Sven Hensel

 5 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Im Kreuzfeuer, Ins Ungewisse: Kurzgeschichten und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Sven Hensel

Ins Ungewisse: Kurzgeschichten

Ins Ungewisse: Kurzgeschichten

 (1)
Erschienen am 25.05.2016
Allein im Miteinander

Allein im Miteinander

 (1)
Erschienen am 23.10.2015
Im Kreuzfeuer

Im Kreuzfeuer

 (1)
Erschienen am 10.09.2016
Aufhause

Aufhause

 (0)
Erschienen am 01.03.2017
Tintenfrische III

Tintenfrische III

 (0)
Erschienen am 11.12.2017

Neue Rezensionen zu Sven Hensel

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Kitsune87s avatar

Rezension zu "Im Kreuzfeuer" von Sven Hensel

Kurzmeinung
Kitsune87vor einem Jahr

Meinung:

Direkt auf den erste Seiten wusste die wunderschöne, fast schon poetische Schreibweise zu begeistern. Romane mit dieser Kürze laufen oft Gefahr, zu wenig von sich Preis zu geben oder aber in Nebensächlichkeiten abzudriften. Dies ist hier mitnichten der Fall, denn Hensel bringt alles Wichtige auf den Punkt. Mit dem bereits angesprochenem bildhaften Schreibstil schafft er es Figuren lebendig werden zu lassen, wie ich es schon lange nicht mehr in einem Roman erleben durfte.

„Es stimmt nicht! Dabei ist es unabhängig, ob es eine oder tausende Stimmen waren.“

Der Kurzroman handelt von einer Verkettung unglücklicher Ereignisse und versucht die Frage zu klären, was geschehen kann, ist man zur falschen Zeit am falschen Ort. Die Situation, in der sich der Protagonist alsdann befindet, konnte mich aufgrund seiner Authentizität gleichermaßen berühren, als auch schockieren. Denn das Schockierende in dieser Novelle ist, dass sich so eine Geschichte jeden Tag ebenso vor unserer Haustür ereignen könnte.

Fazit:

Hensels Roman regt zum Nachdenken an und zeigt auf erschreckende Art und Weise, was ein falsch aufgefasstes und dann weitergegenes Wort anrichten kann. Dabei ist diese Werk neben seinem Druck in die offene Wunde unserer Gesellschaft, was ihrer Doppelmoral angeht, sprachlich ein echtes Highlight.

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ElyseoDaSilvas avatar

Rezension zu "Allein im Miteinander" von Sven Hensel

Dieses Werk sollte Schullektüre sein
ElyseoDaSilvavor 2 Jahren

Sven Hensel hat ein Theaterstück geschrieben - das wird vermutlich einige Menschen davon abhalten, ihn zu lesen, sollte es aber nicht! Mit bemerkenswerter und schonungsloser Klarsicht zerpflückt er den Alltagsrassismus anhand der Begegnungen, die Kiosk-Besitzer Murat widerfahren. Gerade die Treffsicherheit, mit der Hensel seine Figuren und deren unhinterfragte Denkschemata aufzeigt, verursachte mir ein ums andere Mal Würgereiz - denn mit Fug und Recht wirft er die Frage auf: Haben wir aus unserer Geschichte eigentlich nichts gelernt?
In Zeiten von wiedererstarkendem braunen Gedankengut sollte diese Lektüre wahrlich Pflicht in den Schulklassen sein - stünde einzig zu befürchten, dass die Schüler sich ihr aus genau diesem Grund verweigern würden.
Allein im Miteinander jedenfalls ist ein politisches Stück, dass mich mit seinem Brennen stark an Bert Brecht erinnert.

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jassizipps avatar

Rezension zu "Ins Ungewisse: Kurzgeschichten" von Sven Hensel

Der Autor trägt nicht umsonst den Beinahmen "Emotionsterrorist"
jassizippvor 2 Jahren

Nachdem ich „Allein im Miteinander“ und „Getriebene“ von Sven Hensel mit … nun ja … entrüsteter Begeisterung inhaliert habe, war für mich schnell klar: Die Kurzgeschichten will ich auch lesen!


„Ins Ungewisse“ umfasst 12 Kurzgeschichten:

Der kleine Tambourmajor

Stille Starre

Dem Ungeziefer ausgeliefert

Endlich. Sterblich.

Nackte Verurteilung

Die Leiden der wortlosen Schreiber

Ich wünschte, sie wüsste …

Alles Gute

Klage eines Allwissenden

Eine Stimme aus den Ruinen unserer Welt

Verfehlung

Moral über Leben.


In den Kurzgeschichten geht es unter Anderem um Krankheiten, Krieg und gesellschaftspolitische Themen.


Da ich bereits andere Bücher des Autors gelesen habe, war meine Erwartung an seine Kurzgeschichten eindeutig: Ich würde mich bei der Lektüre wieder furchtbar über Menschen, unsere Gesellschaft und unsere Welt überhaupt aufregen. Das ist auch passiert. Ich habe so oft die Stirn gerunzelt, dass ich die doppelte Portion Anti-Falten-Creme verbrauchte. Es ist aber auch schwer, sich hier NICHT aufzuregen. Vor allem an den Stellen, an denen man sich total machtlos fühlt. Zu sehr ins Detail gehen, möchte ich hier nicht, sonst droht Spoilergefahr.


Mein Liebling unter den Kurzgeschichten ist übrigens „Nackte Verurteilung“. Das Ende der Geschichte hatte ich nicht erwartet – dafür war es umso schöner.


Außerdem hat mir gefallen, dass man hinten im Buch Hintergrundinformationen zu den Geschichten finden kann. Wie ist der Autor auf die Idee zu dieser Geschichte gekommen? Was wollte er ausdrücken? Die Informationen warfen für mich noch einmal mehr die Frage auf: Was bedeuten diese Umstände für mich als Glied in dieser Gesellschaftskette?


Fazit: Die Kurzgeschichten aus „Ins Ungewisse“ lassen sich gut lesen. Trotzdem fühlte ich mich hinterher schlapp wie nach einem Wettsackhüpfen mit Grippe. Emotional hat mich das Buch sehr mitgenommen – aber das habe ich auch nicht anders erwartet. Der Autor trägt nicht umsonst den Beinamen „Emotionsterrorist“. Obwohl es nun schon Tage her ist, dass ich die Geschichten gelesen habe, denke ich immer noch viel über sie nach. Das wird wahrscheinlich auch noch eine Weile so bleiben.

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