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TheissVerlag

vor 1 Jahr

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 „Als ich meiner Mutter davon erzählte, war sie gerührt und mindestens so erstaunt wie ich: Sie hatte zwar schon von Veenhuizen gehört, das war ein berüchtigter Ort, hatte jedoch keine Ahnung, dass er mit ihrer Großmutter etwas zu tun hatte. Ihrer Ansicht nach schickte man früher alle Leute, die sich nicht anpassen wollten, nach Veenhuizen. Den ganzen Abschaum, der anderswo unerwünscht war. Sie wurden zur Strafe weggesperrt, da sie in der Gesellschaft nur Ärger verursachten.“

Suzanna Jansen hat sich auf Spurensuche nach den Wurzeln ihrer Familie begeben. Völlig unerwartet stößt sie dabei auch auf den kleinen Ort Veenhuizen, in dem sich vor 200 Jahren das größte Umerziehungslager Europas befand. Tausende Niederländer wurden damals dorthin gebracht, auch Suzannas Familie. Ihre Urgroßmutter Helena kam in diesem Lager zur Welt. Was als gute Idee begann, entwickelte sich rasch zu einer regelrechten Strafkolonie. Begleitet Suzanna auf dem Weg, die Geschichte ihrer Familie zu ergründen! Erfahrt, welchen Qualen Suzannas Familie in dem Lager ausgesetzt waren, wie sich Suzannas Großmutter alleine mit ihren fünf Kindern durchs Leben schlug und wie sich ihre Eltern während des Krieges kennen lernten und warum sie um ein Haar nicht hätten heiraten können.

Leseprobe

Neugierig geworden? Wir möchten nun mit euch eine Leserunde starten! Wenn ja, dann bewerbt Euch bis zum 03. März 2016 und erzählt uns, warum ihr das Buch „Das Paradies der Armen“ lesen möchtet! Zu gewinnen gibt es 10 Leseexemplare – wir sind gespannt auf Eure Antworten!

Wir freuen uns auf eine spannende Leserunde! Wie immer sind natürlich auch alle Leser und Leserinnen mit eigenem Exemplar herzlich eingeladen!

Liebe Grüße

Euer Team vom Theiss Verlag

Autor: Suzanna Jansen
Buch: Das Paradies der Armen
1 Foto

yari

vor 1 Jahr

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Ich wäre sehr gerne bei dieser Leserunde dabei, da ich Bücher, die auf wahren Begebenheiten beruhen, sehr mag.
"Das Paradies der Armen" interessiert mich besonders, da ich bisher noch nie etwas vom Umerziehungslager in Veenhuizen gehört habe, und dies ändern möchte. Außerdem möchte ich erfahren aus welchen verschiedenen Gründen die vielen Niederländer dorthin gebracht wurden, und wie es ihnen, aber auch Suzannas Familie, dort erging. Ebenso bin ich gespannt, welche Auswirkungen dies alles auf das weitere Leben von Suzanna und ihrer Familie hatte.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 1 Jahr

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Bücher die auf wahren Begebenheiten beruhen sind sehr interessant und daher wäre ich sehr gerne dabei!

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LadySamira091062

vor 1 Jahr

Fazit und Rezension

Auch ich möchte mich bedanken das ich dieses Buch lesen durfte.Ich fand es sehr interessant und auch sehr bewegend auf den Spuren von Cato und Co zu wandeln. Ich hab es an Ostern mitgenommen zu meiner Mutter ( 75 J),die sich sehr für die damalige Zeit interessiert und das Buch auch gerne lesen möchte
rezi bei thalia,fb,google+,amazon,wasliestdu und weltbild gepostet
http://www.lovelybooks.de/autor/Suzanna-Jansen/Das-Paradies-der-Armen-1208143167-w/rezension/1231794136/

siebenundsiebzig

vor 1 Jahr

Fazit und Rezension

Habe das Buch gelesen, manche Teile sogar öfters und bedanke mich beim Verlag nochmals für das Leseexemplar und bei den Teilnehmer in dieser schönen Leserunde.
Meine Rezension dazu; auch bei Amazon eingestellt.
http://www.lovelybooks.de/autor/Suzanna-Jansen/Das-Paradies-der-Armen-1208143167-w/rezension/1232705778/

Antonella

vor 1 Jahr

Fazit und Rezension

Es hat ein bisschen gedauert, aber hier kommt nun auch meine Rezension.
Nochmals herzlichen Dank für dieses besondere Buch!
http://www.lovelybooks.de/autor/Suzanna-Jansen/Das-Paradies-der-Armen-1208143167-w/rezension/1235861080/

Aspasia

vor 1 Jahr

Cover und erster Eindruck
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Die Leseprobe habe ich natürlich vor der Bewerbung gelesen und da ich um die Geschichte dieses Sozialprojekts in den Niederlanden nichts wusste auch dazu etwas gegoogelt. Das Cover unterstreicht den dokumentarischen Charakter des Buches. Das Vorwort von Geert Mak, niederländ. Jurist, Essayist und Schriftsteller, sowie der beigefügte Stammbaum der Familie der Autorin erleichtern das Verständnis der geschilderten Familienzusammenhänge.

Aspasia

vor 1 Jahr

Kapitel: Norg
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Mir gefällt der Einstieg über die Episode aus Elisabeths Kindheit, heute 80 und die Mutter der Autorin, die das Ausschließen vor dem heimkehrenden, in Ungnade vor der Kirche, aber auch seiner Familie gefallenen Vater schildert. Eine arme Familie, die auf Spenden der Kirche angewiesen ist, in der die allein erziehende Mutter putzte die Büros der Riehen in Amsterdam und alles dafür tut, dass man ihrer Familie ihre Zugehörigkeit zur Unterschicht nicht ansieht.

E. spricht selten über ihre Kindheit , die"..unter den Salzdomen ihres Gedächtnisses begraben.." (S. 15) scheint, als die Autorin, auf dem Dachboden des Elternhauses ein mit dem Namen Helena Totenbild findet, erzählt ihre Mutter ihr von jener Urgroßmutter, die den falschen Mann, einen armen Katholiken und Handwerker geheiratet hat, von der Fam verstoßen und enterbt wurde und ihr und das Leben ihrer Nachfahren in Armut verschuldet hat. Die sehr religiöse H. hat zus mit ihrer erwachsenen Tochter zur Untermieter im Amsterdamer Arbeiterviertel Jordaan gewohnt, wo sie E. und ihre Schwester Toos als Kind besuchten. Die Autorin sieht Verbindungen zu ihrer Urgroßmutter im Umgang mit Luxuskäufen, die bis heute von Schuldgefühlen begleitet sind.

Die Autorin beschreibt wie sie jenes Dorf auf dem Totenbildchen von 1934, Norg, besucht. Diese Gegend wurde bis ins 20. Jh. hinein "Holländisch Sibirien" genannt. Die Autorin will hier die "reichen Ursprung" ihrer Fam. nachspüren. Was ich nicht ganz verstehe: ".. hieß Großvaters Vater Anthonie Johannes Gijben und war von Beruf Kolonist." ( S. 20 ) Großvater? Der Großvater der Autorin war Wouter Dingemans und ist hier völlig unerheblich, da es um die Fam.geschichte mütterlicherseits geht, ein Übersetzungsfehler? ( S. 20 ) Seine Frau Catharina Petronella Braxhoofden also die Urgroßmutter der verschwiegenen Mutter der Autorin. Ich hätte zum besseren Verständnis auch die urkundlichen Namen vorne im Stammbaum aufgenommen. Helena ist in Norg, genauer in der Bettlerkolonie Veenhuizen geboren worden, heute ein Gefängniskomplex. Was ich nur nicht ganz verstehe: Wenn die Autorin in den Dokumenten, die die Gemeinde ihr vor ihrem Besuch vor Ort zugeschickt hat, schon Veenhuizen, Dritte Anstalt gelesen hat, ihrer Mutter davon erzählt hat, was ich doch annehme, die mit dem Begriff Veenhuizen laut Text etwas anfangen konnte, verstehe ich das erstaunen jetzt nicht so ganz. Ist es der Dramatik der Schilderung geschuldet?
Der erste Besuch Veenhuizens, die ehemalige Zwangskolonie, in der Bettler & Landstreicher mit militär. Zucht & Ordnung lernen sollten sich anzupassen, verfügt im Jahr 2003 über 1000 Gefangene in 5 Gefängnissen und eben so viele freie Einwohner, die meist in der Strafanstalt arbeiten. Es wurde unterschieden zwischen den Bettlern, die zwangsweise hier lebten, zu 80 in einem Schlafsaal und den Armen die freiwillig hier waren, in den äußeren Unterkünften. Es gab 3 Anstalten & den Friedhof, der als 4. Anstalt bez. wurde.
Bis in die 80er war das Dorf Eigentum des Justizministeriums und es galten eigene Regeln. Das Dorf war abgeriegelt, der Gefängnisdirektor herrschte im Dorf; keiner durfte z.B. ohne seine Erlaubnis Besuch empfangen. Um das zentral gelegene Gebäude der sogen. "Zweiten Anstalt" des Kolonialdirektor von 1823 W. Wisser gibt es einen Wachturm, einen Wassergraben und Überwachungskameras. Diese wurde bis vor kurzem als Werkstatt für Gefangene genutzt.
Das ges. Gelände ist damals planmäßig erschlossen worden. An den Fassaden befinden sich Schilder mit "Erbauungssprüchen"? wie : Pflichtgefühl, Aufopferung etc. Auf dem Areal befindet sich zu dem Zeitpunkt ein kl. Museum, das Führungen anbietet und als bekanntes Ausflugsziel genutzt wird.
Ein Planungsteam will das Dorf, das als Bettlerkolonie von Johannes van den Bosch mit der Grundidee Autarkie, Fürsorge & Experiment gegründet wurde, zu einem nationalen Gefängnismuseum umbauen lassen.
Laut Dokumentationsregal des Museums ist Helena Gibjen in der 3. Anstalt, gegründet 1848, am 9.6.1856 zur Welt gekommen. Ihr Vater aus Rotterdam stammend, ist hier seit 1851 wohnhaft, ihre Mutter kam mit 13 Jahren, 1848, aus Namur hier her.
Die Projektbeschreibung der Ideale des Gründers Veenhuisens weicht ekklatant von den Anmerkung des Museumsführers über das Leben der Anstaltsbewohner ab.

Aspasia

vor 1 Jahr

Kapitel: Tobias
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Die Gegenüberstellung der Lebensläufe des Gründers von Veenhuisen und des ersten Vorfahre der Autorin, Tobias, bis kurz vor seinem Arbeitsbeginn als Wachpersonal vor Ort aufgrund seiner Invalidität als Soldat. Ich vermisse ein bisschen den geistigen Hintergrund auf dem dieser "Umerziehungsgedanke" entstanden ist. Nur der kurze Hinweis der General van Bosch sei Anhänger der Aufklärung gewesen, reicht mir da nicht. Gelungen für ein besseres Verständnis war aber die detaillierte Beschreibung der Entstehungsgeschichte der verschiedenen Kolonien und die Verschiebung der Anforderung an ihre Bewohner.

Aspasia

vor 1 Jahr

Kapitel: Cato
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Cato Braxhoofden zieht als 13 jährige mit ihrer Fam. im Mrz. 1828 von Den Haag nach Veenhuisen. Die Reise in die Region Drenthe kam einer Auswanderung gleich und genau der bedienten sich zumindest in Dtl. einige Gemeinden um unliebsame, der Armenkasse zur Last fallende, Menschen los zu werden. Aufgrund eines Veteranenvertrages des Kriegsministeriums, die als Gunst verstanden werden sollte, reiste die Fam. in das Obdachlosenasyl. Als Aufseher war ihr Vater nicht auf der gl. soz Stufe wie die anderen Bewohner. Johannes van der Bosch hatte sich zwar ganz stolzer Gutsherr mit seiner Fam. in Drenthe niedergelassen und besuchte regelm. Veenhuisen, aber 1828 hatte der König ihn nach Niederländisch-Ostindien geschickt und er bereitete diesen Umzug für sich und seine Fam. vor. Auch er war Vater eines Säuglings und die Erwähnung der Autorin der schlechten Reisebeding. für Caros kl. Bruder und auf dem Schiff Richtung Norden durch die Kälte im Mrz, und dass der General mit der Abreise wartete bis sein Sohn, für dessen Versorgung Milchkühe mit an Bord genommen wurden, kräftig genug für die strapaziöse Reise bis ans Ende der Welt war, macht die soz. Unterschiede und die damit einhergehende Ungerechtigkeit noch einmal besonders deutlich. Ich fühle mich als Leser aber auch etwas sehr stark emotional gelenkt.
2005 besucht die Autorin die 3. Anstalt, das Gebäude steht nicht mehr, nur einige Nebengebäude u.a. die Ruine der alten Spinnerei, die von einem geschichtsinteressierten jg. Unternehmer und mit Hilfe von EU Geldern subventioniert werden. 1839 war sie eine der ersten Dampfmaschinen betriebenen Fabriken im Norden des Landes, eine mechan. Baumwollspinnerei und Weberei. Eine alte Duckdalbe existiert noch. Nach ihrer Ankunft bekam die Fam. eine Einz.whg. Nr 34 zur Außenseite der 3. Anstalt. Es gab mindest. 100 Türen hinter denen Beamte, Aufseher und andere anständige Fam wohnten. Ein 4x 4,75m großer Wohnraum, ordentl. eingerichtet, ein Holzofen, dahinter die Schlafsäle. In der ersten und zweiten Anstalt wohnten die Bettler und Landstreicher in der 3. die niederländ. Waisenkinder, von denen jeweils 60 zw. 6-20 Jahren von einem Pflegevater und einer Pflegemutter betreut wurden. Kritiker bemängelten die Gruppengröße.
Die Kinder erhielten eine Ausbildung, van Bosch gründete auch für die unfreien Kolonistenkinder Schulen, die sie bis zum 14. Lebensjahr besuchen mussten. 1834 besuchte u.a. der preuss. Freiherr von Lüttwitz dieses europ. Vorzeigeprojekt der Aufklärung. Es gab unterschiedl. Positionen dazu. J. van Bosch erntete Lob für sein gewinnbringendes Engagement in Ostindien, er nannte das Kultursystem und verpflichtete Eingeborene ein Fünftel ihrer Felder mit Exportware zu bepflanzen, dafür wurde ihnen eine geringe Entschädigungssumme gezahlt. 1834 kehrte er zurück und genoss hohes Ansehen, ob seiner Erfolge, der König verlieh ihm den Titel eines Barons und den Posten des Kolonialministers. Er ließ eine Baumwollfabrik als Modellfabrik bauen, die Leinen für Niederländ.-Ostindien herstellen sollte. Eine Dampffabrik deren Maschinen von einem Spezialisten aus England gewartet werden mussten. Ausländ. Weber und Spinner sollten den Kolonisten das Fach beibringen. Veenhuizen war eher ein typ. westholländ. Dorf nicht mit den Dörfern der Umgebung zu vergleichen, auch sprachl. war es eine Enklave der Provinz Holland.
Nach 20 Jahren wurde die Fabrik wieder demontiert und als Aufenthaltsraum für Waisen umfunktioniert.
T.L. Hoff, verbrachte vom 5. Nov. 1839 1 1/2 Jahre freiwillig in der Anstalt und schrieb ein Buch um andere davon abzuhalten es ihm nachzutun. Seine Aufzeichng. zeigen ein anderes Bild als die Schilderungen der zahlr. Besucher. Seine Perspektive entspricht die eines Insassen.
Seine Beschreibung spricht von mangelnden hyg. Bedingungen 2 offenen Fässer für die Notdurft von 80 Schlafsaalbenutzern. Jeder Kolonist musste mind. 1 Jahr für die zur Verfügung gestellte Ausstattung, wie Kleidung und Obdach arbeiten, bevor er Veenhuisen wieder verlassen durfte. Wem dies nicht gelang oder wer ein 2. Mal eingewiesen wurde, musste eine höhere Summe "abverdienen", damit er danach nicht mittellos dastand und die Armenkasse belastete. Dies gelang seiner Meinung nach kaum einem. Die Reparatur der Kleidung wurde vom Lohn abgezogen. Die Fam. wurden getrennt, Männer, Frauen und Kinder. 1840 gab es eine sogen Brotrevolte, wegen nicht ausreichender Ernährung bei harter körperl Arbeit.
Für Cato als Kind eines Wächters unterschied sich ihr Leben kaum von ihrem vorherigen. Ihr Vater gehörte der Veteranen Kompanie unter der Leitung von Hauptmann Thonhäuser an. Die 178 Garnisonsmitglieder gehörtem weder dem Personal, noch den Bettlern an.
Die kritische Hervorhebung über die Häufigkeit der Krätze, Skabies, oder die allgem. Hygiene, 2 Personen pro Bett, sowie der Augenkrankheit ist mir zu wenig in den geschichtl. Kontext eingefasst.

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