Sven Plöger Gute Aussichten für morgen

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Inhaltsangabe zu „Gute Aussichten für morgen“ von Sven Plöger

Der Klimawandel kommt, das steht außer Frage. Doch in welchem Ausmaß wird er uns treffen? Die Folgen werden wir in sämtlichen Lebensbereichen wie Wohnen, Verkehr und Landwirtschaft spüren. Wir werden kostruktive Lösunugen finden müssen. Sachliche Unkenntnis und Lobbyismus verschiedener Interessengruppen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Medien haben jedoch zu einer undurchdringlichen Vielfalt an Meinungen geführt. Sven Plöger zeigt, wie diese Einzelinteressen endlich überwunden werden können, und macht damit den Blick frei für die Möglichkeiten, die sich uns eröffnen. Denn erst der Klimawandel vertärk den Zwang, effizientere Technologien zu entwickeln und Alternativen zu fossilen Energieträgern wie erneubare Energien zu fördern.

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  • Rezension zu "Gute Aussichten für morgen" von Sven Plöger

    Gute Aussichten für morgen

    Toschi3

    13. September 2011 um 16:00

    Endlich alles verstehen! Bisher habe ich mich mit dem Klimawandel nur oberflächlich beschäftigt. Bis ich das tolle Buch von Sven Plöger in die Hände bekommen habe. Jetzt weiß ich endlich, „was die Welt im Inneren zusammenhält“. Der Autor vermittelt im 1. Teil des Buches „Den Klimawandel verstehen“ eine Menge Wissen über die Hintergründe und erklärt toll den Unterschied zwischen Klima und Wetter und warum Prognosen eben nur Schätzungen sein können. Da hier sehr viel theoretisches Wissen vermittelt wird, ist der Inhalt etws trocken. Trotzdem versteht es Sven Plöger mit seinem Schreibstil, den Leser zu binden und nicht zu ermüden. Kurze, prägnante Kapitel zwingen ihn dazu, schnell auf den Punkt des Abschnittes zu kommen. Langes Geschwafel gibt es nicht. Immer wieder ein lockerer Spruch, so wie man Herrn Plöger aus dem Fernsehen kennt, erleichtern das Vorwärtskommen. Auch bindet er den Leser durch gekonnte Formulierungen in das Buch ein und schreibt nicht einfach so sein Wissen herunter. Das Buch ist eine Meisterleistung an gutem Deutsch, Sprachfachleute wie Bastian Sick würden vor Verzücken in Ohnmacht fallen. Am Ende vergebe ich jedoch trotzdem keine 5 Sterne, denn bei den Lösungsvorschlägen, die Herr Plöger im 3. Teil „Die Chancen für morgen“ aufzeichnet, fehlt mir ein bisschen die genauere Erklärung, welche negativen Auswirkungen die Alternativen auf die Umwelt haben (z. B. durch Wasser angetriebene Turbinen auf dem Meeresgrund auf die dort lebende Tierwelt). Aber an alle die, die sich bisher in einem der medial gemachten Extreme „Hilfe, die Welt stirbt an der Klimakatastrophe“ oder „Ist doch alles halb so wild“ befinden, sei gesagt, lest dieses Buch und versteht den Klimawandel richtig.

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  • Rezension zu "Gute Aussichten für morgen" von Sven Plöger

    Gute Aussichten für morgen

    Lilli33

    11. March 2011 um 13:52

    Gute Aussichten Sven Plöger hat sein Buch in drei große Teile untergliedert. Im ersten Teil geht er vor allem auf naturwissenschaftliche Fakten ein, erläutert z.B. den Unterschied zwischen Wetter und Klima. Er nimmt uns auf eine Zeitreise durch die Klimageschichte der Erde mit und erklärt diverse wissenschaftliche Methoden, die für die Betrachtung des Klimas notwendig sind. Im zweiten Teil werden verschiedene Interessengruppen und ihre Intentionen (Geld, Geld und Geld) unter die Lupe genommen. Die Medien und ihr Einfluss werden näher beleuchtet. Der Autor spricht lieber von Klimawandel als von Klimakatastrophe, da sowohl positive als auch negative Folgen zu erwarten sind. Seiner Meinung nach macht man den geringsten Fehler, wenn man die Natur möglichst wenig beeinflusst. Der dritte Teil schließlich soll „Chancen zeigen – durch politische Rahmenbedingungen, einen vernünftigen Energiewandel und das Überprüfen alltäglicher Handlungen jedes Einzelnen“. Der Klimawandel ist zwar ein globales Problem, aber jeder Einzelne muss seinen Beitrag leisten, sonst passiert gar nichts. Plöger gibt Energiespartipps für den Alltag, z.B. die Waschmaschine immer voll beladen, Kühlschranktemperatur auf 7 statt auf 5 Grad halten, richtiges Lüften usw. Es folgt ein „Buch im Buch“, eine kurze Zusammenfassung des bisher Gesagten. Dies ist sicher eine gute Sache, ersetzt jedoch keineswegs ein Stichwortverzeichnis. Dieses habe ich bei dem Buch sehr vermisst, es gehört für mich einfach in ein Sachbuch, damit man schnell nochmal etwas nachschlagen kann. In dem Buch sind zahlreiche Details aneinandergereiht, manchmal etwas zusammenhanglos, wie mir scheint. Beim Lesen muss man sich deshalb stark konzentrieren, vieles habe ich direkt wieder vergessen. Eventuell muss ich das Buch noch öfter lesen, um mehr Information herauszuziehen. An vielen Stellen holt der Autor zu weit aus, was das Buch unnötig aufbläht, z.B. beim Einfluss der Medien. Das hätte man meiner Meinung nach kürzer fassen können, ohne dass es unverständlicher geworden wäre. Andererseits arbeitet Plöger oft mit anschaulichen Beispielen bzw. Vergleichen aus dem Alltag. Diese Passagen sind auch für den absoluten Laien einfach und unterhaltsam zu lesen. Fazit: ein nettes Sachbuch , nicht überragend, aber auch keine Zeitverschwendung

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  • Rezension zu "Gute Aussichten für morgen" von Sven Plöger

    Gute Aussichten für morgen

    atoemchen

    19. March 2010 um 12:18

    Sven Plöger ist aus Funk und Fernsehen vielen Menschen bekannt. Er hat Meteorologie studiert und ist somit ein Spezialist auf dem Gebiet des Klimawandels. Das Buch ist in 3 Teile unterteilt mit jeweiligen Unterkapiteln. Zusätzlich gibt es noch ein Buch im Buch welches die wichtigsten Aspekte noch einmal in einem Kapitel zusammenfasst. Plöger gibt den Hinweis, dass dieses "Buch im Buch" unabhängig von den anderen Kapiteln gelesen werden kann. Wenn man hier interessante Dinge entdeckt kann man dies genauer in den ausführlichen Kapiteln nachlesen. Diese Idee finde ich sehr gut, denn so kann man sich schnell einen Überblick über das ganze Buch machen. Das Buch beginnt mit einem Vorwort welches sich mit der aktuellen Klimalage befasst. Im Anschluss daran beginnt der erste Teil des Buches mit dem Titel "Den Klimawandel verstehen". Dieser Teil umfasst 131 Seiten. Plöger beginnt mit einer Begriffserklärung der Worte "Wetter" und "Klima", da diese beiden oft fälschlicherweise synonym verwendet werden. Im folgenden geht er auch auf den geschichtlichen Wandel des Klimas ein und erklärt dies recht anschaulich mit Hilfe von Beispielen. Leider kommt es immer wieder zu Wiederholungen die zur Ermüdung des Lesers beitragen. Der zweite Teil des Buches widmet sich den "Stimmen der Interessensgruppen". Hier gibt Plöger einen Ausblick darauf, auf welche Welt wir uns einstellen müssen und welchen Einfluss die Medien auf die Thematik nehmen. Auch hier kommt es leider oft zu Wiederholungen die den Lesespass etwas mindern. Der letzte Teil hat den Titel: "Die Chancen für Morgen". Hier gibt Plöger einen positiven Ausblick auf die Zukunft. Im Großen und Ganzen ist das Buch sehr sachlich geschrieben und Plöger dringt tief in die Materie ein. Stellenweise sogar so tief, dass dem Leser nur irgendwelche Fremdworte durch den Kopf schwirren und man sie nicht mehr so genau zuordnen kann. Für alle die die Thematik Klima interessiert kann ich das Buch sehr empfehlen. Es ist aber wie schon geschrieben keine Leichte Kost und für Zwischendurch geeignet. Man kann sich durch das Lesen auch sehr viel Allgemeinwissen zum Thema Klima aneignen oder aufbessern. Die zahlreichen Wiederholungen von Plöger führen einerseits dazu, dass man sich die Dinge besser einprägen kann, aber andererseits ermüden sie stellenweise den interessierten Leser. Alles in allem: Ein Kaufempfehlung an alle die sich tiefer mit der Thematik auseinandersetzen wollen"

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  • Rezension zu "Gute Aussichten für morgen" von Sven Plöger

    Gute Aussichten für morgen

    melli.die.zahnfee

    13. September 2009 um 20:32

    Noch nie hat mir das Lesen eine Sachbuches soviel Freude bereitet. Ich hatte regelrecht ein bisschen Angst davor es zu lesen, da mir klar war, dass es um physikalische Zusammenhänge geht. Und in der Schule hatte ich nun mal immer eine fünf in Physik. Aber, oh Wunder: ich habe alles verstanden, und ich musste zeitweilig sogar richtig laut lachen, ob der witzigen Erklärungen. Toll. Das Thema Klimawandel geht sicherlich jeden an und es ist schwierig mit diesem Thema umzugehen, da es keine direkte Wirkung zeigt. Aber ich denke ich habe jetzt ein besseres Verständnis für Pressemeldungen und Zusammenhänge bzw. etwaige Fehlinformationen. Sehr gelungen fand ich die Gliederung, da jedes Thema und jede Erklärung in kleine Kapitel unterteilt war, und damit gut verständlich aufgeteilt. Der Stil ist flüssig, ungezwungen und sehr bemerkenswert finde ich dass Herr Plöger es geschafft hat niemals ins Dozieren zu verfallen, so dass das Buch sicherlich ein Sach- aber kein Fachbuch geworden ist. Chapeau ! Zeitweilig musste ich kleine Lesepausen einlegen um das Gelesene zu verstehen bzw zu verdauen, aber es ist ein empfehlenswertes Buch.

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  • Rezension zu "Gute Aussichten für morgen" von Sven Plöger

    Gute Aussichten für morgen

    Arthanis

    04. July 2009 um 23:24

    Ein tolles Buch, das aufklärt, ohne weder Panik zu schüren noch alles herunterzuspielen... sehr empfehlenswert!

  • Rezension zu "Gute Aussichten für morgen" von Sven Plöger

    Gute Aussichten für morgen

    Hasewue

    02. June 2009 um 15:52

    In „Gute Aussichten für morgen“ klärt der Meteorologe und ehemalige „Wettermoderator“ der ARD Sven Plöger den Leser über den Klimawandel und seine Folgen auf. Dazu hat er das Buch in drei große Bereiche unterteilt. Im ersten Teil legt er den Unterschied zwischen Wetter und Klima dar und geht vor allem näher auf naturwissenschaftliche Fakten ein. Der zweite Teil handelt von verschiedenen Interessensgruppen und der Forschung und deren Irrtümer. Und im dritten großen Bereich zeigt er die möglichen Veränderungen des Klimas in der Zukunft und gibt dem Leser Tipps, was jeder einzelne für die Umwelt und das Klima tun kann. Und zum Schluss gibt es noch mal eine gute und übersichtliche Zusammenfassung. Im Großen und Ganzem erklärt Plöger sachkundig und informativ, aber nicht immer verständlich. Deswegen habe ich mich über diese Zusammenfassung am Ende des Buches sehr gefreut, da ich so noch ein bisschen mehr von dem vorherigen verstanden habe. Letztendlich ist es eben ein Sachbuch und nicht wirklich mein Genre.

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  • Rezension zu "Gute Aussichten für morgen" von Sven Plöger

    Gute Aussichten für morgen

    Albel_Nox

    18. May 2009 um 00:14

    Dass Lösungen gegen den Klimawandel hermüssen, hat man wohl mittlerweile mitgekriegt; dass es bisher keine wirklich konstruktiven Lösungen gibt, leider auch. Die Politik versucht sich zu profilieren, indem sie unsinnigerweise Glühbirnen verbieten will und zweifelhafte Umweltzonen werden eingerichtet (die Erfinder haben anscheinend noch nie etwas von Diffusion gehört). Wenn man selbst mitreden oder etwas tun will, gehört natürlich ein etwaiges Grundwissen zum Klimawandel und allen anderen, dazugehörigen Faktoren dazu. Sven Plöger bemüht sich mit diesem Buch nun darum, genau für dieses Grundwissen zu sorgen und Alternativen zum Klimawahn aufzuzeigen. Ein löbliches Unterfangen - aber hält das Buch denn auch, was es verspricht? Wie gesagt - Wissen muss her und genau unter diesem Stern steht der erste Teil des Buches "Gute Aussichten für Morgen": Plöger erklärt, was Wetter und Klima überhaupt sind, welche Prozesse in ihrem Rahmen stattfinden und welche falschen Meinungen dazu verbreitet sind. Zu Wort kommt natürlich der Treibhauseffekt (der Natürliche, wie auch der, den viele meinen, wenn sie ohne Ahnung darüber reden), aber auch Meeresströmungen, die dafür sorgen, dass es in Europa wärmer ist, als es eigentlich wäre und - was ich besonders spannend finde - der natürliche Klimawandel. Ja, richtig gehört, den gibt es. Der zweite Teil des Buches betritt etwas anderes Terrain: Die Interessen der Lobbys werden beleuchtet und Gründe dafür, den Klimawandel herunterzuspielen - klar, wenn du mit Öl handelst, möchtest du kaum als Buhmann für den Klimawandel dastehen - und auch die Interessen der Politik werden eingehend beleuchtet und so verständlicher gemacht. Anschließend gibt es noch ein paar Kapitel mit Vorschlägen, was man selbst gegen den Klimawandel tun kann und zum praktischen Nachschlagen eine Zusammenfassung am Ende des Buches, die aber nur oberflächlich die wichtigsten Themen aus dem Buche nennt. Gut gefällt mir an diesem Buch, dass Sven Plöger nicht auf den Zug der Panikmacher aufspringt und auch manche Maßnahmen der Politik kritisch sieht, anstatt sie - wie manch andere Autoren - unkritisch zu bejubeln. Insgesamt macht sein Text eher Mut, als Angst vor der vermeintlichen Klimakatastrophe. Schon bei der Einleitung des Buches ist das der Fall. Plöger zeigt, dass es gar nicht so schwer sein muss, etwas gegen den Klimawandel zu tun und dass es noch nicht zu spät ist. Durch diesen optimistischen Stil ist "Gute Aussichten für morgen" ein Buch, das Mut macht, selbst etwas zu tun, anstatt einfach zu resignieren. Gleichzeitig fällt Plögers erstklassiger Stil auf, mit dem er auch Laien dieses Thema verständlich macht. Man muss sich beim Lesen zwar immer noch konzentrieren, denn nicht alle Fachbegriffe und Erklärungen gehen ganz einfach über die Zunge, aber insgesamt ist dies hier ein wirklich gut verständlicher Überblick über das Thema, der sich nicht einfach in Fachausdrücken und unverständlichen Erklärungen ergeht. Plögers Stil ist sehr locker und die kurzen Kapitelabschnitte regen zum Weiterlesen an. Nicht ganz so gut wie den ersten, wirklich informativen Buchteil, finde ich aber den zweiten Abschnitt, denn viele der dort erklärten Dinge bleiben leider etwas trocken (was sicher auch am Thema liegt - schon das Wort "Politik" klingt ja ziemlich vertrocknet), die Vorschläge im dritten Teil sind jedoch gut nachvollziehbar und vor allem vernünftig, alles andere als utopisch, nicht umsetzbar oder gar unverschämt (wie manches, was man so in den Medien hört). Ein Buch für jeden über eine Sache, die wirklich jeden angeht. Ich denke übrigens, dass der Titel des Buches den darin herrschenden Optimismus gut zum Ausdruck bringt: Gute Aussichten für morgen - na, über die freut man sich doch.

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  • Rezension zu "Gute Aussichten für morgen" von Sven Plöger

    Gute Aussichten für morgen

    urlaubsbille

    18. April 2009 um 22:22

    Zum Autor: Sven Plöger, Jahrgang 1967, sagt seit 1999 in Funk und Fernsehen das Wetter voraus und ist vielen Zuschauern vor allem aus »Wetter im Ersten« nach den »Tagesthemen« bekannt. Der studierte Meteorologe arbeitet seit 1996 bei Meteomedia in der Schweiz und hält regelmäßig Vorträge über Wetter und Klima. Klappentext: Wie unterschiedlich unsere Auffassungen zum Thema Klimawandel auch sein mögen, wir sitzen alle in einem Boot. Und dem geht der Sprit aus. Wenn wir nicht rudern wollen, müssen konstruktive Lösungen her. Sven Plöger zeigt, wie die Einzelinteressen von Lobbyisten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Medien endlich überwunden werden können, und macht damit den Blick frei für die Möglichkeiten, die sich uns eröffnen. Denn der Klimawandel bewirkt durchgreifende Veränderungen auf den Lebensstil, auf Verkehr und Industrie, Landwirtschaft und Wohnen und verstärkt damit den Zwang, effizientere Technologien zu entwickeln und Alternativen zu fossilen Energieträgern wie erneuerbare Energien zu fördern. Meine Meinung: Das Sachbuch ist gut verständlich geschrieben. Alles Fachliche wird – auch für Laien – gut und umfassend erläutert. Es regt zum Nachdenken und Diskutieren an. Ferner werden Möglichkeiten eines jeden Einzelnen aufgezeigt, um ohne Panik am Klimawandel etwas zu verändern.

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  • Rezension zu "Gute Aussichten für morgen" von Sven Plöger

    Gute Aussichten für morgen

    *Wölkchen*

    10. April 2009 um 16:24

    „Klimawandel, achje, bleib mir bloß weg mit dem Thema… da hab ich keine Lust, mir darüber Gedanken zu machen, ändern kann man’s ja eh nicht, außerdem wer weiß schon, was wirklich passiert, vielleicht wird’s nicht so schlimm, und selbst wenn, ich erleb das ja eh nicht mehr….“ Das ist bei vielen wohl die erste Reaktion, wenn das Thema Klimawandel angesprochen wird. Zugegeben, auch ich hatte schon ab und an solche Gedanken im Hinterkopf. Verdrängung wegen vermeintlicher Machtlosigkeit. Dieser Haltung möchte Sven Plöger mit seinem Buch entgegenwirken. Durch eine leicht verständliche, aber nicht vereinfachte Darstellung der verschiedenen, komplexen Vorgänge, die das Klima bestimmen, möchte er bei der breiten Bevölkerung Verständnis und fundiertes Wissen schaffen. Im nächsten Schritt soll dieses Wissen zu einer optimistischen Grundhaltung führen, die den Klimawandel als unabdingbar anerkennt, aber bereit zu aktivem Handeln ist, um die Auswirkungen minimal zu halten und durch eine Vorreiterrolle bei neuen Technologien sogar noch davon zu profitieren. Er möchte also ein positives Bild schaffen, dass den zahlreichen Horrorszenarien, wie sie häufig auf den Titelblättern nicht nur der Boulevardpresse zu finden sind, entgegensteht – eben „Gute Aussichten für morgen“. Hierzu räumt er erst einmal mit den zahlreichen Vorurteilen, Aberglauben, Vereinfachungen und falschen Darstellungen, die sich rund um den Klimawandel ranken, auf. Bei Aussagen wie „Der Sommer war so heiß, da haben wir ihn, den Klimawandel“ ist es für Plöger Zeit, eines seiner häufigen „Halt, stopp, langsam“-Aussprüche einzuwerfen. Er erklärt den Unterschied zwischen Wetter und Klima, beschreibt die zahlreichen Wechselwirkungen der klimatischen Vorgänge und zeigt damit auf, dass Ursache und Wirkung oft eben nicht so leicht darzustellen sind, wie es uns oft suggeriert wird. Auch warnt er davor, nur Teilaspekte zu betrachten, weil so zwangsläufig ein verzerrtes Bild die Folge ist. Plögers Ausführungen zu den diversen Vorgänge, die unser Klima beeinflussen, sind klar und auch für den Laien leicht verständlich. Sicherlich, jedes Detail wird man sich nicht merken, aber man nimmt von der Lektüre ein Grundverständnis mit, dass es einem ermöglicht, vereinfachte Darstellungen beispielsweise in der Presse kritisch zu betrachten. Im zweiten Teil geht Plöger auf die Rolle der Lobbyisten und der Medien ein. Er kritisiert das mangelnde Sachverständnis und die damit einhergehende unzureichende Darstellung des Themas in der Öffentlichkeit. Insbesondere von den Journalisten wünscht er sich einen stärkeren Austausch mit den Klimaforschern, damit das Thema fundiert und ohne Panikmache für die breite Öffentlichkeit aufbereitet werden kann. Im letzten Teil behandelt Plöger die Chancen und Möglichkeiten, die sich seiner Meinung nach für uns mit dem Klimawandel ergeben. Er plädiert für gute Information und daraus resultierendes schnelles Handeln. Dies aus zweierlei Gründen: Um mit dem Klimawandel positiv leben zu können, darf er nicht zu dramatisch ausfallen, sonst werden die Grenzen der Anpassung erreicht (deren Problem vor allem in der Kürze der Zeit liegt, Anpassung über einen langen Zeitraum hinweg ist weniger problematisch), sprich wir müssen jetzt beginnen, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, damit der Klimawandel so gering wie möglich ausfällt. Zum zweiten ist ein schnelles Handeln nötig, um bei der Nutzung und Bereitstellung von neuen Technologien eine Vorreiterrolle einzunehmen, was schon rein aus ökonomischen Gesichtspunkten sehr erstrebenswert wäre. Überhaupt ist für Plöger ökonomisches Denken DER Motivationsgrund schlechthin: Die Politik muss die passenden Rahmenbedingungen schaffen, damit klimaschädliches Handeln zu teuer wird. Erst wenn es billiger kostet, dem Klima nicht zu schaden, wird ein Umdenken und ein dementsprechendes Handeln einsetzen. Ich muss zugeben, dass ich mir von diesem letzten Abschnitt, also von den positiven Aussichten, etwas mehr erwartet hätte. Wirklich viel Neues war da nicht dabei. Plöger verzichtet in seinem Buch auf eine abgehobene, unverständliche Fachsprache, was ich sehr gut finde. Dennoch war mir seine Sprache manchmal etwas zu einfach, zu lapidar, zu flapsig. Häufig streut er vermeintlich lustige Vergleiche oder Feststellungen ein, um das Thema aufzulockern. Mich hat das eher gestört. Am Ende des Buches gibt Plöger eine Zusammenfassung der Thematik, für alle, die nicht Zeit haben, das ganze Buch zu lesen (wenn ich allerdings vorhabe, nur diese paar Seiten zu lesen, lege ich mir doch nicht extra das Buch zu?) oder für diejenigen, die noch einmal eine kompakte Zusammenfassung des Gelesenen haben wollen. Eine gute Idee, allerdings wären hier Seitenangaben als Verweise zu den entsprechenden Kapiteln nützlich gewesen. Schön wäre auch ein Stichwortverzeichnis, so dass man nicht erst lange blättern muss, wenn man noch einmal etwas nachlesen möchte. Alles in allem fand ich Plögers Buch eine gute, umfassende, differenzierte und verhältnismäßig spannende Darstellung des Themas. Für alle zu empfehlen, die sich noch nicht tiefgehend mit der Thematik beschäftigt haben, aber einen Anfang machen wollen. Ein wichtiges Buch, dem ich viele Leser wünsche!

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  • Rezension zu "Gute Aussichten für morgen" von Sven Plöger

    Gute Aussichten für morgen

    Sahari

    07. April 2009 um 15:47

    In „Gute Aussichten für morgen“ erklärt Sven Plöger den Klimawandel und alles, was damit zu tun hat, verständlich und von Grund auf für jeden Laien. Fachwissen, das auf den ersten Blick verwirrend und schwer erscheint, wird auf einmal leicht zugänglich und ergibt sogar für mich physikalisch völlig unbegabten Menschen einen Sinn. Das Buch gliedert sich in drei sinnvolle Teile. Teil 1 bildet die Grundlage des Buches um den Klimawandel, die Begriffe, die damit einhergehen, an sich überhaupt verstehen zu können. In Teil 2 geht es um die Interessen und das Zusammenspiel von Wissenschaftlern, Politikern und Medien. Dabei wird sehr gut deutlich, wieso es so viele verschiedene Meinungen zum Thema gibt. Teil 3 zeigt die „Chancen für morgen“ auf und wie jeder selbst in Sachen Klimaschutz aktiv werden kann. Besonders gut gefallen hat mir am Schluss das Kapitel „Das Buch im Buch“ in dem die wichtigsten Fakten noch einmal kurz zusammengefasst werden und einen komprimierten Überblick geben. Dank Herrn Plöger habe ich prompt einen aktuellen Zeitungsbericht zum Thema viel intensiver, aufmerksamer und kritischer gelesen, als ich es vorher je getan hätte und nerve mit meinem neu gewonnen Wissen wahrscheinlich schon den halben Bekanntenkreis. Auf jeden Fall ein Buch, das uns alle interessieren sollte und deutlich macht, wie wichtig der Klimaschutz für jeden Einzelnen ist.

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  • Rezension zu "Gute Aussichten für morgen" von Sven Plöger

    Gute Aussichten für morgen

    Klusi

    05. April 2009 um 16:01

    Für diese gelungene Publikation möchte ich Herrn Plöger ein großes Kompliment aussprechen! Es ist ihm gelungen, ein brisantes Thema und das damit verbundene, sehr komplexe Wissen, so aufzubereiten und niederzuschreiben, dass es auch für Laien sehr gut verständlich und gleichzeitig fesselnd ist. So bringt er dem Leser auch trockene Fakten auf recht vergnügliche Weise nahe. Das umfangreiche Buch gliedert sich in drei Hauptteile: Im ersten Drittel unternimmt der Autor eine gedankliche Zeitreise mit seinen Lesern, zurück bis zum Urknall. Sehr anschaulich und mit Humor führt uns Herr Plöger durch die Geschichte und erläutert die Veränderungen von Klima und Lebensbedingungen. Wenn man diesen gigantischen Zeitraum und die Entwicklung betrachtet, kommt einem wieder verstärkt zum Bewusstsein, wie verhältnismäßig klein die Menschheit und ihre Zeitspanne eigentlich sind. Umso erschreckender ist es, mit welcher Geschwindigkeit es unsere Generation schafft, fossile Energieträger zu verbrauchen, die Jahrmillionen zu ihrer Entstehung benötigt haben. Herr Plöger informiert nicht einseitig, sondern zeigt immer verschiedene Möglichkeiten auf und betrachtet die Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln. Er macht mit gut verständlichen Beispielen deutlich, wie komplex das Thema ist, wie eines ins andere greift und dass das Ausmaß der entstandenen Zerstörung für den Menschen nicht immer gleich erkennbar ist. Manche Entwicklung erscheint auf den ersten Blick ganz anders, als sie eigentlich ist, wie man an der Population der Eisbären und ihrer Veränderung in den vergangenen Jahren gut sehen kann. Mit Weitblick erörtert der Autor, dass alles mehrere Seiten hat und jede Sache Vor- und Nachteile bringt. Im Mittelteil werden verschiedene Meinungsgruppen beleuchtet, die Argumente verglichen und die Rolle der Medien dargelegt. Es ist weder übermäßige Panikmache noch Verharmlosung angebracht, denn beides bringt uns nicht weiter. Der Einfluss von Rundfunk, Fernsehen und Presse auf die öffentliche Meinung ist nicht zu unterschätzen. Die Qualität eines Experteninterviews hängt von einer guten Gesprächsführung ab. Mangelnde Differenzierung verfälscht die Ergebnisse ganz erheblich. Wenn aus Zeitmangel nur einzelne Phrasen oder Argumente aus einem Bericht bzw. Gespräch isoliert werden, kann das Ergebnis ein völlig anderes sein, als ursprünglich gedacht. Im dritten Teil folgt ein Ausblick auf die Zukunft, ihre Möglichkeiten und Chancen. Sven Plöger spricht seine Leser direkt an, was schon bei der Lektüre ein persönliches Verantwortungsgefühl vermittelt, denn jeder kann im kleinen Rahmen zu positiven Veränderungen beitragen. Es gibt gute Ansätze und Absichten, wie das Kyoto-Protokoll zeigt, aber das ist bisher leider nicht genug. Es müssen sich die Rahmenbedingungen ändern; unsinnige oder gar umweltschädliche Aktionen dürfen nicht rentabel sein! Hoffnungsvolle Projekte, wie Masdar- City weisen den Weg. Wind-, Sonnen- und Wasserenergie haben große Entwicklungsmöglichkeiten, die genutzt werden sollten. Auch daneben gibt es hoffnungsvolle und sicher zukunftsträchtige Ansätze und vielfältige Alternativen, die gemeinsam eine bestmögliche Lösung sein könnten. Sehr praktisch und hilfreich finde ich im Anhang das sog. "Buch im Buch", eine knappe Zusammenfassung der wichtigsten Daten aus dem gesamten Werk. Für Menschen, die sich gerne schnell und ohne großen Aufwand einen Überblick verschaffen wollen, ist es ideal, dieses kleine Kapitel zuerst zu lesen. Es besteht dann jederzeit noch die Möglichkeit, einzelne Stellen und Themen ausführlich nachzuschlagen. Gewünscht hätte ich mir ein zusätzliches Register mit den vielen Fachbegriffen, denn dann könnte man einzelne Abschnitte und Erklärungen im Nachhinein besser finden. Insgesamt kann ich sagen, dass mich das Buch überzeugt hat, denn es bietet viel Wissenswertes, Interessantes und wichtige Fakten, auch zur aktuellen Situation. Trotzdem ist es nicht trocken zu lesen sondern anschaulich und unterhaltsam, und das ist bei einem Sachbuch nicht selbstverständlich.

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  • Rezension zu "Gute Aussichten für morgen" von Sven Plöger

    Gute Aussichten für morgen

    Ritja

    03. April 2009 um 15:05

    Sind Sie das, Herr Plöger? Der Herr auf dem Cover? Wenn man von dem Cover ausgeht, dann sind die Aussichten für morgen wohl doch nicht so gut. Ich finde das Cover zu düster für den Inhalt des Buches und auch Herr Plöger wirkt nicht umbedingt optimistisch, aber das soll nur eine Bemerkung am Coverrand sein. Inhaltlich mag ich mich Herrn Dr. Fink (Coverrückseite) anschließen. "Sven Plöger ist ein Buch gelungen, das zugleich informiert, unterhält und zum Handeln motiviert." Das Zitat entspricht den verschiedenen Kapiteln. Im ersten Teil (hier "informiert") geht Herr Plöger auf den Klimawandel ein. Zuerst definiert er wichtige Vokabeln, die im Zusammenhang mit dem Klimawandel stehen. Die Zeitreise durch die Klimageschichte fand ich sehr gut, wenn auch manchmal etwas zu chemielastig, aber wohl notwendig, um den Zusammenhang besser verstehen zu können. Nicht selten kommt auch der sogenannte Aha-Effekt, denn die teilweise eigentlich logischen Vorgänge in unserer Natur werden hier nun noch einmal einfach und klar strukturiert und verständlich erklärt. Den zweiten Teil (hier "unterhält") versucht Plöger auf die Interessengruppen ein. Interessanter Ansatz, der in meinen Augen hätte länger sein können. Die verschiedenen Sichtweisen und Abläufe sind aufschlussreich und am Ende wird man die Schlagzeilen in der Zeitung von morgen kritischer lesen und auch besser verstehen können. Der dritte Teil (hier "zum Handeln motiviert") werden Handlungsvorschläge und - alternativen aufgezeigt. Gut fand ich, dass Herr Plöger auch ein Vertreter der kleinen Schritte ist, d.h. jeder kann etwas für die Umwelt, das Klima & Co. tun, wenn er sich denn der Situation bewußt ist, siehe z.B. S. 265 (Transportwahn) oder S.335 (Good bye, Standby). Einfache, logische Vorschläge schärfen den Geist für das eigentliche Problem. Ebenfalls im dritten Teil wird von Herrn Plöger noch einmal ganz klar aufgezeigt, dass Veränderung nur dann möglich ist, wenn das nötige Wissen auch vorhanden ist, d.h. Bildung ist Klimaschutz (und nicht nur das!). Insgesamt hat mir das Buch von Herrn Plöger gut gefallen. Es ist kein wissenschaftliches Werk, was es sehr wahrscheinlich auch nicht sein möchte, aber es ist gut recherchiert, klar strukturiert und für jeden Interessierten einfach und verständlich formuliert. Ein rundum gutes Buch für die morgige Aussicht.

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  • Rezension zu "Gute Aussichten für morgen" von Sven Plöger

    Gute Aussichten für morgen

    Leela

    29. March 2009 um 15:44

    Der Klimawandel betrifft wohl jeden auf dieser Welt und folglich wird sich jeder auch schon einmal damit beschäftigt oder sich zumindest eine Meinung dazu gebildet haben. Das ist notwendig, denn immerhin erfahren wir solche Veränderungen am eigenen Leib und können sie nicht einfach ignorieren - aber das kann Sven Plöger sicherlich besser erklären als meine Wenigkeit, weshalb ich hier direkt einmal das Feld räume. Ohnehin war ich des Themas stets ein wenigüberdrüssig, was ja nicht schwer fällt, wenn man die diversen Meldungen in den Medien betrachtet und merkwürdige Gestalten wie Umweltzonen etc. Aber wie das alles in einer Rezension unterbringen, ohne unzählige Seiten zu füllen und obendrein am Thema vorbeizurauschen? Na gut, wo wir schon dabei sind - besser direkt zurück dorthin. Aber immerhin: Ich durfte sogar schon einmal einen Vortrag zum Thema halten, der jedoch zum größten Teil durch Unwissenheit (und daraus resultierender Unwilligkeit) und Zynismus meinerseits geprägt war. Plögers "Gute Aussichten für morgen" sind nun quasi das Rezept dagegen - gegen Unwissenheit, nicht gegen Zynismus. Und eines muss man ihm lassen: Sven Plöger räumt bereits zu Anfang ordentlich mit der Unwissenheit des Lesers auf, denn bevor er sich mit Maßnahmen gegen den Klimawandel beschäftigt (die man in einem Buch darüber ja eigentlich erwartet), erklärt er zunächst, was das Klima überhaupt ist und welche wichtigen Prozesse es ausmachen. Da wären einerseits der Unterschied zwischen Wetter und Klima, das Wechselspiel von Ozean und Atmosphäre und der natürliche Treibhauseffekt. Wußten Sie schon, dass es auch einen ganz natürlichen Klimawandel gibt und dass starke Schwankungen auch ganz normal sein können? Auch in diesem ersten Teil geht Plöger aber schon auf den menschengemachten Teil des Klimawandels ein, beschreibt, wie man diesen erkennt und wozu er schließlich führen kann. So führt Plöger uns einige interessante Phänomene vor Augen - die einen bekannter, die anderen weniger. Fest steht aber: So gut wie jeder sollte in diesem Teil etwas Interessantes finden, etwas, dass er sich vielleicht ganz anders vorgestellt hat oder das an sich total überrascht. Im zweiten Buchteil geht es dagegen etwas weniger wissenschaftlich zu: Plöger beschäftigt sich mit dem Einfluß der Politik auf den Klimawandel, mit Lobbys und der Dreiecksbeziehung zwischen Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit. Wie kommt es, dass immer wieder diverse Horrorszenarien ihren weg in die Zeitungen finden, die dann zu recht kritisch hinterfragt werden? Im letzten Kapitel nennt Plöger schließlich Maßnahmen, die man ergreifen kann, wenn man selbst etwas gegen den Klimawandel tun will und wie man den langsamen Wandel hin zum Positiven überhaupt anpacken sollte. Man merkt aber sofort, dass Plöger Hauptaugenmerk eher auf den wissenschaftlichen Aspekten des Klimawandels beruht, denn nicht umsonst verweist er mehrmals auf die hinten im Buch aufgeführte Fachliteratur. Brauchbar sind diese Vorschläge trotzdem, aber wer nur lesen will, er müsse weniger mit seinem Auto fahren und am besten in eine Höhle umziehen, für den ist dies hier mit Sicherheit das falsche Buch. Wer sich dagegen schon immer gefragt hat, wie das Klima überhaupt funktioniert, kann mit "Gute Aussichten für morgen" nichts falsch machen. Erwähnter wissenschaftlicher Teil nimmt nämlich einen großen Teil des Buches ein und wird zudem so gut erklärt, dass man auch keine Verständnisprobleme haben sollte, wenn man sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat. Was natürlich nicht heißt, dass das Lesen dieses - trotzdem noch sehr wissenschaftlichen - Buchs nicht ein wenig Konzentration erfordert. Also am besten Fernseher und Radio ausmachen (und damit noch etwas fürs Klima tun) und sich in Ruhe mit dem Buch beschäftigen, es lohnt sich. Wenn man zudem noch ein paar naturwissenschaftliche Kenntnisse hat, wird die Lektüre des Buches noch zusätzlich erleichtert (bei mir ist es die Chemie) und man wird manches mal sogar ein paar Dinge wiederfinden, die man so gar nicht mit dem Klima in Zusammenhang gebracht hätte. Aber erforderlich sind solche Kenntnisse wirklich nicht, keine Sorge. Was mir an Plögers Buch sehr gut gefällt ist sein wissenschaftlicher, aber dennoch oft lockerer Schreibstil, in den Plöger gelegentlich sogar ein wenig Humor einfließen läßt. So ist sein Buch nicht nur sehr informativ, sondern das Lesen macht auch Spaß und ist zudem oftmals sehr spannend. Plöger selbst ist ein sympathischer Erzähler, dessen Ausführungen man gern über einige hundert Seiten folgt. Die Informationen zur journalistischen Arbeit, den Lobbys, aber auch den eigenen Maßnahmen, die man ergreifen kann, sind interessante Zusatzinformationen, machen für mich aber nicht den wesentlichen Teil des Buches aus: Vor allem den zweiten Teil des Buches finde ich stellenweise en wenig trocken und hätte lieber noch ein wenig über die Entstehung des Klimas etc. gelesen. zudem wurde in diesem Buchteil einiges wiederholt, was man schon im ersten Kapitel erfahren konnte, weshalb ich das Lesen dieses Teils ein wenig anstrengend fand. Interessant: Wer das Buch komplett gelesen hat, findet auf den letzten Seiten das sog. "Buch im Buch" eine kurze Zusammenfassung der drei großen Kapitel. Das ist interessant, wenn man etwas nachschlagen will, aber die alleinige Lektüre der Zusammenfassung (wie der Autor es empfiehlt) kann ich nicht empfehlen. Leider fehlt ein Register zum gezielten Nachschlagen bestimmter Begriffe. Zusammenfassend kann ich jedenfalls sagen, dass mir "Gute Aussichten für morgen" gut gefallen hat und ich einiges darauf gelernt habe. Plöger erklärt alles auf eine anschauliche und sympathische Weise und schafft es so, dieses eigentlich trockene Thema in ein spannendes Buch zu verpacken, wenn man ein paar Längen außen vor lässt. Er bietet zwar keine wirklich neuen Ideen, was man gegen den Klimawandel tun kann, aber dafür schafft er etwas ganz anderes: Das Vermitteln eines interessanten Grundwissens, mit dem man den Klimawandel nach dem Lesen mit ganz anderen Augen sehen kann, Denn es geht doch nicht, dass man ständig von einem Thema hört und keine Ahnung davon hat. Dabei sei besonders auf das erste Kapitel hingewiesen, das zeigt, wie spannend und informativ das Thema "Klima" sein kann. Ein Buch ohne moralischen Fingerzeig, sehr informativ gut geschrieben, das sich positiv von anderen Büchern zum Thema abhebt. Lesenswert.

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  • Rezension zu "Gute Aussichten für morgen" von Sven Plöger

    Gute Aussichten für morgen

    Aeryn

    26. March 2009 um 23:10

    Ein wichtiges Thema, unterhaltsam und informativ dargestellt. Sven Plöger räumt mit so einigen Ammenmärchen auf, erklärt, was es mit Wetter, Klima, Klimaentwicklung und Klimawandel überhaupt auf sich hat und zeigt Möglichkeiten, wie man aus dem Wandel eine Chance machen könnte. Teilweise übertreibt er es etwas mit dem Erklären, weniger wäre da mehr gewesen, zum anderen wäre die ein oder andere Graphik, um die etwas komplizierteren Aspekte klarer zu machen, wünschenswert gewesen.

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  • Rezension zu "Gute Aussichten für morgen" von Sven Plöger

    Gute Aussichten für morgen

    Cabriofahrerin

    24. March 2009 um 11:36

    Das Wetter: heute so - morgen so " Ne, was hatten wir dieses Jahr für einen heftigen und lang andauernden Winter. Selbst in den Mittelgebirgen lag so lange Schnee wie seit Jahren nicht mehr." Natürlich können solche im Supermarkt vorgetragene Thesen nicht unbedingt über viele Jahre hinweg bewiesene Gültigkeit beanspruchen. Aber beim Allerweltsthema Wetter wollen wir alle mitreden, und an diesem zwischenmenschlichen Kommunikationsbedürfnis setzt Sven Plöger an: Sein Buch ist ein allumfassendes, sehr informatives und stets wissenschaftlich untermauertes Sachbuch - keine leichte Kost; das Lesen erfordert schon volle Konzentration. Dennoch wird jedermann in der Lage sein, es zu lesen, denn es erfordert weder Vorwissen noch schwingt es sich zum Niveau eines Studiums der Meteorologie auf. Ich habe mir die klare Struktur des Buches zu Nutze gemacht (drei Teile mit vielen Unterkapiteln) und mir meine Lektüre entsprechend portioniert: So konnte ich mich auf angenehme Weise nach und nach mit dem gesamten Inhalt auseinander setzen. Besonders hilfreich fand ich in diesem Zusammenhang "Das Buch im Buch", in dem man sehr kompakt noch mal einen Überblick erhält. Kapitel 1 heißt: "Den Klimawandel verstehen". Hier stellt Sven Plöger die Kategorien "Wetter" und "Klima" gegenüber und beschäftigt sich mit den Faktoren, die unser Klima beeinflussen, wie etwa dem Treibhauseffekt. Kapitel 2 widmet Plöger den "Stimmen der Interessengruppen", denn Medien, Forscher, Regierungen - alle wollen gehört werden, wenn es um das Klima geht. In Kapitel 3 - "Die Chancen für morgen" - stellt der Autor dar, dass die Problematik des Klimawandels eine globale ist: Die Abschmelzung der Pole, die Erwärmung der Weltmeere, der FCKW-Ausstoß usw. betrifft alle Kontinente, alle Staaten, alle Wirtschaftssysteme, alle Menschen. Deshalb müssen wir alle uns verständigen und versuchen, einen Konsens zu finden. Dabei darf man nicht übergehen, dass jedes Land seine berechtigten eigenen politischen Schwerpunkte hat; die heftigsten Auswirkungen des Klimawandels - Unwetter, Überschwemmungen, Stürme, Tornados - erleben ja ausgerechnet die ärmsten Länder, die gerade kein Geld haben, um zu ihrem eigenen Schutz aufwändige und langfristige Strategien zu initialisieren, z. B. das Investment in alternative Energiequellen. Die Verantwortung bleibt also bei den reichen Ländern. Und gerade in diesem Zusammenhang fand ich das Unterkapitel "Was kann ich selbst tun" besonders informativ, denn auch ich, so habe ich gelernt, kann mit meinen Möglichkeiten, im Kleinen zu handeln (etwa Energie einzusparen), zu einem besseren Klima beitragen. Fazit: Dies war das erste Sachbuch, das ich gelesen habe. Es war eine ungewohnt anstrengende Lektüre. Auch wenn Plögers Aussagen nicht unbedingt neu sind und selbst ich als Laie vieles schon vorher einmal gehört hatte (man schätzt ja schließlich auch Sven Plögers ausschweifende Erläuterungen im Anschluss an die Tagesthemen), so kann ich sagen, dass das Buch die Lektüre lohnt. Bemerkenswert fand ich auch, dass Sven Plöger insgesamt eine weniger pessimistische Perspektive einnimmt, als ich es bisher getan hatte; zumindest in meinem Fall hatte das Buch also sogar eine gewissermaßen entspannende Wirkung.

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