Sven Hannawald Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben

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Inhaltsangabe zu „Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben“ von Sven Hannawald

Mit Siegen in allen vier Wettkämpfen der Vierschanzentournee wurde Sven Hannawald 2001/2002 zur Sportlegende – bis heute hat ihm das keiner nachgemacht. Doch das Ausnahmetalent konnte dem Leistungsdruck eines Spitzensportlers nicht standhalten: Er, der in der DDR aufgewachsen war und immerzu gefordert wie gefördert wurde, musste seine Karriere im Jahr 2004 beenden, nachdem sich Symptome einer Burn-out-Erkrankung zeigten. Wie kam es dazu? Wie ist Sven Hannawald zu dem Erfolgssportler geworden, der er war? Was macht Skispringen so unglaublich fordernd? In seiner Autobiografie liefert Sven Hannawald spannende Hintergründe aus dem Innenleben eines Athleten, der sich den gnadenlosen Mechanismen seiner Sportart auslieferte, um erfolgreich zu sein: Wie ihn der Kampf um immer noch weniger Körpergewicht fast in die Magersucht, Erfolgsdruck und Zukunftsängste ihn in die Einsamkeit trieben. Und wie er sich und seine Balance schließlich findet – und seinen Weg zurück ins Leben. Ein Buch, das in seiner schonungslosen Ehrlichkeit nicht nur allen Sportinteressierten einen Blick hinter die Kulissen des Lebens von Leistungsportlern gewährt, sondern das auch all jenen Menschen Mut macht, die unter dem Leistungsdruck unserer Gesellschaft selbst an Depressionen oder Burn-out erkrankt sind. Autorenporträt: Sven Hannawald wurde 1974 in Erlabrunn/Erzgebirge geboren. Als 12-jähriger wechselte er auf die Kinder- und Jugendsportschule (KJS) in Klingenthal, wurde DDR-Schülermeister und zog nach der Wende (mit 15 Jahren) nach Hinterzarten in den Schwarzwald. Im Jahr 2000 wurde er Skiflug-Weltmeister und 2001/02 zur Legende, als er die Vierschanzentournee mit Siegen in allen vier Wettbewerben gewann, was vor ihm und bis heute keiner mehr geschafft hat. Hannawald gewann insgesamt 18 Weltcup-Springen und wurde 2002 Olympiasieger. Im Jahr 2004 beendete er seine Karriere. Aktuell ist der 38-Jährige Autorennfahrer. 'Der Motorsport gibt mir meine Adrenalinkicks von früher, die ich nach wie vor brauche.'

Meilenstein der Skisprunggeschichte - Sven Hangawald erzählt

— MrsFoxx
MrsFoxx

Eine sehr kurzweilige Biografie in hochwertiger Aufmachung

— Ekcnew
Ekcnew

Halte da Buch gut geeignet, allen die nicht glauben wollen das Burnout-Syndrom eine Krankheit ist das Gegenteil zu beweisen. Lesen sollte

— Diandra-Anja
Diandra-Anja

Eine berührende Sportlerbiographie, die interessante Einblicke den Leistungssport gibt und Mut macht.

— Lua23
Lua23

Eine bewegende Biografie, die tief ins Herz geht und viele Fragen hinter den Kulissen beantwortet.

— martina400
martina400

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  • Sven Hannawald - Die Legende erzählt

    Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben
    MrsFoxx

    MrsFoxx

    12. February 2017 um 17:27

    Klappentext: 2001/2002 gewann Sven Hannawald als bisher einziger Skispringer alle vier Wettkämpfe der Vierschanzentournee – er war ein Ausnahmetalent und wurde zur Skisprung-Legende. In seiner Autobiografie schreibt er nicht allein über Höhenflug und Absturz, sondern auch über die ersten Schritte auf seinem Weg zum Erfolg, die er im „Wunderland des Sports“ tat. Im sozialistischen Osten aufgewachsen, wurde Sven Hannawald früh Teil der DDR-Kaderschmiede. Als „allseitiger Normerfüller“ fiel er der Talentsichtung rasch auf und wurde gefördert wie gefordert. Er besuchte Kaderschulen und diente mit seinen ersten Erfolgen schon bald den gesellschaftlichen und politischen Zielen des DDR-Sportsystems. Die Wende bedeutete für Hannawald nicht nur mehr Freiheit, sondern auch die Ungewissheit seiner sportlichen Zukunft. Sprang er seinen frühen Erfolgen zunächst noch hinterher, erzielte er mit seinen sportlichen Leistungen bald Rekorde, die bis heute unangefochten sind. Was macht Skispringen so unglaublich fordernd? In seiner Autobiografie liefert Sven Hannawald spannende Hintergründe aus dem Innenleben eines Athleten, der sich den gnadenlosen Mechanismen seiner Sportart auslieferte, um erfolgreich zu sein: Wie ihn der Kampf um immer noch weniger Körpergewicht fast in die Magersucht, Erfolgsdruck und Zukunftsängste in die Einsamkeit trieben. Und wie er sich und seine Balance schließlich findet – und seinen Weg zurück ins Leben. Sven Hannawald und sein Triumph bei der Vierschanzentournee gehören zu den Meilensteinen der Wintersport- und Skisprunggeschichte. Er war und ist Vorbild für viele Nachwuchstalente und hat nun endlich seine Geschichte zu Papier gebracht. Geholfen hat ihm dabei Ulrich Pahmann, der die Geschichte des Ausnahmetalents in schön flüssiger Art und Weise dem Leser näherbringt. Die Vierschanzentournee 01/02 steht im Mittelpunkt, doch auch die Kindheit und Jugend im Leistungskader der DDR und die Zeit danach – sein Burn-Out – werden thematisiert. Gespickt ist das Ganze mit vielen Fotos, und auch leider mit etwas zu viel Skisprung-Geschichte und –Technik. Das Zielpublikum dieser Biographie sind meines Erachtens sehr viele Menschen wie ich – begeisterte Skisprungfans, die sowieso alles über diesen Sport wissen, was es zu wissen gibt. Hier hätten sich die beiden für meinen Geschmack etwas zurückhalten können. Nichts desto trotz ist dieses Buch schön zu lesen und anzusehen. Fazit: Teilweise etwas zu viel Hintergrundinformationen, die Skisprungfans ohnehin schon wissen. Abgesehen davon aber ein interessantes Buch, das viel über die Hintergründe seines Erfolgs und auch seiner Krankheit erzählt. 

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  • „Endlich im Leben gelandet“

    Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben
    Ginevra

    Ginevra

    05. April 2016 um 14:52

    Sven Hannawalds Geschichte ging durch die Presse: erst jahrelange Erfolge als Ausnahmeathlet, dann auf einmal Gerüchte um eine Essstörung, der massive Leistungsknick – und die Diagnose Burnout. Etliche Jahre später sahen wir einen strahlenden, lebensfrohen Hannawald in den Talkshows, der mutig und unbefangen über seine Erkrankung und seine Therapie sprach.2013 erschien seine Biographie, gemeinsam verfasst mit Erfolgs-Fitnessratgeber-Autor Ulrich Pramann. Schon rein optisch macht diese Biografie Lust aufs Schmökern: das Cover zeigt einen nachdenklichen Hannawald, beim Blättern zeigen sich viele Fotos und ein abwechslungsreich gestaltetes Layout.In der Einleitung legt Hannawald dar, was ihn zu diesem Buch motivierte: er möchte nicht nur die Höhen und Tiefen seiner Lebensgeschichte verarbeiten und diese seinen Fans präsentieren. Er will eine breite Leserschaft ansprechen, um auf die Gefahren des Leistungsdenkens für die Seele hinzuweisen – und anderen Betroffenen Mut machen, sich in Therapie zu begeben.Sein Co-Autor Pramann prangert die Sport-Leistungskader-Maschinerie an, die bei immerhin 11% aller Athleten zu einem Burnout führt. Gefahren für Leib und Seele werden von über 40% der Leistungssportler bewusst in Kauf genommen, doch mit den Folgen können die wenigsten umgehen.Zunächst erfährt der Leser so einiges aus Hannawalds Kindheit und Jugend in der DDR (Johanngeorgenstadt), die an seinem dritten Geburtstag beginnt: Sven bekommt das erste Paar Skier geschenkt. Schon als kleines Kind habe ihn der Ehrgeiz gepackt, über selbstgebaute Schanzen zu springen und dabei immer neue Herausforderungen zu bewältigen. Schon mit 6 Jahren trat er in den Skispringer-Verein ein und wurde als Talent entdeckt und gefördert. Interessant dabei sind immer wieder die Exkurse in das Hochleistungssportsystem der DDR, in der besonders die hochgewachsenen Kinder ausgesiebt und zu verschiedenen Sportarten zugeteilt wurden, um in internationalen Wettkämpfen die Stärke und Überlegenheit ihres politischen Systems zu demonstrieren. Dabei wurde gnadenlos über Grenzen gegangen.Nach der Wende zog die ganze Familie nach Hinterzarten, das später vorübergehend liebevoll in „Hannizarten“ umbenannt werden sollte. Hannwalds blitzartige Karriere begann, auch hier hatte er Rückschläge und Neuerungen zu bewältigen - doch der Hochleistungsskispringer funktionierte perfekt...Doch auf einmal machte die Psyche nicht mehr mit: unter dem extremen Erfolgsdruck begann Hannawald, unter innerer Unruhe, Versagensängsten und Selbstzweifeln zu leiden. Noch einmal gelang ihm ein sensationeller Sieg (bei der Vierschanzentournee 2001/02), dann brach er nach und nach zusammen. Erst 841 Tage später hatte er den Mut, sich seiner Geschichte zu stellen – in der psychosomatischen Klinik Bad Grönenbach. Hier wurde Hannawald klar: er hatte aufgrund seiner ehrgeizigen Persönlichkeit und der extremen Lust am Gewinnen nur zu gut in dieses System gepasst – erst hier im Allgäu lernte er, lockerer zu werden, mit den kleinen Dingen des Alltags zufrieden zu sein und „das Leben zu lernen“…An dieser abwechslungsreich gestalteten Biografie hat mir sehr vieles gut gefallen: die Exkurse in die Zeiten der DDR und nach der Wende, der Bezug zum Sport und die Beschreibung seiner umfassenden Psychotherapie. Hannawalds positive Ausstrahlung auf seinen jüngeren Fotos spricht für sich – und macht Mut, aus dem Leistungsdenken und dem Erfolgsdruck einmal bewusst auszubrechen – mit allen Konsequenzen. Besonders nach der Lektüre von Robert Enkes Biografie, die bekanntlich leider mit schweren Depressionen und Suizid endete, hat mich Hannawalds Umgang mit seiner Erkrankung beeindruckt. Ich hätte Enke sehr gewünscht, dass er den Mut zu einem solchen Neuanfang gefunden hätte.Auch das ausführliche Interview mit Hannawalds Therapeutin Nora Maasberg, die Tipps von Hannwald selbst und sein neuer Lebensentwurf haben mir richtig gut gefallen! Das Buch lädt dazu ein, auch die eigenen Hamsterrad-Tendenzen zu hinterfragen, und mit sich selbst achtsamer umzugehen…Fazit: eine tolle, aufmunternde Lektüre mit vielen Fotos und Hintergrundinformationen. 5 von 5 Sternen!

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  • Eine sehr kurzweilige Biografie in hochwertiger Aufmachung.

    Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben
    Ekcnew

    Ekcnew

    01. January 2016 um 15:54

    Welch ein hochwertiges Buch, gespickt mit vielen interessanten Fotos und Berichten von Menschen, die von Sven Hannawald berichten sowie allgemeine Erklärungen / Berichte zum Thema Skispringen. Das Buch beginnt mit der Beschreibung des Sprunges von Sven Hannawald, der ihn so berühmt gemacht hat. Er hat es als erster und bislang einziger Skispringer geschafft, alle vier Springen im Rahmen der Vierschanzentournee zu gewinnen.  Sehr interessant fand ich die Erzählungen aus der Kindheit, wie Sven Hannawald im "Wunderland des Sports" in der DDR aufgewachsen ist. Schön beschrieben sind auch die Turbulenzen des Umbruchs nach der Wende. Insgesamt kann der Leser sehr eindrucksvolle Einblicke in das Leben eines Skispringers erlangen - wieviel Zeit, wieviele Jahre Training investiert werden und dann festzustellen, dass der Erfolg ausbleibt - aber der Erfolg kam ja noch!  Es wird von Sven Hannawald genau erzählt, wie er die Zeit der Vierschanzentournee 2001/2002 erlebt hat, was danach mit ihm / um ihn geschehen ist. Der Absturz - alle erkennen, da stimmt was nicht. Ganz schlimm, der Betroffene selber weiß nicht, was nicht in Ordnung ist, was da nicht stimmt und was man dagegen tun kann, diese völlige Ratlosigkeit und Hilflosigkeit. Beeindruckend finde ich, dass so viel Persönliches von Sven Hannawald in diesem Buch veröffentlich wurde, gerade zum Thema Burn-out, da gehört ordentlich Mut dazu! Dieses Buch hilft hoffentlich auch anderen Menschen, die vielleicht Ansätze erkennen und somit besser handeln können. Auch das letze Kapitel "Zurück im Leben" finde ich gut geschrieben!

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  • Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben

    Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben
    aftersunblau

    aftersunblau

    30. November 2015 um 11:23

    In seinem Buch beschreibt Sven Hannawald wie er zum Skispringen gekommen ist und erzählt von seiner Kindheit. Am Höhepunkt seiner Kariere gewinnt er die Vierschanzentournee und dann kommt der totale Absturz - Bournout. Dies war die Kehrseite der Medaille. Wenn sich ein ganzes Leben nur um Sport dreht ist es nur eine Frage der Zeit wann es soweit ist. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Sven Hannawald hat erzählt wie er zum Skispringen gekommen ist und es gab einiges an Informationen wir trainiert wird. Dabei wird einem klar dass es eigentlich keine Kindheit gibt und sich alles nur um den Sport dreht. Mit steigendem Erfolg wächst der Druck und dies kann nicht jeder verarbeiten ohne das Blessuren an der Seele entstehen. Aufgelockert wird das Ganze noch mit zahlreichen Fotos, sowohl private als auch welche aus dem Sport. Am Ende des Buches findet man dann noch Informationen über Burn out. Auch wenn man nichts großartig neues erfahren hat, war es interessant zu lesen. Für Leute die den Skisport mögen kann ich das Buch weiter empfehlen.

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  • Portrait eines Jahrhundertsportlers

    Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben
    anyways

    anyways

    29. September 2015 um 20:38

    Eine Flamme brennt sehr heiß und sehr hell bevor sie erlischt. Svens innere Flamme für das Skispringen und Skifliegen brannte mehr als 20 Jahre. Zwanzig Jahre in denen sein Leben den festen Wettkampfregeln unterworfen wurde. Ein sehr intimes Portrait eines Jahrhundertsportlers. Angefangen von seiner Kindheit in Johanngeorgenstadt, der Talentsichtung (als „Kind“ der DDR habe ich dieses Prozedere ebenfalls kennengelernt), über die Jugendzeit in Klingenthal, die Wendezeit im Schwarzwald und sein sportliches Leben in Hinterzarten. Sven Hannawald beschreibt nicht nur seine Erkrankung sondern setzt sich sehr mit der Sportart Skispringen auseinander und somit den Leser ins Bild über Techniken, Materialauswahl, Sprungtechnik etc. Zeitzeugen: Eltern, Trainer und Sportkameraden werden nicht nur erwähnt, sondern sie kommen vereinzelt auch zu Wort. Das zusammen mit Hannawalds Lebensgeschichte bildet einen sehr interessanten Einblick in die Welt der „Adler“. Viel Neues gab es für mich, als am Skispringen Interessierte, z. Bsp. wusste ich bis dato nicht das Martin Schmitt einen Bruder hat, der früher Nordischer Kombinierer war, oder das der Autor mit Jens Weißflog nicht so gut konnte. Beachtlich ist die schriftliche Aufarbeitung seiner Krankheit, die vor zehn Jahren begann. Dabei klagt er nicht an, er rechnet nicht ab, obwohl ich bei einigen Passagen hellhörig wurde. Betroffen machte mich (ganz im Gegensatz zur Psychotherapeutin) seine früher Einzug in die Kinderkrippe nicht, da mussten wir schließlich alle durch, manche sogar schon mit sechs Wochen, nein, erschreckend für mich war die Distanz der Eltern nach der Wendezeit. Sie bekamen gar nicht mit, das der junge Sportler an einem Gemisch aus Heimweh und Bindungslosigkeit litt und nur durch einen glücklichen Zufall eine „Ersatzmutter“ fand und daraus schlussfolgernd seine sportliche Einmaligkeit wiederfand. Ich glaube als Mutter wäre mir das Herz gebrochen, hätte ich so wie Svens Vater bei einem Wettkampf mitbekommen dass es jemanden so wichtiges im Leben meines Sohnes gibt. Auch erfolgt nur in winzigen versteckten Portionen eine kleine Kritik an der Berichterstattung der verschiedensten Medien. Ein Aspekt der nicht zu verachten ist, der Druck der auf (vielen) Sportlern lastet, so im Fokus der Öffentlichkeit zu stehen ist mehr als enorm. Vielleicht sollte die deutsche Presse dieses Buch als Anlass nehmen, die Tragweite ihrer Kritik auch vorher zu überdenken. Jedoch ist es eine Summe von vielen, vielen kleinen und größeren Dingen, die eine Überforderung und schlussendlich einen totalen Kollaps verursachen. Erschreckend ist da als Erstes der Kampf ums Gewicht zu nennen aber auch die riesen Portion Perfektionismus, und das verbieten von Freude und Genuss. All das erzählt der Co-Autor in einem flüssigen leicht verständlichen Schreibstil. Das Buch an sich ist ein eigentliches Schmuckstück, es ist fest eingebunden, die Seiten sind auf hochwertigem Papier, es bringt einen Hauch Enzyklopädie-Geruch mit sich und ist mit zahlreichen Fotos aus allen Lebensabschnitten des Sportlers bebildert. Ich freue mich über die Genesung des Sportlers. Er wird in der Welt des Skisprungzirkus einer der Größten bleiben.

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  • Das Buch sollten alle lesen

    Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben
    Diandra-Anja

    Diandra-Anja

    18. March 2015 um 18:24

    Da ich auch von Burnout-Syndrom betroffen war und es den Rest meines Lebens auch sein werde (den man ist anfälliger für Stress), kann ich alles gut nachempfinden und weiß wie man sich fühlt. Was ich gelesen habe kann ich ALLES unterschreiben. Eines der Dinge die man leider hat wenn man diese Krankheit hat ist das man lange für ein Buch brauch, den es hapert mit der Konzentration. Man schafft immer nur wenige Seiten und dann ist man Müde und weiß, wenn man sich zwingt weiter zu lesen, gar nicht mehr was man gelesen hat. So habe ich für das Buch damals etwas länger gebraucht als ich es normal für Bücher tue.  Ich glaube auch wenn man weder jemanden kennt noch selber an Burnout-Syndrom leidet, kann man gut nachvollziehen was im Buch beschrieben ist. Halte da Buch auch gut geeignet, allen die nicht glauben wollen das Burnout-Syndrom eine Krankheit ist das Gegenteil zu beweisen.   Ich kann wie geschrieben aus eigener Erfahrung schon mal bestätigen das der Druck (egal in welchen Beruf oder in welcher Sportart auch immer) einen fertig machen kann und ich das Beschriebene sehr gut kenne. LESEN und weiterempfehlen … Damit möglichst viele endlich verstehen das diese Krankheit was Ernstes ist und sie aufhören die Betroffenen zu belächeln. Wer diese Krankheit hat wäre auch lieber gesund.

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  • Halb Biographie, halb Skisprunggeschichte

    Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben
    haubentaucher101

    haubentaucher101

    26. December 2014 um 22:15

    In seiner Autobiographie schildert Sven Hannawald (unterstützt durch Ulrich Pramann als Co-Autor) sein bisheriges Leben von der Kindheit, über den Höhepunkt seiner sportlichen Karriere bis hin zum Burn-Out und dem Weg zurück ins normale Leben. Das Buch ist teilweise wie ein Sachbuch gestaltet und enthält neben zahlreichen Fotos auch Interviews mit Wegbegleitern von Sven Hannawald und Exkurse zu verschieden Skisprungthemen, etwa der Entwicklung der verschiedenen Sprungstile. Ich habe das Buch in kürzester Zeit (weniger als 2 Tage) gelesen und ich habe es sehr gern gelesen. Trotzdem bleibt nach der Lektüre ein ambivalentes Gefühl. Mir erscheint die Autobiographie etwas „unausgeglichen“ und vor allem anders als nach der Ankündigung erwartet. Einen sehr großen Raum nimmt die Darstellung der sportlichen Entwicklung in der Kindheit und Jugend ein, die zugleich eine detaillierte und sehr interessante Beschreibung der Sportförderung in der ehemaligen DDR ist. Selbst in der Ex-DDR aufgewachsen und etwa im gleichen Alter wie Sven Hannawald kann auch ich mich an die damalige Sichtung erinnern (ich wurde damals als für Fechten geeignet ausgewählt, habe aber tatsächlich nie einen Degen in der Hand gehabt, auch weil mir diese Sportart damals extrem „uncool“ erschien) . Allerdings konzentriert sich schon diese Beschreibung stark auf die Schilderung des äußeren Geschehens und man bekommt relativ wenige Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt des 12jährigen, der von seinen Eltern getrennt und auf ein Sportinternat geschickt wird. Im zweiten großen Teil des Buches, der Schilderung der sportlichen Karriere und deren Höhepunkt, dem (einmaligen) Gewinn aller 4 Springen der Vierschanzentournee, scheint Sven Hannawald etwas mehr Einblick in sein Gefühlsleben zu geben. Aber auch hier beschränken sich die Einblicke überwiegend auf Ausschnitte aus damaligen Interviews oder Zeitungsberichten Dritter. Ähnlich verhält es sich im vorletzten Teil des Buches, dem Bericht vom Burn-Out und anschließendem Klinikaufenthalt und der sich daran anschließenden Therapie. Einerseits finde ich es gut, dass die Therapeutin von Sven Hannawald so ausführlich zu Wort kommt, andererseits finde ich es sehr schade (und im Widerspruch zum Ankündigungstext zu dem Buch) das man so wenig von Sven Hannawald selbst über diese schwierige Zeit erfährt. Sicher, eine Autobiographie soll kein Seelenstriptease sein, aber etwas mehr Einblick wäre nicht nur der Ankündigung zu dem Buch eher gerecht geworden, sondern würde auch Betroffenen (oder Angehörigen von Betroffenen) mehr helfen. Gänzlich verunglückt erscheint mir der letzte Teil des Buches, der vom „Leben nach der Therapie“ berichtet. Beim Lesen hatte ich den Eindruck einer fast gehetzten Aufzählung all der Dinge, die das Leben für Sven Hannawald nun wieder lebenswert machen (der Motorsport, der Hund, die Freundin, der Sohn), aber auch das geschieht merkwürdig emotionslos. Ich hatte fast das Gefühl, dass mit dem Verlag nur ein 200-Seiten-Buch vereinbart war und nun am Ende die Geschichte ganz knapp erzählt werden musste, weil für die ausführliche Schilderung der Kindheit und Jugend schon zu viele Seiten verbraucht waren. Oder liegt es daran, dass Sven Hannawald einfach noch nicht genug Abstand zu dieser Zeit hat um ähnlich reflektiert darüber zu berichten? Ich finde es jedenfalls sehr schade, dass das Potential dieses Buches nicht ausgeschöpft wird und kann mich nicht recht entscheiden, ob ich nun 4 Sterne vergeben soll (da ich das Buch wirklich gern gelesen habe und mich die Themen – sowohl die Skisprunggeschichte auch noch die Autobiographie – wirklich begeistert haben) oder doch nur 3 (eben wegen der vielen o.g. Kritikpunkte). Letztlich gewinnt der positive Gesamteindruck und auch die Dankbarkeit für ein paar Stunden wirklich gute Unterhaltung und ich vergebe 4 Punkte. Und wünsche Sven Hannawald von Herzen alles Gute für die Zukunft!

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  • Höhenflug mit hartem Absturz

    Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. August 2014 um 09:58

    Sven Hannawald hat wohl eine der bewegtesten und schwierigsten Sportlerkarrieren überhaupt hinter sich . Als Kind von Morgens bis Abends verplant . Eigentlich kein Leben für einen Jungen , der eigentlich noch ein ganz normales Kind ist . In der DDR wird er zum Supersportler getrimmt und in ein Bild des gepresst , dass er so nicht wollte . Doch wie es in dieser Branche so ist ohne die harte Arbeit an sich selbst , keinen Erfolg !! Doch dieses Buch wirft eindeutig die Frage auf , ob der Erfolg die verlorene Kindheit und die Anstrengungen überwiegt oder gar wett macht ?! Zum Sportgenie gemacht , der einzige der jemals alle vier Springen der Vierschanzentourne gewinnen konnte . Wird er von allen bewundert und in den Himmel gehoben . Doch dies scheint zu zu viel für ihn zu sein , denn ganze 841 Tage , erleidt er eine schwere Depressionen und Burn-Out. ! Ein tolles und ehrlich geschriebenes Buch , das Einblicke in das Leben eines Leistungssportlers gibt ! Und klar macht , dass unser Sportsystem einfach nur oberflächlich sein kann , und dringen überdacht werden müsste !! Ein Mann der erfolgreich ist und für Außenstehende vielleicht alles habe mag . Und der doch einfach nur unglücklich und verloren scheint . Ein tolles , wirklich lesenswertes Buch über einen tollen Sportler , doch vor allem über einen so scheint es tollen Menschen . Eine höchst interessante Biographie , die uns Einblicke in das Leben eines Sportlers gibt , aber auch hinter die Kulissen der Sportwelt blicken lässt . Sehr interessant !

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  • Sven Hannawald - vor, während und nach seinem Höhenflug

    Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben
    piepsl

    piepsl

    30. October 2013 um 15:21

    Mit seiner Biografie ist Sven Hannawald ein weiterer Sportler, der nicht nur über seine Erfolge schreibt, sondern auch darüber, was diese ihm und seinem Leben abverlangt haben und wozu alles geführt hat.Das Hardcoverbuch mit Hochglanzpapier macht einen sehr guten und aufwendig gestalteten Eindruck. Der Text wird bereichert durch viele Fotos aus früherer und jetziger Zeit, jeweils mit Anmerkungen, die das abgebildete kurz erläutern. Sein Coautor Ulrich Pramann hat es gut geschafft, die Erzählungen aus Sven Hannawalds Sicht an den Leser zu bringen. Der Sprachstil ist locker, zum Teil etwas zu leger, so kommen oftmals Aussprüche von Sven Hannawald, die ich als plump empfinde. Immer wieder sind auf Doppelseiten wichtige Personen aus dem Leben von Sven Hannawald integriert, die per Interview oder als Erzählung ihre Beziehungen und Eindrücke von ihm schildern.Im ersten und sehr langen Teil erfährt der Leser viel über die Kindheit und Jugend von Sven Hannawald. Hier hatte ich beim Lesen oft den Eindruck, dass durch das Erläutern der DDR-Politik, hier speziell im Bereich der Sportschulen, -ausbildung, Wettkampfförderung, etc., Text gefüllt wurde. Ich fand dies an manchen Stellen zu viel. Im Folgenden wird dann erzählt, wie der perfekte Sportler an seinem Durchbruch zu kämpfen hatte und dieser ihm dann mit dem Sieg aller vier Wettkämpfe bei der Vierschanzentournee gelungen ist. Hier erfährt man sehr viel über die Emotionen, die auf Sven Hannawald eingebrochen sind und mir persönlich hat dieser Teil des Buches am besten gefallen. Und dann der langsame Absturz. Die verzweifelten Versuche, seine Erfolge wieder aufleben zu lassen und sein Leben in den Griff zu bekommen. Doch vergeblich, eine Aufnahme in eine Spezialklinik scheint die letzte Rettung... Das Interview mit seiner Therapeutin war aufschlussreich, mir persönlich jedoch zu kühl. Die Emotionen, die zuvor gut rüberkamen, wirken am Ende des Buches wie ausgelöscht. Hier hätte ich mir mehr private Gedanken und Gefühle von Sven Hannawald gewünscht.Im ganzen ist dieses Buch eine gelungene Biografie, die ich gern gelesen habe und auch gern weiterempfehlen kann.

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  • Mein höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben

    Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben
    martina400

    martina400

    10. October 2013 um 06:43

    "Vertraue darauf, dass immer genau das passieren wird, was passieren muss." S. 207 Inhalt: In seiner autobiographie beschreibt Sven Hannawald sein Leben als Skispringer, von Geburt bis heute. Früh schon begann auch bei ihm die Familientradition Skispringen und er war mit vollem Eifer, Freude und Einsatz dabei. Leider forderte dieser Leistungsspot einen intensiven zeit- und Trainingsplan. Bald verließ er sein Elternhaus und lebte bereits mit 12 Jahren im Internat. In der "Kaderschmiede" wurde er mit eiserner Disziplin auf Höchstleistungen vorbereitet. Als Sven es zu den ersten Weltcusiegen geschafft hatte, merkte er, dass seine Technik perfekt ist und er mehr am Gewicht arbeiten muss, um größere Weiten zu erzielen. So stellte er seine Ernährung radikal um, kasteite sich selbst und flog wie ein Adler. Doch bald schon merkte er, wie kräfteraubend das ist und musste deshalb sogar eine Zwangspause machen. In diesen 3 Monaten konnte er sich erholen, neue Kraft und Motivation tanken und startete in die beste Saison seines Lebens. Ihm gelang, was noch kein Skispringer schaffte: Alle 4 Springen der 4-Schanzen Tournee zu gewinnen.Dieser Höhepunkt wurde gleichzeitig zu seinem Absturz. Hartes Training, Medien und Presse und die Essstörung brannten ihn aus. Lange war nicht klar, wie er sich helfen konnte, bis er in einer Klinik das Wort "Burn-out" hörte und sich ganz auf die Behandlung einließ. Es dauerte Jahre, bis er wieder einen sicheren Stand im Leben hatte und nun als Autorennfahrer glücklich ist. Cover: Das Cover lässt einen innehalten. Man wird von blauen Augen fixiert und erstarrt kurz. Es macht neugierig, was sich hinter diesem kühlen Gesicht verbirgt. Meine persönliche Meinung: Diese bewegende Biografie berührt das Herz. Sven erzählt sowohl Privates, schreibt über Gefühle und beschreibt exakt den Vorgang beim Skispringen, worauf es ankommt, was man vom Publikum mitbekommt, wie das Leben als Hochleistungssportler aussieht und welches Gefühl der Flug selbst vermittelt. Das sind alles Fragen, die ich mir jede Saison wieder stelle. Noch dazu behandelt das Buch ein wichtiges Thema: Burn-Out. Schleichend rutscht Sven immer weiter hinein und man spürt richtig wie es so weit kommen konnte. Jeder Skispringer hat meinen größten Respekt. Nicht nur wegen dem Mut durch die Luft zu fliegen, sondern wegen der Disziplin die dieser Sport erfordert und dem Druck, mit dem jede Seele umgehen muss. Fazit: Eine bewegende Biografie, die tief ins Herz geht und viele Fragen hinter den Kulissen beantwortet.

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  • Höhen und Tiefen

    Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben
    Herbstrose

    Herbstrose

    07. October 2013 um 11:36

    Sven Hannawald, Ausnahmetalent im Skispringen, gewährt dem Leser mit diesem Buch intime und ehrliche Einblicke in sein Leben als Spitzensportler und als Privatmensch. Da sind zunächst die Gefühle die ihn bewegten, als es ihm am Höhepunkt seiner Karriere als bisher einzigem Springer gelang, bei der Vierschanzentournee alle vier Wettbewerbe zu gewinnen. Zusammen mit seinem Co-Autor Ulrich Pramann unternimmt er eine Reise in seine Vergangenheit, schildert seine Kindheit in Johanngeorgenstadt, das strenge und disziplinierte Leben in der Kaderschmiede des DDR-Skispringens in Klingenthal, sein weiterer Werdegang im Westen in Furtwangen und Hinterzarten bis hin zum gefeierten Skisprungstar und Olympiasieger in Nagano 1998, Weltmeister 1999 und zuletzt sein alles überragender Sieg bei der Vierschanzentournee 2001/2002. Dann der langsame Abstieg, das Karriereende, seine Magersucht, seine Depressionen, sein Burn Out, der Aufenthalt in einer Privatklinik in Bad Grönenbach und seine langsame aber stetige Genesung. Heute ist Sven Hannawald angekommen, sowohl sein Privatleben als auch sein sportliches Leben als Autorennfahrer laufen in geordneten Bahnen. Schon rein optisch sticht dieses Buch aus der Masse der Biographien heraus. Gedruckt auf Hochglanzpapier und mit vielen Fotos ausgestattet kommt es einem Bildband sehr nahe. Nicht nur Hannawald selbst, auch seine Eltern, seine Trainer, Freunde und Kameraden, sowie seine Psychotherapeutin kommen darin zu Wort. Die Geschichte und Entwicklung des Skisprungs, Techniken und Materialien werden erläutert und der enorme Erwartungsdruck der auf den Athleten herrscht, ausgelöst durch Presse und Öffentlichkeit, wird hinreichend definiert. Fazit: Ein schönes Buch, das nicht nur für Freunde des Skisprungs von Interesse sein dürfte.

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  • Faszinierend und nah am Menschen Sven Hannawald

    Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben
    santina

    santina

    04. October 2013 um 11:43

    Dieses Buch hat Sven Hannawald zusammen mit dem Journalisten Ulrich Pramann geschrieben. Nach seiner Burnout-Erkrankung ist er nun wieder zurück im Leben und hat sich mit Pramann auf eine Reise in die Vergangenheit gemacht. Er hat seinen aller ersten Trainer besucht, die Kaderschulen der DDR, deren Schüler erwar, aber auch Weggefährten wie Martin Schmitt. Im Buch zu Wort kommen z.B. auch seine Mutter, seine Therapeutin, sein Trainer und andere. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass Sven Hannawald dem Leser uneingeschränkten Einblick in sein Gefühlsleben gibt, er berichtet von den Magersuchtvorwürfen, dem Erfolgsdruck, der Liebe und dem Gefühl, dass sie zum völlig falschen Zeitpunkt kommt. Er erzählt von seinen Sportkollegen, wie auch von seinem Sohn. Außerdem wird von Sven Hannawald und auch von seiner Therapeutin auf das Thema Burnout eingegangen. Ich war schon während meiner Kindheit ein großer Skisprungfan, das war mir praktisch von meinem Vater in die Wiege gelegt worde. Im Sommer wurde die Tour de France geschaut, im Winter die Vierschanzentournee (und vieles andere natürlich auch). Dadurch habe ich die Karriere und den Absturz von Sven Hannawald “miterlebt” und es ist schön, zu lesen, dass er wider seines eigenen Erwartens mit dem Skispringen abschliessen konnte, im Motorsport eine neue sportliche Heimat gefunden hat und nun auch eine glückliche Beziehung führt. Das Buch hat mich fasziniert. Mir hat gut gefallen, dass es nicht “nur” eine Biographie ist, sondern das Buch sich auch intensiv mit dem Thema Burnout beschäftigt, einige Punkte konnte ich natürlich selbst nachvollziehen, deshalb fand ich es beispielsweise auch gut, dass in diesem Buch auf die 12 Phasen des Burn Out eingegangen wird. Zum Schluss noch eine kurze Anmerkung, wie ich oben bereits erwähnt habe, war mein Vater ein grosser Fan von Sven Hannawald. Hin und wieder bringe ich ihm ein Buch mit, das ich gelesen habe und über das ich denke, dass er sich dafür interessieren würde. Meist blättert er dann zwei drei Seiten durch und legt es in den Schrank. O-Ton “Du weiss ja, ich les nur die Zeitung in Gebrauchsanweisungen”. Dieses Buch hat er angefangen zu lesen und meinte nach den ersten Seiten “Du, das ist super, das les ich”. Das ist aus meiner Sicht so etwas wie ein Qualitätssiegel ;)

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  • Der Absturz einer Legende

    Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben
    Pharo72

    Pharo72

    21. September 2013 um 10:37

    Mit dem Sieg in allen vier Springen der Vierschanzentournee 2001/2002 gelang Sven Hannawald das fast Unmögliche. Nie zuvor und auch danach nicht mehr war dies einem Skispringer gelungen. Eine Legende war geboren. Doch der Leistungsdruck wurde zu hoch und der Sportler schlitterte direkt in eine massive Burn-out-Erkrankung. Inzwischen steht er mit beiden Beinen wieder im Leben und gibt einen Einblick in seine schwerste Zeit. Meine Meinung: Inzwischen hat es etwas nachgelassen, aber zur aktiven Zeit von Sven Hannawald war ich großer Fan dieser Sportart und habe mir kein Springen entgehen lassen. Der sympathische Überflieger wurde auch schnell zu meinem absoluten Favoriten und der Grand Slam bei der Vierschanzentournee war einer der größten sportlichen Höhepunkte, die ich bisher miterleben durfte. Keine Frage, dass ich deshalb an der Biografie dieses herausragenden Sportlers sehr interessiert war. Das Buch bietet vor allem sportlich interessierten Lesern einen tiefen Einblick in die Sportart Skispringen, von der Entstehungsgeschichte, über das Sprung- bzw. Fluggefühl an sich bis hin zu physikalischen Zusammenhängen. Selbst ein Kind der DDR fand ich besonders die prägenden Jahre in der „Kaderschmiede“ sehr interessant, habe ich doch im persönlichen Umfeld in meiner Kindheit auch so einiges aus dem Bereich der Sportförderung (allerdings im Schwimmsport) mitbekommen. Aufschlussreich fand ich die Rückkehr von Sven an bedeutende Stationen seiner Karriere und das zu Wort kommen von wichtigen Wegbegleitern sowie seiner Eltern, das im Buch übrigens sehr schön mit Fotos dokumentiert ist. Natürlich darf in so einem Buch auch der Blick auf die großen Erfolge nicht fehlen. Das Thema, das mich allerdings am meisten interessiert hatte, nämlich sein Burn-out, wird leider relativ kurz abgehandelt, wobei das Interview mit Svens Psychotherapeutin Nora Maasberg noch am informativsten war. Was mir bei allem ein wenig fehlt, ist der echte Sven. Es wird bei den meisten Themen nur an der Oberfläche gekratzt. Alles wirkt sehr nüchtern, beinahe sachlich. Sven scheint nach wie vor sehr verschlossen, als würde er jede private Information nur sehr widerwillig preisgeben. Natürlich ist das nicht jedermanns Sache, aber gerade in einer Biografie erwarte ich so etwas. Die wenigen dann doch eingestreuten Details, was private Beziehungen angeht, sorgen eher für Verwirrung. Allen, die sich hauptsächlich für den Sportler Sven Hannawald interessieren, kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen. Sein Lebens- und Leidensweg ist gut nachzuvollziehen und ich bin sehr froh, dass seine Landung im Leben geglückt ist.

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  • das Skisprungwunder

    Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. September 2013 um 20:02

    Ich bin ein interessierter Wintersportfan, was das Angucken angeht. Auch Skispringen verfolge ich nebenbei mit. Sven Hannawalds Höhenflug habe ich allerdings nur am Rande mitbekommen, da ich zu der Zeit wohl noch zu jung war. In der Saison 2000/2001 gewinnt er als erster in der Sportgeschichte alle vier Springen der Vierschanzentournee, sein Höhenflug. Danach geht es abwärts, noch ein paar Siege doch bald keine Kraft mehr für den Sport, es folgt der Absturz, das Burn-Out. Nach langen Jahren und Therapien ist er wieder im Leben angekommen. In dem Buch beschreibt er seine Kindheit in der DDR, im Erzgebirge, wo er schon früh für sich selber Verantwortung tragen muss und später im Sportinternat untergebracht wird. Nach der Wende geht er in eine Sportschule in den Schwarzwald und danach beginnt seine Karriere als Skisprungwunder. Gespickt ist das Buch mit allerhand Skisprungwissen, wahrscheinlich kann ich nun theoretisch auch von so einer Schanze springen, wäre da nicht so eine lästige Höhenangst. Es hat mir mehr persönliches gefehlt. Das Interview mit seiner Therapeutin über die Krankheit ging schon in diese Richtung, doch sonst kam da nicht viel. Vieles weiß man sicherlich schon aus der Presse, nur dass man es jetzt nochmal aus erster Hand hat. Alles in allem eine interessante Autobiographie, die sich vor allem durch die vielen Bilder schnell lesen lässt, aber wo es doch an ein bisschen Persönlichkeit fehlt.

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  • Sven Hannawald

    Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben
    Engelchen07

    Engelchen07

    14. September 2013 um 13:42

    Sven Hannawald beischreibt in seinem Buch „Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben“ seinen Weg zum Skispringer. Nach einem tollen Vorwort von Sven Hannwald beginnt das Buch mit einer sehr bewegenden Beschreibung über seinen letzten Sprung der Vierschanzentournee , bei welcher er es als erster Springer geschafft hat auf allen 4 Schanzen zu gewinnen. Ich hab das ganze damals vor dem Fernseher mitverfolgt und habe mich sofort wieder in diese Fernsehübertragung hineinversetzt gefühlt. Man fühlte regelrecht die Stimmung. Für mich war es aber dennoch auch sehr interessant, wie der Sportler zu diesem Zeitpunkt mit der Situation umgeht. Was macht er sich für Gedanken? Dann kommt ein kurzer Einschnitt im Buch und die Szene wechselt nach Bad Grönebach im Allgäu, wo Sven Hannawald seine Therapie bei der Psychotherapeutin Nora Maasberg beginnt. Das Buch befaßt sich nun viel mit den verschiedenen Stationen im Leben von Sven. Wie alles begann, was  ihn beeinflußte, wie er  zum Skisprung-Helden wurde. Dann folgt das Kapitel der „Krankheit“ und die Diagnose „Burn-out“. Das sehr hochwertig und gebundene Buch ist umrandet mit vielen persönlichen Fotos von und um Sven Hannawald. Die einzelnen Seiten des Buches werden sehr schön umspielt mit diversen Kommentaren.  Auch befaßt sich das Buch mit dem Thema „Skispringen“ sehr ausführlich, so dass es nicht eine einzige Biografie ist, sonder man auch einiges über das Skispringen erfährt bzw. lernt. Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen.  

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