Dunkels Gesetz

von Sven Heuchert 
3,0 Sterne bei54 Bewertungen
Dunkels Gesetz
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Positiv (20):
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Ein deutscher Country Noir, hurra! Verknappt, aber stimmig. Sprachlich starker Sound, Plot mit Luft nach oben. Trotzdem gerne mehr davon!

Kritisch (20):
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Verwirrend, seltsam, enttäuschend.

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Inhaltsangabe zu "Dunkels Gesetz"

Krimibestenliste - Platz 5!

"Die düstere Provinzgeschichte von verlorenen Träumen, Gewalt und Tod ist bislang eindeutig der stärkste deutsche Krimi des Jahres." WAZ

"Der oft allzu biedere deutsche Kriminalroman braucht solche Figuren, braucht solche Geschichten." Marcus Müntefering, Spiegel online

Ein moderner Noir — für alle Fans von großer Spannungsliteratur, geschrieben in den Zeiten von True Detective und Breaking Bad

Ein Exsöldner, ein geplatzter Drogendeal und ein junges Mädchen: Altglück ist ein verlassenes Nest inder Nähe der belgischen Grenze, hier träumt es sich schlecht vom sozialen Aufstieg. Achim, der Tankstellenbesitzer, heuert bei der Lokalgröße Falco an und steigt gemeinsam mit seinem Knacki-Kumpel in den Drogenhandel ein. Seine letzte Chance auf ein gutes Leben, glaubt er — für sich, seine Geliebte und deren Tochter Marie. Doch ein Mann droht alles kaputtzumachen: Richard Dunkel, Exsöldner. Um über die Runden zu kommen, arbeitet er als Security für eine Chemiefirma. Eines Nachts stößt er dort auf Achims Drogenversteck. Er setzt Falco und Achim mächtig unter Druck — und bringt so, ohne es zu wollen, Marie in tödliche Gefahr.

„Es geht um Drogen und letzte Träume, um kleine Leute, die einmal groß sein möchten (.) Mit Dunkel ist nicht gut Kirschen essen, vor allem dann, wenn Gesetze gebrochen werden. Ein schnörkelloses Debüt, das neugierig macht auf das, was von Sven Heuchert in Zukunft noch kommen mag.“ Volker Albers, Hamburger Abendblatt

„All das fügt sich zu einer sehr harten, sehr unlieblichen und sehr genauen Story zusammen über Überleben und Anstand unter denen, über die keiner spricht. Raymond Chandler forderte einst, der Kriminalroman solle auf der Straße und unter den einfachen Leute spielen. Hier ist einer.“ Tobias Gohlis, Die Zeit

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783550081781
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:Ullstein Buchverlage
Erscheinungsdatum:14.07.2017

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    Oliver_Müllers avatar
    Oliver_Müllervor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Verwirrend, seltsam, enttäuschend.
    Es bleibt dunkel ... und blass

    Es fällt mir schwer, für diese Rezension kurz zusammenzufassen, was in "Dunkels Gesetz" geschieht. Eigentlich passiert viel, aber alles eher parallel, als dass die verschiedenen Ebenen für mich eine gemeinsame Geschichte erzählen.
    Es beginnt mit einem Ex-Söldner, der in einem verschlafenen Nest als Securitymann für eine Chemiefirma arbeitet und dort auf Gangster trifft, die einen Drogendeal abwickeln wollen.
    Allerdings muss man sagen, dass es in Altglück, einem runtergekommenen Dorf in der Nähe der belgischen Grenze, schwer ist, keinem Gangster zu begegnen. Die Einwohner scheinen sämtlich Kleinkriminelle oder Prostituierte zu sein. Abgesehen von einer Art alten Kräuterhexe, die nur Wodka trinkt und weise Ratschläge sowie alte Klamotten verschenkt.
    Die ganze Handlung, die seltsam wirr und unzusammenhängend auf mich wirkt, wird gekrönt von anstrengender Umgangs- und Gossensprache.
    Dazu kommen ziemlich brutale Stellen. Kombiniert mit einem völlig unverständlichen Ende, sowie der eher blass als dunkel wirkenden Hauptfigur, kann ich das Buch überhaupt nicht empfehlen. Wo hier der Abgesang auf den goldenen Westen, wie der Klappentext verspricht, besungen werden soll, erschließt sich mir überhaupt nicht.
    Unter dem Strich war es trotz der kurzen Länge für mich sehr anstrengend zu lesen und ich kann es leider nicht weiter empfehlen.

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    jams avatar
    jamvor einem Jahr
    Brutales Debüt

    Altglück, ein von Gott verlassenes Nest im Rheinland, ist das Auffangbecken für gescheiterte Existenzen. Dunkel soll ein verlassenes Bergwerk bewachen, in dem vor kurzem ein Junge ums Leben kam. 
    Damit kommt er einem Tankstellenbesitzer, der versucht ins Drogengeschäft einzusteigen und der mit einer drogensüchtige Exprostituierte und ihrer Tochter zusammenlebt, in die Quere... 

    Ich habe hart an dem Buch geknabbert, es vor gut zwei Wochen ausgelesen und bin mir noch immer nicht sicher, was ich darüber sagen will. 

    Ich hatte meine Stephen King Phase, Splatterfilme war meins, ich bin nicht so zart besaitet. Dennoch hat mich dieses Buch zutiefst erschüttert und verängstigt. 

    Mich hat es an die heutige Art von Filmen und Nachrichten erinnert. Es geht kaum mehr um eine Rahmenhandlung, ein umfassender Blick ist nicht mehr gefragt. Eine Aneinanderreihung von Grausamkeiten reicht. Der Stil ist direkt, beinhart und führt uns an die Grenze menschlicher Brutalitäten und darüber hinaus. 
    Es fiel mir anfangs schwer, die Personen zuzuordnen, ich konnte mich mit niemandem identifizieren. 

    Dennoch hat mich das Ende eiskalt erwischt, ein bitterer Lichtblick in völlig verkorksten Leben.

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    Gisevor einem Jahr
    Düsternis pur

    Richard Dunkel, Ex-Söldner, beginnt seinen Job als Security für eine Chemiefirma in Altglück, einem verschlafenen Nest an der belgischen Grenze. Zufällig stößt er auf ein Drogenversteck. Das bringt ihn und ein paar andere in größte Gefahr.

    „Hart, schroff, melancholisch“, das verspricht der Klappentext zu diesem Buch. Die Düsternis der 180 Seiten hat mir das Lesen extrem schwer gemacht, ich wollte am liebsten gar nicht mehr weiterlesen. Zudem verwendet der Autor oft nur Personalpronomen, wenn er in eine neue Szene einsteigt, man weiß erst mal nicht, von wem er gerade erzählt. Das hat mich immer wieder aus dem (ohnehin schon eher schlechten) Lesefluss herausgerissen.

    Nein, dieses Buch ist nichts für mich. Ich kann mich kaum in die handelnden Personen hineinversetzen, die Sprache ist für mich oft so abschreckend wie die Handlungen, die manchmal völlig überraschend erfolgen. So nebenbei wird mal schnell eine Figur abgemurkst, ohne irgendwelche Emotionen. Das ist etwas, das ist mir zu sehr „Abgesang des goldenen Westens“. Der Autor aber schreibt konsequent in dieser Form, die sicher auch Anhänger finden wird. Wer sich für dieses Buch interessiert, sollte es zweimal prüfen: Wer dann Interesse daran haben wird, dem wird es eine interessante Lektüre sein.

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    Gulans avatar
    Gulanvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein deutscher Country Noir, hurra! Verknappt, aber stimmig. Sprachlich starker Sound, Plot mit Luft nach oben. Trotzdem gerne mehr davon!
    Kein Glück in Altglück.

    Dunkel nickte. Er spürte ein Pochen in der Wunde, wie es im Fleisch arbeitete.
    „Ich verbinde das noch“, sagte sie und tauchte den Lappen in der Schüssel aus und entrollte eine Mullbinde. Sie wickelte das Verbandszeug lose um ihre Faust und formte eine Kompresse. „Sie sollten die Gegend verlassen.“ Die Alte klebte zwei breite Streifen Fixierpflaster über die Mullbinde. „Das Land hat kein Gewissen. Wenn man den Menschen ihre Träume nimmt, dann haben sie auch kein Gewissen mehr.“ (S.155)

    Richard Dunkel, ein ehemaliger Söldner, verschlägt es irgendwo ins entlegene Rheinland nahe der belgischen Grenze. Ein alter Kumpel verschafft ihm einen Job als Sicherheitsmann, der eine zur Zeit stillgelegte Blei- und Zinkgrube bewachen soll. Dort ist vor kurzem ein Junge tot aufgefunden worden, offiziell abgestürzt. Doch Dunkel merkt schnell, dass in der Ortschaft Altglück illegale Dinge vor sich gehen und kann nicht anders, als sich einzumischen.

    Einzige Infrastruktur in Altglück scheint die Tankstelle von Achim zu sein, ein heruntergekommene Bude weit ab vom Schuss. Achim fühlt sich zu kurz gekommen und träumt mit zwei Kumpeln vom großen Reibach, in dem er eine Drogenküche auf dem Grubengelände aufbauen will. Achim hat eine neue Freundin. Auch sie ist abgebrannt, gescheiterte Beziehungen hinter sich und sucht auf dem nahe gelegenen Autohof nach Freiern, wobei sie auf Dunkel trifft. Sie hat ihre 16jährige Tochter Marie bei sich, auf die Achim insgeheim mehr als nur ein Auge geworfen hat. Dunkel kann sich den Vorgängen nicht verschließen, greift ein und beschwört eine Gewaltreaktion herauf.

    Anfang diesen Jahres, der Polar Verlag hatte gerade 3-4 starke amerikanische Country Noirs in Serie veröffentlicht, habe ich unter einem Blogbeitrag geschrieben, dass ich auf europäische Country Noirs warte. Meine Worte damals: „Wenn ich ein paar Grundelemente herauspicke, die ich mit einem Country Noir verbinde, wie abgehängte, ländliche Räume, symbolhafte Landschaft, unterprivilegierte Menschen, Gewalt, Kriminalität, Fatalismus, dann behaupte ich mal, dass das auch in Europa funktioniert.“ Und siehe da, meine Worte wurden erhört.

    Dunkel beschleunigte. Seitdem er von der Bundesstraße abgebogen war, hatte sich die Gegend nicht verändert. Brachliegende Felder, umsäumt von dichtem Nadelwald. Hin und wieder stand am Straßenrand ein zweistöckiges Haus mit fehlenden Dachziegeln und abgeplatztem Lack an Türen und Fensterrahmen. Danach kilometerland Einöde. Er sah keinen einzigen Menschen. In der kalten Luft der Geruch von Dung und Verwesung. Auf einer Anhöhe Getreidesilos, die Metallwände voller Vogeldreck, auf dem Zufahrtsweg lagen zerstochene Autoreifen. (S.25)

    Was mich sofort begeisterte, war der „Sound“ dieses Romans. Heucherts Schreibe ist verknappt, es wird wenig erklärt, dabei liegt der Fokus auf Situationsbeschreibungen und vor allem den Dialogen. In diesen ist die Sprache rau, rheinländisch, teilweise Jargon, aber stimmig und authentisch. Auch die Figuren überzeugen: Richard Dunkel ist ein Einzelgänger und desillusionierter Typ, Ex-Söldner, der seine große Liebe im Bürgerkrieg in Ruanda verloren hat. Achim als lokaler, gewalttätiger Maulheld, ein zu kurz Gekommener, der nun dick ins Geschäft einsteigen will, sich in Wahrheit aber nur in Abhängigkeit zur regionalen Größe Falco begibt. Marie und ihre Mutter, die ähnlich wie Dunkel eine schmerzhafte Vergangenheit hinter sich hat und nun in der Beziehung zu Achim einem weiteren Tiefpunkt entgegensteuert. Aber auch die Nebenfiguren sind hervorragend angelegt. Beim Plot hatte ich allerdings das Gefühl, dass da durchaus noch Luft nach oben gewesen wäre. Es geht anfangs nicht unbedingt temporeich zu, teilweise plätschert es auch etwas dahin, erst zum Ende wird die Intensität gesteigert.

    Autor Sven Heuchert erlangte vor zwei Jahren mit seinem Debüt, dem Erzählband „Asche“, einige Beachtung. Auf seiner Homepage hat er mit folgenden Worten seine Vita formuliert: „Geboren 1977 in der rheinländischen Provinz. 1994 dann Lehre, seitdem in Arbeit. Erste Kurzgeschichte „Zinn 40“ noch in der Schule. Mit neunzehn Umzug nach Köln. Liebe, Reisen, kleine Niederlagen, große Niederlagen. Rückkehr in die Provinz. Keine Preise.“ Letzteres könnte sich perspektivisch durchaus ändern, ein überzeugendes Romandebüt hat Heuchert jedenfalls vorgelegt. „Dunkels Gesetz“ ist ein richtig guter Noir aus der deutschen Provinz. Das ich das noch erleben darf.

    Kommentare: 5
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    RubyKairovor einem Jahr
    Kurzmeinung: An der Geschichte fasziniert, dass der Autor Figuren schildert, die aus dem Leben gegriffen sind, er lässt uns keine Zeit zum Luftholen.
    Ein moderner Noir — für alle Fans von großer Spannungsliteratur.

              Hart, schroff, melancholisch — und rabenschwarz. Ein moderner Provinz-Noir der einmalig ist, geschrieben in den Zeiten von True Detective und Breaking Bad. Ein Exsöldner, ein geplatzter Drogendeal und ein junges Mädchen. Altglück ist ein verlassenes Nest in der Nähe der belgischen Grenze, hier träumt es sich schlecht vom sozialen Aufstieg. Ein ödes Land. Überall herrscht eine seelische Versteppung. Alle leben eigentlich über ihre Verhältnisse, und man braucht kein Prophet zu sein, um vorauszusagen, dass sich das noch mal bitter rächen wird. Achim, der Tankstellenbesitzer, heuert bei der Lokalgröße Falco an und steigt gemeinsam mit seinem Knacki-Kumpel in den Drogenhandel ein. Seine letzte Chance auf ein gutes Leben, glaubt er für sich, seine Geliebte und deren Tochter Marie. Doch ein Mann droht alles kaputtzumachen: Richard Dunkel, Exsöldner, hat genug von der Welt gesehen. Seine Freizeit verbringt er an der Bar der Dorfkneipe. Um über die Runden zu kommen, arbeitet er als Security-Mitarbeiter keine Close Personal Protection, nur Objekt und Gelände für eine Chemiefirma nahe der belgischen Grenze. Anheuser, der seit dreißig Jahren sein Freund ist, hatte ihm diesen Job verschafft. In einer stillgelegten Grube der Chemiefabrik oben in Altglück, wurde eine Leiche gefunden, ein Junge, neun oder zehn Jahre alt. Die Wildschweine hatten nicht viel von ihm übrig gelassen. War überall groß in den Zeitungen vor ein paar Wochen. Suchtrupps, Hundestaffel, der ganze Aufriss. Ist zufällig gefunden worden. Ein Unfall sagt man, der Junge ist in dem gefluteten Stollen ertrunken, und nun steht das Image des Unternehmens auf dem Spiel. Da stößt Dunkel in einem weiteren Stollen auf ein Drogenlabor,  Achims Drogenversteck. Der Tod des Jungen lässt ihm nun keine Ruhe mehr. Wer im Ort handelt mit Crystal Meth? Dunkel steckt das Labor in Brand, zieht so alle Aufmerksamkeit auf sich. Und im grellen Schein des Feuers sind die Akteure deutlich zu erkennen: Achim, der Drogenboss, seine Muskelmänner und die Frauen, die er schlecht behandelt, seine Geliebte Anna und Marie, seine Stieftochter. Dunkel sagt Achim den Kampf an und findet in Marie eine überraschende Verbündete. Er setzt Falco und Achim mächtig unter Druck und bringt so, ohne es zu wollen, Marie in tödliche Gefahr. An der Geschichte fasziniert, dass der Autor Figuren schildert, die aus dem Leben gegriffen sind, er lässt uns keine Zeit zum Luftholen. Dabei wirkt Altglück als Schauplatz der Handlung ebenso originell wie unheimlich. Tolles Krimidebüt herrlich schaurig und actionreich mit gut gezeichneten Figuren. Viele unterschiedliche Charaktere und Perspektiven machen diesen Spannungsroman zu einem echten Lesevergnügen mit überraschendem Ende. Der Autor lässt mit seinem kompromisslosen Ton keinen Raum für Tümeleien, ihm ist mit "Dunkels Gesetz" ein Krimi gelungen, der problemlos mit Spannungsliteratur der Oberklasse mithalten kann. Gelungen.  
           

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    SophLovesBooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Langatmig und anstrengend zu lesen - nicht jedermans Geschmack.
    Anstrengend

    Mit dem Wort 'anstrengend' lässt sich das Leseerlebnis wahrscheinlich am besten zusammenfassen. Die Umgangssprache der Personen war einer der Gründe, warum ich nach einigen Kapiteln immer weniger Lust hatte, weiterzulesen. Ständig die abgehackten und unvollständigen Sätze der Charaktere lesen zu müssen, war ermüdend. Dennoch haben sie zu dem sozial schwachen Milieu gepasst, in dem sich die Geschichte abspielt. Etwas weniger Abkürzungen und Dialekt hätte dafür jedoch gereicht.
    Auch mit den Charakteren wurde ich nicht warm. Alle wirkten austausch- und ersetzbar, waren ähnlich schroff und düster gehalten, sodass ich nach einiger Zeit nicht mehr wusste, wer wer genau ist und wer gerade spricht. Die Brüche zwischen den einzelnen "Erzählern" der Kapitel haben das noch verstärkt. Hier wäre weniger mehr gewesen.
    So richtig Spannung wollte zunächst auch nicht aufkommen, erst nach etwa 100 Seiten passierte endlich etwas. Es wurde brutal, hart und düster, was gut zu der Atmosphäre gepasst hat, durch die die Abgründe, die sich vor den Personen auftun, besonders betont werden.
    Allerdings sind bei mir noch einige Fragen offen geblieben, was mich normalerweise nicht stört, aber da ich das Gefühl habe, ohnehin nicht alles mitbekommen zu haben, wäre es schön gewesen, wenn zumindest ein paar hätten geklärt werden können. Zum Beispiel: Was ist dem toten Jungen zugestoßen? Woher kannten sich die Alte und Dunkel?
    Das Cover gefällt mir noch immer sehr gut, es spiegelt den Charakter des Buches treffend wider.
    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Buch nicht unbedingt mein Fall war. Ich bin mit dem Schreibstil und den Figuren einfach nicht warm geworden. Auch die Spannung hat in der ersten Hälfte des Buches gefehlt, die Handlung war nicht schlecht, aber auch nicht überragend.
    Sicher wird das Buch einige begeisterte Leser finden, ich gehöre leider nicht dazu.

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    Taluzis avatar
    Taluzivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Der Krimi und seine Charaktere bedienen einige KlischeesDie Spannung ist gering und scheinbar zusammenhangslose Szenenwechsel.
    Dunkel, wie lichtlos. Lichtlos wie vage. Vage wie fraglich.

    Der Ex-Söldner Richard Dunkel bekommt von einem Freund die Gelegenheit als Wachmann für das Brachgelände einer Chemiefirma an der belgischen Grenze zu arbeiten. Sein Leben ist orientierungslos, aber dennoch von Werten bestimmt. An der Tankstelle in Altglück trifft man sich, dort lernt er Achim, dessen Freundin Marie und ihre Tochter kennen.

    Achim, der Tankstellenbesitzer, erhofft sich durch seine kriminellen Machenschaften mit Falco das große Geld.

    Als Dunkel das Drogenversteck von Achim entdeckt und vernichtet, setzt er diesen mächtig unter Druck.



    Schon der Titel verwirrt „Dunkels Gesetz“ liest sich schnell auch mal als dunkles Gesetz. Und impliziert ein rätselhaftes bzw geheimnisvolles Gesetz, um das es sich dreht. Das ist nicht so. Richard Dunkel ist der Protagonist der Geschichte. Er ist Ex-Söldner und erhält einen Job von einem ehemaligen Kollegen. Dunkel schreckt vor Gewalt und Gesetzen nicht zurück, dennoch ist er für Gerechtigkeit.

    Der Krimi und seine Charaktere bedienen einige Klischees, da ist der Kleinkriminelle, der sich das großen Geld erhofft, die ehemalige Hure, die von der Liebe träumt und ihre hübsche Tochter. Das einsame Nest in dem sich alles abspielt, hat den passenden Titel Altglück.

    Der Schreibstil ist emotions- und schnörkellos, angelehnt an die 70iger / 80iger Jahre. Knapp mit reduzierten Sätzen und das Einbringen von Gossensprache in kurzen Kapiteln erzählt der Autor Sven Heuert die Geschehnisse in Altglück.

    Und doch kam einmal ein gewisser Sinn für Humor zum Vorschein auf Seite 47: „War´n Kollateralschaden.“ „Hab dir schon mal gesagt – lass die Scheißfremdworte.“

    Die Spannung ist gering, scheinbar zusammenhangslose Szenenwechsel und kein roter Faden in Sicht. Ungeklärte Fragen bleiben am Ende offen, z. B. was hat es mit der Wodka trinkenden Kräuterfrau auf sich.

    Wer will kann den Krimi lesen, muss es aber nicht.

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    T
    Tara01092012vor einem Jahr
    nichts für mich

    Aufmerksam auf dieses Buch wurde ich durch Vorablesen... das Cover hat mir sehr gut gefallen und die Inhaltsangabe hörte sich vielversprechend an. Deswegen hatte ich mir das Buch gleich nach Erscheinen gekauft... leider bleibe ich doch etwas enttäuscht zurück.
    Das Buch und die Geschichte ist nicht das was ich erwartet hätte.

    Irgendwie erinnerte mich das Buch an ein Drehbuch für einen Actionfilm oder einen Sonntagabend Krimi, aber zum Lesen war es leider nicht mein Fall...

    Es kam bei mir leider keine Spannung auf und auch das Interesse fehlte vollkommen, stattdessen hat mich die Geschichte eher gelangweilt, deswegen habe ich das Buch auch nach ca der Hälfte abgebrochen.
    Es war leider absolut nicht das was ich mir gewünscht und erhofft hatte.

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    S
    Sagittariavor einem Jahr
    Guter Anfang enttäuschendes Ende

    Unter dem Titel "Dunkles Gesetz" von Sven Heuchert steht auf der ullstein Auflage `Kriminal Roman`. Diese zwei Worte assozieren in meinem Kopf direkt ein Bild.
    Leider kann dieses Bild in dem Buch nicht ausrecht erhalten werden. Als ich die Leseprobe gelesen habe nahm ich an dies wird ein Kriminal Roman, der auch in diese Richtung geht. Aber der Kiriminalfall kommt relativ kurz, bzw. es ist nicht wirklich spannend. Es wir kein großer Fall darüber gemacht.
    Leider hat dies meine Erwartungen und meine Begeisterung für das Buch geschmällert. Es geht um die Geschichte von Dunkel. Seine suche nach einer Art Erlösung für einen Vorfall in seiner Vergangenheit, sowie um Marie und Ihre Mutter, die bei dem Kriminellen Achim leben. Es scheint mehr eine Selbstfindungsgeschichte zu sein, als ein Krimi.

    Am Ende war ich leider etwas enttäuscht, wie bereits gesagt. Kaum Spannung, das Interesse war einfach nicht da.

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    Ivonne_Gerhardvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend ;-)
    Spannende interessante Story ;-)

    Das Cover ist wieder eine Art 3D Druck , die Schrift hebt sich vom Cover ab und lässt dich fühlen - das macht immer einen tollen und edleren Eindruck bei Büchern :-) das rot des Titels kommt richtig zur Geltung :-) erst Dacht ich Dunkels Gesetz - wäre ein Gesetz im Dunkeln :-) nein , die Hauptfigur heißt Richard dunkel - also sein Gesetz :-) im Laufe der Geschichte kommt man während des Lesens , so immer mehr in Dunkels leben und seine Ansichten , bzw. seine Methoden und Machenschaften,... das Abenteuer beginnt , als er Achims drogenversteck entdeckt - was ist zutun ? Die Tochter des Tankstellenbesitzers gerät immer mehr in Gefahr ,... können die Menschen gerettet werden , die unschuldig mit reingezogen worden sind ? Eine wirklich sehr gut und spannend geschriebene Geschichte ,.. die Texte lassen sich leicht und locker lesen und durch die relativ niedrige Seitenzahl lässt sich das Buch an einem Wochenende gut lesen :-) spannend ab dem Zeitpunkt wo das eigentliche Dilemma beginnt, fällt es schwer das Buch aus der Hand zu legen , bevor man weiß wie es endet :-)

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