Susanne Schedel Wer soll denn das anziehen, bitteschön

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Inhaltsangabe zu „Wer soll denn das anziehen, bitteschön“ von Susanne Schedel

'Die Krägen, die Knöpfe, die Muster reihten sich zu Sätzen über das, was in der Luft lag, was um uns war. Sätze einer Sprache, die ich mit dem ganzen Körper verstand.' Es gibt Augenblicke, in denen das, was war, und das, was sein könnte, sich wie in einer Doppelbelichtung überlagern. Das bisher gelebte Leben, seine Erfahrungen, fügen sich zu einem Bild, in dem das Künftige schon mitschwingt wie ein Versprechen. Von solchen Momenten des Umbruchs handeln diese Geschichten. Sie erzählen von Menschen von heute. Ihren Arbeits- und Liebesverhältnissen begegnen sie mit Witz und melancholischem Humor, oder sie tauchen ab, suchen Zuflucht am 'fernsten Ort'. Das kann das Kloster sein, in dem Ordensschwester Karolina lebt, oder Amsterdam, wo sich ihre Nichte, eine junge Modestudentin, vor der ganz normal verrückten Unternehmerfamilie versteckt. Susanne Schedel schenkt ihren Figuren einen Raum außerhalb der Zeit, in dem das frühere Leben stillsteht, durchsichtig wird, bevor etwas Neues sich abzuzeichnen beginnt. Sie 'lässt den Leser hinter die Fassaden der Normalität sehen und spürt unausgesprochene Träume auf' (Welt am Sonntag) in acht lebensklugen Geschichten voller 'schöner Bilder und lang nachklingender Sätze' (Süddeutsche Zeitung).

Leichte Lektüre für müßige Sommersonntagnachmittage, mehr aber auch nicht.

— Clari_214
Clari_214

Fernweh und Sehnsucht vermischen sich in Susanne Schedels Erzählungen auf wundersame Weise.

— Julino
Julino

Ein Schreibstil der Herz und Seele berührt - einfach phantastisch

— justitia
justitia

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    Wer soll denn das anziehen, bitteschön
    Clari_214

    Clari_214

    04. September 2014 um 21:07

    Nora, die aufgrund von Zwangsneurosen lange in einer psychiatrischen Klinik gelebt hat und nun in ihr normales Leben zurückkehren darf. Doktorand Adrian, der an einer Schwelle steht zwischen der Wissenschaft und seiner großen Liebe. Pensionistin Alma, die nach dem Tod ihres Mannes ihr Amüsement im Glücksspiel findet. Colette, die auf schmerzhafte Weise erkennen muss, wie Zeit die Menschen verändern kann. In acht Erzählungen beschreibt Susanne Schedel das Schicksal von Männern und Frauen verschiedenen Alters und Gesellschaftsstandes. Gemeinsam ist ihnen, dass sie an einem Wendepunkt ihres Lebens stehen. Entscheidungen liegen vor ihnen, welche zu treffen niemandem von ihnen leicht fällt. Noch halb in den Schuhen der alten Gewohnheiten steckend, aber doch auch schon Fuß fassend in einer nebulösen, noch keine klare Linie zeigenden Zukunft. Der Leser bekommt einen Einblick in eine Sphäre außerhalb des Sichtbaren, wird mitgenommen auf eine Reise, deren Ende in seiner Fantasie liegt. Schedel bedient sich in ihren Erzählungen einer träumerischen, wie aus einer anderen Welt stammenden Sprache, die voller Tiefe die Schicksale der Menschen mit unzähligen feinfühligen, sinnbildlichen Elementen zu beschreiben versteht. Die eingesetzten Metaphern zeugen ohne Zweifel von einer großen erzählerischen Begabung, wirken allerdings an manchen Stellen etwas zu perfekt, zu konstruiert, zu durchdacht. Vergleichbar mit dem Gefühl an einem brütend heißen Sommertag, wenn jeder Handgriff unter der stillen, glühenden Mittagssonne ein wenig träger als sonst vonstattengeht, schleppen sich auch die Sätze ab und zu etwas langsam dahin, ohne richtig in den Fluss zu kommen. Einige Stellen sind zu wenig greifbar, zu verschleiert, um wirklich Lust an der Geschichte zu wecken.  Doch liegt die Vermutung nahe, dass genau diese Unnahbarkeit Intention der Autorin ist, um die Fantasie des Lesers anzuregen. Kann gefallen, kann aber auch langweilen. 

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  • Leserunde zu "Frauen und Bücher" von Stefan Bollmann

    Frauen und Bücher
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Frauen und Bücher - eine Leidenschaft mit Folgen Wussten Sie, dass Marilyn Monroe eine passionierte Leserin war und eines ihrer Lieblingsbücher der »Ulysses« von James Joyce? Dass der Studienabbrecher Friedrich Gottlieb Klopstock 1750 die Dichterlesung erfand, als er einer Schar junger Frauen seine Oden vortrug und dafür Küsse kassierte? Dass Jane Austen nur Frauen für voll nahm, die Romane lieben? Oder dass vor 150 Jahren Eugenie Marlitt, eine entlassene Vorleserin, zur ersten Bestsellerautorin der Welt aufstieg? Diese und eine Fülle anderer Begebenheiten lässt Stefan Bollmann in einem unterhaltsam geschriebenen Panorama lebendig werden, das von Klopstocks Zeit bis in die Gegenwart führt und von aktuellen Phänomenen wie Fanfiction und "Shades of Grey" berichtet. Zugleich erzählt er eine überraschend andere Geschichte des Lesens, seiner Macht und Magie. Lesen kann Leben und Lieben verändern. Ein Buch für Frauen, die leidenschaftlich gern lesen – und aus dem Männer erfahren, was ihre Frauen meinen, wenn sie sagen: »Jetzt nicht! Ich lese!« Leseprobe Viel mehr muss ich zu diesem wunderbaren neuen Buch von Sachbuchautor Stefan Bollmann wohl nicht schreiben - es könnte kaum besser zu LovelyBooks und uns Leserinnen passen. Gemeinsam mit der DVA suchen wir 25 Testleserinnen, die "Frauen und Bücher" gemeinsam mit uns studieren, es diskutieren, in den Seiten schwelgen und natürlich eine Rezension dazu schreiben. Für Eure Bewerbung vollendet einfach folgenden Satz: Ich liebe Lesen, weil ... Stefan Bollmann, geboren 1958, promovierte nach einem Studium der Literatur, Geschichte und Philosophie über Thomas Mann. 1998 vertauschte er den Beruf des Hochschullehrers mit dem des Lektors in Publikumsverlagen. Stefan Bollmann hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. Mit seinen Bestsellern „Frauen, die lesen, sind gefährlich“ (2005) sowie „Frauen, die lesen, sind gefährlich und klug“ (2010), beide erschienen im Elisabeth Sandmann Verlag, ist er dem Wandel der Lesekultur nachgegangen und hat den Boom des Themas mit angestoßen. Seine Bücher wurden in 16 Sprachen übersetzt und verkauften sich annähernd eine halbe Million Mal.

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    justitia

    justitia

    11. October 2013 um 10:18
  • Leserunde zu "Wer soll denn das anziehen, bitteschön" von Susanne Schedel

    Wer soll denn das anziehen, bitteschön
    SusanneSchedel

    SusanneSchedel

    Liebe Leserinnen und Leser, vor wenigen Tagen ist mein Buch "Wer soll denn das anziehen, bitteschön?" im Rowohlt Verlag erschienen. Dazu möchte ich euch heute zu einer Leserunde einladen, zu der wir auch 15 Rezensionsexemplare verlosen. Ich freue mich auf eure Eindrücke, Beiträge und auf den Austausch mit euch! In diesem Band sind acht längere Erzählungen versammelt. Jede der acht ist eine ganz eigene Geschichte für sich, aber sie haben auch Gemeinsamkeiten: sie erzählen von Umbrüchen, von Lebensentwürfen, die enden und die, manchmal sogar fast gleichzeitig, neu beginnen, und das an den verschiedensten Orten der Welt: in Süddeutschland, in der Toskana oder in Amerika, in einem Kloster oder in einer Spielbank. Der Klappentext trifft diese Gemeinsamkeit der Texte, wie ich finde, sehr schön: "Es gibt Augenblicke, in denen das, was war, und das, was sein könnte, sich wie in einer Doppelbelichtung überlagern. Das bisher gelebte Leben, seine Erfahrungen, fügen sich zu einem Bild, in dem das Künftige schon mitschwingt wie ein Versprechen." Könnt ihr euch auch an solche Augenblicke erinnern? Wenn ja, dann schreibt mir doch einfach einen und bewerbt euch bis zum 20.3. zur Teilnahme an der Leserunde. Ein paar Zeilen genügen, ich bin schon sehr gespannt... Viele Grüße Susanne Schedel  

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  • Lebensweisheiten

    Wer soll denn das anziehen, bitteschön
    MelE

    MelE

    24. May 2013 um 08:49

    Manchmal sollte man sich mit dem was zu lesen gedenkt schon vorher auseinandersetzen, denn ich gestehe, das ich doch ziemlich überrascht war 8 Geschichten in dem Buch "Was soll denn das anziehen, bitteschön" vorzufinden. Jede Geschichte ist in sich abgeschlossen und dennoch hinterlassen sie jede Menge Raum für Spekulationen. Mir hat es sehr gefallen, denn ich fühlte mich in jeder Geschichte rundum wohl und da jede ganz anders ist als die vorherige ist es komplett überraschend was mich erwarten wird. Ein ganz anderes Buch, welches emotional wirklich bewegen kann, denn es geht hier um das echte Leben, das Leben wie es sein kann. Mal düster, mal traurig, mal lebensfroh und lebensbejahend, daher wirklich authentisch als wäre es meine eigene Geschichte. Warum wollte ich das Buch lesen? Manchmal ist es ein Titel eines Buches, welches einen Menschen fragen werden lässt und ich denke wir Frauen kennen diese Frage "Was soll ich bloß anziehen?", während wir vor unserem voll gefüllten Kleiderschrank stehen. Die Frage " Wer soll denn das anziehen, bitteschön" warf mich deshalb doch ein klein wenig aus der Bahn, zumindest machte es mich extrem neugierig und deshalb bewarb ich mich für die Leserunde auf Lovelybooks.de. Schon als ich das Buch in den Händen hielt fiel mir das Cover auf, denn es ist nicht einschneidend, von den Farben her eher gedämpft und eher einfühlsam, dennoch voller Ausdruck und ebenso kann ich die Geschichten beschreiben. Liebevoll und einfühlsam, ohne den Leser zu erdrücken. Ein Buch, welches seine Schönheit erst auf den zweiten Blick offenbart und seinen Leser dann doch zu packen vermag. Von mir eine Leseempfehlung für ein authentisches Buch, welches ich sicherlich auch ein zweites Mal lesen werde, da ich es wirklich genossen habe in das Buch abzutauchen und immer wieder neue Möglichkeiten geboten bekam.

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  • Menschen am Wendepunkt

    Wer soll denn das anziehen, bitteschön
    claudia_seidel

    claudia_seidel

    06. May 2013 um 18:25

    Bei „Wer soll denn das anziehen, bitteschön“ aus dem Rowohlt-Verlag handelt es sich um Susanne Schedels zweiten Band mit Erzählungen nach ihrem Debüt „Schattenräume“, für das sie sogar mit dem Bayerischen Staatsförderpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. Die aus Unterfranken stammende Autorin lebt mittlerweile in Düsseldorf und ist promovierte Germanistin. *~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Das Buch besteht aus acht in sich abgeschlossenen Erzählungen, in denen jeweils andere Protagonisten verschiedenster Altersklassen im Mittelpunkt stehen. Dabei handelt es sich um recht alltägliche Personen, wie sie einem auch auf der Straße begegnen können. Ein Student, der eine Hochschulkarriere anstreben will, aber Gefahr läuft, dabei sein Privatleben komplett zu vernachlässigen. Eine verwitwete ältere Damen, die aus Verbundenheit zu ihrem verstorbenen Mann regelmäßig ins Casino geht. Eine unter Angststörungen leidende Frau mittleren Alters, die von ihrem Mann nach einem längeren Klinikaufenthalt abgeholt wird. Eine junge Frau, die ihren Freund besucht, der als Doktorand an einer amerikanischen Universität ist und eine andere, die eine besondere Beziehung zu ihrer Großtante, einer Ordensschwester hat. Auch die Orte der Handlung sind ganz verschieden: Unter anderem Alabama, Italien, Hamburg und Unterfranken. Das, was die Protagonisten in den Geschichten erleben, erscheint auf den ersten Blick manchmal nicht allzu spektakulär, stellt für sie selbst aber doch eine einschneidende Situation dar. Die verbindende Gemeinsamkeit zwischen allen Erzählungen ist, dass sie von Momenten im Leben handeln, an denen sich, mal mehr mal weniger offensichtlich, ein Umbruch andeutet. *~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Susanne Schedel versteht ihr Handwerk und es gelingt ihr, in ihren Erzählungen Situationen, Stimmungen und Bilder einzufangen und diese sehr authentisch und anschaulich zu beschreiben, sodass man das Gefühl hat, den Protagonisten sehr nahe zu sein. Die Charaktere sind sehr verschieden, aber durchweg überzeugend gezeichnet, was es spannend macht, sich beim Lesen auf sie einzulassen und interessante Eindrücke aus ihrem Leben zu erhalten.  In ihren Erzählungen findet die Autorin viele treffende sprachliche Bilder, die man gerne im Gedächtnis behält und für die es sich lohnt, die Geschichten auch ein zweites Mal zu lesen. Der Sprachstil der Erzählungen ist angenehm lesbar und die Wortwahl wirkt wohlüberlegt und jeweils sehr gut zur Situation passend. Gerne würde ich daher noch mehr von Susanne Schedel lesen. Zudem finde ich es toll, dass es auch Autoren und Verlage gibt, die sich noch trauen, Erzählungen zu verfassen und zu veröffentlichen, auch wenn es sehr schwer ist, damit heutzutage einen Kassenschlager zu landen.

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  • Wer soll das denn anziehen, bitteschön.

    Wer soll denn das anziehen, bitteschön
    kolokele

    kolokele

    04. May 2013 um 20:25

    Wenn man das Buch in den Händen hält, fällt einem schon mal das sehr schön Cover auf, irgendwie zurückhaltend in den Farben, aber auch sehr ausdrucksstark insgesamt.  Und genauso ist auch das Buch. In ihm sind acht Erzählungen vereint, die miteinander nicht im Zusammenhang stehen, außer, dass die darin vorkommenden Protagonisten verbindet, dass sie irgendwie an Punkten im Leben angekommen sind, an denen sie sich entscheiden bzw. an denen etwas anders wird - Wendepunkte. Etwas passiert in ihnen und um sie herum. Die Sprache des Buches und der Autorin sind schlicht, aber doch so kraftvoll, die entstehenden Bilder und Stimmungen sind einfach nur gelungen. Der Erzählstil ist ruhig und doch passiert so viel, oft auch zwischen den Zeilen, in dem was der Leser, sich vorstellt. Ich habe mich beim Lesen des Buches sehr wohl gefühlt, es war eine schöne Reise und ich würde mich freuen, wenn man zukünftig noch viel mehr von der Autorin lesen darf.

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  • Ein typischer Frauenroman

    Wer soll denn das anziehen, bitteschön
    darkstar9

    darkstar9

    27. April 2013 um 20:14

    Inhalt: Das Buch beinhaltet acht kurze Erzählungen über das Leben. Dabei handelt es von 7 Frauen und ein Mann- alle sind grundverschieden und sind an einen Wendepunkt ihres Lebens angekommen. Wie sie sie empfinden, damit umgehen und was sie für Entscheidungen treffen, darum geht es in diesen Erzählungen. „Von Jugend und Alter, Männern und Frauen, von den Verwicklungen und Verwandlungen, die - zunächst kaum wahrnehmbar - das Leben fundamental verändern können, erzählen diese Geschichten. Und von den beglückenden, traurigen und komischen Konsequenzen.“ (Klappentext) Wie kam ich zu dem Buch: Die kurze Beschreibung des Buches war sehr interessant- der Satz: „Was tun, wenn das alte Leben nicht mehr so recht passen will und das neue nur langsam Gestalt annimmt.“ - war für mich sehr fundamental. Das Cover fand ich auch sehr schön, also hab ich mich für die Leserunde bei Lovelybooks beworben und mich sehr darüber gefreut, als es hieß, ich bin dabei. Meinung: Es geht hier um 8 Menschen, die mitten in ihrem Leben stecken und Entscheidungen für ihr zukünftiges Leben treffen müssen. Dies wird hier in 8 kurzen oder auch etwas längeren Erzählungen berichtet. Der Schreibstil des Buches ist gut. Die Darstellungen der einzelnen Szenen sind gut beschrieben und man kann sie sich sehr gut vorstellen. Jeder einzelne Charakter ist gut herausgearbeitet, sehr vielschichtig und auch sympathisch dargestellt, man kann mit ihnen mitfühlen. Wer mich besonders beeindruckt hat, war Alma. Die ganze Erzählung war sehr gelungen. Wer mich persönlich etwas genervt hat, war Simone. Ihre Art wie sie sich selbst bemitleidet hat, war anstrengend. Die Storys beginnen mitten drin und erklären zwischendurch bestimmte Zusammenhänge, was ich persönlich gut finde. Was mich aber gestört hat, war, dass ich bei fast jeder Erzählung das Gefühl hatte, dass ich eine Leseprobe in den Händen hielt. Sie haben Lust auf mehr gemacht, haben ein neugierig gemacht auf bestimmte Personen oder Ereignisse und dann.... war es das. Ende. Leider sind diese offenen Enden, für meinen Geschmack, zu offen. Fazit: Es ist ein „Frauenbuch“, Männern würde ich es nicht empfehlen zu lesen. Für „Mal was für Zwischendurch“ ist es okay. Ein paar Erzählungen gehen auch unter die Haut. Der Preis schreckt etwas ab, das Buch kostet 18,95€ - ich hätte mir diese Buch garantiert nicht gekauft. Wer auf Erzählungen steht, wo die Enden sehr offen gehalten sind, der hat hier garantiert ein Lesevergnügen. Aber für mich war dieses Buch ein Fehlgriff.

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  • Ein tolles Buch

    Wer soll denn das anziehen, bitteschön
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. April 2013 um 23:07

    Diese acht Kurzgeschichten handeln von Momenten des Umbruchs. Augenblicke, in denen das, was war, und das, was sein könnte, sich wie in einer Doppelbelichtung überlagern. Das bisher gelebte Leben, seine Erfahrungen, fügen sich zu einem Bild, in dem das Künftige schon mitschwingt wie ein Versprechen. Sie erzählen von Menschen von heute. Ihren Arbeits- und Liebesverhältnissen begegnen sie mit Witz und melancholischem Humor, oder sie tauchen ab, suchen Zuflucht am „fernsten Ort“. Jede einzelne Geschichte hat mich berührt, zum Nachdenken animiert und in den Bann gezogen. Sie führen uns an unterschiedliche Orte und zu den verschiedensten Protagonisten. Hier werden Ereignisse beschrieben, die jedem von uns passieren könnten oder bereits einigen von uns passiert sind. Es wird hier ein kurzer Einblick in die Geschehnisse gegeben und wie es mit den einzelnen Charakteren weitergeht, bleibt jedem Leser selbst überlassen. Ein tiefsinniges Buch mit einem wundervollen Schreibstil, dass mir sehr gut gefallen hat und ich nur empfehlen kann.

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  • Ein Schreibstil, der Herz und Seele berührt...

    Wer soll denn das anziehen, bitteschön
    justitia

    justitia

    25. April 2013 um 21:45

    Susanne Schedel liefert mit ihrem Buch "Wer soll denn das anziehen, bitteschön" 8 wunderbare Erzählungen, die sowohl das Herz als auch die Seele tief bewegen und den Leser nicht unberührt zurücklassen. Zum Cover: Die Frau auf dem Cover wirkt sehr nachdenklich und auch etwas melancholisch - genau, wie auch die Geschichten im Buch. Auch die gedeckte Farbgebung des Covers spiegelt diese Gefühle wieder. Insgesamt also ein Cover, dass nicht auffällt, aber dennoch sehr gut zum Inhalt des Buches passt und somit zusammen mit ihr eine wunderbare Harmonie ergibt. Zum Inhalt: Bei diesem Buch fällt es sehr schwer den Inhalt zusammenzufassen. So lebt es doch primär vom Schreibstil. Die 8 Erzählungen handeln vom Leben und den typischen Situationen, in die jeder Mensch irgendwann unweigerlich gerät... Meine Meinung: Das Buch besticht durch eine wahre Sprachgewalt - jede einzelne Geschichte lebt von dieser Sprache und der Leser lebt in der Geschichte. Die Bilder und Wortwahl der Autorin sind einzigartig - so etwas liest man wirklich selten. Die Autorin schafft es zudem Probleme des Lebens auf eine Weise darzustellen, die den Leser sofort in seinen Bann zieht, dem er sich kaum entziehen kann. Man ist gefangen in der Welt der Geschichten und (er)lebt sie mit. Jede Geschichte für sich hat mich tief bewegt und nachdenklich gemacht - nachdenklich über das Leben und meine eigene Einstellung zu ihm. Auch habe ich mich in einigen Situationen wiedererkannt und mich auch gefragt, wie ich wohl gehandelt hätte. Doch künftige Leser seien gewarnt - es ist kein Buch, dass man einfach mal so nebenbei weg liest. Vielmehr will dieses Buch Wort für Wort und Satz für Satz genossen und erlebt werden. Wenn man dies tut, dann wird man in jedem Fall seine Freude mit dem Buch haben. Insgesamt ein toller Erzählband mit 8 wundervollen Geschichten rund ums Leben und den Entscheidungen, die wir unweigerlich während dieses Lebens treffen müssen. Ich kann es nur rundum empfehlen...

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  • *+*+* Klaviatur der Worte mit Tiefenwirkung *+*+*

    Wer soll denn das anziehen, bitteschön
    Irve

    Irve

    18. April 2013 um 22:22

    +*Klaviatur der Worte mit Tiefenwirkung*+ Rückentext: Was tun, wenn das alte Leben nicht mehr so recht passen will und das neue nur langsam Gestalt annimmt? Drei Frauen stehen am Wendepunkt. Die eine flüchtet vor den Zumutungen des Alltags in ein italienisches Schloss. Die andere, eine Modestudentin, stürzt sich in die Welt der Stoffe und Farben. Und eine Dritte findet im Casino das kleine Glücksversprechen, das ihr am Lebensende bleibt. Von Jugend und Alter , Männern und Frauen, von den Verwicklungen und Verwandlungen, die – zunächst kaum wahrnehmbar – das Leben fundamental verändern können, erzählen diese Geschichten. Und von den beglückenden, traurigen und komischen Konsequenzen. „Pures Erzähltalent.“ (NDR) Das Cover: Eine Frau schaut mit leicht geöffnetem Mund nach oben, eine Hand an der Schulter, jedoch sehen wir nur einen Ausschnitt der Frau. Dies ist schon ein Hinweis auf die Geschichten im Buch, denn diese sind nicht abgeschlossen sondern mit offenem Ende. Sie beginnen mittendrin und enden einfach irgendwann, sodass der Leser seiner eigenen Kreativität freien Lauf lassen kann. Ganz schlicht informiert uns der Buchumschlag noch über den Titel und die Autorin des Buches. Meine Zusammenfassung: „Huntsville“, „Wer soll denn das anziehen, bitteschön?“, „Weißt du noch, dieser schreckliche Film mit Brad Pitt“, „Acht“, „Papageien aus Neuseeland“, „Worauf man sich einlässt“, „Geh aus, mein Herz“ und „Der fernste Punkt“ sind die acht Kurzgeschichten dieses Buches. Sie stehen in keinerlei Zusammenhang, sind völlig autark. Die Geschichten zusammenzufassen macht keinen Sinn. Zum einen sind es keine langen Romane sondern sowieso schon recht kurze Erzählungen, zum anderen spielt meines Erachtens ereilt die Aussage der Geschichten den Leser auf einer anderen Ebene. Meine Meinung: Frau Schedel spielt bei „Wer soll denn das anziehen, bitteschön“ mit der Sprache und sie beherrscht es meisterhaft. Die Schilderungen sind oft kurz und knapp aber voller Intensität und Aussagekraft. Beim Lesen dieses Buches machte sich in mir eine selten erlebte Faszination breit. Ich erlebte einige Situationen in ihrer teilweisen Surrealität und spürte die Besonderheit der Aussagen. Diese teils mehrdeutigen Sätze und die Spielerei mit der Sprache lösten etwas in mir aus, was ich nicht greifen kann, mich aber völlig fesselt. Eigentlich liebe ich sonst den sehr ausführlichen Stil, aber dieses krasse Gegenteil der objektiven Beschreibung gefällt mir auch. Eben dass kein Kopfkino aufkommt, bzw. nur kurz aufflammt und somit die eigene Kreativität ganz stark zum Zug kommen kann, intensiviert die Gefühle während des Lesens. Zum Beispiel hat mich „Papageien aus Neuseeland“ sehr beeindruckt. Kennen wir nicht alle dieses Gefühl, im falschen Film zu sein? Ich denke man ist schneller in einer ausweglosen Situation als man denkt. Einer meiner Lieblingssätze aus dieser Kurzgeschichte lautet:“Noras Wege saßen voller schwarzer Vögel, die nicht gereizt werden durften. Überall hockten sie und flatterten, ein lebender Verhau aus Schnäbeln, Krallen und Flügelspitzen.“ Andere Sätze, die mir sehr gefielen, waren z.B. aus „Huntsville“:“ Alle zwei bis drei Kilometer stand ein Haus am Straßenrand. Ihre Folge riss nicht ab, trotzdem bildeten sie keinen Zusammenhang und standen weit genug auseinander, um sich nicht zu kennen.“ oder „Ein mönchisches Gefühl breitete sich in meinem Inneren aus, das neu war und andere Dinge scharfstellte als bisher.“, entnommen aus der Geschichte „Der fernste Punkt“ und last but not least „Es hatte Augenblicke gegeben, in denen mich der Mangel sicher gemacht hatte und ruhig, weil er, wie eine Primzahl, nicht mehr teilbar war außer durch eins und durch sich selbst.“ zitiert aus „Der fernste Punkt.“ All diese Sätze sind zwar aus dem Kontext gerissen, geben aber einen Einblick in den Schreibstil der Autorin. Wenn diese Sprachkompositionen bei Ihnen dieselben „Aaaahs“ und „Oooohs“ auslösen wie bei mir, dann dürfte Ihnen dieses Buch sehr gefallen.

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  • Ein Schreibstil der glücklich macht

    Wer soll denn das anziehen, bitteschön
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. April 2013 um 17:25

    Acht Erzählungen führen uns an unterschiedliche Orte, und zu verschieden Hauptpersonen weiblich, männlich, jung und alt. Immer ist eine Entscheidung zu treffen die das Leben des Menschen verändern wird. Welche Erlebnisse aus der Vergangenheit beeinflussen diese Entscheidung, wie sieht es im Moment aus. Es sind immer Ereignisse im Leben die jedem von uns passieren könnten. Was aus ihnen wird , bleibt uns überlassen, den wir begleiten sie nur über einen kurzen Lebensabschnitt, der intensiv beschrieben ist. Ich bin immer noch begeistert von den Sätzen, sie sind leicht und trotzdem mit soviel Tiefe. Die vielen, liebevollen (nicht kitschigen!) Beschreibungen im Text machen mich glücklich, und der Schreibstil von Susanne Schedel macht süchtig. Ich möchte aber gern noch mehr über die Personen erfahren. An einigen Stelle musste ich weinen weil es mich so berührt hat. Diese Buch kann ich nur empfehlen, und warte schon auf das nächste

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