Sven Fennema

 5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Neuland und Melancholia.

Neue Bücher

Melancholia

 (1)
Neu erschienen am 25.10.2018 als Hardcover bei Frederking & Thaler.

Alle Bücher von Sven Fennema

Neuland

Neuland

 (3)
Erschienen am 24.05.2017
Melancholia

Melancholia

 (1)
Erschienen am 25.10.2018

Neue Rezensionen zu Sven Fennema

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sabatayn76s avatar

Rezension zu "Melancholia" von Sven Fennema

‚Manchmal war ich wirklich tief beeindruckt [...].'
sabatayn76vor einem Monat

‚Manchmal war ich wirklich tief beeindruckt, wie lebensfroh und organisiert das alles wirkte, wie Menschen sich in diesen Umständen eingerichtet haben. Gleichzeitig schauderte es mich aber auch beim Nachdenken über die Bedingungen, unter denen hier Menschen oft leben.‘ (Seite 20 und 22)

Sven Fennema war für seinen Bildband ‚Nostalgia‘, den ich übrigens nicht kenne, bereits in Italien unterwegs und setzt nun mit ‚Melancholia‘ vor allem Süditalien ein Denkmal, obwohl das Buch auch Bilder seiner Norditalien-Aufenthalte enthält.

Er stellt in ‚Melancholia‘ Industriebauten, Friedhöfe und Grabstätten, Palazzi und Villen, Geisterdörfer, Sanatorien und Irrenanstalten, Sakralbauten sowie Theater und Kinos vor. Dabei fand ich die Industriebauten am wenigsten spannend, und auch wenn diese Fotografien durchaus beeindruckend sind, nutzt sich die Schönheit der Bauten und der Fotografien doch recht schnell ab, und die Fotos haben mich im Verlauf nicht mehr so sehr fesseln können wie zu Beginn. Dieser Effekt tritt in den nachfolgenden Kapiteln nicht mehr auf, und die Fotografien der Dörfer, Villen, Friedhöf etc. sind alle sehr ästhetisch, alle perfekt in Szene gesetzt und alle faszinierend. Bisweilen wurden die Bilder aus ungewöhnlichen Perspektiven aufgenommen, wodurch man sich auf dem Foto erst einmal orientieren muss, was Spannung erzeugt.

Die Fotografien werden von knappen, einführenden Texten begleitet, die Wissen über Totenkult, Wallfahrten etc. vermitteln, und werden mittels kurzer Legenden näher beschrieben.

Die Orte bleiben übrigens in den meisten Fällen unbenannt, um die Gebäude und Stätten bewahren zu können und nicht zu Touristenmagneten werden zu lassen.

Der Bildband ist in jeder Hinsicht ein Kunstwerk: großformatige, technisch versiert aufgenommene Fotografien, dickes Papier, brillante Druckqualität, geprägte Goldlettern auf dem Deckel, Leineneinband. Ein schönes Geschenk für sich selbst oder für andere.

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Ginger1986s avatar

Rezension zu "Neuland" von Sven Fennema

Ein toller Bildband
Ginger1986vor 10 Monaten

Der Fotograf entführt uns in Welten in denen sich die Natur ihre Plätze wiederholt und sich von dem Einfluss der Menschen neu regeneriert. 
Das Buch ist sehr schwer und hochwertig. Das Papier hat eine gute Qualität. Das Buch und der Umschlag sind in Leinen gebunden. 
Das Buch beginnt mit folgendem Zitat: 
"Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand."Charles Darwin, britischer Naturforscher, 1809-1882
Das Buch ist in vier Kapitel unterteilt: 
1. Neues Leben2. Schönheit des Verfalls 3. Leise Verwandlung 4. Unendliche Stille 
Sven Fennema macht Fotos an Orten an denen schon lange keine Menschen mehr Leben und Arbeiten. An diesen Orten hat die Natur sich ihr Terrain zurückgeholt. Die Bilder zeigen verlassene Orte in Europa, welche in einem frischen grün erstrahlen. 
"Wie in einem Labyrinth fühlt man sich in diesem Berghof, immer wieder enden die kleinen und verwinkelten Gassen in Geröll oder vor zusammengestürzten Trümmern." Sven Fennema 
So berichtet der Fotograf seine Eindrücke bei der Arbeit. 
Auf fast jeder Seite finden sich passend zu den faszinierenden Aufnahmen, Zitate von berühmten Persönlichkeiten oder Eindrücke vom Fotografen. Die langen Texte zwischen den Bildern wurden von Christoph Gunkel geschrieben. 


 Ich war sehr fasziniert von den wunderschönen Aufnahmen. Ich habe richtig bemerkt, mit wie viel Liebe zum Detail und Freude an der Arbeit der Fotograf gearbeitet hat. 
Faszinierend in unserer heutigen schnelllebigen Zeit, ist die Ruhe welche die Orte und die Fotografien ausstrahlen.
 Ein toller Bildband der inspiriert und zum nachdenken anregt. 

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SeilerSeites avatar

Rezension zu "Neuland" von Sven Fennema

die Poesie des Vergänglichen
SeilerSeitevor einem Jahr

Nach dem Erfolg von "Nostalgia" liegt nun der nächste hochwertige Bildband des Fotografen Sven Fennema vor. Darin widmet er sich verlassenen Orten, die von der Natur zurückerobert wurden. Diese besonderen Lost Places fallen durch ihr eigentümliches Zusammenspiel von einstigem menschlichem Ordnungswillen in Form der Architektur und der langsamen, aber stetigen Wiedervereinnahmung durch die grünen Bewohner auf.

Die exakte Lage der Orte verrät Sven Fennema nicht. Zu viele der morbiden Schönheiten wurden bereits durch Vandalismus beschädigt und verunstaltet. Doch tut das der Faszination der Reise, auf die man von dem Fotografen mitgenommen wird, keinen Abbruch. Gemeinsam mit ihm steigt man schmale, überwucherte Gassen empor, um zu einem abgelegenen italienischen Bergdorf zu gelangen. Man bestaunt die verlassene Siedlung mit ihren verwinkelten Wegen, während man Fennemas Worte liest: "Hier hat sich mir die Gewalt der Natur besonders eindrücklich gezeigt. Ich fühle mich in den zugewachsenen Gassen so verloren, als ob ich der letzte Mensch auf Erden sei."

Dieses Gefühl stellt sich ebenso bei alten Fabrikanlagen ein, in denen nun friedlich das Grün sprießt, in märchenhaften Schlössern, die direkt einer Fantasywelt entsprungen scheinen oder früheren Vergnügungsparks, deren einzige Gäste heute lange Efeuranken sind. Die Bilder nehmen den Betrachter durch sorgfältige Bildkomposition, kreativen Umgang mit Licht und Schatten und technischem Können unmittelbar mit hinein in diese geheimnisvolle Welt. Im Focus steht dabei immer die Art und Weise, wie die Natur in die durch Menschen angelegten Orte eindringt.

Das Buch gliedert sich in vier Hauptkapitel, die grob den Jahreszeiten nachempfunden sein sollen. Dabei geht es jedoch nicht um Aufnahmen im Frühling, Sommer usw., sondern um die Art des Verfalls. Jeder Abschnitt wird eingeleitet von Christoph Gunkel. Auch für jedes Bild gibt es einen kleinen erklärenden Text. Diese wären jedoch nicht immer nötig gewesen, da viele Fotografien für sich wirken. Positiv hervorzuheben ist, dass der Fotograf selbst zu Wort kommt und von seinen Reisen berichtet. Die thematisch passenden Zitate berühmter Persönlichkeiten sind eine nette Zugabe.

Sven Fennema gelingt in diesem Bildband eine ansprechende und anspruchsvolle Dokumentation von schwer zugänglichen Lost Places in Europa. Ein bisschen weniger Text hätte nicht geschadet, um die Bilder für sich stehen zu lassen. Für Profi- als auch für Hobbyfotografen sowie allen entdeckerfreudigen Naturliebhabern sei das Buch als Anregung und Inspiration empfohlen.

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