Susanne Mayer Die Kunst, stilvoll älter zu werden

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Inhaltsangabe zu „Die Kunst, stilvoll älter zu werden“ von Susanne Mayer

Vintage-Jahre! Das ist ein Stoßseufzer der Erleichterung und hat im Ausgang eine Note - der Verblüffung. Vintage? Wie: von gestern? Dieser Schock ist Ausgangspunkt des Buches. Susanne Mayer begibt sich auf Spurensuche danach, was Altern heute bedeutet. Sie erzählt von der ersten Altersbashing-Erfahrung - hat dieser Typ an der Kreuzung »Alte Fotze« gekreischt? -, von Erlebnissen in der Familie - »Du in deinem Alter, Mama?« - oder am Arbeitsplatz: Hat der Kollege impliziert, den Job mache ein Jüngerer besser? Nämlich er?
Neben persönlichen Erfahrungen werden gesellschaftliche Entwicklungen seziert wie die Phantasien von der Optimierung nun auch dieser Lebensphase, die Rentenerwartung der deutschen Mutter oder Erfahrungen von Fremdheit in einer sich beschleunigenden Welt. Fazit: Vintage verlangt Gelassenheit, gegenüber den ehemals heißumkämpften politischen Zielen, den verlorenen Hoffnungen, alten Vorsätzen – Haltung auch gegenüber dem, was kommen mag.

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  • Vergnügliche Lektüre in „weiblich“

    Die Kunst, stilvoll älter zu werden

    michael_lehmann-pape

    02. March 2016 um 14:39

    Vergnügliche Lektüre in „weiblich“ Starke Ähnlichkeit zu Sven Kuntzes „Altern wie ein Gentleman“ hat diese anregende „Selbstbetrachtung“ von Susanne Mayer nicht nur, was den Titel angeht. Ironisch, locker, mit Tempo und sehr flüssig nimmt auch Mayer den Leser mit in das, was man das „neue Alter“ nennt, und das, bei aller Verschiedenheit und besseren körperlichen Konstitution, tatsächlich auch in der Gegenwart das Alter ist (und nicht das „neue 40“, wenn sich biologisch die 70 rundet). „Gegen die Falten hilft nur ……….das Aufzählen von Fakten: Falten haben alle. Die Alpen sind durch Fältelungen entstanden, wir selbst entstehen durch Fältelungen von Proteinen, selbst der Kosmos ist eine einzige Faltenzone“. Das hilft zwar nicht unbedingt nur „neuen“ Glättung der Haut, wohl aber zu einer realistischen Einschätzung eines ja auch inneren Entwicklungsprozesses, der durch Botox oder Straffungsorgien per Creme oder Chirurg eher gehindert als befördert wird. Auch wenn Susanne Mayer diese „Problemzonen des Alters“ nicht verschweigt oder umschifft, oder, besser gesagt, gerade weil sie diese wahrnimmt und zu Gehör bringt, gelingt es ihr überzeugend, das zu vermitteln, was ihr das eigentliche Anliegen ist: Das Leben mit Haltung anzunehmen. Das Altern nicht zu bekämpfen (ohne sich dabei gehen zu lassen), sondern in seinen Möglichkeiten, seinem Eigenwert, auch seinen Abschieden (am Ende von sich selbst) mit Würde und Haltung anzunehmen und zu gestalten. Was natürlich viel einfacher gesagt als getan ist in einer Zeit, die das fitte, dynamische, straffe, jugendliche Erscheinungsbild stark in den Mittelpunkt stellt. Gegen den ein oder anderen „hysterischen Rutsch in Richtung Altern“, den Mayer bei über Falten klagenden 30jährigen ebenso verortet wie bei einer 23jährigen Jungautorin, die bei Grönemeyers Bochum kathartisch zu erkennen meint, das alle, auch sei, sterblich sind. Ebenso, wie sie von der „anderen Seite her“ zu berichten weiß und sich geduldig die Stil-Erklärungen ihres 66jähirgen Freundes (inklusive der Label, natürlich, der Verbindung zum New Wave und der nur zögerlich gestellten Anfrage, ob der eigene Stil nicht einer Veränderung harren würde, was das Alter angeht). Auch wenn in Stil und Inhalt die Parallelen zu Kuntzes Buch nicht von der Hand zu weisen sind, der lockere Stil, der genaue, kritische, dabei aber auch immer gnädige Blick, den Mayer auf ihre „Altersgenossen“ ebenso wirft wie auf die noch weit davon entfernten und deren teils merkwürdigem Bild vom Altern, all dies macht dieses Buch zu einer vergnüglichen Lektüre mit nicht wenigen Aha-Momenten, in denen die eigene Haltung des Leser sich hinterfragt plötzlich vorfindet. Und durchaus ernste Töne mit anschlägt, wenn es gegen den „Aging Blues“ oder die Frage „Was hält“ geht. Wobei Susanne Mayer um eine gute Antwort nie verlegen ist und damit den Leser mit ins „Bedenken des (unweigerlichen) Alterns“ mit hineinnimmt.

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