Sven Heuchert

 3.1 Sterne bei 69 Bewertungen
Autor von Dunkels Gesetz, Asche und weiteren Büchern.
Autorenbild von Sven Heuchert (©)

Lebenslauf von Sven Heuchert

Geboren 1977 in der rheinländischen Provinz. 1994 dann Ausbildung, seitdem in Arbeit. Erste Kurzgeschichte ‘Zinn 40′ noch in der Schule. Mit neunzehn Umzug nach Köln. Liebe, Reisen, kleine Niederlagen, große Niederlagen. Rückkehr in die Provinz. Keine Preise.

Neue Bücher

Kleiner Glanz

Erscheint am 06.11.2020 als Taschenbuch bei Verlag duotincta GbR.

Alte Erde

 (2)
Neu erschienen am 03.08.2020 als Hardcover bei Ullstein Buchverlage.

Alle Bücher von Sven Heuchert

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Cover des Buches Dunkels Gesetz (ISBN: 9783550081781)

Dunkels Gesetz

 (57)
Erschienen am 14.07.2017
Cover des Buches Asche (ISBN: 9783945426135)

Asche

 (6)
Erschienen am 20.01.2016
Cover des Buches Alte Erde (ISBN: 9783550050756)

Alte Erde

 (2)
Erschienen am 03.08.2020
Cover des Buches Könige von Nichts (ISBN: 9783945426395)

Könige von Nichts

 (1)
Erschienen am 01.02.2019
Cover des Buches Kleiner Glanz (ISBN: 9783946086628)

Kleiner Glanz

 (0)
Erscheint am 06.11.2020
Cover des Buches Die schwarze Acht (ISBN: 9783945453377)

Die schwarze Acht

 (0)
Erschienen am 11.11.2017
Cover des Buches Das Licht wird anbleiben (ISBN: 9783944564319)

Das Licht wird anbleiben

 (0)
Erschienen am 03.09.2017
Cover des Buches Rausch (ISBN: 9783945426319)

Rausch

 (0)
Erschienen am 12.02.2018

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Neue Rezensionen zu Sven Heuchert

Neu
M

Rezension zu "Alte Erde" von Sven Heuchert

Sprachlich intensiv
michael_lehmann-papevor 16 Tagen

Sprachlich intensiv


Es ist die moderne Welt, die das kleine Dorf verändern wird. Amazon kauft Grundstücke für ein Logistikzentrum. Irgendwo im Nirgendwo, Hauptsache, ein Autobahnanschluss ist in  der Nähe.


Und Karl beharrt auf seinem kleinen Flecken Land mit dem alten Elternhaus darauf und seiner Tätigkeit als Schlachter. Wenn was ansteht.


Bis der Bruder wieder auftaucht. Thies. Eine hübsche Frau dabei und einen Koffer voller Geld. Und Karl wird mi beidem einen ganz eigenen Umgang finden und pflegen. Der unter der Oberfläche der robusten Art beider Brüder einander gegenüber Untiefen bereit hält, die den Leser unvermutet fast überfallen, so ansatzlos bietet Heuchert in düsterer, klarer, prägnanter Sprache seine Wendungen im Geschehen an.


„Zeig Dein altes Zimmer. Ich lasse mir Zeit“.


So öffnet Karl Thies erneut die Tür zum Elternhaus. Aber wie nebenbei im Vorbeigehen hat Monique ebenfalls ganz eigene Ideen für den weiteren Weg.


Wie auch der Jäger des Dorfes, Bisch. Der ruhig, souverän wirkt und in dem es dennoch brodelt. Nicht nur wegen seiner Frau und seiner Ehe, nicht nur wegen seinem Sohn, besser seinem ehemaligen Sohn.


Es sind Rechnungen, die offen stehen bis hin zum Hund Bisch´s, zwischen Brüdern, zwischen Dörflern, in Familien. Die in einem Abgesang an die „alte Welt“ kulminieren, der mit soviel Assoziationen an Sprachbildern versehen ist, dass man auch bei der zweiten und dritten Lektüre des Werkes immer noch neue Wendungen, Ideen, Hintergründe erkennt, die eben langsam einsickern und wirken, wie die Gewalt zwischen den Figuren des Buches.


„Sein Blick wird ziellos. Die Augen verlieren den Glanz. Er sackt auf die Knie. Im Haus wird es still“.


Aber vielleicht wird es gar nicht erst an diesem Punkt der Ereignisse still, vielleicht ist es still und leer von Beginn an, denn das Leben hat bereits allseits Wunden geschlagen, als alle im Dorf wieder aufeinandertreffen.


Was nicht immer einfach zu verstehen ist und nicht immer sich umgehend erschließt in den Motiven der Handlungen, aber am Ende doch zu einem großen und ganzen Bild sich zusammenfügt.

In einem präzisen, knappen Stil mit vielfachen Andeutungen, der ungewohnt und nicht eingängig vor Augen liegt, die Lektüre am Ende aber reizvoll und intensiv gestaltet. 


„Der Himmel ist leer“.


Und wird auch nicht mehr gefüllt werden, so sehr der ein oder die andere auch die Vergangenheit betrachten und sich manches zurückwünschen würde. Wenn es ginge. Doch diese Gedanken und Hoffnungen bleiben bitter und leer und wiegen den Leser von Beginn an keinen Augenblick in irgendeine Form der Erwartung eines Happy Ends.


Eine intensive, empfehlenswerte Lektüre.


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Rezension zu "Alte Erde" von Sven Heuchert

rau und düster
yellowdogvor 3 Monaten

Mit Alte Erde orientiert sich Sven Heuchert an dem US-amerikanischen Noir.

Thies kehrt zurück in seine alte Heimat zu seinem Bruder Karl und bringt seine Freundin Monique mit. Es dauert nicht lange bis sich Konflikte bilden und in Gewalt umschlägt.


Dass sich eine stark düstere Atmosphäre bildet liegt aber auch an einer weitere Figur, Wouter Bisch. Ein Mann, der ein Eindringen in seinen Wald nichz zulassen will.


Manche Passagen haben filmischen Charakter, die Dialoge tragen dazu bei.

In der Summe ist der Stil unglaublich rau und düster.

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Rezension zu "Dunkels Gesetz" von Sven Heuchert

Das meiste bleibt dunkel
Beustvor 6 Monaten

„Dunkels Gesetz“ ist ein hardboiled Thriller im Stil eines „Country Noir“, Sven Heuchert erzählt in knapper Sprache und mit Fokus auf den Zerfall der Gesellschaft, des Menschen und der Welt im Ganzen. Die Figuren bleiben grob gezeichnet und bedienen – positiv gesagt – die für die Handlung und die Atmosphäre notwendigen Erzählmuster. Negativ ausgedrückt buchstabieren sie das ABC der Klischees von A wie Alkoholiker-Versagerin bis Z wie Zuhälter: traumatisierter Ex-Söldner, sadistische Kleinkriminelle, unschuldige Teenager, kriminelle Rumänen und hinterfotzige Zuhälter. Das K wie Kräuterweib kann ich nicht in dieses ABC einordnen – ich halte es für einen der Bestandteile, die die Geschichte zum Provinzthriller werden lasen – Kräuterweiber sind schließlich kein urbanes Phänomen.

Über G wie Gewalt muss nicht viel geschrieben werden: Der hardboiled Teil des Romans übertreibt es mit der „useless violence“ ganz erheblich. Weder die Misshandlung der Pferde liefert einen Erkentnismehrwert noch wird der Mord an einem Jungen im Wald sinnvoll instrumentalisiert. Beide Motive wirken wir dekorative Utensilien aus dem Setzkasten 8ohne dabei schmuckvoll zu sein, versteht sich).

Das größte Problem bereitet allerdings, dass Heuchert zwar wahnsinnig viel düstere Atmosphäre gelingt – es reihen sich sehr viele gelungene „harte“ Szenen aneinander, bis man nach drei Fünfteln des Romans endlich begreift, dass der Autor seine Handlung nur indirekt erzählen möchte und das konkrete Geschehen, die Beweggründe und Absichten lieber aus den durchkonstruierten Zustandsbeschreibungen vermitteln möchte, die der Leser durch eigene Lektüreleistung ableiten muss. Das kann gelingen und pfiffig sein, ist hier aber misslungen, weil der Roman gar nicht vom Fleck kommt. Im Ungefähren bleibt dann auch das Ende des Thrillers.

Noch eine Bemerkung zum Setting: ich bin ein Stadtmensch, kenne aber wirklich viele Ecken in Deutschland. Ich hätte eine solch flächendeckende gesellschaftliche und wirtschaftliche Einöde innerhalb der Bundesrepublik nicht für möglich gehalten. Das heißt: Ich halte sie nicht für möglich. Wäre die Geschichte im mittleren Westen der USA angesiedelt oder in Rumänien, hielte ich sie für glaubhafter.

Alles in allem lautet das Gesetz in „Dunkels Gesetz“: das meiste bleibt dunkel.

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Sven Heuchert wurde am 10. Juni 1977 in Siegburg (Deutschland) geboren.

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