Suzanne Kelman Ein Buchclub auf Abwegen

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Inhaltsangabe zu „Ein Buchclub auf Abwegen“ von Suzanne Kelman

Als die Bibliothekarin Janet Johnson auf Anraten einer Bekannten dem stadteigenen Schriftstellerkreis beitritt, ist sie verwirrt. Statt sich um die Veröffentlichung ihrer Werke zu bemühen, setzen diese sonderbaren Frauen alles daran, so viele Ablehnungsschreiben zu sammeln wie möglich. Doch gerade als sie auf ihre fünfhundertste Absage anstoßen wollen, erreichen sie Neuigkeiten, die den Club bis in die Grundfesten erschüttern. Zusammen mit ihren Schriftstellerkolleginnen begibt sich Janet auf einen abenteuerlichen Trip nach San Francisco, um zu retten, was zu retten ist. Die Reise durch die USA zwingt die neuen Freundinnen nicht nur, sich außergewöhnlichen Herausforderungen zu stellen – Erdrutschen, Spukhäusern, attraktiven Fremden, undankbaren Kindern –, sondern wird auch zu einem unvergesslichen Erlebnis, das ihrer aller Leben verändert …

Witzig und unterhaltsam. Eine feine Urlaubslektüre

— andrea_strickliesel

Nach 116 von 316 Seiten abgebrochen

— peedee

Ein paar Längen zu Beginn, aber dann herrlich schräg, turbulent und amüsant :)

— Jashrin

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    Ein Buchclub auf Abwegen

    Keksisbaby

    24. April 2017 um 08:12

    Völlig ohne ihr Zutun stolpert die Bibliothekarin Janet in einen etwas anderen Buchclub. Und zwar den Buchclub der abgelehnten Autorinnen. Sie sammeln Ablehnungsschreiben. Eines Tages jedoch sagt ein Verlag zu und die Kleinstadtautorinnen sind empört. Janet versteht die Aufregung nicht, aber sie hat auch andere Dinge im Kopf. Ihre Tochter ist schwanger und es besteht die Gefahr, dass sie das Kind verliert. Dummerweise leidet Janet unter Flugangst so dass sie mit dem Auto eine mehrtägige Fahrt in Kauf nehmen muss. Wie gut das sich der Verlag in derselben Stadt befindet. So hat sie auf ihrem Roadtrip gleich Begleitung von ein paar ausgewählten Mitgliedern des Clubs. Das wird eine Reise die sie nie vergessen wird. Der Titel machte mich neugierig und da Amazon mir dieses Buch in der Auslese des Monats anbot, hatte ich nicht viel zu verlieren, dachte ich. Was ich verloren habe, wertvolle Lebenszeit, denn was sich als witzige Idee ankündigte wurde für mich eine durchquälente Lesesession. Der Sprachstil der Autorin war recht einfach, was ja an sich nicht schlecht ist, aber die witzigen Begebenheiten waren so konstruiert und vorhersehbar, dass sich bei mir nicht ein Mundwinkel verzog. Halt doch, einmal als Janets Mann versuchte eine Waschbärenfalle zu bauen und damit eine Katze fing. Ansonsten hätte die Plotidee viel Freiraum zugelassen, viele verschrobene, jedoch liebevolle Charaktere zu entwickeln. Ich meine einen Club der Abgelehnten ins Leben zu rufen, erfordert schon eine Menge Mut. Aber ach sympathische Figuren zu schaffen lag der Autorin einfach nicht. Vielmehr waren sie Stereotyp und teilweise unglaubwürdig. Ich konnte einfach keine Beziehung zu ihnen aufbauen. Allen voran Janet, die sich allen so überlegen fühlt und an keinem ein gutes Haar lässt, sich dann aber wundert, warum sie in der Stadt keine Freunde findet. Wie so etwas richtig geht, kann man bei Mary Ann Shaffers in „Deine Juliet: Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf“ nachlesen. Ich für meinen Teil finde, die Grundidee gut und mit ein bisschen Phantasie hätte das Ganze auch spritzig/witzig werden können, aber vorhersehbarer Slapstickhumor ist einfach nicht meins. Ich habe mich mehr gequält als gelacht.

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  • Witzig

    Ein Buchclub auf Abwegen

    andrea_strickliesel

    05. March 2017 um 12:14

    Wie ist das eigentlich, wenn man Bücher schreibt, sie an einen Verlag schickt und dann das Manuskript mit einer freundlichen Ablehnung zurück bekommt? Da fühlt man sich doch echt traurig und deprimiert. Aber die Damen von dem Buchclub der Abgelehnten Autorinnen, feiern eine Party, wenn wieder eine Ablehnung ins Haus geflattert kommt. Janet ist kein Mitglied des Buchclubs. Sie ist die Bibliothekarin der Kleinstadt, auf einer Insel bei Washington. Sie lebt mit ihrem Mann in einem hübschen kleinen Häuschen und das einzige Problem was das Paar hat, ist ein Waschbär, der des Nachts die Mülltonne umkippt und ausräumt. Janet wird von Doris, der Chefin des Buchclubs, eingeladen an einem Treffen teilzunehmen. Die Damen erhoffen sich Hilfe von der “Buchfrau”. Dummerweise, hat Doris nämlich eine Zusage bekommen und das geht doch nicht! Ihr Roman ist so schlecht, dass den keiner lesen möchte. Um den schlechten Schinken zurück zu bekommen, macht sich der Buchclub auf den Weg zu dem Verlag nach San Francisco und erlebt auf der Reise Einiges.Suzanne Kelman hat eine lustige Art ihren Figuren Leben einzuhauchen. Ihre Hauptfigur Janet Johnson, hat eine sehr lockere Art mit ihrer Umwelt umzugehen. Auch die burschikose Vorsitzende Doris besticht durch ihre spitze Zunge. Humor ist eine Hauptkomponente dieses Romans. »Ein Buchclub auf Abwegen« ist witzig und leicht zu lesen. Eine ganz herrliche Urlaubslektüre. Die Autorin ist eine mehrfach ausgezeichnete Drehbuchautorin. 

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  • Nach 116 von 316 Seiten abgebrochen

    Ein Buchclub auf Abwegen

    peedee

    02. March 2017 um 21:08

    Die Bibliothekarin Janet Johnson wohnt noch nicht so lange in Southlea Bay und hat daher noch keine Freundinnen gefunden. Als sie dann von Doris zu einem geheimen Clubtreffen überredet wird, ahnt sie noch nicht, was dieser "Club der Abgelehnten" für ihr weiteres Leben für Auswirkungen hat. Diese Frauen sind Hobby-Autorinnen und sammeln Absagen von Verlagen. Wieso? Das will Janet auch wissen - und bald befindet sie sich auf einem Roadtrip der anderen Art nach San Francisco...Erster Eindruck: Mir gefällt das Cover mit den unterschiedlichen Tassen, aber aufgrund des Buchtitels hätte ich eher Bücher auf dem Cover erwartet.Aufgrund des Originalklappentextes habe ich mir eine witzige Unterhaltung versprochen. Aber ich habe festgestellt, dass der Klappentext nicht stimmt: Es steht, dass Janet "auf Anraten einer Bekannten dem stadteigenen Schriftstellerkreis beitritt". Doch eigentlich wird sie zu einem "Geheimtreffen" von Doris' "Club der Abgelehnten" aufgeboten, ja geradezu überrumpelt, sich zum Treffen gefälligst einzufinden. Für mich ist auch der titelgebende Begriff "Buchclub" nicht zutreffend, denn unter einem Buchclub verstehe ich Lesefreudige, die gemeinsam Bücher lesen und sich darüber austauschen. Aber nicht, wie in diesem Fall, Hobby-Autorinnen, die die Absagen von den Verlagen sammeln und feiern. Janet ist keine Autorin, aber gemäss Doris eben ein Insider im Buchgeschäft. Doris und ihre Kolleginnen erhoffen sich von Janet Hilfe, um ein drohendes Unheil abzuwenden.Janet ist mir nicht sonderlich sympathisch, denn sie lässt Dinge einfach geschehen, lässt über sich bestimmen. Ihr Mann ist mit vollem Eifer dabei, eine Waschbärenfalle zu bauen, damit dieser nicht jede Nacht den Mülleimer plündert. Warum eine Falle bauen, wenn man doch stattdessen besser den Mülleimer aufbruchsicher machen würde? Die Beziehung von Janet und ihrem Mann zu Tochter Stacy nenne ich mal "optimierungsbedürftig". Mich hat amüsiert, als Janet von den Schuldgefühlen gegenüber ihrer Tochter gesprochen hat, "die Schuldgefühle, die es bei der Nabelschnur gratis dazu gab". Sie macht sich widerwillig auf den Weg zu ihrer Tochter nach San Francisco und die Ladies um Doris laden sich gleich selbst ein. Als sie endlich auf dem Weg sind, habe ich mich nur noch genervt, dass Janet alles mit sich machen lässt. Auf Seite 116 (von 316) Seiten war dann für mich Schluss, denn es war für mich leider keine gute Unterhaltung. Durch den Buchabbruch kann ich nur einen Stern vergeben, schade.

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  • Herrlich turbulent, schräg und amüsant

    Ein Buchclub auf Abwegen

    Jashrin

    11. January 2017 um 15:57

    Als die stadtbekannte Doris Newberry Bibliothekarin Janet um Hilfe bittet, schlittert diese kopfüber mitten in den „Club der Abgelehnten“, einem illustren Kreis von Schriftstellerinnen, die statt auf eine Veröffentlichung ihrer Werke zu hoffen seltsamerweise mit Begeisterung Ablehnungsschreiben sammeln. Als etwas Ungeheuerliches geschieht und nicht nur die Existenz des Clubs auf dem Spiel steht, begibt sich Janet schon kurze Zeit später mit den abgelehnten Damen auf eine aberwitzige Reise nach San Francisco. Mit Spannung habe ich das Buch begonnen und bin gemeinsam mit Janet in die Runde der nicht mehr ganz jungen, aber dafür umso eigensinnigeren Damen gestolpert und konnte auf Dauer ebenso wie Janet nicht umhin, alle ins Herz zu schließen. Doris ist die unumstößliche Anführerin der Gruppe. Eine leidenschaftliche Köchin mit einem Faible für abgedrehte Geschichten, manchmal etwas herrisch, aber sehr fürsorglich, wenn es um ihre Damen und ihre Mutter geht. Stets an ihrer Seite ist Ethel, oft mürrisch und einsilbig, doch auch sie ist mit Herz und Seele bei der Mission dabei. Annie strickt und liebt Soaps, gegen die ihre eigene Reise ein beschaulicher Spaziergang ist, Flora ist die schüchterne und zurückhaltende Dichterin der Gruppe und Janet selbst liebt ihre Arbeit in der Bibliothek, ihren Mann und die Ruhe, die normalerweise in ihrem Leben herrscht. Ich bin mir nicht sicher, ob ich nach dem ersten Treffen bei Doris nicht lieber Hals über Kopf aus dem Land geflüchtet wäre, doch zu unserem Glück konnte Janet nicht Nein sagen und so entspinnt sich eine turbulente und amüsante Geschichte. Im ersten Drittel gab es zugegebener Weise einige Längen für mich, doch danach hat das Buch einfach nur noch Spaß gemacht. Die Reise wird nicht nur durch die eigenwilligen Persönlichkeiten zu einem spannenden Abenteuer, auch äußere Umstände wie ein Erdrutsch lassen alles etwas anders ablaufen, als es Doris so generalstabsmäßig geplant hat. Doch Doris wäre nicht Doris, wenn sie nicht auch noch einen Plan B hätte – notfalls auch Plan C. So ernergisch und forsch wie sie auftritt, gelingt es der Autorin dennoch ihr auch sanfte Züge zu geben. Überhaupt sind alle Ladys sehr liebevoll charakterisiert und ich hätte nichts dagegen noch mehr über sie zu lesen. Vor allem mit der scheuen Flora und Dan, einer Zufallsbekanntschaft der Reise, bahnt sich ja direkt eine neue Geschichte an. Auch die daheimgebliebenen Zwillinge Lottie und Lavinia, die nicht unterschiedlicher sein könnten, haben sicher das Potential ebenfalls für allerhand Wirbel zu sorgen. Der Schreibstil war flott, dennoch blieb genügend Zeit für Beschreibungen, so dass nicht nur die Charaktere, sondern auch die Umgebung gut beschrieben wurde. Mein Fazit: Ein wunderbar skuriles, turbulentes und lustiges Buch, dass mich immer mehr gefangen genommen hat und deren Charaktere mich voll und ganz überzeugt haben. Eine tolle Lektüre, die auf jeden Fall einige vergnügliche Lesestunden garantiert.

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