Sven-André Dreyer

 4.6 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Die Luft anhalten bis zum Meer, Wo Du Bist und weiteren Büchern.
Sven-André Dreyer

Lebenslauf von Sven-André Dreyer

Sven-André Dreyer (* 9. September 1973 in Düsseldorf) ist ein deutscher Schriftsteller und Redakteur. Dreyer machte 1993 Abitur auf dem Comenius-Gymnasium Düsseldorf und studierte anschließend Germanistik an der Heinrich-Heine-Universität mit dem Abschluss Magister Artium. Seit Anfang 2002 veröffentlicht er seine Texte in Anthologien und Literaturzeitschriften. Seine erste Einzelveröffentlichung erschien 2007 unter dem Titel „Sechzehn seltsame Stunden“ im Verlag Edition PaperONE in Leipzig. Dreyers literarische Veröffentlichungen sind als eine Mischung aus Lyrik und Kurzprosa zu betrachten, die sich oftmals durch detaillierte Alltagsbetrachtungen und subtile Wortspiele auszeichnen. Dreyer organisiert seit 2005 die monatliche Lesereihe „Lesen in der Klause“ in Düsseldorf und ist Ensemblemitglied der Lesereihe „Sonny Wenzel & Freunde“, ebenfalls in Düsseldorf. In den Jahren 2007–2011 war er zudem als Ensemblemitglied der Kölner Lesebühne „fett & kursiv“, u.a. gemeinsam mit Gerlis Zillgens, Dagmar Schönleber, Katinka Buddenkotte und Bernd Gieseking, tätig. Dreyer engagiert sich ehrenamtlich für die Elterninitiative Kinderkrebsklinik e.V., Düsseldorf. Er arbeitet als Redakteur und Autor in Düsseldorf. Rezeption In Zeitungen wie im Internet erschienen zahlreiche Rezensionen seiner Bücher und Lesereihen: Der neue Band "Wo Du Bist" des Düsseldorfer Lyrikers und Autors Sven-André Dreyer ist in seiner schwebenden Melancholie genau die richtige Novemberlektüre. Dreyer gelingt es, Gefühle und Erfahrungen zu verdichten und mit wenigen Worten Stimmungen zum Schwingen zu bringen. Es ist schön, dass da jemand ist, der genauso denkt und fühlt wie ich, wie du und wie wir alle, wenn das Leben herbstlich wird. (Tanja Römmer-Collmann, Libelle) Jedes Wort sitzt, jeder Satz dringt in dich ein. Und zwischen den Zeilen muss ich durchatmen und genießen. Dann lese ich weiter, verschlinge das Buch in einem Zug, um es am nächsten Tag ein zweites Mal zu lesen. "Wo du bist" ist ein Meisterwerk. Und jetzt schon tief in meinem Herzen. (Hermann Borgerding, Extraball) Unaufgeregte Worte kleiden die Handlungen. Sie sind nie wertend, stets schlicht erzählend. Das macht die Stärke des neuen Bandes "Wo Du Bist" aus. Dreyer skizziert die Wendepunkte im Leben. Seine Worte erzwingen die Aufmerksamkeit aller Gedanken. Ein spannendes Buch. (Pamela Broszat, Neue Rhein Zeitung, WAZ, Ausgabe 16. Oktober 2013) „Sven-André Dreyers "Lesen in der KLAUSE" - Der trendige Gegenentwurf zu verkopften Literaturzirkeln: Schriftsteller Sven-André Dreyer bietet Nachwuchsautoren aller Genres ein Forum, ihre Werke vorzustellen. Anspruchsvoll, aber gänzlich unverkrampft.“ (Marco Polo Cityguide, Ausgabe Düsseldorf und Umgebung 2013, S.10 u. S. 38/39, ISBN 978-3-8297-0931-6) Sven-André Dreyer, (soll ich sagen: für mich D E R...) Autor aus Düsseldorf, legt sein neues Buch vor, das den Titel "DIE LUFT ANHALTEN BIS ZUM MEER" trägt. Das erste, das mir nach zweimaliger Lektüre des ganzen Buches einfällt, ist: Es lässt mich nicht mehr los. Selten bin ich bei Veröffentlichungen von schreibenden Kollegen so berührt wie bei dieser. Jede Erzählung (verbal als Genre eine Untertreibung) ist gleich wichtig und meisterlich. (Chrizz. B. Reuer, Neue Rheinische Zeitung, NRhZ-Online, Ausgabe 22. Februar 2013) „Sven-André Dreyer gilt getrost als Aktivist der Düsseldorfer Literaturszene.“ (Alexandra Wehrmann, coolibri, Ausgabe 03/2012) „Die Kapitel schildern Atmosphäre. Dreyer zeigt die Durchsichtigkeit des Erinnerten, die festen Konturen fehlen, aber die Essenz des Gefühlten tritt umso deutlicher zutage. Dabei funktioniert der Spagat zwischen Leichtigkeit und Schwere, Humor und Bitterkeit aufs Feinste.“ (Veronika Ortmayr, Rheinische Post, Ausgabe 19. Juni 2012) „Wenn Fontane und vielleicht Tellkamp die Meister der Bandwurmsätze sind, ist Dreyer ein Virtuose der Drei-Wort-Sätze. Ich hätte nie gedacht, dass man es schafft, mit so kurzen Sätzen und auf so wenigen Seiten ein ganzes Leben zu erzählen.“ (Charlene Otremba, Bücherstadt, 22. April 2012) „Philosophisch hinterfragt Sven-André Dreyer menschliche Werte und Reaktion auf die bittere Realität, die uns umgibt. Der Autor schafft es, in kurzen, knappen und unkomplizierten Sätzen eine melancholische Stimmung zu erzeugen, die wirklich ihresgleichen sucht. Es ist eine literarische Komposition, die uns das kleine Werk bietet. Für mich ist es, um bei der Musik zu bleiben, die melancholischste Single der Welt.“ (Marta Bock, Nerotunes, 25. Juli 2012) „Dreyers Texte sind ganz wie ein guter Popsong, der einen noch lange bewegt, obwohl die Melodie längst verklungen ist.“ (Dr. Michael Wenzel, Rheinische Post, Ausgabe 29. Juni 2009) „Dreyer beherrscht eine schnörkellose Sprache, die es auf den Punkt bringt. Gesellschaftskritisch blickt er hinter die Fassaden – auf und von Vorstadtbalkonen, deckt die Spießigkeit und wachsendes Konsumdenken auf, die Einsamkeit in der Großstadtanonymität, dem alltäglichen Geschlechterkampf und pocht vehement auf alte und neue Wertigkeiten – das alles mit einem Augenzwinkern und in humorigen Schlenkern, das man den kleinen Band in einem Rutsch wegliest ohne ihn aus der Hand zu legen.“ (Alisha Bionda, literra.info) Publikationen Wo Du Bist, Erzählungen, Verlag michason & may, Frankfurt a. M., September 2013, ISBN 978-3-86286-031-9 Die Luft anhalten bis zum Meer, Erzählungen, Verlag michason & may, Frankfurt a. M., März 2012, ISBN 978-3-86286-015-9 Zeichnungen & Kurzprosa, Gedichte und Kurzprosa zu Zeichnungen von Margret Feltus, Verlag Peter Tedden, Düsseldorf, Juni 2011, ISBN 978-3-940985-24-8 regen im zelt, Gedichte, hochroth Verlag, Perleberg Berlin, Juni 2009, ISBN 978-3-9812619-4-3 Freizeichen, Lyrik und Kurzprosa, mit einem Vorwort von Joachim Witt, Edition PaperONE, Leipzig, März 2009, ISBN 978-3-941134-30-0 Langsamland, Lyrik und Kurzprosa, Edition PaperONE, Leipzig, Januar 2008, ISBN 978-3-939398-81-3 Aus bekannten Gründen, Lyric Poetry / Novels, Photographien, Onlinebuch, Digitalkunstrasen.net, Bochum, Dezember 2007 Sechzehn seltsame Stunden, Erzählungen und Gedichte, Edition PaperONE, Leipzig, März 2007, ISBN 978-3-939398-48-6 Sechzehn seltsame Stunden (Hörbuch), Sprecher: Johannes Gabriel, Hörbuch-Edition Junger Autoren im Vertrieb der Edition PaperONE, Leipzig, Juli 2008, ISBN 978-3-941134-06-5

Alle Bücher von Sven-André Dreyer

Die Luft anhalten bis zum Meer

Die Luft anhalten bis zum Meer

 (8)
Erschienen am 15.03.2012
Wo Du Bist

Wo Du Bist

 (4)
Erschienen am 30.09.2013
Freizeichen

Freizeichen

 (1)
Erschienen am 23.03.2009
Kleiner Vogel Tod

Kleiner Vogel Tod

 (1)
Erschienen am 21.04.2015
Düsseldorf Walking

Düsseldorf Walking

 (0)
Erschienen am 20.06.2014

Neue Rezensionen zu Sven-André Dreyer

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dicketillas avatar

Rezension zu "Die Luft anhalten bis zum Meer" von Sven-André Dreyer

Bewegend und fasziniert
dicketillavor 5 Jahren

Es beginnt mit einer Tasche, gefunden unten am Fluss.
Und eine traurige Geschichte um zwei Jungen nimmt seinen Lauf, verbindend durch einen Makel,
dick sein und stottern, Freibrief für Spötter, die meinen über ein Leben zu richten.
Und so folgen wir den Spuren, die uns der Autor aufzeigt. Oft kaum große Worte nötig, um den Zusammenhang, das Grauen zu begreifen.
9 Geschichten umfasst diese Kleinod, Geschichten nicht immer angenehm, verletzlich, ungeheuerlich
meist von einer Traurigkeit umgeben, die betroffen macht.

In kurzen Kapiteln, aber mit einer fast schon poetischen Sprache, die einen kunstvollen Umgang mit dieser verspricht. Ein schmales Buch mit einer großen Ausdrucksstärke.
Sicher mit seinen knapp 100 Seiten schnell gelesen, aber dennoch tief nachhaltig.
Für Liebhaber der besonderen Sprache durchaus ein MUSS !

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Second993s avatar

Rezension zu "Wo Du Bist" von Sven-André Dreyer

Sensible, sprachbezaubernde Meistererzählungen
Second993vor 5 Jahren

Die Kunst der zarten Annäherung

Wie kein zweiter beherrscht der Düsseldorfer Autor Sven André Dreyer die Kunst des "An die Hand Nehmens", um dich Leser Dorthin zu führen. Beinahe ohne Berührung, fast lautlos, zu diesen Lebenssituationen, die sonst nicht zu erreichen sind, ohne Störgeräusche zu hinterlassen. Getragen von keiner Absicht, keiner Botschaft, einzig dem Sinnen verbunden, zeigen zu wollen, wo du (auch) bist. Unsichtbar nebenan, auf der anderen Seite oder einfach unwiderruflich zur Tür hinaus.

Danke Sven André Dreyer fürs An die Hand Nehmen!

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Sarlaschts avatar

Rezension zu "Wo Du Bist" von Sven-André Dreyer

Wo du bist
Sarlaschtvor 5 Jahren

Inhalt:
Ein Buch über Verlust, ziehen lassen und nicht mehr festhalten. Erzählungen. Dinge gehen verloren, manchmal die eigenen Gedanken, aber irgendwo, so weiß man, da sind sie noch, abgespeichert und versteckt, nur immer den Zugang zu finden, es ist kein leichtes Stück, deswegen gehen manche auch gemeinsam, weil es zu zweit leichter ist, die Alltäglichkeit zu überstehen. Hinter all dem Gehen, es sitzt viel Schmerz, nicht nur für die Person die die gewohnte Umgebung verlässt, oft sind es die Angehörigen, die das Leid in aller Deutlichkeit wahrnehmen, während die betreffende Person stillschweigend verschwindet.

Meine Meinung:

Kurzgeschichten, sie müssen schon eine besondere Form beinhalten, damit sie mich überzeugen können, aber ich habe auch gelernt, die Form die Sven-André Dreyer wählt, sie ist außergewöhnlich und sprachlich einmalig, dass eine Meinung dazu zu verfassen, niemals wirklich wiederbringen kann, was man tatsächlich im Moment des Lesens fühlte.

Dieses Mal geht es um den Verlust, das Ziehen lassen von Menschen, wenn die Zeit sagt, es wäre nun soweit. Der demenzerkrankte Vater, der langsam aus der Welt entrückt und an einen anderen Ort zieht, gedanklich, körperlich im Hier stecken bleibt. Es sind aber nicht nur Menschen die gehen, manchmal verschwinden auch die Farben, das Gefühl von Jungsein und vieles andere, was man erst schmerzlich vermisst, wenn man es nicht mehr hat, weil man es vorher als Selbstverständlichkeit wahrnahm.

Ich habe den Fehler gemacht, wieder alles auf einmal lesen zu wollen, weil es so gut war, aber man sollte Kurzgeschichten eindeutig langsam lesen, damit sie sich festhalten können im Herzen und nicht durchrutschen. So las ich das Buch einfach noch einmal, jedoch langsamer, eine Geschichte pro Tag, nichts sollte mehr durch meine Gedanken rutschen, für die Worte sollte genug Halt geboten werden und was soll ich sagen, sie haben ihre kleine Krallen tief in meine Seele geschlagen. Die Gefühlswelle, die einen mitnimmt, sie ist unbeschreiblich und in Worte niemals fassbar.

Es gab Geschichten, die haben mich mehr erreicht, beispielsweise „Grobe Steine“, in diese Erzählung bin ich verliebt und werde sie noch oft lesen müssen, um sie tatsächlich in ihrer Gesamtheit aufzunehmen, manche Geschichten, sie eröffnen ihren Sinn nicht nach dem ersten Lesen, sie wollen noch zig mal aufgegriffen werden, bis sie ihre wirklich Wirkung vollkommen entfalten können. Dazu braucht es einen langen Atem, dazu braucht es den Willen, Geschichten öfters zu lesen als nur einmal. Der Geschmack, man spürt in schon bei ersten Mal, wenn man ihn auf der Zunge wahrnimmt, aber man muss öfters kosten, bis sich die Gesamtheit des Geschmackes im Mund ausbreitet.

Mein Tipp für das Buch: langsam lesen, Geschichte für Geschichte, mit Pausen dazwischen, damit die Intensität nie verloren geht und wenn eine Erzählung zu Beginn befremdlich wirken mag, dann einmal durchatmen und nochmals lesen. Nicht jeder Sinn ist gleich nach dem ersten Mal erkenntlich, aber erkennen, dass lässt er sich immer, wenn man den Mut dazu hat.

Fazit:
Gelungene Erzählungen, voller Gefühle, die einen manchmal zu zerreißen drohen, aber wenn man bereit dazu ist, einen Emotionsrausch zu erfahren, dann wird es ein unglaubliches Erlebnis sein – versprochen.

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