Susanne Wilhelm , T.S. Orgel Uhrwerk Venedig

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Inhaltsangabe zu „Uhrwerk Venedig“ von Susanne Wilhelm

Notiz 1154: Die Wissenschaft der Instrumente und der Mechanik ist von allen die nobelste und nützlichste, da man mit ihrer Hilfe alle belebten Körper, die sich bewegen können, in all ihren Aktionen, beobachten kann; und der Schwerpunkt dieser Bewegungen liegt in der Mitte, wo die ungleichen Gewichte aufgeteilt sind; und es mangelt sowohl an Muskeln, als sie sie auch besitzen und sie haben ebenso Hebel und Gegenhebel. (Die Notizbücher des Leonardo da Vinci, Philosophische Maxime)
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  • Leserunde zu "Uhrwerk Venedig" von Lucas Edel

    Uhrwerk Venedig
    katja78

    katja78

    Hallo Ihr Lieben :-) Hier darf ich Euch zu einer besonderen Leserunde einladen. Kennt Ihr schon "Clockpunk"? Nein? Dann seid ihr hier Goldrichtig... "Uhrwerk Venedig" ist die erste deutschsprachige Clockpunk - Anthologie Info zum Buch: Geschichten von mechanischen Käfern, goldenen Herzen, einem unorthodoxen Helden namens Leonardo da Vinci, Dogen und dem Himmel über einer Stadt, in der die Gondeln Trauer tragen und von Federkraft betrieben werden. Lassen Sie sich entführen in eine Renaissance der phantastischen Art. Traumhaft romantisch und erschreckend zugleich. Mit Geschichten von: Susanne Wilhelm, Emilia Dux, Tom Wilhelm, T. S. Orgel, Dirk Ganser und Lucas EdelWenn Euch das Buch interessiert, dann bewerbt Euch doch bitte bis zum 13.7.2012 mit einer Antwort auf folgende Frage. Ist euch einer der Autoren/Autorinnen bekannt, wenn ja , woher? An dieser Stelle möchte ich mich beim UlrichBurger-Verlag bedanken, der mich hier mit 5 Freiexemplaren zur Verlosung unterstützt. Vielen Dank! Vorraussetzung ist wie immer aktive, zeitnahe Teilnahme an dieser Leserunde und das anschließende Schreiben einer Rezension, möglichst auch auf diversen Verkaufsplattformen wie zum Beispiel bei Amazon & Co. Ich bitte Urlaub ect. zu Berücksichtigen ! Start der Leserunde ca. 23.Juli 2012 Nachtrag! Lucas Edel wird in der Leserunde euren spekulationen Folgen! Ich freu mich drauf!

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  • Rezension zu "Uhrwerk Venedig" von Lucas Edel

    Uhrwerk Venedig
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. August 2012 um 19:34

    Hrsg.: Lucas Edel Preis: 10,00€ D ISBN: 978-3-943378-01-6 Ausgabe: Taschenbuch Seiten: 219 Verlag: UBV . Klappentext: . Geschichten von mechanischen Käfern, goldenen Herzen, einem unorthodoxem Helden namens Leonardo da Vinci, Dogen und dem Himmel über einer Stadt, in der die Gondeln Trauer tragen und von Federkraft betrieben werden. Lassen sie sich entführen in eine Renaissance der phantastischen Art. Traumhaft romantisch und erschreckend zugleich. . Meinung zu den einzelnen Kurzgeschichten: . Flieg, Goliath (Emilia Dux): Die Geschichte zählte nicht zu den besten, aber auch nicht zu den schlechtesten in dieser Anthologie. Der Schreibstil der Autorin war flüssig zu lesen, auch wenn mir zum Schluss eine Frage offen blieb: Wo ist der Grashüpfer? . Das Tor (Dirk Ganser): Diese Geschichte mochte ich zwar nicht sehr gerne, hätte aber Potenzial für ein Buch. Die Idee war wirklich interessant und der Schreibstil leicht zu lesen. Allerdings mochte ich den Protagonisten nicht, den fand ich unglaublich unsympathisch. Viel lieber dagegen, war mir Leonardo da Vinci, der eigentlich der 'Böse' sein sollte. . Narrheiten (T.S. Orgel): Hier kommt mein Favorit. Die Geschichte war wirklich spannend, zum rätseln und hob sich meiner Meinung nach als ein Kriminalfall von den anderen Geschichten ab. Leider war das Ende etwas zu offen. . Tränensplitter (Tom Wilhelm): Dafür, dass der Anfang wirklich etwas langweilig und langatmig war, wurde es zum Schluss hin echt spannend. Allerdings hätte man einige der Charaktere gut weglassen können. . Die zwei Seiten der Medaille (Susanne Wilhelm): Ich fand diese Geschichte wirklich interessant, da mir die Idee mit den 'Termiten', die den Gallenstein entfernen sollten wirklich gut und ebenso gut umgesetzt . Der Schlüssel (Lucas Edel): Die Geschichte mochte ich auch sehr gerne und der Schreibstil war echt toll, allerdings war der Schluss für mich wirklich verwirrend und Beziehungen der Charaktere waren unklar. . Mein Fazit: . Dadurch, dass es eine Anthologie ist, sind die Schreibstile natürlich sehr unterschiedlich und abwechlungsreich. Außerdem ist es das erste mal, dass ich etwas aus dem Genre 'Clockpunk' lese. Deshalb war das neuland für mich, aber ich werde mich auf jeden Fall mehr an dieses Genre halten.

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  • Rezension zu "Uhrwerk Venedig" von Lucas Edel

    Uhrwerk Venedig
    katja78

    katja78

    07. August 2012 um 16:01

    Klappentext Geschichten von mechanischen Käfern, goldenen Herzen, einem unorthodoxen Helden namens Leonardo da Vinci, Dogen und dem Himmel über einer Stadt, in der die Gondeln Trauer tragen und von Federkraft betrieben werden. Lassen Sie sich entführen in eine Renaissance der phantastischen Art. Traumhaft romantisch und erschreckend zugleich. Zum Buch In diesem Buch vereinen sich 6 Autoren mit ihren Kurzgeschichten zu einem Thema. Clockpunk ist das Zauberwort, und wer von Technik fasziniert ist, wird dieses detailverliebte Buch lieben. Zahnräder , Uhrwerke, Leonardo Da Vinci, Technische Raffinessen umgesetzt in einer Clockpunk - Anthologie. Meine Meinung: 6 Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren, ich habe mich diesmal für eine Komplettbewertung entschlossen, da ich es einfach passend finde. Alle Geschichten hatten auf jeden Fall eines gemeinsam, alle sind spannend strukturiert, so das das ganze Büchlein über, keine Langeweile aufkam. Der Schreibstil der verschiedenen Autoren ist total unterschiedlich, so hat man auch immer das Gefühl gleich in eine neue Geschichte zu rutschen, was ich auf jeden Fall als einen Vorteil ersehe bei so einem Buch. Was ich witzig fand, das alle Autoren, ohne Ausnahme, total Detailverliebt sind, sodas man sich die erfundenen Machienen genau vorstellen konnte. Man war quasi bei der Erfindung live dabei, der kann schon sagen das er weiss, was Leonardo da Vincis Leben geprägt hat? Was ich beeindrucken fand, was das die Charaktere eher durch Handlungen beschrieben wurden und man sich so ein Bild machen konnte. Bei den wenigen Seiten einer Geschichte ist das eine Meisterleistung sowas hinzubekommen! *Fazit: * Wer Science Fiction mag, wird Clockpunk lieben! Dieses kleine Büchlein ist einen Kauf auf jeden Fall wert und ich werde dieses Genre auf jeden Fall weiter im Auge behalten.

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  • Rezension zu "Uhrwerk Venedig" von Lucas Edel

    Uhrwerk Venedig
    utaechl

    utaechl

    01. August 2012 um 17:58

    Inhalt: Uhrwerk Venedig ist die erste deutschsprachige Clockpunk-Anthologie. Clockpunk ist, genau wie Steampunk, ein Sub-Genre der Science-Fiction, doch statt Dampfmaschinen stehen mechanische Feder- und Uhrwerke im Mittelpunkt. Angesiedelt sind die Geschichten im 15. und 16. Jahrhundert. Venedig spielt in diesem Buch eine wichtige Rolle und ist für die sechs Autoren Dreh- und Angelpunkt der Kurzgeschichten, die fast alle in ein tatsächliches historisches Umfeld eingebaut und mit Elementen des Clockpunk erweitert wurden. Kritik: Eine Gesamtbewertung für diese Anthologie abzugeben, fällt mir ziemlich schwer, da die Geschichten doch ziemlich unterschiedliche sind. So werde ich mich wohl von einer Geschichten zur anderen durchkritisieren und am Ende eine Endote geben. Die erste Geschichte, "Flieg, Goliath", stammt von Emilia Dux und hat mir nur mittelmäßig gefallen. Sie handelt von einem jungen Automatenbauer, der sich in einem Wettbewerb beweisen muss, um allen zu zeigen, was er kann. Routiniert erzählt fehlten mir etwas die neuen Aspekte und die Geschichte ist etwas zu kurz, wodurch alles etwas hektisch geschrieben scheint. Danach folgt Dirk Ganser mit "das Tor", meiner Lieblingsgeschichte der Anthologie. Es geht um einen Schüler Leonardo da Vincis, der eine Maschine erfindet, die in die Zukunft zu sehen scheint. Gekonnt werden die Elemente des Clockpunk mit Horror-Elementen ergänzt und alle diejenigen, denen Abdul Alhazred etwas sagt, werden die Erzählung genießen. Andererseits könnte man natürlich argumentieren, dass in der Geschichte die Grenzen des Clockpunks ausgelotet werden und dies wiederum nicht für alle eine gute Idee ist. Geschmackssache, aber so sollen Anthologien ja sein. Weiter geht es mit T.S. Orgel und Narrheiten. Ein Mord, ein mechanischer Pfeil und eine Verschwörung gegen Venedig. Die Autoren selbst sagen, dass es ein Experiment war, das leider nicht so leicht zu lesen ist. Viele Charaktere, wenig Maschinen, und eine Momentaufnahme, bei der das davor und danach fehlt. Aber sie lässt sich bis auf den "Besoffenensprech" gut lesen. Tom Wilhelms "Tränensplitter" handelt von Leonardos Besuch Venedigs, einer Geliebten, einem übereifrigen Wissenschaftler, mechanische Herzen und weitere Körperoptimierungen, die das Ende Venedigs einläuten könnten. Gut geschrieben bietet sie ein schönes Beispiel für die Möglichkeiten, die der Clockpunk bietet. Es hat Spaß gebracht, sie zu lesen. Susanne Wilhelm folgt mit "die zwei Seiten der Medaille" und kann genau wie Tom Wilhelm und Dirk Ganser überzeugen. Kleine mechanische Tiere können Leben retten und vielleicht noch viel mehr. Schön in den historischen Kontext eingepasst liest sie sich leicht und locker. Ein paar mehr Alltags-Clockpunk wäre nett gewesen, aber ansonsten passt alles. Den Abschluss bildet der Herausgeber Lucas Edel mit "der Schlüssel". Eine sehr kurze Geschichte über eine Mutter-Tochter-Beziehung zur Zeiten des Clockpunk.Angenehm zu lesen, überraschend, zum Nachdenken anregend und genau zur Thematik passend. Wenn ich jetzt also zusammenzähle gibt es eine eins mit Sternchen, drei Mal eine eins, eine zwei und eine drei. Damit bleibt mir nichts anderes übrig, als insgesamt meine fünf Sternchen zu vergeben, muss allerdings einschränken, dass die Anthologie nicht für jedermann ist. Ein gewisses Interesse an Science Fiction, History und mechanischen Erfindungen sollte vorhanden sein, dann macht man nichts falsch, wenn man zu ihr greift. Allerdings kostet das eBook auch nur € 2,99, deshalb sollte auch der ein oder andere, der gerne Neues entdeckt, zugreifen.

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  • Leserunde zu "Clockwork Spiders" von Corina Bomann

    Clockwork Spiders
    ueberreuter_Verlag

    ueberreuter_Verlag

    Liebe LovelyBooker und Lesesüchtige! Lasst uns gemeinsam eine Leserunde starten und mit dem Buch „Clockwork Spiders“ ins düstere London des 19. Jahrhunderts eintauchen.  Zum Inhalt: London 1888: Die siebzehnjährige Violet ist nicht so geraten, wie es sich ihr Vater, Lord Adair, wünscht. Sie hat es sich in den Kopf gesetzt, eine berühmte Erfinderin zu werden, und schleicht nachts heimlich zu ihrem Labor. Ihr zur Seite steht nur Butler Alfred, der auch als Leibwächter fungiert. Gemeinsam decken sie eine Verschwörung auf: Mittels mechanischer Giftspinnen werden Menschen ermordet, die auf der Seite der Monarchin stehen. Sogar Königin Viktoria selbst ist in Gefahr! Der geheimnisvolle Fremde mit der Augenklappe, den Violet gleichzeitig gefährlich und unwiderstehlich findet, scheint dabei sehr verdächtig... Hier geht’s zur Leseprobe und zum Buchtrailer. Habt ihr Lust mitzumachen? Wir suchen dich, wenn du Lust hast dich mit uns, Corina Bomann und anderen Lesern auf eine Lesereise ins verschwörerische London zu begeben. Lasst uns zusammen herausfinden, wer der geheimnisvolle Fremde mit der Augenklappe ist, welch fantastische Erfindungen uns Violet liefert und welchem finsteren Komplott sie auf die Spur kommt. Corina Bomann wird euch dabei an der Seite unserer Heldin begleiten. Dazu verlosen wir 10 signierte Exemplare von „Clockwork Spiders“!  Einzige Bedingung: verfasst am Ende unserer Leserunde eine Rezension. Bewerbt euch einfach an dieser Stelle bis 13. Juni, indem ihr uns verratet, warum euch Steampunk Literatur so begeistert. Alle, die das Buch schon haben und die Gelegenheit nutzen wollen es jetzt zu lesen, sind natürlich auch recht herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf viele Mitleser!

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  • Rezension zu "Uhrwerk Venedig" von Lucas Edel

    Uhrwerk Venedig
    Iudas

    Iudas

    30. March 2012 um 14:25

    Wie wäre eine Welt geworden, wenn es technische Erfindungen, wie Elektrizität, motorisierte Fahr- oder Werkzeuge oder Computer schon viel früher gegeben hätte? Beispielsweise in der Renaissance, in Italien, des Heimatlandes großer, berühmter Genies wie Leonardo daVinci. Die vorliegende Anthologie befasst sich genau damit. Als erste deutschsprachige Sammlung von Kurzgeschichten des, hierzulande noch unbekannten Genres Clockpunk macht sie natürlich neugierig und weckt Fragen. Was genau hat es mit Clockpunk auf sich? Dabei stellt der Herausgeber der Anthologie, Lucas Edel, dem Leser in seinem Vorwort eine Erklärung des Genres voran. Was also ist „Clockpunk“? Vielen wird wohl nur der Begriff „Steampunk“ etwas sagen, aber im Gegensatz zu diesem (in dessen Mittelpunkt dampfbetriebene Erfindungen stehen), wendet am sich im „Clockpunk“ eher Uhrwerken, Zahnrädern und anderen kleinen Instrumentarien zu. Dabei verbindet man diese mit der Geschichte und schafft so eine Art historisches Science-Fiction . Meine Meinung Die Anthologie beginnt recht ruhig mit der knappen Kurzgeschichte von Emilia Dux'. Als Einstieg bestimmt nicht schlecht, da sie dem neugierigen Leser erst einmal einen guten Einblick in das Genre gibt, ohne ihn zu überfordern. Allerdings war mit persönlich die Kurzgeschichte etwas zu durchschaubar und seicht – aber diese Meinung hatte ich erst, nachdem ich die übrigen Geschichten las, von daher ist sie, wie gesagt, als „Eröffner“ der Sammlung sehr gut. Aber schon mit der nächsten Geschichte von Dirk Ganser, die ich gleichzeitig auch als den Höhepunkt der Anthologie betrachte, war ich in der Thematik und gefesselt davon. Allein der Gedanke, wie man die Geschichte um Leonardo daVinci und seine Helfer mit Zukunftsvisionen und Erfindungen, sowie auch Spannung und Nervenkitzel verbinden kann, ist hier fesselnd. Ganser gelingt diese Verbindung in seiner Kurzgeschichte ideal, was sie spannend und zum Teil auch informativ hält. Leider schafften es dir folgenden Geschichten nicht mehr recht, mich zu faszinieren und ständig beim Lesen zu halten, obwohl die Ideen, die hinter den Erzählungen steckten, doch sehr gut durchdacht waren. Besonders medizinische Erfindungen scheinen es den Autoren angetan zu haben. Da werden künstlich betriebene Metallherzen verpflanzt oder kleine Maschinchen entworfen, die lästige Gallensteine entfernen sollen. Nebenbei werden unsere Erfinder und Genies aber auch von den damaligen Problemen und Fragestellungen nicht verschont. Welche Verpflichtungen ein Erfinder mit seiner Erfindung eingeht, wird eindrücklich in Die zwei Seiten der Medaille dargestellt, denn „eine Maschine, die Leben retten kann, kann auch Leben zerstören.“ Die Spannung war nicht immer gegeben und zum Teil waren in meinen Augen manche der Kurzgeschichten auch länger, als es ihnen gut tat, wodurch man beim Lesen ab und zu auch mal den Aufmerksamsfaden verlor, jedoch reißen die Gedanken, die hinter den Erzählungen standen, das wieder raus. Für fast jeden Technikinteressierten ist in dieser Anthologie etwas dabei, denn sowohl medizinische Themen, als auch eine gehörige Portion Action, wenn man mit motorisierten Booten durch die schmalen Kanäle Venedigs rast, und Nachdenklichkeit sind vertreten. Dabei war ich mir allerdings bei den medizinischen Themen nicht immer ganz sicher, ob das korrekt ist, wenn man beispielsweise ein Operation einfach so am offenen Brustkorb bei Kerzenschein ausführt und dann einen metallenen Fremdkörper anstelle des Herzens einsetzt. Aber den einzigen wirklich Kritikpunkt, der mir sauer aufstößt, ist eine für mich unverhältnismäßig hohe Zahl an Rechtschreibfehlern in den Texten – ich weiß nicht, ob die Printversion davon befreit wurde, aber jedenfalls in meiner eBook-Version waren es schon eine Menge und ich würde mir wünschen, dass diese bis zur nächsten Auflage beseitigt werden. Sonst denke ich jedoch, dass hier durchaus eine solide und interessante Anthologie vorliegt, die es sich zur Aufgabe macht, mit kleinen, unterhaltsamen Geschichten dem Leser das spannende Genre des Clockpunks näher zu bringen und die Frage zu stellen: Was wäre, wenn...?

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  • Rezension zu "Uhrwerk Venedig" von Lucas Edel

    Uhrwerk Venedig
    lenchen_196

    lenchen_196

    28. January 2012 um 15:17

    Wo ist die Spannfeder versteckt? Alles hat seinen Anfang. Die erste deutschsprachige Clockpunk-Anthologie heißt Uhrwerk Venedig. Das Buch ist thematisch ganz neu, zum Teil sogar irreführend. Alle, mit denen ich übers Phänomen Clockpunk sprach, erinnerten sich an Steampunk, obwohl das was anderes ist. Selbst der Herausgeber von Uhrwerk Venedig, Lucas Edel, erwähnt in seinem lapidaren Vorwort den Begriff Steampunk und präzisiert, dass das Suffix -punk im Zuge der „Steampunk“-Welle angefügt wurde. Man kann betonen: Im Zuge, aber nicht wegen der Gleichheit dieser zwei Begriffe. Andererseits gibt es Quellen, die beide Genres gleichsetzen, z.B.: „Der sogenannte Clockpunk (eine Wortschöpfung des Rollenspiels GURPS: Steampunk) ist eigentlich nur eine Konzentration des Steampunk-Themas, weg von der Dampfkraft, mehr hin zu Aufzieh- und Uhrwerkmechanismen“ (Wikipedia). Also, kein Spaß, sich in die Diskussionen einzumischen. Hauptsächlich ist der Clockpunk die modernste Herausforderung des Retro-Futurismus, zu dem der früher geborene Steampunk auch gehört. Steampunk ist ein Genre des Science-Fiction, das die Zukunft der Welt aus den Sichten des viktorianischen Zeitalters darstellt. Also Dampfmaschinen, Kohlenverbrennung und erste Versuche mit der Elektrizität als technischer Kern der grenzenlosen Eroberung des Alls und der Zeit. Clockpunk hingegen ist ein Genre der Science-Fiction, das die Zukunft aus den Sichten der Renaissance darstellt. Und nicht umsonst, da praktisch alle revolutionären Erfindungen der Gegenwart, von Flugzeugen bis zu künstlichen Menschenorganen, schon in der Zeit von Leonardo da Vinci „geplant“ wurden. Und wie die Welt aussehen könnte, wenn alle diese Wundersachen schon damals geschöpft wären? Wenn sie genau als Tatsachen des historischen Abschnitts 1499-1599 funktioniert hätten? Die Funktionsbasis der damaligen Mechanik waren energisch effiziente Spannfedern und schlaue Zahnräder. Also feinste Uhrwerke, die selbst in die Uhren, wie auch in allen möglichen Mechanismen bis Automaten hereingesteckt wurden. Darum scheinen sie anspruchsvoller, bunter und feiner, diese heutigen Versuche von Clockpunk-Autoren, die sämtliche Vielfältigkeiten des Lebens der Uhrmechanik unterzuordnen. Diese „Ur-Uhrmechanik“ der Renaissance ist mit Kunst und mit menschlicher Neugierde, menschlichen Ambitionen eng verbunden. Aus diesem Bund entsteht ein phantasie- und prachtvolles Bild der Welt, das auf den Seiten der ersten Clockpunk-Anthologie zu sehen ist. Die Zukunft in der Vergangenheit! Was finden wir im Buch? Motorisierte Schiffe und U-Bote, atemberaubende Kampfmaschinen, angriffslustige Cyborgs, die ganz ohne Cybernetic entwickelt worden sind, chirurgische Roboter, die dem heutigen Roboter Da Vinci nur im kleinsten Sinne ähneln, nanomäßige Kunstwesen, die keine Ahnung von der Nanotechnologie haben, und so weiter und so fort. Und alles mit Spannfederantrieb. Kein Brennstoff drinnen. Mineralöl nur in den Öllampen, durch die die Wunderwelt beleuchtet wird. Ja, Spannfederantrieb herrscht überall. „In dieser Stadt scheint nichts unmöglich, sobald Zahnräder und Federn im Spiel sind…“ In was für einer Stadt? In Venedig, selbstverständlich. In der Stadt, die in der beschriebenen Epoche ein Epizentrum der wissenschaftlichen und technischen Erfindungen war. Die Stadt wird zum spektakulären Spielplatz aller in die Anthologie eingeschlossenen Erzählungen verwendet. Sechs Schriftstücke von sechs deutschsprachigen Autoren machen den Inhalt der Anthologie aus. Worum geht’s dort? Um den Bau eines mechanischen Flugzeuges (Flieg, Goliath von Emilia Dux). Um unerwartete Folgen der Benutzung einer Zeitmaschine (Das Tor von Dirk Ganser). Um den Krieg der bizarrer Kampfkünste, deren Grundlage „selbsttötende“ Bolzen sind (Narrheiten von T.S. Orgel). Um die Entwicklung einer automatischen (jeedoch feuerlosen) Waffe und nichtkybernetischer Cyborgs (Tränensplitter von Tom Wilhelm). Um mechanische „Nanochirurgen“, die den Menschen von innen heilen (Die zwei Seiten der Medaille von Susanne Wilhelm). Und um die Implantation eines künstlichen Herzens (Der Schlüssel von Lucas Edel). Nicht mehr und nicht weniger. Übrigens sind die Charaktere dieser Geschichten nicht nur mit den Aufziehmechanismen beschäftigt. Sie „drängen sich in Gruppen zusammen, sprechen, husten, flüstern und intrigieren“. Die größten Intrigen sind zur Hauptsache beliebiger Geschichte der Anthologie. Erschütternde Spionagefälle, heimtückische Verschwörungen, berührende Lovestories, alles Mögliche. Und natürlich Leonardo da Vinci – nicht nur „Illustrator“ der Anthologie, sondern auch die Hauptfigur meister Erzählungen. Manchmal ist er traditionell als Genie aller Zeiten gebildet, manchmal als größter Betrüger, der sich die Ideen seiner talentierten Lehrlinge aneignete. Im Kurzen: Diese relativ kleine Anthologie bereitet den Lesern großes Vergnügen. Letztendlich ist die Science-Fiction eine Literatur der Experimente und des Paradoxen. Daran erinnert man sich hier. Das Experiment mit dem „venezianischen Uhrwerk“ scheint gelungen.

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  • Zum Jahresanfang verlose ich zwei Bücher: "Uhrwerk Venedig"

    Uli_B

    Uli_B

    Schreibt hier einfach ein Kommentar rein. Ich lose dann unter allen Teilnehmern die zwei Bücher aus (je ein Buch).
    Kommentarschluss ist der 01.01.2012 um 19:00 Uhr.

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