Sven Heuchert

 3,1 Sterne bei 72 Bewertungen
Autor von Dunkels Gesetz, Asche und weiteren Büchern.
Autorenbild von Sven Heuchert (©)

Lebenslauf von Sven Heuchert

Geboren 1977 in der rheinländischen Provinz. 1994 dann Ausbildung, seitdem in Arbeit. Erste Kurzgeschichte ‘Zinn 40′ noch in der Schule. Mit neunzehn Umzug nach Köln. Liebe, Reisen, kleine Niederlagen, große Niederlagen. Rückkehr in die Provinz. Keine Preise.

Neue Bücher

Cover des Buches Das Gewicht des Ganzen (ISBN: 9783550050725)

Das Gewicht des Ganzen

Erscheint am 23.02.2023 als Gebundenes Buch bei Ullstein Buchverlage.

Alle Bücher von Sven Heuchert

Cover des Buches Dunkels Gesetz (ISBN: 9783550081781)

Dunkels Gesetz

 (58)
Erschienen am 14.07.2017
Cover des Buches Asche (ISBN: 9783946086765)

Asche

 (6)
Erschienen am 23.01.2022
Cover des Buches Alte Erde (ISBN: 9783550050756)

Alte Erde

 (4)
Erschienen am 03.08.2020
Cover des Buches Könige von Nichts (ISBN: 9783945426395)

Könige von Nichts

 (1)
Erschienen am 01.02.2019
Cover des Buches Asche: Stories (ISBN: B07FPDHLF7)

Asche: Stories

 (0)
Erschienen am 19.07.2018
Cover des Buches Das Gewicht des Ganzen (ISBN: 9783550050725)

Das Gewicht des Ganzen

 (0)
Erscheint am 23.02.2023
Cover des Buches Die schwarze Acht (ISBN: 9783945453377)

Die schwarze Acht

 (0)
Erschienen am 11.11.2017
Cover des Buches Kleiner Glanz (ISBN: 9783946086628)

Kleiner Glanz

 (0)
Erschienen am 14.12.2020

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Sven Heuchert

Cover des Buches Dunkels Gesetz (ISBN: 9783550081781)
mariameerhabas avatar

Rezension zu "Dunkels Gesetz" von Sven Heuchert

Die Geschichte kann mit dem Cover nicht mithalten
mariameerhabavor 2 Monaten

Das Buch ist trist, bedrückend, grau, hoffnungslos. Schon in den ersten Seiten spürt man diese Atmosphäre, die sofort jedem Bild die Farbe entzieht und man sich beim Lesen verloren fühlt. Das ist gut, das hat funktioniert, aber der fehlende Spannungsbogen ruiniert dann schließlich doch alles.

Von Anfang an wartet man auf die Konfrontation mit Dunkel und Achim, das ganze Buch zielt darauf hinaus und als es dann schließlich passiert, fühlte sich die Situation erzwungen an. Die Gewalt in dem Moment wirkte wie eine Inszenierung, die nur da wäre, um seine Leser zufrieden zu stellen und sie funktioniert nicht. Sie ist billig, eine künstliche Explosion, die einen Konflikt auslöst, die nichts, absolut nichts dem Spannungsbogen beisteuert und alles was danach passierte, war nur noch ein leiser, lächerlicher Abklang.

Das Buch endet wie ein Filmriss, der noch mehr Gewalt darstellt, der man nicht mehr richtig folgen kann, weil es die Geduld des Lesers überstrapaziert hat und man immer noch mit der Frage hadert, wozu diese Gewalt, wozu diese Einmischung, wozu dieser Ausbruch? Dunkel hätte einfach die Polizei rufen können und schon wäre alles geregelt gewesen. Er hätte beim Treffen mit Achim einen Schritt zurückmachen und alles vergessen können. Und sogar dann, nachdem er seine Widersacher unschädlich gemacht hat, wäre für ihn nur noch der Notruf geblieben und wieder wäre er mit heiler Haut davongekommen. Stattdessen wird es zu einem selbsternannten Sheriff, der in einem Job seine Lebensaufgabe sieht und aus irgendeinem Grund, den ich nicht nachvollziehen kann, die Drogen einsackt und sie versteckt.

Ja, er ist traumatisiert, der Krieg hat seine Spuren bei ihm hinterlassen, aber es wird auf dieses Trauma kaum eingegangen, so dass die Handlung an seiner Glaubwürdigkeit leidet.

All das hätte ich jedoch entschuldigt, hätte ich anders interpretiert, dem ganzen einen größeren Sinn gegeben, gäbe es einen Spannungsbogen! Das Buch wird als Thriller vermarktet, als ein Kriminalroman und doch gibt es nicht einen Funken Spannung im Buch, nicht einmal die Idee davon. Sogar als es zum Treffen kommt, wurde es so schrecklich beschrieben, dass man kaum etwas mitgefühlt hat. Außerdem hat Dunkel die Leute so leicht überwältigt, als wäre er Superman. Ohne den Spannungsbogen ist es bloß eine Schwarzweißgeschichte, die einem den Nerv raubt.

Der Stil selbst muss man auch kritisieren. Manchmal war er mechanisch, holprig und übersät mit dem gleichen Satzanfang, so dass es einem Bericht glich. Im späteren Verlauf glättet der Autor seine Erzählweise, aber es wird nicht wirklich besser.

Was das Cover betrifft, ist das wirklich gelungen. Es ist wunderschön, total interessant. Im Grunde wird der Inhalt dem Cover nicht gerecht und das ist fatal!

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Cover des Buches Alte Erde (ISBN: 9783550050756)
L

Rezension zu "Alte Erde" von Sven Heuchert

Sprachlich intensiv
Lesefreund6203vor 2 Jahren

Sprachlich intensiv


Es ist die moderne Welt, die das kleine Dorf verändern wird. Amazon kauft Grundstücke für ein Logistikzentrum. Irgendwo im Nirgendwo, Hauptsache, ein Autobahnanschluss ist in  der Nähe.


Und Karl beharrt auf seinem kleinen Flecken Land mit dem alten Elternhaus darauf und seiner Tätigkeit als Schlachter. Wenn was ansteht.


Bis der Bruder wieder auftaucht. Thies. Eine hübsche Frau dabei und einen Koffer voller Geld. Und Karl wird mi beidem einen ganz eigenen Umgang finden und pflegen. Der unter der Oberfläche der robusten Art beider Brüder einander gegenüber Untiefen bereit hält, die den Leser unvermutet fast überfallen, so ansatzlos bietet Heuchert in düsterer, klarer, prägnanter Sprache seine Wendungen im Geschehen an.


„Zeig Dein altes Zimmer. Ich lasse mir Zeit“.


So öffnet Karl Thies erneut die Tür zum Elternhaus. Aber wie nebenbei im Vorbeigehen hat Monique ebenfalls ganz eigene Ideen für den weiteren Weg.


Wie auch der Jäger des Dorfes, Bisch. Der ruhig, souverän wirkt und in dem es dennoch brodelt. Nicht nur wegen seiner Frau und seiner Ehe, nicht nur wegen seinem Sohn, besser seinem ehemaligen Sohn.


Es sind Rechnungen, die offen stehen bis hin zum Hund Bisch´s, zwischen Brüdern, zwischen Dörflern, in Familien. Die in einem Abgesang an die „alte Welt“ kulminieren, der mit soviel Assoziationen an Sprachbildern versehen ist, dass man auch bei der zweiten und dritten Lektüre des Werkes immer noch neue Wendungen, Ideen, Hintergründe erkennt, die eben langsam einsickern und wirken, wie die Gewalt zwischen den Figuren des Buches.


„Sein Blick wird ziellos. Die Augen verlieren den Glanz. Er sackt auf die Knie. Im Haus wird es still“.


Aber vielleicht wird es gar nicht erst an diesem Punkt der Ereignisse still, vielleicht ist es still und leer von Beginn an, denn das Leben hat bereits allseits Wunden geschlagen, als alle im Dorf wieder aufeinandertreffen.


Was nicht immer einfach zu verstehen ist und nicht immer sich umgehend erschließt in den Motiven der Handlungen, aber am Ende doch zu einem großen und ganzen Bild sich zusammenfügt.

In einem präzisen, knappen Stil mit vielfachen Andeutungen, der ungewohnt und nicht eingängig vor Augen liegt, die Lektüre am Ende aber reizvoll und intensiv gestaltet. 


„Der Himmel ist leer“.


Und wird auch nicht mehr gefüllt werden, so sehr der ein oder die andere auch die Vergangenheit betrachten und sich manches zurückwünschen würde. Wenn es ginge. Doch diese Gedanken und Hoffnungen bleiben bitter und leer und wiegen den Leser von Beginn an keinen Augenblick in irgendeine Form der Erwartung eines Happy Ends.


Eine intensive, empfehlenswerte Lektüre.


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Cover des Buches Alte Erde (ISBN: 9783550050756)
yellowdogs avatar

Rezension zu "Alte Erde" von Sven Heuchert

rau und düster
yellowdogvor 2 Jahren

Mit Alte Erde orientiert sich Sven Heuchert an dem US-amerikanischen Noir.

Thies kehrt zurück in seine alte Heimat zu seinem Bruder Karl und bringt seine Freundin Monique mit. Es dauert nicht lange bis sich Konflikte bilden und in Gewalt umschlägt.


Dass sich eine stark düstere Atmosphäre bildet liegt aber auch an einer weitere Figur, Wouter Bisch. Ein Mann, der ein Eindringen in seinen Wald nichz zulassen will.


Manche Passagen haben filmischen Charakter, die Dialoge tragen dazu bei.

In der Summe ist der Stil unglaublich rau und düster.

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Sven Heuchert wurde am 10. Juni 1977 in Siegburg (Deutschland) geboren.

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