Sven Gottschling

 4.9 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Leben bis zuletzt, Übers Sterben reden und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Sven Gottschling

Sven Gottschling (Jahrgang 1971) ist Chefarzt am Zentrum für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie des Uniklinikums des Saarlandes und hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, kranken Menschen ihre Schmerzen zu nehmen und ihnen mehr Lebensqualität zu geben. Sein Bücher "Leben bis zuletzt – Was wir für ein gutes Sterben tun können" und "Schmerzlos werden. Warum so viele Menschen unnötig leiden und was wirklich hilft" wurden auf Anhieb zu SPIEGEL Bestsellern.  

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Sven Gottschling

Cover des Buches Leben bis zuletzt (ISBN: 9783596034215)

Leben bis zuletzt

 (6)
Erschienen am 22.08.2018
Cover des Buches Wer heilt, hat recht (ISBN: 9783596703173)

Wer heilt, hat recht

 (1)
Erschienen am 27.02.2019
Cover des Buches Übers Sterben reden (ISBN: 9783596705368)

Übers Sterben reden

 (1)
Erschienen am 23.10.2019

Neue Rezensionen zu Sven Gottschling

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Rezension zu "Leben bis zuletzt" von Sven Gottschling

Sterben, Tod und Gänseblümchen
KaraMellivor 5 Monaten

Irgendwann 2018 habe ich in der ARD Mediathek einen Beitrag über chronische Schmerzen gesehen. Prof. Gottschling war als Gast geladen und hat u. a. Fragen zum Thema der Sendung beantwortet.
Seine Sicht hat mir damals ebenso gefallen wie seine souveräne und uneitle Herangehensweise. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir nicht klar, daß es auch SOLCHE Ärzte geben kann.
(Diese Tatsache und seine Ausführungen haben mich damals übrigens dazu gebracht, wieder Anlauf zu nehmen. Er hatte mir den Impuls geliefert, nicht weiter Ibus zu nehmen. Mich angespornt, meine PraxenOdyssee fortzusetzen und nach laaaaaanger Zeit endlich eine Diagnose zu bekommen.)
Gottschling war mir also schon durch die Sendung bekannt. Als Autor in "Leben bis zuletzt" berichtet er von „der anderen Seite“: von der Seite der Wissenden. Er versucht mit diesem Buch, Laien wie mir Krankheit, Sterben, Tod und das Drumherum näher zu bringen.
Für mich stellen diese Punkte keine Tabus dar. Ich gehöre damit wohl zu den „Planern“, besitze eine Patientenverfügung, habe mich also mit der Materie bereits auseinandergesetzt. Das Ebook hat trotzdem meine Neugier geweckt. Die Möglichkeit, mich nochmal in aller Ruhe und ohne Dringlichkeit mit diesen Dingen zu befassen, wollte ich mir nicht entgehen lassen.
Gottschling schildert u. a. Sterbeprozesse, informiert über den Stand der Palliativmedizin, verwendete Medikamente und ihre Darreichungsformen und bezieht Stellung zu ethischen Fragen.
Mir hat er z. B. durch seine Darstellungen einen differenzierteren Blick auf die Sterbehilfe ermöglicht. Auch meine gefasste Meinung zu Lebenszeit und –qualität hat sich durch seine Berichte gewandelt.
Sein Buch war im Ganzen hilfreich, von der ersten bis zur letzten Seite. Es hat mich sehr dabei unterstützt, Situationen und Umstände, die ich vorher aus Angst und Unwissenheit heraus anders bewertet habe, neu zu durchdenken.
Aus jedem Kapitel ist zu lesen, welches Engagement und wieviel Herzblut Gottschling in seine Arbeit steckt.
Man kann es sich nur wünschen und hoffen: Möge die Macht eines Palliativmediziners wie Gottschling mit jedem Sterbenden sein.

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Rezension zu "Übers Sterben reden" von Sven Gottschling

Ein wichtiges Buch, wie eine Art Ratgeber, über ein Thema, mit dem sich niemand beschäftigen möchte, dass aber immer an unserer Seite ist
Buchraettinvor 8 Monaten

Mir kommt bei dem Wort „Sterben“ das Bild eines den Kopf in den Sand steckenden Vogelstraußes in den Kopf. Oder auch die drei Affen- nichts hören-nichts sehen-nichts sagen. Dennoch ist der Tod ein Teil jedes Lebens- auch unserem eigenen- verdrängen, nicht wahrhaben wollen- doch manchmal spielt das Leben nach anderen Regeln als wir sie uns wünschen.


Kein Thema wird so sehr verdrängt wie der Tod. Bis es zu spät ist, man unvorbereitet damit konfrontiert wird, man vor Entscheidungen steht, nach einem Unfall, einer Diagnose, die alles verändert oder an der Seite eines Angehörigen- wie verhält man sich? Wie spricht man darüber? Mit Angehörigen, den Ärzten? Was sollte man beachten? Welche Vorsorge, wie z.B. eine Patientenverfügung kann man treffen? Wie spricht man mit Kinder darüber?


Ich finde, es ist ein wichtiges Thema, das niemand vor sich her schieben sollte- weil es trifft jeden von uns- manchmal später, manchmal plötzlich und unerwartet, aber wenn man sich vorbereitet, sich informiert, schafft das auch Sicherheit im Leben besonders auch für Angehörige, Familie und auch für sich selbst.


Das Buch hat diesmal 2 Autoren. Prof. Dr. med. Gottschling ist Palliativmediziner und Dr. Katja Welsch Dipl. Psychologie (weitere AutorInneninfos findet man auf dem Klappentext des Buches).


Ich würde dieses Buch als eine Art Ratgeber rund um das Thema „Sterben“ bezeichnen. Anhand des Inhaltsverzeichnis bekommt jeder Leser einen guten Überblick und gleichzeitig auch eine Hilfestellung beim Informationensuchen.


Im Buch werden Themen behandelt, wie Kommunikation, Gespräche mit Ärzten, das Sprechen über schwierige Themen, Vorbereitung auf das Sterben, professionelle Begleitung am Lebensende, wie läuft das Sterben ab.


Zu Beginn wird der Begriff der Palliativmedizin erläutert. Was genau wird auf solchen Stationen gemacht? Wer kann da dorthin? Wie spricht man bei Ärzten an, dass man das in Anspruch nehmen will?


Der Ton des Buches trifft mit seiner sachlichen Informationsweise, aber gleichzeitig den emotionalen Fallgeschichten genau den richtigen Punkt. Dieses Thema bewirkt ein Zurückschrecken, ein Ausblende, Wegschauen- dennoch ist es so wichtig.


Mir hat der Aufbau des Buches sehr gut gefallen. Immer wieder finden sich kleine Merkboxen im Text, die kurz Themen darstellen, auch für Leser, die das Buch nur überfliegen nach der Suche nach Informationen, bekommen hier gute Tipps, z.B. in der Gesprächsführung.


Ein wichtiges Thema ist auch die Patientenverfügung. Hier findet man Vordrucke, Fragestellungen, anhand derer jeder Leser sich einen Überblick verschaffen kann, wie möchte er/ sie versorgt werden.  


Wie schreibt man ein Testament? Wie läuft eine Beerdigung ab? Welche letzten Wünsche möchte jemand noch erfüllt bekommen, wo findet man dafür Hilfe?


Ich denke,  niemand möchte sich freiwillig damit auseinander setzten, das möchte man weit von sich schieben- doch manchmal geht es nicht. Und dann? Nichts ist geregelt. Wie soll die Behandlung ablaufen? Was passiert mit Kindern, Tieren, wie geht es weiter?


Da sollte jeder vielleicht ein paar Minuten für aufwenden und drüber nachdenken- denn manchmal sind diese paar Minuten die Zeit, die später darüber entscheiden, was mit einem passiert, wenn man selbst nicht mehr dazu in der Lage ist, darüber zu entscheiden.

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Rezension zu "Wer heilt, hat recht" von Sven Gottschling

Eine Art Ratgeber rund um die Vielfalt der alternativen Medizin
Buchraettinvor einem Jahr

Akkupunktur, Homöopathie, Tiergestützte Therapie, Placeboeffekt- im Buch werden eine Vielzahl an Behandlungsmethoden und Wirkweisen innerhalb der Medizin vorgestellt.
Das Inhaltsverzeichnis zu Beginn des Buches bietet interessierten Lesern hier einen ersten Überblick.
Mit hat die kritische Darstellung verschiedener Behandlungsmöglichkeiten sehr gut gefallen. Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es zu den Behandlungen? Gibt es wissenschaftlich fundierte Studien?
Worauf sollten Patienten achten, wenn sie alternative Methoden in Betracht ziehen? Wie wirken diese Therapien? Welche Nebenwirkungen gibt es?
Was bedeutet eigentlich Placeboeffekt? Welche Patientengruppen sollten damit nach den neusten Erkenntnissen nicht behandelt werden?
Warum ist Vertrauen die Grundlage einer jeden guten Behandlung?
Wie läuft eigentlich die Ausbildung zum Arzt ab? Wie kann man Heilpraktiker werden? Welche Zusatzausbildungen benötigt man für die alternativen Therapien?
Zu Beginn des Buches erklärt der Autor die genaue Vorgehensweise um eine Studie wissenschaftlich darzustellen. Hier werden Fachbegriffe, wie z.B. Validität oder Reliabilität erklärt.
Anhand der verschiedenen Therapiemöglichkeiten wird nun auch dargestellt, wie wissenschaftlich fundiert Behandlungsmöglichkeiten der alternativen Medizin sind.
Sehr gut gefallen hat mir an diesem Sachbuch, das in einem unterhaltsamen, aber dennoch auch informativen Stil geschrieben ist, das es immer wieder auch anhand von Fallbeispielen Behandlungsmöglichkeiten erklärt. Ich mochte den Humor, der immer wieder durch die Zeilen blitzt.
Sehr gut waren auch die kleinen Textbausteine im Buch, die eine kurze Zusammenfassung des Textes bieten.
Der Stil war sehr gutgeschrieben, informativ und auch für medizinische Laien gut verständlich.
Zum schnellen Nachschlagen bietet sich das Register hinten im Buch an.
Der Autor Sven Gottschling ist Chefarzt für Palliativmedizin an der Uniklinik des Saarlandes Der Mitautor Lars Amend ist Autor und u.a. Live Coach (Quelle Klappentext hinten Autoreninfos).
Das Buch bietet einen guten Überblick über Wirkweisen, Nebenwirkungen, Indikationen, Kontraindikationen, Wirkweisen und stellt die alternativen Therapien auf den wissenschaftlichen Prüfstand.
Sehr informativ, unterhaltsam und leicht verständlich auch für medizinische Laien zu lesen, sehr anschaulich mit den vielen Fallbeispielen aus der Praxis.
Ein Sachbuch, eine Art Ratgeber für Patienten und auch für interessiertes medizinisches Fachpersonal rund um die Vielfalt der alternativen medizinischen Therapien.

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