Sven Michaelsen

 4,2 Sterne bei 5 Bewertungen

Lebenslauf

Sven Michaelsen studierte Literatur und Geschichte, war Reporter und Autor beim »Stern«, interviewt für das »SZ-Magazin« seit 2007 die Leitfiguren und Idole unserer Zeit, wurde zwei Mal mit dem »Deutschen Reporterpreis« ausgezeichnet und schrieb neun Bücher. Über Michaelsens Buch »Starschnitte« schrieb der Schriftsteller Rainald Goetz: »Ein unglaublich gutes Buch mit furiosem Tempo. Jeder Satz ein Treffer.« Peter Lückemeier von der »FAZ« urteilte: »Ein wunderbares Buch, das ich nachdrücklich zur Lektüre empfehle.« Über Michaelsens Buch »Das drucken Sie aber nicht!« schrieb der Philosoph Peter Sloterdijk: »Mit seinen Interviews schadet Michaelsen der Dummheit.« Der Schriftsteller Martin Walser urteilte: »Wenn ich an die Gespräche mit Sven Michaelsen denke, kommt es mir vor, als sei es immer die durch ihn bestimmte Distanz gewesen, die das Gespräch so erträglich gemacht hat. Eine Distanz, glaube ich, die auf Freundlichkeit gestimmt war. Eine Distanz ohne Vorurteil. Also kein bisschen zudringlich. Eigentlich ist er ein Intellektueller, der die Sachlichkeit zum Blühen bringt. Und das mit einer mühelos wirkenden Eleganz. Unsereiner kann froh sein, dass es ihn gibt.«

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Sven Michaelsen

Cover des Buches »Hätte ich das bloß nie gesagt!« (ISBN: 9783492070218)
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Rezension zu "»Hätte ich das bloß nie gesagt!«" von Sven Michaelsen

Von Koryphäen und einem Batzen Geld
wandabluevor einem Jahr

Dieses Buch besteht aus einer Sammlung von Interviews mit heute zum Teil betagten berühmten Menschen, die Sven Michaelson getätigt, im Laufe mehrerer Jahre zusammengetragen und auch an anderer Stelle bereits veröffentlicht hat. Es bietet einen guten Einblick in die Welt der Reichen, nicht immer Schönen, Irren und Genies. 

Einen guten Reibach machen sie alle, die zwanzig Celebrities, Berühmtheiten, Prominenten, die Sven Michaelson in unnachahmlicher Manier auf eine Weise interviewte, dass jeweils ganz charakteristische Kurzporträts entstanden sind. Die Interviewten sind samt und sonders, obwohl meistens nicht mit einem goldenen Löffel im Mund geboren, mehrfache Millionäre geworden (wenn nicht mehr) und sprechen nicht gerne über ihren Reichtum. Sie sind allesamt Koryphäen auf ihrem Gebiet, mehr Männer als Frauen, eine Größe geworden durch Ausnahmetalent, Disziplin, Schaffenswut, Besessenheit, Glück, Beziehungen, einem Ego so groß wie der Mond und dem Zeitgeist, der sie in den Olymp gehoben hat.

Einen nicht unerheblichen Anteil an ihrer Prominenz und ihres Erfolgs verdanken sie der Blase, an der sie jetzt Anteil haben und in der sie leben. Denn Kunst zum Beispiel, ist so viel wert, wie dafür bezahlt wird und wer kann für ein Kunstwerk Millionen ausgeben? Die Blase. Ihr wisst, wovon ich rede. 

Ob diese Menschen nun zu Recht ein Riesenego haben und sich zu Recht ihren Mitmenschen meilenweit überlegen fühlen, muss jeder selber beurteilen. Sie leben jedenfalls in einer Welt für sich, in einer Parallelwelt. In einer Scheinwelt sogar. Maßlos reiche Menschen leben immer in einer Scheinwelt, me thinks. Abgehoben sind sie alle irgendwie. Sie führen ein Leben in Hingabe und Obsession. Die Großmannsucht ist ihnen allen eigen. Bis auf einen vielleicht. Den sucht mal selber! Beachtet das kleine Wort: vielleicht. 

Interviewpartner des Autors sind Schauspieler, Autoren, Musiker, Performance- und Aktionskünstler, Maler, Architekten, Designer, Regisseure bzw. Filmemacher, Produzenten und Fotografen. 

Einer sagt, natürlich ein Mann, bis ins hohe Alter fruchtbar, haha, „mit jedem neuen Kind protestiere ich gegen den Tod“. Eines können sie alle nicht verwinden: ihre Sterblichkeit. Ob es für die Kids so toll ist, einen Opa zum Daddy zu haben, ist eine Frage, die nicht gestellt wird. Ein anderer sagt: „Besitz hat keine Bedeutung, weil wir sterblich sind. Schauen Sie nicht auf den Besitz eines Menschen, sondern auf die Motive, mit denen er erworben wurde.“ Ein dritter spricht mir in diesem Fall aus dem Herzen als es darum geht, ob man Künstler und Werk voneinander trennen kann oder sogar muss: „Was verharmlosend „Cancel Culture“ genannt wird, ist in Wahrheit das Wiederaufleben der Hexenverbrennungen im Mittelalter.“ 

Sven Michaelson stellt seine Fragen also und faszinierender Weise so, dass (fast) alle etwas Hörenswertes zu sagen haben und es auch tun. Darüber hinaus flicht Michaelson in seine Fragen selber weitere interessante Informationen ein. Beeindruckt haben mich die Musiker, während die Designer und Aktionskünstler nicht hoch im Kurs stehen bei mir. Interessant waren ihre Ansichten und gelegentlichen Einsichten allemal. Warum nicht einmal von meiner Blase in eine ganz andere Blase schauen? 

Fazit: Ich bin hingerissen von diesen Interviews! Diese Interviews sind etwas Besonderes. Ich lege sie euch ans Herz. Sie sind wie kurze Einblicke in den Charakter von Menschen, die nicht von dieser Welt mehr sind. Dennoch greift das Irdische auch nach ihnen. Tod, Mord, Sucht, Krankheit, Einsamkeit, alles genau wie überall. 

Lesehighlight 2023. Leseempfehlung.

Kategorie: Sachbuch. Interviews.
Piperverlag, 2023

Meine Meinung und Inhalt

Die Liebe eines Hundes ist einzigartig und unwiderstehlich, weil sie bedingungslos ist. Bei den mir bekannten Menschen ist das leider anders. "Erst wollen sie dich ändern, und wenn sie dich dann geändert haben, mögen sie dich auf einmal nicht mehr." (ZITAT) 

Bei mir hat vor allem der Buchtitel mein Interesse wecken können.

Enttäuscht wurde ich allerdings nach einigen Seiten, da es lediglich eine Ansammlung von Zitaten bekannter Schriftsteller, Models, Designer, Regisseure, Analytiker, Musiker u.m. ist. Diese geben zu folgenden Themen ihre Meinung ab:

•    Über Kindheit und Charakter  •    Über Zündsekunden und Wendepunkte  •    Über Freundschaft und Einsamkeit   •    Über Witz und Schadenfreude  •    Über Arbeit, Karriere und Geld  •    Über Krankheit, Tod und Gott  •    Über das Unglück der Glückssuche


Und so schildert Michaelsen, wie sich Martin Walser über Schmerz freut, dass Tom Ford eine Therapie gegen Einsamkeit erfunden hat, Penélope Cruz die Sexfantasien in Männerköpfen ergründet, und Woody Allen erklärt, wie die Liebe vom Meer zur Pfütze wird.

"Die Liebe ist eine wunderbare Verblendung, aber sie lässt nach. Die Sehnsucht stirbt an der Schwelle der Erfüllung." (ZITAT)

Sven Michaelsen studierte Literatur und Geschichte, war zwanzig Jahre lang Reporter und Autor beim „Stern“ und schreibt heute meist für das „SZ-Magazin“. Mit seinem Buch „Starschnitte“ begeisterte Michaelsen Leser wie Kritiker.


Cover des Buches »Am Anfang steht der Größenwahn, am Ende die Demut« (ISBN: 9783492059862)
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Rezension zu "»Am Anfang steht der Größenwahn, am Ende die Demut«" von Sven Michaelsen

Zitate über das Leben
ReadingFoxyvor 4 Jahren

Ein ganzes Buch voller Zitate.

Warum sollte ich ein Buch lesen in dem ausschließlich Zitate beschrieben werden? Weil es sehr interessant ist! In verschiedene Kapitel unterteilt wie "Über Kindheit und Charakter" über "Über Arbeit, Karriere und Geld" zu "Über Krankheit, Tod und Gott"

Egal ob national oder international. Egal ob Sänger, Schauspieler oder Autor - hier ist eine Sammlung von vielen Zitaten zu vielen Themen. Oft waren für mich neue Fakten dabei oder ich habe die Person tatsächlich in einem anderen Licht gesehen.

Wer solche anderen Bücher mag oder sich ein bisschen inspirieren lassen will, ist hier genau richtig.

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