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nicolasdlange

vor 2 Jahren

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Sven Heuchert veröffentlicht mit "Asche" eine Sammlung von 14 Kurzgeschichten. Sven Heucherts Geschichten stehen für sich. Allein. Kraftvoll. Direkt. Mitten aus dem Leben, wie es wirklich ist. Manchmal roh. Manchmal nachdenklich. Manchmal schräg - aber niemals banal. Eben echt. Unverfälscht.

Sven Heucherts Stil ist wie eine Handfeuerwaffe aus den guten, alten Ganstgerfilmen der frühen Hollywood-Zeit. Keine Hightec-Spielerei, die eher blendet als mit Funktion zu glänzen weiß. Dafür klassisch, reduziert und wirkungsvoll. Und das Ziel wird getroffen - in Heuchterts Fall durch die rohe Wucht teilweise zerfetzt. Auch wenn die Charaktere und ihre Beweggründe dem eigenem Leben desöfteren nicht ferner sein könnten, so schafft es Heuchtert einem diese Personen so nahe zu bringen, dass man sich zwar vielleicht nicht mit ihnen identifiziert, aber sie dennoch als Freunde bzw. Kumpels erachtet. Egal, was sie tun. So kann dem letzten Asi noch eine Art kumpelhafter Sympathie abgerungen werden, selbst wenn er gerade dabei ist einen fremden Kopf gegen eine Mauer zu knallen...

Von Sven Heuchert ist noch viel zu erwarten und hoffentlich auch zu bekommen.

Autor: Sven Heuchert
Buch: Asche
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