Neue Vahr Süd

von Sven Regener 
4,1 Sterne bei622 Bewertungen
Neue Vahr Süd
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (487):
Tanja_Radis avatar

Erst war ich etwas enttäuscht oder gar frustriert, las mich aber rein und habe dann die ganze Lehmann-Reihe gelesen.

Kritisch (30):
Anushkas avatar

Ein Graus. Nach 200 Seiten weggelegt. Langweilig!

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Inhaltsangabe zu "Neue Vahr Süd"

Aufgewachsen in dem trostlosen, spießbürgerlichen Neubauviertel Neue Vahr Süd – mit Anschluss an die Autobahn –, steht Frank Lehmann zum ersten Mal in seinem Leben vor einem echten Problem: Er hat schlicht und einfach vergessen, den Wehrdienst zu verweigern. Und während er nun in der Kaserne Strammstehen und bedingungslosen Gehorsam lernen soll, proben seine Freunde schon einmal die proletarische Weltrevolution. Und es kommt noch schlimmer, denn der Auszug von Zuhause in eine chaotische Wohngemeinschaft stellt Frank vor existenzielle Fragen wie: Wer macht den Abwasch? Und: Wer darf eigentlich Sibille küssen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442459919
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:632 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:03.07.2006
Das aktuelle Hörbuch ist am 20.08.2004 bei tacheles! erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Bentvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sven Regener ist einfach ein begnadeter Erzähler.
    Cool.

    Cooles Buch. Mehr muss man dazu nicht sagen. Lesen, bitte.

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    M
    Muriel_Pritchettvor 4 Jahren
    Traurig, bewegend, lakonisch. -SPOILER-

    Ich habe das Buch eben zum zweiten Mal gelesen. Beim ersten Mal fand ich es überwältigend witzig und genoss die bahnbrechend neue Art des Schreibens. Jetzt, beim zweiten Mal, ist das Buch für mich im Wesentlichen ein Buch über Abschiede. Chaotisch, nicht geplant, nicht gewollt, notwendig.
    Frank Lehmann, Speditionskaufmann mit Abschluss, muss zur Bundeswehr. Er versucht, den Kriegsdienst zu verweigern, scheitert aber dabei. Seine Eltern setzen ihn wenig subtil vor die Tür. Er zieht in eine sehr chaotische, sehr gruselige Männer-WG ein, mit Leuten, die er aus seiner bewegten Jugend kennt. Er verliebt sich gegen seinen Willen in ein Mädchen, das dann einen anderen vorzieht. Und am Ende sorgt er durch seinen fingierten, aber meines Erachtens schon sehr ernsten Selbstmordversuch für seine Suspendierung von der Bundeswehr. Die WG ist vom Gesundheitsamt geschlossen worden, und Frank Lehmann entschließt sich zu einem Umzug nach Berlin.
    Auf 600 Seiten beschreibt Sven Regener die Abschiede, die jeder auf dem Weg zum Erwachsensein erfolgreich absolvieren muss. Nun würde das noch kein bemerkenswertes Buch ausmachen, eher eine Teenie-Entwicklungsgeschichte. Herausragend ist, dass Frank Lehmann sich für nichts in seinem Leben wirklich entscheidet. Er lässt sich von den Erlebnissen überrollen. Das ist liebenswert, das widerspricht dem durchgestylten Zeitgeist- und führt trotzdem dazu, dass die Reise nach Berlin kein Aufbruch zu neuen Ufern ist, sondern eine Flucht, weil unklar ist, wohin die Reise sonst gehen soll.
    Wenn man wie ich "Herrn Lehmann" früher gelesen hat, erschließt sich das, was in "Herr Lehmann" passiert, aus den Erlebnissen in "Neue Vahr Süd".

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    kattiis avatar
    kattiivor 4 Jahren
    Kurzmeinung: so endlich durch ... so lange habe ich noch nie für nen Buch gebraucht ...
    Gut, aber sehr langatmig

    Hui ... über 1 Jahr habe ich noch nie für ein Buch gebraucht. Und ich habe auch noch nie so lange Pause zwischendrin eingelegt ...

    Was mir gefallen hat - es ist eben typisch Herr Lehmann. Und das auch noch beim Bund. Herrlich. Mir kamen die Kritikpunkte zum Thema Bundeswehr mehr als bekannt vor und ich habe gut gelacht. Allerdings hab ich bei etwa der Hälfte des Buches erstmal eine längere Pause eingelegt. So ganz konnte ich die gar nicht begründen, aber einiges ging mir einfach auf den Keks. Ja, ich weiß, dass "dachte er" etc ist eben der Stil ... und ne Weile auch ganz lustig, aber 631 Seiten "dachte er" gingen mir dann doch irgendwie ein wenig auf den Keks. Irgendwie passierte einfach nichts. Der Vorteil - dadurch, dass nichts passierte was es überhaupt kein Problem über das Buch so lange nebenbei zu lesen. Zwischendurch musste ich mich echt ein wenig durchkämpfen. Zum Ende hin, wo es dann doch auch wieder ein wenig mehr Handlung gibt, ging es wieder etwas besser. 
    Im großen und ganzen hat mir das Buch schon gefallen, aber es ist einfach etwas zu sehr in die Länge gezogen und mir persönlich ging es mir dann doch zum Teil ein wenig auf den Keks. Vielleicht hätte ich es mal als Hörbuch ausprobieren sollen, viele sagen, dass es besser rüber kommt, wenn der Autor es liest. 
    Daher 3 Sterne.

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    Stephanuss avatar
    Stephanusvor 5 Jahren
    Die Geschichte von Herrn Lehmann geht weiter

    Nach dem ersten Teil "Herr Lehmann", der ganz und gar in Berlin spielt ist dieses Buch und damit der zweite Teil  nun zeitlich vor der Berliner-Zeit von Herrn Lehmann angesiedelt.

    Herr Lehmann muss zur Bundeswehr, weil er vergesseb hat zu verweigern. Nachdem er bei seinen Eltern auszieht und in eine chaotische WG wird ihm immer mehr klar, dass er nicht zur Bundeswehr passt und erzwingt letztlich seine Entlassung. Danach begibt er sich dann auf den Weg nach Berlin (und der erste Teil setzt ein).

    Der Schreibstil des Autors ist gewöhnungsbedürftig und sicher nicht für jedermann angenehm. Es kommen öfter sehr lange und verschachtelte Sätze vor, die sich letztlich um keinen Aussageinhalt drehen. Dies ist aber auch eine sehr ungewöhnlich und erfrischende Art zu erzählen und wird dem Hauptcharakter Frank Lehmann sehr gut gerecht. An vielen Stellen ist das Buch auch herrlich ironisch.

    Einziges Manko fand ich, dass es im Buch längen gibt und die Handlung ein wenig gestrafft besser und amüsanter wäre.

    Insgesamt aber eine gute und gelungene Fortsetzung und ein schönes Lesevergnügen.

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    literats avatar
    literatvor 5 Jahren
    Besser als Herr Lehmann

    Das Buch fand ich persönlich besser als Herr Lehmann, aber auch nicht soooo der Hit. Phasenweise war es sogar richtig gut, die Beschreibung, wie Frank einerseits gar nicht zum Bund will, bzw. das seinen Prinzipien widerspricht, andererseits ist er einfach zu faul, zu nachlässig, zu träge um tatsächlich zu verweigern. Und in den Szenen, in denen er mit sich selber spricht, finde ich das Buch gelungen. Aber ansonsten ist es dann doch etwas flach.

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    Karokoenigins avatar
    Karokoeniginvor 5 Jahren
    Neue Vahr Süd

    Was man gleich sagen sollte ist, dass dieses Buch bestimmt nicht etwas für jeden ist. Denn je mehr man über Frank Lehmann liest und je mehr man von ihm zu erfahren scheint, desto weniger weiß man eigentlich. Und so sehr man auch glaubt, dass er bloß eine Kunstfigur ist, eine ausgedachte Person, ohne Gesicht und ohne jemals existiert zu haben, so sehr ist "Neue Vahr Süd" auch irgendwie eine Lebensgeschichte, eine Biografie. Die Handlung ist nichts, was einem fern ist. Ich für meinen Teil konnte mich sehr gut in die Geschichte einfinden, hatte die Szenerie die ganze Zeit gut vor Augen und das liegt vielleicht daran, dass Frank Lehmann nicht nur eine Person ist. Frank Lehmann steckt vielleicht ein bisschen in allen von uns, weil ich ihn viel mehr als eine Krankheit unserer Zeit beschreiben müsste, wenn ich es denn müsste. Ihm ist alles egal, solange es noch nicht soweit ist. Er kümmert sich nicht darum, seinen Kriegsdienst zu verweigern, bis er schließlich in der Kaserne ist und es praktisch zu spät ist. Er kümmert sich auch nicht darum, Sibille besser kennenzulernen, bis sie sich in jemand anderes verliebt und er sich selbst seiner Gefühle klar wird.
    Es gibt ehrlich nicht viel über diesen Roman zu sagen, - er ist weder gut noch schlecht, aber er hat auf jeden Fall seine Berechtigung - weil sich, wie ich finde, jeder selbst ein Urteil bilden muss, ob das ganze jetzt zum Nachdenken anregt, oder ob es vielleicht stellenweise zu verwirrend ist. Denn nicht nur Frank Lehmann scheint wirre Gedanken zu haben. Vielleicht ist es der Autor, vielleicht die künstlerische Freiheit, aber man sollte auf gar keinen Fall glauben, dass sich dieses Buch schnell wegliest. An den beinahe 600 Seiten habe ich beispielsweise eine Woche gelesen und das trotz Ferien, wenn man es denn so nennen möchte.
    Müsste ich diesen Teil mit dem ersten Teil "Herr Lehmann" vergleichen, dann würde ich den ersten Teil wohl vorziehen. Denn obwohl die Person Frank Lehmann deutlich im Vordergrund steht und nicht der geschichtliche Zusammenhang, so gefällt mir das doch besonders gut am ersten Band - der Mauerfall, mit dem der erste Band beispielsweise abschließt. Der zweite Band geht da noch deutlicher auf die Geschichte von Frank Lehmann ein, allerdings nicht so sehr, dass man ihn als Person besser verstehen könnte, denn diese ist und bleibt mir ein Rätsel, sondern eher so, dass man seine Handlungen nachvollziehen kann.
    Wie bereits erwähnt ist der Schreibstil sicherlich nicht besonders einfach. Es gibt viele, ellenlange Sätze, die sich vielleicht nur darum drehen, warum jemand ein bestimmtes Wort anstatt eines anderen verwendet hat. Die nur seine Gedanken beschreiben und die vielleicht vollkommen Fehl am Platze erscheinen, aber besonders diese Nachdenklichkeit machen den gesamten Roman aus, wie ich finde. Dialoge - richtige Dialoge, gibt es wenige. Eher solche, die gegenseitiges Unverständnis verdeutlichen. Alleine vom Schreibstil her und von der Beschreibung Frank Lehmanns, war er in meiner Vorstellung viel älter, als Anfang 20. Das ist mir auch schon im ersten Band aufgefallen, aber noch nicht ganz so deutlich.
    Insgesamt konnte mich auch der zweite Band sehr überzeugen. Der dritte Band wartet noch auf mich, aber wenn ich ehrlich bin, möchte ich diese Trilogie gar nicht beenden. Von mir gibt es wieder überzeugende 5 Herzen, weil ich einfach, auch wenn ich es wollte, keinen Kritikpunkt finden kann. Als Gesamtwerk funktioniert dieses Buch einfach sehr gut und es ist sehr stimmig, wie ich finde.

    Kommentare: 1
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    batzns avatar
    batznvor 6 Jahren
    Rezension zu "Neue Vahr Süd" von Sven Regener

    Wer selbst bei Deutschlands grösstem Trachtenverein ( der Bundeswehr) gedient hat, wird die Herren UFFZE und STUFFZE mit all den anderen Offizieren sofort widererkennen.Habe mich beim lesen ,hauptsächlich bei diesen Szenen, regelrecht weggeschmissen vor lachen. Jaja so läufts beim Bund , nichts in diesem Buch ist übertrieben oder erfunden. Herrlich

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    K
    kcebuelvor 6 Jahren
    Rezension zu "Neue Vahr Süd" von Sven Regener

    Eigentlich recht gut gelungene Fortsetzung von "Herr Lehmann" die sprachlich-formal deutlich in die gleiche Kerbe schlägt. Von dieser Seite ist also nichts neues zu erwarten, aber wem das erste Buch gut gefiel hat hier durchaus einige Stunden Freude dran...

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Neue Vahr Süd" von Sven Regener

    Inhalt:
    Herr Lehmann muss zur Bundeswehr. Er hat vergessen, sich zu verweigern. Nun muss er Wohl oder Übel sich anschreien lassen, denn so läuft das nun mal bei der Bundeswehr.
    Aber Herr Lehmann findet seinen Weg, damit umzugehen und verdient sich einen besonderen Respekt bei seinen Kameraden.
    ** ** ** ** ** ** ***
    Schreibstil:
    ...dass muss man sich mal vorstellen, muss man sich das mal...
    Regener schreibt so - zumindest die Herr Lehmann-Bücher - und schafft es damit eine besondere Stimmung hervor zu rufen.
    ** ** ** ** ** ** ***
    Quintessenz:
    Im Grunde ist es ein Buch voller Schwachsinn!
    Seiten lange Diskussionen der Figuren über ein und das selbe Thema. Als Leser konnte ich mehrere Seiten einfach überspringen und wenn ich dann weiter las, hatte sich die Geschichte nicht weiter entwickelt: Die Diskussionen voller Lebensweisheiten waren noch immer im vollen Gange...
    Andererseits schaffte es Regener bei mir ein Interesse zu wecken, wie es nun mit Herrn Lehmann weiter gehen sollte. Und allein dieses Interesse lässt mich das letzte Buch noch lesen.
    Immer wieder wurde ich - durch die Sprache und den Inhalt des Buches - an Loriot erinnert: Nonsens. Und das so sehr, dass es auch die ein oder andere Stelle gab, die zum Lachen war.
    ** ** ** ** ** ** ***

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    libris avatar
    librivor 6 Jahren
    Rezension zu "Neue Vahr Süd" von Sven Regener

    Unterhaltsames Buch aus der Feder von Sven Regener. Bisschen kompliziert zu lesen, da ich ziemlich wenig über die Wehrpflicht in Deutschland weiss, aber im Kopf von Frank Lehmann möchte ich nicht 24 Stunden pro Tag wohnen :)

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