Sven O. Müller Deutsche Soldaten und ihre Feinde

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Inhaltsangabe zu „Deutsche Soldaten und ihre Feinde“ von Sven O. Müller

"Volk" und "Nation" waren Begriffe, die deutsche Soldaten des Zweiten Weltkrieges täglich gebrauchten, um damit Freund und Feind zu definieren. In der Vorstellung einer "nationalen Volksgemeinschaft" versammelten sich Bilder von Männlichkeit, Ordnung und Sauberkeit, Rassismus und Antisemitismus. Alles Alltägliche konnte unversehens zu einer nationalen Angelegenheit werden und die Überlegenheit deutscher Soldaten und die Unterlegenheit ihrer Feinde begründen. Feldpostbriefe von der Ostfront, die der Autor als Hauptquelle benutzte, und die Zensurakten der Militärbehörden mit ihren Stimmungsberichten aus der Truppe zeigen, wie diese Bilder für die Soldaten "Realität" wurden und ihr gewalttätiges Handeln im Vernichtungskrieg begründeten.

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  • Rezension zu "Deutsche Soldaten und ihre Feinde" von Sven O. Müller

    Deutsche Soldaten und ihre Feinde

    Sokrates

    01. March 2012 um 10:41

    Sven Oliver Müller beschäftigt sich in seinem Buch mit dem Phänomen des Nationalismus bzw. der Nationalvorstellung mit dem Schwerpunkt im Nationalsozialismus. Wie entstand das nationale Selbstbild, wie wurde es trotz Kriegserfahrung und Kriegsverluste aufrechterhalten, wie wurden stereotype Feindbilder produziert und immer wieder erneuert? Wie gelang nationale Propaganda und funktionierte sie überhaupt? Für Interessierte der nationalsozialistischen Ideologie ist dieses Buch sehr empfehlenswert. Empfehlenswert ist es vor allem deshalb, weil sich Müller insbesondere damit beschäftigt, wie ambivalent sich doch die Entstehung von Feindbildern und Volksmeinung gestaltete; wie undeutlich gesellschaftliche Schichten einem politischen Rollenbild zugeordnet werden können und wie gering die Reichweite bestimmter stereotyper Vorstellung eigentlich war. Umso interessanter ist, warum nationalsozialistisches Gedankengut bzw. seine Reichweite wirken konnte, wie weit es von der Gesellschaft zumindest passiv mitgetragen wurde, wie groß der Handlungsspielraum der Herrschenden bei einem so passiven Volkswillen war. Die Mischung aus Vielerlei, also nachvollziehbaren und nicht nachvollziehbaren Bedingungen ist gerade das, was erschrickt, wenn man sich die Wirkweise des Nationalsozialismus ansieht und wie scheinbar einfach er Volksmassen mobilisieren und Kriege sowie Völkermord anzetteln konnte.

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