Susanne Ptak

 4.5 Sterne bei 157 Bewertungen

Lebenslauf von Susanne Ptak

„Wie wird man eigentlich Krimiautorin? Man steht doch nicht morgens auf und denkt sich, ich schreibe jetzt mal einen Krimi, oder?“ Nun ja, vielleicht nicht direkt so, aber ähnlich war es bei mir schon. Dazu muss ich ein wenig ausholen: Anfang 2003 zog ich mit meinem Mann ins schöne Ostfriesland. Hier erfüllte ich mir 2010 einen langgehegten Traum: Meine eigene kleine Schafskäserei. Wie die meisten Menschen, die keine Ahnung von Landwirtschaft haben, sah auch ich das Ganze durch die romantische rosarote Brille. Wie schön würde es sein, mit den Schafen zu arbeiten, leckeren Käse herzustellen und diesen an Menschen zu verkaufen, die ein hochwertiges handwerklich gefertigtes Produkt zu schätzen wussten. Doch ich wurde recht schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Gewiss, es ist eine wirklich schöne Arbeit, aber sie ist auch körperlich sehr, sehr anstrengend. Zwei Mal täglich melken, stundenlang in der Käseküche arbeiten und dabei mehrfach einen Kessel mit 20 Litern Milch stemmen, das nahmen meine nicht mehr ganz so jungen Knochen bald übel. Noch dazu musste ich auf Märkte fahren, denn nur sehr wenige Kunden verirrten sich auf unseren Hof, da nur wenige Menschen bereit sind, für hochwertige Produkte auch mehr Geld als für die Massenware im Discounter zu bezahlen. Und so geschah es, dass ich an einem kalten, regnerischen Samstagmorgen im November 2013 um 6.30 Uhr auf dem Leeraner Wochenmarkt stand, frierend und mit barbarischen Rückenschmerzen. Um 10.30 Uhr kam die erste interessierte Kundin, probierte sich durch sämtliche Produkte, lobte alles in den höchsten Tönen, um dann die Empfehlung auszusprechen, es bei diesen Preisen doch lieber in einer Großstadt zu versuchen. Sie ging, ohne etwas zu kaufen. Kollegen behaupteten später, die blanke Mordlust in meinen Augen gesehen zu haben. Und ich hab’s getan! Ich habe gemordet! In einem Buch. Nach Marktschluss fuhr ich nach Hause und schrieb das erste Kapitel von „Grünlandmord“. Womit ich nie gerechnet hatte – dieses Buch war von Anfang an ein Erfolg! An dieser Stelle meinen allerherzlichsten Dank an alle Leserinnen und Leser! Womit ich außerdem nicht gerechnet hatte – fängt man einmal an zu schreiben, kann man gar nicht mehr damit aufhören… Seit diesem Tag habe ich nun schon etliche Krimis um eine ostfriesische Spinngruppe geschrieben, die nicht nur handarbeitet sondern auch Kriminalfälle löst und außerdem noch eine pensionierte Rechtsmedizinerin als Ermittlerin ins Rennen geschickt. Und da ich schon nach kurzer Zeit als Verlagsautorin feststellte, dass mir das Selfpublishing ein wenig fehlte, habe ich damit wieder angefangen und schreibe unter meinem Pseudonym Ann-Sophie Holtland magische Geschichten. Ach ja, die Schafe habe ich übrigens immer noch – ich liebe meine Wollies! Sie verdienen sich jetzt ihre Rente als Rasenmäher und Wolllieferanten.

Neue Bücher

Mord in Holtland. Ostfrieslandkrimi

 (5)
Neu erschienen am 15.07.2020 als Buch bei Klarant.

Alle Bücher von Susanne Ptak

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Cover des Buches Mord in Greetsiel. Ostfrieslandkrimi (ISBN: 9783955732721)

Mord in Greetsiel. Ostfrieslandkrimi

 (24)
Erschienen am 10.07.2015
Cover des Buches Mord in Ditzum. Ostfrieslandkrimi (ISBN: 9783955736620)

Mord in Ditzum. Ostfrieslandkrimi

 (10)
Erschienen am 11.08.2017
Cover des Buches Mord in Pilsum. Ostfrieslandkrimi (ISBN: 9783955735401)

Mord in Pilsum. Ostfrieslandkrimi

 (9)
Erschienen am 30.01.2017
Cover des Buches Mord in Emden. Ostfrieslandkrimi (ISBN: 9783955738228)

Mord in Emden. Ostfrieslandkrimi

 (7)
Erschienen am 14.06.2018
Cover des Buches Veganermord (ISBN: 9783955736309)

Veganermord

 (7)
Erschienen am 08.05.2017

Neue Rezensionen zu Susanne Ptak

Neu

Rezension zu "Der Giftmord. Ostfriesenkrimi" von Susanne Ptak

Gelungener Start einer neuen Reihe
gaby2707vor 15 Tagen

Nachdem die Ehe mit Ehemann Dirk in Hannover gescheitert ist, zieht Kriminaloberkommissarin Insa Wanders mit Sack und Pack und ihren drei Kindern zurück in ihre Heimat auf den Hof ihrer Mutter und Großmutter in der Nähe von Leer. Am Montag soll ihr Dienst in ihrer neuen Dienststelle beginnen. Aber kaum hat sie die ersten Kisten in ihrer neuen Wohnung verstaut, klingelt ihr Telefon und ihr neuer Chef Kriminalhauptkommissar Carsten Voss bittet sie um Mithilfe in einem Mordfall.

Zwei Kinder haben am Rand eines kleinen Wäldchens die Leiche einer Frau gefunden. Für Insa wird ihr erster Fall in der neuen alten Heimat ein sehr persönlicher. Die Tote ist die Frau ihrer ersten großen Liebe, wegen der sie Leer vor 20 Jahren verlassen hatte.

Dieser erste Fall in ihrer neuen Heimat wird für Insa Wanders ein sehr emotionaler. Zum einen, weil ihre erste große Liebe Tjarko Benninga darin verstrickt ist, zum anderen hat sie es hier mit sehr vielen alten Freunden und Bekannten zu tun.

Ich lerne die etwas chaotische, aber sehr sympathische Kommissarin aber nicht nur als Ermittlerin kennen. Gerade der private Start in ein neues Leben zeigt sie mir als Mutter, Tochter, Enkelin und Freundin. Sie kommt zurück in eine Familie, die so herzlich und liebevoll miteinander umgeht, dass ich gerne ein Teil davon wäre. Außerdem kocht ihre Oma hervorragend und bei der Erwähnung von den diversen Speisen läuft mir beim Lesen das Wasser im Mund zusammen. Ihre Freunde, die sie ja schon jahrelang nicht mehr gesehen hat, machen genau so einen sympathischen Eindruck, wie Insa selbst, sind sofort da und packen mit an. Klar gibt es auch hier und da Reibereien, aber der Gesamteindruck des Umfeldes wirkt auf mich sehr ausgeglichen, leicht und locker.

In diesem Fall geht es um eine Frau, die nicht so beliebt war und die sich in ihrem Umfeld bis auf zwei, keine Freunde gemacht hat. Bei den Ermittlungen gibt es daher sehr viele Verdächtige, die aber nach und nach ausgeschlossen werden können. Den letzten Hinweis gibt dann eine alte Dame, die… Aber das muss jeder selbst lesen

Da Susanne Ptak ihre Insa Wanders die Geschichte aus ihrer Sicht erzählen lässt, bin ich sofort mittendrin und sehr nahe dran am Geschehen. Außerdem geht die Geschichte ohne großes Blutvergießen über die Bühne, was meinem Lesegeschmack sehr entgegen kommt.


Auch wenn einiges etwas konstruiert und für mich nicht ganz glaubwürdig daher kommt, hat mich die Geschichte um diesen Giftmord gut unterhalten. Insgesamt eine gute Einführung in eine neue Reihe um die sympathische Ermittlerin Insa Wanders und ihren äußerst attraktiven, humorvollen, angenehmen und kompetent Chef Carsten Voss (der übrigens auch keinen Ring am Finger trägt).

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Rezension zu "Der Giftmord. Ostfriesenkrimi" von Susanne Ptak

Toller 1. Fall
Anett_Heinckevor 15 Tagen

„Der Giftmord“ von Susanne Ptak, Klarant Verlag, habe ich als ebook mit 136 Seiten gelesen, diese sind in 18 Kapitel eingeteilt. Danach gibt es noch Ostfriesland Buchempfehlungen und einen kostenlosen Kurz-Ostfriesenkrimi. Das Buch ist in der Ich-Form aus Insas Perspektive geschrieben. 

In Leer entdecken Kinder die Leiche einer Frau. Karina Benninga wurde vergiftet.

Kommissarin Insa Warnders ermittelt hier in ihrem ersten Fall, nachdem sie zurück in ihre alte Heimat gekommen ist und mit ihren Kindern im Haus ihrer Großeltern wohnt. Gleich an ihrem Umzugstag wird sie mit alten Freunden und ihrer großen Jugendliebe konfrontiert. Das ist ausgerechnet der Ehemann der toten Karina. Mit ihrem neuen Chef Carsten Voss muss sie nun hauptsächlich in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis ermitteln, was nicht immer einfach für sie ist.  Auch kommen alte Eifersüchteleien wieder hoch. Trotzdem meistert sie das sehr objektiv. 

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es war eine gute Mischung aus Arbeit und Familie. Gerade diese wurde sehr liebevoll beschrieben. Insa hat es mit ihren 12jährigen Zwillingsjungs und ihrer fast volljährigen Tochter Lea nicht immer einfach, hat aber jetzt große Hilfe in ihrer Mutter und Großmutter gefunden. Auch für Insa’s alte Freunde steht die Tür, gerade zur Küche, immer offen. Für die Kinder war der Umzug von einer Großstadt auf das Land nicht einfach. Aber schon nach ein paar Tagen haben sie sich gut eingelebt und Lea entdeckt eine Leidenschaft, die sehr überraschend für ihre Mutter ist. Die Zwillinge machen sogar eine Entdeckung, die in Insa’s Fall sehr weiterhilft.   

Es ist eine sehr schöne, unterhaltsame, rasant geschriebene, leicht und schnell zu lesende Geschichte, die trotz der Toten nicht blutrünstig und trotzdem spannend ist. Ich hoffe, es gibt noch mehr Fälle mit Insa und ihrer Familie.

Auch das Cover finde ich ganz toll, passend zu einem Bauernhof.

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Rezension zu "Mord in Holtland. Ostfrieslandkrimi" von Susanne Ptak

Ein muss für Regio-Fans
knappenpowervor einem Monat

Dr. Josefine Brenner, Rechtsmedizinerin „im Ruhestand“, hat es endlich geschafft: Sie ist von Düsseldorf nach Ostfriesland umgezogen. Und weil ihr der Ruf vorauseilt, in jedem noch so kurzen Urlaub in ostfriesland über eine Leiche zu stolpern, können sich die Leser auf einiges gefasst machen.

Dies ist – nach der Spinngruppe – schon die zweite Krimi-Reihe, die ich von Susanne Ptak lese …. und zwar mit Genuss.

Die Krimis sind nicht übermäßig lang und da sie auch nicht mega kompliziert sind eignen sie sich wunderbar sowohl für heiße Tage als auch für kalte Winterabende und überhaupt für zwischendurch. Das heißt aber nicht, dass man das Buch mal eben runterlesen kann. Die Story ist komplex, man wird in die Irre geführt und läuft Sackgassen-Spuren hinterher. Man muss sich schon konzentrieren, will man den Täter vor den „Ermittlern“ enttarnen. Aber die Bücher sind eben einfach und flüssig geschrieben, ohne viel „drumrum“ wie seitenlange Beschreibung der Umgebung o.ä., immer nur das Wesentliche. Und bei allem kommt der Spaß nicht zu kurz.

Das Wunderbare an den Büchern ist, dass hier nicht die Ermittler im Vordergrund stehen, sondern ganz normale Personen wie du und ich. Privatpersonen, die einfach eine gute Nase und Spaß daran haben, als Miss Marple die Dörfer unsicher zu machen. Dies trifft sowohl auf die Spinngruppe als auch auf Josefine zu. Dazu der leichte Schreibstil ….. ich zumindest fühle mich wohl, wenn ich die Bücher lese und es macht einfach Spaß, immer wieder nach Holtland und Umgebung zurückzukehren.

Ich würde auch jedem Leser, der die Reihen noch nicht kennt, raten, die Reihenfolge einzuhalten. Mittlerweile vermischen sich die Reihen um Britta & ihre Freunde (Spinngruppe – Kripo Leer) und Josefine & Anhang (Kripo Aurich), was mir super gut gefällt, aber für Quereinsteiger sind es wohl zu viele Personen auf einmal (zumindest für diejenige Leser, die über ein ausgeprägtes Kopfkino verfügen und sich in die „ermittelnden“ Personen hineinversetzen möchten).

Fazit:  Ein muss für Regio-Fans. Bitte mehr davon.


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Zusätzliche Informationen

Susanne Ptak wurde am 08. Mai 1964 in Düsseldorf (Deutschland) geboren.

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