Susanne Markgraf Die Goldatmerin

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Inhaltsangabe zu „Die Goldatmerin“ von Susanne Markgraf

Lisa Lehmann, 13 Jahre alt, ist alles in allem ein ziemlich pfiffiges Mädchen. Allerdings: Lisa tickt nicht richtig. Deshalb geht sie jede Woche zu Frau Dr. Freudensprung, die nicht nur Psychologin, sondern darüber hinaus auch Farbmagierin und Hüterin eines ganz besonderen Tores ist. Bald wird klar, warum Lisa nicht richtig tickt: Es hat etwas mit dem Vater zu tun. Lisa. komm. lass mich das machen. So lockt Lisas Schattenschwester Lena sie an fremde, geheimnisvolle Orte, sobald der Vater auf der Bildfläche erscheint. Immer stärker wird Lisas Drang, zu erfahren, was es mit dem Vater auf sich hat. Mit der Hilfe von Frau Doktor Freudensprung, dicht gefolgt von den Völkern der Do´inoboroì und der Di´erabinaì, sowie den Wiesenleuten, gelangt Lisa endlich an das Tor der Tore, hinter dem sich der Abgrund der vollkommenen Erinnerung befindet. Gut, dass Lisa in die Geheimnisse des Goldatmens eingeweiht wird, denn nur dank dieser speziellen Farbmagie wird sie am Ende ihrer Suche eine erstaunliche Entdeckung machen. "Die Geschichte von Lisa Lehmann aufzuschreiben hat der Autorin in der dunkelsten Zeit den Weg erhellt: der Zeit des Erinnerns." Dr. Alexander Holst Chefarzt Psychosomatische Klinik Buching

Die Hoffnung ist wichtig!

— Lesemama1970
Lesemama1970

Sehr schwieriges Thema in eine Art Fantasygeschichte verpackt

— Nefertari35
Nefertari35

Gelungene und sehr berührende Trauma Verarbeitung

— heidi_59
heidi_59

Zuerst wußte ich nicht, wie ich es zu verstehen habe, aber dann..... Es hat mich zutiefst bewegt und berührt!

— Tintenfass
Tintenfass

Dieses Buch ist mehr als sehr empfehlenswert!

— susymah
susymah

Prädikat "Sehr wertvoll"!

— Irve
Irve

Leseempfehlung - Schwere und Leichtigkeit zugleich, gehüllt in zauberschöne Worte!

— ClaudiaBerlin
ClaudiaBerlin

Eine Geschichte voller Farben und Emotionen - tief berührend.

— mabuerele
mabuerele

Die Goldatmerin hat mich so tief berührt, wie lange kein Buch mehr.

— JordisLank
JordisLank

ein wichtiges Buch zu einem schwierigem Thema, ohne Groll, ohne Abrechnung ...

— andrea_elgato
andrea_elgato

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  • Die Hoffnung ist wichtig!

    Die Goldatmerin
    Lesemama1970

    Lesemama1970

    02. May 2016 um 17:55

    Ich habe dieses Buch in zwei Tagen durchgelesen.Trotz des schwierigen Themas zieht einen die Geschichte recht schnell in seinen Bann.Es ist schlimm genug was Susanne Markgraf erleiden musste, darum meine Hochachtung das Sie den Mut zu diesem Buch hatte.Ich finde es ein wichtiges Thema das nicht verschwiegen werden sollte.Meiner Meinung nach macht dieses Buch vielen betroffenen Hoffnung auf Besserung.Wenn man an sich arbeitet und nicht aufgibt erreicht man sehr viel.Ich werde dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen.Weiterhin alles Gute für Susanne Markgraf

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  • Die Goldatmerin von Susanne Markgraf

    Die Goldatmerin
    Nefertari35

    Nefertari35

    07. March 2016 um 12:53

    Kurze Inhaltsangabe: Lisa Lehmann, 13 Jahre alt, ist alles in allem ein ziemlich pfiffiges Mädchen. Allerdings: Lisa tickt nicht richtig. Deshalb geht sie jede Woche zu Frau Dr. Freudensprung, die nicht nur Psychologin, sondern darüber hinaus auch Farbmagierin und Hüterin eines ganz besonderen Tores ist. Bald wird klar, warum Lisa nicht richtig tickt: Es hat etwas mit dem Vater zu tun. Lisa. komm. lass mich das machen. So lockt Lisas Schattenschwester Lena sie an fremde, geheimnisvolle Orte, sobald der Vater auf der Bildfläche erscheint. Immer stärker wird Lisas Drang, zu erfahren, was es mit dem Vater auf sich hat. Mit der Hilfe von Frau Doktor Freudensprung, dicht gefolgt von den Völkern der Do´inoboroì und der Di´erabinaì, sowie den Wiesenleuten, gelangt Lisa endlich an das Tor der Tore, hinter dem sich der Abgrund der vollkommenen Erinnerung befindet. Gut, dass Lisa in die Geheimnisse des Goldatmens eingeweiht wird, denn nur dank dieser speziellen Farbmagie wird sie am Ende ihrer Suche eine erstaunliche Entdeckung machen. (Quelle: Klappentext "Die Goldatmerin" von Susanne Markgraf) Schreibstil, Protagonisten, Sonstiges: Die Autorin verpackt hier ein sehr schwieriges, wohl zum Teil auch selbst erlebtes Thema, in eine Art Märchen bzw. Fantasygeschichte. Für die eigene Verarbeitung sicher gut, aber als Leser ist man doch oft überfordert, den Gedankengängen zu folgen. Die Gefühlswelt ist schwierig zu verstehen, da sich die Hauptprotagonistin in viele Personen aufspaltet (eine Art Schizophrenie?). Die Fantasygeschichte für sich allein gesehen, ist etwas wirr und oft schwer nachzuvollziehen, beinhaltet aber einige schöne Aspekte. Die Geschichte über das reale Leben des Mädchens hätte ausführlicher sein können, damit der Leser besser mitkommt. Auch hätte auf dem Klappentext oder spätestens in der Einleitung stehen müssen, welches Thema behandelt wird. Das Cover ist schön gestaltet, mit warmen Farben. Eigene Meinung: Ich fühlte mich von dem Thema des Buches (Mißbrauch in der Familie) etwas überfahren und hätte das Buch wohl eher nicht gelesen, wenn ich das vorher gewußt hätte (das hat aber eigene Gründe). Die Autorin verarbeitet mit ihrem Buch wohl die eigene Kindheit. Das ist sehr mutig und zeugt von einer großen inneren Stärke, die nicht viele haben. Allerdings fand ich das Buch nicht wirklich leicht zu lesen, da ich den Gedankengängen nicht immer folgen konnte. Ich gebe drei Sterne.

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  • " Die Magie der Farben "

    Die Goldatmerin
    heidi_59

    heidi_59

    05. June 2014 um 18:32

    Die Goldatmerin von der Autorin : Susanne Markgraf Lebenslauf von Susanne Markgraf , ( Quelle : Autorenseite , LB)Geboren bin ich 1962 in Leverkusen, meine Eltern waren ungarische Flüchtlinge und erst kurz vor meiner Geburt siedelten sie aus ihrer Einraumwohnung in eine komfortable 3-Zimmerwohnung um, die für die nächsten 17 Jahre mein Zuhause sein sollte. 1980 schenkte ich einer wundervollen Tochter das Leben, der ich von Herzen dankbar bin, dass ich ihr beim Grosswerden zusehen, und manchmal auch helfen durfte. Um mehr Zeit mit meiner Tochter verbringen zu können als es mit einem klassischen nine-to-five-job möglich gewesen wäre, machte ich mich mit meinem mittlerweile verstorbenen Mann selbstständig, und beschickte Märkte mit Schmuck und allem Schönen, was sich gut verkaufen ließ. In den 1990ern zogen wir kurzentschlossen in den Süden und lebten sechs Jahre in Palma de Mallorca. Auch dort etablierten wir gemeinsam einen Handel und genossen Meer, Sonne und das Leben. In meiner Freizeit absolvierte ich sowohl in Deutschland, als auch später auf der schönen Insel, zahlreiche Lehrgänge, Seminare und workshops im Bereich der Psychotherapie, der Persönlichkeitsentwicklung und der alternativen Medizin. Daraus entwickelte sich vor einigen Jahren "ARRIVAL". Heute lebe ich mit meinem Lebensgefährten und zwei Hunden in Nürnberg, und gehe meiner Passion, dem Schreiben, nach wann immer ich kann. Da ich das tue, seit ich schreiben kann, hat sich neben der "Goldatmerin" noch Vieles mehr in Schubladen und auf Festplatten angesammelt. Jetzt, wo die Veröffentlichung der "Goldatmerin" kurz bevor steht, brüte ich schon über dem nächsten Projekt. Ihr dürft also gespannt sein - ich bin es auch. -= Klappentext -= Lisa Lehmann, 13 Jahre alt, ist alles in allem ein ziemlich pfiffiges Mädchen. Allerdings: Lisa tickt nicht richtig. Deshalb geht sie jede Woche zu Frau Dr. Freudensprung, die nicht nur Psychologin, sondern darüber hinaus auch Farbmagierin und Hüterin eines ganz besonderen Tores ist. Bald wird klar, warum Lisa nicht richtig tickt: Es hat etwas mit dem Vater zu tun. „Lisa … komm … lass mich das machen … „ So lockt Lisas Schattenschwester Lena sie an fremde, geheimnisvolle Orte, sobald der Vater auf der Bildfläche erscheint. Immer stärker wird Lisas Drang, zu erfahren, was es mit dem Vater auf sich hat. Mit der Hilfe von Frau Doktor Freudensprung, dicht gefolgt von den Völkern der Do’inoboroì und der Di’erabinaì sowie den Wiesenleuten, gelangt Lisa endlich an das Tor der Tore, hinter dem sich der Abgrund der vollkommenen Erinnerung befindet. Gut, dass Lisa in d kmie eheimnisse des Goldatmens eingeweiht wird, denn nur dank dieser speziellen Farbmagie wird sie am Ende ihrer Suche eine erstaunliche Entdeckung machen ... -= Leseeindrücke -=Die 13 jährige Lisa scheint ein ganz normaler Teenie zu sein . Mit all den kleinen Macken und der Träumerei , unterscheidet sie sich nicht viel von anderen Kindern ihres Alters . Oder doch ? In der Schule kommt sie ganz gut zurecht , die Noten stimmen , Freunde gibt es auch .Doch irgend etwas stimmt nicht mit Lisa Lehmann . Sie geht jede Woche zu Frau Dr. Freudensprung , die Psychologin . Warum ? Einige Kinder sagen von Lisa , dass sie nicht richtig tickt . Wieso ? Lisa ist am liebsten nicht zu Hause , sie fühlt sich ungeliebt , unbeachtet und unverstanden von ihrer Mutter , die ihren eigenen Schicksal mit Hilfe von Schlaf & Beruhigungsmittel zu entkommen versucht . Der Vater , den kennt sie eigentlich nicht .Wie ihre Mutter , so versucht auch Lisa ihrem schweren Schicksal zu entkommen und flüchtet sich jeden Tag , jede freie Minute , oder auch immer wenn das Unaussprechliche geschieht , in eine fantasievolle , farbige Welt und geht auf die Reise , und die Suche , nach ihren innersten Ich . In dieser Welt der Farben , hat Lisa ihre Beschützer und Freunde . Den großen starken Wolf Do'inoboro , der sie stets begleitet und beschützt , die riesigen Vögel Di'erabinai , auf den sie hoch in die schwindelden Lüfte reiten kann . Mit ihnen zusammen fühlt Lisa sich in Sicherheit und kann dem Ungeheuerlichen aus dem Weg gehen . Jeden Tag kommt sie besser zurecht in der Welt der Farben . Dank ihrer Freunde dort , lernt Lisa das Goldatmen und steigt auf in den Rang einer Farbmagierin , niedrigsten Ranges . Lisa verdrängt immer öfter die reale Welt und flüchtet sich in ihre Farbenwelt . Doch auch in dieser Welt muss Lisa lernen sich ihrem Schicksal zu stellen und es in die Hand zu nehmen . Zusammen mit allen Wesen der Farbenwelt , macht sich Lisa auf einen langen , beschwerlichen und erlösenden Weg, auf eine Reise in und durch ihr innerstes Ich , auf der Suche nach dem Licht im Dunkeln . -= Fazit =-Ich möchte hier sagen , dass ich mich erst sehr schwer damit getan habe , mich auf das Buch einzulassen . Ich konnte mich lange nicht in die Welt der Farben begeben , ich habe den Eingang dazu nicht sofort gefunden ! In meinem Kopf tauchte von Anfang an immer der Grund auf , weshalb das Buch von Susanne Markgraf geschrieben wurde . Kindesmissbrauch ....So schrecklich , so unaussprechlich ! Ich habe mit Lisa gelitten , gehofft und geweint . Ihre Mutter tat mir leid , weil sie so schwach war . Den Vater , ... den wollte ich nicht kennen ! Ich fühlte mich hilflos als Zuschauer , das Wissen , das die Geschichte einen realen Hintergrund hat , belastete mich als Mutter . Ich musste immer daran denken , bis zu dem Zeitpunkt als Lisa starb .Ich saß mit dem Buch in der Hand und weinte um Lisa . Ich hatte das Gefühl , jetzt hat sie es geschafft , jetzt ist sie frei und kann von vorne anfangen , in der Welt der Farben .So komisch es auch sein mag , von dem Moment an , hatte ich das Tor zu Lisas Farben gefunden und begleitete sie in und durch diese wunderschöne Welt ! Es hat etwas gedauert , bis ich soweit war und angefangen habe zu verstehen , gelernt habe " Gold zu atmen " , aber dafür war die Erfahrung sehr intensiv und schön ! Ich möchte Susanne Markgraf meine Hochachtung aussprechen , dafür das sie den Mut gehabt hat , diesen unendlich langen und schweren Weg zu gehen . Dem Leben die Hand zu reichen , eine neue Chance zu geben , es zu lieben . Als Schriftstellerin , mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen , ein Buch zu schreiben , und so die erlittenen Kindheitserinnerungen , Trauma , zu verarbeiten , ohne das die Geschichte den schlechten Beigeschmack des Eigentlichen hat , oder abgedroschen klingt ! Die Vergebung für den Vater , ist wohl eines der Dinge , die nicht viele gemacht hätten , oder stark genug gewesen wären ! Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Autorin Susanne Markgraf , für ihr wundervolles Buch : Die Goldatmerin Ich bin froh das ich das Buch gelesen habe und einen kurzen Moment ein Teil davon sein durfte . Von mir 4**** Sterne für ein Buch , das ich jedem Menschen ans Herz legen und empfehlen kann ! Lest das Buch und lasst euch fallen , in ein Meer aus Gold und Farben :o) heidi_59

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  • Buchverlosung zu "Die Goldatmerin" von Susanne Markgraf

    Die Goldatmerin
    Irve

    Irve

    Passend zum Interview kann ich 2 Exemplare von "Die Goldatmerin" von Susanne Markgraf verlosen.

    Was ihr dafür tun müsst, lest ihr hier:

    http://irveliest.wordpress.com/2014/02/05/irve-verlost-die-goldatmerin-von-susanne-markgraf/

    Viel Spaß und viel Glück ;-)

    • 8
    Emili

    Emili

    13. March 2014 um 13:44
    Irve schreibt Doch Emili, ich hatte am 09.03. ausgelost. Hier kommt der Link zum Beitrag: http://irveliest.wordpress.com/2014/03/09/herzlichen-gluckwunsch-an-die-goldatmerin/ Liebe Grüße...

    Vielen Dank, Irve :-) Ich habe es leider übersehen. LG Emili

  • Sehr intensiver und auch erschütternder Roman

    Die Goldatmerin
    GlamourGirl80

    GlamourGirl80

    19. October 2013 um 17:51

    Inhalt   Lisa ist 13 Jahre alt und die anderen denken, dass sie "nicht richtig tickt". Sie flüchtet immer wieder in die Welt der Farben, wird von einem Do'inoboro begleitet und fliegt auf großen Vögeln, den Di'erabinai. Ihre Psychologin - Frau Doktor Freudensprung - denkt jedoch so gar nicht, dass Lisa nicht richtig tickt, sondern begleitet sie und lehrt sie wichtige Dinge für ihre Reisen und gibt ihr die Unterstützung die sie braucht. Langsam lernt Lisa neue Dinge und kann sich nach und nach einer Schrecklichen Realität und Vergangenheit stellen... Meine Meinung Für Blogg Dein Buch und das Verlagshaus el Gato durfte ich den Roman "Die Goldatmerin" lesen. Ich muss sagen, dass es die Beschreibung des Buches war, die mich neugierig gemacht hat, denn vom Cover her erschien mir der Roman irgendwie sehr "farblos" und fast langweilig. Dennoch konnte mich der Klappentext sofort interessieren und so habe ich mich für "Die Goldatmerin" beworben und wurde auch dafür ausgesucht. Zunächst mutet der Roman wie eine Fantasystory an, man begleitet Lisa auf ihren Reisen auf die "dunkle Seite", lernt ihre etwas spezielle Psychologin kennen und trifft auf ihren ständigen Begleiter, einen Wolf. Doch recht schnell kamen mir die Dinge eigenartig vor und ein erster Verdacht regte sich in mir, der sich im Lauf des Romans auch so bestätigte...das soll nicht heissen, dass der Roman vorhersehbar wäre, das ist er nämlich ganz und gar nicht, es bedeutet eher, dass die Autorin kleine Hinweise einbaut, die man, wenn man sensibel an diesen Roman herangeht, auch bald deuten kann. Lisa habe ich umgehend ins Herz geschlossen, ihre Geschichte hat mich berührt, betroffen gemacht und ist mir nahe gegangen und das auf eine stille, unaufgeregte und fast sanfte Art. Es gab so manche Stellen an denen ich Lisa gern in die Arme geschlossen hätte und mir gewünscht habe, dass ich aktiv in das Geschehen eingreifen könnte....andere Stellen widerrum haben zum Mitfiebern und sogar ein wenig Mitträumen eingeladen. Für mich war der Roman eine ständige Achterbahn der Gefühle. Es handelt sich um keinen Roman den man einfach so lesen kann und dann beiseite legen. Die Story, so leicht sie einem manchmal erscheinen mag, hat so viel Tiefgang, so viel Schmerz und so abscheuliche menschliche Abgründe aufzuweisen, dass es einem fast den Atem verschlägt. Ich für meinen Teil, bin nach der letzten Seite des Buches erstmal eine Weile in absoluter Stille dagesessen und musste mich erstmal wieder sammeln, tief durchatmen und zu mir kommen. So sehr mich dieser Roman mitgenommen hat, so intensiv und auch positiv empfinde ich ihn auch. Ich gebe zu, dass ich in Lisa's Fantasiewelt manchmal nicht so ganz zurecht kam und etwas verwirrt war, aber ich konnte immer zum Kernpunkt zurückfinden und den Geschehnissen gut folgen. Ein überraschender Roman, ganz anders als das was ich dahinter vermutet hätte und dabei so bodenständig und ehrlich, dass man sich ihm nicht entziehen kann. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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  • Eine Reise der Hoffnung durch dunkle Lande

    Die Goldatmerin
    MikkaG

    MikkaG

    15. October 2013 um 11:14

    Das ist mal wieder so ein Buch, das ich nicht in mein übliches Pro-Kontra-Schema pressen möchte und kann. Dafür ist es einfach zu außergewöhnlich, und Dinge wie Spannungsaufbau und Tempo werden bei diesem Buch nicht darüber entscheiden, ob ein Leser es mit Gewinn lesen wird oder nicht. Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hatte, habe ich natürlich direkt die Beschreibung hinten auf dem Einband gelesen: "Die 13-jährige Lisa Lehmann flüchtet sich von Zeit zu Zeit in die Welt der Farben, in der sie auf riesigen Vögeln, den Di'erabinai, reiten und mit ihrem Freund und Beschützer, dem großen Wolf Do'inoboro, dem Unaussprechlichen aus dem Weg gehen kann. Mit der Kraft der Farbmagie lernt sie, sich dem Ungeheuerlichen zu stellen." Aha. Also ein Fantasyroman für Kinder? Hmm. Als nächstes kam der Klappentext dran: "Lisa Lehmann, 13 Jahre alt, ist alles in allem ein ziemlich pfiffiges Mädchen. Allerdings: Lisa tickt nicht richtig. Deshalb geht sie jede Woche zu Frau Dr. Freudensprung, die nicht nur Psychologin, sondern darüber hinaus auch Farbmagierin und Hüterin eines ganz besonderen Tores ist. Bald wird klar, warum Lisa nicht richtig tickt: Es hat etwas mit dem Vater zu tun. Lisa ... komm ... lass mich das machen ... So lockt Lisas Schattenschwester Lena sie an fremde, geheimnisvolle Orte, sobald der Vater auf der Bildfläche erscheint. Immer stärker wird Lisas Drang, zu erfahren, was es mit dem Vater auf sich hat. Mit der Hilfe von Frau Doktor Freudensprung, dicht gefolgt von den Völkern der Do´inoboroì und der Di´erabinaì, sowie den Wiesenleuten, gelangt Lisa endlich an das Tor der Tore, hinter dem sich der Abgrund der vollkommenen Erinnerung befindet. Gut, dass Lisa in die Geheimnisse des Goldatmens eingeweiht wird, denn nur dank dieser speziellen Farbmagie wird sie am Ende ihrer Suche eine erstaunliche Entdeckung machen..." Oh... Hier ist schon ziemlich eindeutig, worum es gehen wird: sexueller Missbrauch und Trauma-Bewältigung. Verrät das denn nicht schon zu viel, so dass die Spannung verloren geht? Nein, habe ich später festgestellt, denn in diesem Buch ist, wie im Leben, der Weg das Ziel. Das Vorwort hat der Chefarzt einer psychosomatischen Klinik geschrieben, und damit ist auch klar, dass die Autorin dieses Buch aus persönlichen Erlebnissen heraus geschrieben hat. Also eine Art Autobiographie in Fantasy-Verpackung? Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich einfach in die Geschichte habe fallen lassen, ohne mich ständig zu fragen, was ich hier eigentlich lese... Aber sobald ich mich darauf eingelassen hatte, hat mich das Buch nicht mehr losgelassen. Was mich immer wieder tief beeindruckt hat: trotz der herzzerreissenden, traumatischen Geschehnisse, die Lisas Reise zugrunde liegen, strahlt das Buch eine unglaublich positive Energie aus - der Fokus liegt nicht auf Hass, sondern Heilung, nicht auf Trauer, sondern der Liebe zum Leben. Natürlich war ich beim Lesen oft betroffen und wütend, aber auch positiv berührt und hoffnungsvoll. So bunt, fantasievoll und poetisch habe ich dieses Thema noch nie verarbeitet gesehen, mit einem wirklich einzigartigen, außerwöhnlichen Schreibstil. Im letzten Viertel gibt es noch eine unerwartete Wendung, die mich sehr überrascht hat... Lisa ist dabei stets eine sympathische Heldin, mit der man mitfiebert und der man die Daumen drückt. Zum Schluss habe ich das Buch mit einem Gefühl warmer Zufriedenheit und großem Respekt vor der Autorin zugeschlagen. "Die Goldatmerin" ist ein Buch, auf das man sich einlassen muss, aber es lohnt sich!

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  • Grandios – trotz des traurigen Hintergrunds

    Die Goldatmerin
    KathrinBolte

    KathrinBolte

    12. October 2013 um 09:15

    Direkt nach dem Lesen stellte sich mir die Frage: darf ich ein solches Buch gut finden? Es handelt sich immerhin um eine wahre Geschichte, um etwas, was wirklich passiert ist. Keine Fiktion. Dennoch handelt es sich hierbei um eine wirklich wundervolle Fantasy-Geschichte, die schöner nicht erzählt werden kann. Ich hatte durchweg ein schillerndes Kopfkino, mit ganz vielen bunten, liebevollen Bildern. Konnte mich fallen lassen und mich von den Charakteren verzaubern lassen. Und das vor einem Hintergrund, der grausamer nicht sein kann: es geht um sexuellen Missbrauch eines Kindes. Genau dieser Hintergrund wirft in mir die Frage auf: ob ich es vertreten kann, dieses Buch gut zu finden? Sexueller Missbrauch ist das Schlimmste was man sich vorstellen kann. Ich komme allerdings zu dem Schluss: Ja, man darf – man muss – dieses Buch gut finden. Und Susanne Markgraf wünsche ich alles Gute dieser Welt. Mehr möchte und mehr kann ich zu diesem Buch nicht sagen. Jeder sollte es gelesen haben.

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  • Leserunde zu "Die Goldatmerin" von Susanne Markgraf

    Die Goldatmerin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Verlagshaus el Gato lädt zu einer neuen Leserunde zum Romandebut „die Goldatmerin“ von Susanne Markgraf ein, welches am 22. Juli 2013 veröffentlicht wurde. Die Autorin wird euch begleiten, eure Fragen beantworten und euch Rede und Antwort stehen. Wir möchten 12 LeserInnen die Möglichkeit geben das Buch vorab zu lesen. Wir stellen euch 7 Prints und 5 E-Books zur Verfügung. Die Bewerbungsfrist für die Leserunde endet am 1. September 2013. Wenn du Testleser werden möchtest, dann versetze dich in folgendes Szenario: Bei euch im Haus wohnt eine Familie, in der es immer wieder lautstark zu Auseinandersetzungen kommt. Das Nachbarskind weist oft blaue Flecken auf, huscht ängstlich durch den Hausflur und meidet den Kontakt. Wie gehst du damit um? Denkst du: Das geht mich nichts an, was da passiert? Oder versuchst du den Dingen auf den Grund zu gehen? Bitte gib an, ob du Testleser für ein E-Book oder Print werden möchtest. Weitere Informationen zur Goldatmerin findest du unter der Autoren- und Verlagshomepage  sowie auf Facebook. Klappentext Lisa Lehmann, 13 Jahre alt, ist alles in allem ein ziemlich pfiffiges Mädchen. Allerdings: Lisa tickt nicht richtig. Deshalb geht sie jede Woche zu Frau Dr. Freudensprung, die nicht nur Psychologin, sondern darüber hinaus auch Farbmagierin und Hüterin eines ganz besonderen Tores ist. Bald wird klar, warum Lisa nicht richtig tickt: Es hat etwas mit dem Vater zu tun. „Lisa … komm … lass mich das machen … „ So lockt Lisas Schattenschwester Lena sie an fremde, geheimnisvolle Orte, sobald der Vater auf der Bildfläche erscheint. Immer stärker wird Lisas Drang, zu erfahren, was es mit dem Vater auf sich hat. Mit der Hilfe von Frau Doktor Freudensprung, dicht gefolgt von den Völkern der Do´inoboroì und der Di´erabinaì, sowie den Wiesenleuten, gelangt Lisa endlich an das Tor der Tore, hinter dem sich der Abgrund der vollkommenen Erinnerung befindet. Gut, dass Lisa in die Geheimnisse des Goldatmens eingeweiht wird, denn nur dank dieser speziellen Farbmagie wird sie am Ende ihrer Suche eine erstaunliche Entdeckung machen ... Vorwort Frühe Traumata scheinen offensichtlich unveränderliche Spuren in der Seele zu hinterlassen. Spuren, die einer verdunkelten Brille gleich die Sicht auf die Welt verändern. Sich mit Unbefangenheit in der Welt zu bewegen schwindet in der subjektiven Vorstellung auf ewig. Nach einem Trauma ist nichts mehr so, wie es einmal war. Nähe zu anderen löst Schweißausbrüche aus und ein Gefühl des inneren Erfrierens. Händchenhaltende Pärchen im Park, ausgelassen spielende Kinder oder gar lachende Menschen wirken so, als wären sie lediglich Teil eines Films. Und als Betroffene/r glaubt man sich auf ewig nur als Betrachter, aber nie mehr Teil dieser unbekümmerten Welt zu sein. Sogar die Sonne scheint in einem anderen Licht. Leseprobe Wenn 44 wird zu acht, ist plötzlich alles leicht gemacht. Aus acht die eins, ist mehr als keins. Aus eins und keins mal zwei wird drei - geregelt ist das Allerlei.’ Lisa war erschöpft und den Tränen nah. War denn wirklich alles, aber auch alles umsonst gewesen? Nach all den Strapazen war sie nun endlich am Ziel angelangt und hatte nichts anderes vorgefunden, als diesen unsinnigen Zauberspruch, der mit dunkelblauer Goldfarbe tief in den Fels geritzt war. Noch einmal murmelte sie eindringlich den Spruch vor sich hin, als würde er dadurch mit einem Mal seinen Sinn offenbaren.

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  • Die Goldatmerin

    Die Goldatmerin
    Tiffi20001

    Tiffi20001

    24. September 2013 um 17:37

    „Lisa atmete. Sie wusste es würde gleich wieder vorbeigehen, wenn sie nur atmete … ein … aus … langsam … ein … aus … „Ich weiß also nicht, wer mein Vater ist. Die anderen haben Recht. Ich ticke nicht richtig. Ich bin krank. Ich brauche Hilfe. Aber jetzt atme ich. Ich atme in den Kreisel über dem Nabel … atme und atme …“ Lisa sprach leise vor sich hin. Sie würde darüber sprechen. Morgen. Jetzt nicht. Morgen würde sie Eff – Eff ansehen und sagen: „ Ich kenne meinen Vater nicht. Könne Sie mir da weiterhelfen?““ (aus: Markgraf Susanne: Die Goldatmerin, S. 63) Klappentext: Die 13 – jährige Lisa Lehmann flüchtet sich von Zeit zu Zeit in die Welt der Farben, in der sie auf riesigen Vögeln, den Di’erabinaí, reiten und mit ihrem Freund und Beschützer, dem großen Wolf Do’inoboro, dem Unaussprechlichen aus dem Weg gehen kann. Mit der Kraft der Farbmagie lernt sie, sich dem Ungeheuerlichen zu stellen. Buchgestaltung: Das Cover zeigt neben dem Titel „Die Goldatmerin“ eine goldene Kette mit einem blauen Anhänger und ist ansonsten komplett in einer goldenen Farbe gehalten. Ich finde das Cover durchaus gelungen. Die Farbe passt sowohl zum Titel des Buches als auch zu dessen Inhalt und auch die Kette findet sich im Buchinhalt wieder. Jedoch kann man aufgrund des Covers nicht auf das Buchgeschehen schließen, was ich sehr schade finde. Dadurch und da das Cover recht schlicht und einfach gehalten ist, kann es meiner Meinung nach leicht passieren, dass das Buch in der Buchhandlung übersehen wird. Den Titel dagegen finde ich wiederum sehr gelungen, denn er passt zum Inhalt und macht neugierig auf das Buch, das gleiche gilt auch für den Klappentext, der das Buch recht gut beschreibt. Alles in allem gesehen gefällt mir das Cover, doch hätte ich mir gewünscht, dass es mehr ins Auge sticht und so dem Buchinhalt gerechter werden würde. Eigene Meinung: Das Buch handelt von der 13jährigen Lisa, die in sehr schwierigen Familienverhältnissen lebt und die in eine Fantasiewelt reisen kann, und sich schlussendlich mit der erschreckenden Wahrheit über ihre Familie und vor allem über ihren Vater auseinandersetzen muss. Das Buch hat mich zutiefst bewegt und es fällt mir sehr schwer es zu beschreiben. Die Geschichte beginnt als eine Fantasy – Geschichte und die fantastischen Elemente werden auch durch die ganze Handlung hindurch beibehalten. Doch im Laufe der Erzählung werden die Abgründe in Lisas Familie immer deutlicher und auch der Leser und Lisa müssen sich mit diesen auseinandersetzen. Dies wird in dem Buch auf eine wirklich anschauliche und authentische Art getan. Weder der Leser noch Lisa wird dabei mit den Geschehnissen und Beschreibungen überfordert und es wird auch nicht versucht das Thema „Sexueller Missbrauch“ auf eine plakative Art darzustellen, sondern es wird sehr leise und behutsam und deshalb zutiefst berührend damit umgegangen. Besonders auch das Ende bzw. die Auflösung ist sehr überraschend und gelungen dargestellt. Die Charaktere sind alle einzigartig. Lisa ist ein sehr mutiges Mädchen und ich konnte mich sehr gut in sie hinein fühlen und sie in den einzelnen Situationen absolut verstehen. Aber auch die Nebencharakter, vor allem ihre Therapeutin Fr. Dr. Freudensprung, sind sehr gelungen. Ich konnte mich auch mit ihnen sehr gut identifizieren und ich mochte sie schon allein aus dem Grund, weil sie Lisa helfen wollten. Die Sprache ist flüssig und angenehm zu lesen. Sie hat es geschafft mir das Gefühl zu geben, dass ich wirklich Teil der Geschichte bin und ich konnte beim Lesen die vielen Emotionen, die im Buch behandelt werden, wirklich mitfühlen. Fazit: Ein unglaubliches Buch, das einen nach dem Lesen sprachlos zurück lässt. Ich kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen. Autorin: Susanne Markgraf, geboren 1962 in Leverkusen, schreibt seit ihrer Kindheit mit Leidenschaft. Kein Einkaufszettel ist vor ihr sicher, und notfalls dichtet sie auch in der U-Bahn. Nach mehreren Veröffentlichungen von Gedichten und Kurzgeschichten in Anthologien gibt sie mit "Die Goldatmerin" ihr Debüt als Romanautorin. Heute lebt Susanne Markgraf mit ihrem Lebensgefährten und zwei Hunden in Nürnberg. Allgemeine Infos: Titel: Die Goldatmerin Autorin: Susanne Markgraf Verlag: Verlagshaus el Gato Seitenanzahl: 226 Preis: 9,90 EUR ISBN: 978-3-943596-38-0

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  • Ein Buch mit einem tiefgründigen Hintergrund.

    Die Goldatmerin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. September 2013 um 11:59

    Es ist einfach mehr als nur ein Buch. Es hat tiefe und bringt einem zum Nachdenken.  Ich musste das Buch oft weglegen, weil ich über das gelesene nachdenken musste.  Die Geschichte ist einfach nur toll, mehr kann man dazu nicht sagen, man muss es einfach gelesen haben um zu wissen, was man damit meint.  Die Figuren, Orte, Gefühle sind so gut geschildert, dass man denkt man wäre dabei und würde das selbst alles erleben.  Wenn ich die Protagonisten wäre wüsste ich nicht ob ich verzeihen könnte.  Das Goldatmen war ein sehr spannendes Thema und wenn ich mal aufgeregt bin versuche ich auch "gold zu atmen". 

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  • Die Goldatmerin.........mehr als nur "Fantasy"

    Die Goldatmerin
    susymah

    susymah

    15. September 2013 um 13:29

    Dieser Roman beginnt mit einem Rätsel. Ein Mädchen befindet sich in einer fantastischen Welt, in der es von Fabelwesen begleitet wird, und muss dort bestimmte Aufgaben lösen. Dann stolpert es zurück in die reale Welt und das Rätsel bleibt. Die dreizehnjährige Lisa Lehmann sagt von sich selbst, dass sie nicht richtig tickt und dem Leser wird sehr schnell klar, warum. Meint er zumindest, doch das Problem sitzt tiefer. Dieses Mädchen scheint aus irgendeinem Grund immer wieder aus seiner Realität flüchten zu müssen, und zwar in eine fantstisch ausgearbeitete Welt, mit Lebewesen, die es dort begleiten. Erst nach und nach bevölkert sich diese Welt auch mit anderen Personen, die Lisa zu kennen scheinen und die auf ihr Erscheinen gewartet haben. Lisas reales Leben erscheint hingegen bruchstückhaft und schildert das Mädchen zunächst als ein ganz unbeschwertes, "normales" Teeniemädchen, das ein bisschen spleenig ist und regelmäßig Frau Dr. Freudensprung, die Psychologin, besucht. Erst nach und nach kommt der Leser hinter ihr Rätsel und wird Zeuge einer gigantischen Farbschlacht, in der die Rettung eines Menschen in gewaltigen Bildern und Metaphern erzählt wird. Dieses Buch zum Thema "Sexueller Missbrauch" stellt nicht den Täter und seine Taten in den Mittelpunkt und auch nicht das Opfer mit seinen Leiden. Diese beiden Standpunkte liegen eher im Randgebiet des Geschehens und diese Tatsache ist genau das, was diese Buch so besonders macht. Denn es macht Hoffnung. Es offenbart Lisas Innenansicht, mit allen Verwirrungen und Fluchtmöglichkeiten, aber auch mit all ihrer Normalität, mit der sie versucht, ihren Alltag zu überstehen. Das Beeindruckenste ist, dass erst durch diese fantastische Welt die seelischen Vorgänge, die in der Hauptperson des Romanes vorsichgehen, darstellbar und damit nachvollziehbar werden und somit viel realer sind, als man zunächst glauben kann. Daher ist für mich nicht ganz zu verstehen, warum dieses Buch im Bereich "Fantasy" angesiedelt ist. Ich glaube nicht, dass das von der Autorin so gedacht war. Insgesamt ist "Die Goldatmerin" ein sprachliches Wunderwerk, in dem es die Autorin schafft, eine unvorstellbare Komplexität in ein farbenprächtiges Gemälde zu verwandeln, das jedem auf seine Art zugänglich gemacht wird. Der Clou daran ist die märchenhafte Fabelwelt, die wunderbar der Gedanken- und Gefühlswelt der dreizehnjährigen Lisa Lehmann entspricht und somit sehr authentisch wirkt. Mein Fazit: Ich bin von der Umsetzung dieses schwierigen Themas sehr beeindruckt, zumal gleich im Vorwort deutlich wird, dass es sich bei dem Roman um eine Geschichte mit realem Hintergrund handelt. Daher gibt es nur eines abschließend darüber zu sagen: Dieses Buch ist mehr als sehr empfehlenswert!

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  • Sehr berührend

    Die Goldatmerin
    flieder

    flieder

    14. September 2013 um 21:13

    Lisa, ist ein ganz besonderes Mädchen. In ihrer Traumwelt hat sie mächtige Freunde, die Vögel Di´erabinai und ihr Freund und Beschützer den großen Wolf Do´inoboro. Nur durch sie kann sie das Schreckliche, dass zu Hause auf sie wartet, verarbeiten. Ihre Mutter ist alkohol- und tablettenabhänig und ihr Vater missbraucht sie schon seit frühester Kindheit. Immer wieder flüchtet sich Lisa zu ihren Freunden und in die Welt der Farben. Bis sie  den Mut hat sich zu erinnern und zu erkennen wer und was sie ist. Selten habe ich so ein berührendes Buch gelesen. Die Autorin Susanne Markgraf versteht es durch ihre wundervolle Erzählweise den Leser in die Traumwelt eines Kindes zu entführen , dass in einer Welt ohne Liebe und Anerkennung aufwachsen muss. Fast schon märchenhaft wird  dieses schwierigen Thema Missbrauch verarbeitet. Lisa ist ein sehr starkes und bewundernswertes Mädchen, dass am Ende sogar die Kraft hat zu verzeihen. Ein Buch, dass ich nicht einfach so zur Seite legen konnte, lange war ich noch in Gedanken bei Lisa und ihren mächtigen Freunden. Absolut empfehlenswert.

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  • *+*+* Prädikat: Sehr wertvoll *+*+*

    Die Goldatmerin
    Irve

    Irve

    11. September 2013 um 19:37

    *+ Prädikat: "Sehr wertvoll"! +* Inhaltsangabe: Lisa Lehmann, 13 Jahre alt, ist alles in allem ein ziemlich pfiffiges Mädchen. Allerdings: Lisa tickt nicht richtig. Deshalb geht sie jede Woche zu Frau Dr. Freudensprung, die nicht nur Psychologin, sondern darüber hinaus auch Farbmagierin und Hüterin eines ganz besonderen Tores ist. Bald wird klar, warum Lisa nicht richtig tickt: Es hat etwas mit dem Vater zu tun. „Lisa … komm … lass mich das machen … „ So lockt Lisas Schattenschwester Lena sie an fremde, geheimnisvolle Orte, sobald der Vater auf der Bildfläche erscheint. Immer stärker wird Lisas Drang, zu erfahren, was es mit dem Vater auf sich hat. Mit der Hilfe von Frau Doktor Freudensprung, dicht gefolgt von den Völkern der Do’inoboroì und der Di’erabinaì sowie den Wiesenleuten, gelangt Lisa endlich an das Tor der Tore, hinter dem sich der Abgrund der vollkommenen Erinnerung befindet. Gut, dass Lisa in die Geheimnisse des Goldatmens eingeweiht wird, denn nur dank dieser speziellen Farbmagie wird sie am Ende ihrer Suche eine erstaunliche Entdeckung machen … (Quelle: Lovelybooks) Das Cover: Es zeigt eine goldene Kette mit blauem Anhänger am Hals einer Frau. Ich denke, dass es Lisa sein soll. Diese Kette ist zwar eine wichtige Zutat des Buches, aber nachdem ich die Geschichte kenne, finde ich dieses Cover nicht sehr aussagekräftig. Meine Zusammenfassung und Meinung: Lisa hat Schlimmes erlebt...und verdrängt. Nach und nach kommt sie aber diesem Aspekt ihres Lebens auf die Spur und steht vor der Wahl: In den Abgrund sehen und daran zerbrechen, oder ihn zu überwinden und am Durchlittenen zu wachsen. Die Autorin hat für die Leser mit diesem Werk ihre Vergangenheit aufgearbeitet. Sie tut dies zum Glück nicht mit einem drögen Ratgeber. Nein, Frau Markgraf hat einen viel besseren Weg gefunden. Lisa, das missbrauchte Mädchen schafft sich eine Fantasie-Welt, die dunkle Seite, um dem zerstörenden Aspekt ihres Lebens zu entfliehen. Jedoch gelangt sie irgendwann zum Glück an den Punkt, an dem sie die Taten nicht länger unterdrücken und ummänteln kann. Sie beginnt, sich nach und nach mit ihrer Situation auseinander zu setzen...bis zum bitteren Ende. Wir haben es hier mit einem in jeder Hinsicht hervorragenden Buch zu tun. Schon allein die Geschichte der dunklen Seite mit all ihrer Kreativität, den Farbspielen und Fabelwesen finde ich großartig, selbst wenn man den Bezug zur hellen Seite außer Acht lässt. Aber die Verwebung der beiden Welten finde ich perfekt gelungen. „Die Goldatmerin“ ist alles andere als leichte Kost und ich habe stellenweise mehr nachgedacht als gelesen, auch sind meine Tränen reichlich geflossen. Das Thema selbst ja auch so vielschichtig und facettenreich, dass eine plumpe, klare Geschichte ihm gar nicht wirklich gerecht würde und ich bleibe dabei: Die Umsetzung ist brillant .„Die Goldatmerin“ hat mich sehr berührt und bewegt. Ich habe mit diesem Thema des Missbrauchs zum Glück noch nie etwas zu tun. Dieses Buch ist jedoch so hervorragend geschrieben, dass ich die Gefühle und Entwicklungsstadien der Protagonistein sehr gut nachvollziehen konnte. Die Autorin gewährt tiefe Einblicke in die Seele....und das auf so eine eindrucksvolle, kreative, wunderschöne Art, die zugleich Hoffnung gibt und zeigt, dass das Leben, nachdem man ein Trauma erfahren hat, nicht vorbei sein muss. Verdrängen ist nie gut, irgendwann kommt es mehrfach zurück und dann ist der Punkt da, an dem man vielleicht gar nicht damit umgehen kann. Das Auseinandersetzen, was auch immer es betrifft, ist sicher der richtige Weg und auch das zeigt uns dieses Buch. Dass leider viele Betroffene daran scheitern, ist genau so herauszulesen wie die Möglichkeit, sich dieses zweite, neue Leben zu erarbeiten und es sogar zu genießen. Der Autorin gebührt mein tiefer Respekt und ich ziehe den Hut vor Susanne Markgraf. Sie hat es geschafft, sich mit ihrer Vergangenheit und deren Folgen zu arrangieren. Sie hatte und hat die Kraft, mit dem Thema abzuschließen. Zudem teilt sie nun mit uns ihre Erfahrungen auf diese wunderschöne, zutiefst berührende Art und Weise. Für mich ist dieses Buch in allen Punkten unglaublich gut gelungen und ich werde es bestimmt noch öfters lesen und bin mir sicher, dabei weitere Großartigkeiten zu entdecken. Ich fände es toll, wenn jeder mittelbar und unmittelbar Betroffene und jeder, der in irgendeiner Form mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat, „Die Goldatmerin“ lesen würde. Mein Fazit: Dieses Buch ist gnadenlos realistisch und Hoffnung gebend zugleich! Das gibt 5 Sterne!!! Infos zum Buch: "Die Goldatmerin" ist am 15.07.2013 unter der ISBN-Nr.9783943596380 im Verlagshaus el Gato erschienen und auch als eBook verfügbar.

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  • Zauberschöne Worte um Unfassbares, berührend!

    Die Goldatmerin
    ClaudiaBerlin

    ClaudiaBerlin

    10. September 2013 um 12:19

    Ich durfte das Buch im Rahmen der Leserunde bei LovelyBooks lesen, vielen Dank der Autorin und dem Verlagshaus el Gato. Das Buch interessierte mich thematisch, allerdings haben mich die Fantasygestalten zögern lassen. Gut, dass ich nicht zu lange zögerte und mich beworben habe. Und mitlesen durfte. Den Klappentext kann man hier nachlesen. Total berührt und mit Tränen in den Augen, aber auch einigermaßen verwirrt, habe ich das Buch beendet. So ganz wirklich wird man die fantasievollen Zusammenhänge erst beim zweiten Lesen verstehen und auch die vielen unterschiedlichen Personen besser zuordnen können. Es waren mir persönlich zu viele. Zauberhaft beschrieben ist die Fantasiewelt, in der Lisa lebt, weil sie das, was ihr als Lena geschieht, verdrängt. Teilweise hatte ich beim Lesen farbenprächtige, leuchtende und wunderschöne, warme Bilder dieser Welt im Kopf. Gold atmen. Die Autorin hat es geschafft, dass ich, der so ziemlich fantasieloseste Leser, mir genau vorstellen konnte, wie es sich anfühlt. Für mich wie der erste Atemzug, wenn man nach dem Tauchen wieder an die frische warme Luft kommt. Oder der tiefe Atemzug, wenn man an einem eisig kalten Tag nach Hause in die warme kuschelige Wohnung kommt. Zuhause ist hier ein wichtiges Wort, für mich fühlte sich dank des wundervollen Schreibstils der Autorin die Fantasiewelt wie Lisas wirkliches Zuhause an. Von der schwerwiegendsten all ihrer Pflichten befreit, bewegte sie sich leicht wie eine Feder (Zitat, Seite 65/Mutterfrau lässt Lisa im Krankenhaus) Dieses Zitat lässt hoffen, dass die durch Tabletten und Resignation abgestumpfte Mutterfrau vielleicht doch noch so etwas wie ein klitzekleines Gewissen hatte. Auch wenn sie selbst Opfer war, verdammt, sie hatte die Verantwortung für ihre To(ö)chter! Das macht mich sprachlos und wütend. Der Sprachstil der Autorin hat mich total in seinen Bann gezogen. Ich hatte mich auf ein schweres Buch eingestellt und daran gedacht, Taschentücher bereit zu legen. Ich brauchte sie erst auf der allerletzten Seite, denn bis dahin verpackte die Autorin die Schwere dieses Buches in farbenfrohe fantasievolle Leichtigkeit, durchzogen von kurzen prägnanten realistischen Passagen, die das Ausmaß der Widerwärtigkeiten schonungslos darstellen. Unmittelbar auf diese schrecklichen realen Dinge gelangte man sofort wieder in die farbenfroh und warm dargestellte Fantasiewelt, die das eben gelesene Schreckliche nicht vergessen lässt, aber ablenkt und mildert. Mich hat die Geschichte an sich sehr berührt und ich habe allergrößte Hochachtung vor der Autorin, die es geschafft hat, ihre furchtbare Kindheit mit so eindringlichen, aber auch leichten Worten zu beschreiben und zu verarbeiten. Vergessen ist unmöglich. Vergeben könnte ich persönlich niemals. Für Frau Markgraf was das offensichtlich der richtige Weg. Ihr fröhliches Lachen auf dem Foto steckt an und ich wünsche Frau Markgraf von ganzem Herzen, dass es tief in ihrem Herzen verankert ist. Mein Fazit: Ein wichtiges Buch. Ein gutes Buch voller wunderbarer Worte und voller Hoffnung. Ohne Frage. Der Schreibstil und die Wortkreationen sind wunderschön. Ab und zu stoppt ein Komma an der falschen Stelle den Lesefluss und es fehlte auch mal ein ganzes Wort. Mir persönlich waren es zu viele Personen, die Übergänge von Person zu Person oder in der Fantasiewelt teilweise nicht gleich zu verstehen. Fantasy ist einfach nicht mein Genre, auch nicht teilweise, da das aber mein persönliches Ding ist, wird es sich nicht auf meine unbedingte Leseempfehlung auswirken. Bei der Entscheidung für dieses Buch sollte man sich aber dessen bewusst sein und Fantasy zumindest überwiegend mögen.

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  • Ein beeindruckendes Buch

    Die Goldatmerin
    mabuerele

    mabuerele

    09. September 2013 um 16:40

    „...Mein Weg ist der Weg der Vergebung...“ Lisa Lehmann hockt auf der dunklen Seite der Welt vor einen Zauberspruch, den sie nicht versteht. Sie schreibt den Spruch auf und verstaut Stift und Zettel in ihrem Rucksack. Ein Di`erabina breitet seine Schwingen aus und bringt Lisa durch alle Farben in die lichte Welt. Dort klingelt pünktlich halb sieben der Wecker. Das ist, in wenigen Sätzen zusammengefasst, der Beginn eines beeindruckenden Buches. Nach und nach erschloss sich mir als Leser der Hintergrund der Geschichte. Es ist schwierig, es hier zu beschreiben, ohne zu viel vorwegzunehmen. Lisa ist ein intelligentes Mädchen. Doch ihr Leben steuert auf eine Katastrophe zu. Sie hat einen Teil ihres Lebens ausgeblendet. Das ist nicht mehr lange möglich. Von ihrer Mutter, die im Buch konsequent Mutterfrau genannt wird, ist keine Hilfe zu erwarten. Ihr Verhalten schadet dem Kind eher. Das Buch spielt auf zwei Ebenen – der Ebene der Gedanken und der Ebene der Realität. Einzige Bezugsperson für Lisa ist anfangs die Psychologin Frau Dr. Freudenberg. Beeindruckend ist der Sprachstil des Buches. Das betrifft nicht nur die detaillierte Beschreibung der beiden Welten, sondern die Verwendung von vielfältigen Sprachbildern. Besonders gefallen hat mir die Verknüpfung der Gedanken mit Farben. Gold ist die Farbe der vorurteilsfreien Gedanken. Die Steigerung der Spannung durch geschickte Anwendung sprachlicher Möglichkeiten zeigt sich vor allem in den mittleren Abschnitten des Buches. Während sich Lisa in ihren Gedanken abseits der Realität bewegt, wird durch kurze, prägnante Sätze dazwischen die Entwicklung in der Realität eingeblendet. Nur vier, fünf Worte genügen, um das Verhalten von Vater und Mutterfrau, aber auch Lisas körperliche Befindlichkeit auf den Punkt zu bringen. Wie eine Leiter führen diese Sätze Stufe für Stufe nach oben. Plötzlich erscheint nicht nur das Verhalten der Mutter in einem neuen Licht, er gesamte familiäre Hintergrund des Mädchen wird sichtbar. Die Autorin weiß, wovon sie schreibt. Im letzten Kapitel nimmt sie darauf Bezug. Dort fällt auch der oben zitierte Ausspruch. Der aufmerksame Leser wird feststellen, dass er sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es wird zu den Büchern gehören, die ich mehrmals lese. Es hat mich tief berührt und erschüttert. Solche Bücher sind wichtig, denn sie sensibilisieren uns für seelische Verletzungen, die oft übersehen werden.

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