Susanne Staun

 3.3 Sterne bei 44 Bewertungen
Autor von Totenzimmer, Blutfrost und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Susanne Staun

Cover des Buches Totenzimmer9783608502138

Totenzimmer

 (36)
Erschienen am 24.08.2012
Cover des Buches Blutfrost9783608502145

Blutfrost

 (5)
Erschienen am 24.01.2014

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Rezension zu "Totenzimmer" von Susanne Staun

Gute Handlung - leider ohne Nervenkitzel
Gruselinovor einem Jahr

Das tolle Hardcover, des Thrillers „Totenzimmer“ von Susanne Staun, hat mich in erster Linie auf diesen Roman aufmerksam gemacht. Der Rückseitentext war ebenfalls sehr vielversprechend. Auf die Schnelle habe ich mir noch einige wenige Buchbewertungen durchgelesen, die ein schönes Gruselvergnügen mir versprachen.

Der Roman spielt in Dänemark, zuerst in der Hauptstadt Kopenhagen und dann in einer kleineren Stadt namens Odense. Die Hauptdarstellerin ist Maria Krause eine Rechtsmedizinerin. Von ihrem Wesen her ist sie eher menschenscheu und lebt in ihrer eigenen Welt. Ihre einzigste Freundin ist Nkem, die nicht nur Marias Innenleben kennt, sondern auch mit ihr zusammen arbeitet. Nkem ist im forensischen Bereich tätig. Als diese von Kopenhagen nach Odense umsiedelt, lässt Maria Krause alles stehen und liegen und geht mit ihr.

Maria Krause hat selbst düsteren Geheimnisse: Nach einer Vergewaltigung wird sie schwanger und lässt abtreiben. In ihrer Phantasie malt sie sich ihr Leben mit diesem Kind aus.

Ebenso bringt sie diese Gewalttat nicht zur Anzeige, da sie Gefallen an dieser Art Sex gefunden hat. So lässt sie sich sogar „geplant“ vergewaltigen, zum Teil auch um Stress abzubauen.

Eines Nachts wird sie zu einem Fall gerufen. Eine junge Frau wurde gewaltsam vergewaltigt und getötet. Als sie die Leiche des jungen Opfer sieht, denkt sie, es währe ihre Phantasie-Tochter. Durch diese Befangenheit kommt sie von dem Fall nicht mehr los.

Natürlich ist der Rechtsmedizinerin klar, dass sie sich nicht in die laufenden Ermittlungen einzumischen hat. Als weitere junge Frauen auf die gleiche brutale Art und Weise misshandelt und getötet werden, stellt sie trotzdem ihre Nachforschungen an.

Alle dieser Frauen haben mehrere Schnitte und Stichverletzungen. Es gibt keine wirklich heiße Spur wer diese Frauen zum Tode bringt. Die einzigste Spur sind die roten Punkte, welche die Opfer am Hals aufweisen. Mit ihrer Freundin Nkem findet sie heraus, dass es sich um Schweißabdrücke handelt. Diese Art von Schweißabdrücken kommen nur vor, wenn ein bestimmtes Medikament eingenommen wurde. Ein Medikament welches u.a. gegen Lepra eingesetzt. Der letzte Lepra-Fall in Dänemark liegt aber schon Jahrzehnte zurück und das Medikament darf nicht mehr herausgegeben werden.

Ihre Nachforschungen führen sie sogar nach Deutschland. Gegen den Rat von Nkem, folgt sie dieser Spur und bringt sich so, selbst noch in Gefahr.

Trotz der guten Handlung wurde diese meiner Meinung nach, recht langweilig und spannungslos herüber gebracht. Hier hilft auch nicht, dass der Roman in der Ich-Form geschrieben ist. Somit kann man sich zwar besser in die etwas gewöhnungsbedürftige Hauptdarstellerin hineinversetzen, aber das richtige Nervenkitzeln bleibt aus. Die Spannungsbögen, wurden teilweise in einer halben Seite abgehandelt, so das selbst diese Passagen fast schon langweilig waren.

Die Unterbrechungen der eigentlichen Geschichte, zum Blick in das Tagebuch des Mörders, erhöhen die Spannung zwar, aber das Gefühl „ich muss unbedingt weiterlesen“ ist trotzdem bei mir nicht aufgekommen. Diese Einschübe kamen mir eher vor, dass sie dazu dienten, um die Seiten voll zubekommen.

Für mich komplett unverständlich ist, wie dieser Roman in einigen Bewertungen, mit Dr. Scapetta (von Patricia Cornwell) verglichen werden kann. Diese beiden Figuren und vor allem der Schreibstil der Autoren sind unterschiedlich wie Leben und Tod.


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Rezension zu "Totenzimmer" von Susanne Staun

Eine gewöhnungsbedürftige Ermittlerin, die es dem Leser nicht leicht macht
PMelittaMvor 4 Jahren

Die Rechtsmedizinerin Maria Krause wird zu einer Leiche gerufen. Das junge Mädchen wurde misshandelt und ermordet, zunächst ein Fall wie jeder andere, doch schnell erkennt Maria, dass dieser Fall für sie unerwartet persönlich ist.

Als Rechtsmedizinerin hat Maria eigentlich keine Befugnisse zu ermitteln, in diesem Fall tut sie es dennoch und verstrickt sich immer mehr darin.

Der Täter hat merkwürdige Spuren hinterlassen, Verfärbungen auf der Haut des Opfers, die offenbar Rückstände vom Täter sind. Wie sich herausstellt, wurden sie durch die Einnahme eines Medikamentes verursacht, das gegen Lepra entwickelt wurde. Doch in Dänemark ist das Medikament gar nicht zugelassen und den letzten Leprafall gab es 1911. Trotzdem scheint dies die einzige Spur zu sein, die zum Mörder führt.

Maria hat so ihre Probleme mit ihrem sozialen Umfeld, außer der aus Nigeria stammenden Nkem, der sie von Kopenhagen nach Odense gefolgt ist, um nicht ihre einzige Freundin zu verlieren, sind ihre näheren Kontakte ausschließlich beruflicher Natur. Beliebt ist sie jedoch nicht.

Skandinavische Ermittler sind meist vom Leben gezeichnete, oft recht düstere Charaktere, doch bei Maria Krause geht das noch ein ganzes Stück weiter. Ich will nicht zu viel verraten, aber Maria ist ernsthaft psychisch krank. Da die Autorin sie selbst in Ich-Form erzählen lässt, ist es zunächst nicht einfach, sich in Marias Gedankenwelt hineinzuversetzen, bis zum Ende versteht man längst nicht jede ihrer Handlungen und sicher gibt es Leser, die von ihr abgestoßen sind. Ich empfand den Roman aber gerade deswegen als besonders und wenn man sich mit Marias „Eigenheiten“ abgefunden hat, entpuppt sich der Roman als durchaus spannend und interessant – aber sicher nichts für zarte Gemüter.

Nicht nur Maria darf selbst erzählen, sondern auch der Täter, der Leser darf dessen Tagebuch lesen und dieses ist sicher noch erschreckender als das, was man über Maria erfährt. Es handelt sich hier um einen Psychopath in Reinform, intelligent, überheblich, nach außen aber sympathisch wirkend und beliebt.

Nkem gefällt mit gut, zupackend, manchmal zwar Grenzen überschreitend (sie verletzt gerne die Privatsphäre Anderer), loyal und verständnisvoll. Ihr gelingt es hin und wieder Maria zu erden.

Wirklich tiefgehend lernt man die wenigsten der Charaktere kennen. Manche Personen werden mit nur einem Charakterzug charakterisiert, wie die krankhaft eifersüchtige Sekretärin Helle, nehmen aber im Geschehen dennoch wichtige Rollen ein. Im Grunde ist kein Charakter zu viel, fast jeder ist für das Gesamtgeschehen wichtig.

Der Fall ist schon durch die besondere Spur interessant, der Fokus liegt aber weniger auf den Ermittlungen – schließlich ist es kein Kriminalroman, sondern ein Thriller. Den Fortschritt der polizeilichen Ermittlungen erfährt man immer nur am Rande. Die Erzählung schreitet durch Marias Handeln voran, das sich irgendwann mit dem des Täters kreuzt. Hier könnte man ein paar Zufälle zu viel erkennen, andererseits, das Leben besteht aus Zufällen und aus ihnen entstehen Geschichten. Marias handelt wie bereits erwähnt nicht immer nachvollziehbar, teilweise regelrecht töricht, dies ist aber durch ihre kranke Psyche im Grunde erklärbar. Mich hatte die Geschichte nach einigen Seiten in ihrem Bann und ich war gespannt auf das Ende. Und dieses hatte es noch einmal in sich und ein paar Überraschungen auf Lager.

Insgesamt ein Thriller, der für einigen Nervenkitzel sorgt, mit einer gewöhnungsbedürftigen Ermittlerin, auf die man sich einlassen muss. Ich vergebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Thriller-Fans, die auch vor Charakteren, in die man sich schwer hineinversetzen kann, nicht zurückschrecken. Ich werde sicher noch einen weiteren Roman mit Maria Krause lesen, ein weiterer ist bereits auf Deutsch erschienen.

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Rezension zu "Blutfrost" von Susanne Staun

Blutfrost
Claudia-Marinavor 4 Jahren

Maria Krause ist Rechtsmedizinerin in Odense und dass sie bei ihrer Arbeit zumeist mit toten Menschen zu tun hat, ist wohl auch besser so für alle Beteiligten. Maria ist wahrhaftig kein Menschenfreund, was sicherlich auch damit zu tun hat, dass man ihre Kindheit ohne Übertreibung als völlig verkorkst ansehen kann.

Doch genau diese Vergangenheit ist es, die sie nun heimsucht. Ihr Zwillingsbruder, der ihr das Leben zur Hölle gemacht hat, kommt zurück nach Dänemark um als Arzt zu praktizieren. Es dauert nicht lange, bis er unter einen fürchterlichen Verdacht gerät - er soll seine kleine Tochter schwer misshandelt haben. Maria setzt alles daran, ihm diese Tat zu beweisen und verstrickt sich dabei völlig in ihren eigenen Hassgefühlen gegenüber ihrem Bruder.

Und wer ist diese mysteriöse E., die ihr E-Mails aus Rexville, einer kleinen Stadt in den USA schickt? Um sie vor einer Person aus ihrem Umfeld zu warnen, der kleine Kinder missbraucht.

Bei all den familiären und psychischen Problemen, die Maria Krause so mit sich herumträgt, fragt man sich, wie sie da noch in einem Kriminalfall ermitteln will. Streng genommen tut sie das auch nicht wirklich, denn Blutfrost ist kein Kriminalroman im herkömmlichen Sinn.

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