Susanne Matthiessen

 4,1 Sterne bei 87 Bewertungen
Autor von Ozelot und Friesennerz, Ozelot und Friesennerz und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Susanne Matthiessen

Susanne Matthiessen, Jahrgang 1963, ist gebürtige Sylterin. Als Journalistin verarbeitet sie gesellschaftspolitische Entwicklungen zu Programmideen für Radio, Fernsehen und Internet. Sie hat unter anderem als Redaktionsleiterin der TV-Magazine Dunja Hayali, Gabi Bauer und – dort stellvertretend – Sabine Christiansen gearbeitet und ist langjährige Dozentin an der Akademie für Publizistik in Hamburg. Fünfzehn Jahre lang war sie Kolumnenschreiberin für die Sylter Rundschau. Susanne Matthiessen lebt gern in Berlin, lebt aber nur am Meer richtig auf.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Ozelot und Friesennerz (ISBN: 9783548065083)

Ozelot und Friesennerz

Neu erschienen am 31.05.2021 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag.

Alle Bücher von Susanne Matthiessen

Cover des Buches Ozelot und Friesennerz (ISBN: 9783550200649)

Ozelot und Friesennerz

 (87)
Erschienen am 15.06.2020
Cover des Buches Ozelot und Friesennerz (ISBN: 9783548065083)

Ozelot und Friesennerz

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Erschienen am 31.05.2021
Cover des Buches Ozelot und Friesennerz (ISBN: 9783844926668)

Ozelot und Friesennerz

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Erschienen am 09.09.2020

Neue Rezensionen zu Susanne Matthiessen

Cover des Buches Ozelot und Friesennerz (ISBN: 9783550200649)shilos avatar

Rezension zu "Ozelot und Friesennerz" von Susanne Matthiessen

Tolles Buch
shilovor 9 Monaten

Ein Buch, welches durch seine heitere Art der Erzählung für viele Stunden guter Unterhaltung sorgt.
Erzählt wird von einer Kindheit ganz anderer Art in den 70er Jahren auf Sylt.
Die Anekdoten sind herrlich beschrieben und haben mich sehr oft zum Schmunzeln gebracht.
Die Geschichte zeigt eine Kindheit auf Sylt der 70er Jahre mit seiner Unbeschwertheit und Leichtigkeit und die Veränderung bis heute. Und dies ist nicht unbedingt zum Positiven. Es regt zum Nachdenken an, wie es um die Zukunft der Insel wohl stehen wird.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut zu lesen.
Es bleibt nun zu hoffen, dass Susanne Matthiessen noch andere Bücher schreiben wird, denn schon ihr Erstlingswerk ist absolut lesenswert.

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Cover des Buches Ozelot und Friesennerz (ISBN: 9783550200649)tigerbeas avatar

Rezension zu "Ozelot und Friesennerz" von Susanne Matthiessen

Zu pelzig
tigerbeavor 9 Monaten

Susanne Matthiessen hat mit "Ozelot und Friesennerz" einen Roman über ihre Sylter Kindheit in den 1970er Jahren verfasst. Sie schreibt über lustige, aber auch bedenkliche Geschehnisse mit ihrer besten Freundin. Man kann hier oft über die gemeinsamen Streiche lachen. In diesem Roman spiegelt sie den Wandel dieser Insel zur Ferienidylle der Superreichen. Ihre Erlebnisse mit der Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung beschreibt sie auf lockere Art. Man begegnet hier dem letzten Sohn der Familie Krupp ebenso wie Gunter Sachs. Diese prominenten Menschen werden hier auf unterhaltsame Art vorgestellt. Man lernt sie so kennen, wie sie wirklich waren - jenseits der Presse. Denn die Autorin hat sie alle persönlich kennengelernt. Ihre Erlebnisse stellen den Mensch in den Vordergrund - nicht das Presseobjekt. Susanne Matthiessen schreibt über die Prominenz mit Respekt. Bis auf eine Person: Brigitte Bardot. Diese war für ihre Familie ein Feindbild - denn sie setzte sich damals als erste Person für den Tierschutz und gegen Pelze ein. Dabei hat sie nicht ein "traditionelles Handwerk" zerstört - nein, sie hat Millionen Tieren das Leben gerettet. Dafür verdient sie Achtung. Da Familie Matthiessen Eigentümer des bekanntesten Pelzgeschäftes auf Sylt und als Kürschner ihr Geld verdienten, sahen sie es anders. Bei Susanne Matthiessen hat man hier das Gefühl, sie sieht es noch heute anders. Und dies stört mich gewaltig. Ich hatte ein Buch mit Kindheitserlebnissen erwartet. Aber über die Hälfte des Buches ist Werbung für Pelze. Diese werden als "Kunstwerke" oder "traditionelle Kleidung, da schon von Steinzeitmenschen getragen" bezeichnet. Es wird ausführlich darauf eingegangen, wie schwer es ist aus x Tieren die richtigen Felle auszusuchen, damit der Mantel von der Farbe schön gleichmäßig aussähe. Oder wie schön Ozelot zu verarbeiten ist.. Diese Glorifizierung der Kürschnerei gehört nicht in die heutige Zeit. Frau Matthiessen hätte erwähnen können, was ihre Eltern beruflich taten - aber das hätte reichen müssen. Den Platz für diese Lobhudelei hätte sie sich sparen können und diese Seiten mit mehr Erlebnissen mit Freundin, Gästen und Prominenz füllen können. Kurz gesagt: Mehr Friesennerz und weniger Ozelot wäre wünschenswert gewesen.

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Cover des Buches Ozelot und Friesennerz (ISBN: 9783550200649)Lesenisttolls avatar

Rezension zu "Ozelot und Friesennerz" von Susanne Matthiessen

Vom Ozelot, der sein Leben für einen Bikini lassen musste
Lesenisttollvor 9 Monaten


Als ich das Buch entdeckte, dachte ich, endlich einmal ein Sylt-Buch ohne Sommer-Sonne-Strandkorb-Liebe. Auch die Leseprobe hat mich angesprochen, wenngleich ich die Aussage, dass man „als echte Sylterin qua Geburt automatisch etwas Besonderes“ und „automatisch einem Adelsgeschlecht angehört“ doch etwas fragwürdig finde.

In ihrem Buch (das übrigens für mein Empfinden kein Roman, sondern eine Sammlung von Anekdoten und Ereignissen ist) beschreibt Sabine Matthiessen ihre Kindheit und Jugend auf Sylt, einem Sylt, das man – Gottseidank – so heute nicht mehr vorfindet. Der Mief der Sechziger und Siebzigerjahre kroch einem während der Lektüre praktisch in die Knochen.

Die Familien vermieteten die eigenen Schlafzimmer und campierten während der Saison zusammengepfercht im Wohnzimmer. Für die Kinder war keine Zeit, die mussten sich selbst beschäftigen und gut benehmen. Abends gingen die Eltern dann auch gerne noch aus und gaben den Kindern Schlaftabletten, damit sie nicht aufwachten, während die Eltern außer Haus waren. Äußerst befremdlich fand ich, dass die Autorin als Baby im Schlafzimmer mit im Ehebett der Feriengäste schlief und nach deren Syltaufenthalt sogar mit ihnen „in Urlaub“ fuhr.

Die Autorin entstammt einer bekannten Kürschnerfamilie, damals gehörte es wohl dazu, dass die reichen Urlauber mit einem Pelz nach Hause fuhren. Es war eine andere Zeit, Pelz zu tragen war noch nicht verpönt. Trotzdem finde ich es sehr bedenklich, wie unreflektiert Frau Matthiessen gewissen Anekdoten erzählt. Zum Beispiel die Geschichte, in der ein namentlich genannter Bankier für seine junge Gespielin einen Bikini aus Ozelot anfertigen lässt und die Autorin das Fell dieses vom Aussterben bedrohten Tieres als „Wildware“ bezeichnet. Sicher ist dies der Fachbegriff, aber ich empfinde ihn in der heutigen Zeit doch als ausgesprochen zynisch.

Überhaupt erzählt Susanne Matthiessen gerne Klatschgeschichten über bekannte Personen. Will ich wirklich wissen, wie Willy Brandt betrunken vom Balkon fiel oder ein bekannter Verleger ungepflegt mit fettigem Haar im Laden saß? Nein! Wenn ich solche Geschichten lesen will, kaufe ich mir die Zeitung mit den großen Buchstaben. 

Es gab Passagen, die ich interessant fand, aber im Großen und Ganzen hat mich das Buch eher gelangweilt. Mir fällt nicht eine Person im gesamten Buch ein, die mir sympathisch war, und der Schreibstil kommt sehr abgehackt und holprig daher. Für mich war es eine ziemlich enttäuschende Lektüre.

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