Sven Heuchert

 3,1 Sterne bei 75 Bewertungen
Autor von Dunkels Gesetz, Asche und weiteren Büchern.
Autorenbild von Sven Heuchert (©)

Lebenslauf

Geboren 1977 in der rheinländischen Provinz. 1994 dann Ausbildung, seitdem in Arbeit. Erste Kurzgeschichte ‘Zinn 40′ noch in der Schule. Mit neunzehn Umzug nach Köln. Liebe, Reisen, kleine Niederlagen, große Niederlagen. Rückkehr in die Provinz. Keine Preise.

Alle Bücher von Sven Heuchert

Cover des Buches Dunkels Gesetz (ISBN: 9783550081781)

Dunkels Gesetz

 (58)
Erschienen am 14.07.2017
Cover des Buches Asche (ISBN: 9783946086765)

Asche

 (6)
Erschienen am 23.01.2022
Cover des Buches Alte Erde (ISBN: 9783550050756)

Alte Erde

 (4)
Erschienen am 02.08.2020
Cover des Buches Das Gewicht des Ganzen (ISBN: 9783550050725)

Das Gewicht des Ganzen

 (3)
Erschienen am 22.02.2023
Cover des Buches Könige von Nichts (ISBN: 9783945426395)

Könige von Nichts

 (1)
Erschienen am 01.02.2019
Cover des Buches Asche (ISBN: 9783962152154)

Asche

 (0)
Erschienen am 19.07.2018
Cover des Buches Asche: Stories (ISBN: B07FPDHLF7)

Asche: Stories

 (0)
Erschienen am 19.07.2018
Cover des Buches Die schwarze Acht (ISBN: 9783945453377)

Die schwarze Acht

 (0)
Erschienen am 11.11.2017

Videos

Neue Rezensionen zu Sven Heuchert

Cover des Buches Das Gewicht des Ganzen (ISBN: 9783550050725)
Dajobamas avatar

Rezension zu "Das Gewicht des Ganzen" von Sven Heuchert

Leider nicht meins...
Dajobamavor einem Jahr

Das Gewicht des Ganzen - Sven Heuchert 

Hmmm, es soll hier wohl um Trauerbewältigung gehen. 

Milli flüchtet nach dem Freitod des Sohnes aus ihrer langjährigen Ehe, aus ihrem Leben. Sie zieht sich zurück in die Einöde und trifft dort auf Ross.  

Milli und Ross erzählen abwechselnd aus ihrer jeweiligen Perspektive. Es ist recht fragmenthaft erzählt, meist in kurzen Sätzen, teils nur wenige Worte. 

Dafür dass dieser Roman nicht mal 200 Seiten lang ist, werden erstaunlich viele entferntere Geschichten aufgerollt. Die eigentliche Geschichte kommt dafür gefühlt kaum voran.

Der Roman ist gut geschrieben, atmosphärisch. Die Liebe zur Natur ist erkennbar, ebenso eine tiefe Melancholie. Nur leider konnte mich die Geschichte an sich überhaupt nicht erreichen. Tatsächlich bin ich immer wieder abgeschweift und habe mich über weite Strecken gelangweilt. 

Schade, aber manchmal passt es einfach nicht. 

2 Sterne 

 

Cover des Buches Das Gewicht des Ganzen (ISBN: 9783550050725)
Kristall86s avatar

Rezension zu "Das Gewicht des Ganzen" von Sven Heuchert

Absolute Leseempfehlung!
Kristall86vor einem Jahr

!ein Lesehighlight 2022!


Klappentext:

„„Im späten Licht rückte die Wildnis näher an sie heran. Die Grenzen von Leib und Erde verwischten. Etwas Altes wuchs zusammen.“  


Jeder hat sein Bündel zu tragen, doch das Gewicht des Ganzen trägt allein die Mutter. Milla hat sich nach dem Freitod ihres Sohnes nach Kanada zurückgezogen. Sie hat ihre Spedition aufgegeben und den Mann, mit dem sie ein halbes Leben zusammen war. In einem alten Haus mitten im Nirgendwo versucht sie weiterzumachen. Sie lernt Russ kennen, einen Antiquitätenhändler, als sie einen Revolver versetzen will, den sie unter einer Treppendiele gefunden hat. Zwischen beiden entsteht etwas, das man eine Freundschaft nennen könnte, das aber zugleich mehr und weniger ist als das. Bis sich ihre Wege wieder trennen.“


Das Gewicht des Ganzen“ ist ein schmales Büchlein von Autor Sven Heuchert. Die Geschichte wird beworben mit den Worten, es sei glasklare Prosa. Und genau das ist es auch - hier ist alles ungebunden und dennoch „hält“ man als Leser den roten Faden fest in der Hand. Millas Geschichte sitzt tief und lässt auch die Leserschaft nicht kalt. Ihr Rückzug ist die Flucht vor allem und verkriechen vor allem was einem Menschen noch schmerzen könnte wenn doch eigentlich der größte Schmerz auf einem liegt. Ihre Zuflucht ist ein altes Haus inmitten im Nirgendwo. Sie will versuchen mit ihrem Schmerz einher zu gehen. Mal gelingt es ihr, mal nicht. Wie würden wir Leser damit umgehen? Eine schwere Frage zu einem sensiblen Thema welches wir uns gar nicht erst vorstellen wollen. Ein wenig Licht in Millas graue Welt bringt Russ. Sie lernen sich zufällig kennen und auch er hat seinen Seelenrucksack zu tragen. Milla ist nicht die Einzige die Schmerz (er)trägt! Die beiden lassen sich auf einander ein - aber nicht wie Sie jetzt vielleicht denken! Genau hier zeigt Heuchert noch feinere Töne als ohnehin in der gesamten Geschichte! Seine sensible Sprache, seine gefühlvolle Wortwahl lassen uns Leser hier nicht im Meer der Tränen versinken sondern genau in die andere Richtung schwimmen. Hier geht es um Trauerbewältigung in vielen feinen Richtungen! Von Verarbeitung will ich hier noch gar nicht sprechen aber allein jemanden zu finden der einen versteht, ist mehr wert als jeder Lottogewinn auf dieser Welt. Sven Heuchert formt seine Protagonisten ganz langsam in einem weichen Ton und überrollt weder die Figuren noch uns Leser. Er ist nicht aus auf ein rasantes Ende oder einen Knaller zum Schluss, er will mit seinen Worten zeigen wie beschwerlich dieses Leben sein kann mit all seinen Wendungen und Erlebnissen und wie wir damit umgehen könnten, wenn wir es denn wollen. Ja, „das Gewicht des Ganzen“ kann einen manches Mal erdrücken bis wir keine Luft mehr bekommen, aber manchmal ist es auch gut und hilfreich wenn man das Ganze mit jemanden teilen kann. 

Ich bin schwer beeindruckt von diesem Wert und von Heucherts Schreibstil - 5 Sterne inkl. Leseempfehlung!

Cover des Buches Dunkels Gesetz (ISBN: 9783550081781)
mariameerhabas avatar

Rezension zu "Dunkels Gesetz" von Sven Heuchert

Die Geschichte kann mit dem Cover nicht mithalten
mariameerhabavor einem Jahr

Das Buch ist trist, bedrückend, grau, hoffnungslos. Schon in den ersten Seiten spürt man diese Atmosphäre, die sofort jedem Bild die Farbe entzieht und man sich beim Lesen verloren fühlt. Das ist gut, das hat funktioniert, aber der fehlende Spannungsbogen ruiniert dann schließlich doch alles.

Von Anfang an wartet man auf die Konfrontation mit Dunkel und Achim, das ganze Buch zielt darauf hinaus und als es dann schließlich passiert, fühlte sich die Situation erzwungen an. Die Gewalt in dem Moment wirkte wie eine Inszenierung, die nur da wäre, um seine Leser zufrieden zu stellen und sie funktioniert nicht. Sie ist billig, eine künstliche Explosion, die einen Konflikt auslöst, die nichts, absolut nichts dem Spannungsbogen beisteuert und alles was danach passierte, war nur noch ein leiser, lächerlicher Abklang.

Das Buch endet wie ein Filmriss, der noch mehr Gewalt darstellt, der man nicht mehr richtig folgen kann, weil es die Geduld des Lesers überstrapaziert hat und man immer noch mit der Frage hadert, wozu diese Gewalt, wozu diese Einmischung, wozu dieser Ausbruch? Dunkel hätte einfach die Polizei rufen können und schon wäre alles geregelt gewesen. Er hätte beim Treffen mit Achim einen Schritt zurückmachen und alles vergessen können. Und sogar dann, nachdem er seine Widersacher unschädlich gemacht hat, wäre für ihn nur noch der Notruf geblieben und wieder wäre er mit heiler Haut davongekommen. Stattdessen wird es zu einem selbsternannten Sheriff, der in einem Job seine Lebensaufgabe sieht und aus irgendeinem Grund, den ich nicht nachvollziehen kann, die Drogen einsackt und sie versteckt.

Ja, er ist traumatisiert, der Krieg hat seine Spuren bei ihm hinterlassen, aber es wird auf dieses Trauma kaum eingegangen, so dass die Handlung an seiner Glaubwürdigkeit leidet.

All das hätte ich jedoch entschuldigt, hätte ich anders interpretiert, dem ganzen einen größeren Sinn gegeben, gäbe es einen Spannungsbogen! Das Buch wird als Thriller vermarktet, als ein Kriminalroman und doch gibt es nicht einen Funken Spannung im Buch, nicht einmal die Idee davon. Sogar als es zum Treffen kommt, wurde es so schrecklich beschrieben, dass man kaum etwas mitgefühlt hat. Außerdem hat Dunkel die Leute so leicht überwältigt, als wäre er Superman. Ohne den Spannungsbogen ist es bloß eine Schwarzweißgeschichte, die einem den Nerv raubt.

Der Stil selbst muss man auch kritisieren. Manchmal war er mechanisch, holprig und übersät mit dem gleichen Satzanfang, so dass es einem Bericht glich. Im späteren Verlauf glättet der Autor seine Erzählweise, aber es wird nicht wirklich besser.

Was das Cover betrifft, ist das wirklich gelungen. Es ist wunderschön, total interessant. Im Grunde wird der Inhalt dem Cover nicht gerecht und das ist fatal!

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Zusätzliche Informationen

Sven Heuchert wurde am 10. Juni 1977 in Siegburg (Deutschland) geboren.

Sven Heuchert im Netz:

Community-Statistik

in 87 Bibliotheken

auf 12 Merkzettel

von 1 Leser*innen gefolgt

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