Sven Kloepping , Susanne Schnitzler Bullet: und andere Storys aus dem MegaFusion-Universum

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Inhaltsangabe zu „Bullet: und andere Storys aus dem MegaFusion-Universum“ von Sven Kloepping

Niemand hat es anders gewollt: die erste Anthologie mit bösen, schnellen SF-Storys aus Sven Klöppings MegaFusion-Universum. Die Figuren sind keine Helden. Die Welt ist nicht ihre Bühne. Sie werden nur geduldet. Und manchmal geschieht etwas, mit dem niemand gerechnet hätte – Es sind Geschichten aus der Zukunft, Geschichten von Kleinkriminellen, tragisch Liebenden, Sektenführern und schizophrenen Linguistikern. Bekannte und weniger bekannte Autoren des Genres Science-Fiction haben sich zusammengefunden, um einen Beitrag zu MegaFusion zu leisten. Das Ergebnis kann sich lesen lassen.

Musik, Drogen, Looser - und trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, macht dieses Buch Spaß!

— storyteller
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    Bullet: und andere Storys aus dem MegaFusion-Universum
    storyteller

    storyteller

    27. November 2014 um 16:08

    Die erste Anthologie des Sternwerk Verlages Eintauchen in das MegaFusion Universum Es ist unfassbar, wie viel Spaß es macht, sich mit Losern, Junkies und anderen seltsamen Figuren zu befassen … Sven Klöpping hat ein Universum erschaffen, in dem sich bestimmt nicht jeder wohlfühlt. Wer Wert auf eine ordentliche Sprache legt, formvollendete Sätze liebt, der sollte die Finger von diesem Buch lassen. Personen, die sich in denglish wohlfühlen, denen es nichts ausmacht, dass die Helden manches Mal Fell tragen und der Loosen beim Verlieren über die Schulter schauen mag, der wird seinen Spaß haben. Ich habe mich köstlich amüsiert. Und nun zu den einzelnen Geschichten: D. J. Franzen – Der große Gig Ein Ermittler taucht ein in die Gedanken eines Veranstalters, der es offensichtlich geschafft hat, und doch ein unerwartetes Ende nahm. Scheinbar ist die Musik mit den Subsonic Effekten der Pink Deads nicht ganz unschuldig daran. Die Geschichte wurde nicht umsonst an den Anfang der Anthologie gesetzt. Sie stimmt den Leser gleich auf das ein, was er zu erwarten hat. Christian Künne – Die Uhr schlägt nicht mehr Ein Mann erfährt, dass sein Spaß an Gewalt vererbt ist. Viel mehr kann ich nicht schreiben, ohne die Story vorwegzunehmen. Mir persönlich war es in dieser Geschichte etwas zu viel denglisch. Michael Schmidt – She Eigentlich müsste mir She sympathisch sein, sie liebt meine Musik, dennoch würde ich mich wahrscheinlich vor ihr fürchten, wenn sie mir nachts begegnete. Michael hatte sie sicher exakt vor Augen, ich mag sie mir lieber nicht zu genau vorstellen. Es könnte sein, der Anblick raubt mir den Verstand. Diese Geschichte gehört für mich ganz eindeutig zu den Highlights dieses Bandes. Genial, Michael. Könnte mir gut vorstellen, dass die Weltkirche eine Belohnung auf ihr Fell aussetzt. Ich bin gespannt auf deine Fortsetzung. Thorsten Küper – Der Mechaniker Ein weiterer Höhepunkt des Buches. Thorsten Küper lässt uns einen Mechaniker/Programmierer, der vor einigen Jahren seinen sicheren Job verlor, begleiten. In weiser Voraussicht hat er für diese Zeit nach der Arbeit vorgesorgt. Wir dürfen ihn auf einem seiner unorthodoxen Raubzüge begleiten. Dieser Mechaniker hat sich ganz besondere Strafen ausgedacht. Diese Story macht Spaß! Sven Klöpping – Crime sponsoring Ein Auftragskiller erhält einen neuen Auftrag. Die Story endet anders, als er erwartet hätte. Ein bisschen kurz Sven, aber mit einer überraschenden Wendung. Jakob Moser – Die Vision Masami, ein nihilistiser Undergrounder, hat ein Treffen mit einem Syndikatsboss. Der kommt mit seinen Bodyguards und einer Tussi und ist nicht gut drauf. Als Masami beginnt, die Leibwächter zu entsorgen, wird es dem Mafioso ganz anders. Auch hier wartet der Autor mit einem überraschenden Ende auf, nachdem er uns durch das Leben eines Loosers geführt hat. Habe ich gerne gelesen. Stefan Blankertz – Rambo II Mit ein der besten Geschichten. Die Sprache, die der Autor extra für diese erfundene Storywahrheit schuf, versteht man ohne Probleme, da sie logisch aufgebaut ist. Eine Menschmannmaschine muss über sein vergessenes Leben hinauswachsen, um seine Tochter zu finden, die scheinbar entführt und misshandelt wurde. Es ist eine Freude, ihm dabei zuzusehen. Vincent Voss – Bullet So,so, wer dachte Vincent Voss sein ein bekannter Autor, der wird in dieser Story eines Besseren belehrt. ;-) Otis, ein Mann, der in einem Einzimmersarg lebt, zieht das Hauptlos und gewinnt 3 Kugeln. Wir folgen ihm auf seinem Rachefeldzug. Ich mochte diese Geschichte sehr, es kam mir permanent so vor, als säße Vincent mir gegenüber und zwinkere mir zu und das mit einem verdammt süffisanten Lächeln. Susanne Schnitzler – Job of Clones Neben mir, oder besser gesagt, meinem zweiten ich – Diane - die einzige Autorin, die sich ins MF Universum gewagt hat. Sie berichtet von einer ganzen Clon Armee, die den Aufstand probt. Lest selbst, ob es ihnen gelingt, gegen das System anzufurzen. John Aysa – Ein einfacher Tag für ein einfaches Gemüt Patong hat gerade einen Death Junkie in der Tiefe geworfen, als er angegriffen wird. Die Frau will sein Schicksal beeinflussen, damit sein Vorhaben zum gewünschten Erfolg führt. Obwohl er daran zweifelt, dass die Frau wirklich über diese Macht verfügt, muss er sich zwangsläufig ihrem Wunsch beugen. Diese Geschichte hat mir gut gefallen. Erst zum Schluss bekommt man eine Vorstellung davon, worum es überhaupt geht. Dirk Bernemann – J & G J liebt G. Beide sind Außenseiter in einer Welt, die sich ihre Bewohner nach eigenen Wünschen zurechtformt. G fehlt der übliche thought controller, weswegen eine längst ausgestorbene Krankheit sie in den Klauen hält. Die Depression. J will diese Krankheit heilen und unternimmt deshalb eine gefährliche Reise. Wie es ausgeht, verrate ich natürlich nicht. Frederic Brake – Glücklichland Brane und Mac treffen sich nach Jahren wieder und haben denselben kleinen Schisser im Visier, den sie allerdings an verschiedene Stellen verfrachten wollen. Brane will eine Prämie kassieren, Mac arbeitet fürs Syndikat und soll den Entführten heil zurückbringen. Frederic verhilft dem Schisser zu Gehör, ohne ihn viel sprechen zu lassen – gekonnt. Diane Dirt – Revenge Die Exfrau eines Megakonzernbosses kehrt aus dem Underground zurück, um sich am Ex zu rächen. Sie scheut nicht vor dem Einsatz von Killermaden zurück. Es war mein erster Ausflug in eine andere (Sprach-) Welt. Diane hört sich an, wie eine Ruhrpottschlampe. Vielleicht ist sie eine … Andreas Winterer – Bloß nicht alt sein im U18 Ein kleiner Ladendieb wird beim Klauen gestört und ergreift die Flucht. Bei wem er seine Beute abliefert? Lest es selber. Andreas Flögel – Who is your daddy? Lasst euch nicht von dem Titel in die Irre leiten. Es geht um einen Junkie, der sich illegalen Stoff reinzieht und der seine Sex-Abenteuer aufzeichnet und verkauft. Heute hat er eine ganz besonders heiße Braut im Visier. Die verfolgt aber ihre ganz eigenen Pläne … Tolle Story. Und wieder ein Ende, das man so nicht erwartet hätte. Sven Klöpping – Homebasejump Sven nimmt uns mit auf seine Basejumps. Er lässt uns die heiße Luft spüren, die an seinen Kleidern zerrt, macht uns mit seinen teils aufwendigen Vorplanungen bekannt, zeigt uns, wie man lästigen Gesetzeshütern entkommt und wir ahnen, welchen Spaß er selbst dabei hat. Und am Ende zeigt er uns, was der Spaß für Risiken birgt. (Mit einem erhobenen Zeigefinger.) Aber wer will ihm dafür böse sein? Ich nicht! Denn ohne sein Universum gäbe es keine MF Geschichten. Und das wäre denkbar schade. Irre, wie in diesem Buch Musik eine Hauptrolle übernommen hat, ohne, dass es vom Herausgeber in irgendeiner Weise gefordert worden ist. Neben der Musik, die die Autoren scheinbar irgendwie verbindet, fand ich die Experimentierfreude in Sachen Sprache außergewöhnlich hoch. Ob überwiegend denglisch, Slang, oder vermeintlicher Maschinensprache, es wurde probiert. Schon alleine deswegen lohnt sich das Buch. Sven, wenn du je auf den Gedanken kommst, eine weitere Anthologie aus dem MF Universum herauszubringen, bin ich (oder Diane) auf jeden Fall wieder dabei.

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