Sven Müller 100 Kilometer zu Fuß um Jena

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Inhaltsangabe zu „100 Kilometer zu Fuß um Jena“ von Sven Müller

Warum laufen Menschen 100 Kilometer am Stück, durch die Nacht, ohne Schlaf, bei Regen, bei Kälte und bei Hitze? Was passiert ihnen dabei, was denken und fühlen sie? Ist es die Jagd nach Rekorden, Zeiten und Platzierungen - oder doch „nur“ die Selbsterfahrung, die sie motiviert? Der Autor Sven Müller ist einer von denen, die es schon mehrfach geschafft haben, 100 Kilometer am Stück zu laufen. Und er beschreibt am Beispiel der Horizontale Jena seine eigenen Erfahrungen, wie er sich darauf vorbereitete und was ihn alles währenddessen so bewegte. Dabei passierten zuweilen kuriose Dinge und erstaunliche Überraschungen. Doch lesen Sie selbst.
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  • Rezension zu "100 Kilometer zu Fuß um Jena" von Sven Müller

    100 Kilometer zu Fuß um Jena

    sarahsbuecherwelt

    16. February 2012 um 15:54

    100km an einem Stück laufen, dass ist die Horizontale von Jena. Der Autor Sven Müller hat sich an diesen ultimative Sportevent gewagt. 100mm am Stück: bergauf, bergab, durch Matsch, über Steine, bei Tag, in völliger Dunkelheit, bei Kälte, Nässe und Hitze. Rationierte Portionen, Schmerzen, die falsche Ausrüstung und eine Motivation, die mit jedem Schritt sinkt, lassen Teilnehmer aufgeben. Sven Müller gibt jedoch nicht auf und möchte andere Ermutigen, auch ihr Limit herauszufinden. Von der Vorbereitung, über seine Erlebnisse auf der Horizontale bis zur Ankunft zu Hause zeigt er auf, wie schwer 100km am Stück sein können. ===Leseprobe=== http://www.amazon.de/100-Kilometer-Jena-Sven-Müller/dp/3842339771/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1329212449&sr=1-1 ===Sarahs Meinung=== Einhundert Kilometer, dass klingt eigentlich nicht viel. Was kann man dazu nur schreiben!? Das sind die ersten Gedanken, die mir durch den Kopf wanderten, als ich das Buch das erste Mal sah. Als Kind war ich mit meinen Eltern regelmäßig in den Ferien wandern, und das war doch alles harmlos. Von der Horizontalen oder gar diesen Ultramarathonlauf, die es überall gibt, hatte ich noch nie was gehört. Gespannt machte ich mich an das Buch, und war von der ersten Seite gefesselt. 100km am Stück war doch etwas anderes, und dann ohne Pause innerhalb von 24 Stunden. Es reizte mich und ich wollte davon mehr erfahren. Interessant schildert der Autor, wie er zu dieser Sportart kam, und wie ein Trainingstag aussieht. Alleine diese Schilderung lässt die Lust auf ein solches Event schnell vergehen. Auf der einen Seite erkennt man, dass ohne ein regelmäßiges Training nichts zu schaffen ist, aber ich fragte mich schon, wie weit man ohne Training kommen würde. Nach einigen Tipps im Vorfeld wird der Leser auf das eigentliche Event losgelassen. 850 Personen nehmen an diesem Marathon teil. Mit einem Tempo von rund 5kmh machen sich die Teilnehmer an die 100km. Ein Tempo, dass man die ersten Kilometer sicherlich auch als Laie mithalten könnte, aber nach 10-15km wäre man völlig k.o. Anschaulich, und doch auf das Wesentliche beschränkt, versucht Sven Müller aufzuzeigen, wie die Strecke aussieht, wo die Schwierigkeiten liegen, was die Verpflegung, die Motivation und Komplikationen angeht. Fotografien zeigen die Strecke, wobei der Autor leider auch andere Dinge, wie zum Beispiel Blumen, andere Teilnehmer und Co. ablichtet. Als absoluter Lauf-Laie hätte ich mir stellenweise authentischere Fotos gewünscht. Er beschreibt enge Wege, matschige Stellen oder Kilometer an der Autobahn entlang. Hier hätte ich mir mehr Fotos der Strecke gewünscht. Ich will damit nicht sagen, dass die anderen Fotos nicht die Lust wecken, oder interessant sind, jedoch hätte ich mir die Stecke so noch lebendiger vors Auge führen können. Stellenweise hätte ich mir auch eine ausführlichere Schilderung gewünscht. Der Autor beschreibt bildhaft, lebendig, so wie er es erlebt hat. Allerdings kommen die Strapazen an einigen Stellen nicht so rüber, wie man erahnen kann. 84 Seiten können das Wichtigste beinhalten, allerdings werden hier auch längere Strecken unbehelligt gelassen. Daran erkennt man, dass sich das Buch zwar auch für Laien eignet, aber eher als Austausch und Anregung für Sportkollegen gedacht ist. Diese können sich unter den Beschreibungen mehr vorstellen. Laien hingegen müssen erst eigene Erfahrungen sammeln, um vieles besser begreifen zu können. Nichtsdestotrotz gelingt es Sven Müller selbst bei einem Sportmuffel wie mir die Lust auf dieses Event zu wecken. Besonders gut fand ich die Darstellung der anderen Teilnehmer, denn es wird deutlich, dass zahlreiche Teilnehmer trotz Vorbereitung im Laufe der Strecke aufgeben müssen. Dialoge sorgen für einen gewissen Witz. Und genau diese Ehrlichkeit überzeugt. Ich persönlich hätte mir 20-40 Seiten mehr Horizontale-Erfahrung gewünscht, aber diverse Leser werden sich sicher über die knackige Aufklärung freuen. Auch wenn mir stellenweise etwas fehlte, ist es interessant, lehrreich, motivieren, wofür auch die zweite Auflage spricht. Man kann gespannt sein, ob es der Autor 2012 auch wieder wagen wird. Wer einen weiteren Blick auf dieses Event werfen will, kann sich Ursula Dittrich "Die 100-km-Horizontale rund um Jena" kaufen. Dort gibt es weitere Tipps, Erfahrungen und Empfehlungen.

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