Susanne Schädlich Herr Hübner und die sibirische Nachtigall

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Inhaltsangabe zu „Herr Hübner und die sibirische Nachtigall“ von Susanne Schädlich

Die Geschichte war ihr Schicksal.

Erschütternd und tief bewegend - eindringlich und fesselnd erzählt: Zwei außergewöhnliche Biographien, zwei Menschen, die trotz jahrelanger Haft in den Zeiten des kalten Krieges ihren Mut und ihre Lebenskraft nicht verloren.

Dresden 1948. Ein Gefängnis der Sowjetischen Militäradministration, ein Mann und eine Frau. Ihre Sprache - ein Klopfzeichen durch die Zellenwand: Dietrich Hübner, 21 Jahre alt, seit Kriegsende Mitglied der Liberaldemokratischen Partei, und Mara Jakisch, 43 Jahre alt, Operettensängerin und Filmschauspielerin. Er hat sich geschworen, für Demokratie und Freiheit zu kämpfen. Ein gefährliches Engagement. Längst hat sich die SED mit Hilfe der sowjetischen Besatzungsmacht formiert und verfolgt ihre politischen Gegner. Mara Jakischs Leben sind der Gesang und die Schauspielerei. Es zieht sie wieder auf die Bretter der großen Bühnen.
Dann die Anschuldigungen: Spionage für die westlichen Besatzungsmächte. Beide werden zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt. Dietrich Hübner kommt nach Bautzen, dann nach Brandenburg-Görden, Mara Jakisch in den Gulag nach Sibirien. Der Kampf um die eigene Würde beginnt, gestärkt von der Hoffnung auf andere Zeiten.

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  • Zwei authentische Lebensgeschichten

    Herr Hübner und die sibirische Nachtigall

    WinfriedStanzick

    17. March 2015 um 11:52

    Susanne Schädlich hat in ihrem Buch " Herr Hübner und die sibirische Nachtigall" zwei authentische Lebensgeschichten ausgewählt  und sie in literarischer Form verarbeitet. Für den Leser bietet dieser Roman ein beeindruckendes Leseerlebnis, das lange im Gedächtnis bleiben wird. Wir sind im Jahr 1948 in Dresden, der sowjetisch besetzen Besatzungszone. Mara Jakisch, eine vor und während des Zweiten Weltkrieges durchaus erfolgreiche Operettensängerin will wieder zurück auf die Bretter, die auch für sie das Leben bedeuten. Dietrich Hübner ist Mitglied der LDP, der ostdeutschen Variante der FDP im Westen. Er will sich für Demokratie und Freiheit im Ostteil Deutschland einsetzen und ist von seiner Haltung überzeugt. Eines Tages im Jahr 1948 werden beide in Dresden wegen Spionage verhaftet und verurteilt.. Mara Jakisch  zu 25 Jahren Haft in einem Gulag in Sibirien,  Dietrich Hübner verbüßt seine Strafe in den Haftanstalten Bautzen und Brandenburg.-Goerden. Susanne Schädlich erzählt das Leben dieser beiden Menschen,  beschreibt ihre Hafterfahrungen und ihre Auswirkungen auf das Leben nach der Zeit der Haft. Die Willkür und Brutalität, der beide in ihrer Haftzeit ausgeliefert sind  entziehen sich eigentlich jeglicher Beschreibung, dennoch versucht es die Autorin. Nur ihr unbedingter Lebenswille, ihre Überzeugungen und ihre starken Charaktere haben sie diese Zeit überstehen lassen. Die Autorin erzählt die Geschichten dieser Menschen in abwechselnden Kapiteln und lässt auch bekannte Politikernamen wie Dietrich Genscher und Wolfgang Mischnick in ihre Geschichten einfließen, die zum Teil für die Befreiung von Dietrich Hübner verantwortlich waren. Aber es kommt auch ganz klar zum Ausdruck, dass die beiden Inhaftierten nie über ihre Haftbedingungen sprechen durften, vor allem nicht der Presse gegenüber. Umso wichtiger und bedeutender. Gegen alle Verharmlosungen und Relativierungen auf Seiten der Linken wird die Unmenschlichkeit des stalinistischen Systems deutlich. Ein Unrechtstaat , der viele Menschenschicksale zu verantworten hat.

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  • ein nachhaltiges Leseerlebnis

    Herr Hübner und die sibirische Nachtigall

    robbylesegern

    22. December 2014 um 03:25

    Susanne Schädlich hat in ihrem Buch " Herr Hübner und die sibirische Nachtigall" zwei authentische Lebensgeschichten aufgegriffen und sie in literarischer Form verarbeitet. Herausgekommen ist dabei ein mehr als nachhaltiges Leseerlebnis, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. 1948 in Dresden, der sowjetisch besetzen Besatzungszone. Mara Jakisch war vor und im Krieg erfolgreiche Operettensängerin und will zurück auf die Bretter, die ihr Leben bedeuten. Dietrich Hübner ist Mitglied der LDP, die ostdeutsche Variante der FDP im Westen. Er will sich für Demokratie und Freiheit im Ostteil Deutschland einsetzen und ist von seiner Ideologie überzeugt. Bis........ beide, sowohl Mara Jakisch, als auch Dietrich Hübner 1948 in Dresden wegen Spionage verhaftet und verurteilt werden. Mara Jakisch wird zu 25 Jahren Haft in einem Gulag in Sibirien verurteilt, Dietrich Hübner verbüßt seine Strafe in den Haftanstalten Bautzen und Brandenburg.-Goerden. Susanne Schädlich erzählt das Leben dieser zwei Menschen, ihre Hafterfahrungen und wie diese Erfahrungen auch ihr späteres Leben nach der Haft geprägt hat. Die Willkür und Brutalität mit der die beiden in ihrer Haft konfrontiert wurden, lässt den Leser das Grauen ahnen, was den beiden widerfuhr. Nur ihr unbedingter Lebenswille, ihre Überzeugungen und ihre starken Charaktere haben sie diese Zeit überstehen lassen. Die Autorin erzählt die Geschichten dieser Menschen in abwechselnden Kapiteln und lässt auch bekannte Politikernamen wie Dietrich Genscher und Wolfgang Mischnick in ihre Geschichten einfließen, die zum Teil für die Befreiung von Dietrich Hübner verantwortlich waren. Aber es kommt auch ganz klar zum Ausdruck, dass die beiden Inhaftierten nie über ihre Haftbedingungen sprechen durften, vor allem der Presse gegenüber nicht. Umso wichtiger finde ich dieses Buch, das den Leser nicht nur aufrüttelt, sondern teilhaben lässt an den unmenschlichen Vorgehen, die nicht nur unter der stalinistischen Führung den Menschen angetan wurden. Ein Unrechtstaat , der viele Menschenschicksale zu verantworten hat. Susanne Schädlich sei Dank gesagt, für ihr Buch und die Courage diese Schicksale nicht in der Versenkung zu lassen , sondern immer wieder den Finger in die Wunde unserer Geschichte zu legen. Ein sprachlich , wie inhaltlich gelungenes Buch.

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