Susanne Ptak

 4.4 Sterne bei 114 Bewertungen

Lebenslauf von Susanne Ptak

„Wie wird man eigentlich Krimiautorin? Man steht doch nicht morgens auf und denkt sich, ich schreibe jetzt mal einen Krimi, oder?“ Nun ja, vielleicht nicht direkt so, aber ähnlich war es bei mir schon. Dazu muss ich ein wenig ausholen: Anfang 2003 zog ich mit meinem Mann ins schöne Ostfriesland. Hier erfüllte ich mir 2010 einen langgehegten Traum: Meine eigene kleine Schafskäserei. Wie die meisten Menschen, die keine Ahnung von Landwirtschaft haben, sah auch ich das Ganze durch die romantische rosarote Brille. Wie schön würde es sein, mit den Schafen zu arbeiten, leckeren Käse herzustellen und diesen an Menschen zu verkaufen, die ein hochwertiges handwerklich gefertigtes Produkt zu schätzen wussten. Doch ich wurde recht schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Gewiss, es ist eine wirklich schöne Arbeit, aber sie ist auch körperlich sehr, sehr anstrengend. Zwei Mal täglich melken, stundenlang in der Käseküche arbeiten und dabei mehrfach einen Kessel mit 20 Litern Milch stemmen, das nahmen meine nicht mehr ganz so jungen Knochen bald übel. Noch dazu musste ich auf Märkte fahren, denn nur sehr wenige Kunden verirrten sich auf unseren Hof, da nur wenige Menschen bereit sind, für hochwertige Produkte auch mehr Geld als für die Massenware im Discounter zu bezahlen. Und so geschah es, dass ich an einem kalten, regnerischen Samstagmorgen im November 2013 um 6.30 Uhr auf dem Leeraner Wochenmarkt stand, frierend und mit barbarischen Rückenschmerzen. Um 10.30 Uhr kam die erste interessierte Kundin, probierte sich durch sämtliche Produkte, lobte alles in den höchsten Tönen, um dann die Empfehlung auszusprechen, es bei diesen Preisen doch lieber in einer Großstadt zu versuchen. Sie ging, ohne etwas zu kaufen. Kollegen behaupteten später, die blanke Mordlust in meinen Augen gesehen zu haben. Und ich hab’s getan! Ich habe gemordet! In einem Buch. Nach Marktschluss fuhr ich nach Hause und schrieb das erste Kapitel von „Grünlandmord“. Womit ich nie gerechnet hatte – dieses Buch war von Anfang an ein Erfolg! An dieser Stelle meinen allerherzlichsten Dank an alle Leserinnen und Leser! Womit ich außerdem nicht gerechnet hatte – fängt man einmal an zu schreiben, kann man gar nicht mehr damit aufhören… Seit diesem Tag habe ich nun schon etliche Krimis um eine ostfriesische Spinngruppe geschrieben, die nicht nur handarbeitet sondern auch Kriminalfälle löst und außerdem noch eine pensionierte Rechtsmedizinerin als Ermittlerin ins Rennen geschickt. Und da ich schon nach kurzer Zeit als Verlagsautorin feststellte, dass mir das Selfpublishing ein wenig fehlte, habe ich damit wieder angefangen und schreibe unter meinem Pseudonym Ann-Sophie Holtland magische Geschichten. Ach ja, die Schafe habe ich übrigens immer noch – ich liebe meine Wollies! Sie verdienen sich jetzt ihre Rente als Rasenmäher und Wolllieferanten.

Neue Bücher

Mord in Weener. Ostfrieslandkrimi

 (2)
Neu erschienen am 10.12.2018 als Buch bei Klarant.

Alle Bücher von Susanne Ptak

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Mord in Greetsiel. Ostfrieslandkrimi

Mord in Greetsiel. Ostfrieslandkrimi

 (21)
Erschienen am 10.07.2015
Mord in Ditzum. Ostfrieslandkrimi

Mord in Ditzum. Ostfrieslandkrimi

 (10)
Erschienen am 11.08.2017
Mord in Leer

Mord in Leer

 (10)
Erschienen am 11.07.2016
Mord in Wiesmoor

Mord in Wiesmoor

 (10)
Erschienen am 14.12.2015
Mord in Pilsum

Mord in Pilsum

 (8)
Erschienen am 30.01.2017
Veganermord

Veganermord

 (7)
Erschienen am 08.05.2017
Familienmord

Familienmord

 (6)
Erschienen am 01.09.2015
Mord in Aurich. Ostfrieslandkrimi

Mord in Aurich. Ostfrieslandkrimi

 (5)
Erschienen am 29.11.2017

Neue Rezensionen zu Susanne Ptak

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thora01s avatar

Rezension zu "Mord in Weener. Ostfrieslandkrimi" von Susanne Ptak

Ein Mittelaltermarkt wird zum Tatort - sehr spannender 8. Fall für Dr. Josefine Brenner
thora01vor 3 Tagen

Inhalt/Klappentext:

Ein barbarischer Mordfall zerstört den Frieden der idyllischen ostfriesischen Stadt Weener. Am Morgen eines Markttages wird eine leblose junge Frau entdeckt – im Pranger bloßgestellt, getötet mit einem mittelalterlichen Morgenstern. Dr. Josefine Brenner, Rechtsmedizinerin im Ruhestand, ist vor Ort und unterstützt die ostfriesische Polizei bei der Aufklärung des Falls. Bei der Toten handelt es sich um die Medizinstudentin und Marktverkäuferin Jasmin Hattinga. Schon bald wird klar: Jasmin sah zwar aus wie ein Engel, hatte sich in ihrem Leben jedoch viele Feinde gemacht. Die Ermittler stoßen auf ein furchtbares Durcheinander von Leidenschaft, Lügen, Eifersucht und Geld. Bei der angesehen Arztfamilie, der Jasmin entstammt, kommen sie nur schwer weiter. Doch ein Fund im Zimmer der Toten bringt erstes Licht ins Dunkel: Eine riesige Summe Bargeld taucht auf, außerdem pikante Videos, die gleich mehrere Personen in den Kreis der Verdächtigen rücken …
(Quelle: Klarant Verlag)


Meine Meinung:
Sehr spannender 8. Fall für Dr. Josefine Brenner. Diesesmal verschlägt es die rüstige Rentnerin in das Idyllische Städtchen Weener. Die Autorin konnte mich mit dieser Geschichte wieder sofort in den Bann ziehen. Ich mag den Schreibstil und den Aufbau der Story sehr. Ganz besonders gefallen mir die sehr detailierten Beschreibung von der Umgebung in dem der Roman spielt. Die Protagonisten zeigen in diesem Band wieder ganz neue Facetten von sich. Ich finde es sehr spannend wie Dr. Brenner mit der Hilfe der Spinngruppe die Geschehnisse während des Marktes rekonstruiert und aus den vielen möglichen Verdächtigen trotz Verwirrungen den Täter finden. Der rote Faden wurde sehr gekonnt versteckt und es war für mich nicht immer ganz leicht auf der Spur zu bleiben. Der Abschluss war für mich dennoch sehr überraschend. Da die Autorin durch den mehrschichtigen Aufbau den wahren Täter sehr gut versteckt hat.


Mein Fazit:
Sehr gelungener 8. Band. Dr. Brenner konnte mich sofort wieder mit ihrer Ermittlungsweise in den Bann ziehen.

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Inasbuecherregals avatar

Rezension zu "Mord in Emden. Ostfrieslandkrimi" von Susanne Ptak

Spannend und kurzweilig
Inasbuecherregalvor 4 Monaten

Mord in Emden - Susanne Ptak

Rechtsmedizinerin, Bestatterin, Krimiautorin - alles vorhanden, dann noch Familie und Freunde bei der Polizei, heraus kommt ein sehr unterhaltsamer und kurzweiliger Krimi.

In den meisten Ostfriesland-Krimis die ich bisher gelesen habe, wird oftmals sehr ausführlich die Gegend beschrieben. Dies ist hier nicht der Fall, trotzdem kann man sich sehr gut ein Bild von der verschiedenen Örtlichkeiten machen.
Die famliliären Verstrickungen der von Rauhenbergs sind weitreichend, sehr nett die Anmerkung Neles, dass sich die Familienmitglieder auf ihrem adligen Namen ausruhen statt einer Arbeit nachzugehen, und sich mehr oder weniger von ihrem Mann aushalten lassen.
Jaja, die liebe Verwandschaft, die kann man sich nunmal nicht aussuchen, sagt ein Sprichwort.

Die Geschichte ist flüssig zu lesen, Josefine als ehemalige Rechtsmedizinerin gefällt mir sehr gut. Sie hat immer eine Lösung parat, scheut sich aber nicht, auch mal einen Fehler zuzugeben.
Susanne Ptak beschreibt sie so gut, dass man Josefine unweigerlich sympathisch finden muss. Was man wiederum von anderen Personen nicht behaupten kann. Teilweise schmarotzen Sie sich durchs Leben und es scheint, die Sorge um ihr vermeintliches Erbe nimmt sie mehr mit wie der Tot von Peter von Rauhenberg.

Nachdem Peter verschwunden ist und seine Leiche gefunden wurde, geschehen seltsame Dinge, diesen gehen Josefine, ihre Tochter und ihre Freundin auf den Grund. Nichts ist wie es scheint, am Ende erfolgt eine Auflösung die ich so nicht erwartet habe.

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ginnykatzes avatar

Rezension zu "Mord in Emden. Ostfrieslandkrimi" von Susanne Ptak

„In welchem Traum gehst du denn spazieren?“
ginnykatzevor 4 Monaten

„In welchem Traum gehst du denn spazieren?“

Als der Unternehmer Peter von Rauhenberg spurlos verschwindet, wird erst einmal angenommen, dass er sich eine kurze Auszeit nimmt. Hat er doch gerade seiner ganzen buckeligen Verwandtschaft mitgeteilt, dass er seine Firma verkauft hat und mit seiner jungen Ehefrau einen Neuanfang starten möchte. Alle Beteiligten müssen nun hoffen, dass der neue Firmeninhaber ihre Arbeitsplätze erhalten wird. Denn ihre offensichtliche Faulheit und das Desinteresse mag er sicher nicht unterstützen. Einzig sein Schwager Bruno und dessen Kinder haben weiterhin einen sicheren Job in der Firma.

Vom spurlosen Verschwinden ihres Bruders informiert, macht sich Margot Brenner mit ihrer Schwiegermutter Dr. Josefine Brenner, auf den Weg nach Ostfriesland. Keiner hat eine Spur des Vermissten und so schaltet Josefine, sie ist Rechtsmedizinerin im Ruhestand und Miss Marple in Person, die Polizei ein. Kein Fall bleibt bei Josefine ungelöst. Aber sie rechnet nicht damit, dass auch noch Timo, der Sohn von Peter aus erster Ehe spurlos verschwindet.

Die Ermittlungsarbeiten sind schwierig und vielschichtig. Warum kann man keinen der Rauhenbergs finden? Als dann auch noch eine Frau vermisst wird, ist Gefahr in Verzug. Was geht hier vor?

Fazit:

Die Autorin Susanne Ptak schreibt hier den 7. Fall für Dr. Josefine Brenner. Wieder nimmt sie uns mit nach Ostfriesland und wir können den unorthodoxen Ermittlungsarbeiten Josefines folgen.

Viele Charaktere kennen wir schon aus den Vorgängerkrimis. Ich mag Josefine und vor allem ihren Mops Sir Toby. Auch die neuen Figuren passen gut ins Bild und werden sehr schön beschrieben.

Die Spannung ist gut, teilweise ebbt sie ein wenig ab um dann am Ende wieder in die Höhe zu klettern.

Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr leicht und flüssig lesbar. Einmal angefangen lese ich den Krimi in einem Rutsch aus.

Das Ende war für mich ein wenig zu schnell abgearbeitet. Mit diesen Personen als Täter hätte ich so gar nicht gerechnet und passten für mich auch irgendwie nicht so ganz ins Gesamtbild. Vielleicht hätte eine ausführlichere Erklärung, wie sie es schafften diese grausamen Taten so auszuüben dazu beigetragen, mich vollends zu überzeugen.

Ich vergebe hier 4 Sterne und eine Kaufempfehlung. Eine kurzweilige Krimiunterhaltung ist garantiert. 

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Zusätzliche Informationen

Susanne Ptak wurde am 08. Mai 1964 in Düsseldorf (Deutschland) geboren.

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