Sven Friedrich Der Klassik(ver)führer, Richard Wagner

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Inhaltsangabe zu „Der Klassik(ver)führer, Richard Wagner“ von Sven Friedrich

Keine Angst vor Wagner: Sven Friedrich verführt mit kommentierten Highlights. Die Reihe der komponistenbezogenen Bände des Klassik(ver)führers, die im Jahr 2006 naheliegend mit Mozart begann, wird nun mit einem Sonderband über Richard Wagner fortgesetzt. Der Autor, Dr. Sven Friedrich, Direktor des Wagner-Museums und -Nationalarchivs in Bayreuth, präsentiert spannend und verständlich das bewegte und aufregende Leben Richard Wagners, wobei er 36 der populärsten Themen aus dessen Werken in Ausschnitten vorstellt, kommentiert und erläutert. Entstanden ist eine Box mit 3 CDs, mit einer Gesamtdauer von fast 4 Stunden. Knapp 3 Stunden gehören dabei der herrlichen Musik Richard Wagners. Einfacher und bequemer kann man sich dem Mythos Wagner kaum nähern. So werden dem Hörer Berührungsängste genommen und die grandiosen Werke dieses genialen Komponisten nahe gebracht. Aber auch für den Wagner-Kenner ist diese CD ein Gewinn: sie liefert einen roten Faden durch Wagners umfangreiches Gesamtwerk und beleuchtet interessante, nicht unbedingt bekannte Zusammenhänge zwischen Leben und Werk. Ob aber nun Neuling oder Kenner: diese einzigartige kommentierte Zusammenstellung der populärsten Themen aus Wagners Schaffen ist für jeden ein Hörgenuß ersten Ranges. Als versierter und kenntnisreicher Sprecher konnte – wie auch bei den vorherigen Bänden des „Klassik(ver)führers – der berühmte, langjährige Bayreuther Wagner-Tenor Kammersänger Wolfgang Schmidt gewonnen werden

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  • Rezension zu "Der Klassik(ver)führer, Richard Wagner" von Sven Friedrich

    Der Klassik(ver)führer, Richard Wagner

    HeikeG

    15. August 2008 um 15:44

    Der Orpheus alles heimlichen Elendes - Tragik und Liebe als zentrales Leitmotiv in den Werken des großen Richard Wagner - Konzertführer gibt es am großen Buchmarkt viele, vom hunderte Seiten starken bis zur kleinen Broschüre. Wohl einzigartig in ihrer Machart, verlegt der kleine Auricula Verlag aus Berlin seit 2001 die Reihe "Klassik(ver)führer". Fünf informative und - mittels ausgewählter Klangbeispiele - musikalische Hörbücher mit den schönsten Themen der klassischen Musik, die in einer ausgewogenen Mischung aus Musikstücken und Kurzkommentaren Klassikneulinge, als auch interessierte Laien ansprechen, sind mittlerweile erschienen. Im Jahr 2006 erweiterte Herausgeber Dr. Gerhard K. Englert sein Sortiment mit einem komponisten- und werksbezogenen Band. Nach Mozart und Richard Wagners "Ring-Motiv" liegt nun der Sonderband "Richard Wagner" vor, für den sich Englert einen kompetenten Autor ins Boot geholt hat: Dr. Sven Friedrich, Direktor des Wagner-Museums in Bayreuth. Gemeinsam mit Sprecher Kammersänger Wolfgang Schmidt wird dem Hörer eine thematisch in sich stimmige und musikalisch extrem gelungene Einführung in Richard Wagners einzigartiges Werk geboten. Auf drei CDs, mit einer Gesamtspieldauer von 3 3/4 Stunden, wird dem interessierten Laien das Wagnersche Schaffen anhand von umfangreichen Musikauszügen und begleitenden Kommentaren zu Werk, Künstler, Zeit und Lebensumständen des Komponisten, präsentiert. "Im wunderschönen Monat Mai, kroch Richard Wagner aus dem Ei. Ihm wünschen, die zumeist ihn lieben, er wäre besser drin geblieben." Dieses augenzwinkernde, Selbsterkenntnis beweisende Geburtstagsgedicht, 1855 von keinem geringeren als Richard Wagner höchstpersönlich geschrieben, wählt Sven Friedrich als Einstieg. Deutlich getragener und pathetischer drückte sich dagegen in seinem bedeutendsten Essay über Leiden und Größe dieses unvergleichlichen Künstlers, einer der prominentesten und kenntnisreichsten Bewunderer und zugleich Kritiker Wagners - Thomas Mann - aus: "Leidend und groß, wie das Jahrhundert, dessen vollkommener Ausdruck sie ist, das neunzehnte, steht die geistige Gestalt Richard Wagners mir vor Augen." Klangzauberer mit einer Aura des Schwerverdaulichen Am 22.Mai 1813, übrigens im selben Jahr wie Giuseppe Verdi, wird Richard Wagner als jüngstes von insgesamt neun Kindern des Polizeibeamten Karl Friedrich Wilhelm Wagner und seiner Frau Rosine in Leipzig geboren. Im Laufe seines siebzigjährigen Schaffens stand er mit seinem Gesamtwerk auf dem Höhepunkt der romantischen Musik und beeinflusste viele Zeitgenossen und spätere Komponisten erheblich. Aber Wagner polarisiert wie kaum ein anderer Künstler die Kunstwelt bis heute. Treffend umreißt dies Friedrich in seinem Einführungskapitel: "Wohl an keinem anderen Komponisten haben sich die Geister geschieden wie an ihm (...) Gläubigen und manchmal zu blind verehrenden Wagnerianern stehen Musikfreunde gegenüber, die gerade vor Wagner zurückschrecken. So umgibt diesen einzigartigen Klangzauberer eine Aura des Schwerverdaulichen, Anstrengenden und Fragwürdigen. Schuld daran mag der bezwingende Riesenernst seiner manchmal überlangen und schwergewichtigen Werke sein, deren affirmatives, mit Weltanschauung aufgeladenes Pathos, aber auch die markerschütternde Intensität seiner Musik, die dem einen oder anderen vielleicht zu aufgesetzt theatralisch oder auch zu affektiert und emotional erscheint. Wagner gestattet keine Neutralität, sondern erzwingt ungeteilte Aufmerksamkeit. Sein dauernder und manchmal fast aufdringlicher Appell an die innersten Seelenregungen mobilisiert starke Gefühle, von begeisterter Hingabe bis zu feindseliger Ablehnung." Sänger der menschlichen Seele Doch Richard Wagner ist und bleibt vor allem der "Sänger der menschlichen Seele", "der Orpheus alles heimlichen Elendes", wie ihn Friedrich Nietzsche einmal bezeichnete. Auch wenn es manchmal Mühe und Geduld kostet sich ihm zu nähern - der Maler Franz von Lenbach bezeichnete seine Musik einmal als "Lastwagen zum Himmelreich" -, so ist doch der Lohn "jene Erhebung, jenes Glück und auch jener Trost, den eben nur die Kunst spenden kann", wie der Autor treffend feststellt. Übrigens - auch dies findet Erwähnung - ist Wagner gleichfalls ein Fall für Zahlenmystiker: geboren im Jahr 1813, dessen Quersumme wiederum 13 ergibt, enthält sein Name 13 Buchstaben. An einem 13. Januar, genau 13 Monate vor seinem Tod, am 13. Februar vollendet Wagner sein 13. und letztes Bühnenwerk. Und 113 unvergleichliche Werke hinterließ Wagner, die allesamt beredtes Zeugnis großer abendländischer Geistes- und Kulturgeschichte sind. Unvergleichlich auch das emotionale, Schauer erzeugende "Tannhäuser"-Finale, mit dem dieser großartige Klassik(ver)führer schließt. Sorgfältige Musikauswahl und ausführliches Booklet Inhaltlich richtet sich der Klassik(ver)führer "Richard Wagner" an alle Kulturinteressierte, egal ob Neuling oder Kenner, wohingegen für echte Wagnerianer wohl keine allzu großen Neuigkeiten an den Tag gebracht werden. Vorwissen über klassische Musik ist kaum erforderlich, sondern nur die Bereitschaft, sich damit zu beschäftigen. Ein Hörgenuss ersten Ranges ist diese einzigartig kommentierte Zusammenstellung der populärsten Themen aus Wagners Schaffen, in weitgehend chronologischer Anordnung, auf jeden Fall. Sie bietet dem Hörer einen idealen Überblick über die musikalische und persönliche Entwicklung Wagners. Besonderes Lob gilt der sorgfältigen Musikauswahl, die auch die frühen, seltener gehörten Werke ("Die Feen", "Das Liebesverbot") nicht vergisst. Ein ausführliches Booklet benennt in der Trackliste neben dem Tag der Uraufführung, auch den damaligen und den auf dieser CD zu hörenden Klangkörper und seinen Leiter sowie die jeweiligen Solisten. Bei Werkausschnitten (einzelnen Sätzen) sind immer alle Satzbezeichnungen aufgeführt und nur die hörbaren fett gedruckt, wodurch der Hörer einen Gesamtüberblick behält und dadurch motiviert wird, vielleicht das komplette Werk zu hören. Einziger kleiner Kritikpunkt ist die zwar versierte und kenntnisreiche, aber akustisch "blass" präsentierte, immer aus dem Hintergrund zu kommende, etwas zu farblose Stimme von Kammersänger Wolfgang Schmidt. Fazit: Auf verständliche, spannende und musikalisch hervorragend ausgewählte und arrangierte Art wird das bewegte und schicksalhafte Leben von Richard Wagner präsentiert. Der interessierte Laie wird anhand von 36 populären Themen, die ausschnittsweise vorgestellt, kommentiert und zueinander in Bezug gesetzt werden, an das Schaffen des genialen Künstlers herangeführt. Auriculas Klassik(ver)führer "Richard Wagner" verführt im wahrsten Sinne des Wortes und macht Lust auf mehr Wagner.

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