Sven Michaelsen

 4,3 Sterne bei 488 Bewertungen

Lebenslauf von Sven Michaelsen

Sven Michaelsen studierte Literatur und Geschichte, war Reporter und Autor beim »Stern«, interviewt für das »SZ-Magazin« seit 2007 die Leitfiguren und Idole unserer Zeit, wurde zwei Mal mit dem »Deutschen Reporterpreis« ausgezeichnet und schrieb sieben Bücher. Über Michaelsens Buch »Starschnitte« schrieb der Schriftsteller Rainald Goetz: »Ein unglaublich gutes Buch mit furiosem Tempo. Jeder Satz ein Treffer.« Peter Lückemeier von der »FAZ« urteilte: »Ein wunderbares Buch, das ich nachdrücklich zur Lektüre empfehle.« Über Michaelsens Buch »Das drucken Sie aber nicht!« schrieb der Philosoph Peter Sloterdijk: »Mit seinen Interviews schadet Michaelsen der Dummheit.« Der Schriftsteller Martin Walser urteilte: »Wenn ich an die Gespräche mit Sven Michaelsen denke, kommt es mir vor, als sei es immer die durch ihn bestimmte Distanz gewesen, die das Gespräch so erträglich gemacht hat. Eine Distanz, glaube ich, die auf Freundlichkeit gestimmt war. Eine Distanz ohne Vorurteil. Also kein bisschen zudringlich. Eigentlich ist er ein Intellektueller, der die Sachlichkeit zum Blühen bringt. Und das mit einer mühelos wirkenden Eleganz. Unsereiner kann froh sein, dass es ihn gibt.«

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches »Sie sind wohl übers Ufer getreten, Sie Rinnsal!« (ISBN: 9783492070706)

»Sie sind wohl übers Ufer getreten, Sie Rinnsal!«

Neu erschienen am 01.09.2021 als Hardcover bei Piper.

Alle Bücher von Sven Michaelsen

Cover des Buches Schuld und Sühne (ISBN: 9783866477650)

Schuld und Sühne

 (485)
Erschienen am 07.04.2012
Cover des Buches Ist Glück Glückssache? (ISBN: 9783492955423)

Ist Glück Glückssache?

 (0)
Erschienen am 12.03.2012
Cover des Buches Starschnitte (ISBN: 9783832179915)

Starschnitte

 (0)
Erschienen am 30.08.2006

Neue Rezensionen zu Sven Michaelsen

Cover des Buches Schuld und Sühne (ISBN: 9783866477650)AmirasBibliotheks avatar

Rezension zu "Schuld und Sühne" von Sven Michaelsen

Psychologisch interessant, kriminalistisch nicht so besonders wie sein Ruf
AmirasBibliothekvor 4 Monaten

Zuerst möchte ich sagen, dass ich das Buch als Hörbuch gehört habe. Ob das eine gute Entscheidung war? Das musst du natürlich selbst entscheiden, es ist aber gar nicht so einfach, eine passende Vertonung zu finden.  Ich habe eine gefunden, mit der ich mich gut arrangieren konnte. Denn ihr könnt euch sicher denken, dass es min. ein Monatsvorhaben ist. Ich glaube, ich war zwei beschäftigt. Mit einer nervigen Stimme sicher kein spaßiges Vergnügen. Wer das Buch aber intensiv lesen möchte, dazu gehört meiner Meinung nach auch, sich Bemerkungen am Rand zu machen, der sollte es lieber gleich selbst lesen. Ich habe viel mitbekommen, aber manchmal bin ich auch mit den Gedanken abgeschweift. 

Ganz ehrlich: Es ist kein Klassiker, den ich bedingungslos weiterempfehle oder den man meiner Meinung nach gelesen haben muss. Es gilt als der Ur-Krimi. Ich bezweifle das. Das fängt schon dabei an, dass es eher ein Psychothriller ist, der aufzeichnet, wie die Gewissensbisse den Mörder auffressen. Da der Erzähler auktorial ist, können die einzelnen Figuren bis in die hintersten Ecken durchleuchtet werden. Was in ihnen vorgeht, wissen die Leser*innen sofort. Es geht also nicht per se um die Ermittlungen, sondern darum, ob Raskolnikow ungestraft davonkommt. 

Eine andere Besonderheit des Romans sind die vielen gesellschaftlichen Themen, die mitmischen, allen voran die Theorie über die Polarität der Menschheit in Große und weniger wertvolle. Aber das hat mich persönlich jetzt nicht sonderlich inspiriert, weil ich die Theorie nicht für tragfähig und deswegen auch für bedeutungslos halte. Zu sehen, dass Raskolnikow daran scheitert, sie zu bestätigen, hat mich keineswegs überrascht. Es ist wohl eher eine Ermessenssache, dass manche Morde aufgrund deren (positiver) Wirkung in den Hintergrund geraten und ungestraft davon kommen. Die meisten von uns, wenn sie sich die Taten vor Augen führen, werden sie aber doch wohl trotzdem verurteilen. Vielleicht bin ich da aber auch zu optimistisch. Man sollte den Roman auch nicht aus dem räumlichen und zeitlichen Kontext seiner Entstehung heben. Für mich klang es jedenfalls an manchen Stellen ziemlich aus der Luft gegriffen. Das durchgängige geisteswissenschaftliche Geplätscher (Die Hinzunahme vieler verschiedener Diskurse von Politik über Philosophie bis hin zu Psychologie) erinnert stark an Dostojewski erinnert stark an seinen Kollegen Tolstoi. Von beiden russischen Autoren habe ich bis jetzt nur ein Werk gelesen, weswegen es schwer fällt, die Beobachtungen zu verallgemeinern. Aber Tolstoi konnte mich besser unterhalten. Bei ihm habe ich mehr Witz vorgefunden und in der Düsternis der gläsernen Figuren (beide schaffen es, dass man sich in die verschiedensten Personen hineinversetzen und ihre Schwächen erkennen kann) ist auch mehr Wärme übrig geblieben. Schwierig machen es einem beide, was die Namen angeht, besonders für den ungeübten. Wer bitteschön hat sich das russische Namensystem ausgedacht?

Das Ende von Schuld und Sühne war auch gar nicht mein Fall. Wenn ich ihm auch lassen muss, dass es gar nicht mal so einfach ist, am Ende die Frage zu beantworten, ob er denn nun gerecht gestraft wurde oder nicht. Fast alle Diskussionen im Buch haben mit dieser Schlüsselfrage irgendwie zu tun, weswegen ich schon sagen würde, dass es sich als Schullektüre eignete, wenn es nicht so dick wäre. Sprachlich ist es auch gut lesbar. Aber genauso gut kann man meiner Meinung nach auch Das Parfum von Süsskind oder Der Prozess von Kafka lesen. Auch Der Richter und sein Henker von Dürrenmatt wären thematisch eine gute Alternative. Das einzige Argument, das für mich für Dostojewski sprechen würde, wäre die besondere psychologische Innensicht und die auktoriale Erzählhaltung. Vielleicht sollte ich noch mehr von ihm lesen, um ein besseres Urteil zu fällen.

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Schuld und Sühne (ISBN: 9783866477650)LottenTottens avatar

Rezension zu "Schuld und Sühne" von Sven Michaelsen

Innere Zerrissenheit
LottenTottenvor 6 Monaten

Ich gebe hier keinen Inhalt wider.


Ich wusste schon vor dem Lesen, dass Dostojewski sehr auf die Psyche und das Zwischenmenschliche eingeht und mir war also klar, dass ich mich darauf vorbereiten musste, dass es intensiv werden könnte. Und das wurde es auch. Dass es dann ein Pschokrimi wurde, hat mich jedoch überrascht, positiv gemeint.


Man folgt hauptsächlich dem Protagonisten, bei dem man sehr schnell erfährt, dass er der Mörder ist. Seine Gedanken und Handlungen werden intensiv erklärt. Klar kann das ab und zu ausschweifend herüberkommen, aber im Nachhinein empfand ich nichts als überflüssig. Man muss sich einfach darauf einlassen.


Es ergeben sich viele ( teilweise auch lange) Gespräche unter den anderen Charakteren, wodurch man ihr ,,Innenleben,, ebenso gut kennenlernt.  Mit jedem habe ich mitgefiebert und wurde dazu animiert, sie zu hinterfragen.


Insgesamt war es ein spannendes Buch, welches sehr zum Nachdenken anregt, aber sich recht flüssig lesen lässt und deswegen nicht zu schwer wirkt wie vlt. manch anderer ,,Klassiker,,.



Kommentieren0
2
Teilen

Meine Meinung und Inhalt

Die Liebe eines Hundes ist einzigartig und unwiderstehlich, weil sie bedingungslos ist. Bei den mir bekannten Menschen ist das leider anders. "Erst wollen sie dich ändern, und wenn sie dich dann geändert haben, mögen sie dich auf einmal nicht mehr." (ZITAT) 

Bei mir hat vor allem der Buchtitel mein Interesse wecken können.

Enttäuscht wurde ich allerdings nach einigen Seiten, da es lediglich eine Ansammlung von Zitaten bekannter Schriftsteller, Models, Designer, Regisseure, Analytiker, Musiker u.m. ist. Diese geben zu folgenden Themen ihre Meinung ab:

•    Über Kindheit und Charakter  •    Über Zündsekunden und Wendepunkte  •    Über Freundschaft und Einsamkeit   •    Über Witz und Schadenfreude  •    Über Arbeit, Karriere und Geld  •    Über Krankheit, Tod und Gott  •    Über das Unglück der Glückssuche


Und so schildert Michaelsen, wie sich Martin Walser über Schmerz freut, dass Tom Ford eine Therapie gegen Einsamkeit erfunden hat, Penélope Cruz die Sexfantasien in Männerköpfen ergründet, und Woody Allen erklärt, wie die Liebe vom Meer zur Pfütze wird.

"Die Liebe ist eine wunderbare Verblendung, aber sie lässt nach. Die Sehnsucht stirbt an der Schwelle der Erfüllung." (ZITAT)

Sven Michaelsen studierte Literatur und Geschichte, war zwanzig Jahre lang Reporter und Autor beim „Stern“ und schreibt heute meist für das „SZ-Magazin“. Mit seinem Buch „Starschnitte“ begeisterte Michaelsen Leser wie Kritiker.


Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks