Susanne Matthiessen

 4,2 Sterne bei 162 Bewertungen

Lebenslauf

Susanne Matthiessen, Jahrgang 1963, lebt schon lange in Berlin. Sie verarbeitet gesellschaftspolitische Entwicklungen zu Programmideen für Radio, Fernsehen und Internet. Ihre Romane Ozelot und Friesennerz und Diese eine Liebe wird nie zu Ende gehn sind Bestseller. Als gebürtige Sylterin hat sich Susanne Matthiessen in Berlin-Kreuzberg auf Anhieb wohlgefühlt – verhaltensauffällige Charaktere auf umgrenztem Platz kannte sie schließlich schon von zu Hause.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Lass uns noch mal los (ISBN: 9783844938135)

Lass uns noch mal los

Neu erschienen am 29.02.2024 als Hörbuch bei TIDE exklusiv.

Alle Bücher von Susanne Matthiessen

Cover des Buches Ozelot und Friesennerz (ISBN: 9783550200649)

Ozelot und Friesennerz

 (96)
Erschienen am 15.06.2020
Cover des Buches Diese eine Liebe wird nie zu Ende gehn (ISBN: 9783548067803)

Diese eine Liebe wird nie zu Ende gehn

 (62)
Erschienen am 31.05.2023
Cover des Buches Lass uns noch mal los (ISBN: 9783550202674)

Lass uns noch mal los

 (3)
Erschienen am 28.02.2024
Cover des Buches Ozelot und Friesennerz (ISBN: 9783548065083)

Ozelot und Friesennerz

 (0)
Erschienen am 30.05.2021
Cover des Buches Diese eine Liebe wird nie zu Ende gehn (ISBN: 9783869093222)

Diese eine Liebe wird nie zu Ende gehn

 (1)
Erschienen am 01.06.2023
Cover des Buches Lass uns noch mal los (ISBN: 9783844938135)

Lass uns noch mal los

 (0)
Erschienen am 29.02.2024
Cover des Buches Ozelot und Friesennerz (ISBN: 9783957132673)

Ozelot und Friesennerz

 (0)
Erschienen am 17.03.2022

Neue Rezensionen zu Susanne Matthiessen

Cover des Buches Lass uns noch mal los (ISBN: 9783550202674)
E

Rezension zu "Lass uns noch mal los" von Susanne Matthiessen

Ein wunderbares Buch!
Eva_Beimervor 3 Monaten

SUSANNE MATTHIESSEN: LASS UNS NOCH MAL LOS

Susanne Matthiessen erzählt von den Frauen ihrer Boomer-Generation – rasant, rebellisch und tiefschwarz komisch.

 

INHALT:

»Wir haben uns einfach genommen, was uns zustand, die Hälfte der Welt. Wir sind durchgestartet für mehr Geld, mehr Macht und mehr Einfluss und wollten ein unabhängiges Leben nach unserem Geschmack. Es sollte die ganz große, unangepasste Freiheit werden. Zusammen wohnen, zusammen leben, zusammen feiern. Jetzt sind wir sogar zusammen alt geworden und fragen uns: Hat denn alles geklappt?«

Kreuzberg war schon immer anders: wilder, anarchischer, frauenbewegter. Und in vielem früher dran. In den Achtzigern kämpften Susanne und ihre Freundinnen zwischen brennenden Barrikaden. Sie wollten anders leben als das spießige Westdeutschland mit seinen Kleinfamilien und Kiesauffahrten. 

Mehr als dreißig Jahre später ist Kreuzberg immer noch ein Ort für Träume aller Art, doch die große Freiheit trägt jetzt ein Preisschild in Euro. Für die alten Vorreiterinnen wird es langsam eng. Nun kämpfen sie gegen den Abstieg. Bis Susanne und ihre Freundinnen eine Revolution von unten starten. Ganz wörtlich.

 

MEINE MEINUNG:

Ein toller Roman!

Ich fand es hochinteressant, wie die Autorin beschrieben hat, was aus den wilden und anarchischen Frauen der damaligen Frauenbewegung geworden sein könnte.

Gleich vorweg: es ist alles noch da! Das ist tröstlich…. Muß halt manchmal wieder ausgegraben werden.

Die Geschichte von Susanne und den Frauen in der „Burg“, einem reinen Wohnhaus nur für Frauen, ist wunderbar. Voller Herz und Animositäten, Komik, Melancholie, Erfolg und Scheitern und auch Krankheit und Tod, denn sie sind alle in die Jahre gekommen….

Matthiessen erzählt aber auch so nebenbei, wie das gesellschaftliche Leben sich verändert hat seit den 70er Jahren. So war das auch eine Reise in meine ganz persönliche Vergangenheit.

Ich empfehle dieses Buch von ganzem Herzen!

Cover des Buches Diese eine Liebe wird nie zu Ende gehn (ISBN: 9783869093222)
Jorokas avatar

Rezension zu "Diese eine Liebe wird nie zu Ende gehn" von Susanne Matthiessen

Familiengeschichte auf Sylt
Jorokavor 7 Monaten

Ich war noch nie auf der Nordsee-Insel. Ihr Ruf ist ja wohlbekannt. Die Autorin gibt sozusagen Insiderwissen weiter, denn sie wurde dort geboren und hat bis in die 1980er Jahr dort gelebt. Sie spannt einen großen Bogen bis in die Gegenwart. „Die Ärzte“ habe wohl dort auch ihr Abschiedskonzert gegeben, bevor sie sich dann später wieder zusammengerauften. Eines ihrer bekanntesten Lieder ist titel-gebend.


Ich glaube die Familiengeschichten oder generell die Geschichten vom Land unterscheiden sich nicht so großartig voneinander. Es gibt die üblichen Tabus, die Anekdoten, die Generationenkonflikte und die Landflucht. Auf Sylt kommt jedoch noch der wirtschaftliche Faktor hinzu. Der unglaubliche Aufstieg zu beliebtesten Ferieninsel Deutschland mit explodierenden Immobilienpreisen und weiteren Unpässlichkeiten.


Die Autorin sieht vieles an „Fortschritt“ kritisch und auch ihre Haltung zu ihrer Heimat generell gestaltet sich insgesamt recht kontrovers. Spannend fand ich, die durch den Lockdown verursachten Veränderung auf Sylt. Ansonsten sind die ‚Internas‘ eher für Sylt-Fans interessant.


Gelesen wird von Julia Nachtmann. Ihr Stil hat mir gut gefallen. Unterschiedliche Personen sind am Tonfall zu erkennen. Es handelt sich um 8 Stunden Hörerlebnis (wohl die ungekürzte Fassung).


Fazit: Die Geschichte hat mich jedenfalls davon überzeugt, niemals nach Sylt zu reisen. Schwanke zwischen 3 und 4 Sternen. Inhaltlich eher 3, aber die Umsetzung als Hörbuch eher 4.



Cover des Buches Diese eine Liebe wird nie zu Ende gehn (ISBN: 9783550201912)
B

Rezension zu "Diese eine Liebe wird nie zu Ende gehn" von Susanne Matthiessen

Diese eine Liebe wird nie zu ende gehn
Betty_Literaturvor einem Jahr

Susanne Matthiessens zweiter Roman beginnt mitten in der Corona-Zeit im Lockdown.

Die Autorin ist auf „ihre“ Insel zurückgekehrt, sie darf das, denn sie ist dort geboren, ihre Eltern haben das berühmteste Pelzgeschäft der Insel geführt, über das sie in ihrem ersten Roman „Ozelot und Friesennerz“ erzählt.

 

Allen Urlaubern, Zweitwohnungsbesitzer*innen bleibt der Zutritt verwehrt.

 

„Es gibt ganz neue Kategorien. Man unterscheidet jetzt zwischen „echten Syltern“, die auf der Insel geboren sind und „waschechten Syltern“, die bereits seit mehreren Genrationen hier ansässig sind. Und ihren Kindern, die plötzlich so wie ich wieder häufiger auf Sylt sind. Die ganze Zeit eigentlich. Es gibt die „Zugezogenen“ mit Sylter Meldeadresse, die „Auswärtigen“, die lediglich einen Zweitwohnsitz auf der Insel haben, und die „Gäste“ oder „Touris“, die ganz profan für Urlaubszwecke vorbeikommen.“

 

Die Autorin erlebt die nun plötzlich leergefegte Insel mit den leerstehenden Wohnungen und Häusern, den geschlossenen Geschäften und Restaurants noch einmal neu. Die Natur steht wieder im Mittelpunkt, die Nordsee mit all ihrer Magie, aber auch Zerstörungskraft.

„Ich fürchte, die Nordsee wird sich rächen. Irgendwann. Und über uns herfallen. Wenn man so allein an diesem unendlich weiten Strand steht, ist vollkommen klar: Wenn die Nordsee kommt, sind wir geliefert.“

 

Aber nicht nur die Nordsee gefährdet die Insel. Der unablässig sich steigernde Bauboom, die inflationären Immobilienpreise auf der Insel, „Es ist das Geld, das hier alles flutet und die Insulaner verschlingt“, tragen ebenso dazu bei.

 

In den Begegnungen mit alten Freund*innen leben die Erinnerungen an die 80er Jahre wieder auf.

 

Die Sturmflut von 1981, das dramatische Seehundsterben vor der Sylter Küste 1988, die „Punkerinvasion“ und das legendäre Konzert der „Ärzte“, Drogenprobleme und der Besuch von Helmut Kohl während seiner Wahlkampftour. 

Susanne Matthiessen lässt uns an den Erinnerungen ihrer „wilden Jugend teilhaben, gewürzt mit allerlei Anekdoten aus der berühmten „Pelz-Familie“ sowie ein wenig Klatsch und Tratsch über Promis oder Sylter „Urgesteine“.

 

Sie erinnert aber auch an die alten Sylter Traditionen, die Sagen und Mythen, die bei einigen noch präsent sind.

 

Nicht zuletzt kritisiert sie schonungslos die Verharmlosung der „heilen“ Sylter Welt. Viel zu spät erkennt sie die tragische Geschichte ihrer Freundin, der sie nicht helfen konnte.

 

Ein sehr lesenswertes Buch, das Erinnerungen weckt und nachdenklich stimmt.

Für Sylt-Fans sowieso.

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