Kraefft stößt im Umfeld der Toten auf Eifersucht, Rache, die Stasi und sogar die russische Mafia. Wem kann sie noch vertrauen?





Leseprobe

Zur Autorin

Susanne M. Rüster arbeitet als Richterin in Potsdam. Weil sie literarische Fremdgänge liebt, entstanden etliche in Zeitschriften und Anthologien veröffentlichte, teils preisgekrönte Kriminalgeschichten. »Zu hoch hinaus« ist ihr zweiter Kriminalroman. Susanne M. Rüster ist Mitglied der »Mörderischen Schwestern« und des »Syndikat«. Sie lebt mit Mann und Tochter in Berlin.
Mehr unter: http://susanneruester.de

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Blogger dürfen sich gerne mit Blogadresse bewerben.

Als Bewerbung interessiert uns euer Eindruck zur Leseprobe!


Nach Möglichkeit sollte das Buch anschließend auch bei Amazon oder einer ähnlichen Verkaufsplattform rezensiert werden.

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und wer neugierig ist kann sich gerne auch auf der Sutton Verlagsseite umschauen, was der Frühling an frischen Neuerscheinungen bereit hält.

Eure Katja

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Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches

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