Sven Bramert

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Sven BramertIch habe den Führer rasiert
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Ich habe den Führer rasiert
Ich habe den Führer rasiert
 (15)
Erschienen am 01.08.2014

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melli.die.zahnfees avatar

Rezension zu "Ich habe den Führer rasiert" von Sven Bramert

lustig und toll
melli.die.zahnfeevor 3 Jahren

Man merkt mit jeder Zeile, dass Herr Bramert seinen Beruf wirklich liebt. Das Buch ist sehr gut zu lesen der sprachliche Stil ist einfach aber voller Witz. Ich habe sehr viel Respekt vor Menschen , die diesen sehr anspruchsvollen Beruf ausüben , zudem die Bezahlung sehr zu wünschen übrig lässt. Da ich beruflich auch ab und an Altersheime betreue konnte ich zu einigen Anekdoten wissentlich nicken . Ich würde mich sehr freuen wenn Herr Bramert noch einmal zur Feder greifen würde :).
Fazit: Ein Buch für alle Menschen !

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Buecherspiegels avatar

Rezension zu "Ich habe den Führer rasiert" von Sven Bramert

Wenn das Hörgerät, die dritten Zähne und Diätvorschriften das Leben anfangen zu bestimmen
Buecherspiegelvor 4 Jahren

So selten wie ein Kindergärtner ist auch ein Altenpfleger. Da muss der Stationsstellvertreter Sven so einiges aushalten können, wird er doch oft für nicht qualifiziertes Personal gehalten. Die meisten Menschen erwarten nun mal die Schwester auf den Fluren eines Altenheimes, höchstens mal einen Zivi (den es heute nicht mehr gibt) oder einen Praktikanten. Aber Sven Bramert, der Autor dieses kleinen feinen Buches, ist examinierter Pfleger, und damit kommt nicht jeder zurecht. Ob es nun die Dame in der Apotheke ist, oder ein Verwandter, der sich mal wieder beschweren will, weil irgendetwas nicht so recht klappt, man will die Stationsschwester sprechen. Dabei hätte Sven so gerne noch mehr Kollegen, denn immer nur Hahn im Korb zu sein ist ja ab und an ganz nett, auf die Dauer gesehen sind noch mehr Pfleger allerdings gesucht wie schwarze Perlen.

Was Sven auf seiner Station so alles mit den alten Herrschaften erlebt, wie witzig und skurril das manchmal sein kann, darüber schreibt er sehr liebevoll. Wenn wieder einmal  die Hörgeräte nicht funktionieren oder schlicht vergessen werden, was da für kuriose Dialoge entstehen, hat den Charme von Situationskomik. Warum soll ich mir die Dritten aus dem Zimmer holen, wenn doch die Tischnachbarin auch welche hat, die sie zurzeit nicht braucht, die kann sie mir doch leihen, oder etwa nicht?!?

Bei aller Humorigkeit werden aber die Schattenseiten nicht ausgespart. Kinder, die ihre Eltern nur selten besuchen, aus welchen Gründen auch immer. Praktikanten und Schüler, die keinerlei Respekt vor den Wünschen und Sorgen der Alten zeigen oder empfinden. Die Kriegsgeneration, deren Erinnerungsvermögen sich hauptsächlich auf das beruht, was damals passiert ist, aber warum sie den Kaffee nicht getrunken haben, der direkt vor ihnen steht, bleibt ihnen ein Rätsel. Ganz abgesehen davon, dass sie sich mit ihren körperlichen Gebrechen abfinden müssen. Was aber nicht heißt, dass man sehr wohl einen Blick aufs andere Geschlecht bis zur letzten Sekunde wagen kann.

Wenn die Kurzzeitpflege doch in einen längeren Aufenthalt mündet, ist es für die alten Menschen meist sehr schwierig. Wer von uns kann nachvollziehen, wie das sein muss, nie wieder nach Hause zurückkehren zu können. Und auch das Thema Tod wird nicht verschwiegen, verlassen doch die meisten der Bewohner das Haus in einem Sarg. Der Pfleger Sven zeigt auch bei diesem Thema keine Berührungsängste, wollen doch seine Gäste auch dabei nicht auf seinen Humor verzichten. Auch die Missstände, die es in Heimen gibt, werden angesprochen, ein Grund mehr, sich ganz genau umzuschauen, wenn es mal soweit ist. Denn eines ist klar: viele von uns müssen irgendwann die Entscheidung treffen, wie und wo wir unsere letzten Tage verbringen. Und da wünsche ich mir schon so einen Pfleger Sven.

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S

Rezension zu "Ich habe den Führer rasiert" von Sven Bramert

Faszinierendes Buch
Speculatiusvor 4 Jahren

Altenheim einmal anders, überwiegend lustig, oft zum Nachdenken anregend, aber niemals verletzend. Ich habe das Buch "gefressen", d. h. in einem Zug gelesen. Auf jeden Fall lesenswert.

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