Suzy Zail Der Klang der Hoffnung

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Inhaltsangabe zu „Der Klang der Hoffnung“ von Suzy Zail

"Achtet aufeinander und kommt wohlbehalten wieder nach Hause." Das ist die letzte Bitte, die Hannas Vater an seine beiden Töchter und seine Frau richtet, als sie Mitte 1944 an der Rampe von Ausschwitz voneinander getrennt werden. Für die 15-jährige Hanna, die als begabte Pianistin kurz vor der Aufnahme ins Konservatorium stand, sind diese Worte die letzte Verbindung zu ihrem alten Leben. Das und ihre Liebe zur Musik. Und diese Liebe bietet ihr nicht nur einen inneren Zufluchtsort, sondern auch die Chance zu überleben. Wird sie doch abkommandiert, regelmäßig im Haus des Kommandanten aufzuspielen.

ein sehr berührendes Jugendbuch über die Zeit im Konzentrationslager Auschwitz. Sehr lesenswert und das nicht nur für Jugendliche.

— rainybooks
rainybooks

Sehr gute Geschichte für Jugendliche, die Interesse am 2. Weltkrieg zeigen möchten. Mich hat das Buch gefesselt bis zur letzten Seite.

— amsterdam_sarah
amsterdam_sarah

Für Jugendliche ein gutes und bewegendes Buch, um sich an das Thema Konzentrationslager heranzutasten!

— TinaLiest
TinaLiest

Das Buch hat mich zutiefst berührt

— dianafast
dianafast

Sehr fesselnd und bewegend, toll geschrieben. Leseempfehlung!

— Arachn0phobiA
Arachn0phobiA

Wahnsinnig gut erzählt, hat mich sehr bewegt!

— AmiLee
AmiLee

War sehr überzeugend! Nur das Ende hat viele Fragen offen gelassen...

— Yo-YoMa
Yo-YoMa

Sehr gefühlvoll, ergreifend, erschreckend und traurig. es ist interessant und sehr schön geschrieben. Zum lesen und verstehen sehr gut.

— luisalesewurm
luisalesewurm

Eine sehr emotionale Geschichte über die Grausamkeiten in Auschwitz und der Beginn einer unmöglichen Liebe, in

— peggy
peggy

Eine berührende Geschichte über den Holocaust!

— littleowl
littleowl

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  • Eine ergreifende Geschichte

    Der Klang der Hoffnung
    LeseMama82

    LeseMama82

    27. July 2016 um 17:03

    Von einem auf den anderen Tag wird in Hannas Heimatstadt Debrecen ein Ghetto errichtet, dass die Juden nicht verlassen dürfen. Hanna und ihre Familie mitten drin. Als sie dann von dort fortgebracht werden, unter menschenunwürdigen Umständen in Viehwaggons gepfercht, hat Hanna nur eine Hoffnung: egal was als nächstes kommt, es kann nur besser werden. Doch dann halten sie in Auschwitz. Eine Geschichte, die unter die Haut geht mit einer Protagonistin, die nur von ihrer Musik und einer verbotenen Liebe am Leben gehalten wird. Jeder von uns kennt unsere Geschichte und weiß, was sich in den Konzentrationslagern abgespielt hat. Doch für mich war es eine ganz andere Erfahrung den Geschehnissen im KZ durch die Augen und Gefühle einer Inhaftieren zu folgen. Ich könnte mir vorstellen, dass sich das Buch auch aus diesem Grund gut als Schullektüre eignen würde. Sehr ergreifend!

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  • Der Klang der Hoffnung

    Der Klang der Hoffnung
    dianafast

    dianafast

    12. June 2016 um 10:46

    Der Titel des Buches beschreibt das Buch ziemlich gut, der Klang stellt Hannas Liebe zur Musik dar und die Hoffnung beschreibt eben die Hoffnung, die sie hat, durch ihre Musik zu überleben. Dass sie sich während dieser schrecklichen Zeit verliebt und eine undenkbare Liebe entsteht, macht das Buch zu einer außergewöhnlichen unmöglichen Liebesgeschichte... Meine Meinung: Ich fand das Buch so toll und war einerseits traurig, als es aus war, aber andererseits auch erleichtert, dass es einigermaßen gut ausging. Das Buch ruft alle Gefühle in einem hervor: Trauer, Hoffnung, Hass, Liebe, Freude...

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  • Sehr lebendig und echt geschrieben!

    Der Klang der Hoffnung
    Melie99

    Melie99

    09. March 2016 um 19:15

    Auf dem Cover sieht man Hannas Liebe zum Klavier spielen. Außerdem erinnert einen der Stacheldraht sofort an den Krieg. Es passt sehr gut zu dem Buch, da es den Zusammenhang des Krieges und Hannas Leidenschaft darstellt. „Der Klang der Hoffnung“ ist ein Einzelband. Das Buch wird aus der Sicht von Hanna erzählt. Die Geschichte ist meiner Meinung nach sehr brutal und traurig, allerdings ist dies logisch, da man bedenken muss, in welcher Zeit die Geschichte spielt. Ich hatte das Buch in eins bis zwei Tagen ausgelesen, obwohl ich es manchmal weglegen musste, da es mir einfach zu viel wurde. Ich finde, dass die Altersempfehlung mit 12 Jahren nicht angemessen ist, weil man mit 12 noch gar nicht so weit denken kann, um dies grausame zu verstehen. Hanna ist eine wunderbare Klavierspielerin, ihr großes Idol ist Clara Schumann. Ihre ältere Schwester Erika ist am Anfang die stärkere von den beiden, doch wie es sich bald herausstellen wird, ist Hanna eigentlich die stärkere. Über die Eltern von Hanna und Erika hört man recht wenig, doch man erfährt, dass ihr Vater ein sehr geschickter Mann war, der gut mit Uhren umgehen konnte und ihre Mutter seit geraumer Zeit nicht mehr klar denken kann. Hanna ist mein Liebling, auch wenn ich mich in alle Charaktere hineinversetzten konnte, habe ich mich nur mit Hanna identifizieren können. Ich finde, dass Erika eine sehr ehrgeizige und willensstarke Persönlichkeit ist, die sich doch leider im Laufe des Buches immer mehr verändert und man kann so richtig erkennen, wie ihr Wille immer mehr bricht. Hanna ist manchmal naiv, doch trotzdem entwickelt sie immer mehr Verantwortungsbewusstsein. Ich war das ganze Buch über hin und weggerissen. An manchen Stellen musste ich mich zurückhalten nicht in Tränen auszubrechen, da das Buch einfach so lebendig und echt geschrieben war, dass man dachte, man sei wirklich an dem Ort und erlebt mit, was der Familie geschah. Alles in allem war die Geschichte nicht nur brutal, sondern auch lebendig und einfach echt. Außerdem war es schön mal etwas zu lesen, was nicht nur aus Fiktion besteht, sondern zum Teil auch aus echten Erlebnissen. Ich vergebe 5 Sterne für das Buch und kann es nur weiterempfehlen.

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  • Ein berührendes Buch!

    Der Klang der Hoffnung
    Melie99

    Melie99

    22. February 2016 um 15:15

    Auf dem Cover sieht man Hannas Liebe zum Klavier spielen. Außerdem erinnert einen der Stacheldraht sofort an den Krieg. Es passt sehr gut zu dem Buch, da es den Zusammenhang des Krieges und Hannas Leidenschaft darstellt. „Der Klang der Hoffnung“ ist ein Einzelband. Das Buch wird aus der Sicht von Hanna erzählt. Die Geschichte ist meiner Meinung nach sehr brutal und traurig, allerdings ist dies logisch, da man bedenken muss, in welcher Zeit die Geschichte spielt. Ich hatte das Buch in eins bis zwei Tagen ausgelesen, obwohl ich es manchmal weglegen musste, da es mir einfach zu viel wurde. Ich finde, dass die Altersempfehlung mit 12 Jahren nicht angemessen ist, weil man mit 12 noch gar nicht so weit denken kann, um dies grausame zu verstehen. Hanna ist eine wunderbare Klavierspielerin, ihr großes Idol ist Clara Schumann. Ihre ältere Schwester Erika ist am Anfang die stärkere von den beiden, doch wie es sich bald herausstellen wird, ist Hanna eigentlich die stärkere. Über die Eltern von Hanna und Erika hört man recht wenig, doch man erfährt, dass ihr Vater ein sehr geschickter Mann war, der gut mit Uhren umgehen konnte und ihre Mutter seit geraumer Zeit nicht mehr klar denken kann. Hanna ist mein Liebling, auch wenn ich mich in alle Charaktere hineinversetzten konnte, habe ich mich nur mit Hanna identifizieren können. Ich finde, dass Erika eine sehr ehrgeizige und willensstarke Persönlichkeit ist, die sich doch leider im Laufe des Buches immer mehr verändert und man kann so richtig erkennen, wie ihr Wille immer mehr bricht. Hanna ist manchmal naiv, doch trotzdem entwickelt sie immer mehr Verantwortungsbewusstsein. Ich war das ganze Buch über hin und weggerissen. An manchen Stellen musste ich mich zurückhalten nicht in Tränen auszubrechen, da das Buch einfach so lebendig und echt geschrieben war, dass man dachte, man sei wirklich an dem Ort und erlebt mit, was der Familie geschah. Alles in allem war die Geschichte nicht nur brutal, sondern auch lebendig und einfach echt. Außerdem war es schön mal etwas zu lesen, was nicht nur aus Fiktion besteht, sondern zum Teil auch aus echten Erlebnissen. Ich vergebe 5 Sterne für das Buch und kann es nur weiterempfehlen.

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  • Suzy Zail

    Der Klang der Hoffnung
    Yo-YoMa

    Yo-YoMa

    06. December 2015 um 17:47

    Kurzbeschreibung:"Achtet aufeinander und kommt wohlbehalten wieder nach Hause." Das ist die letzte Bitte, die Hannas Vater an seine beiden Töchter und seine Frau richtet, als sie Mitte 1944 an der Rampe von Ausschwitz voneinander getrennt werden. Für die 15-jährige Hanna, die als begabte Pianistin kurz vor der Aufnahme ins Konservatorium stand, sind diese Worte die letzte Verbindung zu ihrem alten Leben. Das und ihre Liebe zur Musik. Und diese Liebe bietet ihr nicht nur einen inneren Zufluchtsort, sondern auch die Chance zu überleben. Wird sie doch abkommandiert, regelmäßig im Haus des Kommandanten aufzuspielen. Meinung:Suzy Zail hat mit "Klang der Hoffnung" einen so herzergreifenden Roman geschaffen, der einen sofort ans Herz geht. Sie hat die Story so lebendig und echt geschrieben, das man das Gefühl hatte wirklich ein Teil dieser unglaublich schönen, jedoch traurigen Geschichte zu sein. Und ich bin mir sicher, dass ich im Laufe des Buches jedem Gefühl mindestens einmal begegnet bin. Sowohl Hass, Zorn, Trauer, Wut und Verzweiflung, als auch Liebe, Mitgefühl und Zärtlichkeit. Ich habe mit Hanna und ihrer Familie gelitten, und habe mich mit ihnen über kleinigkeiten, wie ein Stück Brot, gefreut. Ich habe mich mit ihnen über die Ungerechigkeit aufgeregt, und ich habe mit ihnen getrauert. Und trotzdem gebe ich dem Buch "nur" 4.5 Sterne, da das Ende meiner Meinung nach zu viele Fragen offen gelassen hat.

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  • Bewegend und Berührend!

    Der Klang der Hoffnung
    Janjiata

    Janjiata

    30. July 2015 um 13:07

    „Klang der Hoffnung“ wurde von Suzy Zail geschrieben und hat ca. 300 Seiten. Das Buch erschien im 'cbj-Verlag' im Frühjahr 2015. Das Buch ist aus der Ich Perspektive der Protagonistin Hanna geschrieben.Hanna ist 15 Jahre alt und spielt für ihr Leben gerne Klavier. Sie steht kurz vor der Aufnahme ins Konservatorium. Doch im Sommer 1944 werden Hanna und ihre Familie gezwungen ihr altes Leben zurück zu lassen. Sie werden nach Auschwitz gebracht. Dort wird sie in das Haus des Kommandanten abkommandiert um dort für ihn Klavier zu spielen. Sie lernt dort dessen Sohn kennen. Diese Bekanntschaft lässt sie die Grausamkeit des Konzentrationslagers überstehen und darüber nachdenken, dass die Welt vielleicht doch nicht so schwarz und weiß geteilt ist, wie sie immer dachte. Suzy Zail hat einen sehr einfachen Schreibstil, weshalb das Buch schnell und leicht zu lesen ist. „Klang der Hoffnung“ befasst sich mit einem sehr heiklen und traurigen Thema. Da das Buch vorwiegend an Kinder und Jugendliche gerichtet ist, werden die Grausamkeiten, die zur Zeit des Nationalsozialismus verübt wurden, ein wenig abgeschwächt. Besonders die unrealistische Liebesgeschichte, lässt an einigen Stellen sogar die unmenschliche Situation der 15 Jährigen vergessen. Dennoch werden dem Leser keine Grausamkeiten vorenthalten oder verschönert. Die Autorin hat es gut geschafft, die Problematik der Zeit altersgerecht zu beschreiben. Besonders gelingt ihr es durch die Tatsache, dass die Geschichte zwar erfunden ist, aber durchaus so geschehen hätte können. Das Buch weckt das Interesse der Kinder und Jugendlichen an diesem Thema. Deshalb ist das Buch meiner Meinung nach sogar an Schulen zu empfehlen, da es sich einfühlsam und teils belehrend mit dem Thema des Judenhasses beschäftigt. Meiner Meinung nach ist „Klang der Hoffnung“ ein Buch, welches man gelesen haben muss. Besonders weil es sich mit dem Thema des Nationalsozialismus beschäftigt, das niemals in Vergessenheit geraten darf. Das Buch zeigt den Jugendlichen, wie es sich anfühlt, auf der Seite der Opfer zu stehen und nichts dagegen machen zu können. Genau deshalb ist es wichtig, dass gerade bei den aktuellen Vorfällen, wie steigernder Antisemitismus und die Pegida-Demonstrationen, den Jugendlichen die Absichten und Auswirkungen rechtsextremer Gruppierungen zu zeigen, um sie davon abzuhalten von Neo-Nazis oder ähnlichen Leuten negativ beeinflusst zu werden. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, und hoffe, dass der Roman dazu beitragen kann, dass nie wieder ein Terror Regime wie das der Nationalsozialisten an die Macht kommt.

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  • Berührend

    Der Klang der Hoffnung
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. July 2015 um 11:21

    Worum geht's? Die 15-jährige Hanna hat einen großen Traum: sie will Pianistin werden. Gerade hat sie ihre Aufnahmebestätigung für ein bekanntes Konservatorium erhalten und jetzt könnte die Geschichte so weitergehen: Hanna kommt ans Konservatorium, schließt dort als Beste ab und wird eine bekannte Pianistin, die ihren großen Traum lebt. Doch so kann die Geschichte nicht weitergehen, denn wir schreiben das Jahr 1944 und Hanna ist Jüdin. Doch dann kommen die Soldaten. Sie bringen Hanna, ihre Schwester und ihre Eltern nach Auschwitz. Und wenn die Familie auf dem Weg dorthin noch dachte, dass ihre aktuelle Situation so schlecht ist, dass es nur noch besser werden kann - ist diese Hoffnung schnell dahin als sie ankommen. Denn das Leben im Konzentrationslager ist noch viel schlimmer als alles was sie bisher erlebt haben. Doch Hanna hat Glück - anstatt wie die anderen im Steinbruch zu arbeiten, darf sie im Haus des Kommandanten für ihn und seine Gäste Klavier spielen. Im Haus des Kommandanten lernt sie ein paar sehr interessante Menschen kennen und merkt, dass nicht jeder das ist, was er zu sein scheint. Meine Meinung Bei diesem Buch hat das Cover direkt meine Aufmerksamkeit geweckt - der Stacheldrahtzaun, das Klavier und die Hände, die auf diesem spielen - für mich spiegelt das Cover sowohl Schmerz als auch Entschlossenheit wieder. Und dann noch dieser Titel. Ich wollte unbedingt wissen, was hinter diesem Buch steckt. Also habe ich die Leseprobe dieses Buches gelesen und diese war wirklich sehr spannend. Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Da die Geschichte schon zu Anfang sehr spannend ist und das auch bis zum Ende des Buches bleibt. Ganz besonders gut kann man hier mit der Hauptperson Hanna mitfühlen, durchlebt mit ihr Verzweiflung, Hoffnung und den Moment, in dem man denkt, jetzt ist alles zu Ende. Auch wenn man als Leser schon viel mehr Wissen über den Holocaust hat als Hanna, ist es spannend mitzuverfolgen, wie sie immer neue Dinge entdeckt und egal wie oft ich schon vom Holocaust gelesen und gehört habe, bin ich doch immer wieder sehr erschrocken darüber, was für schreckliche Dinge Menschen in der Annahme tun, das Richtige zu machen. Aber es ist auch erschreckend zu sehen, wie die Angst um das eigene Leben einen Menschen dazu bringt, sich selbst aufzugeben. Wenn die Autorin von den Zuständen im Konzentrationslager schreibt, beschönigt sie nichts und dennoch denke ich, dass das Buch auch gut für Jüngere (ab 13 Jahren) geeignet ist, aber auch Erwachsene sollte es nicht abschrecken, dass es sich bei dem Buch um ein Jugendbuch handelt. Mir hat dieses Buch sehr sehr gut gefallen und auch Leute, die beim Wort "Holocaust" schon die Augen verdrehen, sollten sich das Buch mal genauer ansehen. Denn dieses Buch berührt einfach und nimmt einen mit auf eine Reise in die Vergangenheit, wo man sehr dunkle Momente erlebt und immer wieder sieht, dass es sich lohnt, niemals die Hoffnung zu verlieren.

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  • Der Klang der Hoffnung

    Der Klang der Hoffnung
    littleowl

    littleowl

    25. July 2015 um 12:36

    Worum geht’s? Ungarn 1944: Die 15-jährige Jüdin Hanna lebt mit ihrer Familie im Ghetto von Debrecen. Sie ist eine hoch begabte Pianistin und wurde vor kurzem am Budapester Konservatorium angenommen. Doch als Hanna mit ihren Eltern und ihrer Schwester ins Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau deportiert wird, beginnt für sie ein wahres Martyrium. Sie muss täglich um ihr Leben und das ihrer Familie fürchten, während sie gezwungen wird, unter menschenunwürdigen Bedingungen zu schuften. Nur die Musik gibt ihr Halt. Wenn sie in Gedanken ihre liebsten Stücke spielt, kann sie für ein paar Minuten dem grausamen KZ-Alltag entfliehen. Es ist am Ende auch ihr musikalisches Talent, das ihr eine Chance auf Überleben sichert. Kommandant Jäger sucht eine neue Pianistin und entscheidet sich bei einem Vorspielen für Hanna. Von nun an verbringt Hanna ihre Tage im Musikzimmer, lässt sich ihren Abscheu beim Spielen nicht anmerken und klaut Essen für sich und ihre Schwester. Doch entgegen aller Erwartung erkennt sie in Karl, dem Sohn des Kommandanten, eine verwandte Seele. Meine Meinung Es fällt mir sehr schwer, eine Rezension zu diesem Roman zu schreiben. Über Hannas Leidensweg zu lesen hat mich berührt, geschmerzt und zum Nachdenken gebracht. Was ihr und ihrer Familie angetan wird, ist im wahrsten Sinne des Wortes unfassbar. Trotzdem ist es wichtig, dieses schreckliche Kapitel der Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Die Autorin sagt es zu Beginn selbst, nur so kann verhindert werden, dass sich die Vergangenheit wiederholt. Dabei geht Suzy Zail jedoch nur so sehr ins Detail, dass man es jüngeren Lesern noch zumuten kann. Das soll jetzt gar nicht abwertend klingen, aber es gibt noch um einiges schockierendere KZ-Romane. Die 15-jährige Hanna ist eine ganz wunderbare Protagonistin. Musik bedeutet ihr alles und bietet ihr eine Möglichkeit, den Schrecken des Konzentrationslagers zumindest in Gedanken zu entfliehen. Die Autorin versucht zum Glück gar nicht erst, sie irgendwie zur Heldin zu stilisieren. Hanna ist eine von vielen im Lager und genauso verängstigt und hilflos wie alle anderen. Sie versucht einfach nur, irgendwie zu überleben, und muss sich dabei auf ihr Glück verlassen. Für ihre 15 Jahre ist Hanna noch sehr naiv und klingt als Ich – Erzählerin viel jünger. Ihr Optimismus und ihre Ahnungslosigkeit machen die Geschichte aber im Grunde noch trauriger. Die Autorin verzichtet bewusst darauf, durch ihren Schreibstil Emotionen wecken zu wollen, und lässt stattdessen die Ereignisse für sich wirken. Der sachliche Tonfall mit kurzen Sätzen wirkt viel eindringlicher und wird der Situation eher gerecht. Auch wenn der Klappentext ein bisschen diesen Anschein erweckt, macht Zail nicht den Fehler, eine klassische Romanze schreiben zu wollen. In einem Umfeld, das von Gewalt und Elend geprägt ist, würde das einfach nur deplatziert und geschmacklos wirken. Tatsächlich gibt es keine echte Liebesszene, nur geflüsterte Gespräche und die vage Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Ich konnte Hannas Gefühle wirklich gut nachvollziehen. Karl ist seit langer Zeit der Erste, der nicht nur eine Geknechtete und eine Jüdin sieht, sondern das Mädchen dahinter. Nur der Schluss hat mir dann nicht so gut gefallen, weil er zu offen ist und zu viele Fragen unbeantwortet lässt. Fazit Ein wichtiges, bewegendes Buch gegen das Vergessen!

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  • Eine berührende Geschichte

    Der Klang der Hoffnung
    bookblossom

    bookblossom

    Erster Satz: Sie kamen um Mitternacht, zerissen die Stille mit ihren Fäusten und hämmerten so lange gegen unsere Tür, bis Vater sie hereinließ. In eine herzensgute Familie hineingeboren, wächst Hanna behütet und ohne Sorgen im ungarischen Debrecen auf. Früh zeigt sie Talent am Piano und hofft ihren Traum von einer großen Karriere am Budapester Konservatorium zu verwirklichen. Doch im Sommer 1944 ändert sich Hannas Leben für immer. Zusammen mit ihrer Familie und hunderten anderen Juden, wird sie in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gebracht. Von nun an ist jeder Tag eine Qual, die nur schwer zu ertragen ist. Doch Hanna trägt die Musik in ihrem Herzen und mit ihr Liebe und Hoffnung auf eine bessere Zukunft... Von dem Tag ihrer Deportation an, ist Hannas Überleben an eine Reihe glücklicher Zufälle geknüpft. So wird sie kurz nach ihrer Ankunft im Lager, als eine von fünf weiteren Mädchen, die das Klavierspiel beherrschen, ins Haus des Kommandanten Jäger zum Vorspielen gebeten. Hanna gewinnt diesen kleinen Wettbewerb und darf von nun an jeden Tag in der Villa des einflussreichen Deutschen spielen. Dort begegnet das junge Mädchen unter anderem Karl, dem Sohn des Kommandanten. Auch er ist ein Gefangener seiner Welt. Doch im Gegensatz zu seinem Vater, verschließt er seine Augen nicht vor der Grausamkeit um ihn herum und versucht den Juden zu helfen. Bei diesem riskanten Vorhaben, kommen sich Karl und Hanna durch kleine Gesten näher. Ihre Akzeptanz und Zuneigung gegenüber dem Anderen, drücken sie meist nur durch Blicke oder versteckte Zeichen aus, denn Hannas Leben könnte nur durch den geringsten Fehler auf dem Spiel stehen. Niemand wird geboren als jemand, der andere wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder ihrer Religion hasst. Die Menschen müssen lernen zu hassen, und wenn sie hassen lernen können, können sie auch lieben lernen, denn Liebe empfindet das menschliche Herz viel leichter als ihr Gegenteil. Trotzdem hilft diese aufkeimende Liebe und die Möglichkeit, sich ihrer größten Leidenschaft, der Musik, zu widmen, Hanna dabei, sich selbst und ihren Mut in dieser schweren Zeit nicht zu verlieren. Ist sie anfangs noch ein schüchternes, junges Mädchen, so zwingt sie der harte Alltag im Lager und später in der Villa, erwachsen zu werden. Doch während sie innere Konflikte wegen ihrer Zuneigung zu einem Nazi qüälen, nagen auch immer wieder Schuldgefühle an ihr. Denn Hanna muss ihre Mutter und Schwester jeden Tag im Frauenlager zurücklassen. Hannas rebellische Schwester Erika ist ihr anfangs noch eine große Stütze, doch die harte Arbeit in den Steinbrüchen fordert ihren Tribut und schließlich scheinen alle um sie herum gebrochen und verloren. Werden Hanna und ihre Familie den Kampf gegen den Holocaust gewinnen? Und hat eine Liebe zwischen einem Deutschen und einer Jüdin in diesen Zeiten überhaupt eine Chance? Suzy Zails Geschichte beruht auf den tragischen Ereignissen im 2. Weltkrieg, erzählt jedoch die Geschichte fiktiver Charaktere. In einem kurzen Vorwort erklärt sie ihren Lesern, wo sie Information und vor allem Inspiration für ihr Werk bekommen hat und weist uns alle darauf hin, dass man die vergangenen Ereignisse nicht verschweigen darf. Ihre Geschichte ist ein kleiner, aber wichtiger Beitrag gegen das Vergessen. Obwohl Erzählungen aus dieser Zeit immer schwer zu lesen sind und viele sich bewusst diese Bücher nicht "antun" möchten, so will ich euch darauf hinweisen, dass Der Klang der Hoffnung immer noch ein Jugendbuch ist. Und obwohl natürlich nichts beschönigt wird, spart die Geschichte an schrecklichen Erzählungen. Schließlich wird Hanna durch ihren Aufenthalt in der Villa die geballte Gewalt und Grausamkeit im Lager glücklicherweise vorenthalten und auch die Liebe zu der Musik und das Glück, dass Hanna damit verbindet lockern die Atmosphäre immer wieder auf. Cover Das Cover ist wunderschön gestaltet und auch in seinem Inneren wurde der Klang der Hoffnung gekonnt herausgeputzt. Sehr passend zur Thematik der Geschichte und optisch einfach super im Buchregal. Fazit Eine berührende Geschichte die ein wichtiger Beitrag gegen das Vergessen ist. Punkteabzug gibt es nur, weil für mich der absolute Begeisterungsfunken nicht überspringen konnte. Trotzdem ist Der Klang der Hoffnung eine absolute Leseempfehlung! © BookBlossom http://book-blossom.blogspot.co.at/

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    • 3
  • Ein bewegendes Buch über den Holocaust, das noch lange nachklingt

    Der Klang der Hoffnung
    TinaHerr

    TinaHerr

    02. June 2015 um 18:55

    Die Gedanken zum Buch Hanna Mendel ist 15 Jahre alt, als sie zusammen mit ihren Eltern und ihrer Schwester Erika sowie mit vielen weiteren Juden in einen Viehwaggon gepfercht und nach Auschwitz-Birkenau verfrachtet wird. Hanna kennt weder das Ziel ihrer Reise, noch den Grund für ihre Verschleppung. Im polnischen Konzentrationslager angekommen, wird die Familie von ihrem Vater getrennt. Hanna gelingt es jedoch, bei ihrer Mutter und Schwester zu bleiben, indem sie sich als Sechzehnjährige ausgibt. Alle jüngeren Kinder sowie die älteren Menschen werden an der Rampe von Auschwitz von Doktor Mengele nach "links" geschickt. Was das bedeutet, soll Hanna erst viel später erfahren... Die folgenden Monate muss Hanna als Häftling im Lager verbringen - in menschenunwürdigen Verhältnissen, ohne Rechte, ohne ausreichende Nahrung, ohne Namen. Was dem jungen Mädchen bleibt, ist die Liebe zu ihrer Familie und zur Musik sowie eine Klaviertaste ihres alten Pianos. Denn Hanna ist eine höchst talentierte Pianistin mit der Aussicht auf eine vielversprechende Karriere. Diese Aussicht scheint im Konzentrationslager zunächst einmal zertört zu sein - bis Hanna als persönliche Pianistin für den Lager-Kommandanten ausgewählt wird. Im Haus des Kommandanten begegnet sie auch dessen Sohn Karl, mit dem sie sich - trotz der widrigen Umstände und trotz ihres Misstrauens ihm gegenüber - ganz langsam und ganz vorsichtig anfreundet. Hanna erzählt uns ihre Geschichte aus ihrer Sicht. Sie erzählt von ihrer Verschleppung, der beschwerlichen Reise nach Auschwitz, dem "Leben" und Sterben im Lager. Sie erzählt von ihrer Leidenschaft zur Musik, ihrer Verehrung für die Pianistin Clara Schumann, der Sorge um ihre Familie und von der langsam wachsenden Zuneigung zu Karl. Durch diese Erzählweise - aus der Perspektive einer Betroffenen - wird das Schicksal der Juden und anderer Holocaust-Opfer greifbarer und fühlbarer; der eigentlich unfassbare Alltag in einem Konzentrationslager wird vorstellbarer. Hannas Geschichte ist im wahrsten Sinne des Wortes ergreifend, und beim Lesen entsteht der Eindruck, als würde eine Augenzeugin berichten. Die eigene Meinung Mich hat "Der Klang der Hoffnung" zutiefst beeindruckt, berührt und betroffen gemacht. Natürlich ist solch eine Geschichte nicht neu - denn Schicksalsberichte über den Holocaust sind uns sicher allen bekannt - sie hat mich aber von Neuem aufgewühlt und bewegt. Noch lange nach Beendigung des Buches hat mich die Thematik des Holocaust - mit ihrer unglaublichen Grausamkeit und Menschenverachtung - beschäftigt. Mir ist von Neuem wichtig geworden, mich für Gleichheit und gegen Diskriminierung von Menschen einzusetzen. Nie zu vergessen, wohin Intoleranz, Herabwürdigung und "Klassendenken" führen können. Und dies war mit Sicherheit auch die Intention der Autorin. Ein Buch gegen das Vergessen zu schreiben. Eine Geschichte zu erzählen, die lange nachklingt. Im Vorwort sagt Suzy Zail: "Geschichtsbücher und Lebenserinnerungen oder eben Romane darüber zu lesen, über den Holocaust zu sprechen und zu schreiben ist der einzige Weg, um zu verhindern, dass die Geschichte sich wiederholt". Auch wenn die Autorin betont, dass es sich bei ihrem Roman um eine fiktive Geschichte handelt und sie keinerlei Anspruch darauf erhebt, historische Fakten wiederzugeben, so wirkt das Buch doch authentisch und glaubhaft - beinahe wie eine Dokumentation. Suzy Zail gelingt es fabelhaft, ihrer Protagonistin Hanna eine "echte" und glaubwürdige Stimme zu verleihen, so dass man sich als Leser ganz nah am Geschehen fühlt. Dabei erzeugt Zail ein Gefühl von Mitleid und Betroffenheit, allerdings ohne dies bewusst zu forcieren. Hannas Charakter - ihr Mut, ihr Durchhalten trotz aller Verzweiflung und ihr Überlebenswille - hat mir stark imponiert. Sie verliert fast alles, was ihr im Leben wichtig war, aber sie verliert nie ihre Hoffnung. Und sie glaubt dennoch an die Liebe. Nicht an eine naive, romantische, schwärmerische Liebe, sondern an eine, die sich durch verstohlene Blicke, zaghafte Berührungen und durch gemeinsames Musizieren ausdrückt. An eine Liebe, die keine Zukunft hat und Hanna trotzdem mit Hoffnung erfüllt. Diese Liebesgeschichte ist einfach wunderschön und unheimlich rührend. Sie nimmt zwar nicht den Großteil der Handlung ein, ist aber ein wesentlicher und entscheidender Bestandteil des Romans. Während sich der Originaltitel "The Wrong Boy" auf Karl bezieht, deutet der Titel der deutschen Übersetzung auf die Hoffnung hin, die Hanna durch die Musik und das Klavierspielen verspüren kann. Ich persönlich empfinde diesen Titel als sehr passend, aussagekräftig und bestens gewählt für Hannas Geschichte. Einzig die Altersempfehlung erscheint mir mit "ab 12 Jahren" ein wenig zu tief angesetzt. Ich würde das Buch aufgrund seiner Thematik eher Teenagern ab 13 oder 14 Jahren empfehlen, die sich zuvor mit dem Holocaust und dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt haben. Meiner Meinung nach eignet sich "Der Klang der Hoffnung" ganz hervorragend als Schullektüre im Deutsch-Unterricht einer 7. oder 8. Klasse. Die Autorin Suzy Zail wurde 1966 in Melbourne geboren, wo sie Jura studierte und als Anwältin arbeitete. Ihr erstes Buch erzählte die Lebensgeschichte ihres Vaters nach, der als Jugendlicher ins Konzentrationslager Auschwitz kam und nach dem Krieg nach Australien emigrierte. Von seinen Erlebnissen während des Krieges hatte er ihr erst erzählt, als bei ihm eine schwere Krankheit festgestellt wurde. Neben zahlreichen Artikeln für Zeitungen und Zeitschriften verfasste sie preisgekrönte Kinderbücher und auch einige Bücher für Erwachsene. (Quelle: cbj) Am 9. November 2015 erscheint das neue Buch der Autorin "Was dir bleibt, ist dein Traum" - eine weitere Geschichte über den Holocaust. Die Bewertung "Der Klang der Hoffnung" ist ein ergreifendes und bewegendes Jugendbuch über das Schicksal der 15-jährigen Jüdin Hanna im Lager von Auschwitz. Eine Geschichte "gegen das Vergessen", die zu Herzen geht, traurig macht und dennoch Hoffnung versprüht. Ein wichtiges Buch über den Holocaust, das lange nachklingt und das ich allen Leserinnen und Lesern ab 13 Jahren unbedingt und uneingeschränkt weiterempfehlen möchte! 5 / 5 Sternchen 

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  • Wunderbares Buch über ein starkes Mädchen

    Der Klang der Hoffnung
    JuliPotterhead

    JuliPotterhead

    08. May 2015 um 17:44

    Ein wirkliches schönes und bewegendes Buch! Eine aussergewöhnliche Geschichte, die einen mitreißt. Ich hatte oft Tränen in den Augen.

  • Berührend realistisch aber trotzdem schön

    Der Klang der Hoffnung
    Luna101

    Luna101

    01. March 2015 um 12:34

    Erzählt wird die Geschichte von Hanna, 15 Jahre, einer Jüdin aus Ungarn, die mit ihrer älteren Schwester Erika und ihren Eltern am Anfang der Geschichte im Ghetto von Debrecen lebt. Sie ist eine sehr talentierte, leidenschaftliche Klavierspielerin und hat den Traum an das Budapester Konservatorium zu gehen und genau so berühmt wie ihr großes Vorbild Clara Schumann zu werden.Doch dann kommt es ganz anders. Es ist der Sommer 1944 und über Nacht müssen sie das Ghetto verlassen, werden in Viehwaggons in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau gebracht.Dort wird ihr Vater von ihnen getrennt, ihnen ihr Hab und Gut, die eigenen Kleider und sogar die Haare genommen. Sie müssen hart arbeiten, bekommen kaum zu essen, müssen zu mehreren auf harten Pritschen schlafen und werden von einer unnachgiebigen Aufseherin kontrolliert. Und doch haben sie die Hoffnung, dass es nur besser werden kann, hoffen jeden Tag auf den Ausgang des Krieges und ahnen nicht, weshalb sie tatsächlich in den Lagern sind, was in Wirklichkeit in den Fabriken und Duschsälen vor sich geht. Hanna bekommt dann die Chance mit 5 anderen Mädchen, die das Klavierspiel beherrschen bei dem einflussreichen Kommandanten Jäger vorzuspielen, der für seine Gäste eine Klavierspielerin sucht. Und der Sohn des Kommandanten, Karl, der ein wenig älter ist als Hanna, entscheidet sich tatsächlich für sie. Und so kommt es, dass sie, statt in der Kälte Gräber auszuheben wie die anderen Häftlinge, ihre Tage im warmen Klavierzimmer beim Kommandanten und seinem scheinbar ständig übelgelaunten Sohn, am Klavier verbringt, in der ständigen Angst sich zu verspielen und die Finger abgehakt zu bekommen. Stattdessen kann sie aus der Küche Essen stehlen, welches sie mit ihrer Schwester teilt.Konnte es sogar sein, dass Karl dafür sorgt, dass Essen aus dem Haus des Kommandanten geschmuggelt und an die Juden verteilt wird? Eine unmögliche Liebe entwickelt sich zwischen den beiden, doch Hanna muss weiter um ihr eigenes und das Leben ihrer Familie kämpfen. Wird es eine Chance für das Überleben und die Liebe geben? „Der Klang der Hoffnung“ ist zwar ein Roman, die Handlung und die Figuren sind erfunden, aber die Begebenheiten die geschildert werden beruhen auf wahren Tatsachen. Dies wird auch im Vorwort der Autorin noch einmal erklärt, in dem sie auch schreibt, dass sie hofft, dass sich dadurch, über den Holocaust zu schreiben und zu lesen die Geschichte hoffentlich nicht noch einmal wiederholt. Neben den sehr realistisch geschilderten Geschehnissen im KZ, steht auch die erste Liebe und die Liebe zur Musik im Fokus der Geschichte. Es werden viele Namen von Komponisten und Stücken genannt, welche mich beim Lesen nicht gestört haben, welche allerdings jemandem, der mit klassischer Musik so gar nichts anfangen kann, vielleicht verwirren könnte. Die Autorin schreibt nicht extra emotional und drückt nicht auf die Tränendrüse, sie beschreibt mit einfachen Worten die Zustände im Ghetto und im KZ und das ist schon bedrückend und erschreckend genug. Vor allem die Unwissenheit der Juden sorgt für einen Klos im Hals, da man als Leser ja meist schon über Vorwissen verfügt und eher versteht, was das Schicksal von Hanna und ihrer Familie bedeutet. Trotzdem ist es interessant zu lesen, und eben nicht so grausam, dass man nicht mehr weiterlesen kann, denn Hannas Liebe zur Musik und das Glück das sie darin findet, lockert die Atmosphäre des Buches immer wieder auf. Es ist eine wirklich berührende Geschichte und man hofft die ganze Zeit auf ein gutes Ende. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, wenn man das in Anbetracht des ernsten Themas so ausdrücken kann, der Schreibstil ist leicht, und es ist eben kein langweiliges Geschichtsbuch, sondern in eine mitreißende Geschichte verpackt. Fiktion und Realität liegen hier sehr nah beieinander.

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  • aufrütteln und authentisch ... ein Stück Zeitgeschichte für Jugendliche

    Der Klang der Hoffnung
    JDaizy

    JDaizy

    04. February 2015 um 11:46

    "Warum hassen sie uns, Papa?“ Er sah mich lange an, bevor er schließlich antwortete. „Weil wir anders sind, Hanna. Die Menschen fürchten das, was sie nicht kennen.“ Die 15-jährige Hanna hat blaue Augen, wunderschöne lange blonde Haare und sie ist klug. Als begabte Pianistin steht sie kurz vor der Aufnahme ins Konservatorium. Doch im Sommer 1944 zählt das alles nicht mehr. Denn Hanna ist Jüdin. Zusammen mit ihrer Familie kommt sie ins Lager Birkenau und muss schnell feststellen, dass es immer noch schlimmer kommen kann als sie es sich in ihren dunkelsten Vorstellungen auszumalen vermochte. Doch sie will überleben. Um jeden Preis. Kennen Sie das Gefühl von Ungewissheit? Vielleicht, wenn jemand aus der Familie erkrankt?! Oder wenn sie ihren Job verlieren und nicht wissen, wie es morgen weitergehen soll?! Oder ein geliebter Mensch hat sie von heute auf morgen verlassen?! Dann wissen sie was ich meine, wenn ich sage: „Nichts ist schlimmer als die Ungewissheit! Nicht zu wissen, was einen morgen erwartet.“ Um wie vieles stärker muss dieses Gefühl der Juden im Ghetto gewesen sein?! Eingeschlossen. Reglementiert. Unwürdig in Waggons verfrachtet, ihrer Würde und ihrer Person beraubt, in Lagern untergebracht. „Man wehrte sich hier nicht, man tanzte nicht aus der Reihe. Man tat wie befohlen, setzte einen Fuß vor den anderen und hielt den Kopf gesenkt. Wir marschierten im Takt und blendeten alles andere aus: den eigenen Durst, die schmerzenden Beine, die Schreie ringsum.“ Zunächst findet Hanna Halt in ihrer Familie, besonders in ihrer älteren Schwester Erika, und in ihrer Musik. Doch schnell muss sie lernen auf eigenen Beinen zu stehen und Verantwortung zu übernehmen. Für sich und für das Überleben von anderen. Hanna ist eine wundervoll gezeichnete Figur, die ihre (fiktive) Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt. Ihre kindliche Naivität, ihr unbändiger Glaube, ihre Hoffnung; aber auch ihre innere Zerrissenheit, ihr „Nicht-Sehen-Wollen“ ließen bei mir schnell ein Bild vor meinem inneren Auge entstehen. Ein Gefühl der Verbundenheit, des Mitgefühls und der Solidarität. Und doch wollte ich am liebsten die Augen verschließen, die Gedanken abschütteln und einfach nur davonlaufen, von den grausamen und eindringlichen Bildern die sich mir im Buch immer wieder aufdrängten. Der Schreibstil der Autorin ist manchmal etwas sprunghaft. Anfangs flüssig und leicht, wird er irgendwann holprig und abgehackt. Das hat mich zunächst doch irritiert. Doch wenn man weiter liest, erkennt man, dass genau das zum Geschriebenen passt. Dort gibt es kein „gradlinig“ und „sinnig“. Die Gedanken und Ereignisse überschlagen sich. Und warum sollte sich das nicht in der Sprache wieder finden. Das Buch hat ein wunderschönes Hartcover mit Einband, das passender nicht sein könnte. Wer es gelesen hat, wird verstehen was ich meine. Die Seiten sind griffig, die Schrift gut lesbar. Auch in den Abendstunden; denn es wird schwer werden, dass Buch wieder aus der Hand zu legen, wenn man einmal in ihm gefangen ist. Besonders die graphische Absetzung der Kapitel und Absätze mit dem „Stern“ und dem Stacheldraht geben dem Buch ein in sich geschlossenes Ganzes. Auch wenn das Ende eher offen daherkommt. Die Autorin Suzy Zail wurde in Melbourne geboren. Ihr Vater überlebte den Holocaust in Auschwitz. Und obwohl dieses Thema in ihrer Familie lange Zeit tabuisiert wurde, fand sie in ihm einen authentischen Zeitzeugen. Seine Geschichte, ihre Geschichte und die Geschichte von vielen Anderen ließ in ihr ein Bild wachsen, das nach außen drängte. Geschichte ist nicht vergangen. Sie kann sich wiederholen. Deshalb möchte ich jedem dieses Buch ans Herz legen. Fazit: Ein Buch, das es versteht begreifbar zu machen, was damals geschah. Ein Buch, das aufrüttelt. Grausam und unbarmherzig und doch voller Gefühl und Hoffnung! 

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  • Wenn die Hoffnung alles ist, was man noch hat

    Der Klang der Hoffnung
    onion73

    onion73

    01. February 2015 um 22:14

    Im Vorfeld zum Erscheinen dieses Buches gab es viele Diskussionen. Wird ein Buch mit rein fiktiven Figuren dem wahren Geschichtsverlauf gerecht? Wird durch den Titelzusatz "Die Geschichte einer unmöglichen Liebe" das Thema der Judenverfolgung und der Ermordung so vieler Menschen nicht verklärt? Ein wenig skeptisch und doch neugierig begann ich mit dem Lesen. Die Autorin erläutert bereits im Vorwort, die Entstehungsgeschichte des Buches. Wahre Ereignisse wurden mit fiktiven Handlungen und Personen verknüpft. Dies gelingt Suzy Zail so gut, dass der Leser das Gefühl hat, eine wahre Geschichte zu durchleben. Dabei erfolgt der Erzählstrang aus der Sicht eines 15jährigen Mädchens und berührt tief. Hanna wird der Sicherheit ihres Heims und ihrer Familie entrissen. Ihr Überleben ist an eine Menge Zufälle geknüpft. Schon bei ihrem Eintreffen im KZ Birkenau hätte alles anders kommen können. Niemand wusste, was ihn erwartete und die vermeintliche Sicherheit für Kinder, Kranke und alte Menschen bedeutete deren Tod. Als Leser ist uns bekannt, was es mit der linken oder rechten Seite am Eingang des KZ´s auf sich hat, welche Ziele der Mediziner Josef Mengele verfolgte und welches Schicksal die Zwillingsschwestern erwartete. Es ist die Hilflosigkeit, zu wissen was passieren wird und nicht eingreifen zu können, die diese Geschichte einem so nahe gehen lässt. Hanna erlebt viele Grausamkeiten und nur die glückliche Fügung des Schicksals bewahrt sie vor dem Tod. Dennoch blendet sie viele Dinge um sich herum aus, möchte sie einfach nicht wahrhaben und hofft in einer kindlichen Naivität, dass alles gut wird. Dies klingt vielleicht für den ein oder anderen irreal, doch ich glaube, so wie Hanna erging es damals vielen anderen. Mit einer Art Selbstschutz, um nicht gänzlich zu zerbrechen, wurden Teile der Realität einfach ausgeblendet. Das Buch zeigt, wie und warum sich Menschen verändern und erklärt teilweise deren widersinniges Verhalten. Wir erfahren aber auch, welchen Mut andere Menschen aufbrachten, um ihren Leidensgenossen zu helfen. Auch Karl ist ein Gefangener seiner Welt. Entgegen dem Einfluss seines Vaters blickt er den Geschehnissen um sich herum mit offenen Augen entgegen und versucht im Rahmen seiner Möglichkeit zu helfen. Die sich leise anbahnende Liebe zwischen Hanna und Karl ist wie ein zarter Lichtschein in einer sonst düsteren grausamen Gegenwart. Sie stellt keine Verherrlichung dar, sondern vermittelt für mich, dass die Menschlichkeit nicht vollkommen verloren gegangen ist. Suzy Zail zeigt, dass es nicht einfach nur schwarz und weiß gibt, sondern viele verschiedene Schattierungen. Die Hoffnung, die über allem schwebt ist wie ein roter Leitfaden in der Geschichte. Viele der in dieser Geschichte aufgegriffenen Fakten sind historisch verbürgt und ich habe über ähnliche wahre Schicksale bereits sehr viel gelesen. Die geglückte Flucht von Erika klingt recht abenteuerlich, doch was war damals schon normal. Ein Menschenleben war weniger Wert als das eines Hundes. Das Überleben hing oft von Kleinigkeiten, wie einer Handbewegung einer unbedachten Äußerung oder eines Blickes ab. Um diese geschichtlichen Ereignisse auch den Kindern und Jugendlichen unserer heutigen Zeit nahe zu bringen, ist Hannas Geschichte ein guter Einstieg. Es ist unheimlich emotional und beschäftigt auch noch weit nach den letzten gelesenen Zeilen. Ich empfinde dieses Buch als einen wichtigen Beitrag Gegen das Vergessen. Nie wieder darf sich das Rad der Geschichte wiederholen. Noch immer gibt es Zeitzeugen, die in leisen, dafür umso eindringlicheren Tönen von ihrem und dem Schicksal so vieler Menschen berichten können. Es ist wichtig, ihnen zuzuhören und vor allem darüber zu reden.

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  • Diese Geschichte bringt den Holocaust wieder Nahe

    Der Klang der Hoffnung
    Natalie77

    Natalie77

    26. January 2015 um 08:38

    Inhalt: Mitte 1944 werden Hanna, ihre Schwester Erika und ihre Eltern nach Ausschwitz deportiert. Von ihrem Vater wird Hanna sofort getrennt, ihre Schwester und ihre Mutter bleiben bei ihr. Dazu jede Menge Erinnerungen an ihr früheres Leben als Pianistin. Sie kommen in ein Arbeitslager und nur ihrer früheren Klavierlehrerin hat es die 15 Jährige zu verdanken das sie bím haus des Kommandanten vorspielen darf... Meine Meinung: Bevor ich dieses Buch begann gab es schon eine Diskussion darüber wie nah es an der Realität ist und ob man ein Buch das um den Holocaust geht so fiktiv schreiben darf. Dann fing ich an zu lesen und es begann mit dem Vorwort in dem die Autorin erzählt wie sie auf die Idee kam und was fiktiv und was wirklich geschehen ist. Somit ist schon direkt klar das diese Geschichte keine wahre Geschichte ist. Ich selber finde das es ein gutes Buch ist um Teile des Holocaust näher zu bringen und Jugendliche dazu zu animieren sich mehr zu informieren. Viele Sachen werden nur angeschnitten und würde ich das Thema nicht kennen würde ich da mehr wissen wollen. Als Ergänzung zum Schulunterricht könnte ich es mir auch gut vorstellen, denn hier wird ein Teil Geschichte interessant näher gebracht. Der Schreibstil ist dabei leicht und flüssig. Die Autorin packt einen von Beginn an mit ihrem Vorwort und mit ihren Figuren. Obwohl ich die Geschichte der Juden kenne und auch schon Anne Frank und auch Der Junge im gestreiften Pyjama gelesen habe und somit die Fakten kenne, war hier nichts langweiliges. Die Geschichte von Hanna und ihrer Musik war so lebendig erzählt das sie mich mit trug. Allerdings auch so nah an der Realität das ich mit bibberte und auch litt. Sicher ist einige Fiktiv, aber es gab auch Fälle die gar nicht so weit weg von dieser Erzählung waren. Die Figuren sind sehr speziell und doch typisch für die Juden der damaligen Zeit. Hanna ist die Hauptperson, sie erzählt ihre Geschichte. Eine 15 Jährige die vor der Deportation Träume hatte und diese auch während Ausschwitz träumt. Hanna ist bewundernswert und verantwortungsvoll. Ein Mädchen das sich durch beißt auch wenn sie hier und da ein wenig naiv ist oder naiv scheint. Erika ist ihre Schwester, sie ist älter und zu Beginn die Stärkere und sturer wie die jüngere Hanna. Sie rebelliert im kleinen, muss aber irgendwann Situationsbedingt nachgeben. Ihre Eltern sind für die Beiden wichtig, auch für die Geschichte sind sie das und doch erfährt man nicht so viel von ihnen. Sie werden früh voneinander getrennt und beide Hoffen auf ein Wiedersehen wenn sie erst einmal raus kommen aus dem Lager. Insgesamt ist diese Geschichte gewiss Fiktiv, bringt aber den Holocaust wieder sehr Nahe, eine Tatsache die ich gut finde. Am Beginn des Buches gibt es einen Text von Nelson Mandela, den ich auch in hinblick auf die Anschläge der letzten Tage und der ganze Diskussionen um Asylbewerber und Muslime wichtig finde: Niemand wird geboren als jemand, der andere wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder ihrer Religion hasst. Die Menschen müssen lernen zu hassen, und wenn sie hassen lernen können, können sie auch lieben lernen, denn Liebe empfindet das menschliche Herz viel leichter als ihr Gegenteil Ich hoffe die Geschichte der Juden wird sich nie wiederholen und gerade solche Bücher bringen dann die jüngeren Generationen dazu darüber nachzudenken und sich eine eigene Meinung zu bilden.

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