Der Vogelgott

von Susanne Röckel 
4,1 Sterne bei22 Bewertungen
Der Vogelgott
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alascas avatar

Sprachlich toll, aber was soll das Thema sein? Die ideelle Verführbarkeit der Menschen? Zu verquast für meinen Geschmack.

Hermione27s avatar

Abstruse Handlung. Lässt mich mit vielen Fragezeichen zurück. Sprachlich mit das beste, was ich in der letzten Zeit gelesen habe.

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Inhaltsangabe zu "Der Vogelgott"

Hier hat eine große Erzählerin aus einer grimmigen Geschichte einen grandiosen Roman gemacht. Die Mitglieder einer wissenschaftlich orientierten Familie werden durch eine zufällige Entdeckung auf einem Kirchenbild in den schwer durchschaubaren Mythos eines Vogelgottes hineingezogen – mit einem Sog, dem sie so wenig widerstehen können wie der Leser dieser Geschichte. Spätestens als sich herausstellt, dass dieser Mythos eben nicht nur ein Mythos ist. Es ist eine sagenhafte, aber elende Gegend dieser Erde, wo die Verehrer des Vogelgotts leben, die ihm allerdings weniger ergeben als vielmehr ausgeliefert zu sein scheinen.
In diesem unwiderstehlichen Roman entpuppt sich eine geheime Welt als die unsere, in der die Natur ihre Freundschaft aufkündigt und wir ihrer Aggression und Düsternis gegenüberstehen.
Das ist nicht die übliche Jung und Jung Literatur, werden manche denken. Beim Lesen und vor allem Weiterlesen fragt man sich, warum man das Buch nicht aus der Hand legen kann, zumal hier nicht mit altertümlichen Spannungselementen gearbeitet wird.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783990272145
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:Jung u. Jung
Erscheinungsdatum:02.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Hilou81s avatar
    Hilou81vor einem Tag
    Zwischen Wahn und Wirklichkeit

    Zum Inhalt:
    Die Geschichte beginnt mit einem fesselnden Prolog über den Hobbyornithologen Konrad Weyde, der auf der Suche nach einem ungewöhnlichem Greifvogel fernab der Zivilisation in einem nicht näher bezeichneten Dorf auf irgendeinem fremden Kontinent landet. Danach folgen Jahrzehnte später die Erzählperspektiven seiner drei Kinder, die alle mit ihren eigenen ganz persönlichen Problemen zu kämpfen haben und jeder auf seine Art und Weise mit der mystischen Figur in Vogelgestalt, die eine bedrohlich böse Aura umgibt, in Berührung kommt. 
    Zunächst erzählt der Jüngste, Thedor, von seiner Erfahrung in einem unbekannten fernen Land (mit den dortigen Einheimischen, einem seltsamen Vogelkult und Kannibalismus), die ihn letztendlich in einer Psychiatrie enden lässt. Dann schildert seine Schwester Dora ihre Begegnung mit der Vogelgestalt während ihrer wissenschaftlichen Recherchen im Rahmen ihrer Dissertation über religiöse Kunst. Schließlich kommt auch der älteste Bruder Lorenz mit der Vogelfigur in Kontakt, wenn auch eher auf rationaler realer Ebene. Alle kommen der Wahrheit ein Stück näher und sind der Auflösung dennoch so fern... 

    Meine Leseerfahrung:
    Susanne Röckel hat eine schillernde Erzählweise und schafft es mit ihrer sehr veranschaulichenden Art zu Erzählen, eine mysteriöse, kaum greifbare Spannung zu erzeugen, die den Leser unmerkbar fesselt und in ihren Bann zieht. Dabei kommt der Roman völlig ohne viele Dialoge aus und verfällt dennoch nicht in eine langweilige Langatmigkeit. 
    Es liegt von Anfang bis Ende etwas unterschwellig Unheimliches und Beklemmendes in der Luft, was viellecht daran liegen mag, das eine zwielichtige Nebenfigur, von dem das Böse auszugehen scheint, bei jeder Erzählperspektive der einzelnen Geschwister auftaucht und mehr oder weniger manipulierend Einfluss auf
    deren Leben nimmt. 

    Trotz der unterschiedlichen Charaktere und Lebensläufe der Erzähler ist dennoch ihre Gemeinsamkeit besonders auffällig. Sie alle streben nach dem Sinn ihres Lebens, lechzen nach Selbstverwirklichung und bedauern ihre nicht realisierten Träume. Als Leser leidet man mit ihnen und versucht vergeblich der Geschichte etwas Handfestes zu entnehmen. Leider liefern alle Handlungsstränge auch im Gesamtbild keine befriedigende Lösung des mysteriösen Rätsels, so dass der Leser auch nach dem Beenden des Buches innerlich mit der Story nicht völlig abgeschlossen hat und das Gelesene gedanklich zu ordnen versucht. Es ist völlig der Phantasie des Lesers überlassen, wie er die einzelnen Fakten über den Vogelgottkult und die Verwebungen in den einzelnen Geschichten der drei Geschwister interpretiert. Wer kein Freund von derart offenen Enden ist, sollte Abstand von dieser Story halten, zumal sie an einigen Stellen sehr verstörend und grotesk ist. Die Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit wird gewollt nicht gezogen, so dass man sich als Leser oft fragen muss, was man da denn nun gerade gelesen hat. 

    Fazit:
    "Der Vogelgott" ist sprachlich ein kleines Meisterwerk und völlig zu Recht für den Buchpreis 2018 nominiert. Allerdings ist die Story nichts für "schwache" Gemüter oder Freunde der realitätsnahen Erzählungen. Nach einem befriedigendem Abschluss sucht man hier vergebens. 

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    Hermione27s avatar
    Hermione27vor einem Tag
    Kurzmeinung: Abstruse Handlung. Lässt mich mit vielen Fragezeichen zurück. Sprachlich mit das beste, was ich in der letzten Zeit gelesen habe.
    Sprachlich herausragend - abstruser Plot

    Der Vater ist Ornithologe und seine drei Kinder kommen auf verschiedene Art und Weise in Berührung mit einem Kult rund um einen Vogelgott.

    Während der kleine Bruder eine Zeit in einem afrikanischen Land zu verbringen scheint, beschäftigt sich die Schwester in ihrer Doktorarbeit mit Kunstwerken eines bekannten Malers und der ältere Bruder kämpft um den Erhalt seiner Ehe und Familie…

    Alle drei haben Kontakt zu undurchsichtigen Männern und erleben in Traum oder Wirklichkeit ähnliche Visionen von einem Vogelwesen.

     

    Meine Meinung:

    Sprachlich ist der Roman „Der Vogelgott“ ein großer Genuss. Die Autorin verwendet ganz wunderbare Sätze, treffende Adjektive, Metaphern und wirklich schöne Formulierungen. So wurde ich, zumindest am Anfang, wie in einem Sog in das Buch gezogen.

    Von der Handlung her bleiben allerdings bei mir, auch nachdem ich das Buch jetzt ausgelesen habe, zahlreiche Fragezeichen. Mir ist bis jetzt noch immer nicht ganz klar, worauf die Handlung hinausmöchte. Auch habe ich nicht so ganz verstanden, wie bestimmte Personen und Ereignisse im Buch zusammenhängen. Eine „Auflösung“ fehlt weitestgehend.

    Dennoch gab es ein halbwegs positives Ende, was mich mit dem Roman einigermaßen versöhnt hat.

     

    Fazit:

    Ich tue mich mit einer abschließenden Bewertung schwer, weil ich irgendwie das Gefühl habe, den Roman nicht bis ins letzte durchdrungen zu haben. Empfehlen kann ich daher das Buch nicht ohne Einschränkung.

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    chumas avatar
    chumavor einem Tag
    Eine unheilvolle, irritierende Geschichte

    Der ehrgeizige Hobbyornithologe Konrad Weyde ist einem geheimnisvollen Vogel Greif auf der Spur. Er will ihn jedoch nicht nur beobachten und erforschen, sondern – ganz Mensch – besitzen. Trotz der eindringlichen Warnungen der Einheimischen ist seine Jagd erfolgreich und der mysteriöse Vogel endet als Trophäe präpariert in seiner Sammlung.
    Jahre später gerät Weydes jüngster Sohn Thedor während eines Auslandsaufenthalts im Zuge seiner Arbeit bei einem Hilfsprojekt in die Fänge eines geheimnisvollen Vogelkultes. Seine Schwester Dora verliert sich in den Recherchen zu einem Madonnengemälde und stösst dabei auf unfassbare Greultaten der Vergangenheit. Der älteste Sohn Lorenz ist Jounalist und soll den tragischen Tod eines Kindes beleuchten. Dabei findet er heraus, dass es etliche ähnliche Todesfälle gibt und sämtliche Spuren führen zu einem seltsamen Arzt im Städtischen Klinikum. Dunkle Schwingen überschatten die Geschichte der Familie Weyde – unheilvoll, düster und verstörend.



    Leseeindruck
    Mit "Der Vogelgott" hat die 1953 geborene Susanne Röckel einen sprachlich wunderbaren Roman verfasst, der zu Recht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2018 gelandet ist. Die Geschichte lässt sich schwer umschreiben, ist am ehesten wohl ein modernes Schauermärchen und besticht durch einen kafkaesken Stil.

    Der Leser begleitet die Familie Weyde, angefangen bei Vater Konrad, der sich der Ornithologie verschrieben hat. Seine Familie führt er mit strenger Hand, lediglich dem jüngsten Sohn Thedor gegenüber lässt er Milde walten. Und so genießt dieser ein zielloses, unstrukturiertes Dasein, bricht das Studium ab und treibt durchs Leben. Thedor fehlt so offensichtlich das "o" im Namen wie ihm Rückgrat und Perspektive fehlt. Er ist ein Träumer. Dora, seine ältere Schwester, wäre am liebsten Künstlerin geworden, doch unterstützte der wissenschaftlich orientierte Vater dieses Vorhaben nicht. Lorenz musste schon früh einen sehr steinigen Weg beschreiten, denn die schwere Krankheit der Mutter zwang ihn dazu, Geld für die Familie zu verdienen und so seine eigenen Wünsche hinten an zu stellen. Die vier unterschiedlichen Charaktere und ihre Geschichte beschreibt Röckel jeweils in einem eigenen Kapitel. Sie alle geraten in die Fänge des titelgebenen Vogelgottes. Wie und weshalb, das sollte der Leser selbst erkunden.

    Dieser Roman liest sich fantastisch. Die Sprache ist wunderschön (besonders im Prolog), durchzogen von zahlreichen Bildern, in denen die Autorin Landschaften, Gefühle und Gedanken gekonnt umschreibt. Ein Genuss, der ganz im Gegensatz zu dem stets im Hintergrund lauernden Unheil der Geschichte steht. Das ist nicht nur faszinierend, sondern übt auch eine starke Sogwirkung bei der Lektüre aus. Es ist das nicht Greifbare, das verstört und gleichzeitig fesselt. Während man diesen Roman liest, gerät man in einen regelrechten Wahn (wie die Figuren selbst), ist gefangen im Strudel der Geschehnisse und wird mitgerissen. Und doch ist die Stärke des Romans gleichermaßen auch seine größte Schwäche, denn der Leser droht sich zu verlieren. Gleich den Geschwistern Weyde, die als Kinder ein eigenes Spiel erfunden haben, das sie "Verschwinden" genannt haben, hat der Leser das Gefühl zu Verschwimmen.

    "So bestand auch unser Spiel darin, uns unsichtbar zu machen. Allmählich hatten wir die Lust daran verloren, uns von irgendjemand finden zu lassen, und gaben uns ganz dem sonderbaren Gefühl dieses entkörperlichten Daseins, dem Verschwimmen und Verschwinden im Grau der Dämmerschatten hin, ein Genuss, dem womöglich ein archaischer Instinkt, die Ahnung der Möglichkeit schwebender Kräfte, aufgelöster Grenzen zugrunde lag. Doch er ging auch mit Angst und Beklommenheit einher. Es war, als könnte uns, je länger wir uns dem Spiel widmeten, die Fähigkeit der Rückverwandlung abhandenkommen, (...)."

    Was ist real, was ist Traum oder Einbildung? Haben die Dinge, die den Weydes widerfahren, religiöse Wurzeln? Mythologie oder Aberglaube? Ist die Familie verflucht durch die Taten des Vaters? Oder ist alles Schicksal und vorherbestimmt? Mit all diesen Fragen sieht sich der Leser ständig konfrontiert, sie zu beantworten überlässt die Autorin ihm allein. Sie erzählt eine dunkle Geschichte, die spannend unterhält aber auf ihre Weise auch verstört, und über allem liegt ein grauer Schleier, den die Autorin niemals hebt.
    Und so bleibt nach der Lektüre ein seltsames Gefühl der Ausgelaugtheit, der Enttäuschung über die offenen Fragen aber auch der Zufriedenheit, eine so gut konzipierte, sprachlich herausragende Geschichte gelesen und gelebt zu haben, die viel abverlangt, aber auch viel gibt und noch lange nachhallt.

    "Vielleicht müssen wir verschwinden, dachte ich ganz ruhig, vielleicht wird erst alles gut, wenn wir nicht mehr da sind."


    Fazit
    Ein spannender, düsterer, sprachlich herausragender Roman, bei dem der Leser an die Grenzen der Wahrnehmung stößt. Wahn und Wirklichkeit sind individuell deutbar und eine Frage bleibt: "Wer ist es, der uns sucht, uns jagt?"

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    Estrelass avatar
    Estrelasvor einem Tag
    Verzerrte Wahrnehmung

    Vier Mitglieder einer Familie kommen mit dem Mythos vom Vogelgott in Kontakt und drohen, darüber ihren Verstand zu verlieren. Und so fragt sich mancheiner: „Wozu sind wir hier? Welche Rolle spielen wir in diesem barbarischen Stück, das von den Vogelmännern ersonnen wurde?“. Die Wesen, halb Mensch, halb Vogel, erscheinen den Protagonisten auf unterschiedliche Weise, in Aufzeichnungen, Visionen, Erinnerungen und beeinflussen ihre Wahrnehmung der Realität. Das Buch liest sich mit einer Mischung aus Faszination für das Übernatürliche und Verwirrung. Ähnlich muss es den Figuren ergangen sein, die ihre Selbstbestimmung verlieren, eine Besessenheit erfahren und nicht mal mehr sich selbst trauen können. Die Idee zu diesem Roman ist außergewöhnlich, die Sprache ausgefeilt. Und doch bleibt bei mir eine gewisse Unzufriedenheit übrig über das Fragmentarische, die geringe Verknüpfung der Einzelschicksale, den ausbleibenden Aha-Effekt, so als sei ich selber in den Bann des Vogelgotts geraten, der mich daran hindert, alle Informationen ausreichend zu deuten.

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    Xirxes avatar
    Xirxevor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Schauderroman vom Feinsten, nah an der Realität und damit umso größeres Unbehagen. Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde ...
    Ein SchauderGruselroman vom Feinsten

    Richtig genial finde ich gruselige Romane, wenn sie nah an der Realität sind; dass die beschriebenen Schrecken eigentlich ganz nachvollziehbare Ursachen haben könnten. Eigentlich .... Denn ein paar kleine Dinge sind da immer, die doch nicht so einfach zu erklären sind. Susanne Röckel gelingt das in diesem Buch hervorragend - und nicht nur das!
    Es beginnt mit dem Bericht einer bereits länger zurückliegenden Reise eines Mannes, der unvorhergesehener Weise in einem merkwürdigen Dorf Halt macht, wo er einen außergewöhnlichen Vogel sieht und beschließt, diesen gegen den Willen der DorfbewohnerInnen zu fangen, um ihn auszustopfen.
    Danach gibt es einen zeitlichen Sprung und (vermutlich) die drei Kinder des Reisenden berichten von ihren eigenen Erlebnissen, die ihre Leben völlig veränderten. Geschickt bauen die drei Teile aufeinander auf: Der Jüngste (Thedor) schildert eine erlebte Begebenheit im Hier und Jetzt, die ihn in eine Klinik bringt (keine Sorge, das steht direkt am Anfang :-)). Die mittlere Schwester Dora hingegen beschäftigt sich erst aus beruflichem Interesse, dass jedoch bald den Großteil ihres Lebens bestimmt, mit der Geschichte eines Malers des 17. Jahrhunderts, dessen Erlebnisse eng mit denen ihres Bruders Thedor zusammenhängen, ohne dass sie davon weiß. Und der älteste Bruder Lorenz, der wie der Vater ein Mann des Verstandes ist und mit aller Kraft versucht, etwas aufzudecken, was nicht aufgedeckt werden und niemand wissen will. Was den Geschwistern nicht bewusst ist, ist, dass im Hintergrund aller drei Geschehnisse offenbar etwas wirkt, der auf unerklärte Art Einfluss auf ihre Leben nimmt.
    Es gibt hier keinen Grusel mit Geistern oder anderen übersinnlichen Begebenheiten, sondern eher normale, unangenehme Dingen, deren Ursachen sich eigentlich leicht erklären lassen müssten: schlechte Gerüche, unsympathische Personen, Fragen ohne Antworten, die eigenen schlechten Gefühle. Alles zusammen jedoch hinterlässt ein immer stärkeres Unbehagen und die Ahnung wird zunehmend stärker, dass da etwas sein muss. Etwas, das hinter allem steht.
    Am Ende gibt es eine Art Auflösung, die viele Zusammenhänge klärt (daher das Buch am besten zweimal lesen, im Zusammenhang ist plötzlich vieles verständlich), aber dennoch eine Menge an Fragen offen lässt. Und das Schaudern bleibt. Gut so, denn es soll ja noch eine Weile anhalten ;-)

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    Petzi_Mauss avatar
    Petzi_Mausvor 5 Tagen
    Mythologie, Kult, Wahn?

    "Der Vogelgott" ist auf der Shortlist des deutschen Buchpreises 2018. Die Inhaltsangabe hat mich neugierig gemacht: was hat es mit dem Vogelgott-Kult auf sich?

    Die Sprache von Susanne Röckel ist einfach nur wunderbar. Anschaulich, lebendig, aber trotzdem schnell und flüssig zu lesen. Es passiert eigentlich nicht viel, aber das hat es in sich. Eine düster-schaurige und bedrohliche Grundstimmung beherrscht den gesamten Roman.

    Man liest im Prolog den tagebuchartigen Auszug des Ornithologen Konrad Weyde, der in einem nicht genannten Teil der Welt einen unbekannten Greif fangen und präparieren will.
    Der Hauptteil der Geschichte handelt dann, zeitlich später angesetzt, von seinen drei erwachsenen Kindern Thedor, Dora und Lorenz und man erfährt deren Lebensgeschichten, die alle drei auf andere Art und Weise mit dem Kult des Vogelgottes in Berührung kommen und in dessen Bann gezogen werden. Viel mehr möchte ich darüber gar nicht verraten. Jeder Abschnitt der drei Geschwister beinhaltet einen anderen Sprachstil.

    Die Geschichte ist surreal, düster und beklemmend und beinhaltet viel Mystisches, Religiöses, und Aberglaube. Doch der Plot ist schwammig, man fischt im Dunkeln und es gibt keine schlüssige Auflösung.
    Die Autorin schafft es mit ihren vagen Andeutungen und dem Fehlen einer vollständigen Auflösung den Leser zu verwirren; dies lässt jedoch Freiraum für Spekulationen und Platz für eigene Gedanken.
    Das Buch liest sich richtig gut, aber am Ende ist man als Leser genauso ahnungslos wie zu Beginn.
    Vielleicht will die Autorin die Unruhe heutzutage, die Suche nach Höherem und das Streben nach Aufklärung alles Unbekannten näher bringen. Ich bin auch so ein Mensch - ich brauche eine schlüssige Auflösung, um mit dem Ganzen ordentlich abschließen zu können. Deshalb ist meine Meinung über dieses Buch etwas zwiegespalten. Trotzdem hat es mir gut gefallen.
    Ein passendes Zitat aus dem Buch lautet: "Aber selbst der gute Dr. Andrae weiß, dass die bequeme Teilung der Welt in Wirklichkeit und Wahn nicht aufgeht." 


    Fazit:
    Schaurig, düster und beklemmend, in einer wundervollen Sprache geschrieben. Doch auch schwammig, ohne eindeutige Aufklärung.
     

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    claire_silvers avatar
    claire_silvervor 5 Tagen
    Düsterer Roman


    Bei dem Buch „Der Vogelgott“ von Susanne Röckel handelt es sich um eine düstere, fesselnde und zugleich verzwickte Geschichte. Der Roman enthält vier Kapitel, in denen die Angehörigen der Familie Weyde, der Vater und die drei Kinder, ihre Begegnungen und Erfahrungen mit dem Vogelgott erleben. 

    Die Geschichte des Vaters spielt sich im Prolog ab. Konrad Weyde ist Hobbyornithologe und aufgrund seiner Leidenschaft verschlägt es ihn in eine abgelegene und düstere Stadt, in welcher er einen unbekannten riesigen Vogel entdeckt und diesem nachforschen will. Doch die Eindrücke und Erfahrungen, die er mit dieser Spezies macht, bleiben ungesagt. 

    In den weiteren Teilen geht es um die Kinder, Theodor, Dora und Lorenz. Auf verschiedene Arten und Weisen kommen diese mit den düsteren und gleichzeitig faszinierenden Geschöpfen in Berührung, woraufhin sich ihr Leben zum Negativen verändert.
    Der Mythos des Vogels scheint mit verschiedenen Dingen verbunden sein, sodass sich jedes der Familienmitglieder davon faszinieren und in seinen Bann ziehen lässt. Es ist sehr bedrückend und verwundernd wie jeder Angehörige dieser unbekannten Spezies zum Opfer fällt. 

    Mit einer Leichtigkeit liest man über die Worte der Autorin und fühlt sich mit der Geschichte verbunden. Während des Lesens wird dann aber eine bedrohliche Stimmung deutlich, obwohl nicht immer etwas Dramatisches vorgefallen ist.  Die bedrohliche und beängstigende Atmosphäre, die voller dunkler Motive und Wahrnehmungen geschmückt war, begleitete den Leser in jedem Kapitel. Dies baut einen gewissen Abstand zu der Handlung auf und der Leser ist mit dem Geschehen nicht mehr so nahe verbunden. Ein weiterer negativer Punkt ist, dass viele aufgegriffene Andeutungen und Ereignisse nicht näher erläutert wurden, daher weiß der Leser gar nicht genau, was wirklich passiert ist und wie er diese Erzählungen interpretieren soll. Alles in allem ist das Buch gut, jedoch finde ich persönlich, dass es einige Schwächen aufweist. 

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Eine schauerliche Geschichte.
    Der Vogelgott

    Es ist ein düsterer und etwas unheimlicher Roman, den uns die Autorin Susanne Röckel mit dem Buch „Der Vogelgott“ präsentiert. Erzählt wird in vier Teilen die Geschichte der Familie Weyde. Der Vater und seine drei Kinder haben zu unterschiedlichen Zeiten und auf unterschiedliche Art Begegnungen mit dem Vogelgott.

    Im Prolog erleben wir den Vater Konrad, der Hobbyornithologe ist. Er hat sich in die Berge begeben, um Wanderfalken aufzuspüren. In dieser unwirklichen Gegend sieht er riesige unbekannte Vögel. Was geschieht mit ihm, als er sich ihnen nähert? Er spricht nie darüber.

    In den weiteren drei Teilen berichtet jeweils eines der drei Kinder, die auch auf ihre Weise von Vögeln fasziniert sind.

    Thedor bricht sein Medizinstudium ab und geht nach Afrika, um ein Hilfsprojekt zu unterstützen und erlebt dort verwirrende Dinge, die ihn fast um den Verstand bringen und er landet im Sanatorium. Thedors Schwester Dora ist angehende Kunsthistorikerin, die auf ein übermaltes Bild stößt; unter dem Madonnenbild werden schreckliche Gestalten sichtbar. Der Journalist Lorenz will Albträumen bei Kindern auf den Grund gehen.

    Über allem liegt der Mythos eines Vogelgottes, der jedes der Familienmitglieder fasziniert. Es herrscht die ganze Zeit eine bedrohliche Atmosphäre, obwohl eigentlich nichts Dramatisches passiert. Die Geschichte ist unheimlich und man spürt eine unterschwellige Angst.

    Es ist ein irritierender Roman, den wohl jeder auf seine eigene Weise interpretieren kann. Man muss sich auf dieses Buch einlassen können.

    Eine schauerliche Geschichte.

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    wandablues avatar
    wandabluevor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Der ach so moderne und aufgeklärte Mensch glaubt letztlich alles, wenn es ihm nur eindringlich genug vor Augen geführt wird.
    Mythologie und Aberglaube.

    Mythologie und Aberglaube.
    Der Roman „Der Vogelgott“ von Susanne Röckel landete 2018 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Und dieses Ränking ist verständlich. Trotz seines eigentlich kaum fassbaren Themas liest sich der Roman süffig. So groß ist die Erzählkraft der Autorin, dass man geneigt ist, ihr alles mögliche Abnorme abzunehmen und ein paar Schwächen des Romans bei seiner Einschätzung zu vernachlässigen.

    Dass Röckel erzählen kann, spürt man besonders dem Prolog des Romans ab, der tagebuchartige Notizen von Konrad Weyde enthält, der Anno dunnemal in einem dünn besiedelten Tal, einen ornithologisch bemerkenswerten Greifvogel entdeckt, den er unbedingt präparieren will.

    Dieser Prolog liegt geschichtlich weiter zurück als die eigentliche Story, die Jahre später seine Kinder, Theodor, Dora und Lorenz weitererzählen werden. Er ist wunderschön getragen und poetisch und trägt doch das Flair des Unheimlichen schon in sich, was sich im Laufe des Romans verdichten wird. Denn das Unheimliche, Magische, Mystische des Vogelgotts oder seiner Legende, ist die Thematik der Autorin. Aberglauben, Mythologie und Wahn, mit diesen Begriffen und deren Faszination auf den Menschen, spielt sie.

    Leider darf sich der Leser ab dem eigentlichen Romanbeginn nicht länger im schönen anschaulichen Duktus des Prologs sonnen, sondern muss sich im Weiteren mit der viel nüchternen Sprache unserer Gegenwart zufriedengeben. Das enttäuscht.

    Die Schwächen des Romans liegen in der Erklärungsnot der Autorin.  Man weiß nicht, was passiert ist, man weiß auch nicht, ob überhaupt etwas passiert ist. Die Autorin überlässt dem Leser die Interpretation des Geschehens. Ist alles, was geschieht, ein Fluch, der auf der Familie des Präparators liegt, weil er trotz des Verbots der Einheimischen den schönen und gefährlichen Vogel jagt und tötet?

    Die Story verbirgt sich in vielen dunklen Andeutungen, in dunklen Motiven, die sich wiederholen. Namen in Anagrammen. Ein übler Geruch. Unbestimmte Angstzustände. Vorherbestimmungen.

    Ohne Zweifel hat Konrad Weyde etwas erlebt, was ihn ängstigt und sein Leben und Wesen veränderte. Aber was das ist, weiß man nicht. Wenn man aber ein Buch erraten muss, stimmt etwas nicht. Oder es ist Kunst. Das liegt im Auge des Betrachters.

    Die Kinder Theodor, Dora und Lorenz erleben jeder für sich eine Auswirkung dieses Fluchs, Mythos oder Aberglaubens. Dora gerät im Verlaufe ihrer Forschungsarbeiten über ein Marienbild in eine wahnhafte und lähmende Starre und Besessenheit, die ihre Ehe zerstört, Theodor begegnet im Ausland einem fremden Kult, den er nicht einordnen kann, der ihn verstört und in die Klapse bringt und Lorenz jagt als Journalist einer obskuren Verschwörung nach. Auch seine Ehe scheitert an der Besessenheit für die Legende des Vogelgotts.

    Sämtliche Beteiligten erleben ausserkörperliche existentielle Zustände. Sind es Träume. Wahnvorstellungen. Handelt es sich einfach um eine vererbte Geisteskrankheit? All diese Fragen gilt es als Leser zu bewältigen. Dabei gibt es einige Hilfestellungen durch die Autorin, aber das Licht, das sie gewährt, bleibt, mit voller Absicht natürlich, genau so grau und voller Unschärfe wie in ihrem Roman.

    Manchmal macht es sich die Autorin zu einfach. Sobald einer der Protagonisten sich merkwürdig benimmt und etwas Seltsames sagt, meint er, ich weiß auch nicht, warum ich das gerade gesagt habe oder getan habe. Das ist dann doch zu dünn für meinen Geschmack.

    Ich las bisher von der Longlist/Shortlist des Deutschen Buchpreises „Sechs Koffer“ von Maxim Biller, „Hysteria“ von Eckhart Nickel, „Wie hoch die Wasser steigen“ von Anja Kampmann und nun „Der Vogelgott“ von Susanne Röckel. Sprachlich steht Susanne Röckel ganz oben auf dem Sockel. Doch insgesamt hat mich bisher Anja Kampmann am meisten überzeugt. Deren Sprache ist viel schwerer, ihr Roman ist anstrengend, aber er hat eine handfeste Aussage, die Trauer eines Mannes, der es nicht gewohnt ist, Gefühle in Worte zu fassen. "Der Vogelgott" fällt auf jeden Fall aus dem Rahmen. Er ist das ganz andere. Er profitiert davon, dass der angeblich so moderne und aufgeklärte Mensch/Leser jeden Mist glaubt, wenn er nur überzeugend genug aufgetischt wird, weil er sich eben doch nach dem Unerklärlichen, Mystischen sehnt.

    Fazit: „Der Vogelgott“ ist ein herrlich geschriebenes Stück, in dem Aberglauben und Mythologie sich die Hand reichen, das sich liest wie geschmiert, das den sich auch heute wieder dem abstrusesten Aberglauben gerne hingebenden modernen Menschen aber ein wenig vorführt, me thinks.

    Kategorie: Anspruchsvolle Literatur
    Verlag: Jung und Jung, 2018

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    TochterAlices avatar
    TochterAlicevor einem Monat
    In den Fängen des Vogelgottes

    Ein eigenartiger Roman, über den ich lange nachdenken musste. Die Mitglieder der Familie Weyde - ein Vater und seine drei Kinder - begegnen auf unterschiedlichste Art und auch zu verschiedenen Zeiten dem Vogelgott beziehungsweise dessen Wirkung. Man könnte diese auch als eine Art düsteren Kult bezeichnen.

    Der Vater, als Vogelsammler bekannt, hat eine Begegnung mit diesem riesigen Greifen auf einer merkwürdigen Reise, die ihn in eine einerseits märchenhafte, andererseits bedrohliche Umgebung führt und die in seinen Tagebüchern dokumentiert ist - über dieses Format wird sie auch dem Leser in einem Prolog vermittelt.

    Es folgen die "Vogel-Geschichten" seiner drei Kinder: die des ziel-, vielleicht auch haltlosen Thedor, der während seiner Tätigkeit in der Entwicklungshilfe in Afrika auf eine extreme, eskalierende Weise in Berührung gerät. Die feinsinnige Dora stößt während ihrer Doktorarbeit auf ein übermaltes Bild zu dem Sujet und der Journalist Lorenz bekommt es mit Träumen der besonderen Art zu tun, denen er auf den Grund gehen will, nein, muss.

    Denn den Fängen des Vogelgottes kann keiner entrinnen - es ist wie ein Fluch, der sich nach und nach über Familie Weyde - eine Familie von Einzelgängern, die nur wenig miteinander kommuniziert - ausbreitet. Eine Art fataler Zwang, auf der anderen Seite spielt jedoch stets auch eine gewisse Faszination eine Rolle.

    Die Autorin Susanne Röckel hat einen komplett außergewöhnlichen Roman geschaffen, der auf eine subtile Art und Weise von einer bedrohlichen Atmosphäre durchdrungen ist. Dabei wird der Leser mithilfe sprachlicher Mittel - die über enorme Kraft verfügen - auf merkwürdige Weise auf Distanz gehalten. Ich konnte mich der Bedrohung, die vom Vogelgott ausging, nicht entziehen, habe jedoch andererseits die Sogwirkung, die eine Beschäftigung mit diesem Sujet trotz möglicher davon ausgehender Gefahren zwingend machte, nicht nachvollziehen können.

    Ein irritierender, dennoch kraftvoller Roman - so empfinde ich es. Was mich besonders merkwürdig stimmte, war ein gewisser sachlicher Stil, der mich trotz aufwühlender innerer Entwicklungen der Charaktere stets auf Distanz hielt. Was auf gewisse Weise aber auch beruhigend war, konnte ich mir doch sicher sein, dass der Vogelgott und seine Sogwirkung zwar ihren Einfluss auf Familie Weyde ausüben, diesen jedoch nicht auf mich ausweiten können - als Leserin fühlte ich mich in einen sicheren Kokon eingewoben, was mir allerdings auch zeitweilig ein wenig die Spannung raubte.

    Ich kann mir aber gut vorstellen, dass dieser Roman für jeden Leser eine ganz eigene, individuelle Botschaft beinhaltet, die ebenso facettenreich und vielschichtig sein kann wie die Begegnungen der Familie Weyde mit dem Vogelgott!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    JohannaLuisas avatar
    Deutscher Buchpreis

    Wir freuen uns sehr, den Deutschen Buchpreis 2018 bei LovelyBooks begleiten zu dürfen! Nachdem wir die Leseproben der zwanzig Longlist-Titel diskutiert haben, stellen wir euch nun die sechs Titel der Shortlist vor.

    Heute habt ihr die Gelegenheit, Susanne Röckel Fragen zu stellen und mit etwas Glück eins von zwei Exemplaren von "Der Vogelgott" zu gewinnen!

    Stellt eure Fragen an die Autorin heute am 21.09.2018 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und landet damit automatisch im Lostopf für unsere Verlosung.

    Unter allen Usern, die an mindestens 3 Aktionen zu den Shortlist-Autoren teilnehmen, verlosen wir außerdem ein signiertes Exemplar des Deutschen Buchpreis-Gewinners!

    Da die Autoren der Shortlist aus zeitlichen Gründen nicht alle Fragen beantworten können, werden wir Susanne Röckel ausgewählte Fragen zukommen lassen und ihre Antworten nachreichen.  

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    Hier hat eine große Erzählerin aus einer grimmigen Geschichte einen grandiosen Roman gemacht. Die Mitglieder einer wissenschaftlich orientierten Familie werden durch eine zufällige Entdeckung auf einem Kirchenbild in den schwer durchschaubaren Mythos eines Vogelgottes hineingezogen – mit einem Sog, dem sie so wenig widerstehen können wie der Leser dieser Geschichte. Spätestens als sich herausstellt, dass dieser Mythos eben nicht nur ein Mythos ist. Es ist eine sagenhafte, aber elende Gegend dieser Erde, wo die Verehrer des Vogelgotts leben, die ihm allerdings weniger ergeben als vielmehr ausgeliefert zu sein scheinen.
    In diesem unwiderstehlichen Roman entpuppt sich eine geheime Welt als die unsere, in der die Natur ihre Freundschaft aufkündigt und wir ihrer Aggression und Düsternis gegenüberstehen.
    Das ist nicht die übliche Jung und Jung Literatur, werden manche denken. Beim Lesen und vor allem Weiterlesen fragt man sich, warum man das Buch nicht aus der Hand legen kann, zumal hier nicht mit altertümlichen Spannungselementen gearbeitet wird.


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