Svea Kerling

 4,5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autorin von Sinistre Anekdoten, Schwarz oder weiß und weiteren Büchern.
Autorenbild von Svea Kerling (©Svea Kerling)

Lebenslauf von Svea Kerling

Svea Kerling, als Sonntagskind anno 1974 in Kroatien geboren, verbrachte ihre Kindheit in einer kleinen Gemeinde inmitten der hügeligen Landschaft im österreichischen Weinviertel. Auf der Suche nach Freunden und Akzeptanz fand sie ihre treuesten Begleiter: Bücher. Heute lebt die Autorin mit Kind & Katz unweit der österreichischen Bundeshauptstadt. Ihr Erstlingswerk »Schwarz oder weiß: Borderliner kennen kein Grau« erschien im September 2014. Kein Buch über Borderline per se. Es ist vielmehr die Auseinandersetzung mit der Normalität und den verschiedenen Blickwinkeln auf die scheinbar erlebte Realität. Auch mit ihrem neuen Buch »S. Kerling meets E.A. Poe« entführt Svea Kerling ihre Leser hinter die Tore vermeintlicher Wirklichkeiten.

Alle Bücher von Svea Kerling

Cover des Buches Schwarz oder weiß (ISBN: 9783902963253)

Schwarz oder weiß

 (2)
Erschienen am 01.01.2015
Cover des Buches Sinistre Anekdoten (ISBN: 9783948887186)

Sinistre Anekdoten

 (2)
Erschienen am 26.09.2021
Cover des Buches Das Haus mit den traurigen Augen (ISBN: 9783750402614)

Das Haus mit den traurigen Augen

 (0)
Erschienen am 18.11.2019
Cover des Buches Die Equipe (ISBN: 9783743961982)

Die Equipe

 (0)
Erschienen am 06.10.2017
Cover des Buches Die Equipe (ISBN: 9783750425521)

Die Equipe

 (0)
Erschienen am 02.03.2020

Neue Rezensionen zu Svea Kerling

Cover des Buches Sinistre Anekdoten (ISBN: 9783948887186)
Scarbookss avatar

Rezension zu "Sinistre Anekdoten" von Svea Kerling

“All that we see or seem is but a dream within a dream.” - Edgar Allan Poe -
Scarbooksvor einem Jahr


Svea Kerling nimmt uns mit ihrem Buch und ihren dreizehn düsteren, unheilvollen, melancholisch-lyrischen Anekdoten mit auf eine Reise. Eine intensive, schaurig-schöne Reise, an die man mal lächelnd, mal schwermütig zurückdenkt. 



Wenn man ihre Art zu schreiben bereits kennt, weiß man, dass sie eine Meisterin des Wortes und der Erschaffung von Finsternis und dunkler Kunst ist. Sie versteht es perfekt, eine Stimmung zu erzeugen, die trotz aller Schwermut und manch eines trübsinnigen Gedankens einfach ... wunderschön ist. Man muss sich nur darauf einlassen können, den für sich richtigen Zeitpunkt finden. 



Ihre Geschichten erzählen von Tod, aber auch Leben. Von Zweifeln, inneren Kämpfen, Erkennen, tiefer Traurigkeit und Liebe – in ihrer morbiden, tief- und auch abgründigen Form. Aber nicht nur. Sie zeigen ihre Verbundenheit und ihre Achtung vor einem gewissen Herrn Poe und das auf eine solch gewaltige Art und Weise, dass es – mir zumindest – Gänsehaut und Seufzer bescherte. Ganz große Kunst! 



Dreizehn mal kommt man in den Genuss, sich von Erzählungen - und sind sie noch so kurz - gefangen nehmen zu lassen und die Welt da draußen für eine Weile einfach weg zu schließen. Man taumelt durch verschiedene Zeiten, Geschehnisse, Gedanken & Emotionen und die immerwährende Schwärze, die sich jedoch nicht nur angsteinflößend zeigt. 



Ich habe von der ersten Geschichte an ein heimeliges Gefühl im Bauch verspürt, allerdings bin ich auch ein sehr großer Fan von solchen Werken und liebe es, mich zwischendurch den eher düsteren, manchmal depressiv wirkenden und melancholischen Büchern / Geschichten hinzugeben und sie wirken zu lassen. Nicht jedermanns Sache, klar, wie ich bereits erwähnte ... man muss dafür offen und bereit sein. 



Wenn ihr also genau dies mögt, wenn ihr selbst erleben wollt, was Worte alles in einem auslösen können ... dann solltet ihr euch Svea Kerling und ihre Erzählungen auf jeden Fall merken und sie lesen!



Eine großartige Autorin mit einem wundervoll schwarzen Herzen, die definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient hat



“All that we see or seem is but a dream within a dream.”



- Edgar Allan Poe -


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Cover des Buches Schwarz oder weiß (ISBN: 9783902963253)

Rezension zu "Schwarz oder weiß" von Svea Kerling

die nackte Wahrheit über die Borderline Erkrankung
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Liebe Svea.
Dein Buch ist die pure und nackte Wahrheit über die Borderline Erkrankung. Unverschönt,echt,authentisch. Für Nicht Betroffene wird es sicher erstmals befremdlich sein und unheimlich, aber ich kann sagen,alles,was Du schreibst,geht in unseren Gedanken wirklich so ab.Bei einem mehr, bei dem anderen weniger. Du zeigst mit Deinem Buch richtig klasse, wie unser 2. oder 3. oder....ICH fühlt und denkt wie der Teufel in uns.Der Prolog hat mich zum Lachen gebracht, weil es mal ganz anders geschrieben ist wie alle anderen Bücher, die ich kenne und sowas von stimmig und danach musste ich nur noch schlucken und kämpfen, weil es so schlimm ist.Unglaublich gutes Buch für mich persönlich. Danke.

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Cover des Buches Schwarz oder weiß (ISBN: 9783902963253)

Rezension zu "Schwarz oder weiß" von Svea Kerling

Wer tot ist, kann nicht sterben
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

Psychische Krankheiten sind perfide, denn von außen kann kein Mensch sehen, das man krank ist. Hat man einen gebrochenen Arm oder geht an Krücken, ist es offensichtlich, dass man nicht gesund ist. Doch bei geistigen Schmerzen sehen sich die Betroffenen oft Aussagen wie "Stell dich nicht so an!" oder "Anderen geht es noch schlechter" ausgesetzt. In ihrer autobiografischen Erzählung "Schwarz oder Weiß: Borderliner kennen kein Grau" versucht Svea Kerling ihren Lesern einen Einblick in ihre Welt zu geben.


Und dieser Einblick ist schonungslos und offen. Die Autorin versucht nicht, das Bild von ihr und ihrer Krankheit irgendwie zu verschleiern oder besser darzustellen. Sie erzählt einfach Begebenheiten aus ihrem Alltag, wobei sie sich dabei nicht auf den Alltag an sich, sondern auf ihre Gedanken konzentriert. Das fand ich sehr gut, denn so kann auch ein Außenstehender versuchen zu begreifen, was im Kopf einer Borderlinerin vorgeht.


In den einzelnen Kapiteln schwankt die Laune von Svea Kerling zwischen "Ja, ich schaffe das" und "Himmel, warum lebe ich noch!" Diese extremen Stimmungsschwankungen finden teilweise in wenigen Sätzen statt. Das hat mich erschrocken, aber auch für die Autorin eingenommen. Ich kenne solche Schwankungen aus eigener Erfahrung sehr gut, so extrem hatte ich sie aber bisher noch nicht. Durch ihre ehrliche und offene Erzählweise gibt Svea Kerling ihren Lesern die Chance diese Schwankungen nachzuvollziehen.


Was ich besonders erwähnenswert finde: die Autorin rechtfertigt sich nicht. Sie entschuldigt sich nicht oder zieht sich hinter ihrer Krankheit zurück. Sie beschreibt einfach nur, wie es ihr geht, welche Gedanken sie quälen und wie sie mit dem Druck ihrer Umwelt umzugehen versucht. Dabei erklärt sie weder objektiv, was Borderline genau ist, noch gibt sie einen Einblick in ihre Therapien. Das unterscheidet diese Erzählung so sehr von anderen Büchern, die ich von Betroffenen gelesen habe. Svea Kerling bittet weder um Verständnis noch um Mitleid. Sie will einfach nur zeigen, wie es im Kopf einer Borderlinerin aussieht. Toll!


Der Stil der Autorin ist dabei sehr gut zu lesen. Zwar wirken ihre Erzählungen ab und an hektisch und durcheinander, doch wie sonst sollte man das Chaos in seinem eigenen Kopf zu Papier bringen? Und obwohl es manchmal chaotisch zuging, konnte ich Kerling jederzeit folgen und verstehen.


Fazit: wer sich mit Borderline auseinandersetzen möchte und fernab von jedem Medizinjargon wissen will, wie es Betroffenen geht, sollte zugreifen.

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