Susanne Röckel Vergessene Museen

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Inhaltsangabe zu „Vergessene Museen“ von Susanne Röckel

Ein Kabinett kunstvoller Klaustrophobien Die Lektüre von Susanne Röckels Romanen und Erzählungen ist immer eine Wanderung zwischen zwei Wirklichkeiten: die des Wachens und die des Traumes - und wir können niemals ganz sicher sein, in welcher wir uns gerade auf halten. Sechs fragwürdige Helden, sechs Geschichten in Susanne Röckels Vergessene Museen, und in jeder einzelnen gelingt der Autorin ein grandioses Kunststück. Mit einer rhythmisierten, präzisen, aber von aller Beengung befreiten Sprache fängt sie den Moment der Entrückung, die Irritationen, die Spiegelungen und Verrätselungen des Rausches ein, in dem zuletzt nur noch die Leuchtkraft der Sprache trägt. In den 'Vergessenen Museen“ tauchen wir in irreale Welten ein, die in vieler Hinsicht wirklicher sind als die Tagwirklichkeiten in ihren anderen Geschichten, offener, freier, luftiger, von sanften, manchmal von harten Winden durchweht - wie in der ersten Geschichte von einer hypnotisierend leeren und dennoch heimlich belebten Arktis - und genießen die Freiheit der Traumwirklichkeit, in der sich die kunstvollen Klaustrophobien aufheben, mit denen sie die Leser behexen kann, wie es wenige seit Kafkas epischen Fieberschüben vermochten. Die Virtuosität ihrer Sprache hat sich in diesen Geschichten in eine Musikalität übersetzt, von der wir manchmal fürchteten, sie könne aus dem Deutschen geflohen sein. In Susanne Röckels Prosa ist sie präsent.

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  • Rezension zu "Vergessene Museen" von Susanne Röckel

    Vergessene Museen
    giulianna

    giulianna

    01. April 2009 um 20:59

    Keine leichten, beschwingten Alltagserzählungen, die hier in diesem Buch versammelt sind. Es ist sowohl mein erstes Buch der "anderen Bibliothek", als auch das erste Werk der Autorin, das ich lese. Die 3. Erzählung hat mich besonders in den Bann gezogen: Miljenik. Sie erzählt die Geschichte eines Mannes, der in jungen Jahren ins Gefängnis kommt. Wird er für etwas verurteilt, das er wirklich getan hat? Schützt er nicht mehr seine Brüder, die sich anschließend von ihm abwenden? Während er die Jahre absitzt, verändert sich die Welt draußen. Auf dem Balkan beginnt der Krieg und seine Brüder wollen ihr Vaterland verteidigen. Der junge Mann versteht die Welt nicht mehr. Am Ende geht sogar die Mutter in die alte Heimat zurück. Er bleibt allein zurück, hinter Gittern... ...bis er flieht. Wie konnte ihm das gelingen? All das wird aus der Sicht eines Gefängniswärters erzählt. Dieser fühlt sich irgendwie zu dem jungen Mann hingezogen. Was verbindet ihn mit dem jungen Mann? Was zieht ihn am Ende in dessen Heimatort? In meinen Augen eine packend geschilderte, interessante Geschichte. Eine, die einen nicht sofort wieder losläßt.

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