Susanne Röckel

 3,9 Sterne bei 209 Bewertungen
Autorin von Der Vogelgott, Vergessene Museen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Susanne Röckel (©Gerald von Foris)

Lebenslauf von Susanne Röckel

Mehrfach ausgezeichnete Autorin: Die deutsche Schriftstellerin und bekannte Übersetzerin Susanne Röckel wurde 1953 in Darmstadt geboren. Nach ihrem Germanistik und Romanistik Studium an der Freien Universität Berlin, ist sie einige Zeit im Ausland unterwegs gewesen, bis sie 1978 nach München zog und bis 1985 für die Zeitschrift Filmkritik arbeitete, sowie als Deutschlehrerin und als freie Lektorin tätig war. 1989 debütiert sie mit der Erzählung "Palladion", für die sie gleich mit zwei Preisen ausgezeichnet wird. Von 1997 bis 1998 unterrichtete Röckel Deutsch an einer Universität in Shanghai. Weitere Bücher wie die Prosawerke "Der Kimonofärber" und "Der Käfig" folgen. Auch ihre Romane "Aus dem Spiel" und "Rotula" knüpfen an dem Erfolg ihrer ersten Buchveröffentlichung an. Die bekannte Autorin wurde u.a. mit dem Gerhard-Fritsch-Preis (1988), den Kunstförderpreis des Freistaats Bayern in der Sparte Literatur (1989) ausgezeichnet und erhielt mehrer Stipendien, beispielsweise von der Stiftung Kulturfonds (Berlin) im Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf (1994), ein Arbeitsstipendium der Kulturstiftung des Bundes in Peking (2005) sowie des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg (2010). Mit "Der Vogelgott" schafft sie es auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2018. Röckel lebt und arbeitet in München.

Neue Bücher

Cover des Buches Chinesisches Alphabet (ISBN: 9783442719938)

Chinesisches Alphabet

Neu erschienen am 11.10.2021 als Taschenbuch bei btb.

Alle Bücher von Susanne Röckel

Cover des Buches Der Vogelgott (ISBN: 9783990272145)

Der Vogelgott

 (49)
Erschienen am 02.03.2018
Cover des Buches Ein Glückskind (ISBN: 9783596032341)

Ein Glückskind

 (34)
Erschienen am 19.02.2015
Cover des Buches Die Treibjagd (ISBN: 9783328101567)

Die Treibjagd

 (21)
Erschienen am 13.06.2017
Cover des Buches In fremden Kleidern (ISBN: 9783423133463)

In fremden Kleidern

 (13)
Erschienen am 01.07.2005
Cover des Buches Kalifornische Jahre (ISBN: 9783833308291)

Kalifornische Jahre

 (10)
Erschienen am 21.05.2012
Cover des Buches Pech für George (ISBN: 9783423134385)

Pech für George

 (11)
Erschienen am 01.03.2006
Cover des Buches Der Gott der Alpträume (ISBN: 9783406625329)

Der Gott der Alpträume

 (9)
Erschienen am 20.02.2012
Cover des Buches Die süße Einsamkeit (ISBN: 9783442747825)

Die süße Einsamkeit

 (8)
Erschienen am 14.04.2014

Zur Fragerunde mit...

Susanne Röckel ist spätestens seit Oktober 2018 den Lesern in ganz Deutschland bekannt. Mit ihrem Roman „Der Vogelgott“ schaffte sie es auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2018, der jedes Jahr im Rahmen der Frankfurter Buchmesse verliehen wird. Aber bereits ihre erste Erzählung, „Palladion“, wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Für ihre Leser auf LovelyBooks hat sich Susanne Röckel Zeit genommen und Antworten auf die Fragen gegeben, die ihre Fans ihr gestellt haben. Das ganze Interview könnt ihr hier nachlesen.

Liebe Frau Röckel, wie funktioniert Ihre Recherche? Ist da zuerst eine Hintergrundrecherche und dann erst beginnen Sie zu schreiben? Oder kommen das Nachforschen und Überprüfen während des Schreibens? Oder anders gefragt: wächst die Idee mit dem Wissen oder das Wissen mit der Idee?

Eigentlich recherchiere ich gar nicht groß. Am Anfang steht die Idee, das heißt, ein Gedanke, eine Konstruktion oder eine Form, und dann, während des Schreibens, denke ich, da fehlt mir noch was, und dann lese ich ein bisschen rum (zum Beispiel, als ich das Märchen vom Vogel Greif schrieb, habe ich mich wieder etwas in die Grimmschen Märchen eingelesen), sonst nichts Besonderes. Allerdings habe ich die ganzen ornithologischen Details (im Prolog) mit einem Freund, der ein großer Vogelkenner ist, besprochen. Anders gesagt: Bei mir wächst das Wissen (nein, eigentlich kann man es gar nicht "Wissen" nennen, es ist weniger als das) mit der Idee, sie steht im Vordergrund, ihr gilt die Arbeit.

Welcher Autor hat Sie am meisten geprägt und eventuell sogar literarisch beeinflusst?

Einen einzigen Autor könnte ich gar nicht nennen - oder das ist je nach Phase unterschiedlich. Ich liebe viele Autoren und bin sicher, dass sie mich beeinflusst haben und immer noch beeinflussen - wie stark, kann ich nicht beurteilen. Als ich den Vogelgott schrieb, habe ich viel Lovecraft gelesen, und ich glaube, ich wollte auch ein bisschen von diesem Feeling, diesem kosmischen Grauen, das er immer wieder beschwört, in meinem Buch haben. Das war so eine Phase. Immer wieder kehre ich zu den Russen zurück, Tschechow, Gogol und Leskow, das sind meine Götter und meine großen Tröster in allen Lebenslagen. Aber auch Hebel und Keller und überhaupt viele deutsche Klassiker.

Womit könnte Ihnen ein Leser eine Freude machen, wenn er seine Eindrücke nach der Lektüre von „Der Vogelgott“ in einem Satz zusammenfassen sollte? Ist Glaube für Sie persönlich und für eine Gesellschaft wichtig?

Ich würde mich freuen, wenn ein Leser sagt, dass ihn das Buch beeindruckt hat, dass er eine Erkenntnis über sich selbst gewonnen hat. Die Auseinandersetzung mit Glauben und Religion ist für mich immer wichtig gewesen, allerdings würde ich nicht sagen, dass ich gläubig bin. Ob das gesellschaftlich relevant ist? Vielleicht ist es gesellschaftlich relevant, dass man sich von Prinzipien der Menschlichkeit und des Mitgefühls leiten lässt. Ob die von einem Gott kommen oder nicht, ist vielleicht nicht das Wichtigste.

Gibt es ein absolutes Lieblingsbuch, das Sie immer und immer wieder lesen könnten?

Immer wieder lesen könnte ich Gogols Erzählung „Der Mantel“.

Wie sind Sie auf so ein außergewöhnliches und düsteres Thema wie in „Der Vogelgott“ gekommen und wie sah die Umsetzung dazu aus? Wie lange haben Sie daran gearbeitet?

Ich bin auf mein Thema gekommen, weil ich mir immer wieder Gedanken machte über Gewalt und Krieg, die es in anderen Teilen der Welt gibt und die es bei uns vor nicht langer Zeit auch gab. Die Arbeit am Text dauerte, alles in allem, ca. anderthalb oder zwei Jahre.

Der Titel ihres Buches „Der Vogelgott“ ist auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, jedoch ein Titel, der in Erinnerung bleibt. Wieso haben Sie sich dabei für die Zusammensetzung eines tierischen und eines menschlichen Charakters entschieden? Was für eine Bedeutung haben die Wörter „Vogel“ und „Gott“ für Sie?

Der Titel ergibt sich aus dem Inhalt des Buches. Ein sinistres und böses Wesen, das Menschen als Gott anbeten, bringt sie dazu, alle möglichen sinistren und bösen Taten zu begehen. Das Wesen ist eine Phantasie, ein Bild, eine menschliche Konstruktion, nichts Wirkliches.

Sie arbeiten als Übersetzerin mit anderen Autoren zusammen. Was reizt Sie an dieser Tätigkeit? Sie benutzen auch das Pseudonym Anne Spielmann. Grenzen Sie damit Ihre Übersetzungstätigkeit von Ihren eigenen Werken ab? Was hat Sie bewogen, ein Pseudonym zu benutzen?

Das Pseudonym benutze ich meistens deshalb, weil ich ein übersetztes Buch aus verschiedenen Gründen nicht in zu große Nähe mit mir selbst und mit meiner schriftstellerischen Arbeit bringen will.

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Susanne Röckel

Cover des Buches Der Vogelgott (ISBN: 9783990272145)R

Rezension zu "Der Vogelgott" von Susanne Röckel

langweilig, deprimierend und eher abstoßend
renateliestgernevor 5 Monaten

Das Buch ist vielgelobt, darum habe ich es mir gekauft  - und wurde bitter enttäuscht. Irgendwie eine Welt, in der ich mich überhaupt nicht wieder gefunden habe. Weniger wegen der äußeren Umstände, als vielmehr wegen der handelnden Personen. Die Sprache ist einigermaßen mittelalterlich, zwar hinsichtlich der Beschreibungen sehr ausführlich, aber ohne mich in den Bann ziehen zu können. Mir fehlten die Personen, mit denen ich mich identifizieren könnte – von den Hauptakteuren fühlte ich mich eher abgestoßen. Ich habe das Buch nicht einmal zu Ende gelesen.

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Cover des Buches Die Lästigen (ISBN: 9783596194643)Buchstabenliebhaberins avatar

Rezension zu "Die Lästigen" von Joyce Carol Oates

Unsympathen und andere
Buchstabenliebhaberinvor 9 Monaten

Oates Kurzgeschichten erinnern mich an den Boyle der Jahrtausendwende, böse Geschichten mit bösen Menschen, kernig, bissig, mit fiesen Wendungen und Ausgängen. Der Mensch ist nicht immer gut, und hier sind die Unsympathen und Loser Amerikas versammelt. 

Zu Beginn haben mich die Geschichten begeistert, dann wurde mir diese negative Grundstimmung aber doch zu viel. Ich konnte hier nur in kleinen Häppchen weiter lesen. Wobei sich das Buch nicht zum Verschlingen eignet, der Stoff ist sperrig und die Sprache anspruchsvoll. Die Autorin kannte ich noch nicht und merke ich mir auf jeden Fall!

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Cover des Buches Gebrandmarkt (ISBN: 9783406712302)Papiertiger17s avatar

Rezension zu "Gebrandmarkt" von Ibram X. Kendi

unerbittlich und fesselnd
Papiertiger17vor einem Jahr

Beginnend im Portugal des 15. Jahrhunderts und mit der Präsidentschaft Barack Obamas  endend wird der Leser durch ein halbes Jahrtausend diskriminierender Ideen geführt. Der Autor seziert dabei epochenweise die Taktiken zur Unterdrückung von Menschen anderer Abstammung in einer unerbittlichen und fesselnden Art. Für mich blieb folgende Erkenntnis: Das Bedürfnis zur Selbsterhöhung und der Erwerb von Macht und Reichtum scheinen die Triebfeder der Entwicklung herabwürdigender Vorurteile zu sein. Solang jemand von der Erniedrigung anderer profitiert, solang solch ein Vorgehen gesellschaftlich  hingenommen wird, solang darf das Bemühen um ein würdevolles und gleichberechtigtes Miteinander nicht enden.

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Gespräche aus der Community

Deutscher Buchpreis

Wir freuen uns sehr, den Deutschen Buchpreis 2018 bei LovelyBooks begleiten zu dürfen! Nachdem wir die Leseproben der zwanzig Longlist-Titel diskutiert haben, stellen wir euch nun die sechs Titel der Shortlist vor.

Heute habt ihr die Gelegenheit, Susanne Röckel Fragen zu stellen und mit etwas Glück eins von zwei Exemplaren von "Der Vogelgott" zu gewinnen!

Stellt eure Fragen an die Autorin heute am 21.09.2018 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und landet damit automatisch im Lostopf für unsere Verlosung.

Unter allen Usern, die an mindestens 3 Aktionen zu den Shortlist-Autoren teilnehmen, verlosen wir außerdem ein signiertes Exemplar des Deutschen Buchpreis-Gewinners!

Da die Autoren der Shortlist aus zeitlichen Gründen nicht alle Fragen beantworten können, werden wir Susanne Röckel ausgewählte Fragen zukommen lassen und ihre Antworten nachreichen.  

Mehr zum Buch
Hier hat eine große Erzählerin aus einer grimmigen Geschichte einen grandiosen Roman gemacht. Die Mitglieder einer wissenschaftlich orientierten Familie werden durch eine zufällige Entdeckung auf einem Kirchenbild in den schwer durchschaubaren Mythos eines Vogelgottes hineingezogen – mit einem Sog, dem sie so wenig widerstehen können wie der Leser dieser Geschichte. Spätestens als sich herausstellt, dass dieser Mythos eben nicht nur ein Mythos ist. Es ist eine sagenhafte, aber elende Gegend dieser Erde, wo die Verehrer des Vogelgotts leben, die ihm allerdings weniger ergeben als vielmehr ausgeliefert zu sein scheinen.
In diesem unwiderstehlichen Roman entpuppt sich eine geheime Welt als die unsere, in der die Natur ihre Freundschaft aufkündigt und wir ihrer Aggression und Düsternis gegenüberstehen.
Das ist nicht die übliche Jung und Jung Literatur, werden manche denken. Beim Lesen und vor allem Weiterlesen fragt man sich, warum man das Buch nicht aus der Hand legen kann, zumal hier nicht mit altertümlichen Spannungselementen gearbeitet wird.


>> Zur Leseprobe

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69 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Susanne Röckel wurde am 14. Juli 1953 in Darmstadt (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

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von 77 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

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