Dünentod

von Sven Koch 
4,1 Sterne bei44 Bewertungen
Dünentod
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baerins avatar

Äußerst spannender Nordsee-Krimi!

Blacksheep71s avatar

Kurzweiliger Nordseekrimi

Alle 44 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Dünentod"

Der zweite Fall für das ostfriesische Ermittlerduo Tjark Wolf und Femke Folkmer:
Ein Mann ohne Fingerabdrücke, ein Raum voller Leichen - die Polizei jagt einem Phantom nach, einem Wahnsinnigen, der ein Arsenal von Waffen und Sprengstoff an sich gebracht hat und ein Massaker plant. Bevor die Polizei den Gesuchten fassen kann, entführt er eine voll besetzte Nordseefähre, um sie in die Luft zu jagen. Ermittler Tjark Wolf schafft es in letzter Sekunde, an Bord zu gelangen. Ein perfides Spiel beginnt: Der Attentäter gibt Tjark eine Stunde Zeit, dann will er die Fähre in die Luft jagen...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426514412
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:02.05.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 02.05.2014 bei Audible GmbH erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Blackfairy71s avatar
    Blackfairy71vor einem Jahr
    Zweiter Fall für Tjark Wolf und Femke Folkmer

    Der zweite Fall für das ostfriesische Ermittlerduo Tjark Wolf und Femke Folkmer. 


    Bei einem Hafenfest in Wilhelmshaven wird die Polizistin Ceylan niedergestochen. Femke Folkmer, die nach den Ereignissen in Werlesiel nun bei der Kripo in Wilhelmshaven arbeitet, ist bei ihr, kann den Angriff aber in der Menschenmenge auch nicht verhindern. Da Femke wegen persönlicher Verwicklung eigentlich nicht ermitteln darf, spürt sie Tjark Wolf auf, der nach Werlesiel suspendiert wurde und in Dänemark untergetaucht ist. Er kommt zurück nach Ostfriesland und zusammen mit Femke und ihrem Kollegen Fred sucht er nach dem Täter. Dabei stoßen sie auf rivalisierende Motorradgangs und einen Mann, der nach einem Waffenkauf offensichtlich Größeres plant. Auf seinem Hof finden sie jede Menge Material zum Bau von Bomben sowie Pläne der Nordseefähren. Was hat er vor? Können Tjark und Femke ihn noch rechtzeitig stoppen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.


    Der eigentliche Klappentext ist meiner Meinung nach unpassend, denn er erzählt im Grunde nur das, was im letzten Drittel des Buches passiert und verrät auch schon viel zu viel über die Geschichte. Wahrscheinlich, um möglichst viel Spannung und Action zu versprechen. 

    Dabei wäre das eigentlich gar nicht nötig, denn die Geschichte entwickelt sich gewohnt spannend bis hin zum Showdown. Dafür sorgen auch die ständigen Wechsel in der Erzählperspektive, denn es wird kapitelweise aus der Sicht von Femke, Tjark oder des Täters erzählt. Oft kommt es zum Cliffhanger, was natürlich den Leser dazu bringt, dran zu bleiben. Dafür sorgen auch die oft sehr kurzen Kapitel, besonders zum Schluss. 


    Zu den Charakteren: Femke Folkmer ist ja nun nicht mehr im kleinen Werlesiel als Polizistin tätig, sondern bei der Kripo in Wilhelmshaven. So ganz ist sie damit nicht zufrieden, denn das Aufgabengebiet ist hier natürlich ein anderes und bringt mehr Verantwortung mit sich. Dass sie an sich zweifelt, kann ich gut nachvollziehen. Trotzdem meistert sie ihren Job sehr gut, als es darauf ankommt.

    Tjark Wolf, der Comicfan, sieht sich und seine Kollegen Ceylan, Fred und Femke mehr als einmal als die "Fantastic Four" und diese gilt es zu beschützen. Für ihn sind sie sowas wie seine Familie und das macht ihn sympathisch. Er handelt meistens, ohne an die Konsequenzen zu denken, was in seiner Situation natürlich fatal ist, wenn er seinen Job wiederbekommen möchte. Ein Hitzkopf mit einem guten Kern, würde ich sagen. 


    Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich den ersten Teil gelesen habe und ich konnte mich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern. Das war aber nicht schlimm und zeigt, dass man "Dünentod" auch ohne Vorkenntnisse lesen kann. 

    Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, alleine schon wegen der Locations, die mir sehr bekannt sind, da ich schon oft in Ostfriesland an der Küste war. So einen Wiedererkennungswert finde ich immer klasse. Auch wenn ich jetzt sicher immer an diese Geschichte denken werde, wenn ich mal wieder in Bensersiel am Hafen stehe und eine Fähre auf dem Weg nach Langeoog sehe...

    Kommentare: 9
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    Blacksheep71s avatar
    Blacksheep71vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kurzweiliger Nordseekrimi
    Kurzweiliger Nordseekrimi

    Es war mein erster Krimi von Sven Koch und ich war positiv überrascht. Sein flüssiger Schreibstil und die kurzen Kapitel haben mich das Buch schnell durchlesen lassen. Die Geschichte ist interessant und gut recherchiert. Die Figuren sind lebendig und machen mich als Leser neugierig. Es war auch nicht schlimm, dass ich den ersten Teil nicht gelesen habe.
    Fazit: ein kurzweiligerNordsee, der unbedingt ins Urlaubgepäck gehört

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    nasas avatar
    nasavor 2 Jahren
    Dünenntod


    Dünentod war mein erster Krimi von Sven Koch und richtig überzeugen konnte es mich nicht. Der Klapptext erzählt zu viel aus der Geschichte die auch erst während der zweiten Hälfte wirklich beginnt. 


    Ceylan ist mit ihrer Kollegin Femke auf einem Volksfest, als die Polizistin von hinten niedergestochen wird. Femke beginnt zu ermitteln und vermutet eine Rockerbande dahinter. Auch ihr Kollege Tjark Wolf der momentan eine Auszeit hat fängt an auf eigene Faust zu ermitteln und nutzt dazu manch Fragwürdige Methode. Bei ihren Ermittlungen treffen die beiden auf einen Mann ohne Fingerabdrücke. Was hat dieser Mann mit der Rockerbande zu tun und wozu braucht er Waffen? Schnell stellt sich raus das er etwas schreckliches plant, denn er ist Charon der Fährmann der die Seelen der Verstorbenen über den Fluss Styx in die Unterwelt bringt. Er braucht nicht mehr als zwei Bomben und eine Fähre und zwar eine ganz bestimmte.


    Da der Klapptext sich eher auf den zweiten Teil des Buches bezieht ist der erste Teil eher langweilig. Man fragt sich die ganze Zeit wann die eigentliche Geschichte denn endlich los geht. So ist es mir schwer gefallen am Ball zu bleiben und ich war geneigt das Buch abzubrechen. Dank eines doch eher leichten Schreibstils und der kurzen Kapitel habe ich weiter gelesen und bin auch zum zweiten Teil gekommen der wesentlich spannender war. Die Geschichte nahm an Fahrt auf und es wurde doch noch spannend. Leider überwiegt der anfangs eher schlechte Eindruck aber doch. Schade dass das Buch sich so arg selbst spoilert, wäre dies nicht der Fall wäre bestimmt ein Stern mehr bei rausgesprungen.

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    Caroass avatar
    Caroasvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine seltene Krankheit, Mobbing und der Drang sich zu rächen, in diesem Fall eine tödliche Kombination aber spannend geschrieben.
    Charon der Fährmann der Unterwelt


    In diesem Krimi geht es um mehrere Tatenstränge.
    Einerseits der fast tödliche Angriff auf eine Polizistin Cheylan in deren Freizeit und andererseits ein Selbstmordattentäter auf der Fähre.

    Der Autor lässt seine Protagonisten realistisch erscheinen und man ist sofort vom Krimi gefesselt.
    Am Anfang sitzt er an seinem Computer aber dann wird er wirklich zum Charon, zum Fährmann der Unterwelt und will eine Fähre mit seinen Fahrgästen in diese senden. Kann Tjark ihn stoppen?
    Wer war der Täter der Ceylan fast getötet hat? Was war sein Motiv? Wart es eine der oberservierten Motorradbanden oder doch jemand anderer?

    Sven Koch hat sehr gute Recherchearbeit für seinen Krimi geleistet.
    Fazit, ein Krimi der einen nicht mehr loslässt, fesselt und einen fast zwingt durchzulesen.

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    Jisbons avatar
    Jisbonvor 2 Jahren
    In der zweiten Hälfte sehr packend

    "Dünentod" hat mir nicht ganz die Geschichte geliefert, die ich erwartet hatte. Das Attentat auf die Nordseefähre spielt eine sehr wichtige Rolle und dominiert die zweite Hälfte der Geschichte, aber zu Beginn steht etwas anderes im Vordergrund - ein Anschlag auf eine Kollegin des Protagonisten, die nur knapp mit dem Leben davonkommt. Tjark Wolf versucht herauszufinden, wer ihr das angetan hat, und stößt dabei auf die Indizien, die ihn auf das geplante Attentat aufmerksam machen. Bis zu diesem Punkt war die Geschichte eher ruhig; die Ermittlungen waren gut dargestellt und als Leser wusste man schon, dass etwas großes, schreckliches passieren würde, aber die Polizei kam erst nach und nach dahinter und dieser Prozess war glaubwürdig geschildert. Dazu gab es noch persönliche Verwicklungen der Ermittler, die für mich weniger interessant waren, aber dazu beigetragen haben, dass man die Figuren näher kennen lernen konnte.

    Die zweite Hälfte dagegen war durchgehend spannend, obwohl der Täter von Anfang an fest steht. Wie die Inhaltsangabe schon verrät, muss der Protagonist versuchen, einen Attentäter in sehr kurzer Zeit zu stoppen, während alle äußeren Umstände gegen ihn arbeiten. Der Täter war dabei eine echte Bedrohung - fest entschlossen, sehr gut vorbereitet, ausreichend motiviert und im Glauben, das einzig richtige zu tun - und das Leben zahlreicher Menschen stand auf dem Spiel, nicht zuletzt das des Protagonisten, den der Leser bereits ausgiebig kennen gelernt hatte, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Die Geschichte war sehr fesselnd und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und ob die Katastrophe verhindert werden kann oder nicht, gerade, weil die Lage sich immer mehr zugespitzt hat.

    Am Ende werden beide Handlungsstränge aufgeklärt, aber der Autor wirft eine Theorie in den Raum, der das Potential für einen späteren Band hat und ich hoffe, dass er diesen Fall noch einmal aufgreifen wird, da diese Geschichte sehr vielversprechend wäre. Dieser Band bekommt 4 Sterne und ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen.

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    Taluzis avatar
    Taluzivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: besonders die Fakten über die Genkrankheit Ectodermal Dysplasia an die er leidet, waren sehr informativ vermittelt
    Fantastic Four

    Für Ceylan endet der Besuch des Rummels fast tödlich. Sie wird niedergestochen. Femke Folkmer ist fassungslos. In ihrer Not meldet sie sich bei Tjark Wolf, der eine längere Auszeit in Dänemark geplant hat. Tjark fängt sofort an auf Spurensuche zu gehen. Da er suspendiert ist, kann er sich als Polizist ausgeben, der sich nicht an den Dienstweg halten muss.

    Dabei kommt er einer Person gefährlich nahe, die zu allem entschlossen ist. Charon, der Fährmann will auf der vollbesetzten Fähre nach Langeoog seinen Vernichtungsplänen freien Lauf lassen.

    Wie viele Menschen werden Opfer von Charons Racheplänen?

    Der Schreibstil ist lebendig und einnehmend. Die Kapitel sind kurz und bündig. Durch die Perspektivenwechsel ist Spannung vorhanden und der Leser lernt die Beweggründe der einzelnen Charaktere kennen. Auf wenigen Seiten lernt der Leser einen Charakter kennen, wie z. B. Peter Schortens. Bildlich kann man ihn sich vorstellen und sympathisiert mit ihm. Diese kleinen Einblicke in andere Perspektiven machen „Dünentod“ besonders.

    Auch der Täter ist von Anfang an kein Unbekannter, sondern über viele Kapitel lernt man ihn gut kennen. Das nimmt manches von der Spannung. Zwar steigert sich die Spannung und Aktion kontinuierlich, aber das Ende ist doch durchschaubar. Trotzdem ist die Geschichte interessant, besonders die Fakten über die Genkrankheit Ectodermal Dysplasia an die er leidet, waren sehr informativ vermittelt und gut in das Geschehen integriert.

    Gut beschrieben wurden auch die Abläufe, der verschiedenen Spezialeinheiten, z. B. die der Kampfschwimmer. Diese ganzen Informationen wurden so gut beschrieben, dass sie beim Leser auch nachhaltig in Erinnerung bleiben.

    Fazit: ein informativer und lebendiger Krimi, dem es etwas an Spannung mangelte.

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    Uschi62s avatar
    Uschi62vor 2 Jahren
    "Ein Zorn begann wie ein Höllenfeuer in ihm zu glühen ..."

    Während eines Hafenfestes wird die Polizistin Ceylan, im Beisein ihrer Kollegin Femke, Opfer eines Mordversuchs. Die beiden waren letztes Jahr Teil einer vierköpfigen Ermittlergruppe, der auch Fred und Tjark Wolf angehörten.

    Die Fantastic Four! So hatte Tjark Wolf seine Ermittlergruppe letztes Jahr genannt. Doch diese Gruppe gibt es in dieser Form nicht mehr. Tjark  Wolf hat sich eine Auszeit genommen und ist abgetaucht, Femke, Ceylan und Fred haben andere Aufgaben übernommen.

    Doch Femke gelingt es Tjark aufzustöbern und als er hört was geschehen ist, beschließt er zurückzukommen. Nicht zur Freude aller, denn Tjark ist bekannt für seine Skrupellosigkeit und sein Draufgängertum.

    Die Ermittlungen konzentrieren sich zunächst in die Richtung der organisierten Bandenkriminalität, da Ceylan dort die Leitung einer Sonderkommision innehatte, doch aufgrund dieser Ermittlungen wird die Aufmerksamkeit der Beamten auf eine Person gelenkt die einen irrsinnigen Plan zu verfolgen scheint. Wird es ihnen gelingen diesen Plan zu vereiteln und damit Hunderten von Menschen das Leben zu retten?

    Sven Koch versteht es mit flüssigem Schreibstil und in kurzen, knappen Kapiteln die Spannung zu halten. Es entsteht ein Sog, bei dem einem nichts anderes übrigbleibt als immer weiter zu lesen und auch die Romantik kommt dabei nicht zu kurz.

    Tjark Wolf hat mich mit seiner eigensinnigen Persönlichkeit total überzeugt, doch auch Femke und Fred waren mir sehr sympathisch und ich hoffe, dass es noch mehr Krimis mit  den „Fantastic Four“ geben wird.

    Sven Koch hat einen Weg zur Fähre genommen, den ich persönlich etwas verwirrend fand und der vielleicht, meiner Meinung nach,  auch nicht besonders glücklich war.  Deshalb gibt es von mir vier Sterne für diese spannende Strandlektüre mit Nordseeflair.

     

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    Elenas-ZeilenZaubers avatar
    Elenas-ZeilenZaubervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Der Klappentext verrät die Hälfte des Buches und löscht die Spannung.
    Spannungstod

    ‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
    Tja, was soll ich schreiben, der Klappentext ist ein Spoiler par excellence - nach der Hälfte des Buches ist man dort, wo der Klappentext endet und es spannend wird. Für mich war die Luft raus. Wenn ich schon das halbe Buch in groben Zügen kenne, dann ist der Weg dahin für mich nicht wirklich spannend und auch nur mäßig interessant. Auch wenn es durch die unterschiedlichen Handlungsstränge immer wieder Cliffhanger gab, war ja klar, dass es erst ab der gekaperten Fähre richtig rund geht.
    Die Figuren sind lebendig und der Protagonist Tjark Wolf besitzt schon viele Ecken und Kanten. Er hat mir im ersten Fall deutlich besser gefallen, hier ist jetzt so der amerikanische „lonely wolf“, der aber seinen Leute beschützt und für sie alles tut. Manches Mal wollte ich ihm zurufen: Werde erwachsen und hör auf dich wie ein verwöhntes, trotziges Kind zu gebärden.
    Die anderen drei Ermittler bleiben dabei recht farblos.
    Der Täter wird sehr realistisch beschrieben und ich muss zugeben, dass ich ihn und seine Motive manchmal verstand. Er hat kein leichtes Leben und dass er sich auf diese Art und Weise an den Menschen rächen will, ist zwar extrem, aber ihm wiederfuhr auch Extremes. Ich will auf gar keinen Fall rechtfertigen, dass der Täter die Fähre in die Luft sprengen will, aber mit einer Verurteilung der Tat ist es nicht getan, man muss diesen Menschen helfen.
    Der Schreibstil Kochs war flüssig und leicht lesbar. Doch durch den Klappentext dachte ich mir oftmals: Nu‘ komm auf den Punkt, ich weiß ja, dass wir zu der Fähre müssen.
    Es erstaunt mich sehr, dass der Klappentext so viel Macht über mein Lesevergnügen hat. Doch ich kann nicht mehr als 3 Ostfriesen-Sterne für ein Buch vergeben, dass für mich erst ab der Mitte spannend wird.

    ‘*‘ Klappentext ‘*‘
    Der zweite Fall für das ostfriesische Ermittlerduo Tjark Wolf und Femke Folkmer: Ein Mann ohne Fingerabdrücke, ein Raum voller Leichen - die Polizei jagt einem Phantom nach, einem Wahnsinnigen, der ein Arsenal von Waffen und Sprengstoff an sich gebracht hat und ein Massaker plant. Bevor die Polizei den Gesuchten fassen kann, entführt er eine voll besetzte Nordseefähre, um sie in die Luft zu jagen. Ermittler Tjark Wolf schafft es in letzter Sekunde, an Bord zu gelangen. Ein perfides Spiel beginnt: Der Attentäter gibt Tjark eine Stunde Zeit, dann will er die Fähre in die Luft jagen...

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    NiliBine70s avatar
    NiliBine70vor 4 Jahren
    Der Fährmann

    Inhalt:

    Volksfest in Wilhelmshaven und mittendrin die weiblichen Anteile der „Fantastic Four“, wie Tjark Wolf sie genannt hat, Femke und Ceylan, Polizeibeamtinnen in privater Entspannungsmission. Doch wird dies Ceylan zum Verhängnis. Im Gewühl jagt ihr jemand ganz geschickt ein Messer in den Leib und verschwindet unerkannt. Sie kämpft nun um ihr Leben, unterstützt von Ärzten im Krankenhaus. Doch, wer steckt dahinter?

    Und welche Rolle spielt ein gruseliger Mann, ohne Fingerabdrücke, der sich selbst Charon nennt, der Fährmann, der in der Sage Leute über den Styx geleitet?

    Femke wünscht sich Hilfe, doch von welcher Seite? Tjark ist untergetaucht, hat sich eine Auszeit genommen um zu – man glaubt es kaum – zu malen! Doch sie greift zu einer List und lockt ihn damit. Denn Tjark kann nicht aus seiner Haut, er ist ein Polizist, durch und durch, spürt das Böse auf und kann sich nicht dagegen wehren, dass er ebenjenes zur Strecke bringen will und muss.

    Wird es den Fantastic Four gelingen, Charon aufzuhalten und herauszufinden, was seine Beweggründe sind und nicht zu vergessen muss geklärt werden, wer Ceylan nach dem Leben trachtet. Verdächtigungen und Verstrickungen gibt es genügend, doch welche Spur führt zum Täter. Das zu klären muss binnen kürzester Zeit geschehen, denn wie immer ist auch ein politischer Hintergrund nicht weit weg und übt Druck aus. Druck, der die Ermittlungen und Beziehungen noch erschwert. Wen kümmern da schon private Belange, die die Ermittler auch noch mit sich herumtragen…

    Meine Meinung:

    Der Fährmann

    Dass mir dieses Buch so zeitnah nach dem Lesen des 1. Bandes in die Hände fiel, das war Schicksal! Die Figuren waren mir noch sehr präsent, ich hatte noch die Vorstellungen genau vor Augen, die Geschehnisse der jüngsten Vergangenheit…. Und so bin ich Natalie von www.mem-o-ries.de sehr dankbar, dass sie dieses Buch für eine Gastrezension vergab und ich die Glückliche war!

    Gleich zu Beginn lernte ich den sehr seltsam anmutenden, ja schon fast krankhaften Fährliebhaber kennen, der noch bei seinen Eltern wohnt und Fähren liebt. Aber auf eine wirklich sehr kranke Art und Weise und es war klar, der kann nur was fieses im Schilde führen. Es ist kein Geheimnis, dass er einen ganz großen Auftritt plant, aus seinem kümmerlichen Dasein herausplatzen will und einmal eine ganz große Nummer sein will. Dazu nimmt er den Namen Charon an. Wohlwissend, welche Bedeutung diese Figur in der Sagenwelt hat.

    Diese Figur ist wirklich ziemlich gruselig, für meine Begriffe entschieden zu deutlich beschreiben (herzlichen Dank, lieber Sven Koch!), man möchte ihn gar nicht sehen, aber wenn man mit einer guten, lebhaften Phantasie gestraft ist, dann kann man sich dem leider nicht entziehen. Und so hat man die weiteren Geschehnisse –leider- sehr sehr deutlich vor Augen und fiebert schon sehr mit! Den Zeitdruck spürt man und auch den ganzen anderen Druck, durch Kompetenzgerangel, politische Verquickungen, alles das, was die Polizeiarbeit bestimmt nicht gerade leichter macht.

    Und man leidet mit, kann gar nicht fassen, was der wirklich sympathischen Ceylan da widerfährt und vor allem möchte man Femke beistehen. Da schlägt sie schon einen neuen Lebensweg ein, geht weg aus dem kleinen Werlesiel und dann so was! Und natürlich möchte man ihr die Selbstvorwürfe nehmen.

    Und Tjark Wolf…den möchte man eigentlich gern mal durchschütteln! Eigentlich hat er da eine tolle Frau und ein tolles Team und was macht der Gutste? Nimmt sich eine Auszeit. Unfassbar! Er ist die Diva des ganzen Gespanns und ich denke, das wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein, dass er mit seiner unkontrollierten inneren Wut einiges gefährdet und ausbremst.

    Bei aller Begeisterung, irgendwas fehlte mir aber im Gegensatz zum 1. Band und ich kann nicht genau benennen, was es nun war. Die Seiten flogen auch hier an mir vorbei und hätte ich nicht arbeiten müssen, hätte ich das Buch in einem Rutsch ausgelesen. Aber vielleicht war es die Tatsache, dass hier zuviel auf persönliches Wert gelegt wurde, oder vielleicht auch, dass eigentlich zwei Fälle gleichzeitig den Leser und die Ermittler beschäftigen. Ich kanns halt nicht an einem bestimmten Punkt festmachen. Aber da ich den direkten Vergleich nun mal zum ersten, für mich wirklich hervorragenden 1. Teil habe, gibt’s hier einen Stern/Nilpferd/Punkt Abzug. Ein bisschen Luft nach oben für das, was da noch auf die „Fantastic Four“ zukommt, muss sein und sollte auch sein. Zumindest würde ich mir wünschen, dass es einen weiteren Dünen-Fall gibt!

    Fazit:

    Krimi mit einem wirklich gruseligen Bösewicht, allerdings mit klitzekleinen Schwächen im Gegensatz zum ersten Teil, aber trotzdem dem Wunsch, die Figuren auf ihrem Weg weiter zu begleiten!

    Danke an Natalie von www.mem-o-ries.de und Knaur TB  für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

    Bewertung: 4 von 5 Nilpferden

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    baronessas avatar
    baronessavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Spannendungsgeladen und nichts mit beschaulicher Küste
    Friesisch herb

    „Das Meer hatte die Farbe von Schiefer. Unter dem diesigen Himmel wirkte es geschwollen und stark. Schwere See. Fünf Meter hohe Wogen preschten gegen den Bug der schneeweißen Autofähre, ließen die Gischt zerstäuben und gegen das Glas des Steuerhauses klatschen. Dahinter saß Kapitän Maxim Ferner, genannt Charon.“

     

    Am Anfang ist es ein Spiel am Computer, später wird es bitterer Ernst, denn Charon ist der Fährmann, der die Seelen der Verstorbenen über den Fluss Styx in die Unterwelt bringt. Aber dazu müssen die Fahrgäste erstmal sterben und das ist leicht, denn Maxims Weste steckt voller Sprengstoff. Er kennt keine Gnade, denn diese wurde ihm auch nie gewährt. Sein Leben lang ausgelacht und verspottet – jetzt will sich Maxim rächen und dazu ist die voll besetzte Nordseefähre gerade richtig. Als die Ermittler auf dem Hof seiner Eltern einen Einsatz durchführen wollen, ist Maxim Ferner auf dem Weg zum Hafen. Sie finden nur die Leichen seiner Eltern. Mit Tempo ist das Ermittlerteam unterwegs, aber nur Tjark Wolf gelingt es, mit einem gewagten Sprung, auf das Schiff zu gelangen. Dass er den Täter allein stoppen kann, bezweifelt er.

    Inzwischen blickt die Polizistin Ceylan im Krankenhaus der Besserung entgegen. Der Mordversuch hatte tiefe Wunden bei ihr hinterlassen. Der Täter konnte aufgrund der Beweislage nicht gefasst werden. Tjark Wolf half ein bisschen nach und so konnte die Motorradgang festgenommen werden. Aber steckt wirklich die Motorradgang dahinter oder gibt es einen Killer, der alle zwei Jahre einen Cop tötet?

    Mehr wird nicht verraten!

     

    Drogen, Waffen, Motorradbanden, Revierkämpfe und dann noch einen Täter, der eine Fähre in die Luft sprengen will. Ich wusste gar nicht, dass das beschauliche Ostfriesland so voller Gewalt steckt.

    Mit diesem zweiten Krimi ist dem Autor ein wirklich guter Anschluss gelungen. Der Protagonist Tjark Wolf ist ein echt harter Kerl. Er wartet nicht, sondern hilft nach. Rau – wie die Nordsee, voller Elan und ungeduldig, aber im Inneren ein gutes Herz. Im Gegensatz dazu steht Femke Folkmer. Kühl, mit Spürsinn – aber sehr korrekt. Zwei unterschiedliche Menschen – toll beschrieben, denn man kann sie sich wunderbar vorstellen. Dazu die herbe Gegend von Ostfriesland – treffend dargestellt – wie seine Einwohner. Auch diesmal hält der Spannungsbogen bis zum Schluss. Keine Frage – der Krimi bekommt 5 Sterne von mir.

     Das Cover ist genau treffend und der Text lässt sich flüssig lesen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

    Wirklich empfehlenswert!

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