Svealena Kutschke

 3.9 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor von Stadt aus Rauch, Etwas Kleines gut versiegeln und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Svealena Kutschke

Stadt aus Rauch

Stadt aus Rauch

 (11)
Erschienen am 25.08.2017
Etwas Kleines gut versiegeln

Etwas Kleines gut versiegeln

 (10)
Erschienen am 27.02.2009
Gefährliche Arten

Gefährliche Arten

 (6)
Erschienen am 16.08.2013
Etwas Kleines gut versiegeln: Roman

Etwas Kleines gut versiegeln: Roman

 (0)
Erschienen am 13.12.2012
Stadt aus Rauch

Stadt aus Rauch

 (0)
Erschienen am 25.08.2017

Neue Rezensionen zu Svealena Kutschke

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Rezension zu "Stadt aus Rauch" von Svealena Kutschke

Stadt aus Rauch
Sharkelinevor einem Jahr

Auch wenn sich für mein Empfinden, der Beginn des Buches etwas in die Länge zieht und man das Gefühl bekommt, es muss doch jetzt endlich mal etwas passieren, ist mein Fazit: definitiv eine Leseempfehlung! Die einzelnen Charaktere sind am Ende des Buches als Stammbaum abgebildet, was mir sehr geholfen hat, die Epochen und Personen zuordnen zu können, zumal in den einzelnen Kapiteln häufig zwischen den Zeiten gesprungen wird. Jede einzelne Person hat „sein Säckchen“ zu tragen, um im Leben „klarzukommen“. Zitat: „Man kann kein Leben führen, wenn man seine Vergangenheit nicht begriffen hat“ (S. 584). Svealena Kutschke gelingt es grandios das Verhältnis zwischen Leben und Tod in seiner jeweiligen Individualität für jeden einzelnen und dennoch den Zusammenhang durch die Familienbande zu beschreiben. Die Einzelschicksale sind ineinander verwoben, bedingen einander oder bauen aufeinander auf. Auch der geschichtliche Aspekt kommt nicht zu kurz, so dass nicht nur verschiedene Personen, sondern auch historische Epochen beschrieben werden. Einen Stern Abzug gibt es aus meiner Sicht dafür, dass vor allem im ersten Teil des Buches einige Dialoge und Monologe auf Plattdeutsch sind, diese jedoch nicht „übersetzt“ (und nicht alle erschließen sich dem Leser, der kein Plattdeutsch kann). Trotz dieses kleinen Minuspunktes würde ich das Buch definitiv weiterempfehlen - die bildhafte Sprache zieht einen regelrecht in den Bann.

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Rezension zu "Stadt aus Rauch" von Svealena Kutschke

Lübecker Leben
Estrelasvor einem Jahr

"Stadt aus Rauch" ist ein Stück Lübecker, ein Stück deutsche Geschichte. Der Roman greift Einzelschicksale aus verschiedenen Zeiten des 20. Jahrhunderts auf, vom ersten über den zweiten Weltkrieg bis in die 80er Jahre. "Das Haus, eine von unzähligen Gesindebuden, welche die Vorderhausfamilien überall in der Stadt in ihre Hinterhöfe gestopft hatten, war gedrungen und robust wie eine geballte Faust." Mit Sätzen wie diesem baut die Autorin einen Sog auf, dem sich der Leser nur schwer entziehen kann. Neben der Sprache sind die übernatürlichen Momente eine Besonderheit der Darstellung. So taucht der Teufel immer wieder als Beobachter des Geschehens auf. Gründe dafür gibt es viele, denn jede Epoche bietet seinen Figuren andere Herausforderungen - Entbehrungen durch den Krieg, Nationalsozialismus oder Drogen. Und so sind Handlung und Dicke des Buches einerseits schwer verdaulich, andererseits auch berührend und besonders.

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Rezension zu "Stadt aus Rauch" von Svealena Kutschke

Opulentes und verzweigtes Familienepos über drei Generationen
dasannaleinvor einem Jahr

Mit Stadt aus Rauch ist der in Lübeck geborenen Autorin Svealena Kutschke ein opulentes und verzweigtes Familienepos über drei Generationen gelungen.

Es beginnt mit dem Freitod von Magdalena, die in die Trave geht. Wie durch ein Wunder überlebt ihre Tochter Lucie dies und wächst unter allerlei Entbehrungen und in tiefer Armut in einem Lübecker Hinterhaus bei ihrem Vater Michel auf. Dieser wird von einer reichen Dame finanziell sowie auch mental gefördert. Er erbt das Haus, sodass die folgenden Generationen dort auch leben können.


Lucie hat eine besondere Gabe und kann dadurch den Teufel sehen. Durch diesen Kontakt ist sie fähig einiges mehr zu ertragen. Der Teufel schaut aus seiner seltsam distanzierten und doch intimen Perspektive zu.. "Es war ungefähr siebenhundert Jahre her, seit sich die Langeweile dem Teufel um den Hals gewickelt hatte wie eine Schlange."

Die Geschichte erstreckt sich über drei Generationen vom Kaiserreich bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts. Wir erleben die deutsche Geschichte anhand der Protagonisten hautnah mit, erleben wie ein Künstler scheitert, wie ein Mensch versteinert, die Zeit des Faschismus und wie die Enkelin Jessie letztendlich bei den Punks auf der Straße landet.

Mich hat der Roman von Anfang an in seinen Bann gezogen. Die Mischung aus wortgewaltigen plastischen Beschreibungen der Beteiligten und ihrer Gefühls- und Lebenswelt und die immer wieder eingestreuten mystischen Elemente lassen die Geschichte äußerst lebendig werden. Meine anfänglichen Schwierigkeiten die Zusammenhänge und Zeitsprünge  zusammenzubringen, gaben sich je weiter der Roman fortschritt.

Das Cover ist wunderschön gestaltet und ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen!

Lieblingszitat: "Frau Fischers Ohrmuscheln waren die erlesensten Labyrinthe, die sich einer ausdenken konnte, die feinen Linien verwirrten Michél immer wieder aufs Neue. In Frau Fischers Ohrmuscheln konnten sich Geister verirren, konnte ein durstiger Mann den rettenden Tropfen finden, konnte man das Flüstern des Meeres hören."

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