Susanne Röckel

 3.7 Sterne bei 56 Bewertungen
Autorin von Der Vogelgott, Vergessene Museen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Susanne Röckel (©Gerald von Foris)

Lebenslauf von Susanne Röckel

Mehrfach ausgezeichnete Autorin: Die deutsche Schriftstellerin und bekannte Übersetzerin Susanne Röckel wurde 1953 in Darmstadt geboren. Nach ihrem Germanistik und Romanistik Studium an der Freien Universität Berlin, ist sie einige Zeit im Ausland unterwegs gewesen, bis sie 1978 nach München zog und bis 1985 für die Zeitschrift Filmkritik arbeitete, sowie als Deutschlehrerin und als freie Lektorin tätig war. 1989 debütiert sie mit der Erzählung "Palladion", für die sie gleich mit zwei Preisen ausgezeichnet wird. Von 1997 bis 1998 unterrichtete Röckel Deutsch an einer Universität in Shanghai. Weitere Bücher wie die Prosawerke "Der Kimonofärber" und "Der Käfig" folgen. Auch ihre Romane "Aus dem Spiel" und "Rotula" knüpfen an dem Erfolg ihrer ersten Buchveröffentlichung an. Die bekannte Autorin wurde u.a. mit dem Gerhard-Fritsch-Preis (1988), den Kunstförderpreis des Freistaats Bayern in der Sparte Literatur (1989) ausgezeichnet und erhielt mehrer Stipendien, beispielsweise von der Stiftung Kulturfonds (Berlin) im Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf (1994), ein Arbeitsstipendium der Kulturstiftung des Bundes in Peking (2005) sowie des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg (2010). Mit "Der Vogelgott" schafft sie es auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2018. Röckel lebt und arbeitet in München.

Alle Bücher von Susanne Röckel

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Buchformat:
Cover des Buches Der Vogelgott (ISBN: 9783990272145)

Der Vogelgott

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Erschienen am 02.03.2018
Cover des Buches Vergessene Museen (ISBN: 9783821862170)

Vergessene Museen

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Erschienen am 01.12.2008
Cover des Buches Rotula (ISBN: 9783821861630)

Rotula

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Erschienen am 30.09.2011
Cover des Buches Der Vogelgott (ISBN: 9783442718719)

Der Vogelgott

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Erschienen am 10.02.2020
Cover des Buches Aus dem Spiel (ISBN: 9783630871271)

Aus dem Spiel

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Erschienen am 07.08.2002
Cover des Buches Chinesisches Alphabet (ISBN: 9783442719938)

Chinesisches Alphabet

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Erscheint am 08.03.2021
Cover des Buches Eschenhain (ISBN: 9783630869636)

Eschenhain

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Erschienen am 12.02.1997
Cover des Buches Kentauren im Stadtpark (ISBN: 9783990272350)

Kentauren im Stadtpark

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Erschienen am 29.08.2019

Zur Fragerunde mit...

Susanne Röckel ist spätestens seit Oktober 2018 den Lesern in ganz Deutschland bekannt. Mit ihrem Roman „Der Vogelgott“ schaffte sie es auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2018, der jedes Jahr im Rahmen der Frankfurter Buchmesse verliehen wird. Aber bereits ihre erste Erzählung, „Palladion“, wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Für ihre Leser auf LovelyBooks hat sich Susanne Röckel Zeit genommen und Antworten auf die Fragen gegeben, die ihre Fans ihr gestellt haben. Das ganze Interview könnt ihr hier nachlesen.

Liebe Frau Röckel, wie funktioniert Ihre Recherche? Ist da zuerst eine Hintergrundrecherche und dann erst beginnen Sie zu schreiben? Oder kommen das Nachforschen und Überprüfen während des Schreibens? Oder anders gefragt: wächst die Idee mit dem Wissen oder das Wissen mit der Idee?

Eigentlich recherchiere ich gar nicht groß. Am Anfang steht die Idee, das heißt, ein Gedanke, eine Konstruktion oder eine Form, und dann, während des Schreibens, denke ich, da fehlt mir noch was, und dann lese ich ein bisschen rum (zum Beispiel, als ich das Märchen vom Vogel Greif schrieb, habe ich mich wieder etwas in die Grimmschen Märchen eingelesen), sonst nichts Besonderes. Allerdings habe ich die ganzen ornithologischen Details (im Prolog) mit einem Freund, der ein großer Vogelkenner ist, besprochen. Anders gesagt: Bei mir wächst das Wissen (nein, eigentlich kann man es gar nicht "Wissen" nennen, es ist weniger als das) mit der Idee, sie steht im Vordergrund, ihr gilt die Arbeit.

Welcher Autor hat Sie am meisten geprägt und eventuell sogar literarisch beeinflusst?

Einen einzigen Autor könnte ich gar nicht nennen - oder das ist je nach Phase unterschiedlich. Ich liebe viele Autoren und bin sicher, dass sie mich beeinflusst haben und immer noch beeinflussen - wie stark, kann ich nicht beurteilen. Als ich den Vogelgott schrieb, habe ich viel Lovecraft gelesen, und ich glaube, ich wollte auch ein bisschen von diesem Feeling, diesem kosmischen Grauen, das er immer wieder beschwört, in meinem Buch haben. Das war so eine Phase. Immer wieder kehre ich zu den Russen zurück, Tschechow, Gogol und Leskow, das sind meine Götter und meine großen Tröster in allen Lebenslagen. Aber auch Hebel und Keller und überhaupt viele deutsche Klassiker.

Womit könnte Ihnen ein Leser eine Freude machen, wenn er seine Eindrücke nach der Lektüre von „Der Vogelgott“ in einem Satz zusammenfassen sollte? Ist Glaube für Sie persönlich und für eine Gesellschaft wichtig?

Ich würde mich freuen, wenn ein Leser sagt, dass ihn das Buch beeindruckt hat, dass er eine Erkenntnis über sich selbst gewonnen hat. Die Auseinandersetzung mit Glauben und Religion ist für mich immer wichtig gewesen, allerdings würde ich nicht sagen, dass ich gläubig bin. Ob das gesellschaftlich relevant ist? Vielleicht ist es gesellschaftlich relevant, dass man sich von Prinzipien der Menschlichkeit und des Mitgefühls leiten lässt. Ob die von einem Gott kommen oder nicht, ist vielleicht nicht das Wichtigste.

Gibt es ein absolutes Lieblingsbuch, das Sie immer und immer wieder lesen könnten?

Immer wieder lesen könnte ich Gogols Erzählung „Der Mantel“.

Wie sind Sie auf so ein außergewöhnliches und düsteres Thema wie in „Der Vogelgott“ gekommen und wie sah die Umsetzung dazu aus? Wie lange haben Sie daran gearbeitet?

Ich bin auf mein Thema gekommen, weil ich mir immer wieder Gedanken machte über Gewalt und Krieg, die es in anderen Teilen der Welt gibt und die es bei uns vor nicht langer Zeit auch gab. Die Arbeit am Text dauerte, alles in allem, ca. anderthalb oder zwei Jahre.

Der Titel ihres Buches „Der Vogelgott“ ist auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, jedoch ein Titel, der in Erinnerung bleibt. Wieso haben Sie sich dabei für die Zusammensetzung eines tierischen und eines menschlichen Charakters entschieden? Was für eine Bedeutung haben die Wörter „Vogel“ und „Gott“ für Sie?

Der Titel ergibt sich aus dem Inhalt des Buches. Ein sinistres und böses Wesen, das Menschen als Gott anbeten, bringt sie dazu, alle möglichen sinistren und bösen Taten zu begehen. Das Wesen ist eine Phantasie, ein Bild, eine menschliche Konstruktion, nichts Wirkliches.

Sie arbeiten als Übersetzerin mit anderen Autoren zusammen. Was reizt Sie an dieser Tätigkeit? Sie benutzen auch das Pseudonym Anne Spielmann. Grenzen Sie damit Ihre Übersetzungstätigkeit von Ihren eigenen Werken ab? Was hat Sie bewogen, ein Pseudonym zu benutzen?

Das Pseudonym benutze ich meistens deshalb, weil ich ein übersetztes Buch aus verschiedenen Gründen nicht in zu große Nähe mit mir selbst und mit meiner schriftstellerischen Arbeit bringen will.

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Susanne Röckel

Neu

Rezension zu "Der Vogelgott" von Susanne Röckel

Etwas ungewöhnlich
Milagrovor einem Jahr

Ich hatte mir dieses Buch schon im letzten Jahr vorgenommen, dann immer wieder verworfen, nun war es Zeit, sich der Geschichte zu stellen. Es ist eine ungewöhnliche, fast schon  gruselige Erzählung; es sind nur knapp 300 Seiten, aber die sind beeindruckend. Ich würde das Geschehen gern als Folie a deux, hier treffender als Folie a troi, bezeichnen, Psychopathologien verwandter Personen. Geschickt verbindet die Autorin Personen, Zeiten, Kontinente und Mythen miteinander, und zwar in einer Sprache, die uns in eine vergangene Zeit zu versetzen scheint, obwohl die Protagonisten in der Gegenwart agieren. Die Geschichte entfaltet einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann.  Das Bedrohliche und die düstere Atmosphäre überwiegen, bei jedem Abschnitt fragt sich der Leser, ob er nicht zu viel in diese Geschichte hineininterpretiert, blättert zurück, um Situation oder Protagonisten zu prüfen... Personen tauchen als andere Personen wieder auf, das Geschehen berührt stark und erinnert insgesamt an Märchen oder mystische Erzählungen aus der Kindheit. Ein besonderes Leseerlebnis. 

Kommentare: 4
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Rezension zu "Der Vogelgott" von Susanne Röckel

Verstörend, kafkaesk - genial!
kingofmusicvor einem Jahr

Auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2018 stand mit „Der Vogelgott“ von Susanne Röckel ein Titel, der mich allein schon beim Blick auf das Cover fasziniert hat. Die Kurzbeschreibung der Story tat sein Übriges – und ich vergaß das Buch :-) (wie das jetzt gemeint ist, kann sich jede*r selber aussuchen *g*)


Wie gut, dass einem in diversen Buchcommunitys immer wieder Menschen begegnen, deren Meinung man schätzt und deren Lesegeschmack sich in etwa mit den eigenen Gewohnheiten deckt. So bin ich jetzt dank eines tollen Buchpaketes doch noch in den „Fängen“ des Vogelgottes gelandet. Keine Bange – ich habe die Begegnung „unbeschadet“ überlebt ha ha ha.


Susanne Röckel hat der geneigten Leserschaft wahrlich keinen Wohlfühlroman kredenzt. Im Gegenteil: der aus drei Teilen + Prolog bestehende Plot um eine Gottheit in Vogelgestalt, dessen irdischer Vertreter in variierenden Versionen immer wieder auftaucht, lässt den Leser (un-)willkürlich düster-beklemmend und doch fasziniert zurück. Dem Sog der Geschichte kann man sich nicht oder nur kaum entziehen und wenn man das Buch zugeklappt hat, ist man – sprachlos mit Augen voller Fragezeichen :-).


Die bedrohlich-düstere, kraftvolle und kafkaeske Sprache macht den Roman zu etwas Besonderem. Eine allgemeingültige Botschaft lässt sich nur schwer formulieren – dafür ist der Roman zu vielschichtig und jede*r Leser*in liest eine andere Botschaft „zwischen den Zeilen“. Was sich für mich religions- und gesellschaftskritisch liest, mag auf andere entsprechend anders wirken.


Von daher sollte sich auch jede*r ein eigenes Bild von diesem Roman machen, den ich für mich zu den Highlights 2019 zähle und dem mit etwas Abstand ein Reread (evtl. in einer Leserunde) gebührt.


5*!

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Rezension zu "Der Vogelgott" von Susanne Röckel

Vogelgottverehrung
Buchstabenliebhaberinvor einem Jahr

Gibt es böse Götter, und wenn ja, warum? Warum verehrten Völker fleischfressende Riesenvögel als Gottheiten, und was, wenn diese Verehrung bis heute lebendig ist? Verschwörung oder Wahn, Glaube oder Aberglaube?


Diese Themen behandelt Susanne Röckel in "Der Vogel Gott". Und zwar ganz raffiniert aus verschiedenen Blickwinkeln, aus wissenschaftlicher Sicht, aus jugendlichem Leichtsinn und aus intellektueller Herangehensweise. An zwei verschiedenen Orten dieser Welt, im deutschen Gyrental und im afrikanischen Kiw-Aza.

Über allem schwebt der Vogel Greif, eine Art Geier, ein großer schwarzer Vogel mit harten Augen im weiß gefiederten Kopf, der auf vielen Bildern eine Rolle spielt, ebenso wie die Männer mit den weißen Federhüten. Einst als Retter im Krieg, später als blutdürstige gefiederte Gestalten, die nach Opfergaben verlangen ...

Zuerst ist da der Ornitologe Konrad Weyde, der den besagten Vogel jagt und ausstopft. Dann begegnet der junge naive Thedor Weyde der Sage, als er in einem mysteriösen Einsatz im afrikanischen Kiw-Aza bei einem grausamen Aufstand den Verstand verliert. Seine Schwester Dora Weyde entdeckt den Vogel als Kunsthistorikerin übermalt hinter einem Heiligenbild in der Kapelle, die sie mit ihrer totkranken Mutter oftmals besuchte. Der berühmte Maler des Bildes Wohlmuth, selber ein Opfer des satanischen Vogelkults? Zuletzt stolpert der Journalist Lorenz Weyde, der älteste Bruder der drei Geschwister, über den Mythos. Er begegnet traumatisierten Kindern, die den Vogelgott malen. Werden auch heute noch Kinder dem Kult geopfert, kann das sein?

Eine düstere Geschichte, beklemmend und faszinierend zugleich! Sie beginnt so leicht, mit dem mutigen Ornitologen. Dem jungen Abenteurer, der in Afrika Gutes tun will. Der engagierten Kunsthistorikerin, die ein tolles Thema für ihre Dissertation fand. Und immer wird es total gruselig. Die Fäden laufen zusammen, auf unheimliche Weise, und man will unbedingt glauben, dass die Weydes insgesamt eher wahnhaft unterwegs sind, weil wer würde schon wollen, dass ein solcher Kult tatsächlich noch besteht? Ich schätze, ich muss das Buch noch ein zweites Mal lesen, es entwickelt einen unheimlichen Sog, es benebelt einen beim Lesen, immer wieder musste ich zurückblättern, weil ich das Gefühl hatte, wichtiges überlesen zu haben. Ein Buch, dass den Lesen fordert. Sehr stark. 

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Der Vogelgott
Deutscher Buchpreis

Wir freuen uns sehr, den Deutschen Buchpreis 2018 bei LovelyBooks begleiten zu dürfen! Nachdem wir die Leseproben der zwanzig Longlist-Titel diskutiert haben, stellen wir euch nun die sechs Titel der Shortlist vor.

Heute habt ihr die Gelegenheit, Susanne Röckel Fragen zu stellen und mit etwas Glück eins von zwei Exemplaren von "Der Vogelgott" zu gewinnen!

Stellt eure Fragen an die Autorin heute am 21.09.2018 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und landet damit automatisch im Lostopf für unsere Verlosung.

Unter allen Usern, die an mindestens 3 Aktionen zu den Shortlist-Autoren teilnehmen, verlosen wir außerdem ein signiertes Exemplar des Deutschen Buchpreis-Gewinners!

Da die Autoren der Shortlist aus zeitlichen Gründen nicht alle Fragen beantworten können, werden wir Susanne Röckel ausgewählte Fragen zukommen lassen und ihre Antworten nachreichen.  

Mehr zum Buch
Hier hat eine große Erzählerin aus einer grimmigen Geschichte einen grandiosen Roman gemacht. Die Mitglieder einer wissenschaftlich orientierten Familie werden durch eine zufällige Entdeckung auf einem Kirchenbild in den schwer durchschaubaren Mythos eines Vogelgottes hineingezogen – mit einem Sog, dem sie so wenig widerstehen können wie der Leser dieser Geschichte. Spätestens als sich herausstellt, dass dieser Mythos eben nicht nur ein Mythos ist. Es ist eine sagenhafte, aber elende Gegend dieser Erde, wo die Verehrer des Vogelgotts leben, die ihm allerdings weniger ergeben als vielmehr ausgeliefert zu sein scheinen.
In diesem unwiderstehlichen Roman entpuppt sich eine geheime Welt als die unsere, in der die Natur ihre Freundschaft aufkündigt und wir ihrer Aggression und Düsternis gegenüberstehen.
Das ist nicht die übliche Jung und Jung Literatur, werden manche denken. Beim Lesen und vor allem Weiterlesen fragt man sich, warum man das Buch nicht aus der Hand legen kann, zumal hier nicht mit altertümlichen Spannungselementen gearbeitet wird.


>> Zur Leseprobe

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Zusätzliche Informationen

Susanne Röckel wurde am 14. Juli 1953 in Darmstadt (Deutschland) geboren.

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