Susanne Picard Die Leichen des jungen Werther

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Inhaltsangabe zu „Die Leichen des jungen Werther“ von Susanne Picard

Der junge Jura-Student Werther ist entnervt. Das Leben spielt ihm übel mit: Gerade hat er sich in Weimar in das entzückende Töchterlein des Kammerrates der Herzogin Theresie von Wetterfeld verliebt, da wird er in das beschauliche Städtchen Wahlheim versetzt. Sein Onkel, der nicht mehr bereit ist, seinen ausschweifenden Lebensstil zu finanzieren, ist der Ansicht, dass er als Gerichtsreferendar dort das wahre Leben kennenlernen soll. Werther hingegen ist überzeugt: Das wahre Leben findet er unter diesen merkwürdigen Gestalten, die Wahlheim bevölkern, sicher nicht. Glauben sie doch an Untote, an Zombies – und das im Zeitalter der Aufklärung! Selbst als Werther die junge Lotte trifft, kann er gar nicht anders, als ihre blassgraue Haut und ihre Einsilbigkeit als Zeichen feiner Vornehmheit zu bewundern. Selbst als sich die Hinweise häufen, dass Werther tatsächlich unter Zombies geraten sein könnte, kann er sich kaum überwinden, an ihre Existenz zu glauben. Als auch noch Zombiejäger Albert Kestner auftaucht und ihm Lotte abspenstig machen will, muss Werther sich entscheiden: Herz oder Hirn?

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  • Rezension zu "Die Leichen des jungen Werther" von Susanne Picard

    Die Leichen des jungen Werther
    Textravaganzen

    Textravaganzen

    03. August 2011 um 22:31

    Aus der gleichen Reihe wie Die Abenteuer von Huckleberry Finn und Zombie-Jim und Sissi, die Vampirjägerin enspringt, (sehr) frei nach Johann Wolfgang von Goethe, Picards Die Leichen des jungen Werther. Beginnt der Briefroman doch ähnlich wie das Original, ist Werther bloß eine Parodie seines ursprünglichen Selbst – Macho (die Emanzipation ist seiner Meinung nach der „größte[…] Unsinn aller Zeiten“ 27), in Selbstmitleid versinkender Emo („Nein, heute werde ich die Kerze früher ausblasen als sonst und mir selbst leid tun.“ 46) und überheblich selbstverliebt („[….] das Wertvollste, was ich besitze. Meinen genialen, brillanten, so überaus begabten Verstand.“ 113). Und das provinziale und naturhafte Wahlheim wird zu einem Ort, an dem scheinbar die Fleischfäule wütet. Natürlich ist der städtische Werther (wie er, um Lotte zu erobern, mit allen Mitteln unter Beweis stellen will) diesen Primitiven, die an Untote glauben, geistig weit voraus – oder etwa primitiver als alle Anderen? Denn wir wissen ja alle, dass die rosarote Brille des Verliebtseins so Manches nicht nur schön einfärbt, sondern gänzlich ausblendet… Wer eine ernstzunehmende Neuinterpretation des Klassikers erwartet, wird enttäuscht sein; wer sich aber köstlich amüsieren will, darf gerne zugreifen. Allerdings nutzt sich der Humor recht schnell ab, der Versuch, Werthers Sprache nachzuempfinden, scheitert bisweilen (siehe „Flirt“ 177) und die Illustrationen sind – im Gegensatz zur Covergestaltung – leider schlecht und somit überflüssig. Wer hätte letzten Endes aber gedacht, dass Goethes Meilenstein des Sturm und Drang sich zur Vorlage eines Splatter-Romans eignen würde? Während sich mancher Leser vielleicht vor Lachen krümmt, dreht sich Goethe wahrscheinlich im Grab um. Aber: „Wir wollen nicht ausschließen, dass auch die Untoten auf ihre Weise glücklich sein können.“ (280, Hervorhebung im Original) __________ Die Seitenangaben beziehen sich auf die Erstauflage des Panini Verlags, April 2011.

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