Sven Regener Der kleine Bruder

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Inhaltsangabe zu „Der kleine Bruder“ von Sven Regener

Wie aus dem kleinen Bruder Frank der große Herr Lehmann wurde Berlin-Kreuzberg, November 1980: Im Schatten der Mauer gedeiht ein Paralleluniversum voller Künstler, Hausbesetzer, Kneipenbesitzer, Kneipenbesucher, Hunde und Punks. Bier, Standpunkte, Reden, Verräterschweine, alles ist da. Nur eines fehlt: jemand, der alles mal richtig durchdenkt – Frank Lehmann aus Bremen. Nachdem dessen WG dort vom Gesundheitsamt geschlossen wurde, macht Frank sich auf nach Berlin zu seinem großen Bruder Manni. Doch der ist verschwunden. Es beginnt eine abenteuerliche Suche quer durch die nächtliche Stadt ... Sven Regeners dritter großer Herr-Lehmann-Roman, chronologisch zwischen „Neue Vahr Süd“ und „Herr Lehmann“ angeordnet.

Sinnlos quatschen ohne Ende...eine große Enttäuschung für Sven-Regener-Fans.

— Muriel_Pritchett
Muriel_Pritchett

Schöne Fortsetzung der "Herr Lehmann" Bücher. Freue mich nun schon auf den 4. Teil über das "Schicksal" des Karl Schmidts

— jrr510
jrr510

Hat mir leider bei weitem nicht so gut gefallen wie die ersten beiden Bände der "Herr Lehmann"-Trilogie. Blieb nicht wirklich im Gedächtnis.

— julie1307
julie1307

Wie eine Zeitreise in die 80er Jahre!

— Die-wein
Die-wein

Ganz nett, aber um Längen nicht so gut wie die beiden Vorgänger!

— milasun
milasun

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  • Die Suche nach dem Bruder

    Der kleine Bruder
    kattii

    kattii

    24. May 2015 um 00:33

    Der kleine Bruder knüpft da an, wo Neue Vahr Süd aufhört - Frank Lehmann macht sich nach dem er nachträglich bei der Bundeswehr als untauglich degradiert wurde von Bremen auf nach Berlin um ein Leben bei seinem großen Bruder zu starten. Nachdem ich von Neue Vahr Süd ein wenig enttäuscht war, wurde ich "überredet" zu diesem "Herr Lehmann" Teil nicht das Buch zu lesen, sondern das Hörbuch zu hören. Und ich muss sagen es hat mich total überzeugt. Geniale Dialoge, die Sven Regener perfekt vorträgt. Berlin in den 80igern, Kunstszene und dann auch noch die Suche nach dem verschollenem oder auch nicht verschollenem Manni - Freddy - Lehmann. Skurile Typen, wie immer und einfach frei schnauze erzählt ... wirklich grandios. Ich denke ich werde nach dieser Erfahrung auch noch Neue Vahr Süd eine zweite Chance (als Hörbuch) geben. 

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Sinnlos quatschen ohne Ende...

    Der kleine Bruder
    Muriel_Pritchett

    Muriel_Pritchett

    26. October 2014 um 11:31

    Ich bin Berlinerin, ich liebe Element of Crime, und natürlich liebe ich Sven Regener, dem wir so wundervolle Liedanfänge wie "Ich nehm´ deine Katze und schüttel´ sie aus" -Weißes Papier- verdanken. Und dennoch ist "Der kleine Bruder" eine Enttäuschung. Die Lehmann-Trilogie hat ja eine eigenwillige Entstehungsreihenfolge: Zuerst Teil 3, "Herr Lehmann", dann Teil 1, "Neue Vahr Süd", und zuletzt Teil 2, "Der kleine Bruder". Nach und nach ist bei mir der Eindruck entstanden, dass "Der kleine Bruder" nur nachgeschoben wurde, da "Herr Lehmann" und "Neue Vahr Süd" sich so gut verkauft haben. Inhaltlich hat das Buch wenig zu bieten, es ist ein Road"movie", erst im Auto von Bremen nach Berlin, dann zu Fuß innerhalb Berlins. Im Wesentlichen wird in diesem Buch geredet, geredet, geredet, inhaltsfrei, niveaulos, besoffen oder verkifft. Der etwas wüste Erzählstil, der in "Herr Lehmann" und "Neue Vahr Süd" noch genutzt wurde, um die Geschichte zu erzählen, verkommt hier zum Selbstzweck eines Autors, der in meinen Augen einfach nichts mehr zu sagen hat. Die Geschichte ist geringfügig und uninteressant, das Zusammenfassen des Buches in einem Satz möglich. Sehr schade!

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  • Der typische Lehmann-Sound!

    Der kleine Bruder
    Die-wein

    Die-wein

    31. March 2014 um 12:17

    Frank Lehmann reist gemeinsam mit seinem Kumpel Wolli nach Westberlin um seinen großen Bruder Manfred zu besuchen. Der ist allerdings spurlos verschwunden und niemand scheint zu wissen wo er ist. Während Wolli, der einige Tage bei befreundeten Hausbesetzern wohnt, bereits kurze Zeit später zurück nach Bremen möchte, fasst Frank den Entschluss auf Dauer in Berlin zu bleiben. Er quartiert sich bei den Mitbewohnern seines Bruders ein und macht gemeinsam mit Erwin und Karl Berlin-Kreuzberg der 80er Jahre unsicher. Das erste Buch von Sven Regener "Herr Lehmann" habe ich vor genau 3 Jahren gelesen und auch wenn das Buch zuerst erschienen ist, so ist es doch eher die Fortsetzung von "Neue Vahr Süd" und "Der kleine Bruder. Da ich "Neue Vahr Süd" noch nicht gelesen habe war ich anfangs etwas irritiert, dass es im geteilten Berlin handelt. Allerdings sind bereits die ersten Seiten des Buches, in denen die Autofahrt nach Berlin beschrieben wird, so amüsant beschrieben, dass man das Buch am liebsten in einem Zug durchlesen möchte und man bekommt ein Gefühl für das geteilte Berlin vermittelt. Die 80er waren eine großartige Zeit und mit diesem Buch hatte ich den Eindruck jemand hat die Zeit zurück gedreht. Plötzlich gab es wieder richtige Telefonapparate, die man nicht so einfach im ganzen Haus umhertragen konnte, man benötigte gedruckte Stadtpläne und war nicht ständig und überall erreichbar. Die Dialoge sind einzigartig: "Es ist Kunst, wenn einer sagt, dass es Kunst ist", sagte Karl. "Im Zweifel ich. Ich darf das sagen. Und dann muss ich noch mindestens einen finden, der mir das glaubt. Dann ist es Kunst." Das Buch kommt gänzlich ohne Dramatik, Krisen und Liebesgeschichten aus und ist trotzdem spannend und gleichzeitig urkomisch bis zum Schluss.

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  • Kulturschock Berlin für den Kleinen

    Der kleine Bruder
    Duffy

    Duffy

    28. August 2013 um 16:47

    Frank Lehmann hat den Kanal voll von Bundeswehr, ist seinem Bruder Manfred ohne großen Plan und Ankündigung nach Berlin gefolgt. Der ist aber nicht auffindbar und Frank macht sich auf die Suche in einer für ihn sehr befremdlichen Stadt mit ihren menschlichen Satelliten. Das Kreuzberg der 80er Jahre. Das West-Berlin, die Künstler/Punk/Besetzerszene ist die Kulisse eines Romans, der eigentlich kein Roman ist, sondern eher eine Milieustudie. Von Regener mit seinen schon bekannten Hauptfiguren besetzt, dadurch kommt man optimal durchs Buch, man kann von Anfang an seine Symphatien besetzen. "So ist's gewesen", sagen die, die dabei waren, ja, so und so ähnlich, sagt auch der Rezensent, der auch dabei war. Die vielen Dialoge (ca.80% schätze ich mal) sind authentisch und teilweise auch brüllend komisch. Ein gutes Ende findet damit die Regener-Trilogie und der Autor hat gut daran getan, diesen dritten Teil genau an dieser Stelle zu beenden, wo er auch aufhört.

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  • Bestes "Lehmann"-Buch

    Der kleine Bruder
    literat

    literat

    27. June 2013 um 11:41

    Den kleinen Bruder fand ich noch am besten von den Lehmann-Büchern. Frank Lehmann kommt in Berlin bei seinem Bruder an und sein Bruder ist verschwunden. Seine Anfänge in Berlin, seine Suche nach dem Bruder und die Suche nach seiner "Nische" in Berlin finde ich schon sehr lesenswert. Frank ist rotzfrech, trotzdem liebenswert und auch nachdenklich, wenn er denn mal zum Nachdenken kommt. Der Autor hat das Lebensgefühl in den 80-er Jahren in Berlin sehr gut widergegeben, teilweise habe ich das in der Provinz auch ähnlich erlebt.

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  • Der kleine Bruder

    Der kleine Bruder
    Karokoenigin

    Karokoenigin

    26. April 2013 um 16:39

    Ich glaube, ich war noch nie so traurig, dass eine Reihe zu Ende gegangen ist! Ich muss einfach gleich zu Beginn sagen, dass ich die von Regener geschaffene Atmosphäre so angenehm und echt finde, dass ich unheimlich gerne in dem Buch gelesen habe. Außerdem fühlt es sich immer so an, als wäre da noch viel mehr zu erzählen, als das, was letztendlich aufs Papier gebracht wurde. Frank Lehmann wird so glaubwürdig beschrieben, als würde er wirklich existieren und das habe ich ja auch schon in meiner Rezension zum zweiten Teil, "Neue Vahr Süd" erwähnt. Vom Schreibtstil ist das ganze auch eher anspruchsvoll, da es viele verschachtelte und lange Sätze gibt, die sich auch oft in den Gedanken von Frank Lehmann abspielen. Dafür beschreiben diese Sätze Frank Lehmann aber sehr gut. Er ist ein sehr - vielleicht überdurchschnittlich - intelligenter Mann, der sich in Berlin auf die Suche nach seinem Bruder macht. Das Buch spielt an nur 3 Tagen. Am ersten Tag kommt Frank Lehmann mit seinem Freund aus Bremen, Wolli, nach Berlin und setzt diesen zunächst an einem Haus ab, bevor er zur Wohnung seines Bruders fährt. Allerdings weiß niemand so wirklich, wo Manni, oder Freddie, wie er mittlerweile von seinen Künstlerfreunden genannt wird, überhaupt abgeblieben ist. Noch am gleichen Abend wird der Grundstein für Lehmanns späteren Job im Einfall gelegt - der, den er auch im ersten Band der Trilogie "Herr Lehmann" noch hat - als er für Klaus einspringt und dessen Bier verkauft. Den zweiten Tag verbringt er auch komplett mit der Suche nach seinem Bruder. Er will dessen Kunst in der "ArschArt"-Galerie abholen, aber der Hauseigentümer P. Immel hat diese schon vor die Tür des Hinterhauses geworfen, um die Besetzer von eben jenem zu ärgern. Am dritten Tag findet er seinen Bruder dann am Abend schlussendlich, nachdem sich herausgestellt hat, dass eigentlich jeder genau wusste, wo sich Freddie befand, es allerdings geheim halten wollte vor den anderen. Ich finde das Ende des Romans sehr ernüchternd, aber nicht für den Leser sondern für Frank Lehmann, wenn man das denn so sagen kann. Einerseites scheint er froh zu sein, dass er seinen Bruder gefunden hat, denn schließlich ist er doch im Grunde nur wegen ihm nach Berlin gekommen und hatte viel Hoffnungen dort hineingesetzt. Aber dann sieht es doch so aus, als hätte er sich ganz falsche Vorstellungen gemacht, vor allem von seinem Bruder. Dabei finde ich den Dialog zwischen Frank und Freddie doch sehr schön und vor allem ist er ein schönes, aber unerwartetes Ende - wie gesagt, ich hatte das Gefühl, als könnte das ganze Buch noch ewig weitergehen. "Macht nichts, ist das ein Anzug von mir?" -"Ja." "Steht dir gut, kleiner Bruder. Pass auf dich auf!" -"Mach ich!" "Geh nicht verloren." -"Ich doch nicht." Wie man es sicherlich an meinen Rezensionen gemerkt hat, bin ich restlos begeistert von dieser Trilogie und gleichzeitig auch irgendwie traurig, dass sie vorbei ist. Ich hatte die Bücher nur ausgeliehen, aber meine anfängliche Skepsis ist wie weggefegt und ich werd sie mir wohl irgendwann zulegen. Das sind wohl ein paar der wenigen Bücher, die ich auch noch ein zweites Mal lesen würde. Die Bücher enthalten eine Komik, die irgendwie einerseits zum Lachen, andererseits aber auch, nach einigem Nachdenken zum Weinen ist. Ich gebe dem dritten Teil wohlverdiente 5 Herzen und damit auch der gesamten Trilogie. Wer gerne tiefsinnigere, aber trotzdem urkomische Literatur liest, sollte auf jeden Fall über diesen Dreiteiler nachdenken!

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  • Rezension zu "Der kleine Bruder" von Sven Regener

    Der kleine Bruder
    Morella

    Morella

    14. September 2012 um 12:31

    schon auf Reisen

  • Rezension zu "Der kleine Bruder" von Sven Regener

    Der kleine Bruder
    Marcus_Krug

    Marcus_Krug

    29. August 2012 um 20:23

    Erst kam „Herr Lehmann“, dann legte Sven Regener mit „Neue Vahr Süd“ ein sogenanntes Prequel zum zuvor genannten Buch hin. „Der kleine Bruder“, um den es hier geht, ist zeitlich zwischen den beiden ersten Romanen der „Lehmann-Trilogie“ angesiedelt. Frank, der spätere „Herr Lehmann“, fährt nach Berlin, um seinen Bruder Manfred zu besuchen. Der große Bruder, in Berlin von allen Freddie genannt, ist aber nirgends aufzufinden. So macht sich Frank auf ihn zu suchen bzw. Hinweise zu seinem Verbleib zu sammeln. Dabei lernt er die Mitbewohner seines Bruders kennen. Diese scheinen nichts von Freddies verbleib zu wissen und lenken jedes Gespräch zum Thema galant in eine andere Richtung bzw. nicht selten in eine Sackgasse. Mit seinen neuen Wohnungsgenossen (Frank zieht für Freddie in die alte und bald auch neue Wohnung ein) lernt er auch gleich ein Berlin im November 1980 kennen, das voller Punks, Hippies, Hausbesetzer, Kneipenbesitzer, Künstler und dergleichen steckt. Die Handlung beschränkt sich auf knappe drei Tage und ist mit den Worten abstruse Dialoge und merkwürdige Charaktere ausreichend beschrieben. Während man beim Erstling „Herr Lehmann“ neben den zum lachen komischen Dialogen auch noch Handlung und einen Einblick in das Innenleben des Protagonisten bekam, hält sich das vorliegende Werk lediglich an die Dialoge. Das Buch ist voll davon. Diese Gespräche gleiten zu neunzig Prozent nach ein paar Unterhaltungsfetzen ins Chaotische ab, weil die Figuren den Faden verloren haben oder vom Thema ablenken wollen. Das ist anfangs recht amüsant, zum Ende hin allerdings nervt es gewaltig. Das Geschehen verfängt sich immer wieder in diesen absurden Gesprächen und zieht sich dadurch wie Gummi. Obwohl die Handlung zu wünschen übrig lässt, sind es nichtsdestotrotz die bisweilen witzlosen Dialoge, das Buch am Laufen halten. Weil mir aber „Herr Lehmann“ so gefallen hat, wollte ich „Der kleine Bruder“ auch bis zum bittere Ende lesen, denn wie Karl im Buch sagt: „Jetzt sind alle eingestiegen, und der Bügel geht runter, und dann müssen das auch alle bis zum Ende mitmachen!“ (S. 265) Als Einstieg in die Lehmann-Trilogie leider nicht zu empfehlen!

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  • Rezension zu "Der kleine Bruder" von Sven Regener

    Der kleine Bruder
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. August 2012 um 09:16

    Inhalt: Herr Lehmann mach sich auf die Suche nach seinem Bruder, der ihn eingeladen hatte nach Berlin zu kommen, wenn Bremen sich ausgelebt hat. In Berlin ist er aber nicht zu finden - Herr Lehmanns Bruder. Wo ist er? ** ** ** ** ** ** *** Schreibstil: Wie immer: Sven Regener eben - zumindest in der Lehmann-Reihe. (Ich weiß nicht, ob er noch andere Bücher anders geschrieben hat?) ** ** ** ** ** ** *** Quintessenz: Ich habe nur 10% des Buches gelesen. Und das reicht, um zu erfahren, was aus Herrn Lehmann wird. Der Rest ist - wie immer in dieser Trilogie - Laber, Rababer. ** ** ** ** ** ** ***

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  • Rezension zu "Der kleine Bruder" von Sven Regener

    Der kleine Bruder
    libri

    libri

    26. June 2012 um 13:13

    Neue Vahr Süd und Der kleine Bruder lagen schon ewig bei mir auf dem SuB. Beim Themenlesen standen im Juni deutschsprachige Autoren auf der Liste. Daher hab ich die beiden Bücher endlich gelesen. Waren beide ganz ok, aber nicht so grandios wie Herr Lehmann.

  • Rezension zu "Der kleine Bruder" von Sven Regener

    Der kleine Bruder
    Toxicity74

    Toxicity74

    22. December 2011 um 21:05

    Vor einiger Zeit hab ich Der kleine Bruder von Sven Regener ausgelesen und bin echt begeistert von dem Buch. Zeitlich ist der Roman vor Herrn Lehmann und nach Neue Vahr Süd anzusiedeln. Frank Lehmann fährt mit seinem Punk-Freund Wolli nach Berlin, um dort seinen Bruder Manni besuchen. Aus dem Wehrdienst hat man ihn kürzlich nach einem Selbstmordversuch mit Tabletten entlassen. Jetzt hofft er bei seinem Bruder Unterstützung bei der Beantwortung der Frage, wie es in seinem Leben weiter gehen soll, zu bekommen. Doch Manni, der von seinen Berliner Freunden und Bekannten Freddie genannt wird, trifft er in dessen Wohnung nicht an. Stattdessen lernt er Karl, einen von Freddies Mitbewohnern, kennen. Nach und nach lernt er das gesamte Umfeld seines Bruders kennen, doch wo dieser steckt, scheint keiner zu wissen. In den ersten zwei Tagen seines Berlin-Aufenthaltes erlebt Frank allerhand, lernt die Berliner Kunstszene, die Punkszene und die Besetzerszene kennen und zeigt ein ordentliches Talent im Getränkeverkauf. Regener schafft es hervorragend mich mit Der kleine Bruder zu unterhalten und brachte mich bei der Lektüre in der Bahn immer wieder zum Lachen. Schon blöd, wenn man in der Bahn sitzt und muß sich ständig das laute Lachen verkneifen. Die Dialoge sind großartig. Und Frank Lehmanns Gedanken stehen den Dialogen zudem um nichts nach. Manchesmal erinnerte mich das Ganze an besten Humor im Stile eines Loriots. In keinster Weise Klamauk! Regener spielt in einer ganz anderen Liga als beispielsweise ein Tommy Jaud.

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  • Rezension zu "Der kleine Bruder" von Sven Regener

    Der kleine Bruder
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. October 2011 um 17:40

    Teil 3 nach VÖ, Teil 2 in der Chronologie der Regener'schen Triologie um Frank Lehmann. In diesem Teil besucht/sucht Frank L. seinen Bruder Freddie/Manni in Berlin. Zeitlich um 1980 angesiedelt, spiegelt das Buch das Flair der Stadt ein Jahrzehnt vor dem Mauerfall gut wieder. Hat mehr Fahrt als die beiden anderen Bände. Schöne Betrachtungen und Seitenhiebe auf die Hippie-, Kunst- und Punk-Szene, wiederum die WG-Kultur und das ganz spezielle Frank-Lehmnann-Welt-Verständnis. Wen Handlungs-Schneckentempo und x-fach wiederholte Dialogsätze nicht stören, wird (wieder) seine Freude haben, alle Anderen seien vor der 'wörtlichen Rede Struktur' Sven Regener's gewarnt...

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  • Rezension zu "Der kleine Bruder" von Sven Regener

    Der kleine Bruder
    Norados

    Norados

    26. June 2011 um 18:41

    Der Schriftsteller war mir, als ich in einem Spandauer Buchhandel stöberte nicht wirklich bekannt, allerdings bereue ich es nicht das mir dieses Buch in die Hände gefallen ist und ich es gekauft habe. Sehr schöne Dialoge, unkompliziert und direkt geschrieben. Man bekommt lust die nächste Kneipe oder Pub aufzusuchen oder mal wieder einen Kunstmarkt oder Kunst Hinterhof zu besuchen.

  • Rezension zu "Der kleine Bruder" von Sven Regener

    Der kleine Bruder
    Ulf_Borkowski

    Ulf_Borkowski

    Mit „Der kleine Bruder“ schließt Sven Regener seine Herr Lehmann-Triologie auf weniger überzeugende Weise ab. Der Roman schließt dort an, wo „Neue Vahr-Süd“ endet. Nach seiner Entlassung aus der Bundeswehr macht sich Frank Lehmann mit seinem Punk-Freund Wolli auf nach Berlin, um seinen Bruder zu besuchen. Der scheint jedoch wie vom Erdboden verschwunden und keiner von Mannis bzw. Freddies Berliner Freunden will wissen, wohin. An zwei Tagen hangelt sich Frank Lehmann durch skurile Situationen und Dialoge rund um die Kreuzberger Kneipen-, Künstler- sowie Punkszene der 1980er Jahre. Konnte „Herr Lehmann“ noch durch Situationskomik glänzen, so bleibt diese im dritten Roman der Reihe weitgehend auf der Strecke. Die Handlung ist dünn, die Personen oberflächlich, das Ende banal. Im Gegensatz zu den Vorgängern kein unbedingtes Muss.

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