Suzanne Somers Zum Schweigen verdammt

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Inhaltsangabe zu „Zum Schweigen verdammt“ von Suzanne Somers

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    Zum Schweigen verdammt
    WildRose

    WildRose

    07. December 2014 um 20:10

    Suzannes Kindheit war alles andere als schön, dabei wirkte ihre Familie nach außen hin perfekt. Doch hinter der Fassade verbarg sich ein dunkles Familiengeheimnis: Suzannes Vater war Alkoholiker und tyrannisierte Abend für Abend seine vier Kinder und seine Frau. Wüste Beschimpfungen, Nächte voller Gewalt und familiäre Spannungen waren an der Tagesordnung. Suzanne konnte sich wie ihre Geschwister nur schlecht in der Schule konzentrieren, machte jahrelang ins Bett, litt unter ihrem geringen Selbstwertgefühl. Sie musste zweimal unter Schimpf und Schande angesehene katholische Mädchenschulen verlassen, wurde in eine Heirat gezwungen, da sie von ihrem Langzeitfreund Bruce schwanger wurde und ein uneheliches Kind in der streng katholischen Umgebung nicht akzeptiert worden wäre, und traf eine Menge unkluger Entscheidungen: von einer Affäre mit einem fast fünfzigjährigen ehmaligen Lehrer bis hin zu ihrer Vorliebe für teure Klamotten, die sie sich als alleinerziehende junge Mutter in Wahrheit gar nicht leisten konnte. In ihrem Buch schildert Somers auf berührende und eindrucksvolle Weise, wie die Alkoholkrankheit ihres Vaters sich wie ein dunkler Schatten über ihre gesamte Familie legte und ihnen jede Energie und Lebensfreude nahm. Sie beschreibt die schwierigen und einsamen Jahre, als sie für eine Agentur arbeitete, jedoch kaum je Aufträge bekam, ihre Liebe zu ihrem Sohn Brucie, die ständige Verleugnung der Realität, indem sie Schulden anhäufte und sich keinen regelmäßigen Job suchte, obwohl sie das Geld bitter nötig gehabt hätte. Und schließlich berichtet Suzanne davon, wie sie es schaffte, die Kurve zu kratzen und sich ein erfülltes und erfüllendes Leben ohne Schulden, Lügen und Heimlichtuerei aufzubauen. Sie schreibt auch über ihren Vater und ihre Geschwister, die ebenfalls alle alkoholabhängig wurden und sich wie der Vater erst nach vielen Jahren des maßlosen Trinkens vom Alkohol befreien konnten. Vor allem Suzannes Kindheit geht ans Herz, rührt, macht sprachlos und wütend. Ihre Schilderungen ihres späteren Lebens sind für die Geschichte ebenfalls von großer Bedeutung, spiegelt sich in Suzannes Verhalten doch ihre kaputte Seele. Doch manchmal wird das Buch ein wenig langamtig, Somers wiederholt sich etliche Male und schreibt in aller Ausführlichkeit von ihrer jahrelangen Affäre mit dem Mann, den sie schließlich aus Liebe heiraten sollte. Auch ihrem verschwenderischen Lebensstil widmet sie viele Seiten. Hier hätten dem Buch ein paar Kürzungen sicherlich nicht geschadet, da man als Leser eigentlich schon nach hundert Seiten verstanden hat, dass Suzanne sich von einem Auftrag zum nächsten hangelt und nicht mit Geld umgehen kann. Abgesehen von diesen kleinen Längen ist "Zum Schweigen verdammt" aber ein wirklich lesenswerter Erfahrungsbericht, der Hoffnung macht - denn auch nach einer schlimmen Kindheit voller Einsamkeit und Gewalt ist es nicht unmöglich, eines Tages doch noch glücklich zu werden.

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