Susanne Schädlich Immer wieder Dezember

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Inhaltsangabe zu „Immer wieder Dezember“ von Susanne Schädlich

Alles sollte anders werden, als Susanne Schädlich im Dezember 1977 die DDR verließ. Doch der Westen war fremder als gedacht, und der lange Arm der Stasi verfolgte die Familie auch hier. Dreißig Jahre später stößt sie in den Akten auf eine schlimme Wahrheit und erkennt: Geschichte vergeht nicht, sie holt einen immer wieder ein.

Dieses Buch will einen Teil der Geschichte darstellen, nicht verharmlosen und für alle zugänglich machen.

— Taluzi

Ganz interessant.

— katha_strophe

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  • Zwischen Ost und West: Der Versuch einer Neuorientierung...

    Immer wieder Dezember

    parden

    18. June 2017 um 21:56

    ZWISCHEN OST UND WEST: DER VERSUCH EINER NEUORIENTIERUNG...Alles sollte anders werden, als Susanne Schädlich im Dezember 1977 die DDR verließ, da ihr Vater, der Schriftsteller Hans Joachim Schädlich, dort schon lange nicht mehr ungehindert publizieren konnte. Doch die neue Heimat war fremder als gedacht, und der lange Arm der Stasi verfolgte die Familie bis in den Westen. Dreißig Jahre später stößt Susanne Schädlich in den Akten auf eine schlimme Wahrheit und erkennt: Geschichte vergeht nicht, sie holt einen immer wieder ein. Susanne Schädlich erzählt, wie es ist, in zwei Systemen groß zu werden und dennoch nicht dazuzugehören, von einer Generation zwischen Ost und West, die ihren Platz sucht. Und von der Erfahrung eines unglaublichen Verrats: war es doch der eigene Onkel, der im Auftrag der Stasi versuchte, ihre Familie zu zersetzen.Susanne Schädlich gehört demselben Geburtsjahrgang an wie ich - und doch gibt es vieles, was uns unterscheidet. Sie ist im Osten Deutschlands aufgewachsen zu einer Zeit, als die Mauer noch stand, als das Pionierhalstuch zur festen Kleiderordnung der Schülerinnen gehörte und die Schlangen beim Einkaufen das Alltagsbild prägten. Ich nicht. Die Autorin kannte als Kind keine Jeans und coolen Turnschuhe, auch nicht die im Westen allgegenwärtigen Stars, die Bands und die Fernsehserien - und mir fällt es schwer, mir eine Kindheit in solch eng gesetzten staatlichen und gesellschaftlichen Grenzen vorzustellen und kann deshalb nur darüber lesen.Susanne Schädlich ist das Kind zweier ehemaliger DDR-Bürger, die dem Regime nicht unkritisch gegenüberstanden. Spätestens seit der Vater, der Autor Hans Joachim Schädlich, eine Protestresolution gegen die Ausweisung Biermanns unterschrieben hatte, stand die Familie unter der strengen Beobachtung der Stasi und war zunehmend Anfeindungen ausgesetzt, die immer offener und kritischer wurden. Susanne Schädlichs Vater bemühte sich vergeblich, seine Werke in der DDR zu veröffentlichen, und auch sein Posten als Übersetzer wurde gestrichen. Nachdem er sein Manuskript von 'Versuchte Nähe' in den Westen schmuggeln konnte, wo es schließich im Rowohlt Verlag erschien, musste der Vater mit ernsten Repressalien rechnen - 'staatsfeindliche Hetze' konnte mit bis zu 10 Jahren Gefängnis bestraft werde. Einer Verhaftung entging der Vater zwar, da seine Kontakte u.a. mit Günter Grass und der dadurch bedingte Bekanntheitsgrad wohl Schlimmeres verhinderten, doch schließlich blieb ihm nichts anderes übrig, als für sich und seine Familie einen Ausreiseantrag zu stellen. Der wurde 1977 genehmigt."Der Ausreiseantrag war eine Folge der Existenzentziehung, eine logische Konsequenz, damit die Familie weiterleben konnte. Man hatte keine Wahl, höchstens die Wahl des Zeitpunktes."Doch der Wechsel in den Westen geriet zum Kulturschock. Obwohl dieselbe Sprache gesprochen wurde, gelangte die Familie in eine vollkommen andere Welt. Die Neuorientierung fiel nicht leicht, nach vielem sehnte man sich zurück, das Gefühl von einem Zuhause wollte sich einfach nicht einstellen. Der Bruder des Vaters, der Onkel von Susanne Schädlich, blieb das Bindeglied zwischen den Welten, hatte stets ein offenes Ohr, bemühte sich um Treffen, tröstete, sprach Mut zu. Jeder in der Familie wandte sich an diesen Onkel, der so hilfsbereit Halt bot. Doch nach dem Mauerfall kam das böse Erwachen, als die Familie Einsicht in die Stasi-Akten verlangte: gerade dieser Onkel war die übelste Laus im Pelz - ausspioniert hat er die Familie über Jahre hinweg als inoffizieller aber freiwilliger Zuträger des Ministeriums für Staatssicherheit. Der Verrat des Vertrauens, so viele Fragen. Und der Onkel beließ es nicht dabei, die Familie aus der DDR zu vertreiben, sondern setzte auch später noch alles daran, die Familie zu zersetzen, was ihm schließlich auch gelang. Der Vater wurde depressiv, begab sich mehrfach in Behandlung und trennte sich schließlich von seiner Familie - die Lebenswege trafen sich nicht mehr. "Ich fühlte mich als Halbmensch. Die eine Hälfte war in der DDR, die andere in der Bundesrepublik. Darüber redete ich nicht. Niemand redete darüber. Es war ein Kampf gegen die Sehnsucht nach dem vertrauten Leben, nach dem Einfach-mal-rum-Kommen, nach dem Klingeln nur so an der Tür, nach dem Blick in den Kühlschrank, ob man aus Resten noch ein Essen kochen konnte, nach unangemeldeten Besuchen..."Entwurzelung und enttäuschtes Vertrauen - eine Erschütterung in den Grundfesten. Und Antworten blieben oft aus. Susanne Schädlich bemüht sich in der Aufarbeitung des Gewesenen um einen sehr distanzierten Schreibstil, der mich anfangs eher gestört hat, der letztlich aber nachvollziehbar war. Eigene Erinnerungen bilden die Grundlage des Erzählten, der Geschichte vor und nach der Aussiedlung der Familie aus der DDR. Aber auch die Erinnerungen von anderen fließen hier ein, da Susanne Schädlich ihnen Fragen zu einzelnen Geschehnissen gestellt hat: den Eltern, den Geschwistern, den Freunden der Eltern. Und letztlich werden hier immer wieder auch Ausschnitte der Stasi-Akten zitiert, die den Verrat noch untermauern und den Grad der Entwurzelung noch greifbarer werden lassen."Es gibt Tage, an denen es leichter fällt, sich mit all diesen Dingen zu beschäftigen. Die Verfassung wechselt, je nachdem, inwieweit ich mich als Chronistin fühle oder inwieweit als Beteiligte. Beteiligt war ich, sollte es jetzt nicht sein, wenn ich schreibe, ich sollte abstrahieren, darüberstehen, kühl und sachlich. Das gelingt nicht immer."Susanne Schädlich sah dieses Buch nie als den Versuch einer Abrechnung oder einer Richtigstellung. Ihr ging es um eine Art Standortbeschreibung, um die Annäherung an die Frage, wo sie selbst eigentlich hingehört, was das alles mit ihr, mit ihrer Familie gemacht hat. Dabei war es nicht immer leicht, sich auf die Erinnerungen einzlassen - zuweilen machte sie der Prozess müde und mürbe. Und doch war ihr klar, dass diese Arbeit wichtig ist, nicht nur für sie selbst - unter diese Vergangenheit darf nicht einfach stillschweigend der Schlussstrich gezogen werden. Und gleichzeitig war es für sie selbst wichtig, nicht endlos in der Vergangenheit verhaftet zu bleiben, damit ein Voran überhaupt möglich war."Ich blättere in den Akten (...) Es ist die Reduzierung der Personen auf die Sache, die mir zu schaffen macht. Als sei es nie um Schicksale gegangen, sondern um Dinge (...) Wenn das Fremde lesen, Jüngere, Unwissende, oder auch solche, die es nicht anders sehen wollen, hat es fast nichts Erschreckendes. Kein Wunder also, dass es immer wieder heißt, war doch alles halb so schlimm, den Leuten ging es gut, die DDR war doch eher eine 'kommode Diktatur', in der man sich einrichten konnte. Diejenigen aber, die das Wort in die Tat zurückübersetzen können, denen sitzt der Schrecken nochmals in den Gliedern."Susanne Schädlich wehrt sich gegen ein weichgezeichnetes Bild der DDR, gegen die Unterschlagung der zerstörten Leben und der Repressionen, von  denen auch Nichtbetroffene wussten, dass es sie gab. Sie positioniert sich ganz klar: 'Die DDR war eine Diktatur, und Diktaturen sind per se unmenschlich, sind Unrechtsstaaten.' Auch wenn als verharmlosender Vergleich gerne die deutsche Vergangenheit zwischen 1933 und 1945 herangezogen wird mit der Kriegstreiberei und dem Holocaust der Nationalsozialisten, wehrt sich die Autorin gegen solch zweierlei Maß. Hierzu zitiert sie Hubertus Knabe: 'Beim Umgang mit den Diktaturen verläuft die Grenzlinie nicht zwischen schlimmen und ganz schlimmen Regimen, sondern zwischen Diktatur und Demokratie.' Kein einfaches Buch, das Susanne Schädlich hier präsentiert - aber das hat sie auch nie behauptet. Schließlich war ihr Lebensweg durch die gezeichneten Umstände auch kein einfacher. Die Aufarbeitung iherer ganz persönlichen Vergangenheit gerät zur Aufarbeitung eines Stückes deutscher Geschichte, für das wir beginnen blind zu werden. Um dies zu verhindern, gebührt derlei Büchern großes Augenmerk. Bleibt noch, der Autorin zu wünschen, ihren Platz im Leben zu finden und wirklich anzukommen. Von mir gibt es hier ein klare Leseempfehlung.© Parden

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  • Der Onkel ein Spitzel

    Immer wieder Dezember

    Taluzi

    26. December 2015 um 13:22

    Susanne siedelt mit ihrer Familie 1977 vom Osten in den Westen. Sie versuchen sich dort heimisch zu fühlen und zu werden. Aber das ist gar nicht so einfach. Der Vater ein Schriftsteller, der in der DDR mit seinen Schriften nicht den dortigen Zeitgeist traff. Seine Kontakte zu Gras und Born halfen ihm. Als der Onkel Selbstmord began, kam auch das Ausmaß seiner Tätigkeit als Spitzel ans Licht. Susanne Schädlich beschreibt in der Ich-Form von ihrem Leben in beiden Teilen Deutschlands. In Rückblicken, aus Stasidokumenten und durch Gespräche wird mir als Leser die Erfahrungen der Autorin näher gebracht. Kurz, knapp und gut verständlich beschreibt sie die damaligen Umstände, arbeitet selber auf was damals gewesen ist. Ständig bespitzelt, abgehört und überwacht zu werden sowohl im Osten als auch im Westen. Genau dokumentierte Telefonate, Uhrzeitengestütze Belege wann das Haus betreten und verlassen wurde und von wem. Eine Familie zwischen den politischen Systemen, nicht akzeptiert, nicht angepasst, nichts Böses wollend. Die Frage, war der Onkel Spitzel aus Eifersucht auf die Familie und den Erfolg des Bruders oder mehr aus politischen Beweggründen, die immer wieder auftaucht. Dieses Buch will einen Teil der Geschichte darstellen, nicht verharmlosen und für alle zugänglich machen. Susanne Schädlich erzählt ihre gelebte Geschichte, so wie es war und wie es in Erinnerung bleiben soll.  

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480

    Taluzi

    25. December 2015 um 09:34
  • Rezension zu "Immer wieder Dezember" von Susanne Schädlich

    Immer wieder Dezember

    immediator

    07. January 2011 um 13:06

    Was beim ersten Lesen erschüttert, ist die vollkommen bedenken- und gewissenlose Niedertracht der DDR-”Staatsorgane”. Es ist die Tatsache, dass familiäre Bindungen zwischen Geschwistern, zwischen Mutter und Kind nicht davor schützen, dass ein Bruder den Bruder, eine Mutter den Sohn an eine Maschine verkauft, an einen Apparat. Als ob ich das nicht gewusst, als ob ich nicht selbst ein Buch darüber geschrieben hätte. Das selbst Erlebte schützt nicht vor der Begegnung mit der Ohnmacht im Erleben von Susanne Schädlich, so wenig wie es vor dem Schrecken schützt, dass solche Ohnmachtserfahrung allgegenwärtig ist in unserer Welt. Susanne Schädlich legt mit “Immer wieder Dezember” eine seltsame Familiengeschichte vor. Sie erzählt, was ihr als Zwölfjähriger widerfuhr, kurz bevor und nachdem sie mit ihren Eltern die DDR verlassen hatte. Dazu stellt sie als fortlaufenden Kommentar, was die Stasi in ihren Akten über die Familie im Westen niederschrieb – sie wusste fast alles. Der lange Arm der Stasi reichte nach Wewelsfleth und Hamburg, nach Westberlin, Budapest und Warschau. Von 1977 bis 1989 waren der Schriftsteller Hans-Joachim Schädlich und seine Familie zwar ausgebürgert, aber immer noch Zielobjekte, immer noch ein Posten in der Rechnung der Weltbeglücker, der nicht aufging und deshalb zersetzt werden musste. Ein charmanter, gebildeter Pfeifenraucher, Anhänger britischer Lebensart, Historiker an der Akademie der Wissenschaften machte es möglich: Karlheinz Schädlich, der ältere Bruder des Schriftstellers. Was beim genaueren Lesen ins Auge fällt ist, dass brauchbare Anpasser wie Karlheinz nichts DäDäÄrr-Spezifisches sind, und dass ausgerechnet Hans Joachim Schädlich mit seinem Tallhover-Roman ihre verhängnisvolle Rolle in der deutschen Geschichte literarisch dingfest gemacht hat. Ja, die Bundesrepublik ist anders, ja, auch 20 Jahre nach dem Ende der deutschen Teilung ist die Verostung noch nicht so weit fortgeschritten, dass wir uns ernsthaft auf “Stasi 2.0″ einrichten müssten. Aber – und darum ist Susanne Schädlichs Buch so wichtig – die Bereitschaft zum Verniedlichen der DäDäÄrr ist nicht nur ein selbstverständlicher Impuls quotengesteuerter Medienidiotie. Der Charme der Kontrollen und Verbote als vermeintliche Konfliktlöser wächst. Es sind nicht die Clubs und Gesellschaften von Ex-Stasis, Ex-Grenztruppen, Ex-Was-Weiß-Ich-Für-Machtstrukturen, die Furcht einflößen, es ist die schwindende Bereitschaft, das demokratische Gemeinwesen als mühevolle aber lohnende Aufgabe anzunehmen. Susanne Schädlichs Buch ist ein dringender Appell, die Politik nicht den Politikern, die Demokratie nicht den Parteien zu überlassen. Über beides wird nämlich in den Familien entschieden.

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  • Rezension zu "Immer wieder Dezember" von Susanne Schädlich

    Immer wieder Dezember

    berka

    05. March 2009 um 07:02

    Die Autobiographie einer Autorentochter Susanne Schädlich ist die Tochter von Hans-Joachim S. Sie erzählt ihre Lebens- und Familiengeschichte. Es gab in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts einen Kreis deutscher Autoren rund um Grass, Buch, Born, Sarah Kirsch, Kunert, Schlesinger und Bettina Wegner die sich regelmässig im Osten trafen und ihre Texte austauschten. Ende der 70er rund um die Biermann-Ausbürgerung verließen viele dieser Autoren die DDR, am Ende auch der Vater der Autorin. Die Umstände dieser Ausreise und die schwierige Integration im Westen sind ein zweites Hauptthema. Stets präsent ist der verräterische Onkel, IM Schäfer. Schließlich die Schilderung eines langjährigen USA-Aufenthaltes. Ein unruhiges Leben, das hier trotz vieler unvermeidlicher Sprünge ruhig und erstaunlich lesbar aufgearbeitet wird.

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