Sven Hillenkamp Das Ende der Liebe

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Inhaltsangabe zu „Das Ende der Liebe“ von Sven Hillenkamp

Alles ist möglich - nur die Liebe nicht mehr!
Was geschieht, wenn der Mensch in allen Bereichen des Lebens einer Unendlichkeit des Möglichen ausgesetzt wird? In welchen Gefühls- und Denkzuständen wird das Unendliche erfahren bzw. die Tatsache, dass es – in Arbeit, Liebe, Selbsterschaffung – verfehlt wird? Auf welche Weisen versucht der Mensch, es zu erreichen? Wie scheitert er? Was geschieht mit der Erinnerung, dem Körper, der Sexualität, der Stadt, dem „eigenen Raum“?›Das Ende der Liebe‹ analysiert die Welt struktureller Freiheit ausschließlich in Bezug auf die Kategorie des Möglichen. Im Fokus steht nicht die Liebe, sondern die Erfahrung der Nicht-Liebe, eines Entliebens noch vor der Liebe, der Enttäuschung, Entbehrung, Abstoßung, des Schmerzes, der Sehnsucht und Hoffnung. In dieser Sehnsucht und Hoffnung werden alle anderen Möglichkeiten – der Arbeit, der Geistigkeit, der Lebensform, der Entwicklung, der Sexualität, des Lebensortes, des Erfolgs – mituntersucht. Wie ein Brennglas bündelt die Liebessuche alle Unendlichkeiten.Unsere Zeit ist bestimmt von der Unendlichkeit all dessen, was möglich ist. Mit seiner Analyse trifft Sven Hillenkamp den Nerv unserer Gesellschaft. Für ›Das Ende der Liebe‹ erhielt Hillenkamp den Brentano-Preis. Es ist der erste Band der Studie ›Zwänge der Freiheit. Die neuen Formen der Faktizität‹.

Auf 300 Seiten wird dieselbe These in neuen Formulierungen stets wiederholt - das Buch nicht abzubrechen fiel mir enorm schwer.

— Kathycaughtfire

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    Das Ende der Liebe

    Sokrates

    10. January 2014 um 23:17

    Selten habe ich eine so dünne Gesellschaftsanalyse gelesen. Sie steht m.E. exemplarisch für eine 'dünne Gesellschaft', die zwar manche Probleme noch wahrnimmt, sie aber entweder gar nicht mehr lösen kann oder mit dürftigen Konzepten daher kommt. Hillenkamp versucht seiner Problematik - der Umkehrung von Freiheit in Zwang - anhand der Liebe näher zu kommen und dies auf dem halb-literarischen Weg. Genau hier erreicht er mich überhaupt nicht: er bleibt mir zu oberflächlich, zu unkritisch, mitunter zu philosophisch. Den Problemen der Zeit scheint er zwar mit genügend Vokabular gewachsen zu sein, aber die Art der Umsetzung kann mich nicht überzeugen. Zu wenig wird mit Argumenten gearbeitet, zu wenig wird knallharte Kritik geäußert. Stattdessen wird philosophisch sanft eine Problematik anhand eines Alltagsbeispiels in Weichspühlermanier aufgearbeitet. Ein Ansatz, der manchmal zur Verdeutlichung okay ist, hier aber irgendwie das Buch plätschernd in die Länge zieht und den Erkenntnisgewinn zweifelhaft erscheinen lässt. Schade, der Titel hat unglaublich erhellende Momente suggeriert.

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  • Rezension zu "Das Ende der Liebe" von Sven Hillenkamp

    Das Ende der Liebe

    WinfriedStanzick

    02. March 2012 um 17:21

    Es ist in den letzten Jahren wieder "in" zu heiraten. Die Paare, die über eine lange Zeit ohne Eheschließung zusammenleben, geraten langsam aber sicher in die Minderheit. Als Pfarrer im Ruhestand, der ab und zu einmal eine Vertretung übernimmt, kann ich auch bestätigen, dass es immer mehr Paare gibt, die ihre Ehe in der Kirche mit einem religiösen Segen besiegeln. Alle wählen dabei die traditionelle Trauformel "bis dass der Tod euch scheidet..." Dennoch: jede zweite Ehe wird eher früher als später wieder geschieden. Das hat mannigfaltige Ursachen, die gravierendste ist die, dass die jungen Eheleute ihre Beziehung überfrachten mit Erwartungen und Bedürfnissen, die kein Mensch einlösen und keine Ehe befriedigen kann. Der bekannte Paartherapeut Arnold Retzer hat unlängst ein Buch mit dem Titel: "Lob der Vernunftehe. Streitschrift für mehr Realismus in der Liebe" veröffentlicht, wobei Titel und Untertitel, übrigens auch die äußere Gestaltung des Buches, stark an das vor zwei Jahren veröffentlichte und stark und umstritten diskutierte Buch von Bernhard Bueb: "Lob der Disziplin" erinnern. Das vorliegende Buch des freien Autors Sven Hillenkamp geht in eine ähnliche Richtung. Weniger wissenschaftlich geschrieben, weniger an der Beratungspraxis orientiert als an ausführlichen gesellschaftlichen und soziologischen Beobachtungen geht der Autor einer Entwicklung nach und vertieft sein Nachdenken darüber, die die herkömmliche Liebe, jene Grundlage und jenes Bindemittel aller Beziehungen und erst recht der Ehen total verändert hat. Die Menschen haben heute fast unbegrenzte Möglichkeiten. Selbst ein Mensch, der nicht gerade im Wohlstand schwelgt, kann sich freier bewegen und selbständiger über sein Leben und seine Bedürfnisse bestimmen als jeder Angehörige aller anderen Generationen davor. Ob es die Liebe ist, der Sex, die Frage, wo ich wohnen möchte und wie und mit wem ich leben möchte, die Frage, wie ich meine Berufskarriere gestalte und ob ich eine Therapie mache oder nicht - die Beispiele für die heutigen fast unbegrenzten Möglichkeiten des Einzelnen sind Legion. Doch der Einzelne ist damit überfordert und deshalb überfrachtet er auch seine Beziehungen und seine Liebe. Dabei weiß er immer, dass er zu jeder beliebigen Zeit immer unter seinen Möglichkeiten bleibt. Wer theoretisch alles können kann, muss zwangsläufig scheitern und an Scham über die nicht genutzten Möglichkeiten in den Boden versinken. Ist das für das einzelnen Individuum schon ein eigentlich nicht zu bezahlender Preis für eine zunächst so verlockende Freiheit, ist es für die Liebe der Tod. Unbegrenzte Freiheit und Liebe zu einem andern Menschen vertragen sich nicht miteinander. Und so erscheint ein Glücksratgeber nach dem anderen, die Kurse bei den entsprechenden Therapeuten, darunter auch viele Scharlatane, laufen über, das Geschäft mit dem Glück blüht, aber die Menschen werden immer unglücklicher. Die Depressionen nehmen zu und mitten im Reichtum ihrer Möglichkeiten verhungern sie an Seele, und wenn man sich die Magersüchtigen anschaut, auch am Leib. Das Buch von Sven Hillenkamp ist so etwas wie ein Weckruf zur Vernunft zurückzukehren und damit auch zu so etwas wie der Idee einer Vernunftehe, wie das auch Arnold Retzer in seinem eingangs erwähnten Buch getan hat. Eine solche Ehe ist etwas total anderes als eine reine Versorgungseinrichtung. Liebe und Emotionen, gegenseitige Fürsorge und Unterstützung, Sexualität und Lust haben darin ihren wichtigen Platz, aber der andere darf darin ein normaler Mensch sein mit all seinen Schwächen und Stärken. Die Freiheit darf sich nicht in eine Tyrannei verwandeln. Ein wichtiges Buch über die notwendige Neujustierung von Liebe und Freiheit.

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