Suzanne Kelman

 3.2 Sterne bei 6 Bewertungen

Alle Bücher von Suzanne Kelman

Ein Buchclub auf Abwegen

Ein Buchclub auf Abwegen

 (6)
Erschienen am 10.01.2017

Neue Rezensionen zu Suzanne Kelman

Neu
Keksisbabys avatar

Rezension zu "Ein Buchclub auf Abwegen" von Suzanne Kelman

Weder lustig noch funny
Keksisbabyvor 2 Jahren

Völlig ohne ihr Zutun stolpert die Bibliothekarin Janet in einen etwas anderen Buchclub. Und zwar den Buchclub der abgelehnten Autorinnen. Sie sammeln Ablehnungsschreiben. Eines Tages jedoch sagt ein Verlag zu und die Kleinstadtautorinnen sind empört. Janet versteht die Aufregung nicht, aber sie hat auch andere Dinge im Kopf. Ihre Tochter ist schwanger und es besteht die Gefahr, dass sie das Kind verliert. Dummerweise leidet Janet unter Flugangst so dass sie mit dem Auto eine mehrtägige Fahrt in Kauf nehmen muss. Wie gut das sich der Verlag in derselben Stadt befindet. So hat sie auf ihrem Roadtrip gleich Begleitung von ein paar ausgewählten Mitgliedern des Clubs. Das wird eine Reise die sie nie vergessen wird.

Der Titel machte mich neugierig und da Amazon mir dieses Buch in der Auslese des Monats anbot, hatte ich nicht viel zu verlieren, dachte ich. Was ich verloren habe, wertvolle Lebenszeit, denn was sich als witzige Idee ankündigte wurde für mich eine durchquälente Lesesession. Der Sprachstil der Autorin war recht einfach, was ja an sich nicht schlecht ist, aber die witzigen Begebenheiten waren so konstruiert und vorhersehbar, dass sich bei mir nicht ein Mundwinkel verzog. Halt doch, einmal als Janets Mann versuchte eine Waschbärenfalle zu bauen und damit eine Katze fing. Ansonsten hätte die Plotidee viel Freiraum zugelassen, viele verschrobene, jedoch liebevolle Charaktere zu entwickeln. Ich meine einen Club der Abgelehnten ins Leben zu rufen, erfordert schon eine Menge Mut. Aber ach sympathische Figuren zu schaffen lag der Autorin einfach nicht. Vielmehr waren sie Stereotyp und teilweise unglaubwürdig. Ich konnte einfach keine Beziehung zu ihnen aufbauen. Allen voran Janet, die sich allen so überlegen fühlt und an keinem ein gutes Haar lässt, sich dann aber wundert, warum sie in der Stadt keine Freunde findet. Wie so etwas richtig geht, kann man bei Mary Ann Shaffers in „Deine Juliet: Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf“ nachlesen.

Ich für meinen Teil finde, die Grundidee gut und mit ein bisschen Phantasie hätte das Ganze auch spritzig/witzig werden können, aber vorhersehbarer Slapstickhumor ist einfach nicht meins. Ich habe mich mehr gequält als gelacht.

Kommentieren0
18
Teilen
Andrea-Karminrots avatar

Rezension zu "Ein Buchclub auf Abwegen" von Suzanne Kelman

Witzig
Andrea-Karminrotvor 2 Jahren

Wie ist das eigentlich, wenn man Bücher schreibt, sie an einen Verlag schickt und dann das Manuskript mit einer freundlichen Ablehnung zurück bekommt? Da fühlt man sich doch echt traurig und deprimiert. Aber die Damen von dem Buchclub der Abgelehnten Autorinnen, feiern eine Party, wenn wieder eine Ablehnung ins Haus geflattert kommt. Janet ist kein Mitglied des Buchclubs. Sie ist die Bibliothekarin der Kleinstadt, auf einer Insel bei Washington. Sie lebt mit ihrem Mann in einem hübschen kleinen Häuschen und das einzige Problem was das Paar hat, ist ein Waschbär, der des Nachts die Mülltonne umkippt und ausräumt. Janet wird von Doris, der Chefin des Buchclubs, eingeladen an einem Treffen teilzunehmen. Die Damen erhoffen sich Hilfe von der “Buchfrau”. Dummerweise, hat Doris nämlich eine Zusage bekommen und das geht doch nicht! Ihr Roman ist so schlecht, dass den keiner lesen möchte. Um den schlechten Schinken zurück zu bekommen, macht sich der Buchclub auf den Weg zu dem Verlag nach San Francisco und erlebt auf der Reise Einiges.

Suzanne Kelman hat eine lustige Art ihren Figuren Leben einzuhauchen. Ihre Hauptfigur Janet Johnson, hat eine sehr lockere Art mit ihrer Umwelt umzugehen. Auch die burschikose Vorsitzende Doris besticht durch ihre spitze Zunge. Humor ist eine Hauptkomponente dieses Romans. »Ein Buchclub auf Abwegen« ist witzig und leicht zu lesen. Eine ganz herrliche Urlaubslektüre.
Die Autorin ist eine mehrfach ausgezeichnete Drehbuchautorin. 

Kommentieren0
11
Teilen
peedees avatar

Rezension zu "Ein Buchclub auf Abwegen" von Suzanne Kelman

Nach 116 von 316 Seiten abgebrochen
peedeevor 2 Jahren

Die Bibliothekarin Janet Johnson wohnt noch nicht so lange in Southlea Bay und hat daher noch keine Freundinnen gefunden. Als sie dann von Doris zu einem geheimen Clubtreffen überredet wird, ahnt sie noch nicht, was dieser "Club der Abgelehnten" für ihr weiteres Leben für Auswirkungen hat. Diese Frauen sind Hobby-Autorinnen und sammeln Absagen von Verlagen. Wieso? Das will Janet auch wissen - und bald befindet sie sich auf einem Roadtrip der anderen Art nach San Francisco...

Erster Eindruck: Mir gefällt das Cover mit den unterschiedlichen Tassen, aber aufgrund des Buchtitels hätte ich eher Bücher auf dem Cover erwartet.

Aufgrund des Originalklappentextes habe ich mir eine witzige Unterhaltung versprochen. Aber ich habe festgestellt, dass der Klappentext nicht stimmt: Es steht, dass Janet "auf Anraten einer Bekannten dem stadteigenen Schriftstellerkreis beitritt". Doch eigentlich wird sie zu einem "Geheimtreffen" von Doris' "Club der Abgelehnten" aufgeboten, ja geradezu überrumpelt, sich zum Treffen gefälligst einzufinden. Für mich ist auch der titelgebende Begriff "Buchclub" nicht zutreffend, denn unter einem Buchclub verstehe ich Lesefreudige, die gemeinsam Bücher lesen und sich darüber austauschen. Aber nicht, wie in diesem Fall, Hobby-Autorinnen, die die Absagen von den Verlagen sammeln und feiern. Janet ist keine Autorin, aber gemäss Doris eben ein Insider im Buchgeschäft. Doris und ihre Kolleginnen erhoffen sich von Janet Hilfe, um ein drohendes Unheil abzuwenden.

Janet ist mir nicht sonderlich sympathisch, denn sie lässt Dinge einfach geschehen, lässt über sich bestimmen. Ihr Mann ist mit vollem Eifer dabei, eine Waschbärenfalle zu bauen, damit dieser nicht jede Nacht den Mülleimer plündert. Warum eine Falle bauen, wenn man doch stattdessen besser den Mülleimer aufbruchsicher machen würde? Die Beziehung von Janet und ihrem Mann zu Tochter Stacy nenne ich mal "optimierungsbedürftig". Mich hat amüsiert, als Janet von den Schuldgefühlen gegenüber ihrer Tochter gesprochen hat, "die Schuldgefühle, die es bei der Nabelschnur gratis dazu gab". Sie macht sich widerwillig auf den Weg zu ihrer Tochter nach San Francisco und die Ladies um Doris laden sich gleich selbst ein. Als sie endlich auf dem Weg sind, habe ich mich nur noch genervt, dass Janet alles mit sich machen lässt. Auf Seite 116 (von 316) Seiten war dann für mich Schluss, denn es war für mich leider keine gute Unterhaltung. Durch den Buchabbruch kann ich nur einen Stern vergeben, schade.

Kommentare: 1
21
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 12 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks